Gynoflor - Vaginaltabletten

Abbildung Gynoflor - Vaginaltabletten
Wirkstoff(e) Estriol
Zulassungsland Österreich
Hersteller Gedeon Richter Plc
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.02.1990
ATC Code G03CC06; G01AX
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Estrogene

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Gedeon Richter Plc

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ortho-Gynest 0,5 mg VaginalzÀpfchen Estriol Janssen-Cilag
Ovestin - Ovula Estriol Aspen Pharma Trading Limited
Systen 50 ”g/24 h Depot - Pflaster Estriol Janssen-Cilag
Ovestin - Creme Estriol Aspen Pharma Trading Limited
Ovestin 1 mg - Tabletten Estriol Aspen Pharma Trading Limited

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Gynoflor enthĂ€lt körpereigene Wirkstoffe in Tablettenform und wird in die Scheide (Vagina) eingefĂŒhrt. Es wird Ihnen vom Arzt zur Behandlung bei bestimmten Vaginalinfektionen und zur Wiederherstellung des gesunden Scheidenmilieus verordnet.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls eine der hier aufgelisteten Beschwerden auf Sie zutrifft, dĂŒrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

FĂŒhren Sie die Vaginaltablette abends vor dem Schlafengehen tief in die Scheide ein.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Im KĂŒhlschrank lagern (2°C - 8°C). Nicht einfrieren. Das kurzfristige Aufbewahren bei Raumtemperatur, jedoch nicht ĂŒber 25°C, wĂ€hrend einer ein- bis zweiwöchigen Behandlung beeintrĂ€chtigt die Wirksamkeit jedoch nicht.

Die Kurzinformation

Alle fĂŒr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick ĂŒber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus GrĂŒnden der Lesbarkeit bewusst verkĂŒrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Gynoflor enthĂ€lt körpereigene Wirkstoffe in Tablettenform und wird in die Scheide (Vagina) eingefĂŒhrt. Es wird Ihnen vom Arzt zur Behandlung bei bestimmten Vaginalinfektionen und zur Wiederherstellung des gesunden Scheidenmilieus verordnet. Es eignet sich auch zur Anwendung bei Beschwerden nach den Wechseljahren (Jucken, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr).

Die in Gynoflor enthaltenen MilchsĂ€urebakterien kommen natĂŒrlich in der Scheide vor. Sie bilden aus bestimmten Substanzen in der Scheidenwand MilchsĂ€ure. So entsteht ein saures Milieu in der Scheide, welches einen Schutz vor Krankheitserregern bietet.

Dieser natĂŒrliche Schutzmechanismus kann durch verschiedene EinflĂŒsse gestört werden, z. B. durch die Anwendung von Antibiotika, schwere Allgemeinerkrankungen, durch falsche hygienische Maßnahmen oder durch lokale Infektionen. Hormonstörungen, vor allem im Alter, haben Einfluss auf den Zustand der ScheidenwĂ€nde. Die Haut wird im Alter dort dĂŒnner und empfindlicher, Brennen und/oder Juckreiz können auftreten. In all diesen FĂ€llen kann es zu Ausfluss kommen. Gynoflor hilft durch seinen Gehalt an MilchsĂ€urebakterien das biologische Gleichgewicht in der Scheide wiederherzustellen.

Der ebenfalls in Gynoflor enthaltene Milchzucker dient als NĂ€hrstoff fĂŒr die MilchsĂ€urebakterien. Er wird dabei zu MilchsĂ€ure abgebaut, welche die rasche Wiederherstellung eines sauren Milieus bewirkt. Dadurch werden Krankheitserreger in ihrem Wachstum gehemmt und schließlich verdrĂ€ngt.

So kann eine Infektion beseitigt werden.
Die sehr geringe Menge des körpereigenen Hormons Estriol stÀrkt die Scheidenwand und verbessert deren Durchblutung und Feuchtigkeit.

Die Wirkung bleibt auf die Scheide beschrĂ€nkt; Estriol wird, wenn ĂŒberhaupt, nur in unerheblichen Mengen in den Körper aufgenommen.

Ihr Arzt verschreibt Ihnen Gynoflor

  • bei bestimmten Mischflora-Infektionen der Scheide, wenn Antibiotika nicht unbedingt erforderlich sind
  • zur Wiederherstellung der Scheidenflora nach Anwendung von Antibiotika
  • zur lokalen Behandlung von Östrogenmangel-bedingten Beschwerden im Bereich der Scheide bei Frauen nach den Wechseljahren (atrophische Vaginitis; Scheidentrockenheit)

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gynoflor darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lactobacillus acidophilus, Estriol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder frĂŒher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender Verdacht besteht;
  • wenn Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von Östrogenen abhĂ€ngig ist, z.B. Krebs der GebĂ€rmutterschleimhaut (Endometrium) bzw. ein entsprechender Verdacht besteht;
  • bei Blutungen aus der Scheide, wenn die Ursache unbekannt ist;
  • Wenn Sie eine Wucherung der GebĂ€rmutterschleimhaut haben (Endometriumhyperplasie), die nicht behandelt wird;
  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose), wie z.B. in den Beinen (tiefe Venenthrombose) oder in der Lunge (Lungenembolie) haben oder je hatten;
  • wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung haben (wie z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel);
  • wenn Sie Erkrankungen haben oder kĂŒrzlich hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien verursacht werden, wie anfallsartig auftretende Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris) oder Herzinfarkt;
  • wenn Sie Lebererkrankungen haben oder hatten und die Leberfunktionswerte nicht im Normalbereich liegen;
  • bei starken und eitrigen EntzĂŒndungen der Scheide
  • wenn Sie eine seltene erbliche Bluterkrankung, genannt „Porphyrie“, haben;
  • von Kindern vor der Geschlechtsreife (vor der ersten Regelblutung)

Wenn einer der oben angefĂŒhrten UmstĂ€nde wĂ€hrend der Anwendung von Gynoflor zum ersten Mal auftritt, brechen Sie die Anwendung ab und fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Gynoflor anwenden.

Frauen vor den Wechseljahren
Die Behandlung soll fĂŒr die Dauer einer allfĂ€llig eintretenden Regelblutung unterbrochen und danach wieder aufgenommen werden.

Frauen nach den Wechseljahren und Langzeitanwendung

Wenn Sie eine Erhaltungstherapie mit Gynoflor wegen einer durch Östrogenmangel verursachten EntzĂŒndung der Scheide begonnen haben, mĂŒssen Sie Ihren Arzt regelmĂ€ĂŸig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur DurchfĂŒhrung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen. Besprechen Sie anlĂ€sslich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die Risiken, die mit einer FortfĂŒhrung der Behandlung mit Gynoflor verbunden sind.

Vor Beginn bzw. Wiederaufnahme der Behandlung muss eine vollstĂ€ndige Erfassung aller wichtigen Krankheiten in Ihrer Vorgeschichte sowie bei nahen Verwandten durchgefĂŒhrt werden. Ihr Arzt wird ĂŒber die Notwendigkeit einer körperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der BrĂŒste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschließen.


Ihr Arzt wird Ihnen erlĂ€utern, welche VerĂ€nderungen, z.B. unerwartete Blutungen aus der Scheide oder VerĂ€nderungen Ihrer BrĂŒste, Sie ihm mitteilen mĂŒssen.

Bevor Sie mit der Erhaltungstherapie mit Gynoflor beginnen, informieren Sie Ihren Arzt, falls bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder Situationen vorliegt oder frĂŒher vorlag, weil diese im Laufe von Hormonbehandlungen wieder auftreten oder sich verschlechtern können. In diesen FĂ€llen mĂŒssen Sie hĂ€ufiger zu Kontrolluntersuchungen gehen.

  • gutartige Geschwulst in der Muskelschicht der GebĂ€rmutter (Leiomyom),
  • erhöhtes Risiko fĂŒr die Bildung von Blutgerinnseln
  • Risikofaktoren fĂŒr östrogenabhĂ€ngige Krebserkrankungen, z. B. Auftreten von Brustkrebs bei nahen Blutsverwandten (z. B. Mutter, Großmutter, Schwestern),
  • hoher Blutdruck
  • Lebererkrankungen, z. B. gutartiger Lebertumor;
  • Zuckerkrankheit (Diabetes);
  • Gallensteine;
  • MigrĂ€ne oder (starke) Kopfschmerzen,
  • Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des Körpers beeintrĂ€chtigt (systemischer Lupus erythematodes - SLE),
  • Wachstum von GebĂ€rmutterschleimhaut außerhalb der GebĂ€rmutter (Endometriose) oder frĂŒher aufgetretenes ĂŒbermĂ€ĂŸiges Wachstum der GebĂ€rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie);
  • Epilepsie;
  • Asthma;
  • Erkrankung, die das Trommelfell und das Gehör beeintrĂ€chtigt (Otosklerose);
  • sehr hohe Blutfettwerte (Triglyceride);
  • FlĂŒssigkeitseinlagerung infolge von Herz- und Nierenerkrankungen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn sich wÀhrend der Anwendung mit Gynoflor Ihre Beschwerden Àndern.

Brechen Sie die Erhaltungstherapie mit Gynoflor ab und sprechen Sie sofort mit Ihren Arzt wenn Sie wÀhrend der Erhaltungstherapie Folgendes bemerken:

  • GelbfĂ€rbung Ihrer Haut oder des Weißen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine Lebererkrankung hinweisen.
  • Deutliche Erhöhung des Blutdrucks,
  • Erstmaliges Auftreten von MigrĂ€ne oder starken Kopfschmerzen,
  • Wenn eine der im Abschnitt ‘Gynoflor darf nicht angewendet werden’ genannten Situationen eintritt;
  • Wenn Sie Anzeichen eines Blutgerinnsels bemerken, wie z.B. schmerzhaftes Anschwellen und Rötung der Beine, plötzliches Auftreten von Schmerzen im Brustkorb oder Atembeschwerden.

Weitere Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen
Die Behandlung mit PrĂ€paraten, die mehr Östrogen als Gynoflor enthalten und zu einem höheren Blutspiegel von Östrogenen fĂŒhren (wie z. B. Tabletten oder Pflaster), erhöhen das Risiko fĂŒr eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Verdickung der GebĂ€rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie), fĂŒr bestimmte Arten von Krebs wie Brustkrebs und Krebs der GebĂ€rmutterschleimhaut und Blutgerinnsel in den Venen. Da Gynoflor fĂŒr die lokale Behandlung von Beschwerden angewendet werden und nur eine sehr niedrige Dosis des Wirkstoffs enthalten, ist das Risiko sehr gering, diese Erkrankungen zu entwickeln.

Durchbruch- und Schmierblutungen
Sollten wĂ€hrend der Behandlung Durchbruch- oder Schmierblutungen auftreten oder nach Beendigung der Behandlung anhalten, mĂŒssen die Ursachen vom Arzt abgeklĂ€rt werden. Zum Ausschluss einer bösartigen VerĂ€nderung der GebĂ€rmutterschleimhaut kann eine Gewebsentnahme erforderlich sein.

Kinder und Jugendliche
Gynoflor darf bei Kindern vor der Geschlechtsreife nicht angewendet werden, da Bedenken zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen.

Anwendung von Gynoflor zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Antibiotika können die in Gynoflor enthaltenen MilchsÀurebakterien schÀdigen oder abtöten. Wenn
Sie Gynoflor also gleichzeitig mit Antibiotika anwenden, kann es schwĂ€cher oder gar nicht wirken. Andere Arzneimittel können die Wirkung von Gynoflor beeintrĂ€chtigen bzw. kann Gynoflor die Wirkung anderer Arzneimittel beeintrĂ€chtigen. Dies kann zu unregelmĂ€ĂŸigen Blutungen fĂŒhren und trifft auf folgende Arzneimittel zu:

  • Arzneimittel gegen Epilepsie (wie z.B. Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin)
  • Arzneimittel gegen Tuberkulose (wie z.B. Rifampicin, Rifabutin)
  • Arzneimittel bei HIV Infektionen (wie z.B. Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir und Nelfinavir)
  • pflanzliche Arzneimittel mit Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, entscheidet der Arzt nach einer strengen Nutzen-Risiko AbwÀgung, ob Gynoflor angewendet werden darf.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen
Auswirkungen auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen sind bei Gynoflor nicht zu erwarten.

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefĂŒhrt.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht sicher sind.

Behandlung von Misch-Infektionen und zur Wiederherstellung der Scheidenflora nach Behandlung mit Antiinfetiva/Antibiotika:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis: 1 – 2 Vaginaltabletten 1 x tĂ€glich fĂŒr 6 – 12 Tage.

Behandlung von Scheidentrockenheit (vaginale Östrogenmangelsymptome, atrophische Vaginitis):

Die ĂŒbliche Dosis betrĂ€gt 1 Vaginaltablette 1 x tĂ€glich fĂŒr 12 Tage. Danach kann von Ihrem Arzt die Dosis auf 1 Vaginaltablette 2 x pro Woche herabgesetzt werden (Erhaltungsdosis). Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.

Art der Anwendung
Zur vaginalen Anwendung.
FĂŒhren Sie die Vaginaltablette abends vor dem Schlafengehen tief in die Scheide ein.

Beginnen Sie die Behandlung nicht wÀhrend Ihrer monatlichen Regelblutung. Wenn die Blutung wÀhrend der Behandlung einsetzt, verwenden Sie die restlichen Tabletten erst nach Abklingen der Menstruation.

Gynoflor enthĂ€lt Stoffe, die sich nicht vollstĂ€ndig auflösen, sodass gelegentlich TablettenrĂŒckstĂ€nde im Slip gefunden werden. Dies ist fĂŒr die Wirksamkeit des Arzneimittels nicht von Bedeutung.

Das Tragen einer Slipeinlage wÀhrend einer Behandlung mit Gynoflor wird empfohlen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Gynoflor angewendet haben, als Sie sollten
Bei vaginaler Überdosierung kommt es zu einer Erhöhung der Zahl der MilchsĂ€urebakterien im Bereich der Scheide sowie zu einem kurzfristigen, jedoch unbedenklichen Anstieg des Estriolspiegels.

Eine Behandlung einer Überdosierung ist daher nicht erforderlich.

Auch bei versehentlichem Verschlucken sind keine weiteren negativen Wirkungen zu erwarten.

Wenn Sie die Anwendung von Gynoflor vergessen haben
Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Setzen Sie einfach mit der folgenden Dosis fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000 können betroffen sein) können Sie kurz nach demEinfĂŒhren der Vaginaltablette vorĂŒbergehend ein Brennen in der Scheide, unter UmstĂ€nden verbunden mit Juckreiz, spĂŒren.

In seltenen FÀllen (1 bis 10 Behandelte von 10.000 können betroffen sein) kann es zu UnvertrÀglichkeitsreaktionen mit Rötung und Juckreiz kommen.

Im Zusammenhang mit einer systemischen Östrogen-/Gestagenbehandlung wurde von folgenden anderen Nebenwirkungen berichtet.

  • gutartige und bösartige östrogenabhĂ€ngige Tumore, u.a. bestimmte Krebsarten wie Krebs der GebĂ€rmutterschleimhaut oder Brustkrebs
  • Gallenblasenerkrankungen
  • Hauterkrankungen wie Hautausschlag oder rote oder brĂ€unliche Flecken auf der Haut
  • GedĂ€chtnisstörungen (Demenz) ĂŒber dem Alter von 65 Jahren
  • Blutgerinnsel in den Venen oder in der Lunge
  • Herzinfarkt und Schlaganfall

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:
Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Im KĂŒhlschrank lagern (2°C - 8°C). Nicht einfrieren. Das kurzfristige Aufbewahren bei Raumtemperatur, jedoch nicht ĂŒber 25°C, wĂ€hrend einer ein- bis zweiwöchigen Behandlung beeintrĂ€chtigt die Wirksamkeit jedoch nicht.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.
Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Gynoflor enthÀlt

  • Die Wirkstoffe sind: Lactobacillus acidophilus und Estriol.
    1 Vaginaltablette enthÀlt mindestens 10 Mio. vermehrungsfÀhige Doederleinsche Bakterien in lyophilisierter Form (50 mg Lactobacillus acidophilus viv.) und 0,03 mg Estriol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactosemonohydrat, Natriummonohydrogenphosphat, mikrokristalline Cellulose, Natriumcarboxymethylamylopektin und Magnesiumstearat.

Wie Gynoflor aussieht und Inhalt der Packung

Blisterpackung (Alu/PVC//FPVdC) mit 6 bzw. 12 cremefarbigen, leicht gepunkteten, ovalen Vaginaltabletten

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien Hersteller: Pfizer Service Company bvba, 1930 Zaventem, Belgien

(Gynoflor ist ein Arzneimittel der Medinova AG, 8050 ZĂŒrich, Schweiz)

Z. Nr.: 2-00039

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Mai 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Gynoflor - Vaginaltabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Estriol
Zulassungsland Österreich
Hersteller Gedeon Richter Plc
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.02.1990
ATC Code G03CC06; G01AX
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Estrogene

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden