Motilium 10 mg - Filmtabletten

Abbildung Motilium 10 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Domperidon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Janssen-Cilag Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 12.09.1983
ATC Code A03FA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Prokinetika

Zulassungsinhaber

Janssen-Cilag Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Motilium 1 mg/ml - Suspension zum Einnehmen Domperidon Janssen-Cilag Pharma GmbH
Motilium 10 mg - ZĂ€pfchen Domperidon Janssen-Cilag
Oroperidys 10 mg Schmelztabletten Domperidon Pierre Fabre
Motilium 30 mg - ZĂ€pfchen Domperidon Janssen-Cilag
Motilium 60 mg - ZĂ€pfchen Domperidon Janssen-Cilag

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel wird bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr) zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen angewendet.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Motilium darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (ĂŒberempfindlich) gegen Domperidon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Motilium sind.
  • bei Magenblutungen oder regelmĂ€ĂŸigen starken Bauchschmerzen oder bei anhaltender SchwarzfĂ€rbung des Stuhls.
  • bei Verlegung oder Durchbruch des Darms.
  • bei Vorliegen eines Tumors der HirnanhangdrĂŒse (Prolaktinom).
  • wenn Sie eine mĂ€ĂŸige oder schwere Lebererkrankung haben.
  • wenn Ihr EKG (Elektrokardiogramm) auf ein Herzproblem hinweist, das als „verlĂ€ngertes frequenzkorrigiertes QT-Intervall“ bezeichnet wird.
  • wenn Sie ein Problem haben oder hatten, bei dem Ihr Herz das Blut nicht so gut durch den
    Körper pumpen kann, wie es sollte (eine Erkrankung, die „Herzinsuffizienz“ genannt wird).
  • wenn Sie ein Problem haben, bei dem Ihre Kalium- oder Magnesiumspiegel erniedrigt sind oder der Kaliumspiegel in Ihrem Blut erhöht ist.
  • wenn Sie bestimmte Arzneimittel einnehmen (siehe „Einnahme von Motilium zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn Sie:

  • an Leberproblemen leiden (eingeschrĂ€nkte Leberfunktion oder Leberinsuffizienz) (siehe „Dieses Arzneimittel darf nicht eingenommen werden“).
  • an Nierenproblemen leiden (eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion oder Niereninsuffizienz). Bei einer lĂ€ngerfristigen Behandlung wird geraten, dass Sie mit Ihrem Arzt sprechen, da Sie dieses Arzneimittel möglicherweise in einer niedrigeren Dosis oder seltener einnehmen mĂŒssen und Ihr Arzt Sie regelmĂ€ĂŸig untersuchen kann.

Domperidon wird in Zusammenhang mit einem Anstieg des Risikos fĂŒr Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand gebracht. Das Risiko kann fĂŒr Patienten, die Ă€lter als 60 Jahre sind oder die mehr als 30 mg Domperidon pro Tag einnehmen, erhöht sein. Das Risiko ist außerdem auch dann erhöht,

wenn Domperidon zusammen mit bestimmten Arzneimitteln gegeben wird. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (Pilzinfektionen oder bakterielle Infektionen) einnehmen und/oder wenn Sie Herzprobleme oder AIDS/HIV haben (siehe

Abschnitt „Einnahme von Motilium zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.

Schwangerschaft

Es ist nicht bekannt, ob eine Anwendung von Motilium wÀhrend der Schwangerschaft schÀdlich ist. Wenn Sie schwanger sind oder meinen, schwanger zu sein, fragen Sie Ihren Arzt, der entscheiden wird, ob Sie Motilium einnehmen können.

Stillzeit

Es wurden geringe Mengen von Domperidon in der Muttermilch nachgewiesen. Domperidon kann bei gestillten SĂ€uglingen unerwĂŒnschte Nebenwirkungen hervorrufen, die das Herz betreffen. Domperidon darf nur dann wĂ€hrend der Stillzeit angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies als eindeutig erforderlich ansieht. Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Motilium einzunehmen?

Halten Sie sich genau an diese Anweisungen, sofern Ihr Arzt Ihnen nichts anderes gesagt hat.

Nehmen Sie Motilium vor den Mahlzeiten ein. Bei Einnahme nach den Mahlzeiten ist die Aufnahme des Wirkstoffs etwas verzögert.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Motilium eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, Apotheker oder die Giftzentrale, wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Motilium angewendet oder eingenommen haben. Bei einer Überdosierung kann eine symptomatische Behandlung gegeben werden. Aufgrund des möglichen Auftretens eines Herzproblems, das als VerlĂ€ngerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, kann eine EKG-Überwachung durchgefĂŒhrt werden. Hinweis fĂŒr den Arzt: Eine engmaschige Überwachung des Patienten und allgemeine unterstĂŒtzende Therapien werden empfohlen. Anticholinerge Anti-Parkinsonmittel können zur Behandlung der extrapyramidalen Reaktionen hilfreich sein.

Wenn Sie die Einnahme von Motilium vergessen haben

Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn die nÀchste Einnahme kurz bevorsteht, warten Sie bis zum vorgesehenen Zeitpunkt und setzen Sie die Einnahme dann wie gewöhnlich fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Motilium zusammen mit anderen Arzneimitteln

Nehmen Sie Motilium nicht ein, wenn Sie ein Arzneimittel zur Behandlung der folgenden Erkrankungen einnehmen:

  • Pilzinfektionen, z. B. Pentamidin oder Azol-Antimykotika, insbesondere Itraconazol, Ketoconazol, Fluconazol, Posaconazol oder Voriconazol zum Einnehmen
  • Bakterielle Infektionen, speziell Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Spiramycin (hierbei handelt es sich um Antibiotika)
  • Herzprobleme oder Bluthochdruck (z. B. Amiodaron, Dronedaron, Ibutilid, Disopyramid, Dofetilid, Sotalol, Hydrochinidin, Chinidin)
  • Psychosen (z. B. Haloperidol, Pimozid, Sertindol)
  • Depression (z. B. Citalopram, Escitalopram)
  • Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Cisaprid, Dolasetron, Prucaloprid)
  • Allergie (z. B. Mequitazin, Mizolastin)
  • Malaria (insbesondere Halofantrin, Lumefantrin)
  • AIDS/HIV (Proteasehemmer wie Ritonavir oder Saquinavir)
  • Hepatitis C (z.B. Telaprevir)
  • Krebs (z. B. Toremifen, Vandetanib, Vincamin).

Nehmen Sie Motilium nicht ein, wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel einnehmen (z. B. Bepridil, Diphemanil, Methadon).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Herzproblemen oder AIDS/HIV oder Parkinson-Krankheit einnehmen.

Vor der Anwendung von Motilium und Apomorphin wird Ihr behandelnder Arzt sicherstellen, dass Sie beide Arzneimittel bei gleichzeitiger Anwendung vertragen. Lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt oder einem Facharzt persönlich beraten. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage von Apomorphin.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Apotheker fragen, ob Motilium von Ihnen sicher angewendet werden kann, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Motilium Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

unwillkĂŒrliche Bewegungen des Gesichts oder der Arme und Beine, ĂŒbermĂ€ĂŸiges Zittern, ĂŒbermĂ€ĂŸige Muskelsteifigkeit oder MuskelkrĂ€mpfe

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • KrampfanfĂ€lle
  • eine Form der Reaktion, die bald nach der Einnahme auftreten kann und als Hautausschlag, Juckreiz, Kurzatmigkeit und/oder geschwollenes Gesicht wahrgenommen wird
  • eine schwere Überempfindlichkeit, die bald nach der Einnahme auftreten kann und neben anderen möglichen Beschwerden durch Nesselausschlag, Juckreiz, Erröten, Bewusstlosigkeit und Atembeschwerden geprĂ€gt ist

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems: Herzrhythmusstörungen (schneller oder unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag) wurden berichtet; sollten diese auftreten, brechen Sie die Behandlung unverzĂŒglich ab. Domperidon wird in Zusammenhang mit einem Anstieg des Risikos fĂŒr Herzrhythmusstörungen und Herzstillstand gebracht. Das Risiko kann fĂŒr Patienten, die Ă€lter als 60 Jahre sind oder die mehr als 30 mg Domperidon pro Tag einnehmen, erhöht sein. Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis angewendet werden.

Brechen Sie die Behandlung mit Domperidon ab und setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie eine der oben beschriebenen Nebenwirkungen bei sich feststellen.

ZusĂ€tzliche Nebenwirkungen, die mit Motilium beobachtet wurden, sind im Folgenden aufgefĂŒhrt:

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • trockener Mund

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Angst
  • Unruhe
  • NervositĂ€t
  • Verlust des Interesses an Sex oder vermindertes Interesse an Sex
  • Kopfschmerz
  • SchlĂ€frigkeit
  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Nesselausschlag
  • schmerzhafte oder empfindliche BrĂŒste
  • Brustausfluss
  • ein allgemeines SchwĂ€chegefĂŒhl
  • SchwindelgefĂŒhl

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • Blickkrampf
  • Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen
  • VergrĂ¶ĂŸerte BrĂŒste bei MĂ€nnern
  • UnfĂ€higkeit zu urinieren
  • VerĂ€nderungen bestimmter Labortestergebnisse
  • Restless-Legs-Syndrom (unangenehmes GefĂŒhl mit dem stĂ€ndigen BedĂŒrfnis die Beine zu bewegen, manchmal auch die Arme oder andere Körperteile)

Bei einigen Patienten, die Motilium fĂŒr Beschwerden und in Dosierungen, die eine medizinische Überwachung voraussetzen, erhalten haben, wurden die folgenden Nebenwirkungen festgestellt: Ruhelosigkeit, Anschwellen oder VergrĂ¶ĂŸerung der BrĂŒste, unĂŒblicher Brustausfluss, unregelmĂ€ĂŸige Regelblutung bei Frauen, Probleme beim Stillen, Depression, Überempfindlichkeit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach Verwendbar bis und auf dem Blisterstreifen nach verw. bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie das Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Motilium enthÀlt

Der Wirkstoff ist Domperidon.

Die sonstigen Bestandteile sind: Laktose-Monohydrat, MaisstÀrke, mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte KartoffelstÀrke, Povidon K90, Magnesiumstearat, hydriertes Baumwollsamenöl, Natriumlaurylsulfat, Hypromellose

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Janssen-Cilag Pharma GmbH., 1020 Wien

Hersteller

JANSSEN-CILAG S.A., 27100 Val de Reuil, Frankreich oder

Lusomedicamenta Sociedade TĂ©cnica FarmacĂȘutica SA, Estrada Consiglieri Pedroso, 69 – B, Queluz de Baixo, 2730-055 Barcarena, Portugal

oder

Johnson & Johnson Consumer NV/SA, Antwerpeweg 15–17, 2340 Beerse, Belgien

Z.Nr.: 17.412

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Motilium 10 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Domperidon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Janssen-Cilag Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 12.09.1983
ATC Code A03FA03
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden