Autor: Jenapharm GmbH & Co. KG


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST Petibelle® UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

  • Petibelle® ist ein Arzneimittel zur Schwangerschaftsverhütung ("Pille").
  • Eine Tablette enthält eine geringe Menge zweier verschiedener weiblicher Geschlechtshormone, und zwar Drospirenon und Ethinylestradiol.
  • "Pillen", die zwei Hormone enthalten, werden als "Kombinationspillen" bezeichnet.

Was ist zu beachten, wenn eine Blutung während der Einnahmepause ausbleibt?
Wenn Sie alle "Pillen" ordnungsgemäß eingenommen haben, nicht erbrochen oder schweren Durchfall gehabt und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist eine Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich.
Wenn die Blutung in zwei aufeinander folgenden Zyklen ausbleibt, kann es sein, dass Sie schwanger sind. Sie sollten dann unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen und nicht mit der nächsten Blisterpackung beginnen bevor eine Schwangerschaft mit Sicherheit ausgeschlossen wurde.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Petibelle® ist erforderlich 3
Petibelle® und Thrombose 4
Petibelle® und Krebs 6
Zwischenblutungen 6
WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Petibelle® BEACHTEN?
Allgemeine Anmerkungen
Bevor Sie Petibelle® anwenden, wird Ihr behandelnder Arzt Sie sorgfältig zu Ihrer Krankengeschichte und zu der Ihrer nahen Verwandten befragen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und abhängig von Ihrer persönlichen Situation weitere Untersuchungen durchführen.
In dieser Gebrauchsinformation sind verschiedene Fälle beschrieben, bei deren Auftreten Sie Petibelle® absetzen sollten oder bei denen die Zuverlässigkeit von Petibelle® herabgesetzt sein kann. In diesen Fällen sollten Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder andere, nichthormonale Verhütungsmethoden anwenden, wie z.B. Kondome oder eine andere Barrieremethode. Wenden Sie aber keine Kalender- oder Temperaturmethoden an. Diese Methoden können versagen, weil Petibelle® die monatlichen Schwankungen der Körpertemperatur und des Gebärmutterhalsschleims verändert.
Wie alle hormonalen Empfängnisverhütungsmittel bietet Petibelle® keinerlei Schutz vor einer HIV-Infektion (AIDS) oder anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Petibelle® darf nicht eingenommen werden

  • bei bestehenden oder vorausgegangenen Blutgerinnseln (Thrombose) in einem Blutgefäß im Bein, in der Lunge (Embolie) oder in anderen Organen
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen Erkrankungen, die Vorboten eines Herzinfarktes (z. B. Angina pectoris, die starke Schmerzen in der Brust verursacht) oder eines Schlaganfalles (z. B ein vorübergehender leichter Schlaganfall ohne verbleibende Schäden) sein können
  • bei Vorliegen einer Erkrankung, die das Risiko für Blutgerinnsel in den Arterien erhöht. Dies gilt für folgende Erkrankungen:
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit geschädigten Blutgefäßen
  • sehr hoher Blutdruck
  • sehr hohe Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride)
  • bei einer Blutgerinnungsstörung (z. B. Protein C-Mangel)
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen bestimmten Formen der Migräne (mit sog. fokalen neurologischen Symptomen)
  • bei bestehender oder vorausgegangener Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen Lebererkrankungen, solange sich Ihre Leberwerte nicht wieder normalisiert haben
  • wenn Ihre Nieren nicht richtig funktionieren (Niereninsuffizienz)
  • bei bestehenden oder vorausgegangenen Lebergeschwülsten
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Brustkrebs oder Krebs der Genitalorgane bzw. bei Verdacht darauf
  • bei jeglichen unerklärlichen Blutungen aus der Scheide
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ethinylestradiol, Drospirenon oder einen der sonstigen Bestandteile von Petibelle® sind. Dies kann durch Jucken, Ausschlag oder Schwellungen erkannt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Petibelle® ist erforderlich
In einigen Situationen ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Petibelle® oder anderen hormonalen "Kombinationspillen" erforderlich und es können regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt notwendig sein. Wenn einer der nachfolgenden Fälle auf Sie zutrifft, müssen Sie Ihren Arzt informieren, bevor Sie mit der Einnahme von Petibelle® beginnen. Auch wenn unter der Einnahme von Petibelle® eine der folgenden Erkrankungen eintritt oder sich verschlechtert, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen:
  • wenn Brustkrebs bei einer nahen Verwandten auftritt oder früher aufgetreten ist
  • wenn bei Ihnen eine Leber- oder Gallenblasenerkrankung bekannt ist
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus)
  • wenn Sie unter Depressionen leiden
  • wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) leiden
  • wenn bei Ihnen ein HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom; eine spezielle Bluterkrankung, die Nierenschäden hervorruft) bekannt ist
  • wenn bei Ihnen eine Sichelzellanämie (eine Erbkrankheit der roten Blutkörperchen) bekannt ist
  • wenn Sie an Epilepsie leiden (siehe "Bei Einnahme von Petibelle® mit anderen Arzneimitteln")
  • wenn Sie an SLE (systemischem Lupus erythematodes; einer Erkrankung des Immunsystems) leiden
  • wenn bei Ihnen eine Erkrankung während einer Schwangerschaft oder früheren Anwendung von Geschlechtshormonen zum ersten Mal aufgetreten ist, z. B. Schwerhörigkeit, Porphyrie (eine Blutkrankheit), Herpes gestationis (Bläschenausschlag während der Schwangerschaft), Chorea Sydenham (eine Nervenerkrankung, bei der plötzliche unwillkürliche Körperbewegungen auftreten)
  • bei bestehendem oder vorausgegangenem Chloasma (gelblich-braune Pigmentflecke, auch als "Schwangerschaftsflecken" bezeichnet, vorwiegend im Gesicht). In diesem Fall empfiehlt es sich, direkte Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht zu meiden.
  • wenn Sie an einem erblichen Angioödem leiden, können Arzneimittel, die Estrogene enthalten, Symptome eines Angioödems auslösen oder verschlimmern. Sie sollten umgehend Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie Symptome eines Angioödems an sich bemerken, wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckschwierigkeiten oder Hautausschlag zusammen mit Atemproblemen.

Petibelle® und Thrombose
Venöse Thrombose
Die Anwendung jeder "Kombinationspille", einschließlich Petibelle®, erhöht bei einer Frau das Risiko, eine venöse Thrombose (Bildung von Blutgerinnseln in Gefäßen) zu entwickeln im Vergleich zu einer Frau, die keine (empfängnisverhütende) "Pille" nimmt.
Das Risiko für eine venöse Thrombose bei Anwenderinnen einer "Kombinationspille" steigt:
  • mit zunehmendem Alter
  • wenn Sie übergewichtig sind
  • wenn bei einem nahen Familienmitglied in jungen Jahren ein Blutgerinnsel (Thrombose) im Bein, der Lunge oder einem anderen Organ auftrat
  • wenn Sie sich einer größeren Operation unterziehen müssen, bei längerer Ruhigstellung oder wenn Sie einen schweren Unfall hatten. Es ist wichtig, Ihren Arzt im Voraus zu informieren, dass Sie Petibelle® einnehmen, da Sie die Einnahme beenden müssen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Petibelle® beginnen können, normalerweise ungefähr 2 Wochen, nachdem Sie wieder gehen können.

Arterielle Thrombose
Die Anwendung der "Kombinationspille" wird auch mit einem erhöhten Risiko für eine arterielle Thrombose (Verschluss einer Arterie) in Verbindung gebracht, z. B. in den Blutgefäßen des Herzens (Herzinfarkt) oder des Gehirns (Schlaganfall).
Das Risiko für eine arterielle Thrombose bei Anwenderinnen einer "Kombinationspille" steigt:
  • wenn Sie rauchen. Es wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie Petibelle® einnehmen, besonders wenn Sie älter als 35 Jahre sind.
  • wenn Sie einen erhöhten Blutfettwert haben (Cholesterin oder Triglyzeride)
  • wenn Sie übergewichtig sind
  • wenn bei einem nahen Verwandten in jungen Jahren ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten ist
  • wenn Sie hohen Blutdruck haben
  • wenn Sie unter Migräne leiden
  • wenn Sie Probleme mit Ihrem Herz (Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörung) haben

Beenden Sie sofort die Einnahme von Petibelle® und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen einer Thrombose an sich bemerken, wie z. B.:
  • starke Schmerzen und/oder Schwellungen in einem Ihrer Beine
  • plötzliche starke Schmerzen in der Brust, möglicherweise in den linken Arm ausstrahlend
  • plötzliche Atemnot
  • plötzlicher Husten ohne klare Ursache
  • ungewöhnliche, starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder Verschlechterung einer Migräne
  • teilweiser oder kompletter Sehverlust oder Doppeltsehen
  • undeutliche Sprache oder Probleme beim Sprechen
  • Schwindel oder Ohnmacht
  • Schwäche, seltsames Gefühl oder Taubheit in einem Körperteil

Petibelle® und Krebs
Brustkrebs wird bei Frauen, die "Kombinationspillen" nehmen, etwas häufiger festgestellt. Aber es ist nicht bekannt, ob dies durch die Behandlung verursacht wird. Zum Beispiel kann es sein, dass bei Frauen, die die "Pille" einnehmen, häufiger Tumoren entdeckt werden, da sie öfter von ihrem Arzt untersucht werden. Das Auftreten von Brusttumoren nimmt nach Absetzen von hormonalen "Kombinationspillen" langsam ab. Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig Ihre Brüste untersuchen. Wenn Sie Knoten spüren, müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.
In seltenen Fällen wurden gutartige Lebertumoren und noch seltener bösartige Lebertumoren bei "Pillenanwenderinnen" festgestellt. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke Bauchschmerzen haben.
Zwischenblutungen
Bei der Anwendung von Petibelle® kann es in den ersten Monaten zu unerwarteten Blutungen kommen (Blutungen außerhalb der Einnahmepause). Wenn diese Blutungen nach einigen Monaten weiterhin auftreten oder wenn sie nach einigen Monaten erneut beginnen, muss Ihr Arzt die Ursache untersuchen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Petibelle® nicht einnehmen. Falls Sie während der Einnahme von Petibelle® schwanger werden, müssen Sie die Einnahme von Petibelle® sofort beenden und Ihren Arzt aufsuchen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Stillzeit
Frauen sollten Petibelle® generell nicht in der Stillzeit anwenden. Fragen Sie ihren Arzt, wenn Sie stillen und die "Pille" einnehmen möchten.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise, dass die Einnahme von Petibelle® einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Petibelle®
Petibelle® enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie Petibelle® daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST Petibelle® EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie 1 Tablette Petibelle® täglich, gegebenenfalls zusammen mit etwas Wasser ein. Die Einnahme der Tabletten sollte jeden Tag etwa zur gleichen Zeit erfolgen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Tabletten nüchtern oder zu den Mahlzeiten einnehmen.
Jede Blisterpackung enthält 21 Tabletten. Auf der Folienrückseite ist der Wochentag gekennzeichnet, an dem die Tablette eingenommen werden muss. Wenn Sie mit der Einnahme z. B. an einem Mittwoch beginnen, nehmen Sie die mit "Mi" gekennzeichnete Tablette. Die weitere Einnahme erfolgt in der Pfeilrichtung auf der Blisterpackung, bis alle 21 Tabletten aufgebraucht sind.
Dann nehmen Sie 7 Tage keine Tablette ein. Während dieser 7-tägigen Pause (auch Einnahmepause genannt) sollte eine Blutung einsetzen. Diese so genannte "Entzugsblutung" beginnt in der Regel am 2. oder 3. Tag der Einnahmepause.
Beginnen Sie mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung am 8. Tag nach der letzten Tablette Petibelle® (d. h. nach der 7-tägigen Einnahmepause), ungeachtet dessen, ob die Blutung noch anhält oder nicht. Dies bedeutet zum einen, dass Sie immer am gleichen Wochentag mit der neuen Blisterpackung beginnen, und zum anderen, dass Ihre Entzugsblutung jeden Monat an den gleichen Tagen auftreten sollte.
Wenn Sie Petibelle® vorschriftsmäßig einnehmen, besteht der Empfängnisschutz auch an den 7 Tagen, an denen Sie keine Tablette einnehmen.
Wenn Sie eine größere Menge von Petibelle® eingenommen haben, als Sie sollten
Es liegen keine Berichte zu schwerwiegenden schädlichen Folgen nach Einnahme von zu vielen Petibelle®-Tabletten vor.
Wenn Sie mehrere Tabletten auf einmal eingenommen haben, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei jungen Mädchen können Blutungen aus der Scheide auftreten.
Wenn Sie zu viele Tabletten Petibelle® eingenommen haben oder feststellen, dass ein Kind versehentlich Tabletten verschluckt hat, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Petibelle® vergessen haben

  • Wenn Sie die Einnahmezeit einmalig um weniger als 12 Stunden überschritten haben, ist die empfängnisverhütende Wirkung noch gewährleistet. Sie müssen die Einnahme der vergessenen Tablette so schnell wie möglich nachholen und die folgenden Tabletten dann wieder zur gewohnten Zeit einnehmen.
  • Wenn Sie die Einnahmezeit einmalig um mehr als 12 Stunden überschritten haben, ist die empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr gewährleistet. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto größer ist das Risiko einer Schwangerschaft.

Das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft ist besonders hoch, wenn Sie eine Tablette am Anfang oder am Ende der Blisterpackung vergessen. Sie sollten dann die nachfolgenden Regeln beachten (siehe auch das Schema unten):
  • Sie haben mehr als eine Tablette in der aktuellen Blisterpackung vergessen

Fragen Sie Ihren Arzt.
  • Sie haben eine Tablette in Woche 1 vergessen

Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Setzen Sie danach die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort. Sie müssen jedoch in den nächsten 7 Tagen zusätzliche empfängnisverhütende Schutzmaßnahmen, z. B. ein Kondom, anwenden. Wenn Sie in der Woche vor der vergessenen Einnahme Geschlechtsverkehr hatten oder wenn Sie vergessen haben, nach der Einnahmepause mit der neuen Blisterpackung zu beginnen, besteht das Risiko einer Schwangerschaft. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
  • Sie haben eine Tablette in Woche 2 vergessen

Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen. Setzen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort. Die empfängnisverhütende Wirkung ist gewährleistet und Sie müssen keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen anwenden.
  • Sie haben eine Tablette in Woche 3 vergessen

Sie können zwischen zwei Möglichkeiten wählen:
1. Holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Die folgenden Tabletten nehmen Sie dann wieder zur gewohnten Zeit ein. Lassen Sie die einnahmefreie Pause aus und beginnen Sie gleich mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung.
Höchstwahrscheinlich kommt es erst am Ende der zweiten Blisterpackung zu einer Entzugsblutung, jedoch treten möglicherweise Schmier- oder Durchbruchblutungen während der Einnahme aus der zweiten Blisterpackung auf.
2. Sie können die Einnahme aus der aktuellen Blisterpackung auch abbrechen und sofort mit der einnahmefreien Pause von 7 Tagen beginnen (der Tag, an dem Sie die Tablette vergessen haben, muss mitgezählt werden). Wenn Sie mit der Einnahme aus der neuen Packung an Ihrem gewohnten Wochentag beginnen möchten, können Sie eine einnahmefreie Pause von weniger als 7 Tagen einschieben.
Wenn Sie einer der beiden Alternativen folgen, ist der Empfängnisschutz nicht eingeschränkt.
  • Wenn Sie eine der Tabletten aus einer Blisterpackung vergessen haben und in der folgenden ersten einnahmefreien Pause keine Blutung auftritt, sind Sie möglicherweise schwanger geworden. In diesem Fall müssen Sie Ihren Arzt aufsuchen, bevor Sie mit einer neuen Blisterpackung beginnen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Petibelle® mit anderen Arzneimitteln 6
Labortests 8
Schwangerschaft 8
Stillzeit 8
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen 8
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Petibelle® 8
Bei Einnahme von Petibelle® mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie immer den Arzt, der Ihnen Petibelle® verschreibt, welche Arzneimittel oder pflanzlichen Produkte Sie bereits anwenden. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker, wenn Sie bei ihm Arzneimittel kaufen), dass Sie Petibelle® einnehmen. Diese können Ihnen sagen, ob Sie zusätzliche empfängnisverhütende Vorsichtsmaßnahmen anwenden müssen (z. B. Kondome) und, falls ja, wie lange.

  • Einige Arzneimittel können zu einer Minderung der empfängnisverhütenden Wirksamkeit von Petibelle® oder zu unerwarteten Blutungen führen. Dazu gehören Arzneimittel zur Behandlung von

o Epilepsie (z. B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbazepin)
o Tuberkulose (z. B. Rifampicin)
o HIV-Infektionen (Ritonavir, Nevirapin) oder anderen Infektionen (Antibiotika wie Griseofulvin, Penicillin, Tetracyclin)
o hohem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge (Bosetan)
o das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut
  • Petibelle® kann die Wirksamkeit bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen, z. B.

o Arzneimittel, die Ciclosporin enthalten
o das Antiepileptikum Lamotrigin (dies könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen führen)
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Labortests
Verhütungsmittel zum Einnehmen können die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen. Informieren Sie daher Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie die "Pille" einnehmen, wenn bei Ihnen ein Bluttest durchgeführt werden muss.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Petibelle® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Häufige Nebenwirkungen (mehr als 1 von 100, aber weniger als 1 von 10 Frauen):

Zyklusstörungen, Zwischenblutungen, Brustschmerzen, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Migräne, Übelkeit, dicker weißlicher Ausfluss aus der Scheide, vaginale Candidose (Pilzinfektion)
  • Gelegentliche Nebenwirkungen (mehr als 1 von 1.000, aber weniger als 1 von 100 Frauen):

Veränderter Sexualtrieb (Libido), Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Erbrechen, Akne, Hautausschlag, schwerer Juckreiz, Infektion der Scheide, Wassereinlagerung (Flüssigkeitsretention), Gewichtsveränderungen
  • Seltene Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10.000, aber weniger als 1 von 1.000 Frauen

Asthma, Sekretion aus den Brustwarzen, Schwerhörigkeit, Verschluss eines Blutgefäßes im Körper durch einen Blutpfropf (Thromboembolie), Überempfindlichkeitsreaktionen, Erythema nosodum (sog. Knotenrose mit charakteristischen, schmerzhaften, rötlichen Hautknoten) oder Erythema multiforme (Hautausschlag mit charakteristischer Rötung oder Entzündung, die in konzentrischen Kreisen auftritt).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

WIE IST Petibelle® AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.
Verfallsdatum
Sie dürfen Petibelle® nach dem auf der Packung unter "Verwendbar bis:" oder "Verw. bis:" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des genannten Monats.

Weitere Informationen

Was Petibelle® enthält

  • Die Wirkstoffe sind Drospirenon und Ethinylestradiol.

Eine Filmtablette enthält 3 Milligramm Drospirenon und 0,030 Milligramm Ethinylestradiol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Lactose-Monohydrat, Maisstärke, vorverkleisterte Stärke (aus Maisstärke), Povidon K 25, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Hypromellose, Macrogol 6.000, Talkum, Titandioxid (E 171), Eisen(III)hydroxid-oxid x H2O (E 172)

Wie Petibelle® aussieht und Inhalt der Packung
  • Petibelle®Tabletten sind Filmtabletten; der Tablettenkern ist mit einem Film überzogen. Die Tabletten sind hellgelb, rund mit gewölbten Seiten und einseitiger Prägung mit den Buchstaben "DO" in einem regelmäßigen Sechseck.
  • Petibelle® ist in Packungen mit 1 Blisterpackung zu 21 Filmtabletten (N1), mit 3 Blisterpackungen zu je 21 Filmtabletten (N2) und mit 6 Blisterpackungen zu je 21 Tabletten (N3) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer
Jenapharm GmbH & Co. KG
Otto-Schott-Straße 15
D-07745 Jena
Telefon 0180 – 4 574 496
Telefax 0180 – 4 536 232
(20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz)
E-Mail: gynaekologie@jenapharm.de
Hersteller
Bayer Schering Pharma AG
D-13353 Berlin
und
Jenapharm GmbH & Co. KG
Otto-Schott-Straße 15
D-07745 Jena
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
  • Deutschland, Portugal: Petibelle
  • Niederlande, Spanien: Yira
  • Österreich: Yirala
  • Belgien, Luxemburg: Sylvan
  • Frankreich: Convuline
  • Italien: Yarina

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2010.

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