Ergovasan 2 mg/ml - Tropfen

Abbildung Ergovasan 2 mg/ml - Tropfen
Wirkstoff(e) Dihydroergotamin
Zulassungsland Österreich
Hersteller Wabosan
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N02CA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe MigrÀnemittel

Zulassungsinhaber

Wabosan

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der in Ergovasan 2 mg/ml Tropfen enthaltene Wirkstoff Dihydroergotamin(mesilat) gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide und bewirkt eine StĂ€rkung (Tonisierung) der GefĂ€ĂŸmuskulatur (vor allem der Venen). Die Blutzirkulation wird verbessert und ein erniedrigter Blutdruck normalisiert. Dihydroergotamin bessert somit Beschwerden, wie Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel, Neigung zu Ohnmacht, Kopfschmerz und MĂŒdigkeit, die auf einen schlecht funktionierenden Blutkreislauf bzw. einen zu niedrigen Blutdruck zurĂŒckzufĂŒhren sind. Weiters werden HĂ€ufigkeit und StĂ€rke von MigrĂ€neanfĂ€llen reduziert.

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen werden angewendet

  • zur Behandlung von niedrigem Blutdruck und Kreislaufstörungen, die typischerweise beim Aufrichten aus liegender oder gebĂŒckter Haltung entstehen
  • zur unterstĂŒtzenden Therapie bei Erkrankungen der Venen, wenn physikalische Maßnahmen (z.B. StĂŒtzstrĂŒmpfe) nicht ausreichend wirksam sind

Wenn bei Ihnen ein niedriger Blutdruck erstmalig auftritt, wird Ihnen Ihr Arzt Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen nur dann verschreiben, wenn die Ursache nicht ohne Arzneimittel behandelt werden kann bzw. diese Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend wirksam sind.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen dĂŒrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen Dihydroergotamin, andere Mutterkornalkaloide oder einen der sonstigen Bestandteile von Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen sind
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)

  • bei ZustĂ€nden, die GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfe begĂŒnstigen: Erkrankungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe (insbesondere instabile oder vasospastische Angina pectoris [Schmerzen im Brustbereich infolge Durchblutungsstörungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe], frischer Herzinfarkt), Sepsis (Blutvergiftung), Schock, Erkrankungen infolge GefĂ€ĂŸverengung bzw. Erkrankungen der peripheren Arterien wie z.B. Raynaud-Syndrom (Durchblutungsstörung im Bereich der Finger und/oder Zehen aufgrund von GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfen), Bluthochdruck, temporale Arteriitis (EntzĂŒndung der SchlĂ€fenarterie)
  • bei vorĂŒbergehender Durchblutungsstörung der HirngefĂ€ĂŸe (sogenannte TIA, tranitorische ischĂ€mische Attacke) oder Schlaganfall
  • wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschrĂ€nkt ist
  • wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschrĂ€nkt ist
  • von Kindern unter 12 Jahren
  • bei Arzneimittel-bedingtem Kopfschmerz
  • wenn Sie gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln behandelt werden (siehe „Bei Einnahme von mit anderen Arzneimitteln“):
    • bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolid-Antibiotika)
    • HIV-Protease- oder Reverse-Transkrptase-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von AIDS)
    • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Azol-Antimykotika)
    • gefĂ€ĂŸverengende Arzneimittel, einschließlich anderen Mutterkornalkaloiden, Sumatriptan und anderen 5 HT1-Rezeptor-Agonisten (MigrĂ€nemittel)
  • wenn Sie an Herz(muskel)schwĂ€che leiden (mit Symptomen wie Kurzatmigkeit und/oder Schwellung der (Fuß-)Gelenke)

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen ist erforderlich,

Falls Ihre Leber- und/oder Nierenfunktion eingeschrĂ€nkt ist, wird Ihr Arzt die Dosis von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen entsprechend vermindern. Eine entsprechende Ă€rztliche Überwachung ist notwendig.

Bei lĂ€nger dauernder Zufuhr von Dihydroergotamin ĂŒber die Vene ist die gleichzeitige Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen zu unterbrechen. Falls Sie sich solch einer Behandlung unterziehen mĂŒssen, informieren Sie bitte den behandelnden Arzt ĂŒber die Einnahme von

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Die gehĂ€ufte Einnahme von Mutterkornalkaloiden wie Dihydroergotamin kann zu Kopfschmerzen durch MedikamentenĂŒbergebrauch fĂŒhren, die kaum von MigrĂ€nekopfschmerzen zu unterscheiden sind (Arzneimittel-bedingter Kopfschmerz – siehe „darf nicht eingenommen werden“).

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen sind nicht fĂŒr eine Langzeitbehandlung geeignet - in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden wird Ihr Arzt ĂŒberprĂŒfen, ob die weitere Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen noch notwendig ist (siehe Abschnitt 3. „WIE SIND Ergovasan 2 mg/ml Tropfen EINZUNEHMEN?“)

Das Auftreten von Halluzinationen (Wahnvorstellungen) und anderen psychisch bedingten Störungen wurde bei Patienten unter Behandlung mit Dihydroergotamin berichtet. Eine Behandlung von Patienten mit akuter und chronischer Psychose mit Ergovasan 2 mg/ml Tropfen soll nur mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Fibrotische und seröse entzĂŒndliche Erkrankungen (d.h. mit Bindegewebsvermehrung und Austritt von FlĂŒssigkeit in das Gewebe) sind nach lĂ€ngerer Anwendung von Mutterkornalkaloiden aufgetreten. FĂŒr Dihydroergotamin ist diese Wirkung bislang nicht beschrieben. Dennoch sollten Patienten mit Erkrankungen des Bindegewebes in der Vorgeschichte wie z.B. Fibrosen im Bauchraum und Lungenbereich sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden.

Symptome einer peripheren IschĂ€mie (Durchblutungsmangel im Bereich der Gliedmaßen) (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) sind nach lĂ€ngerer und/oder hoch dosierter Anwendung von Mutterkornalkaloiden beschrieben. Falls bei Ihnen die Haut im Bereich der Finger und/oder Zehen blass bzw. blau verfĂ€rbt und berĂŒhrungsempfindlich ist, sich kĂŒhl anfĂŒhlt, falls TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln oder Muskelschmerzen/-krĂ€mpfe im Bereich der Gliedmaßen auftreten,

unterbrechen Sie bitte die Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen und kontaktieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt.

Patienten, die an GefĂ€ĂŸ- bzw. Venenerkrankungen leiden, sollen allgemeine Verhaltensempfehlungen (z.B. tĂ€gliche SpaziergĂ€nge bzw. Gymnastik, Hochlagern der Beine, Vermeidung von Hitze und beengender Kleidung, etc.) auch wĂ€hrend einer Therapie mit Ergovasan 2 mg/ml Tropfen weiter einhalten.

Bei Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bestimmte Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen; deswegen kann es notwendig sein, dass diese Arzneimittel nicht gemeinsam mit anderen Arzneimitteln oder nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden dĂŒrfen.

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen dĂŒrfen nicht mit folgenden Arzneimitteln gemeinsam verwendet werden:

  • bestimmte Antibiotika (Makrolidantibiotika, z.B. Erythromycin, Troleandomycin, Clarithromycin) zur Behandlung von Infektionen,
  • Arzneimittel zur Behandlung von AIDS (HIV-Protease- oder Reverse-Transkriptase-Hemmern, z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delarvirdin),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Azol-Antimykotika, z.B. Ketoconazol, Itraconazolm, Voriconazol):

es kann zu einer VerstĂ€rkung der Dihydroergotamin-Wirkung bzw. zum Auftreten von Nebenwirkungen (GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfe und Mangeldurchblutung in den Gliedmaßen und anderen Geweben) kommen.

  • GefĂ€ĂŸverengende Arzneimittel einschließlich andere Mutterkornalkaloide, MigrĂ€nemittel wie Sumatriptan, andere Triptane und andere 5 HT1-Rezeptor-Agonisten:

es kann zu einer VerstĂ€rkung der gefĂ€ĂŸverengenden Wirkung von Dihydroergotamin kommen. Andere MigrĂ€nemittel wie Sumatriptan und andere Triptane dĂŒrfen nicht innerhalb von 24 h nach der Anwendung von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen angewendet werden, da es zu einer gegenseitigen VerstĂ€rkung der Wirkung kommen kann.

Die gleichzeitige Anwendung von mit folgenden Arzneimitteln darf nur unter besonderer Vorsicht erfolgen, da Wirkung und Nebenwirkungen von Dihydroergotamin verstÀrkt werden können:

  • Dopamin (Arzneimittel zur Behandlung von Schock, stark erniedrigtem Blutdruck, drohendem Nierenversagen),
  • bestimmte Antibotika (Tetracycline, Quinupristin und Dalfopristin) zur Behandlung von Infektionen,
  • Cimetidin (Arzneimittel gegen MagenĂŒbersĂ€uerung),
  • Sibutramin (AppetitzĂŒgler)
  • herzstĂ€rkende Arzneimittel (organische Nitrate, z.B. Glyceroltrinitrat, Isosorbidmononitrat und Isosorbiddinitrat)
  • blutdrucksenkende Arzneimittel (ß-Rezeptorenblocker)

Weitere Wechselwirkungen

Bei lĂ€nger dauernder Zufuhr von Dihydroergotamin ĂŒber die Vene sowie bei der Anwendung von Heparin und Heparin-verwandten Arzneimitteln (Arzneimittel zur Vorbeugung von Blutgerinnselbildung) ist die gleichzeitige Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen zu unterbrechen.

Falls Sie sich solchen Behandlungen unterziehen mĂŒssen, informieren Sie bitte Ihren Arzt ĂŒber die Einnahme von

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Bei Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol mit Ergovasan2 mg/ml Tropfen soll wie bei allen Arzneimitteln unterlassen werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen und Rauchen erhöhen das Risiko fĂŒr GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfe im Bereich der Gliedmaßen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen dĂŒrfen wĂ€hrend einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da Dihydroergotamin auf den Mutterkuchen und die Nabelschnur wehenfördernde und gefĂ€ĂŸverengende Wirkungen entfaltet (siehe „darf nicht eingenommen werden“).

Stillzeit

Dihydroergotamin wird in die Muttermilch ausgeschieden und daher dĂŒrfen Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen wĂ€hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden (siehe „darf nicht eingenommen werden“). Falls Ihr Arzt die Anwendung von Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen fĂŒr zwingend erforderlich hĂ€lt, muss vorher abgestillt werden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Die Behandlung mit Ergovasan 2 mg/ml Tropfen erfordert eine regelmĂ€ĂŸige Ă€rztliche Kontrolle. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes. Durch unterschiedliche Reaktionen kann Ihre FĂ€higkeit zum Lenken von Fahrzeugen, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintrĂ€chtigt werden. Dies gilt in verstĂ€rktem Maße bei Behandlungsbeginn und PrĂ€paratwechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen ĂŒber bestimmte sonstige Bestandteile von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen

Die vorliegende ArzneispezialitĂ€t enthĂ€lt pro Einzeldosis bis zu 1 Gramm Ethylalkohol und es besteht ein gesundheitliches Risiko fĂŒr Patienten, die unter Alkoholismus leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ergovasan 2 mg/ml Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis bei

  • Behandlung von niedrigem Blutdruck und Kreislaufstörungen

Bei Therapiebeginn und bei akuten Störungen sind morgens und abends jeweils 25 Tropfen einzunehmen. Nach ca. 14-tĂ€giger Behandlung kann in der Regel auf eine Erhaltungsdosis von 2 x 12 Tropfen tĂ€glich reduziert werden. In ausgeprĂ€gten FĂ€llen ist eine vorĂŒbergehende Dosissteigerung bis auf 3 x tĂ€glich 25 Tropfen möglich.

  • unterstĂŒtzenden Therapie bei Erkrankungen der Venen 3 x tĂ€glich 30 Tropfen

Kinder, Jugendliche von 12 bis 18 Jahren

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen sind nicht empfohlen fĂŒr die Anwendung bei Kindern bzw. Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren aufgrund fehlender Daten zu Unbedenklichkeit und/oder Wirksamkeit des Arzneimittels. Wenn Ihr Arzt Ergovasan 2 mg/ml Tropfen zur Behandlung von Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren einsetzt, darf dies nur mit grĂ¶ĂŸter Vorsicht und nur nach strenger Indikationsstellung in der möglichst niedrigsten Dosis geschehen.

Dosierung bei eingeschrÀnkter Leber- und/oder Nierenfunktion

Falls Ihre Leber- und/oder Nierenfunktion eingeschrÀnkt ist, wird Ihr Arzt die Dosis von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen reduzieren.

Eine Tageshöchstdosis von 10 mg Dihydroergotamin (entsprechend 100 Tropfen dieses Arzneimittels) soll nicht ĂŒberschritten werden.

Ergovasan 2 mg/ml Tropfen sind nicht fĂŒr eine Langzeitbehandlung vorgesehen. Die chronische Anwendung in höheren als der empfohlenen Dosis ist zu vermeiden.

Ihr Arzt wird regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒfen, ob eine weitere Anwendung von Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen noch notwendig ist. Halten Sie sich bitte an die Anweisungen Ihres Arztes.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen sind verstĂ€rkt Beschwerden des sogenannten Ergotismus (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“) zu erwarten. Dazu zĂ€hlen u.a. SchwindelgefĂŒhl, Kopfschmerzen, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, Konzentrations- störungen, Benommenheit, Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, gesteigertes Hunger- und DurstgefĂŒhl, Hautrötungen, TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln und/oder KĂ€ltegefĂŒhl in Fingern und Zehen sowie Muskelschmerzen in Armen und Beinen.

Falls Sie zu viele Ergovasan 2 mg/ml Tropfen eingenommen haben oder ein Kind Ergovasan 2 mg/ml Tropfen geschluckt hat, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder der Notfallabteilung des nĂ€chsten Krankenhauses auf. Nehmen Sie die restlichen Ergovasan 2 mg/ml Tropfen oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt ĂŒber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

FĂŒr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation

Wenn Sie die Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme wie vorgesehen fort.

Wenn Sie die Einnahme von Ergovasan 2 mg/ml Tropfen abbrechen

Ohne RĂŒcksprache mit dem behandelnden Arzt sollten Sie die verordnete Dosis nicht Ă€ndern oder gar das Arzneimittel absetzen.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfĂŒr gibt und ob andere Arzneimittel fĂŒr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Ergovasan 2 mg/ml Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 HÀufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: die HĂ€ufigkeit ist auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Folgende Nebenwirkungen können wÀhrend der Behandlung mit auftreten:

Besonders bei empfindlichen Patienten können Beschwerden des Ergotismus auftreten (die mit *) markierten Nebenwirkungen sind typische Beschwerden von Ergotismus).

Herzerkrankungen*)

Selten: vorĂŒbergehende Beschleunigung oder Verlangsamung der HerztĂ€tigkeit

In AbhĂ€ngigkeit von Ihrem Ausgangsblutdruck kann es zu Blutdruckabfall oder -anstieg kommen. Sehr selten: PrĂ€kordialschmerzen (Brustschmerzen infolge Durchblutungsstörungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe), Herzinfarkt, Verdickungen der Herzklappen

Erkrankungen des Nervensystems*)

Sehr selten: Empfindungslosigkeit sowie Kribbeln, Schmerzen und KĂ€ltegefĂŒhl in den Fingern und Zehen.

Nicht bekannt: Kopfschmerzen, speziell bei Therapiebeginn bei Patienten, die gegen Kopfschmerzen/MigrÀne behandelt wurden.

SchwindelgefĂŒhl, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Benommenheit.

Es wurde ĂŒber das Auftreten von Halluzinationen (Wahnvorstellungen) und anderen psychisch bedingten Störungen berichtet.

Falls diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, unterbrechen sie die Einnahme von Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen und suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf.

Augenerkrankungen*)

Gelegentlich: Sehstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und der Brusthöhle

Nicht bekannt: Atemnot, -beschwerden

Es wurde ĂŒber das Auftreten von Pleurafibrosen (Vermehrung des Bindegewebes im Bereich des Brustfells) nach Langzeitbehandlung berichtet.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts*)

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, gesteigertes Hunger- und DurstgefĂŒhl: diese Nebenwirkungen können vor allem zu Behandlungsbeginn auftreten.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Es wurde ĂŒber das Auftreten von Retroperitonealfibrosen (Vermehrung des Bindegewebes im Bereich des Bauchraums, unter UmstĂ€nden verbunden mit RĂŒckenschmerzen und Problemen beim Urinieren) nach Langzeitbehandlung berichtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: allergische Reaktionen der Haut (Schwellung (im Kopfbereich), Jucken, Ausschlag, Rötung)

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt: MuskelkrÀmpfe

GefĂ€ĂŸerkrankungen*)

Gelegentlich: Hautrötung, Blutdruckanstieg

Selten kann es als Folge einer GefĂ€ĂŸverengung zu peripheren Durchblutungsstörungen bzw. zu TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln in Fingern und Zehen, KĂ€ltegefĂŒhl in HĂ€nden und FĂŒĂŸen, Muskelschmerzen in Armen und Beinen sowie zu einer BlauverfĂ€rbung der Arme und Beine kommen. Nicht bekannt: GangrĂ€ne (Gewebezerfall) im Bereich der Beine

Falls diese Beschwerden bei Ihnen auftreten, unterbrechen sie die Einnahme von Ergovasan 0,2 mg/ml Tropfen und suchen Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt auf, damit dieser eine entsprechende Behandlung einleiten kann.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten: FlĂŒssigkeitsansammlung im Gewebe

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Gesichtsödem, Ausschlag, Juckreiz und Atemnot).

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Verwirrtheit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie Ergovasan 2 mg/ml Tropfen in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.

Sie dĂŒrfen Ergovasan 2 mg/ml Tropfen nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

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Weitere Informationen

Was enthalten Ergovasan 2 mg/ml Tropfen

Der Wirkstoff ist: Dihydroergotamin(mesilat). 1 ml (entsprechend 20 Tropfen) enthÀlt 2 mg Dihydroergotaminmesilat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Ethylalkohol - Wassergemisch, MethansulfonsÀure, gereinigtes Wasser

Wie Ergovasan 2 mg/ml Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Lösung zum Einnehmen

Flaschen aus Braunglas zu 15 ml und 50 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber

WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH

Anton Anderer Platz

A-1210 Wien

Tel: 070 03 70

Fax: 070 03 70 20

E-mail: office@wabosan.at

Hersteller

Pharmazeutische Fabrik MONTAVIT GesmbH, 6060 Absam

Zulassungsnummer

1-19270

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2014.

Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Symptome der Überdosierung

Bei Überdosierung sind verstĂ€rkt Symptome des Ergotismus zu erwarten. Dazu zĂ€hlen u.a. SchwindelgefĂŒhl, Kopfschmerzen, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, Konzentrations-störungen, Benommenheit, Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Schmerzen im Abdomen, gesteigertes Hunger- und DurstgefĂŒhl, Hautrötungen, TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln und/oder KĂ€ltegefĂŒhl in Fingern und Zehen sowie Muskelschmerzen in Armen und Beinen. Koma.

Therapie von Überdosierungen

In leichten FĂ€llen reicht das Absetzen des Arzneimittels aus.

In schwereren FĂ€llen erfolgt die Behandlung symptomatisch. Zur Wirkstoffelimination sind MagenspĂŒlung, adsorbierende Maßnahmen (Aktivkohle) und Laxantien mit raschem Wirkungseintritt angezeigt.

Neben einer allgemeinen Überwachung der Herz-, Kreislauf- und Atmungsfunktion kann bei Auftreten von peripheren Durchblutungsstörungen eine Behandlung mit vasodilatierenden Arzneimitteln (z.B. Nitroprussid, Phentolamin, Dihydralazin) unter Blutdruckkontrolle erforderlich werden. Auch eine lokale WĂ€rmeapplikation sowie entsprechende Krankenpflege zur Vermeidung von GewebeschĂ€den kann empfohlen werden. Im Fall einer Konstriktion der KoronargefĂ€ĂŸe soll eine geeignete Behandlung z.B. mit Nitroglycerin begonnen werden.

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Hersteller Wabosan
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden