Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dipiperon gehört zur Präparate-Gruppe der sogenannten «Neuroleptika». Dipiperon wird angewendet bei psychischen Krankheiten (sogenannte «chronische Psychosen»), die sich z.B. in den folgenden Symptomen ausdrücken können: Ungewöhnliches Misstrauen, etwas glauben, das nicht wahr ist (Wahnvorstellungen); Rückzug in sich selbst, Fehlen von Gefühlen; etwas hören, sehen oder fühlen, was nicht da ist und was andere Personen nicht wahrnehmen können.

Dipiperon darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nehmen Sie Dipiperon nicht ein, wenn Sie:

an der Parkinson?schen Krankheit leiden oder früher gelitten haben;

Schläfrigkeit und Verlangsamung der Reaktion im Zusammenhang mit einer Krankheit oder nach Einnahme von Alkohol oder Arzneimitteln beobachten, die auf das Nervensystem dämpfend wirken; in einem Zustand tiefer Bewusstlosigkeit;

überempfindlich auf einen der Inhaltsstoffe von Dipiperon oder auf ähnliche Arzneimittel reagieren.


Ältere Personen

Dipiperon kann bei älteren Personen eine stärkere Wirkung bzw. stärkere Nebenwirkungen haben, weshalb der Arzt oder die Ärztin dann niedrigere Dosen verschreiben wird.

Herz- und Kreislaufkrankheiten, Herzrhythmusstörungen, Depressionen und Epilepsie

Wenn Sie an tiefem Blutdruck oder einer anderen Herz-Kreislauferkrankung, an Epilepsie oder Depressionen leiden oder gelitten haben, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin davon in Kenntnis setzen, da er/sie Ihren Zustand während der Therapie mit Dipiperon eventuell strenger verfolgen möchte.

Andere Arzneimittel und Alkohol

Trinken Sie keinen Alkohol während einer Dipiperon-Therapie, da Dipiperon die Wirkung des Alkohols verstärkt.

Es kann zu Wechselwirkungen zwischen Dipiperon und den folgenden Arzneimitteln kommen:

Arzneimittel, die Ihre Reaktion verlangsamen: z.B. starke Schmerzmittel, Schlafmittel, Beruhigungsmittel und gewisse Arzneimittel gegen Allergien;

Arzneimittel gegen Bluthochdruck;

Arzneimittel gegen die Parkinson?sche Krankheit;

Arzneimittel gegen Epilepsie (Phenytoin, Barbiturate).

Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Quinidin und Amiodaron).

Teilen Sie Ihrem Arzt, Apotheker resp. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, welche Arzneimittel Sie momentan einnehmen. Er oder sie wird Sie informieren, welche Präparate Sie zurzeit nicht einnehmen dürfen oder welche Massnahmen (z.B. Dosierungsanpassung) notwendig sind. Beginnen Sie nicht mit der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel, während Sie Dipiperon einnehmen, ohne dass Sie vorher mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Ihrer Ärztin oder Apothekerin Rücksprache genommen haben.

Autofahren und Bedienen von Maschinen

Dipiperon kann Schläfrigkeit hervorrufen und kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen! Bedienen Sie also keine Maschinen und lenken Sie kein Fahrzeug, ausser Ihr Arzt oder Ihre Ärztin erlaubt es Ihnen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.


Wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden, müssen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, welche(r) entscheiden wird, ob Sie Dipiperon einnehmen dürfen.

Während der Anwendung von Dipiperon soll nicht gestillt werden.

Wie wird es angewendet?

Dipiperon steht in Form von Tabletten zur Verfügung. Sie können Dipiperon-Tabletten mit ein wenig Wasser während oder zwischen den Mahlzeiten schlucken.

Es ist sehr wichtig, dass die richtige Menge von Dipiperon eingenommen wird. Der Arzt oder die Ärztin wird die Dosis so lange ändern, bis die für Sie beste Menge gefunden ist.

Die folgenden Dosierungsangaben geben Ihnen nur eine grobe Idee von der Menge, die Sie einnehmen sollen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen genau mitteilen, wie viele Tabletten Sie brauchen.

Erwachsene

Erwachsene beginnen mit 1 Tablette 3mal täglich. Diese Dosis kann auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin gesteigert werden auf maximal 3 Tabletten 3mal täglich.

Ältere Personen

Ältere Personen starten mit ¼

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Dipiperon auftreten:

Vom zentralen Nervensystem ausgehende unerwünschte Wirkungen

Bewegungsstörungen können auftreten wie: Zittern, Muskelsteifheit, Ruhelosigkeit (Unvermögen still zu sitzen), Gehschwierigkeiten. Sollte dies eintreten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er resp. sie wird entscheiden, ob die Dosis zu erniedrigen ist, oder ob das Arzneimittel gewechselt werden muss. Die Wirkungen werden dann wahrscheinlich verschwinden.

Während einer Langzeittherapie können Zuckungen der Zunge, im Gesicht, des Mundes oder des Kiefers auftreten, die langfristig dauern können. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn dies auftritt.

Die Möglichkeit einen epileptischen Anfall zu bekommen (z.B. wenn Sie Epileptiker sind oder eine Alkoholentzugskur machen), kann durch eine Dipiperon-Therapie verstärkt werden.

Gelegentlich wurden die folgenden unerwünschten Wirkungen beobachtet: Kopfschmerzen, Depression, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit oder Schwindel.

Magen-Darm-System: Häufig treten Übelkeit, gelegentlich Erbrechen oder Appetitlosigkeit auf.

Drüsensystem: Während einer Langzeitbehandlung kann es bei Frauen selten zu Milchfluss und Menstruationsstörungen kommen, während es bei Männern zu Brustvergrösserungen kommen kann.

In seltenen Fällen wurde von Hyponaträmie (Absinken des Natriumspiegels) berichtet.

Herz-Kreislauf: Gelegentlich kann schneller Puls oder tiefer Blutdruck und in vereinzelten Fällen eine unregelmässige Herzschlagfolge beobachtet werden. Selten können weitere Herzprobleme(z.B. Herzrhythmusstörungen) auftreten. Sollte dies geschehen, kontaktieren Sie Ihren Arzt resp. Ihre Ärztin.

Funktionsstörungen der Leber und Galle: Selten wurden Leberfunktionsstörungen und cholestatische Hepatitis (Stauungsbedingte Leberentzündung) beobachtet.

Andere: Gelegentlich wurden verschwommenes Sehen, Störungen beim Harnlassen, Schwellung der Knöchel, markante Veränderung der Körpertemperatur oder Blutzellenverminderung beobachtet. In Ausnahmefällen wurde über schwere Hauterkrankung berichtet.

Selten tritt eine Überempfindlichkeit auf Dipiperon auf. Sie kann an folgenden Symptomen erkannt werden: Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber, Kurzatmigkeit/Asthma und/oder Gesichtsschwellungen. Wenn eine dieser Reaktionen auftritt, sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren und das Arzneimittel absetzen.

Wichtig

Wenn hohes Fieber, Muskelsteifheit, schnelle Atmung, abnormales Schwitzen oder verminderte Aufmerksamkeit (Bewusstseinsverminderung) auftreten, sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin benachrichtigen. Es könnte sein, dass Ihr Körper nicht richtig auf das Arzneimittel reagiert.

Wenn Sie ausnahmsweise zu viele Tabletten eingenommen haben, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren, insbesondere wenn eines der folgenden Symptome auftritt: verminderte Aufmerksamkeit, starkes Zittern, starke Muskelsteifigkeit, tiefer Blutdruck oder unregelmässige Herzschlagfolge. Sie können diese Störungen mit Aktivkohle behandeln, welche die im Magen vorhandenen Arzneimittel absorbiert. Kontaktieren Sie in jedem Falle sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Dipiperon Tabletten sollten bei Raumtemperatur (15?25

Weitere Informationen

1 Tablette Dipiperon enthält als Wirkstoff 40 mg Pipamperon als Pipamperondihydrochlorid und Hilfsstoffe.

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