Wirkstoff(e) Phenprocoumon
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mylan √Ėsterreich GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.11.1954
ATC Code B01AA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antithrombotische Mittel

Zulassungsinhaber

Mylan √Ėsterreich GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Phenprolys 3 mg Tabletten Phenprocoumon Dermapharm
Phenprocoumon "Ratiopharm" 3 mg - Tabletten Phenprocoumon Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

MARCOUMAR enthält als Wirkstoff Phenprocoumon. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, welche als Antithrombotika oder Antikoagulantien bezeichnet werden. Antithrombotika setzen die Gerinnungsneigung des Blutes herab und verhindern die Bildung von Blutgerinnseln, welche die Blutbahn verstopfen können.

Die Behandlung mit MARCOUMAR nennt man auch "Blutverd√ľnnung". Sie muss meist √ľber eine l√§ngere Zeitdauer durchgef√ľhrt werden. Dabei ist eine genaue Kontrolle der Wirkung von MARCOUMAR erforderlich, weil eine zu starke "Blutverd√ľnnung" auch gef√§hrlich sein kann.

Ihr Arzt wird Ihnen MARCOUMAR verordnen, wenn die Gefahr besteht, dass sich

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

MARCOUMAR darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Phenprocoumon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Erkrankungen, bei denen das Blutungsrisiko den m√∂glichen therapeutischen Nutzen √ľberwiegt, z.B.:
    • bei moderater bis schwerer krankhafter Blutungsneigung (h√§morrhagische Diathesen);
    • bei Geschw√ľren (Ulzera) im Magen-Darm-Trakt;
    • bei akuter Entz√ľndung der Herzinnenhaut (Endocarditis);
    • nach chirurgischen Eingriffen am Zentralnervensystem;
    • bei Gef√§√üverkalkung (Arteriosklerose);
    • bei Bluthochdruck, der auf eine Behandlung nicht anspricht (> 200/105 mmHg);
    • bei schwerer Lebererkrankung (Leberparenchymerkrankungen) oder
    • bei einem ausgepr√§gten schweren Mangel an Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) (siehe Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von MARCOUMAR ist erforderlich" und Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?").
  • bei Schlaganfall;
  • bei Verletzungen (Traumen);
  • bei Netzhauterkrankungen mit Blutungsrisiko;
  • bei Ausweitung eines arteriellen Blutgef√§√ües innerhalb des Gehirns, Ausweitung der Hauptschlagader (Aneurysma);
  • bei Entz√ľndung des Herzbeutels (Perikarditis);
  • bei Lungentuberkulose mit Hohlraumbildung;
  • nach Operationen am Harntrakt, solange Blutungsneigung besteht;
  • w√§hrend der Schwangerschaft (Ausnahme: siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit").

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie MARCOUMAR anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von MARCOUMAR ist erforderlich,

  • nach Operationen z.B. an der Lunge, des Magens, der Gallen- und Harnwege und der Genitalorgane;
  • bei Herzschw√§che;
  • bei Erkrankungen, bei denen der Verdacht einer Verletzung des Gef√§√üsystems besteht: z.B. bei fortgeschrittener Gef√§√üverkalkung, bei schwerem Bluthochdruck;
  • bei schweren Lebererkrankungen mit eingeschr√§nkter Leberfunktion;
  • bei Nierenbeeintr√§chtigung;
  • bei Nierensteinkrankheit;
  • bei Anfallsleiden;
  • bei chronischem Alkoholismus;
  • bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Schilddr√ľsenerkrankungen;
  • bei Tumoren, Infektionen und Fieber;
  • bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, bei denen die Aufnahme von N√§hrstoffen und Arzneimitteln ver√§ndert sein kann.

In diesen Fällen ist eine besonders sorgfältige Überwachung durch Ihren Arzt erforderlich. Beachten Sie unbedingt die Anweisungen Ihres Arztes, halten Sie die vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen ein, verändern Sie nicht eigenmächtig die Dosis und beenden Sie nicht selbst die Behandlung. Eine regelmäßige Kontrolle der Wirkung von MARCOUMAR durch Ihren Arzt ist unerlässlich.

Bei Patienten unter Antikoagulations-Therapie ist allgemein vor therapeutischen oder diagnostischen Eingriffen (z.B. Angiographie, Lumbalpunktion, Operationen, Zahnextraktionen) das Nutzen-Risiko- Verhältnis zwischen Blutungsgefahr und Thrombose abzuwägen. Eine engmaschige Überwachung ist nötig.

Sie erhalten von Ihrem Arzt einen Antikoagulantien-Ausweis. Tragen Sie ihn während der ganzen Behandlungsdauer immer bei sich, da z.B. bei einem Unfall der behandelnde Arzt wissen muss, dass Sie MARCOUMAR einnehmen.

Wenn Ihnen Ihr Arzt ein Gegenmittel mitgibt (Vitamin K, z.B. f√ľr Reisen in Gegenden mit unsicherer √§rztlicher Versorgung), m√ľssen Sie auch dieses immer bei sich tragen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund (z.B. auch f√ľr Impfungen oder Injektionen) einen anderen als Ihren behandelnden Arzt aufsuchen, machen Sie ihn darauf aufmerksam, dass Sie mit MARCOUMAR behandelt werden.

Nach Verletzungen, wie z.B. infolge eines Unfalles, besteht erh√∂hte Blutungsgefahr. Vermeiden Sie daher w√§hrend der Behandlung mit MARCOUMAR T√§tigkeiten, die leicht zu Unf√§llen oder Verletzungen f√ľhren k√∂nnten.

Während der Menstruationsblutungen darf MARCOUMAR eingenommen werden.

Wenn bei Ihnen Hautver√§nderungen (z.B. schmerzhafte Hautr√∂tungen oder punktf√∂rmige Blutungen) auftreten, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

Wenn Sie MARCOUMAR √ľber eine l√§ngere Zeit einnehmen m√ľssen, wird Ihr Arzt in regelm√§√üigen Abst√§nden Ihre Leberfunktion kontrollieren. Halten Sie bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen ein.

Einnahme von MARCOUMAR zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

MARCOUMAR hat einen engen therapeutischen Bereich und somit ist generell Vorsicht bei jeder Begleitmedikation geboten. Die individuelle Fachinformation f√ľr jede neue Begleitmedikation ist bez√ľglich einer m√∂glichen Dosisanpassung oder einer engmaschigeren √úberwachung von Phenprocoumon zu √ľberpr√ľfen. Selbst wenn keine Informationen zu einer Wechselwirkung mit Phenprocoumon beschrieben sind, sollte die M√∂glichkeit einer Wechselwirkung beachtet werden. Wenn Zweifel bez√ľglich des Ausma√ües einer Wechselwirkung besteht, ist ein intensiveres Monitoring erforderlich.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel kann durch MARCOUMAR verst√§rkt oder abgeschw√§cht werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie MARCOUMAR einnehmen d√ľrfen, wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen wie z.B.:

  • bestimmte Schmerz-, Kopfweh-, Grippe-, Rheumamittel;
  • andere Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen: Heparine oder Heparinoide, Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel k√∂nnen die Wirkung von Phenprocoumon verst√§rken und zu einem erh√∂hten Blutungsrisiko f√ľhren. Wenn eine gleichzeitige Anwendung erforderlich ist, wird eine engmaschigere √úberpr√ľfung der Gerinnungsparameter empfohlen, speziell zu Therapiebeginn oder bei Absetzen von Phenprocoumon.
  • Antibiotika, Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (auch bei √§u√üerlicher Anwendung), gegen Malaria (Chinin, Chinidin) und Tuberkulose (Rifampicin);
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Viruserkrankungen;
  • bestimmte Hormonpr√§parate (z.B. Anabolika, Schilddr√ľsenpr√§parate, Kortison-Pr√§parate, Glucagon, √∂strogen- oder gestagenhaltige Kontrazeptiva);
  • Arzneimittel zur Behandlung von krankhaftem √úbergewicht (Orlistat);
  • Arzneimittel gegen √úbers√§uerung des Magens (Omeprazol);
  • Anti√∂strogene (Tamoxifen);
  • Colestyramin (Mittel zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte);
  • Statine z.B. Simvastatin (Cholesterinsenker);
  • Fibrate (Mittel gegen Fettstoffwechselst√∂rungen);
  • bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen oder Herzschw√§che (z.B. Amiodaron, Chinidin, Propafenon, Digitalis - Herzglykoside);
  • Antidepressiva;
  • Antiepileptika (z.B. Carbamazepin, Phenytoin);
  • Vitamin K;
  • Alkohol und Disulfiram (ein Arzneimittel zur Unterst√ľtzung der Entw√∂hnungstherapie bei chronischem Alkoholismus);
  • Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Immunantwort (Leflunomid);
  • pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten;
  • Schlafmittel (Barbiturate);
  • Gluthetimid (Beruhigungsmittel);
  • Metformin (Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit);
  • Allopurinol (Mittel gegen Gicht);
  • Arzneimittel zur Behandlung von Tumorerkrankungen (6-Mercaptopurin, Fluorouracil und verwandte Prodrugs);
  • Thiouracil (Mittel zur Behandlung der Schilddr√ľsen√ľberfunktion);
  • Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Immunabwehr (Azathioprin);
  • MARCOUMAR kann die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen (Mittel zur Behandlung der Blutzuckerkrankheit) verst√§rken (Gefahr eines Blutzuckerabfalls unter Normalwerte);
  • Glucosamin (bei Arthrose) kann den Effekt von Marcoumar verst√§rken.

Einnahme von MARCOUMAR zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Frisches Gem√ľse (Spinat, verschiedene Kohlsorten) kann aufgrund seines Vitamin-K1-Gehaltes die blutverd√ľnnende Wirkung von MARCOUMAR vermindern (vor allem wenn es schonend zubereitet oder in gr√∂√üeren Mengen verzehrt wird).

Grapefruit interagiert mit vielen Arzneistoffen einschlie√ülich Phenprocoumon. Es hemmt CYP3A4 und kann bei gleichzeitiger Einnahme mit MARCOUMAR zu einem erh√∂hten Blutungsrisiko f√ľhren.

Vorsicht ist geboten, wenn Patienten, die mit Vitamin K - Antagonisten wie Phenprocoumon behandelt werden, gleichzeitig Goji-Saft oder -Beeren zu sich nehmen.

Ebenso sollten Sie den √ľberm√§√üigen Genuss von Alkohol vermeiden, da Alkohol die Wirkung von MARCOUMAR ver√§ndern kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie d√ľrfen MARCOUMAR nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind (Ausnahme: absolute Behandlungsnotwendigkeit bei lebensbedrohlicher Heparin-Unvertr√§glichkeit), da es von der Mutter an das Kind weitergegeben wird. Die Einnahme von MARCOUMAR w√§hrend der Schwangerschaft kann zu Missbildungen und sogar zum Tod Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren. Au√üerdem besteht die Gefahr von Blutungen beim F√∂tus.

Sie m√ľssen vermeiden, dass Sie schwanger werden, indem Sie w√§hrend der Therapie mit MARCOUMAR und im Zeitraum von 3 Monaten nach Abschluss der Behandlung mit MARCOUMAR wegen des erh√∂hten Risikos fetaler Fehlbildungen wirksame Verh√ľtungsmethoden anwenden.

Wenn Sie schwanger werden möchten oder während der Einnahme dieses Medikaments schwanger geworden sind, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt. Sie sollten auf eine sicherere alternative Behandlung (z. B. Heparin) umgestellt werden, falls Sie eine Schwangerschaft planen oder bei Ihnen gerade eine Schwangerschaft festgestellt worden ist.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, geht der Wirkstoff in die Muttermilch √ľber, allerdings in so geringen Mengen, dass bei Ihrem Kind wahrscheinlich keine Nebenwirkungen auftreten. Vorsichtshalber sollte Ihr Kind, falls Sie es stillen, Vitamin K1 verabreicht bekommen.

Fertilität

Hinsichtlich der Auswirkungen von MARCOUMAR auf die Fertilität liegen keine Daten vor.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von MARCOUMAR hat keine Auswirkungen auf Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

MARCOUMAR enthält Laktose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie MARCOUMAR erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Er wird aufgrund von Bluttests bestimmen, wie viele Tabletten Sie pro Tag einnehmen m√ľssen. Halten Sie seine Anweisungen daher bitte genau ein. Ohne Wissen Ihres Arztes d√ľrfen Sie weder die Einnahme von MARCOUMAR unterbrechen noch die Einnahmemenge ver√§ndern. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

MARCOUMAR ist zum Einnehmen.

Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit. L√∂sen Sie die Tabletten NICHT auf! Bei einer Langzeitbehandlung empfiehlt es sich, die Tagesdosis immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von MARCOUMAR eingenommen haben, als Sie sollten

Nach Einnahme einer zu gro√üen Menge von MARCOUMAR kann es zum Auftreten von Blutungen (siehe Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?") kommen, die unter Umst√§nden auch lebensbedrohlich verlaufen k√∂nnen. Informieren Sie sofort einen Arzt, wenn Sie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, punktf√∂rmige Blutungen der Haut, Blut im Urin, blutige oder schwarze St√ľhle bemerken.

Hinweis f√ľr den Arzt: Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von MARCOUMAR vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Informieren Sie sobald wie möglich Ihren Arzt, damit er entscheiden kann, ob eine Bestimmung der Blutgerinnungszeit erforderlich ist.

Wenn Sie die Einnahme von MARCOUMAR abbrechen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit MARCOUMAR verändern. Wenn Sie die Behandlung mit MARCOUMAR unterbrechen oder vorzeitig beenden, besteht das Risiko eines Gefäßverschlusses durch Blutgerinnsel.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die wichtigste Nebenwirkung besteht im Auftreten innerer oder √§u√üerer Blutungen, vor allem dann, wenn die Dosierung von MARCOUMAR zu hoch ist oder wenn Sie empfindlich auf bestimmte Blutverd√ľnnungsmittel (Cumarin-Derivate) reagieren.

Aufgrund der Eigenschaften von Phenprocoumon sind Blutungen möglich, an denen verschiedene Organe beteiligt sein können. Es kann insbesondere zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen, die das Herz-Kreislaufsystem, das Zentralnervensystem, den Magen-Darm-Trakt, die Atemwege, den Urgenitaltrakt, den Uterus, die Leber, die Gallenblase und die Augen betreffen (siehe Abschnitt "Wie ist MARCOUMAR einzunehmen?").

Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Blutungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • brennende Schmerzen in den Gro√üzehen mit gleichzeitiger Verf√§rbung der Gro√üzehen (purple toes)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Leberentz√ľndungen (Hepatitiden) mit oder ohne Gelbsucht (Ikterus)
  • Leberversagen, in Einzelf√§llen mit erforderlicher Lebertransplantation oder mit Todesfolge (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von MARCOUMAR beachten?‚Äú)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • √úberempfindlichkeit (z.B. Henoch-Sch√∂nlein Vaskulitis, allergische Dermatitis)
  • Magen-Darm St√∂rungen wie z.B. √úbelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhoe); schwere Hautnekrosen (Absterben von Hautbezirken), manchmal mit Todesfolge (Purpura fulminans)
  • In seltenen F√§llen kann MARCOUMAR schwere Hauterkrankungen verursachen, einschlie√ülich der sogenannten Kalziphylaxie, die mit einem schmerzhaften Hautausschlag beginnen und zu schweren Komplikationen f√ľhren kann. Diese Nebenwirkung tritt h√§ufiger bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung auf.
  • Nach l√§ngerer Anwendung (Monate) kann sich - insbesondere bei dazu veranlagten Patienten - ein Knochenschwund (Osteopenie/Osteoporose) entwickeln.

Je nach Ort oder Ausdehnung können auftretende Blutungen im Einzelfall lebensbedrohlich sein oder Schäden hinterlassen, wie z.B. Lähmungen nach einer Nervenschädigung.

Unter Langzeittherapie mit MARCOUMAR sollten im Rahmen der √§rztlichen √úberwachung regelm√§√üige Leberfunktionspr√ľfungen durchgef√ľhrt werden, da in seltenen F√§llen Lebersch√§den auftreten k√∂nnen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was MARCOUMAR enthält

  • Der Wirkstoff ist: Phenprocoumon. Eine Tablette enth√§lt 3 mg Phenprocoumon.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Laktose (Milchzucker), Maisst√§rke, Talk, Magnesiumstearat.

Wie MARCOUMAR aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Tabletten mit beidseitiger Kreuzbruchrille.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Sie erhalten Packungen mit 25 und 100 Tabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan √Ėsterreich GmbH, 1110 Wien

Hersteller

Corden Pharma GmbH, Otto-Hahn-Strasse, 68723 Plankstadt, Deutschland

oder

Mylan Laboratories SAS

Route de Belleville

Lieu-dit ¬ę Maillard ¬Ľ

01400 Ch√Ętillon sur Chalaronne Frankreich

Hinweis:

In der gedruckten Version wird nur der tats√§chlich f√ľr die entsprechende Charge freigebende Hersteller angegeben.

Z.Nr.: 8096

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2021.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Hinweis f√ľr den Arzt bei √úberdosierung

Aufhebung der Gerinnungshemmung

Spezifischer Antagonist: Vitamin K1

Vitamin K1 (Phytomenadion) ist in der Lage, die antikoagulative Wirkung innerhalb von 24 Stunden aufzuheben.

In den meisten Fällen können weniger schwere Blutungen durch das Absetzen des Antikoagulans kontrolliert werden.

Bei behandlungsbed√ľrftigen Blutungen sollten 5 bis 10 mg Vitamin K1 oral verabreicht werden. Nur bei lebensbedrohlichen Blutungen sollten 10 bis 20 mg Vitamin K1 langsam i.v. (cave anaphylaktoide Reaktion) gegeben werden. Falls der INR-Wert nicht sinkt, soll die Applikation nach einigen Stunden wiederholt werden. Einzeldosen von 20 mg oder Gesamtdosen von 40 mg Phytomenadion sind als obere Grenze zu betrachten. Zu hohe Dosen, d.h. mehr als 40 mg Phytomenadion, sind zu vermeiden, da hierdurch die Weiterf√ľhrung der Therapie mit Phenprocoumon erschwert wird.

Unterst√ľtzende und Notfallma√ünahmen

Wenn in Fällen von sehr starker oder bedrohlicher Blutung der Eintritt der vollen Vitamin-K1- Wirkung nicht abgewartet werden kann (z.B. bei Verdacht auf intrakranialer Hämorrhagie, massiver gastrointestinaler Blutungen, Notoperationen), ist durch Infusion von Prothrombinkomplex- Konzentrat (PCC; 25-50 IE/kg) oder von frisch gefrorenem Plasma die Aufhebung der Phenprocoumon-Wirkung möglich.

Durch orale Verabreichung von Colestyramin (f√ľnfmal 4 g/Tag) kann die Elimination von Phenprocoumon zus√§tzlich beschleunigt werden.

Eine engmaschige Überwachung der Gerinnungsparameter sollte gewährleistet sein.

Hinweis

Seit 2020 ist Marcumar mit einem kindersicheren Verschluss erh√§ltlich. Zum √Ėffnen muss der Deckel eingedr√ľckt und gleichzeitig gedreht werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Marcoumar - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Phenprocoumon
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mylan √Ėsterreich GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.11.1954
ATC Code B01AA04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden