Palladon injekt 2 mg

ATC Code
N02AA03
Medikamio Hero Image

Allgemein

Zulassungsland
Hersteller Mundipharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Anatomische Gruppe Nervensystem
Therapeutische Gruppe Analgetika
Pharmakologische Gruppe Opioide
Chemische Gruppe Natürliche opium-alkaloide
Wirkstoff Hydromorphon

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Alle Informationen

Autor

Mundipharma GmbH

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Palladon® injekt ist ein stark wirkendes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide.
Palladon® injekt wird angewendet zur Behandlung von starken und stärksten Schmerzen.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Palladon injekt darf nicht angewendet werden,
wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden Situationen vorliegen:
- Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Hydromorphon oder einem der sonstigen Bestandteile von Palladon® injekt,
- Krankheitszustände, bei denen eine Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion
vorliegt (Atemdepression),
- schwerer chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (z.B. schweres Asthma),
- Koma,
- akute Bauchschmerzen (akutes Abdomen),
- bestehende Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus),
- gleichzeitige Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen oder
Parkinsonsche Krankheit (Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer) oder wenn diese innerhalb der letzten 14 Tage abgesetzt wurden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Palladon injekt ist erforderlich,
wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden Situationen vorliegen:
- bekannte Opioidabhängigkeit,
- Kopfverletzungen (wegen des Risikos einer Druckerhöhung im Gehirn),
- Anfallsleiden oder erhöhte Krampfbereitschaft des Gehirns,
- Alkoholabhängigkeit, Alkoholdelir (Delirium tremens),
- Vergiftungs-Psychose (toxische Psychose),
- niedriger Blutdruck verbunden mit geringer zirkulierender Blutmenge (Hypotension bei Hypovolämie),
- Bewusstseinsstörungen,
- Gallenwegserkrankungen, Gallen- oder Nierenkolik,
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),
- mit Verengungen einhergehende (obstruktive) oder entzündliche Darmerkrankungen,
- krankhaft vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie),
- Nebennierenrinden-Funktionsschwäche (z.B. Addisonsche Krankheit),
- Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose),
- chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen oder verminderte Atemreserve (z.B. bei Asthma),
- höheres Alter oder geschwächter Zustand,
- schwere Beeinträchtigung von Leber- oder Nierenfunktion.
Falls diese Angaben bei Ihnen zutreffen oder früher einmal zutrafen, befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Bei allen vorgenannten Situationen kann eine niedrigere Dosierung ratsam sein.
Bei längerfristiger Anwendung von Palladon® injekt kann es zur Entwicklung einer Gewöhnung (Toleranz) mit der Erfordernis höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten schmerzlindernden Effektes kommen. Eine Kreuztoleranz zu anderen Opioiden kann bestehen, d.h. es besteht die Möglichkeit, dass auch bei Anwendung eines anderen Opioids Gewöhnung gegenüber diesem besteht. Die längerfristige (chronische) Anwendung von Palladon® injekt kann zu körperlicher (physischer) Abhängigkeit führen, und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Hydromorphon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden.
Der Wirkstoff Hydromorphon hat ähnlich wie andere starkwirksame Opioide (starke Schmerzmittel) ein Missbrauchspotenzial. Die Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit gegenüber opioidhaltigen Schmerzmitteln, einschließlich Hydromorphon, ist möglich. Bei bestehendem oder früherem Alkohol- oder Arzneimittelmissbrauch ist Palladon® injekt daher nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Palladon® injekt sollte nicht eingesetzt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass eine Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus) auftritt. Sollte ein paralytischer Ileus vermutet werden oder während der Behandlung auftreten, muss die Behandlung mit Hydromorphon sofort abgebrochen werden.
Sehr selten kann insbesondere in hoher Dosierung eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) auftreten, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Hydromorphon anspricht. Ihr Arzt wird entscheiden, ob dann eine Dosisminderung oder ein Wechsel des Schmerzmittels (Opioids) erforderlich ist.
Vor und innerhalb der ersten 24 Stunden nach einer Operation ist Palladon® injekt nur mit Vorsicht anzuwenden (erhöhtes Risiko insbesondere einer Darmlähmung).
Wenn Sie sich einer anderen zusätzlichen Schmerzbehandlung (z.B. Operation, Plexusblockade) unterziehen müssen, sollten Sie 4 Stunden vor dem Eingriff kein Palladon® injekt mehr erhalten. Anschließend wird die Dosis neu einzustellen sein. Dies wird im gegebenen Fall durch Ihren Arzt geschehen.
Es ist zu beachten, dass Sie nach erfolgter Einstellung auf wirksame Dosen eines bestimmten Opioides (Gruppe stark wirksamer Schmerzmittel, zu der auch Palladon® injekt gehört) nicht ohne ärztliche Beurteilung und sorgfältige bedarfsorientierte Neueinstellung auf ein anderes Opioid umgestellt werden sollten. Andernfalls ist eine kontinuierliche, schmerzlindernde Wirkung nicht gewährleistet.
Palladon® injekt 10 mg und 100 mg sind nicht für den Beginn einer Opioidtherapie geeignet. Diese höheren Wirkstärken von Palladon® injekt dürfen als Einzeldosis nur angewendet werden, wenn im Rahmen einer Schmerzbehandlung mit Palladon® injekt 2 mg oder anderen, vergleichbar starken Schmerzmitteln keine ausreichende Schmerzfreiheit mehr erreicht werden kann. Für das Befüllen des Reservoirs einer Schmerzpumpe können auch 10 mg oder 100 mg als Einzeldosis genutzt werden, da hier die Dosissteuerung über die Pumpeneinstellung erfolgt.
Sollte bei Ihnen eine unzureichende Funktion der Nebennierenrinde (Insuffizienz) bestehen, wird Ihr Arzt unter Umständen die Plasmakortisolkonzentration kontrollieren und Ihnen entsprechende Medikamente (Kortikoide) verordnen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Palladon® injekt kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Anwendung von Palladon® injekt mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und anderen zentral, d.h. auf die Gehirnfunktion dämpfend wirkenden Arzneimitteln oder Alkohol kann zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen beider Präparate, z.B. Müdigkeit bis Benommenheit (Sedierung) und Beeinträchtigung der Atemfunktion, führen. Derartig zentral dämpfende Arzneimittel sind z.B. Arzneimittel gegen Angststörungen (Tranquilizer), zur Narkose (Anästhetika wie z.B. Barbiturate), gegen psychische Störungen (Neuroleptika), gegen Schlafstörungen (Hypnotika, Sedativa), gegen Depressionen (Antidepressiva), gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika) oder andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide).
Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z.B. Psychopharmaka, Arzneimittel gegen Allergien, Erbrechen oder Parkinsonsche Krankheit) können anticholinerge Nebenwirkungen von
Opioiden verstärken (z.B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen).
Die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) oder die Gabe von Hydromorphon innerhalb von 14 Tagen nach Absetzen von MAO-Hemmern ist zu vermeiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Palladon® injekt sollten Sie während der Schwangerschaft nicht anwenden. Es sind keine klinischen Daten zur Anwendung beim Menschen während der Schwangerschaft verfügbar.
Wird Ihnen Palladon® injekt während der Schwangerschaft oder während der Geburt gegeben, kann die Fähigkeit der Gebärmutter sich zusammenzuziehen beeinträchtigt werden. Des Weiteren besteht beim Neugeborenen die Gefahr einer Atemdämpfung (Atemdepression).
Wenn Sie Palladon® injekt längerfristig während der Schwangerschaft anwenden, muss mit Entzugserscheinungen beim Neugeborenen gerechnet werden.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.
Stillzeit
Es sind keine Daten zur Anwendung während der Stillzeit verfügbar. Deshalb sollte Palladon® injekt bei stillenden Müttern nicht angewendet werden; wenn die Anwendung erforderlich ist, sollten Sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Palladon® injekt kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Eine Beeinträchtigung ist insbesondere zu Beginn einer Hydromorphon-Therapie, nach Dosiserhöhung oder Präparatewechsel sowie bei Zusammenwirken von Palladon® injekt mit Alkohol oder anderen zentral dämpfenden Substanzen zu erwarten. Wenn Sie auf eine stabile Dosis eingestellt sind, sind Sie nicht unbedingt beeinträchtigt. Deshalb sollten Sie Ihren behandelnden Arzt befragen, ob Sie Autofahren oder Maschinen bedienen dürfen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Palladon injekt anzuwenden?
Wenden Sie Palladon® injekt immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung hängt von der Stärke Ihrer Schmerzen und dem vorangegangenen Schmerzmittelbedarf ab.
Die Dosis sollte schrittweise bis zur optimalen Schmerzstillung gesteigert werden. Grundsätzlich sollte eine ausreichend hohe Dosis gegeben werden und gleichzeitig die im Einzelfall kleinste schmerzlindernde Dosis angestrebt werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Palladon® injekt zu stark oder zu schwach ist.
Art der Anwendung
Zum Spritzen.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung für
Erwachsene und Jugendliche (über 12 Jahre)
Die Anfangsdosis ist abhängig von der Stärke der Schmerzen und dem vorausgegangenen Analgetikabedarf und beträgt zunächst 1-2 mg subkutan oder 1-1,5 mg intravenös alle 3-4 Stunden (langsam über mindestens 2-3 Minuten spritzen).
Eine kontinuierliche Gabe mittels intravenöser oder subkutaner Infusion ist möglich. Die Anfangsdosis für nicht opioidgewöhnte Patienten bei starken Schmerzen beträgt 0,15-0,45 mg/Stunde (bzw. 0,004 mg/kgKG/Stunde).
Die Anwendung in der postoperativen patientenkontrollierten Analgesie (PCA) ist ebenfalls möglich. Die empfohlene Bolusdosis beträgt 0,2 mg intravenös oder subkutan bei einem Sperrintervall von 5-10 Minuten.
Kinder unter 12 Jahren
Die übliche Anfangsdosis für Kinder über 12 Monate oder für Erwachsene mit einem Körpergewicht von weniger als 50 kg ist ein Bolus von 0,015 mg/kgKG alle 3-4 Stunden oder eine Infusion von 0,005 mg/kgKG/h.
1-2 mg s.c. oder 1-1,5 mg i.v. alle 3-4 Stunden
Kinder und

AlterApplikationswegEinzeldosis, BolusInfusion
Erwachsene und Jugendlicheintravenös, subkutanPCA: 0,2 mg Bolus, Sperrintervall 5-10 Min.0,15-0,45 mg/Stunde bzw.
0,004 mg/kgKG/Stunde
Erwachsene < 50 kgKGintravenös, subkutan0,015 mg/kgKG alle 3-4 Stunden0,005 mg/kgKG/Stunde
Kleinkinder (Kinder unter 12 Monate)Nur nach sorgsamer Indikationsstellung
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten (im Regelfall ab 75 Jahren) können eventuell bereits niedrigere Dosen zur Schmerzstillung ausreichend sein.
Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
Sollte bei Ihnen eine Leber- oder Nierenfunktionsstörung vorliegen, benötigen Sie möglicherweise niedrigere Dosen als andere Patienten, um eine ausreichende Schmerzstillung zu erreichen. Daher sollte bei Ihnen die Dosis von Palladon® injekt entsprechend vorsichtig eingestellt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Palladon® injekt angewendet haben, als Sie sollten
Wenn mehr Palladon® injekt als verordnet verabreicht wurde, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren. Im Einzelnen können auftreten: Verengung der Pupillen (Miosis), langsamer Herzschlag (Bradykardie), Beeinträchtigung der Atmung (Atemdepression), niedriger Blutdruck (Hypotonie) und fortschreitende Benommenheit (Somnolenz) bis zum Starrezustand (Stupor) oder Koma. In schwereren Fällen können Kreislaufversagen oder ein vertieftes Koma unter Umständen mit tödlichem Ausgang auftreten. Keinesfalls dürfen Sie sich in Situationen begeben, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern, z.B. Autofahren.
Folgende Maßnahmen bei Überdosierung sind bis zum Eintreffen des Arztes sinnvoll: Wachhalten, Atembefehle geben, Atemhilfe.
Wenn Sie die Anwendung von Palladon® injekt vergessen haben
Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen von Palladon® injekt angewendet oder die Anwendung ganz vergessen haben, kann dies zu einer mangelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung führen. Führen Sie die Anwendung in der empfohlenen Weise fort. Keinesfalls sollten Sie die doppelte Einzeldosis anwenden.
Wenn Sie die Anwendung von Palladon® injekt abbrechen:
Setzen Sie Palladon® injekt nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn Sie Palladon® injekt nach längerer Anwendung absetzen, kann das Entzugserscheinungen (wie z.B. gesteigerte Erregbarkeit, Angst, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden) auslösen. Falls die Therapie nicht länger angezeigt ist, sollten Sie die Therapie ausschleichend beenden.
Wenn Sie Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Anwendung von Palladon® injekt zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Trinken Sie während der Behandlung mit Palladon® injekt keinen Alkohol, da seine Wirkung verstärkt werden kann.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Palladon® injekt Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Dieses Arzneimittel kann sehr selten allergische Reaktionen verursachen (Überempfindlichkeitsreaktionen). Die Häufigkeit von schwerwiegenden allergischen Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen) ist nicht bekannt. Verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt, wenn Sie plötzlich eines oder mehrere der folgenden Symptome bei sich feststellen: Keuchen, Probleme beim Atmen, Schwellungen der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder des Rachens, sowie Hautausschlag oder Juckreiz, besonders solchen am ganzen Körper.
Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression) sind die Hauptnebenwirkung einer Opioid-Überdosierung.
Bei den meisten Patienten kommt es zur Verstopfung, wenn Sie Palladon injekt® anwenden. Durch Erhöhung der Menge an Ballaststoffen (Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Teigwaren, Naturreis) und Flüssigkeit, die Sie zu sich nehmen, kann dieses Problem verringert werden. Wenn notwendig, kann Ihnen Ihr Arzt ein Abführmittel verschreiben. Gerade wenn Sie vor Beginn der Anwendung schon Probleme mit dem Stuhlgang hatten, sollten Sie von Anfang an ein Abführmittel nehmen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Sie können auch Übelkeit verspüren oder erbrechen, wenn Sie Palladon® injekt erhalten; dies sollte sich im Normalfall nach einigen Tagen legen; Ihr Arzt kann Ihnen aber auch ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen verschreiben, wenn diese Nebenwirkungen anhalten sollten.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:Mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:Weniger als 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Häufig
  • Appetitabnahme bis zum Appetitverlust
  • Angstzustände, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit
  • Schwindel, Schläfrigkeit
  • Blutdruckabfall
  • Verstopfung, Bauchschmerzen oder Bauchbeschwerden, Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen
  • Juckreiz, Schwitzen
  • Harnverhalten, verstärkter Harndrang
  • Schwächezustände, Hautreaktionen an der Einstichstelle

Gelegentlich
  • Depression, Missstimmung, Euphorie, Halluzinationen, Albträume
  • Kopfschmerzen, Zittern, Muskelzuckungen, Taubheitsgefühl in Armen und Beinen
  • Verengung der Pupillen (Miosis), Verschwommensehen
  • Pulsbeschleunigung
  • Kurzatmigkeit
  • Verdauungsstörungen, Durchfall, Geschmacksstörungen
  • Hautausschlag, juckender Ausschlag (Urtikaria)
  • vermindertes sexuelles Verlangen, Erektionsstörungen
  • Gewöhnung; Entzugserscheinungen wie zum Beispiel gesteigerte Erregbarkeit, Angstzustände, Nervosität, Schlaflosigkeit, unwillkürliche Bewegungen, Zittern und Magen-Darm-Beschwerden

Selten
  • Abhängigkeit, gesteigerte Erregbarkeit
  • Krampfanfälle, Müdigkeit bis Benommenheit (Sedierung)
  • Pulsverlangsamung, Herzklopfen
  • Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression), Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende Atmung
  • Gallenkoliken, kann das Bluttestergebnis einer Bauchspeicheldrüsenuntersuchung beeinflussen

  • Rötung des Gesichts

Sehr selten
  • gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie; siehe Abschnitt 2 ?Besondere Vorsicht bei der Anwendung...?)
  • Lähmung der Darmtätigkeit
  • Erhöhung der Leberwerte
  • Anschwellen von Händen, Knöcheln und Füßen (Wasseransammlungen im Gewebe), Verhärtungen an der Einstichstelle (insbesondere nach wiederholter subkutaner Gabe)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Palladon® injekt aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf Faltschachtel und der Ampulle angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Verdünnung
Angebrochene Ampullen und verdünnte Lösungen nicht weiterverwenden.

Weitere Informationen

Was Palladon® injekt enthält
Der Wirkstoff ist Hydromorphonhydrochlorid.
Palladon® injekt 2 mg:
1 Ampulle enthält 2 mg Hydromorphonhydrochlorid (entsprechend 1,78 mg Hydromorphon) in 1 ml Lösung (Konzentration 2 mg/ml).
Palladon® injekt 10 mg:
1 Ampulle enthält 10 mg Hydromorphonhydrochlorid (entsprechend 8,9 mg Hydromorphon) in 1 ml Lösung (Konzentration 10 mg/ml).
Palladon® injekt 100 mg:
1 Ampulle enthält 100 mg Hydromorphonhydrochlorid (entsprechend 89 mg Hydromorphon) in 10 ml Lösung (Konzentration 10 mg/ml).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat 2 H2O, Natriumchlorid, Natriumhydroxid-Lösung (0,4%), Salzsäure 0,36%, Wasser für Injektionszwecke.
Wie Palladon® injekt aussieht und Inhalt der Packung:
Palladon® injekt sind durchsichtige Klarglas-Ampullen in Verpackungen aus Pappe.
Palladon® injekt 2 mg ist in Packungen mit 10 x 1 ml Klarglas-Ampullen erhältlich.
Palladon® injekt 10 mg ist in Packungen mit 5 x 1 ml Klarglas-Ampullen erhältlich.
Palladon® injekt 100 mg ist in Packungen mit 5 x 10 ml Klarglas-Ampullen erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Mundipharma GmbH
Mundipharma Straße 2
65549 Limburg
Telefon: (0 64 31) 701-0
Telefax: (0 64 31) 7 42 72
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet am
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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