Estriol 2 mg fem JENAPHARM

Abbildung Estriol 2 mg fem JENAPHARM
Wirkstoff(e) Estriol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Jenapharm GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.09.2005
ATC Code G03CA04
Pharmakologische Gruppe Estrogene

Zulassungsinhaber

Jenapharm GmbH & Co. KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Oestro-Gynaedron 1,0 mg/g Estriol Drossapharm Arzneimittel Handelsgesellschaft mbH
Ovestin 1 mg Creme Estriol Aspen Pharma Trading Limited
Gynoflor Estriol Pierre Fabre Pharma GmbH
OeKolp forte Ovula 0,5 mg Estriol Dr. Kade/ Besins Pharma GmbH
Xapro Creme Estriol Jenapharm GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist ein Präparat zur Hormonersatzbehandlung (englisch: Hormone Replacement Therapy, HRT). Es enthält das weibliche Geschlechtshormon Estriol. Estriol 2 mg fem JENAPHARM wird bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet.

Estriol 2 mg fem JENAPHARM wird angewendet zur:
Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren

W√§hrend der Wechseljahre der Frau nimmt die Bildung des k√∂rpereigenen Estrogens ab. Dies kann Beschwerden verursachen, die sich als Hitzesch√ľbe im Gesicht, Hals und Brustbereich (so genannte Hitzewallungen) √§u√üern. Estriol 2 mg fem JENAPHARM lindert diese nach der Menopause auftretenden Beschwerden. Estriol 2 mg fem JENAPHARM wird Ihnen nur verordnet, wenn Ihre Beschwerden Sie erheblich in Ihrem allt√§glichen Leben beeintr√§chtigen.

Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist nur zur Anwendung bei Frauen, denen die Geb√§rmutter entfernt wurde, bestimmt (siehe auch Abschnitt ‚ÄěEstriol 2 mg fem JENAPHARM darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen √ľber 65 Jahren vor.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden m√ľssen.

Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen mit vorzeitiger Menopause (infolge eines Versagens der Funktion der Eierstöcke oder deren chirurgischer Entfernung) liegen nur begrenzt vor. Wenn bei Ihnen

eine vorzeitige Menopause vorliegt, können sich die Risiken der Hormonersatzbehandlung von denen anderer Frauen unterscheiden. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt Ihre eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird √ľber die Notwendigkeit einer k√∂rperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der Br√ľste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschlie√üen.

Nachdem Sie mit der Hormonersatzbehandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt regelm√§√üig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur Durchf√ľhrung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen. Besprechen Sie bitte anl√§sslich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die Risiken, die mit einer Fortf√ľhrung der Behandlung mit Estriol 2 mg fem JENAPHARM verbunden sind.

Gehen Sie bitte regelm√§√üig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer Br√ľste.

Estriol 2 mg fem JENAPHARM darf nicht eingenommen werden,

wenn nachfolgend genannte Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies der Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM einnehmen.

Sie d√ľrfen Estriol 2 mg fem JENAPHARM nicht einnehmen, wenn

  • Sie allergisch gegen Estriol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder fr√ľher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender Verdacht besteht
  • Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Estrogenen abh√§ngig ist bzw. ein entsprechender Verdacht besteht
  • vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten
  • sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. fr√ľher einmal gebildet hatte, z. B. in den Beinen (Thrombose in den tiefen Venen) oder in der Lunge (Lungenembolie)
  • Sie unter einer Blutgerinnungsst√∂rung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin- Mangel)
  • Sie eine Krankheit haben bzw. fr√ľher einmal hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien verursacht wird, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder anfallsartig auftretende Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris)
  • Sie eine Lebererkrankung haben oder fr√ľher einmal hatten und sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben
  • Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der so genannten Porphyrie,
  • bei nicht entfernter Geb√§rmutter
  • bei schwerer Nierenfunktionsst√∂rung.

Wenn eine der oben genannten Krankheiten w√§hrend der Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM erstmalig auftritt, beenden Sie bitte sofort die Behandlung und suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM einnehmen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend aufgef√ľhrten gesundheitlichen Probleme betroffen waren, da diese w√§hrend der Behandlung mit Estriol 2 mg fem JENAPHARM wieder auftreten oder sich verschlimmern k√∂nnen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt h√§ufiger zur Durchf√ľhrung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen:

  • gutartige Geschw√ľlste in der Geb√§rmutter (Myome)
  • Wachstum von Geb√§rmutterschleimhaut au√üerhalb der Geb√§rmutter (Endometriose) oder fr√ľher aufgetretenes √ľberm√§√üiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • erh√∂htes Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln (siehe ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel (Thrombosen)‚Äú)
  • erh√∂htes Risiko f√ľr estrogenabh√§ngigen Krebs (z. B. wenn Ihre Mutter, Schwester oder Gro√ümutter Brustkrebs hatten)
  • Bluthochdruck
  • Lebererkrankung, z. B. ein gutartiger Lebertumor
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Gallensteine
  • Migr√§ne oder starke Kopfschmerzen
  • Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des K√∂rpers beeintr√§chtigt (systemischer Lupus erythematodes (SLE))
  • Epilepsie
  • Asthma bronchiale
  • Erkrankung, die das Trommelfell und das Geh√∂r beeintr√§chtigt (Otosklerose),
  • sehr hohe Blutfettwerte (Triglyzeride)
  • Fl√ľssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen,
  • Herzerkrankungen
  • gutartige Brusterkrankung mit Knotenbildung (fibrozystische Mastopathie).

Sie m√ľssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen,

wenn während der Einnahme der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden Krankheiten bzw. Situationen auftritt:

  • Krankheiten, die im Abschnitt ‚ÄěEstriol 2 mg fem JENAPHARM darf nicht eingenommen werden‚Äú erw√§hnt sind,
  • Gelbf√§rbung Ihrer Haut oder Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine Lebererkrankung hinweisen,
  • deutliche Erh√∂hung Ihres Blutdrucks (Beschwerden k√∂nnen Kopfschmerzen, M√ľdigkeit und Schwindel sein),
  • migr√§neartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten,
  • wenn Sie Anzeichen f√ľr Blutgerinnsel bemerken, z. B.,
    • schmerzhafte Schwellung und R√∂tung der Beine,
    • pl√∂tzliche Brustschmerzen,
    • Atemnot,
    • pl√∂tzliche Sehst√∂rungen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel (Thrombosen)‚Äú

Hinweis:

Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist kein Mittel zur Empf√§ngnisverh√ľtung und sch√ľtzt nicht vor sexuell √ľbertragbaren Krankheiten.

Hormonersatzbehandlung und Krebs

Brustkrebs

Es gibt Hinweise auf ein erh√∂htes Brustkrebsrisiko bei kombinierter Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen und m√∂glicherweise auch bei alleiniger Anwendung von Estrogenen. Das zus√§tzliche Risiko h√§ngt von der Dauer der Hormonersatzbehandlung ab und zeigt sich innerhalb weniger Jahre. Nach Beendigung der Behandlung kehrt das Risiko jedoch innerhalb weniger Jahre (meistens 5 Jahre) wieder zur√ľck auf den Stand von Nichtanwenderinnen.

Bei Frauen, deren Geb√§rmutter entfernt wurde und die eine Hormonersatzbehandlung mit Estrogen- Monopr√§paraten 5 Jahre lang anwendeten, wurde kein oder nur ein geringf√ľgig erh√∂htes Brustkrebsrisiko nachgewiesen.

Zum Vergleich:
Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, werden durchschnittlich 9 bis 17 Brustkrebsfälle pro 1.000 Frauen innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren, die eine kombinierte

Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen √ľber 5 Jahre anwenden, betr√§gt die Anzahl 13 bis 20 F√§lle pro 1.000 Frauen (d. h. 4 bis 6 zus√§tzliche F√§lle).

Untersuchen Sie regelm√§√üig Ihre Br√ľste. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Ver√§nderungen Ihrer Br√ľste bemerken, z. B.

  • Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut
  • Ver√§nderungen der Brustwarzen
  • Knoten, die Sie sehen oder f√ľhlen k√∂nnen

Falls Sie die M√∂glichkeit haben, am Programm zur Fr√ľherkennung von Brustkrebs (Mammographie- Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen. Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchf√ľhrt, dass Sie ein Arzneimittel zur Hormonersatzbehandlung einnehmen. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung eingenommen werden, k√∂nnen das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis der Mammographie beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erh√∂ht ist, k√∂nnen m√∂glicherweise nicht alle Ver√§nderungen erkannt werden.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist selten ‚Äď viel seltener als Brustkrebs. Die Anwendung von Estrogen- Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erh√∂hten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, verbunden.

Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, √§ndert sich mit dem Alter. Zum Beispiel werden bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, √ľber einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 F√§lle von Eierstockkrebs pro 2.000 Frauen diagnostiziert. Bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung 5 Jahre lang anwenden, treten etwa 3 F√§lle pro 2.000 Anwenderinnen auf (d. h. etwa 1 zus√§tzlicher Fall).

Herz-/Kreislauf-Wirkungen einer Hormonersatzbehandlung

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko, dass sich Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen) bilden, ist bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, gegen√ľber Nichtanwenderinnen um etwa das 1,3 bis 3 fache erh√∂ht. Ein erh√∂htes Risiko besteht insbesondere w√§hrend des ersten Einnahmejahres/Anwendungsjahres.

Blutgerinnsel k√∂nnen ernsthafte Folgen haben. Wenn ein Blutgerinnsel mit dem Blutstrom zu den Lungen wandert, kann dies Brustenge, Atemnot oder einen Ohnmachtsanfall verursachen oder sogar zum Tod f√ľhren.

Eine h√∂here Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Blutgerinnsel bildet, besteht f√ľr Sie mit zunehmendem Alter und wenn eine der nachfolgend genannten Bedingungen auf Sie zutrifft. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn auf Sie eine der folgenden Situationen zutrifft:

  • wenn Sie wegen einer gr√∂√üeren Operation, Verletzung oder Krankheit l√§ngere Zeit nicht laufen k√∂nnen (siehe auch Abschnitt 3 unter ‚ÄěWenn bei Ihnen eine Operation geplant ist‚Äú),
  • wenn Sie stark √ľbergewichtig sind (BMI >30 kg/m2),
  • wenn Sie unter einer Gerinnungsst√∂rung leiden, die eine medikament√∂se Langzeitbehandlung zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erfordert,
  • wenn jemals bei einem nahen Verwandten von Ihnen ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist,
  • wenn Sie unter einem systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden,
  • wenn Sie Krebs haben.

Bez√ľglich Anzeichen f√ľr Blutgerinnsel, siehe ‚ÄěSie m√ľssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen‚Äú.

Zum Vergleich:
Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, ist √ľber einen 5-Jahres-Zeitraum durchschnittlich bei 4 bis 7 von 1.000 Frauen ein ven√∂ses Blutgerinnsel zu erwarten.

Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die eine Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen √ľber 5 Jahre angewendet haben, treten 9 bis 12 Thrombosef√§lle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 5 zus√§tzliche F√§lle).

Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, deren Geb√§rmutter entfernt wurde und die eine Hormonersatzbehandlung nur mit Estrogen √ľber 5 Jahre angewendet haben, treten 5 bis 8 Thrombosef√§lle pro 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 1 zus√§tzlicher Fall).

Herzkrankheit (Herzinfarkt)

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatzbehandlung einem Herzinfarkt vorbeugt. Bei Frauen, die älter als 60 Jahre sind und die eine kombinierte Hormonersatzbehandlung mit Estrogen und Gestagen anwenden, besteht im Vergleich zu Frauen, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit zu entwickeln.

Das Risiko, eine Herzkrankheit zu entwickeln, ist bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde und die nur Estrogene anwenden, nicht erhöht.

Schlaganfall

Das Schlaganfallrisiko ist bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung etwa 1,5 fach höher als bei Nichtanwenderinnen. Die Anzahl der infolge der Anwendung einer Hormonersatzbehandlung zusätzlich auftretenden Schlaganfälle steigt mit zunehmendem Alter.

Zum Vergleich:
Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind √ľber einen 5-Jahres-Zeitraum 8 Schlaganf√§lle pro 1.000 Frauen zu erwarten. Bei Frauen im Alter von 50 bis 59 Jahren, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind es 11 F√§lle pro

1.000 Anwenderinnen (d. h. 3 zusätzliche Fälle).

Sonstige Erkrankungen

  • Eine Hormonersatzbehandlung beugt keinen Ged√§chtnisst√∂rungen vor. Es gibt einige Hinweise auf ein erh√∂htes Risiko f√ľr Ged√§chtnisst√∂rungen bei Frauen, die zu Beginn der Anwendung einer Hormonersatzbehandlung √§lter als 65 Jahre waren. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.
  • Erbliches Angio√∂dem:
    Wenn Sie an einem erblichen Angioödem leiden, können Arzneimittel, die Estrogene enthalten, Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern. Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Symptome eines Angioödems an sich bemerken, wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckschwierigkeiten oder Hautausschlag zusammen mit Atemproblemen.

Kinder:

Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist nicht zur Behandlung von Kindern bestimmt.

√Ąltere Menschen:
Es sind keine speziellen Dosierungen bei der Behandlung älterer Patientinnen zu beachten.

Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden..

Bestimmte Arzneimittel k√∂nnen die Wirkung von Estriol 2 mg fem JENAPHARM beeinflussen.. Dies kann zu unregelm√§√üigen Blutungen f√ľhren. Dazu geh√∂ren folgende Arzneimittel:

  • Arzneimittel gegen Epilepsie (z. B. Barbiturate, Phenytoin, Primidon , Carbamazepin und evtl. auch Oxcarbazepin, Topiramat and Felbamat).
  • Arzneimittel gegen Tuberkulose (z. B. Rifampicin, Rifabutin)
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV und Hepatitis-C-Virusinfektionen (sogenannte Protease‚ÄďInhibitoren und Nicht-Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren wie Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir und Nelfinavir)
  • pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
  • Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen (wie Clarithromycin und Erythromycin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Griseofulvin, Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol und Voriconazol).
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen, Bluthochdruck (z. B. Verapamil und Diltiazem)
  • Grapefruitsaft
  • Sonstige m√∂gliche Wechselwirkungen:
    Falls Sie an Zuckerkrankheit leiden, zu deren Behandlung Sie Arzneimittel benötigen, kann bei gleichzeitiger Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM eine Anpassungen der Dosis von Arzneimitteln gegen Zuckerkrankheit erforderlich sein, da Estrogene die Glukosetoleranz verändern können.

Labortests

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung erforderlich ist, informieren Sie Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM einnehmen, da dieses Arzneimittel die Ergebnisse einiger Laboruntersuchungen beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Estriol 2 mg fem JENAPHARM darf nur von Frauen nach Entfernung der Gebärmutter angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Anwenderinnen von Estriol 2 mg fem JENAPHARM wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet.

Estriol 2 mg fem JENAPHARM enthält Lactose:

Dieses Arzneimittel enth√§lt Milchzucker (Laktose). Bitte nehmen Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird versuchen, Ihnen die niedrigste Dosis, die zur Behandlung Ihrer Beschwerden erforderlich ist, f√ľr die k√ľrzest notwendige Zeit zu verordnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Estriol 2 mg fem JENAPHARM zu stark oder zu schwach ist.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:1 bis 2 Tabletten Estriol 2 mg fem JENAPHARM (entsprechend 2 bis 4 mg Estriol) t√§glich abends √ľber mehrere Wochen.

In der Regel ist die tägliche Gesamtdosis auf 4 mg Estriol zu begrenzen.

Bei anf√§nglicher Anwendung h√∂herer oraler Dosen, wie sie insbesondere zur Behandlung von R√ľckbildungserscheinungen an den Harn- und Geschlechtsorganen erforderlich sein k√∂nnen, sollte nach Erreichen des Maximaleffektes, sp√§testens nach 2 Monaten, eine stufenweise Reduzierung auf eine Erhaltungsdosis von ¬Ĺ bis 1 Tablette Estriol 2 mg fem JENAPHARM (entsprechend 1 bis 2 mg Estriol) t√§glich erfolgen.

Art der Anwendung

Dieses Arzneimittel ist zum Einnehmen bestimmt.

Nehmen Sie die Tablette(n) abends vor dem Schlafengehen unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer wird individuell vom Arzt festgelegt.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist,

informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM einnehmen. Es kann möglich

sein, dass Sie Estriol 2 mg fem JENAPHARM 4 bis 6 Wochen vor der geplanten Operation absetzen m√ľssen, um das Thromboserisiko zu verringern (siehe Abschnitt 2 unter ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel

(Thrombosen)“). Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM fortsetzen können.

Wenn Sie eine größere Menge Estriol 2 mg fem JENAPHARM eingenommen haben als Sie

sollten,

Eine Überdosierung kann Übelkeit und Erbrechen und unregelmäßige Blutungen verursachen. Es ist keine spezielle Behandlung notwendig, aber Sie sollten Ihren Arzt konsultieren, wenn Sie betroffen sind.

Wenn Sie die Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM vergessen haben, nehmen Sie bitte die n√§chste(n) Tablette(n) Estriol 2 mg fem JENAPHARM in der verordneten Menge zur √ľblichen Zeit ein. Die vergessene Tablette(n) ist/sind nicht zus√§tzlich einzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM abbrechen wollen, sollten Sie dies nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt tun.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jeder Frau auftreten m√ľssen.

Die folgenden Krankheiten wurden bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, im Vergleich zu Nichtanwenderinnen häufiger berichtet:

  • Brustkrebs
  • √ľberm√§√üiges Wachstum oder Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie oder -krebs)
  • Eierstockkrebs
  • Blutgerinnsel in den Venen der Beine oder der Lunge (ven√∂se Thromboembolie)
  • Herzkrankheit
  • Schlaganfall
  • Ged√§chtnisst√∂rungen (Demenz), wenn die Hormonersatzbehandlung im Alter von √ľber 65 Jahren begonnen wurde

Weitere Informationen √ľber diese Nebenwirkungen finden Sie im Abschnitt 2 unter ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM beachten?‚Äú

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufigmehr als 1 Behandelte von 10
Häufig1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr seltenweniger als 1 Behandelte von 10.000
Nicht bekanntH√§ufigkeit auf der Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Mögliche Nebenwirkungen:

Fortpflanzungsorgane und Brust

Häufig: vermehrte Schleimabsonderung aus der Vagina (Fluor); vor allem zu Beginn der Behandlung Brustspannen und Brustschmerzen (Mastalgie)

Magen-Darm-Trakt

Häufig: Übelkeit und andere Magen-Darm-Beschwerden (vor allem zu Beginn der Behandlung)

Nervensystem

Gelegentlich: Kopfschmerzen

Verschiedenes

H√§ufig: Wassereinlagerung im Gewebe (√Ėdeme, vor allem zu Beginn der Behandlung),

vor√ľbergehende Gewichtszunahme

Selten: Beinkr√§mpfe, ‚Äěschwere Beine‚Äú

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung anderer Präparate zur Hormonersatzbehandlung berichtet:

  • Gallenblasenerkrankungen
  • verschiedene Hauterkrankungen
    • Hautverf√§rbungen, insbesondere im Gesicht und am Hals, so genannte Schwangerschaftsflecken (Chloasma)
    • schmerzhafte, r√∂tliche Hautkn√∂tchen (Erythema nodosum)
    • Ausschlag mit Schie√üscheiben-artigen oder kreisf√∂rmigen r√∂tlichen Flecken bzw. Entz√ľndungen (Erythema multiforme)

Arzneimittel, die wie Estriol 2 mg fem JENAPHARM Estrogene enthalten, können Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern.

Gegenmaßnahmen:

Treten bei Ihnen nach der Einnahme von Estriol 2 mg fem JENAPHARM Nebenwirkungen auf, so informieren Sie bitte sofort Ihren behandelnden Arzt, der dann √ľber eventuell einzuleitende Gegenma√ünahmen entscheidet.

Nebenwirkungen, bei denen Sie gegebenenfalls sofort einen Arzt aufsuchen m√ľssen oder bei denen ein Abbruch der Behandlung erforderlich ist, sind im Abschnitt 2. ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme

von Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist erforderlich‚Äú aufgef√ľhrt.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgef√ľhrt sind.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175, Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Estriol 2 mg fem JENAPHARM enthält:

  • Der Wirkstoff ist Estriol. Eine Tablette enth√§lt 2,0 mg Estriol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Calciumstearat (Ph. Eur.), Laktose-Monohydrat, Povidon K 30, Crospovidon, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte St√§rke (Maisst√§rke), Talkum.

Wie Estriol 2 mg fem JENAPHARM aussieht und Inhalt der Packung:

weiße Tabletten mit Bruchkerbe

Estriol 2 mg fem JENAPHARM ist in Packungen mit 30 Tabletten, 60 Tabletten und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Jenapharm GmbH & Co. KG Otto-Schott-Straße 15 07745 Jena

Tel.: 03641 648888

Fax: 03641 648889

E-Mail: frauengesundheit@jenapharm.de

Hersteller

Bayer Weimar GmbH und Co. KG Döbereiner Straße 20

99427 Weimar Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2017

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Estriol 2 mg fem JENAPHARM - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Estriol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Jenapharm GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.09.2005
ATC Code G03CA04
Pharmakologische Gruppe Estrogene

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden