NeoRecormon 2.000 I.E. Injektionslösung in Fertigspritze

Abbildung NeoRecormon 2.000 I.E. Injektionslösung in Fertigspritze
Wirkstoff(e) Erythropoetin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Roche
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code B03XA01
Abgabestatus Abgabe durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Antianämika

Zulassungsinhaber

Roche

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

NeoRecormon enthält eine klare, farblose Lösung zur Injektion unter die Haut (subkutan) oder in die Vene (intravenös).

Es enth√§lt Epoetin beta, ein Hormon, das die Bildung der roten Blutk√∂rperchen stimuliert. Epoetin beta wird in einem speziellen gentechnologischen Verfahren hergestellt und wirkt in gleicher Weise wie das nat√ľrliche Hormon Erythropoietin.

NeoRecormon Injektionslösung wird angewendet zur:

  • Behandlung der symptomatischen An√§mie infolge chronischer Nierenerkrankung (renale An√§mie) bei Dialysepatienten oder noch nicht dialysierten Patienten.
  • Vorbeugung einer An√§mie bei Fr√ľhgeborenen (Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 750 und 1.500 g, die vor der 34. Schwangerschaftswoche geboren wurden).
  • Behandlung einer mit Symptomen auftretenden An√§mie bei erwachsenen Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhalten.
  • Behandlung von Patienten, die vor einer Operation Eigenblut spenden. Die Gabe von Epoetin beta steigert die Menge an Eigenblut, die Ihnen vor der Operation entnommen und w√§hrend oder nach der Operation wieder infundiert werden kann (dies nennt man autologe Transfusion).

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

NeoRecormon darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) gegen Epoetin beta oder einen der sonstigen Bestandteile von NeoRecormon sind
  • wenn Sie Blutdruckprobleme haben, die schwer zu behandeln sind
  • wenn vor einer Operation eine Eigenblutspende geplant ist und:
    • Sie innerhalb eines Monats vor der Behandlung einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben,
    • Sie an anfallsartig neu oder h√§ufiger auftretenden oder verst√§rkten Schmerzen im Brustkorb infolge einer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe leiden (instabiler Angina pectoris),
    • Sie ein Risiko f√ľr die Entstehung von Blutgerinnseln in den Venen (tiefe Venenthrombosen) haben (z. B. wenn bei Ihnen Blutgerinnsel bereits bekannt sind).

Wenn eine dieser Angaben auf Sie zutrifft oder zutreffen könnte, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von NeoRecormon ist erforderlich:

  • wenn sich Ihre An√§mie unter der Behandlung mit Epoetin nicht verbessert
  • wenn Sie einen Mangel an bestimmten B-Vitaminen haben (Fols√§ure oder Vitamin B 12)
  • wenn Sie eine sehr hohe Konzentration an Aluminium in Ihrem Blut haben
  • wenn Sie eine hohe Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozyten) haben
  • wenn Sie an einer chronischen Lebererkrankung leiden
  • wenn Sie an Epilepsie leiden
  • wenn Sie Antik√∂rper gegen Erythropoietin und dadurch eine verminderte oder fehlende Produktion von roten Blutk√∂rperchen (aregenerative An√§mie) w√§hrend einer fr√ľheren Behandlung mit einem anderen Erythropoietin-Pr√§parat entwickelt haben. In diesem Fall d√ľrfen Sie nicht auf NeoRecormon umgestellt werden.

Wenn eine dieser Angaben auf Sie zutrifft, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung mit anderen Präparaten, die die Produktion der roten Blutkörperchen stimulieren, ist erforderlich:

NeoRecormon ist ein Arzneimittel aus einer Gruppe von Präparaten, die wie das humane Protein Erythropoietin die Produktion roter Blutkörperchen stimulieren. Ihr Arzt wird immer genau das Präparat dokumentieren, das Sie anwenden.

Besonderer Warnhinweis

Während der Behandlung mit NeoRecormon

Sollten Sie ein Patient mit chronischer Nierenerkrankung sein, und insbesondere wenn Sie nicht angemessen auf NeoRecormon ansprechen, wird Ihr Arzt Ihre NeoRecormon Dosierung √ľberdenen. Denn ein wiederholtes Erh√∂hen der Dosierung von NeoRecormon, falls Sie nicht auf die Behandlung ansprechen, kann das Risiko f√ľr Probleme mit dem Herzen oder den Blutgef√§√üen sowie f√ľr Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod erh√∂hen.

Wenn Sie ein Krebspatient sind, sollten Sie wissen, dass NeoRecormon wie ein Wachstumsfaktor auf Blutzellen wirkt und deshalb unter Umständen einen negativen Einfluss auf Ihre Krebserkrankung haben kann. Abhängig von Ihrer individuellen Situation ist eventuell eine Bluttransfusion zu bevorzugen. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

√úber die Anwendung von NeoRecormon sollte bei noch nicht dialysierten Patienten mit Nephrosklerose individuell entschieden werden, da eine beschleunigte weitere Verschlechterung der Nierenfunktion bei diesen Patienten nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

Ihr Arzt wird regelmäßig Ihre Blutwerte kontrollieren, um:

  • Ihren Kalium-Spiegel im Serum zu √ľberpr√ľfen. Wenn Ihr Kaliumspiegel erh√∂ht oder ansteigend ist, wird Ihr Arzt die Behandlung neu √ľberdenken.
  • Ihre Blutpl√§ttchenzahl zu bestimmen. Die Anzahl der Blutpl√§ttchen kann w√§hrend der Behandlung mit Epoetin leicht bis m√§√üig ansteigen. Dies kann zu √Ąnderungen bei der Blutgerinnung f√ľhren.

Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ist häufig eine Anpassung der Heparin-Dosis während der Hämodialyse notwendig. Dies soll einen Verschluss des Dialyse-Systems verhindern.

Bei Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung unter H√§modialyse und mit dem Risiko einer Shunt-Thrombose k√∂nnen sich Blutgerinnsel (Thrombosen) im Verbindungsst√ľck zum Dialyse-System (Shunt) bilden. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise Acetylsalicyls√§ure verschreiben oder einen Wechsel des Shunts in Betracht ziehen.

Bei der Eigenblutspende vor einer Operation muss der Arzt:

  • √ľberpr√ľfen, ob Sie eine Eigenblutspende leisten k√∂nnen, besonders bei einem K√∂rpergewicht von weniger als 50 kg,
  • √ľberpr√ľfen, ob Sie √ľber eine ausreichende Menge an roten Blutk√∂rperchen verf√ľgen (H√§moglobinwert von mindestens 11 g/dl),
  • sicherstellen, dass nicht mehr als 12 % des Blutvolumens auf einmal gespendet werden.

Warum d√ľrfen Sie NeoRecormon nicht missbr√§uchlich verwenden?

Missbr√§uchliche Verwendung von NeoRecormon bei Gesunden kann zu einer Steigerung der Blutk√∂rperchen f√ľhren und infolgedessen das Blut verdicken. Dies kann lebensbedrohliche Komplikationen des Herz-Kreislauf-Systems hervorrufen.

Bei Anwendung von NeoRecormon mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Zur Anwendung von NeoRecormon bei schwangeren oder stillenden Frauen liegen keine umfangreichen Erfahrungen vor. Fragen Sie vor der Anwendung von Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Es wurden keine Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von NeoRecormon:

Dieses Arzneimittel enthält Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie (Stoffwechselerkrankung, bei der die Aminosäure Phenylalanin nicht abgebaut werden kann) haben. Wenn Sie an Phenylketonurie erkrankt sind, sollten Sie die Behandlung mit NeoRecormon mit Ihrem

Arzt besprechen.

NeoRecormon ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Eine Behandlung mit NeoRecormon sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der Erfahrung mit Ihrer Erkrankung hat. Üblicherweise wird die erste Dosis unter ärztlicher Kontrolle verabreicht, da die Möglichkeit einer allergischen Reaktion besteht.

Danach kann die NeoRecormon Injektionslösung von einer ausgebildeten Schwester, von einem Arzt oder von anderem Fachpersonal verabreicht werden. Sobald es Ihnen gezeigt wurde, wie man die Lösung verabreicht, können Sie sich auch selbst die Lösung spritzen.

NeoRecormon in Fertigspritzen ist gebrauchsfertig. Jede Fertigspritze soll nur f√ľr eine Injektion verwendet werden. Mischen Sie NeoRecormon nicht mit anderen Injektions- oder Infusionsl√∂sungen.

Hinweise zur Anwendung

Waschen Sie zuerst Ihre Hände!

1. Nehmen Sie eine Fertigspritze aus der Packung. Kontrollieren Sie die Lösung in der Fertigspritze:

  • Ist sie klar?
  • Ist sie farblos?
  • Ist sie frei von Partikeln?

Wenn Sie eine der Fragen mit NEIN beantworten m√ľssen, spritzen Sie sich die L√∂sung nicht.

Entsorgen Sie die Fertigspritze und beginnen Sie noch einmal mit einer anderen Fertigspritze. Wenn Sie alle drei Fragen mit Ja beantworten können, entfernen Sie die Verschlusskappe von der Fertigspritze und fahren Sie mit Punkt 2 fort.

  1. Nehmen Sie eine Kan√ľle aus der Packung, befestigen Sie diese sicher auf der Fertigspritze und entfernen Sie die Schutzkappe von der Kan√ľle.
  2. Dr√ľcken Sie die Luft aus der Fertigspritze und der Kan√ľle. Klopfen Sie dazu leicht gegen die obere H√§lfte der Fertigspritze. Luftblasen steigen so nach oben. Halten Sie die Fertigspritze mit der Kan√ľle senkrecht nach oben, schieben Sie den Kolben vorsichtig nach oben. Schieben Sie den Kolben weiter, bis die vorgeschriebene Menge an NeoRecormon in der Fertigspritze verbleibt.
  3. Reinigen Sie die Haut an der Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer. Formen Sie eine Hautfalte indem Sie die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger zusammendr√ľcken.
  4. Halten Sie die Fertigspritze dicht an der Kan√ľle, stechen Sie die Kan√ľle schnell und kr√§ftig in die Hautfalte. Spritzen Sie die NeoRecormon L√∂sung. Ziehen Sie die Kan√ľle schnell heraus und dr√ľcken Sie mit einem trockenen, sterilen Tupfer auf die Injektionsstelle.

Dosierung von NeoRecormon

Die Dosierung von NeoRecormon ist abh√§ngig von Ihrem Krankheitszustand, der Art der Injektion (unter die Haut oder in eine Vene) und Ihrem K√∂rpergewicht. Ihr Arzt wird die richtige Dosis f√ľr Sie berechnen.

Ihr Arzt wird die niedrigste wirksame Dosis verwenden, um die Symptome Ihrer Anämie zu kontrollieren.

Wenn Sie nicht ausreichend auf NeoRecormon ansprechen, wird Ihr Arzt Ihre Dosis √ľberpr√ľfen und Sie dar√ľber informieren, ob Sie Ihre NeoRecormon-Dosis √§ndern m√ľssen.

  • Behandlung einer symptomatischen An√§mie infolge einer chronischen Nierenerkrankung

Die Injektionen werden unter die Haut oder in eine Vene gespritzt. Wird die L√∂sung in eine Vene gespritzt, sollte sie √ľber ca. 2 Minuten injiziert werden, z. B. bei H√§modialyse-Patienten am Ende der Dialyse √ľber die arterioven√∂se Fistel.

Bei Patienten, die keine Hämodialyse erhalten, wird gewöhnlich unter die Haut gespritzt.

Die Therapie mit NeoRecormon unterteilt sich in zwei Behandlungsphasen:

  1. Korrektur der Anämie

Die Anfangsdosis f√ľr Injektionen unter die Haut betr√§gt 20 I.E. pro Injektion pro 1 kg K√∂rpergewicht dreimal w√∂chentlich.

Nach 4 Wochen wird der Arzt Tests durchf√ľhren und bei unzureichendem Ansprechen auf die Behandlung die Dosis gegebenenfalls auf 40 I.E./kg pro Injektion dreimal pro Woche anheben. Wenn n√∂tig wird der Arzt die Dosis in monatlichen Abst√§nden weiter steigern.

Die wöchentliche Dosis kann auch in tägliche Gaben unterteilt werden.

Die Anfangsdosis f√ľr Injektionen in die Venen betr√§gt 40 I.E. pro Injektion pro 1 kg K√∂rpergewicht dreimal w√∂chentlich.

Nach 4 Wochen wird der Arzt Tests durchf√ľhren und bei unzureichendem Ansprechen auf die Behandlung die Dosis gegebenenfalls auf 80 I.E./kg pro Injektion dreimal pro Woche anheben. Wenn n√∂tig wird der Arzt die Dosis in monatlichen Abst√§nden weiter steigern.

Bei beiden Arten der Injektion soll die maximale Dosis von 720 I.E. pro 1 kg K√∂rpergewicht und Woche nicht √ľberschritten werden.

  1. Erhaltung einer ausreichenden Anzahl roter Blutkörperchen

Die Erhaltungsdosis: Sobald Sie eine ausreichende Anzahl roter Blutkörperchen erreicht haben, wird die Dosis auf die Hälfte jener Dosis, die zur Korrektur der Anämie notwendig war, reduziert. Die Wochendosis kann sowohl als Einmaldosis als auch verteilt auf drei oder sieben Einzeldosen pro Woche verabreicht werden. Wenn Ihre Anzahl roter Blutkörperchen bei einer Einmalgabe pro Woche stabil ist, kann Ihre Dosierung auf eine Einmalgabe alle zwei Wochen umgestellt werden. In diesem Fall können Dosiserhöhungen notwendig werden.

Alle ein bis zwei Wochen wird der Arzt möglicherweise die Dosis anpassen, um Ihre individuelle Erhaltungsdosis zu bestimmen.

Die Behandlung von Kindern wird nach denselben Richtlinien begonnen. In klinischen Studien haben Kinder f√ľr gew√∂hnlich h√∂here Dosierungen von NeoRecormon ben√∂tigt (je j√ľnger das Kind, umso h√∂her die Dosis). Die Behandlung mit NeoRecormon ist normalerweise eine Langzeittherapie. Sie kann jedoch jederzeit, wenn n√∂tig, unterbrochen werden.

‚ÄĘ Vorbeugung einer Fr√ľhgeborenenan√§mie

Die Injektionen werden unter die Haut gespritzt.

Die Anfangsdosis betr√§gt 250 I.E. pro Injektion pro 1 kg K√∂rpergewicht des S√§uglings, dreimal w√∂chentlich. Die Behandlung mit NeoRecormon sollte so fr√ľh wie m√∂glich beginnen, m√∂glichst innerhalb der ersten 3 Lebenstage. Der Nutzen der Behandlung mit NeoRecormon bei Fr√ľhgeborenen, die zuvor bereits transfundiert wurden, ist m√∂glicherweise geringer ausgepr√§gt als bei nicht transfundierten Kindern.

Die Behandlung sollte √ľber einen Zeitraum von 6 Wochen durchgef√ľhrt werden.

  • Behandlung von Erwachsenen mit symptomatischer An√§mie, die eine Chemotherapie wegen einer Krebserkrankung erhalten

Die Injektionen werden unter die Haut gespritzt.

Ihr Arzt wird möglicherweise eine Behandlung mit NeoRecormon einleiten, wenn Ihr Hämoglobinwert 10 g/dl oder weniger beträgt. Nach Beginn der Behandlung wird Ihr Arzt den Hämoglobinspiegel zwischen 10 und 12 g/dl halten.

Die w√∂chentliche Anfangsdosis betr√§gt 30.000 I.E. Diese Dosis kann als eine einmalige Injektion gegeben werden oder auf drei bis sieben Einzelgaben pro Woche verteilt werden. Ihr Arzt wird regelm√§√üig Blutuntersuchungen durchf√ľhren. Abh√§ngig vom Ergebnis der Blutuntersuchung wird Ihr Arzt die Dosis erh√∂hen oder erniedrigen bzw. gegebenenfalls die Behandlung unterbrechen. Die H√§moglobinwerte sollten einen Wert von 12 g/dl nicht √ľberschreiten.

Die Therapie sollte bis zu 4 Wochen nach Beendigung der Chemotherapie fortgesetzt werden.

Die maximale Dosis von 60.000 I.E. pro Woche sollte nicht √ľberschritten werden.

  • Behandlung von Patienten, die vor einer Operation Eigenblut spenden

Die Injektionen werden in eine Vene √ľber 2 Minuten oder unter die Haut gespritzt.

Die Dosierung von NeoRecormon ist abhängig von Ihrer körperlichen Verfassung, der Anzahl vorhandener roter Blutkörperchen und der vorgesehenen Menge Eigenblut, welche vor der Operation gespendet werden soll.

Die vom Arzt berechnete Dosis wird zweimal w√∂chentlich √ľber vier Wochen gegeben. NeoRecormon sollte im Anschluss an eine Blutspende verabreicht werden.

Die maximale Dosis sollte nicht √ľberschritten werden

  • bei Injektionen in die Vene: 1.600 I.E. pro 1 kg K√∂rpergewicht und Woche
  • bei Injektionen unter die Haut: 1.200 I.E. pro 1 kg K√∂rpergewicht und Woche.

Wenn Sie eine größere Menge von NeoRecormon angewendet haben, als Sie sollten

Erh√∂hen Sie nicht die von Ihrem Arzt verordnete Dosis. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie sich zu viel NeoRecormon gespritzt haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt. Vermutlich sind keine schwerwiegenden Folgen zu bef√ľrchten. Selbst bei sehr hohen Blutspiegeln sind keine Vergiftungserscheinungen beobachtet worden.

Wenn Sie die Anwendung von NeoRecormon vergessen haben

Wenn Sie eine Injektion vergessen oder sich zu wenig gespritzt haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann NeoRecormon Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nebenwirkungen, die bei jedem Patienten auftreten können

  • Bei den meisten Patienten verringert sich der Blut-Eisenwert. Beinahe alle Patienten m√ľssen daher w√§hrend der Behandlung mit NeoRecormon eine Eisensubstitution erhalten.
  • Selten traten Allergien oder Hautreaktionen auf, wie z. B. Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz oder Reaktionen an der Injektionsstelle.
  • Sehr selten ereigneten sich schwere allergische Reaktionen, insbesondere direkt nach einer Injektion. Diese m√ľssen unverz√ľglich behandelt werden. Sollten Sie die folgenden Symptome an sich beobachten, informieren Sie bitte unverz√ľglich einen Arzt: ungew√∂hnlich schweres Atmen oder Schwierigkeiten beim Atmen; Schwellung von Zunge, Gesicht oder Rachen oder Schwellungen um die Einstichstelle; Schwindel, Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit.
  • Sehr selten traten, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Grippe-√§hnliche Symptome wie Fieber, Fr√∂steln, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Knochenschmerzen und/oder generelles Unwohlsein auf. Diese Reaktionen waren gew√∂hnlich schwach bis m√§√üig ausgepr√§gt und verschwanden nach wenigen Stunden oder Tagen wieder.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (renale Anämie)

  • Die h√§ufigsten Nebenwirkungen sind eine Erh√∂hung des Blutdrucks bzw. die Verst√§rkung eines bereits bestehenden Bluthochdrucks und Kopfschmerzen. Ihr Arzt wird Ihren

Blutdruck regelm√§√üig kontrollieren, insbesondere zu Beginn der Therapie. Ihr Arzt wird den Bluthochdruck medikament√∂s behandeln oder die Therapie mit NeoRecormon vor√ľbergehend unterbrechen.

  • Informieren Sie bitte unverz√ľglich einen Arzt, wenn Sie Kopfschmerzen bekommen, insbesondere bei pl√∂tzlich auftretenden, stechenden, Migr√§ne-artigen Kopfschmerzen, Verwirrtheitszust√§nden, Sprachst√∂rungen, Gangst√∂rungen, epileptischen Anf√§llen oder Kr√§mpfen. Diese Symptome k√∂nnen Anzeichen eines stark erh√∂hten Blutdrucks (hypertensive Krise) sein, auch wenn Ihr Blutdruck f√ľr gew√∂hnlich normal oder niedrig ist, und erfordern eine sofortige Behandlung.
  • Wenn Sie zu niedrigem Blutdruck oder Komplikationen mit Ihrem Shunt neigen, besteht das Risiko einer Shunt-Thrombose (Blutgerinnsel im Verbindungsst√ľck zum Dialysesystem).
  • Sehr selten kam es bei einigen Patienten zu erh√∂hten Kalium- oder Phosphat-Spiegeln im Blut. Diese k√∂nnen vom Arzt behandelt werden.
  • W√§hrend der Therapie mit Erythropoietin wurden F√§lle von aregenerativer An√§mie (pure red cell aplasia, PRCA) beobachtet, die durch neutralisierende Antik√∂rper hervorgerufen wurden. Einzelf√§lle hat es auch unter der Therapie mit NeoRecormon gegeben. PRCA bedeutet, dass der K√∂rper keine oder nur vermindert rote Blutk√∂rperchen bildet. Dies verursacht eine schwere An√§mie (Blutarmut), deren Symptome unter anderem ungew√∂hnliche M√ľdigkeit und Energielosigkeit sind. Wenn Ihr K√∂rper neutralisierende Antik√∂rper bildet, wird Ihr Arzt die Therapie mit NeoRecormon abbrechen und die f√ľr Sie am besten geeignete Ma√ünahme zur Behandlung Ihrer An√§mie festlegen.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Erwachsenen, die eine Chemotherapie wegen einer Krebserkrankung erhalten

  • Gelegentlich kann es zu einem Anstieg des Blutdrucks kommen, der medikament√∂s behandelt werden kann. Gelegentlich k√∂nnen auch Kopfschmerzen auftreten.
  • Ein Anstieg im Auftreten von Blutgerinnseln (thromboembolische Ereignisse) wurde beobachtet.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Patienten, die vor einer Operation Eigenblut spenden

  • Ein leichter Anstieg im Auftreten von Blutgerinnseln (thromboembolische Ereignisse) wurde beobachtet.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

  • Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
  • Sie d√ľrfen NeoRecormon nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
  • Die Fertigspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
  • Im K√ľhlschrank lagern (2 ¬įC ‚Äď 8 ¬įC).
  • Eine Fertigspritze kann einmalig f√ľr einen Zeitraum von bis zu 3 Tagen au√üerhalb des K√ľhlschrankes bei Raumtemperatur (nicht √ľber 25 ¬ļC) gelagert werden.
  • Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was NeoRecormon enthält

  • Der Wirkstoff ist Epoetin beta. Eine Fertigspritze enth√§lt entweder 500, 2.000, 3.000, 4.000, 5.000, 6.000, 10.000, 20.000 oder 30.000 I.E. (Internationale Einheiten) Epoetin beta in 0,3 ml oder 0,6 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Harnstoff, Natriumchlorid, Polysorbat 20, Natriumdihydrogenphosphat, Dinatriumhydrogenphosphat, Calciumchlorid, Glycin, L-Leucin, L-Isoleucin, L-Threonin, L-Glutamins√§ure und L-Phenylalanin.

Wie NeoRecormon aussieht und Inhalt der Packung

Farblose, klare bis schwach opaleszente Lösung.

NeoRecormon ist als Injektionsl√∂sung in 1, 4 bzw. 6 Fertigspritzen mit 1, 4 bzw. 6 Kan√ľlen erh√§ltlich. Packungsgr√∂√üen von 1, 4 bzw. 6.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Roche Registration Limited

6 Falcon Way

Shire Park

Welwyn Garden City

AL7 1TW

Vereinigtes Königreich

Hersteller

Roche Pharma AG

Emil-Barell-Straße 1

79639 Grenzach-Wyhlen

Deutschland

Falls weitere Informationen √ľber das Arzneimittel gew√ľnscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

Belgi√ę/Belgique/Belgien

Lietuva

N.V. Roche S.A.

UAB ‚ÄúRoche Lietuva‚ÄĚ

Tél/Tel: +32 (0) 2 525 82 11

Tel: +370 5 2546799

–Ď—ä–Ľ–≥–į—Ä–ł—Ź

Luxembourg/Luxemburg

–†–ĺ—ą –Ď—ä–Ľ–≥–į—Ä–ł—Ź –ē–ě–ě–Ē

(Voir/siehe Belgique/Belgien)

–Ę–Ķ–Ľ: +359 2 818 44 44

 

ńĆesk√° republika

Magyarorsz√°g

Roche s. r. o.

Roche (Magyarorsz√°g) Kft.

Tel: +420 - 2 20382111

Tel: +36 - 23 446 800

Danmark

Malta

Roche a/s

(See United Kingdom)

Tlf: +45 - 36 39 99 99

 

Deutschland

Nederland

Roche Pharma AG

Roche Nederland B.V.

Tel: +49 (0) 7624 140

Tel: +31 (0) 348 438050

Eesti

Norge

Roche Eesti O√ú

Roche Norge AS

Tel: + 372 - 6 177 380

Tlf: +47 - 22 78 90 00

őēőĽőĽő¨őīőĪ

√Ėsterreich

Roche (Hellas) A.E.

Roche Austria GmbH

ő§ő∑őĽ: +30 210 61 66 100

Tel: +43 (0) 1 27739

Espa√Īa

Polska

Roche Farma S.A.

Roche Polska Sp.z o.o.

Tel: +34 - 91 324 81 00

Tel: +48 - 22 345 18 88

France

Portugal

Roche

Roche Farmacêutica Química, Lda

Tél: +33 (0)1 47 61 40 00

Tel: +351 - 21 425 70 00

Hrvatska

Rom√Ęnia

Roche d.o.o

Roche Rom√Ęnia S.R.L.

Tel: +385 1 4722 333

Tel: +40 21 206 47 01

Ireland

Slovenija

Roche Products (Ireland) Ltd.

Roche farmacevtska druŇĺba d.o.o.

Tel: +353 (0) 1 469 0700

Tel: +386 - 1 360 26 00

√ćsland

Slovensk√° republika

Roche a/s

Roche Slovensko, s.r.o.

c/o Icepharma hf

Tel: +421 - 2 52638201

Sími: +354 540 8000

 

Italia

Suomi/Finland

Roche S.p.A.

Roche Oy

Tel: +39 - 039 2471

Puh/Tel: +358 (0) 10 554 500

KŌćŌÄŌĀőŅŌā

Sverige

őď.őĎ.ő£ŌĄőĪőľő¨ŌĄő∑Ōā & ő£őĻőĪ őõŌĄőī.

Roche AB

ő§ő∑őĽ: +357 - 22 76 62 76

Tel: +46 (0) 8 726 1200

Latvija

United Kingdom

Roche Latvija SIA

Roche Products Ltd.

Tel: +371 - 6 7039831

Tel: +44 (0) 1707 366000

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im { MM/JJJJ }

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europ√§ischen Arzneimittel Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

Anzeige

Wirkstoff(e) Erythropoetin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Roche
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code B03XA01
Abgabestatus Abgabe durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Antianämika

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden