Wirkstoff(e) Nifedipin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Bayer Vital GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C08CA05
Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

Zulassungsinhaber

Bayer Vital GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Nifedipin 20 ret - 1 A Pharma Nifedipin 1 A Pharma GmbH
Aprical 10 mg Nifedipin Amdipharm Limited
Nife-CT 20mg/ml Tropfen Nifedipin CT Arzneimittel GmbH
Nifedipin 10 Heumann Nifedipin Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Adalat Eins 30mg Nifedipin Bayer Vital GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Adalat 5 mg enthält den Wirkstoff Nifedipin.

Adalat 5 mg ist ein Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen, die mit einer unzureichenden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels einhergehen.

Adalat 5 mg wird angewendet bei

  • Beschwerden (z. B. Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustbereich) bei Zust√§nden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (Angina pectoris):
    • bei Belastung: chronisch stabile Angina pectoris (Belastungsangina)
    • durch Gef√§√üverkrampfung: vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant Angina)

Hinweis

Bei Patienten mit nicht organbedingtem Bluthochdruck oder chronischer Angina pectoris, die mit Nifedipin in schnell freisetzenden Darreichungsformen (Adalat 5 mg gehört dazu) behandelt wurden, haben sich Hinweise auf einen dosisabhängigen Anstieg von Komplikationen des Herz- Kreislaufsystems (z. B. Herzinfarkt) und eine Erhöhung der Sterblichkeit ergeben. Daher ist Adalat

5 mg bei diesen beiden Erkrankungen nur dann einzusetzen, wenn andere Arzneimittel nicht angezeigt sind.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Adalat 5 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Nifedipin, Gelborange S (E 110), Pfefferminz√∂l oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben
  • wenn Sie an einer Herzklappenverengung (Aortenstenose) leiden
  • wenn Sie in Ruhe unter Beschwerden (z. B. Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustbereich) bei Zust√§nden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (instabile Angina pectoris) leiden
  • wenn Sie innerhalb der letzten 4 Wochen einen akuten Herzinfarkt erlitten haben
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) einnehmen
  • wenn Sie schwanger sind, bis zur 20. Woche der Schwangerschaft
  • wenn Sie stillen.

Adalat 5 mg darf wegen des Gehaltes an Pfefferminzöl nicht angewendet werden bei Patienten mit Bronchialasthma oder anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Adalat 5 mg einnehmen.

Die Behandlung mit Adalat 5 mg bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle,

  • wenn Sie niedrigen Blutdruck (RR-Wert systolisch unter 90 mm Hg) haben
  • wenn Sie unter einer nicht ausreichend behandelten Herzmuskelschw√§che (dekompensierte Herzinsuffizienz) leiden
  • wenn Sie Dialysepatient mit starkem Bluthochdruck und verminderter zirkulierender Blutmenge sind, da ein deutlicher Blutdruckabfall auftreten kann
  • wenn Sie schwanger sind (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-
    /Gebärfähigkeit“).

Die Einnahme von Adalat 5 mg kann einen √ľberm√§√üigen Blutdruckabfall mit beschleunigtem Herzschlag (Reflextachykardie) hervorrufen, was zu Herz-Kreislaufproblemen f√ľhren kann. Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zum Auftreten von Angina pectoris- Anf√§llen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von H√§ufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anf√§lle kommen.

Sehr selten ist √ľber das Auftreten von Herzinfarkten berichtet worden.

Der Wirkstoff in Adalat 5 mg, Nifedipin, wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom 3A4) abgebaut. Durch andere Arzneimittel kann dieses Enzymsystem gehemmt oder verst√§rkt werden. Hierdurch k√∂nnen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Adalat 5 mg ver√§ndert werden (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěEinnahme von Adalat 5 mg zusammen mit anderen

Arzneimitteln“).

Wenn Sie Adalat 5 mg gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem hemmen, einnehmen, kann dies gesteigerte Wirkungen, aber auch verstärkt auftretende Nebenwirkungen von Adalat 5 mg zur Folge haben. Hierzu zählen z. B. folgende Arzneimittel:

  • bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin)
  • bestimmte Anti-HIV-Arzneimittel (z. B. Ritonavir)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol)
  • Nefazodon und Fluoxetin (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressiva)
  • Chinupristin/Dalfopristin (Antibiotika)
  • Valproins√§ure (Mittel gegen Epilepsie)
  • Cimetidin (Mittel gegen Magen- und Darmgeschw√ľre)
  • Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depression)
  • Vasodilatatoren (gef√§√üerweiternde Arzneimittel)
  • Cisaprid (Magen-Darm-Mittel)

Wenn Adalat 5 mg gleichzeitig mit einem dieser Arzneimittel angewendet wird, sollte der Blutdruck √ľberwacht werden und, falls erforderlich, eine Verringerung der Adalat 5 mg-Dosis in Betracht gezogen werden.

Bei Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion kann der Abbau von Nifedipin verz√∂gert sein. Der Arzt wird daher den Behandlungsverlauf sorgf√§ltig √ľberwachen und gegebenenfalls die Dosis verringern.

Kinder und Jugendliche

Adalat 5 mg wird nicht empfohlen f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund der nur begrenzt vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Patientengruppe.

Einnahme von Adalat 5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Adalat 5 mg?

Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg) wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom 3A4) abgebaut. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem beeinflussen, zu Wechselwirkungen dieser Arzneimittel mit Adalat 5 mg f√ľhren.

Sowohl das Ausma√ü wie auch die Dauer der Wechselwirkungen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Adalat 5 mg zusammen mit den nachfolgend aufgef√ľhrten Arzneimitteln eingenommen werden soll.

Verstärkung der Adalat 5 mg-Wirkungen und -Nebenwirkungen durch andere Arzneimittel

Wenn Sie gleichzeitig mit Adalat 5 mg folgende andere Arzneimittel anwenden, sollte der Blutdruck √ľberwacht und, falls erforderlich, eine Verringerung der Adalat 5 mg-Dosis in Betracht gezogen werden (siehe auch ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú):

  • bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin)
  • bestimmte Anti-HIV-Arzneimittel (z. B. Ritonavir)
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol)
  • Fluoxetin und Nefazodon (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressiva)
  • Chinupristin/Dalfopristin (Antibiotika)
  • Valproins√§ure (Mittel gegen Epilepsie)
  • Cimetidin (Mittel gegen Magen- und Darmgeschw√ľre)
  • trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen)
  • Vasodilatatoren (gef√§√üerweiternde Arzneimittel)
  • Cisaprid (Magen-Darm-Mittel)

Abschwächung der Adalat 5 mg-Wirkung durch andere Arzneimittel

Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose)

Rifampicin f√ľhrt zu einem beschleunigten Abbau von Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg) im K√∂rper. Bei einer Behandlung mit Adalat 5 mg darf Rifampicin nicht gleichzeitig angewendet werden, da keine wirksamen Blutspiegel von Nifedipin erreicht werden (siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄĚAdalat 5 mg darf nicht eingenommen werden‚ÄĚ).

Phenytoin (Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Epilepsie)

Abschwächung der Wirksamkeit von Adalat 5 mg. Bei gleichzeitiger Einnahme beider Arzneimittel sollte die Reaktion auf Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg) beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Dosis von Adalat 5 mg erwogen werden. Nach Beendigung der Anwendung von Phenytoin kann erneut eine Anpassung der Dosis von Adalat 5 mg erforderlich sein.

Carbamazepin und Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung der Epilepsie)

Die gleichzeitige Einnahme von Adalat 5 mg kann zu einer abgeschw√§chten Wirkung von Adalat 5 mg f√ľhren.

Wie beeinflusst Adalat 5 mg die Wirkung anderer Arzneimittel?

Blutdrucksenkende Arzneimittel

Die blutdrucksenkende Wirkung anderer Arzneimittel verschiedener Wirkstoffgruppen kann durch Adalat 5 mg verstärkt werden, z. B. von:

  • Diuretika (harntreibende Mittel)
  • Beta-Rezeptorenblockern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
  • ACE-Hemmern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
  • Angiotensin-1-Rezeptor-Antagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
  • anderen Calciumantagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)
  • Alpha-Rezeptorenblockern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzleistungsschw√§che)
  • PDE-5-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsst√∂rungen)
  • Alpha-Methyldopa (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

Beta-Rezeptorenblocker (Wirkstoffgruppe von Blutdrucksenkern)

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern k√∂nnen in Einzelf√§llen Zeichen einer Herzleistungsschw√§che auftreten. Ihr Arzt wird in diesen √§llen den Behandlungsverlauf sorgf√§ltig √ľberwachen.

Digoxin (Wirkstoff zur Stärkung der Herzkraft)

Die Konzentration dieses Arzneimittels im Blut kann ansteigen. Auf Anzeichen einer Digoxin- √úberdosierung sollte geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxin-Dosis vom Arzt reduziert werden (nach Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut).

Theophyllin (Wirkstoff zur Erweiterung der Bronchien)

Die Konzentration dieses Arzneimittels im Blut kann ansteigen.

Vincristin (Wirkstoff zur Behandlung von Tumoren)

Die Ausscheidung von Vincristin wird vermindert, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können. Ihr Arzt wird evtl. eine Verringerung der Vincristin-Dosis verordnen.

Cephalosporine (Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen)

Die Cephalosporin-Konzentration im Blut kann erhöht sein.

Chinidin (Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

In Einzelf√§llen bewirkt Adalat 5 mg einen Abfall bzw. das Absetzen von Adalat 5 mg einen deutlichen Anstieg des Chinidingehaltes im Blut (Kontrolle des Chinidingehaltes im Blut!). In anderen √§llen wurde auch √ľber einen Anstieg der Nifedipin-Konzentration im Blut durch Chinidin berichtet. Es wird deshalb empfohlen, den Blutdruck sorgf√§ltig zu √ľberwachen, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden. Ggf. sollte die Dosis von Adalat 5 mg verringert werden.

Tacrolimus (Wirkstoff zur Vorbeugung der Transplantatabstoßung nach z. B. Leber- und Nierentransplantationen)

Bei gleichzeitiger Einnahme von Adalat 5 mg können erhöhte Tacrolimus-Blutspiegel auftreten, so dass die Tacrolimus-Dosis im Einzelfall reduziert werden sollte. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutspiegel von Tacrolimus wird empfohlen.

Einnahme von Adalat 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Durch Grapefruitsaft kann die blutdrucksenkende Wirkung von Adalat 5 mg verst√§rkt werden. Dieser Effekt h√§lt √ľber mindestens 3 Tage nach der letzten Einnahme von Grapefruitsaft an. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Adalat 5 mg-Behandlung sollte deshalb der Genuss von Grapefruit bzw. Grapefruitsaft vermieden werden (siehe auch Abschnitt 3 ‚ÄěArt der Anwendung‚Äú).

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sie d√ľrfen Adalat 5 mg w√§hrend der gesamten ersten 20 Wochen einer Schwangerschaft nicht einnehmen, da experimentelle Studien mit dem Wirkstoff Nifedipin Hinweise auf Fetussch√§digungen ergeben haben. Ausreichende Erfahrungen beim Menschen liegen nicht vor. Wird unter der Behandlung mit Adalat 5 mg eine Schwangerschaft festgestellt, muss unter √§rztlicher Beratung eine Umstellung der Behandlung erfolgen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann Adalat 5 mg nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung eingenommen werden, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht in Frage kommen oder sich als unwirksam erwiesen haben.

W√§hrend der Stillzeit darf Adalat 5 mg nicht angewendet werden, da Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg) in die Muttermilch √ľbergeht und keine Erfahrungen √ľber m√∂gliche Auswirkungen auf den S√§ugling vorliegen. Ist w√§hrend der Stillzeit eine Behandlung mit Adalat 5 mg notwendig, sollten Sie abstillen.

In Einzelf√§llen wurde bei der k√ľnstlichen Befruchtung unter R√ľck√ľbertragung der befruchteten Eizelle in die Geb√§rmutter eine Beeintr√§chtigung der Spermienfunktion mit der Anwendung von Nifedipin oder √§hnlichen Wirkstoffen in Verbindung gebracht.

Verkehrst√ľchtigkeit und √§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die ähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Adalat 5 mg enthält Gelborange S (E 110) und Pfefferminzöl.

Der Wirkstoff von Adalat 5 mg ist lichtempfindlich. In der Kapselh√ľlle der Weichkapseln ist deshalb als Lichtschutz der Farbstoff Gelborange S (E 110) enthalten. Durch diesen Farbstoff k√∂nnen allergische Reaktionen hervorgerufen werden (siehe Abschnitt 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Der Inhalt der Weichkapseln enth√§lt unter anderem Pfefferminz√∂l. Bitte beachten Sie die Hinweise f√ľr Patienten mit Atemwegserkrankungen in den Abschnitten 2 ‚ÄěAdalat 5 mg darf nicht eingenommen werden‚Äú und 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Behandlung sollte m√∂glichst individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten durchgef√ľhrt werden.

In Abhängigkeit vom jeweiligen Krankheitsbild sollte die Richtdosis einschleichend erreicht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel, die ein bestimmtes Enzymsystem (Cytochrom 3A4) hemmen oder verst√§rken, kann eine Anpassung der Adalat 5 mg-Dosis erforderlich sein (siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěEinnahme von Adalat 5 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Adalat 5 mg ist vor allem f√ľr Patienten mit schweren Durchblutungsst√∂rungen des Gehirn (schwere zerebrovaskul√§rer Erkrankung) und f√ľr Patienten geeignet, die aufgrund ihres geringen K√∂rpergewichtes oder einer Mehrfachbehandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln eine

√ľberm√§√üige Reaktion auf die Nifedipingabe erwarten lassen. Auch Patienten, deren Nebenwirkungen auf die Nifedipinbehandlung eine feinere Dosisabstufung w√ľnschenswert erscheinen lassen, sollen individuell mit Adalat 5 mg eingestellt werden.

Wenn Sie Einzeldosen von mehr als 4 Weichkapseln Adalat 5 mg (entspr. 20 mg Nifedipin) einnehmen, sollten Sie zwischen den Einzeldosen einen Zeitabstand von mindestens 2 Stunden einhalten.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene:

3-mal täglich 1 Weichkapsel Adalat 5 mg (entsprechend 15 mg Nifedipin pro Tag).

Falls h√∂here Dosierungen notwendig sind, ist eine stufenweise Erh√∂hung der Tagesdosis auf 3-mal 10 mg bis 3-mal 20 mg Nifedipin m√∂glich. Hierf√ľr stehen Weichkapseln mit geeigneten Wirkstoffst√§rken zur Verf√ľgung.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg Nifedipin.

Anwendung bei bestimmten Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Adalat 5 mg wird nicht empfohlen f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund der nur begrenzt vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Patientengruppe.

√Ąltere Patienten (> 65 Jahre)

Bei der Dauertherapie kann bei älteren Patienten eine geringere Dosis erforderlich sein.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion sollten sorgf√§ltig √ľberwacht werden, gegebenenfalls kann eine Dosisverringerung notwendig sein.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Adalat 5 mg Weichkapseln unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein, am besten morgens, mittags und abends, m√∂glichst immer zur selben Tageszeit.

Adalat 5 mg darf nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden (siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěEinnahme von Adalat 5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken‚Äú).

In der Regel werden die Weichkapseln nach den Mahlzeiten eingenommen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Adalat 5 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Adalat 5 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Eine √úberdosierung von Adalat 5 mg kann zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamter oder beschleunigter Herzschlagfolge, Bewusstseinstr√ľbung bis zu tiefer Bewusstlosigkeit, erh√∂htem Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie), Minderdurchblutung wichtiger Organe und durch Herzversagen ausgel√∂stem Schock mit Ansammlung von Fl√ľssigkeit in der Lunge (Lungen√∂dem) f√ľhren.

Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Adalat 5 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Adalat 5 mg abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Adalat 5 mg nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Eine Beendigung der Behandlung mit Adalat 5 mg - insbesondere bei hoher Dosierung - sollte schrittweise erfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt Sehr häufig: Kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

Häufig: Kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: Kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: Kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: Kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Sehr h√§ufig: Kopfschmerzen, Gewebeschwellung infolge Fl√ľssigkeitsansammlungen (√Ėdeme).

H√§ufig: Schwindel, Benommenheit, Schw√§chegef√ľhl, Herzklopfen, Erweiterung der Blutgef√§√üe (z. B. Gesichtsr√∂tung), Verstopfung, √úbelkeit, schmerzhafte Schwellung und R√∂tung von Armen und Beinen (Erythromelalgie, insbesondere zu Beginn der Behandlung), Schwitzen, allgemeines Unwohlsein.

Gelegentlich: Allergische Reaktionen, allergisch bedingte Gewebeschwellung, Gesichts- und Schleimhautschwellung im Mund und Rachen (Angio√∂dem) einschlie√ülich Kehlkopfschwellung, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Juckreiz, Hautausschlag, Angstreaktionen, Schlafst√∂rungen, Migr√§ne, Muskelzittern, Missempfindungen (z. B. Kribbeln, pelziges Gef√ľhl), unter Umst√§nden auch schmerzhaft. Schl√§frigkeit/M√ľdigkeit, Nervosit√§t, Sehst√∂rungen, Erh√∂hung der Pulsfrequenz, Blutdruckabfall, kurz andauernde Ohnmacht, Nasenbluten, verstopfte Nase, Atemnot, Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Bauchschmerzen, Verdauungsst√∂rungen, Bl√§hungen, Mundtrockenheit, vor√ľbergehender Anstieg der Leberenzymwerte, Hautr√∂tung mit W√§rmegef√ľhl, Muskelkr√§mpfe, geschwollene Gelenke, Muskelschmerzen, vermehrter Harndrang sowie eine vermehrte t√§gliche Urinausscheidung, schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens. Bei Niereninsuffizienz vor√ľbergehende Verschlechterung der Nierenfunktion m√∂glich, Erektionsst√∂rungen, unspezifische Schmerzen, Sch√ľttelfrost.

Gelegentlich kann es insbesondere zu Beginn der Behandlung zum Auftreten von Angina pectoris- Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.

Selten: Blutbildver√§nderungen wie Verminderung der roten und wei√üen Blutk√∂rperchen bzw. Blutpl√§ttchen (An√§mie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutpl√§ttchenzahl (Thrombozytopenische Purpura), Nesselsucht, Erh√∂hung des Blutzuckerspiegels, Zahnfleischwucherung, Appetitlosigkeit, V√∂llegef√ľhl, Aufsto√üen, Gelbsucht, allergische Lichtempfindlichkeit der Haut, tastbare, kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut, Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brust (Gyn√§komastie), die sich nach Absetzen von Adalat 5 mg zur√ľckbildet.

Sehr selten: Hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), Herzinfarkt, schuppenartige Hautentz√ľndung (exfoliative Dermatitis).

H√§ufigkeit nicht bekannt: Akute allergische Allgemeinreaktionen, die unter Umst√§nden lebensbedrohlich sein k√∂nnen (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen), herabgesetzte Empfindung von Ber√ľhrungsreizen, Augenschmerzen, Kurzatmigkeit, Erbrechen, Speiser√∂hrenentz√ľndung, schwerwiegende und lebensbedrohliche Hautver√§nderungen mit Abl√∂sung und Blasenbildung der Oberhaut (Syndrom der verbr√ľhten Haut, toxische epidermale Nekrolyse), Gelenkschmerzen.

Bei Dialysepatienten mit Bluthochdruck und verminderter Blutmenge kann ein deutlicher Blutdruckabfall auftreten.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Blisterstreifen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blisterstreifen angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Weitere Informationen

Was Adalat 5 mg enthält

  • Der Wirkstoff ist: Nifedipin.
    1 Weichkapsel enthält 5 mg Nifedipin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Gelatine, Gelborange S (E 110), gereinigtes Wasser, Glycerol, Macrogol 400, Pfefferminz√∂l, Saccharin-Natrium 2H2O, Titandioxid (E 171).

Wie Adalat 5 mg aussieht und Inhalt der Packung

Orange, länglich-runde Weichkapseln.

Adalat 5 mg Weichkapseln sind in Originalpackungen zu 42 und 84 Weichkapseln erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer Vital GmbH

51368 Leverkusen Tel.: (0214) 30 51 348 Fax: (0214) 30 51 603

E-Mail: medical-information@bayer.com

Hersteller

Bayer AG

51368 Leverkusen

Bayer HealthCare Manufacturing S.r.l.

Via Delle Groane, 126

20024 Garbagnate Milanese

Italien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar2017.

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Wirkstoff(e) Nifedipin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Bayer Vital GmbH
Betäubungsmittel Nein
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Pharmakologische Gruppe Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Gefäßwirkung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden