Xeloda 500 mg Filmtabletten

Abbildung Xeloda 500 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Capecitabin
Zulassungsland EuropÀische Union (Deutschland)
Hersteller Cheplapharm Arzneimittel GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.02.2001
ATC Code L01BC06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antimetaboliten

Zulassungsinhaber

Cheplapharm Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Capecitabin medac 500 mg Filmtabletten Capecitabin Medac Gesellschaft fĂŒr klinische SpezialprĂ€parate mbH
Capecitabin cell pharm 500 mg Filmtabletten Capecitabin STADAPHARM
Capecitabin medac 150 mg Filmtabletten Capecitabin Medac Gesellschaft fĂŒr klinische SpezialprĂ€parate mbH
Capecitabin HEXAL 150 mg Capecitabin Hexal Aktiengesellschaft
Capecitabin Teva 500 mg Filmtabletten Capecitabin Teva Pharma B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Xeloda gehört zu der Arzneimittelgruppe der „Zytostatika“, die das Wachstum von Krebszellen stoppen. Xeloda enthĂ€lt Capecitabin, das selbst noch kein Zytostatikum ist. Capecitabin wird erst nach Aufnahme in den Körper zu einem aktiven Krebsmittel umgewandelt (vorwiegend im Tumorgewebe).

Xeloda wird zur Behandlung von Krebserkrankungen des Dickdarmes, des Enddarmes, des Magens oder der Brust angewendet.

DarĂŒber hinaus wird Xeloda angewendet, um das erneute Auftreten eines Darmkrebses nach vollstĂ€ndiger operativer Entfernung des Tumors zu verhindern.

Xeloda kann entweder allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xeloda darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Capecitabin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Daher mĂŒssen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie wissen, dass Sie auf Xeloda allergisch oder ĂŒberempfindlich reagieren,
  • wenn Sie frĂŒher einmal schwere Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit einem Fluoropyrimidin, einer Gruppe von Arzneimitteln gegen Krebserkrankungen wie z. B. Fluorouracil, hatten,
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen,
  • wenn Sie bedenklich niedrige Werte der weißen Blutzellen oder der BlutplĂ€ttchen haben (eine Leukopenie, Neutropenie oder Thrombozytopenie),
  • wenn Sie schwere Leber- oder Nierenprobleme haben,
  • wenn Sie wissen, dass bei Ihnen das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) nicht aktiv ist (vollstĂ€ndiger DPD-Mangel),

wenn Sie im Rahmen einer Herpes-Zoster-Therapie (Windpocken oder GĂŒrtelrose) mit Brivudin behandelt werden oder innerhalb der letzten 4 Wochen behandelt wurden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xeloda einnehmen

  • wenn Sie wissen, dass bei Ihnen ein teilweiser Mangel der AktivitĂ€t des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt
  • wenn Sie ein Familienmitglied haben, bei dem ein teilweiser oder vollstĂ€ndiger Mangel des Enzyms Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) vorliegt
  • wenn Sie eine Leber- oder Nierenerkrankung haben
  • wenn Sie Herzprobleme haben oder hatten, z. B. einen unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlag oder Brust-, Kiefer- und RĂŒckenschmerzen nach körperlicher Anstrengung, aufgrund von Problemen mit der Blutversorgung des Herzens
  • wenn Sie Krankheiten des Gehirns haben, z. B. eine Krebserkrankung, die ins Gehirn gestreut hat, oder NervenschĂ€den (Neuropathie)
  • wenn Ungleichgewichte im Calcium-Haushalt bestehen, die bei Blutuntersuchungen festgestellt wurden
  • wenn Sie Diabetes haben
  • wenn Sie aufgrund schwerer Übelkeit oder Erbrechens weder Nahrung noch Wasser in Ihrem Körper behalten können
  • wenn Sie Durchfall haben
  • wenn Sie einen Wassermangel haben (ausgetrocknet sind) oder bekommen
  • wenn Sie Ungleichgewichte bei Ionen im Blut, d. h. Störungen im Elektrolythaushalt haben, die bei Blutuntersuchungen festgestellt wurden
  • wenn Sie in der Vergangenheit Augenprobleme hatten, eventuell benötigen Sie zusĂ€tzliche Kontrollen Ihrer Augen
  • wenn Sie eine schwere Hautreaktion haben.

DPD-Mangel: DPD-Mangel ist eine genetische Veranlagung, die normalerweise nicht mit Gesundheitsproblemen verbunden ist, bis man bestimmte Arzneimittel einnimmt. Wenn Sie einen DPD-Mangel haben und Xeloda einnehmen, besteht bei Ihnen ein erhöhtes Risiko, dass schwere Nebenwirkungen auftreten (aufgefĂŒhrt unter Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“). Es wird empfohlen, dass Sie vor Beginn der Behandlung auf einen DPD-Mangel getestet werden. Wenn bei Ihnen keine AktivitĂ€t des Enzyms besteht, sollten Sie Xeloda nicht einnehmen. Wenn bei Ihnen eine verringerte AktivitĂ€t des Enzyms festgestellt wird (teilweiser Mangel), verschreibt Ihr Arzt Ihnen eventuell eine verringerte Dosis. Wenn Ihr Untersuchungsergebnis in Bezug auf einen DPD- Mangel negativ ausfĂ€llt, können trotzdem schwerwiegende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten.

Kinder und Jugendliche

Xeloda ist fĂŒr Kinder und Jugendliche nicht angezeigt. Xeloda darf nicht an Kinder und Jugendliche gegeben werden.

Einnahme von Xeloda zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist besonders wichtig, denn bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel kann die Wirkung der einzelnen Arzneimittel verstĂ€rkt oder abgeschwĂ€cht werden.

Sie dĂŒrfen Brivudin (ein antivirales Arzneimittel zur Behandlung von GĂŒrtelrose oder Windpocken) wĂ€hrend einer Behandlung mit Capecitabin (einschließlich jeglicher Einnahmepausen, wĂ€hrend der Sie keine Capecitabin Tabletten einnehmen) nicht anwenden.

Wenn Sie Brivudin angewendet haben, mĂŒssen Sie nach Beendigung der Behandlung mit

Brivudin mindestens 4 Wochen warten, bevor Sie mit der Behandlung mit Capecitabin beginnen. Siehe auch Abschnitt „Xeloda darf nicht eingenommen werden“.

Sie mĂŒssen außerdem besonders vorsichtig sein, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Gichtmittel (Allopurinol),
  • Arzneimittel zur BlutverdĂŒnnung (Kumarin, Warfarin),
  • Mittel gegen epileptische AnfĂ€lle (Phenytoin),
  • Interferon alpha,
  • Strahlentherapie und bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen (FolinsĂ€ure, Oxaliplatin, Bevacizumab, Cisplatin, Irinotecan),
  • Arzneimittel zur Behandlung von FolsĂ€uremangel.

Einnahme von Xeloda zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Sie sollten Xeloda nicht spÀter als 30 Minuten nach einer Mahlzeit einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wenn Sie schwanger sind oder dies vermuten, dĂŒrfen Sie Xeloda nicht einnehmen.

WĂ€hrend der Behandlung mit Xeloda und fĂŒr 2 Wochen nach der letzten Dosis dĂŒrfen Sie nicht stillen. Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden kann, mĂŒssen Sie wĂ€hrend der Behandlung mit Xeloda und fĂŒr 6 Monate nach der letzten Dosis eine wirksame VerhĂŒtungsmethode anwenden.

Wenn Sie ein Mann sind und Ihre Partnerin schwanger werden kann, mĂŒssen Sie wĂ€hrend der Behandlung mit Xeloda und fĂŒr 3 Monate nach der letzten Dosis eine wirksame VerhĂŒtungsmethode anwenden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Einnahme von Xeloda können Sie sich schwindlig oder mĂŒde fĂŒhlen, oder es kann Ihnen ĂŒbel sein. Es ist daher möglich, dass Xeloda Ihre FahrtĂŒchtigkeit oder Ihre FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrĂ€chtigt.

Xeloda enthÀlt wasserfreie Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

Xeloda enthÀlt Natrium

Xeloda enthĂ€lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, das heißt es ist nahezu

„natriumfrei“.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Xeloda sollte nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebserkrankungen verschrieben werden.

Ihr Arzt wird Ihnen eine Dosierung sowie ein Behandlungsschema verordnen, das auf Sie zugeschnitten ist. Die Basis fĂŒr die Berechnung der Dosis von Xeloda ist Ihre KörperoberflĂ€che. Diese wird aus Ihrer KörpergrĂ¶ĂŸe und Ihrem Körpergewicht berechnet. Die ĂŒbliche Dosierung fĂŒr Erwachsene betrĂ€gt 1.250 mg/m2 KörperoberflĂ€che, diese muss zweimal tĂ€glich (morgens und abends) eingenommen werden. Im Folgenden werden zwei Beispiele angegeben: Eine 64 kg schwere und

1,64 m große Person hat eine KörperoberflĂ€che von 1,7 m2 und soll dementsprechend 4 Tabletten zu 500 mg und 1 Tablette zu 150 mg zweimal tĂ€glich einnehmen. Eine 80 kg schwere und 1,80 m große Person hat eine KörperoberflĂ€che von 2,00 m2 und soll dementsprechend 5 Tabletten zu 500 mg zweimal tĂ€glich einnehmen.

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, welche Dosis Sie einnehmen mĂŒssen, wann und fĂŒr wie lange Sie diese einnehmen mĂŒssen.

Es kann sein, dass Ihr Arzt möchte, dass Sie fĂŒr jede Dosis eine Kombination aus 150 mg und 500 mg Tabletten nehmen.

  • Nehmen Sie die Tabletten morgens und abends ein, so wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.
  • Nehmen Sie die Tabletten spĂ€testens 30 Minuten nach einer Mahlzeit (FrĂŒhstĂŒck und Abendessen) ein und schlucken Sie diese als Ganzes mit Wasser. ZerdrĂŒcken oder zerschneiden Sie die Tabletten nicht. Wenn Sie die Xeloda Tabletten nicht als Ganzes schlucken können, informieren Sie Ihren Arzt.
  • Es ist wichtig, dass Sie Ihre sĂ€mtlichen Arzneimittel so einnehmen, wie es Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat.

Xeloda Tabletten werden ĂŒblicherweise ĂŒber 14 Tage eingenommen, gefolgt von einer 7-tĂ€gigen Einnahmepause, wĂ€hrend der keine Tabletten eingenommen werden. Diese 21-tĂ€gige Periode ist ein Behandlungszyklus.

Bei Kombination mit anderen Arzneimitteln kann die ĂŒbliche Dosis fĂŒr Erwachsene weniger als 1.250 mg/m2 KörperoberflĂ€che betragen. Außerdem kann es notwendig sein, dass die Tabletten ĂŒber eine andere Periode eingenommen werden mĂŒssen (z. B. tĂ€glich, ohne Einnahmepause).

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Xeloda eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Xeloda eingenommen haben, als Sie sollten, sprechen Sie so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt, bevor Sie die nĂ€chste Dosis nehmen.

Wenn Sie wesentlich mehr Capecitabin eingenommen haben, als Sie sollten, könnten die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, EntzĂŒndung oder GeschwĂŒrbildung im Bauch oder Mund, Schmerzen oder Blutung aus dem Darm oder Magen oder ein Abfall bestimmter Blutzellen (Knochenmarksdepression). Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome bemerken.

Wenn Sie die Einnahme von Xeloda vergessen haben

Nehmen Sie diese vergessene Dosis nicht ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie stattdessen mit Ihrem normalen Dosierungsschema fort und setzen sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Xeloda abbrechen

Es sind keine Nebenwirkungen aufgrund eines Abbruchs der Behandlung mit Capecitabin bekannt. Wenn Sie gleichzeitig gerinnungshemmende Mittel vom Kumarin-Typ (die z. B. Phenprocoumon enthalten) anwenden und Capecitabin absetzen, könnte es erforderlich sein, dass Ihr Arzt die Dosis des gerinnungshemmenden Mittels anpasst.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

STOPPEN Sie die Einnahme von Xeloda sofort und setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn eines dieser Symptome auftritt:

  • Durchfall: Falls Sie einen Anstieg auf 4 oder mehr StuhlgĂ€nge tĂ€glich haben, im Vergleich zu Ihren ĂŒblichen StuhlgĂ€ngen, oder Durchfall wĂ€hrend der Nacht bekommen.
  • Erbrechen: Falls Sie sich mehr als einmal innerhalb von 24 Stunden ĂŒbergeben mĂŒssen.
  • Übelkeit: Falls Sie den Appetit verlieren und Ihre tĂ€gliche Nahrungsmenge deutlich geringer als normal ist.
  • MundschleimhautentzĂŒndung: Falls Sie Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und EntzĂŒndungen in Ihrem Mund und/oder Rachen haben.
  • Hand-Fuß-Hautreaktion: Falls Sie Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und/oder Kribbeln an/in den HĂ€nden und/oder FĂŒĂŸen haben.
  • Fieber: Falls Sie mindestens 38 °C Fieber haben.
  • Infektionen: Falls Sie Anzeichen einer Infektion durch Bakterien oder Viren oder andere Organismen haben.
  • Brustschmerzen: Falls Sie Schmerzen in der Brustmitte verspĂŒren, insbesondere, wenn diese bei körperlicher Belastung auftreten.
  • Stevens-Johnson-Syndrom: Falls Sie schmerzenden, roten oder violettfarbenen Ausschlag haben, der sich ausbreitet und/oder andere LĂ€sionen auf den SchleimhĂ€uten (z. B. Mund und Lippen) auftreten, insbesondere wenn Sie vorher unter Lichtempfindlichkeit litten, Infektionen der Atemwege (z. B. Bronchitis) und/oder Fieber hatten.
  • Angioödem: Suchen Sie unverzĂŒglich Ă€rztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Symptome bei sich feststellen, da Sie unter UmstĂ€nden dringend eine medizinische Behandlung benötigen: Schwellungen, vor allem des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, die zu Schluck- und Atembeschwerden fĂŒhren, Jucken und HautausschlĂ€ge. Dies könnten Zeichen eines Angioödems sein.

Falls frĂŒh entdeckt, bessern sich diese Nebenwirkungen normalerweise innerhalb von 2 – 3 Tagen, nachdem das Arzneimittel abgesetzt wurde. Falls diese Nebenwirkungen jedoch anhalten, unterrichten Sie umgehend Ihren Arzt davon. Es kann sein, dass Ihr Arzt Sie anweist, die Behandlung mit einer geringeren Dosis fortzusetzen.

Wenn wĂ€hrend des ersten Behandlungszyklus schwere Stomatitis (wunde Stellen in Mund und/oder Rachen), SchleimhautentzĂŒndung, Durchfall, Neutropenie (erhöhtes Risiko fĂŒr Infektionen) oder NeurotoxizitĂ€t auftritt, kann ein DPD-Mangel vorliegen (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Eine Hand-Fuß-Hautreaktion kann zu einem Verlust der FingerabdrĂŒcke fĂŒhren, die Ihre Identifizierung mittels Fingerabdruckscan beeintrĂ€chtigen kann.

ZusÀtzlich zu oben Genanntem, wenn Xeloda allein angewendet wird, sind sehr hÀufige Nebenwirkungen, die mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen können:

  • Bauchschmerzen
  • Ausschlag, trockene oder juckende Haut
  • MĂŒdigkeit
  • Appetitverlust (Anorexie)

Diese Nebenwirkungen können sich verstÀrken. Darum ist es wichtig, dass Sie sich immer umgehend mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen, wenn Sie eine Nebenwirkung bemerken. Es kann sein, dass Ihr Arzt Sie anweist, die Dosis zu reduzieren und/oder die Behandlung mit Xeloda zeitweise zu unterbrechen. Dies wird die Wahrscheinlichkeit herabsetzen, dass eine Nebenwirkung anhÀlt oder sich verschlimmert.

Andere Nebenwirkungen sind:

HĂ€ufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) beinhalten:

  • Verminderung der Anzahl an weißen und roten Blutzellen, die in Blutuntersuchungen festgestellt wird
  • Austrocknung, Gewichtsverlust
  • Schlaflosigkeit, Depression
  • Kopfschmerz, SchlĂ€frigkeit, Schwindel, ungewöhnliche Hautempfindungen (TaubheitsgefĂŒhl oder Kribbeln), Änderungen im Geschmacksempfinden
  • AugenentzĂŒndung, verstĂ€rkte TrĂ€nensekretion, Augenrötung (Konjunktivitis)
  • VenenentzĂŒndungen (Thrombophlebitis)
  • Kurzatmigkeit, Nasenbluten, Husten, laufende Nase
  • Fieberblasen oder andere Herpesinfektionen
  • LungenentzĂŒndung oder EntzĂŒndungen der Atemwege (z. B. Bronchitis)
  • Darmblutung, Verstopfung, Oberbauchschmerzen, Verdauungsstörungen, exzessive BlĂ€hungen, trockener Mund
  • Hautausschlag, Haarausfall, Hautrötung, trockene Haut, Hautjucken (Pruritus), HautverfĂ€rbung, Hautverlust, HautentzĂŒndung, NagelverĂ€nderungen
  • Schmerzen in den Gliedmaßen, Gelenk-, Brust- oder RĂŒckenschmerzen
  • Fieber, Schwellungen in den Gliedmaßen, allgemeines KrankheitsgefĂŒhl
  • Störungen der Leberfunktion (verĂ€nderte Laborwerte) und erhöhter Bilirubinwert im Blut (freigesetzt von der Leber)

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) beinhalten:

  • Blutvergiftung (Sepsis), EntzĂŒndung des Harntrakts, HautentzĂŒndung, EntzĂŒndungen der Nase und des Rachens, Pilzinfektionen (einschließlich solche des Mundes), Grippe, Magen-Darm- EntzĂŒndung, Zahnabszess
  • Knoten unter der Haut (Lipome)
  • Verringerung der Blutzellen einschließlich der BlutplĂ€ttchen und BlutverdĂŒnnung, die in Laborwertuntersuchungen festgestellt wurde
  • Allergie
  • Diabetes, Verringerung der Kaliumwerte im Blut, MangelernĂ€hrung, erhöhte Triglyceridwerte im Blut
  • Verwirrtheit, Panikattacken, depressive Verstimmung, verringertes sexuelles BedĂŒrfnis
  • Sprechstörungen, GedĂ€chtnisstörungen, Verlust des geordneten Zusammenwirkens der Bewegungen, Gleichgewichtsstörungen, Ohnmacht, NervenschĂ€digung (Neuropathie) und Wahrnehmungsstörungen
  • verzerrtes Sehen oder Doppeltsehen
  • Schwindel, Ohrenschmerzen
  • unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag und Herzklopfen (Herzrhythmusstörungen), Brustschmerzen und Herzanfall (Herzinfarkt)
  • Blutgerinnsel in den tiefen Venen, hoher oder niedriger Blutdruck, Hitzewallung, kalte Gliedmaßen, violette Flecken auf der Haut
  • Blutgerinnsel in den Lungenvenen (Lungenembolie), Lungenkollaps, Bluthusten, Asthma, Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung
  • Darmverschluss, FlĂŒssigkeitsansammlung im Bauch, DĂŒnndarm-, Dickdarm-, Magen- oder SpeiseröhrenentzĂŒndung, Unterbauchschmerzen, Unwohlsein im Bauch, Sodbrennen (Reflux vom Magen), Blut im Stuhl
  • Gelbsucht (GelbfĂ€rbung der Haut und der Augen)
  • HautgeschwĂŒre und -blasen, Hautreaktionen auf Sonnenlicht, Rötung der HandflĂ€chen, Schwellung oder Schmerzen im Gesicht
  • Gelenkschwellung oder –versteifung, Knochenschmerzen, MuskelschwĂ€che oder –steifheit
  • FlĂŒssigkeitsansammlung in den Nieren, hĂ€ufigerer nĂ€chtlicher Harndrang, Harnverlust, Blut im Urin, Erhöhung des Kreatininwertes im Blut, was auf eine Nierenfunktionsstörung hinweist
  • ungewöhnliche Blutung aus der Scheide
  • Schwellungen (Ödeme), SchĂŒttelfrost und generelle Kraftlosigkeit

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) beinhalten:

  • Verengung oder Blockade des TrĂ€nenganges (TrĂ€nenwegsstenose)
  • Leberversagen
  • EntzĂŒndungen, die zur EinschrĂ€nkung oder zum Verschluss der Gallenausscheidung fĂŒhren (cholestatische Hepatitis)
  • spezifische VerĂ€nderungen im Elektrokardiogramm (VerlĂ€ngerung der QT-Zeit)
  • bestimmte Arten von Herzrhythmusstörungen (einschließlich Kammerflimmern, Torsades de pointes und verlangsamter Herzschlag)
  • AugenentzĂŒndungen mit Augenschmerzen und möglichen Sehstörungen
  • EntzĂŒndungen der Haut, die aufgrund einer Erkrankung des Immunsystems zu roten schuppigen Flecken fĂŒhren
  • Schwellung, vor allem des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, Jucken und HautausschlĂ€ge (Angioödem)

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen) beinhalten:

schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag, GeschwĂŒrbildung und Blasenbildung. Damit können GeschwĂŒre an Mund, Nase, Genitalien, HĂ€nden, FĂŒĂŸen und Augen (rote und geschwollene Augen) einhergehen

Einige dieser Nebenwirkungen können hÀufiger auftreten, wenn Capecitabin in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebserkrankungen angewendet wird. Andere Nebenwirkungen, die bei der Kombinationsbehandlung beobachtet werden, sind:

HĂ€ufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) beinhalten:

  • verringerte Natrium-, Magnesium- oder Kalziumwerte im Blut, erhöhte Blutzuckerwerte
  • Nervenschmerzen
  • Klingeln oder Summen in den Ohren (Tinnitus), Hörverlust
  • VenenentzĂŒndung
  • Schluckauf, VerĂ€nderungen der Stimme
  • Schmerzen im Mund, verĂ€ndertes oder ungewöhnliches GefĂŒhl im Mund, Kieferschmerzen
  • Schwitzen, nĂ€chtliches Schwitzen
  • MuskelkrĂ€mpfe
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut oder Eiweiß im Urin
  • Bluterguss oder Reaktionen an der Einstichstelle, die durch gleichzeitig angewendete Injektionsarzneimittel verursacht werden

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das in Anhang V aufgefĂŒhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Nicht ĂŒber 30 ÂșC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung nach „EXP“ und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Xeloda enthÀlt:

  • Der Wirkstoff ist: Capecitabin
    • Xeloda 150 mg Filmtabletten
      Jede Filmtablette enthÀlt 150 mg Capecitabin
    • Xeloda 500 mg Filmtabletten
      Jede Filmtablette enthÀlt 500 mg Capecitabin
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    • Tablettenkern: Lactose, Croscarmellose-Natrium, Hypromellose (3 mPa.s), mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (siehe Abschnitt 2 “Xeloda enthĂ€lt wasserfreie Lactose und Natrium“).
    • FilmĂŒberzug: Hypromellose, Titandioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid, Eisen(III)-oxid und Talkum.

Wie Xeloda aussieht und Inhalt der Packung

Xeloda 150 mg Filmtabletten

Hell pfirsichfarbene, bikonvexe, lĂ€ngliche Filmtablette mit dem Aufdruck „150“ auf der einen und „Xeloda“ auf der anderen Seite.

Jede Packung enthÀlt 60 Filmtabletten (6 Blisterpackungen mit jeweils 10 Tabletten).

Xeloda 500 mg Filmtabletten

Pfirsichfarbene, bikonvexe, lĂ€ngliche Filmtablette mit dem Aufdruck „500“ auf der einen und „Xeloda“ auf der anderen Seite.

Jede Packung enthÀlt 120 Filmtabletten (12 Blisterpackungen mit jeweils 10 Tabletten).

Pharmazeutischer Unternehmer

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 24

17489 Greifswald

Deutschland

Hersteller

Excella GmbH & Co. KG

Nuernberger Str. 12

90537 Feucht

Deutschland

CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH

Ziegelhof 23-24

17489 Greifswald

Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im { Monat JJJJ }.

Weitere Informationsquellen

AusfĂŒhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der EuropĂ€ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfĂŒgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 17.07.2023

Quelle: Xeloda 500 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Capecitabin
Zulassungsland EuropÀische Union (Deutschland)
Hersteller Cheplapharm Arzneimittel GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.02.2001
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Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden