Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g

Abbildung Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g
Wirkstoff(e) Ceftriaxon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller CHEPHASAAR Chemische-Pharmazeutische Fabrik
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 13.10.2004
ATC Code J01DD04
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Zulassungsinhaber

CHEPHASAAR Chemische-Pharmazeutische Fabrik

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ceftriaxon Hexal 2 g Ceftriaxon Hexal Aktiengesellschaft
Ceftriaxon-saar i.v. 1 g Ceftriaxon MIP Pharma GmbH
Ceftriaxon Hexal 1 g Ceftriaxon Hexal Aktiengesellschaft
Rocephin 500mg Ceftriaxon Roche Pharma AG
Rocephin i.v. 1g Ceftriaxon Roche Pharma AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g ist ein Antibiotikum zur Infusionsbehandlung. Ceftriaxon, der Wirkstoff von Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g, gehört zur Gruppe der Cephalosporine. Diese Art von Antibiotika wirkt ähnlich wie Penicillin.

Anwendungsgebiete

Ceftriaxon-saar ist ein Antibiotikum, das bei Erwachsenen und Kindern (einschließlich Neugeborenen) angewendet wird. Es wirkt, indem es Bakterien, die Infektionen auslösen, abtötet. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Cephalosporine genannt werden.

Ceftriaxon-saar wird angewendet zur Behandlung von Infektionen

  • des Gehirns (Meningitis).
  • der Lunge.
  • des Mittelohrs.
  • des Bauches und der Bauchwand (Peritonitis).
  • des Harntrakts und der Nieren.
  • der Knochen und Gelenke.
  • der Haut und des Weichgewebes.
  • des Blutes.
  • des Herzens.

Es kann angewendet werden:

  • zur Behandlung bestimmter sexuell √ľbertragbarer Infektionen (Gonorrhoe und Syphilis).
  • zur Behandlung von Patienten mit niedriger Anzahl an wei√üen Blutzellen (Neutropenie), die aufgrund einer bakteriellen Infektion Fieber haben.
  • zur Behandlung von Infektionen des Brustkorbs bei Erwachsenen mit chronischer Bronchitis.
  • zur Behandlung der Lyme-Borreliose (durch Zeckenstiche √ľbertragen) bei Erwachsenen und Kindern, einschlie√ülich Neugeborenen ab einem Alter von 15 Tagen.
  • zur Vorbeugung von Infektionen w√§hrend einer Operation.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Ceftriaxon sind.
  • wenn Sie eine allergische Reaktion vom Soforttyp oder eine schwere allergische Reaktion gegen Penicillin oder vergleichbare Antibiotika hatten (z.B. Cephalosporine, Carbapeneme oder Monobactame). Die Anzeichen umfassen Schwellungen von Hals oder Gesicht, die eventuell zu Atem- oder Schluckbeschwerden f√ľhren k√∂nnen, pl√∂tzliche Schwellung von H√§nden, F√ľ√üen und Kn√∂cheln und schweren, sich schnell entwickelnden Ausschlag.
  • wenn Sie allergisch gegen Lidocain sind und Ceftriaxon-saar als Injektion in einen Muskel erhalten sollen.

Ceftriaxon-saar darf nicht bei Babys angewendet werden, wenn

  • das Baby zu fr√ľh geboren wurde
  • das Baby erst vor kurzem geboren wurde (bis zu einem Alter von 28 Tagen) und bestimmte Blutprobleme oder Gelbsucht hat (gelbliche Verf√§rbung der Haut und des Wei√üen in den Augen) oder ein Produkt in die Vene erhalten soll, das Calcium enth√§lt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen Ceftriaxon-saar verabreicht wird, wenn:

  • bei Ihnen eine Kombination oder eines der folgenden Symptome auftritt oder aufgetreten ist: Ausschlag, ger√∂tete Haut, Blasenbildung an Lippen, Augen und Mund, Absch√§len der Haut, hohes Fieber, grippe√§hnliche Symptome, erh√∂hte Spiegel der Leberenzyme, die bei Blutuntersuchungen festgestellt wurden, und erh√∂hte Anzahl einer bestimmten Art wei√üer Blutzellen (Eosinophilie) und vergr√∂√üerte Lymphknoten (Anzeichen schwerer Hautreaktionen, siehe auch Abschnitt 4 "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?").
  • Sie vor kurzem Produkte erhalten haben oder in K√ľrze erhalten sollen, die Calcium enthalten.
  • Sie vor kurzem nach Anwendung eines Antibiotikums Durchfall hatten. Sie schon einmal Probleme mit dem Darm hatten, insbesondere eine Colitis (Darmentz√ľndung).
  • Sie an Leber- oder Nierenproblemen leiden (siehe Abschnitt 4).
  • Sie Gallen- oder Nierensteine haben.
  • Sie andere Erkrankungen haben, wie z.B. h√§molytische An√§mie (Verminderung Ihrer roten Blutk√∂rperchen, die Ihre Haut blass gelb werden l√§sst und Schw√§che oder Atemnot verursachen kann).
  • Sie eine kochsalzarme Di√§t machen.

Wenn bei Ihnen ein Blut- oder Harntest durchgef√ľhrt werden muss

Wenn Sie Ceftriaxon-saar √ľber einen l√§ngeren Zeitraum einnehmen, m√ľssen bei Ihnen eventuell regelm√§√üige Blutuntersuchungen durchgef√ľhrt werden. Ceftriaxon-saar kann die Ergebnisse von Urintests bez√ľglich Zucker und von einem Bluttest (dem sogenannten Coombs- Test) beeintr√§chtigen. Wenn bei Ihnen Untersuchungen durchgef√ľhrt werden:

‚ÄĘ Informieren Sie die Person, die den Test durchf√ľhrt, dass Sie Ceftriaxon-saar anwenden.

Kinder

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Ihr Kind Ceftriaxon-saar erhält, wenn

es k√ľrzlich ein Produkt erhalten hat oder erhalten soll, das Calcium enth√§lt und in die Vene verabreicht wird.

Anwendung von Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Eine bestimmte Art Antibiotika, die Aminoglykoside genannt werden.
  • Ein Antibiotikum, das Chloramphenicol genannt wird (zur Behandlung von Infektionen, insbesondere der Augen).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Ihr Arzt wird den Nutzen Ihrer Behandlung mit Ceftriaxon-saar gegen das Risiko f√ľr Ihr Baby abw√§gen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ceftriaxon-saar kann zu Benommenheit f√ľhren. Wenn Sie sich benommen f√ľhlen, f√ľhren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten.

Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt 166 mg (7,2 mmol) Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 8,3 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Ceftriaxon-saar wird in der Regel von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal angewendet. Es kann √ľber einen Tropf (intraven√∂se Infusion) oder als Injektion direkt in eine Vene oder einen Muskel gegeben werden. Ceftriaxon-saar wird vom Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal zubereitet. Es wird nicht mit calciumhaltigen Injektionsl√∂sungen gemischt und Ihnen auch nicht gleichzeitig mit calciumhaltigen Injektionsl√∂sungen gegeben.

Die empfohlene Dosis

Ihr Arzt wird die f√ľr Sie geeignete Dosis bestimmen. Die Dosis ist abh√§ngig vom Schweregrad und der Art Ihrer Infektion und davon, ob Sie ein anderes Antibiotikum anwenden oder nicht. Sie ist au√üerdem abh√§ngig von Ihrem K√∂rpergewicht und Ihrem Alter und davon, wie gut Ihre Nieren und Leber funktionieren. Die Anzahl der Tage oder Wochen, √ľber die Sie Ceftriaxon- saar anwenden, ist abh√§ngig von der Art Ihrer Infektion.

Erwachsene, ältere Patienten und Kinder ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm (kg):

1 bis 2 g einmal täglich, abhängig vom Schweregrad und der Art der Infektion. Wenn Sie eine schwere Infektion haben, verabreicht Ihr Arzt Ihnen eine höhere Dosis (bis zu 4 g täglich). Wenn Ihre tägliche Dosis mehr als 2 g beträgt, können Sie diese als Einzeldosis einmal täglich oder aufgeteilt in zwei Dosen erhalten.

Neugeborene, Säuglinge und Kinder im Alter von 15 Tagen bis 12 Jahren mit einem Körpergewicht von unter 50 kg:

  • 50 - 80 mg Ceftriaxon-saar pro kg K√∂rpergewicht des Kindes einmal t√§glich, abh√§ngig vom Schweregrad und der Art der Infektion. Wenn Sie eine schwere Infektion haben, gibt Ihnen Ihr Arzt eine h√∂here Dosis von bis zu 100 mg pro kg K√∂rpergewicht, bis zu einem Maximum von 4 g t√§glich. Wenn Ihre t√§gliche Dosis mehr als 2 g betr√§gt, k√∂nnen Sie diese als Einzeldosis einmal t√§glich oder in zwei separaten Dosen erhalten.

Kinder mit einem K√∂rpergewicht von 50 kg oder mehr sollen die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene erhalten.

Neugeborene (0 - 14 Tage)

  • 20 - 50 mg Ceftriaxon-saar pro kg K√∂rpergewicht des Kindes einmal t√§glich, abh√§ngig vom Schweregrad und der Art der Infektion.
  • Die maximale Tagesdosis darf 50 mg pro kg K√∂rpergewicht des Babys nicht √ľberschreiten.

Patienten mit Leber- und Nierenproblemen

Sie erhalten m√∂glicherweise eine andere als die √ľbliche Dosis. Ihr Arzt wird entscheiden, wie viel Ceftriaxon-saar Sie ben√∂tigen und Sie engmaschig √ľberwachen, abh√§ngig von der Schwere Ihrer Leber- und Nierenerkrankung.

Wenn Sie eine größere Menge von Ceftriaxon-saar erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Ihnen versehentlich mehr als Ihre verschriebene Dosis verabreicht wurde, suchen Sie sofort Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus auf.

Wenn Sie die Anwendung von Ceftriaxon-saar vergessen haben

Wenn Sie eine Injektion verpassen, sollte diese so schnell wie möglich nachgeholt werden. Wenn der Zeitpunkt der nächsten Injektion jedoch kurz bevor steht, lassen Sie die vergessene Injektion aus. Sie sollten nicht die doppelte Dosis erhalten (zwei Injektionen gleichzeitig), wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde.

Wenn Sie die Anwendung von Ceftriaxon-saar abbrechen

Die Anwendung von Ceftriaxon-saar darf nur abgebrochen werden, wenn Ihr Arzt dies veranlasst. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgenden Nebenwirkungen können bei Anwendung dieses Arzneimittels auftreten:

Schwere allergische Reaktionen (nicht bekannt, Häufigkeit auf Grundlage der

verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Wenn Sie eine allergische Reaktion haben, informieren Sie sofort einen Arzt. Die Anzeichen können Folgendes einschließen:

  • Pl√∂tzliche Schwellung von Gesicht, Hals, Lippen oder Mund. Dadurch k√∂nnen Atem- oder Schluckbeschwerden auftreten.
  • Pl√∂tzliche Schwellung von H√§nden, F√ľ√üen und Kn√∂cheln.

Schwere Hautausschläge/Hautreaktionen (nicht bekannt, Häufigkeit auf Grundlage der

verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Wenn bei Ihnen ein schwerer Hautausschlag/eine schwere Hautreaktion auftritt, informieren Sie sofort einen Arzt.

Die Anzeichen können einschließen:

  • Einen schweren, sich schnell entwickelnden Ausschlag mit Blasen oder ‚ÄěPellen‚Äú der Haut und m√∂glicherweise Blasen im Mund (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse, auch bekannt als SJS und TEN).
  • Eine Kombination oder eines der folgenden Symptome: gro√üfl√§chiger Ausschlag, hohes Fieber, erh√∂hte Spiegel der Leberenzyme, ver√§nderte Blutwerte (Eosinophilie), vergr√∂√üerte Lymphknoten und Beteiligung anderer K√∂rperorgane (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, auch bekannt als DRESS oder Hypersensitivit√§ts-Syndrom).
  • Eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion, die zu Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Hautausschlag f√ľhrt und die normalerweise selbstlimitierend ist. Sie

tritt kurz nach Beginn der Anwendung von Ceftriaxon-saar zur Behandlung von Infektionen mit Spirochäten, wie zum Beispiel der Lyme-Krankheit, auf.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten):

  • Ungew√∂hnliche Anzahl wei√üer Blutzellen (wie z.B. Abfall der Leukozyten und Anstieg der Eosinophilen) und Blutpl√§ttchen (Abfall der Thrombozyten).
  • Weiche St√ľhle oder Durchfall.
  • Ver√§nderte Ergebnisse bei Blutuntersuchungen zur Leberfunktion.
  • Ausschlag.

Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten):

  • Pilzinfektionen (z.B. Pilzbelag auf Schleimh√§uten).
  • Abfall der Anzahl wei√üer Blutzellen (Granulozytopenie).
  • Verringerung der Anzahl roter Blutzellen (An√§mie).
  • Probleme bei der Blutgerinnung. Die Anzeichen k√∂nnen leichtes Entstehen von blauen Flecken, Schmerzen und Schwellungen der Gelenke einschlie√üen.
  • Kopfschmerzen.
  • Benommenheit.
  • √úbelkeit oder Erbrechen.
  • Juckreiz.
  • Schmerzen oder brennendes Gef√ľhl entlang der Vene, in die Ceftriaxon-saar gegeben wurde. Schmerzen an der Injektionsstelle.
  • Erh√∂hte Temperatur (Fieber).
  • Ungew√∂hnliche Werte im Nierenfunktionsstest (erh√∂hte Kreatininwerte im Blut).

Selten (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten):

  • Entz√ľndung des Dickdarms (Colon). Die Anzeichen umfassen Durchfall, gew√∂hnlich mit Blut und Schleim, Bauchschmerzen und Fieber.
  • Die Behandlung mit Ceftriaxon kann, insbesondere bei √§lteren Patienten mit schweren Nierenproblemen oder St√∂rungen des Nervensystems, in seltenen F√§llen zu vermindertem Bewusstsein, abnormen Bewegungen, Unruhe und Kr√§mpfen f√ľhren.
  • Atembeschwerden (Bronchospasmus).
  • Ausschlag mit fleckigen Erhebungen (Nesselsucht), die gro√üe Teile des K√∂rpers bedecken k√∂nnen, Juckreiz und Schwellung.
  • Blut oder Zucker im Urin.
  • √Ėdeme (Fl√ľssigkeitsansammlungen).
  • Zittern.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Folgeinfektion, die nicht auf das zuvor verschriebene Antibiotikum anspricht.
  • Form der An√§mie, bei der rote Blutzellen zerst√∂rt werden (h√§molytische An√§mie).
  • Starker Abfall der wei√üen Blutzellen (Agranulozytose).
  • Krampfanf√§lle.
  • Schwindel.
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis). Die Anzeichen schlie√üen schwere Schmerzen im Bauch ein, die in den R√ľcken ausstrahlen.
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut (Stomatitis).
  • Entz√ľndung der Zunge (Glossitis). Die Anzeichen schlie√üen Schwellung, R√∂tung und Schmerzhaftigkeit der Zunge ein.
  • Probleme mit der Gallenblase, die zu Schmerzen, √úbelkeit und Erbrechen f√ľhren kann.
  • Neurologische Erkrankung, die bei Neugeborenen mit schwerer Gelbsucht auftreten kann (Kernikterus).
  • Nierenprobleme, die durch Calcium-Ceftriaxon-Ausf√§llungen entstehen. Es kann zu Schmerzen beim Wasserlassen (Urin) oder zu verringerter Urinmenge kommen.
  • Ein falsch-positives Ergebnis im Coombs-Test (Test zum Nachweis von bestimmten Blutproblemen).
  • Ein falsch-positives Ergebnis beim Test zum Nachweis einer Galaktos√§mie (ungew√∂hnliche Anh√§ufung des Zuckers Galaktose).
  • Ceftriaxon-saar kann bestimmte Blutzucker-Tests st√∂ren - bitte √ľberpr√ľfen Sie dies gemeinsam mit Ihrem Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht √ľber 25¬ļC lagern. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

  • Es d√ľrfen nur klare L√∂sungen verwendet werden.
  • Der Inhalt der Durchstechflaschen ist zur einmaligen Entnahme bestimmt. Reste von Infusionsl√∂sungen sind zu verwerfen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g enthält

Der Wirkstoff ist Ceftriaxon (als Ceftriaxon-Natrium)

1 Durchstechflasche mit 2,386 g Pulver enthält 2,386 g Ceftriaxon-Dinatrium · 3,5 H2O entsprechend 2 g Ceftriaxon (Natriumgehalt des Pulvers: 166 mg, entsprechend 7,2 mmol)

Die sonstigen Bestandteile sind: keine

Wie Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g aussieht und Inhalt der Packung

Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g ist ein Pulver, das normalerweise mit einer geeigneten Fl√ľssigkeit zu einer klaren L√∂sung gemischt wird, welche zur Infusion in eine Vene (intraven√∂s) eingesetzt wird. Die L√∂sung kann farblos bis schwach gelblich sein.

Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g, Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, gibt es in Packungen mit 1, 5, 7, 8, 10, 12 und 30 Durchstechflaschen, die mit einem Gummistopfen und einer Aluminiumkappe verschlossen sind.

Pharmazeutischer Unternehmer

Chephasaar GmbH

M√ľhlstra√üe 50

66386 St. Ingbert

Telefon: 06894 / 971 - 0

Telefax: 06894 / 971 - 199

Hersteller und Vertrieb

MIP Pharma GmbH

Kirkeler Straße 41

66440 Blieskastel

Mitvertrieb

Rosen Pharma GmbH

Kirkeler Straße 41

66440 Blieskastel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2021.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Zubereitete L√∂sungen sollten visuell gepr√ľft werden. Nur klare L√∂sungen ohne sichtbare Partikel sollten verwendet werden. Das gebrauchsfertige Produkt ist nur f√ľr den einmaligen Gebrauch bestimmt. Nicht verbrauchte L√∂sung muss entsorgt werden.

Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen L√∂sung wurde √ľber 6 Stunden bei 25¬įC und √ľber 24 Stunden bei 2¬įC bis 8¬įC nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige L√∂sung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Art der Anwendung

Intravenöse Kurzinfusion

Der Inhalt der Durchstechflasche zu 2 g wird in 40 ml der nachfolgend aufgef√ľhrten Calcium- freien Infusionsl√∂sungen durch Umschwenken gel√∂st:

Isotonische Natriumchlorid-Infusionsl√∂sung, Wasser f√ľr Injektionszwecke oder Glucose- Infusionsl√∂sung 5%.

Ceftriaxon-Lösungen sind grundsätzlich getrennt von anderen Infusionslösungen zu verabreichen.

Die Infusionsdauer beträgt mindestens 30 Minuten.

F√ľr Fr√ľh-, Neugeborene und S√§uglinge kann die erforderliche Dosis mittels einer Kurzinfusion verabreicht werden, indem die niedrig dosierte Darreichungsform zur intraven√∂sen Injektion nach Vorschrift rekonstituiert wird (in 5 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke) und einer isotonischen Natriumchlorid-Infusionsl√∂sung (9 mg/ml) hinzugef√ľgt wird.

Die konzentrierten Infusionslösungen haben eine schwach gelbliche Färbung, wodurch die Wirksamkeit und Verträglich von Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g nicht beeinträchtigt wird. Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g enthält kein Konservierungsmittel.

Wichtige chemische Unverträglichkeiten

Ceftriaxon darf niemals mit einer der folgenden Lösungen gemischt werden:

  • Calcium-haltige L√∂sungen wie Hartmanns-L√∂sung und Ringer-L√∂sung.
  • Aminoglykoside (bei gleichzeitiger Anwendung m√ľssen diese Pr√§parate getrennt verabreicht werden).
  • Ceftriaxon darf nicht mit anderen Antibiotika oder anderen bakteriziden Mitteln zusammen in einer Spritze verabreicht werden.
  • Es gibt auch Berichte zu chemischen Unvertr√§glichkeiten von Ceftriaxon mit Amsacrin (Krebsmedikament), Vancomycin (Antibiotikum) und Fluconazol (Fungizid).

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Ceftriaxon-saar zur Infusion 2 g - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ceftriaxon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller CHEPHASAAR Chemische-Pharmazeutische Fabrik
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 13.10.2004
ATC Code J01DD04
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden