Starlix®/Starlix mite

Abbildung Starlix®/Starlix mite
Wirkstoff(e) Nateglinid
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Novartis Pharma Schweiz AG
Suchtgift Nein
ATC Code A10BX03
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antidiabetika, exkl. Insuline

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma Schweiz AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂĽr wird es verwendet?

Starlix/-mite enthält den Wirkstoff Nateglinid, welcher den Blutzuckerspiegel senkt. Starlix/-mite wird zur Behandlung von Patienten mit Typ 2-Diabetes verordnet, wenn die Krankheit nicht allein durch Diät und körperliche Betätigung behandelt werden kann. Typ 2-Diabetes wird auch nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus genannt.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen entweder eine Behandlung mit Starlix/-mite allein oder zusammen mit einem Präparat mit dem ebenfalls blutzuckersenkenden Wirkstoff Metformin oder einem Präparat aus der Gruppe der Thiazolidindione (Rosiglitazon, Pioglitazon) verordnen.

Starlix/-mite darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ă„rztin angewendet werden.

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Was mĂĽssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Die gute Blutzuckereinstellung hängt nicht nur von der medikamentösen Behandlung ab, sondern entscheidend sind auch die Einhaltung der Diät und ausreichende körperliche Aktivität. Befolgen Sie deshalb die diesbezüglichen Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin oder der Diabetesberatung. Blut- und Urinzuckerspiegel sollten während der Behandlung überwacht und regelmässig kontrolliert werden.

Wann ist bei der Einnahme / Anwendung von Starlix/-mite Vorsicht geboten?

Starlix/-mite kann Unterzuckerung (Hypoglykämie) verursachen. Achten Sie auf Anzeichen wie Schwitzen, Benommenheit, Zittern, Schwäche, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder Übelkeit. Diese Symptome lassen sich in der Regel rasch durch Einnahme von Zucker (z.B. 2-4 Stück Würfelzucker, Traubenzucker, süsse Fruchtsäfte oder gezuckerten Tee) beheben. Beachten Sie, dass künstliche Süssstoffe unwirksam sind.

Ein nicht richtig eingestellter Blutzuckerspiegel kann Ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit vermindern. Sie sollten Vorsichtsmassnahmen ergreifen, um eine Hypoglykämie während des Lenkens von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen zu vermeiden. Das ist besonders dann wichtig, wenn bei Ihnen die Anzeichen einer Hypoglykämie nur schwach ausgeprägt sind oder fehlen oder wenn bei Ihnen häufig Hypoglykämien auftreten. In diesen Fällen sollten Sie in Betracht ziehen, das Lenken von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen zu unterlassen.

Ältere oder schlecht ernährte Patientinnen bzw. Patienten oder Patientinnen bzw. Patienten mit einer Erkrankung der Nebennieren oder einer schweren Nierenerkrankung reagieren empfindlicher auf eine Diabetes-Behandlung. Bei diesen Patientinnen bzw. Patienten muss der Blutzucker engmaschig kontrolliert werden. Durch anstrengende körperliche Betätigung oder Genuss von Alkohol kann das Risiko für eine Hypoglykämie erhöht sein. In diesen Fällen sollten die Blutzuckerwerte besonders sorgfältig überwacht werden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ă„rztin, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.

Alkohol kann den Blutzuckerspiegel beeinflussen.

Gewisse Arzneimittel können die Wirkung von Starlix/-mite verstärken oder abschwächen und damit zu einer Abnahme oder Erhöhung des Blutzuckerspiegels führen:

  • Arzneimittel gegen EntzĂĽndungen und Schmerzen, besonders Arzneimittel mit schmerzlindernder, fiebersenkender und entzĂĽndungshemmender Wirkung (z.B. Acetylsalicylsäure),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzkrankheiten (Betablocker und harntreibende Arzneimittel) oder der Blutfettwerte,
  • Arzneimittel zur Behandlung von Hauterkrankungen, Asthma, Allergie und rheumatischen Erkrankungen. (z.B. Prednison, Cortison),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Wachstumsstörungen oder bei körperlicher Schwäche  (z.B. Wachstums- oder anabole Hormone) sowie zur Behandlung der SchilddrĂĽse (SchilddrĂĽsenhormone),
  • Arzneimittel und Stoffe zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer, Johanniskraut) oder Parkinson-Krankheit,
  • Arzneimittel zur Behandlung von epileptischen Anfällen (Phenytoin),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, Tuberkulose oder Pilzinfektionen,
  • Sogenannte Somatostatin-Analoga z.B. Lanreotid, Octreotid, die zur Behandlung von Patienten mit Akromegalie angewendet werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ă„rztin mit, wenn Sie eines der genannten Substanzen oder Arzneimittel einnehmen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ă„rztin auch mit, wenn Sie an Fieber, Verletzungen, oder an Infektionen leiden oder operiert werden mĂĽssen. Er bzw. sie wird je nach Fall eine Dosisanpassung vornehmen und den Blutzuckerspiegel genauer ĂĽberwachen.

Bitte nehmen Sie Starlix/-mite erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosiereinheit, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ă„rztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Starlix/-mite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen / angewendet werden?

Starlix/-mite darf weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie feststellen, dass Sie schwanger sind. Während der Behandlung mit Starlix/ -mite sollten Frauen im gebärfähigen Alter eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

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Wie wird es angewendet?

Die übliche tägliche Dosierung beträgt je 1 Filmtablette Starlix à 120 mg vor den Hauptmahlzeiten, gewöhnlich vor dem Morgen-, Mittag- und Abendessen. Bei Patientinnen bzw. Patienten mit schweren Nierenerkrankungen beträgt die übliche tägliche Dosierung 1 Filmtablette Starlix mite à 60 mg vor den Hauptmahlzeiten. Die Filmtabletten sollen unzerkaut unmittelbar vor dem Essen mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Sie können die Filmtabletten auch zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb von 30 min vor dem Essen einnehmen.

  • Wenn Sie eine Mahlzeit auslassen, verzichten Sie auf die entsprechende Einnahme von Starlix /- mite.
  • Wenn Sie einmal vergessen haben, eine Filmtablette einzunehmen, nehmen Sie die nächste Dosis erst wieder vor der nächsten Mahlzeit. Verdoppeln Sie die Dosis nicht.
  • Starlix/-mite kann von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ă„rztin zusammen mit anderen oralen blutzuckersenkenden Arzneimitteln verordnet werden. Eventuell wird der Arzt bzw. die Ă„rztin dann die Dosis von Starlix/-mite anpassen.
  • Ă„ndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ă„rztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Starlix/-mite nicht eingenommen / angewendet werden?

Wenn Sie auf den Wirkstoff Nateglinid oder einen der Hilfsstoffe überempfindlich reagieren, wenn Sie an Typ 1-Diabetes (sog. juveniler oder insulinabhängiger Diabetes) leiden, wenn Sie an einem Diabetes mit Stoffwechselentgleisung (zu hoher Blutzucker und/oder diabetischer Ketoazidose (Ihr Körper stellt aufgrund eines zu hohen Blutzuckers grosse Mengen einer giftigen Säure namens Ketonkörper her)) mit starkem Durst, häufigem Harndrang, Schwäche oder Erschöpfung, Übelkeit, Kurzatmigkeit oder Verwirrtsein leiden, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen und wenn Sie stillen, wenn Sie Anzeichen einer Unterzuckerung an sich feststellen wie Schwitzen, Benommenheit, Zittern, Schwäche, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder Übelkeit, dürfen Sie Starlix/-mite nicht einnehmen und müssen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen.

Starlix/-mite ist nicht geeignet fĂĽr Kinder und Jugendliche.

Welche Nebenwirkungen kann Starlix/-mite haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Starlix/-mite auftreten:

Starlix/-mite kann häufig eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit den folgenden Symptomen bewirken:

Schwitzen, Benommenheit, Zittern, Schwächegefühl, Hunger, Herzklopfen, Müdigkeit oder Übelkeit. Zur Behebung dieser Symptome siehe unter «Wann ist bei der Einnahme von Starlix/-mite Vorsicht geboten?».

Häufig kann es auch zu Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Durchfall, gelegentlich auch zu Erbrechen kommen.

In Einzelfällen können auch Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag und Juckreiz sowie Erhöhung der Leberwerte auftreten. Falls diese Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wenden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ă„rztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Starlix/-mite soll nicht über 30°C im Originalbehälter und für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere AuskĂĽnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ă„rztin oder Apothekerin. Diese Personen verfĂĽgen ĂĽber die ausfĂĽhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Starlix/-mite enthalten?

Es gibt Filmtabletten zu 60 mg (pinkfarben und rund) und zu 120 mg (gelb und oval).

WirkstoffeNateglinid

Hilfsstoffe

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat, Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Povidon, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, gereinigtes Wasser

TablettenĂĽberzug:Hydroxypropylmethylcellulose, Titanium Dioxid (E171), Polyethylenglycol, Talk, rotes Eisenoxid (E172, Starlix mite) resp. gelbes Eisenoxid (E172, Starlix)

Zulassungsnummer

55401 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Starlix/-mite? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Starlix mite Filmtabletten zu 60 mg: 84.

Starlix Filmtabletten zu 120 mg: 84.

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im November 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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Zulassungsland Schweiz
Hersteller Novartis Pharma Schweiz AG
Suchtgift Nein
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Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden