Eurocarboplatin 10 mg /ml

Eurocarboplatin 10 mg /ml
Wirkstoff(e)Carboplatin
ZulassungslandDE
ZulassungsinhaberLapharm GmbH Pharmazeutische Produkte
Zulassungsdatum16.02.2004
ATC CodeL01XA02
AbgabestatusApothekenpflichtig
Verschreibungsstatusverschreibungspflichtig
Pharmakologische GruppeAndere antineoplastische Mittel

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Eurocarboplatin ist ein Zytostatikum.

Carboplatin wird angewendet bei:

  1. fortgeschrittenem epithelialem Ovarialkarzinom als
  • First-line-Therapie,
  • Second-line-Therapie, wenn andere Behandlungen versagt haben:

kleinzelligem Bronchialkarzinom in Kombination mit anderen Chemotherapeutika.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Eurocarboplatin darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen Carboplatin, den Wirkstoff von Eurocarboplatin oder andere platinhaltige Verbindungen sind.
  • bei Patienten mit blutenden Tumoren.
  • bei Patienten mit schwerer vorbestehender Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance ≀ 30 ml/min).
  • bei Patienten mit einer schweren KnochenmarkschĂ€digung.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Gelbfieber-Impfstoffen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Carboplatin sollte nur von Ärzten, die Erfahrungen in der Tumortherapie haben, verabreicht werden. Die knochenmarkhemmende Wirkung von Carboplatin steht in engem Zusammenhang mit der renalen Clearance!

WÀhrend der Behandlung mit Carboplatin erhalten Sie Medikamente, die Ihnen dabei helfen, eine potentiell lebensbedrohliche Komplikation zu reduzieren, die als Turmolysesyndrom bezeichnet und durch chemische Störungen im Blut verursacht wird, welche durch den Abbau sterbender Krebszellen hervorgerufen werden, die ihren Inhalt in den Blutkreislauf abgeben.

Carboplatin kann erbgutschĂ€digend wirken. MĂ€nnern, die mit Carboplatin behandelt wurden, wird daher empfohlen, wĂ€hrend der Behandlung und 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer irreversiblen InfertilitĂ€t durch die Therapie mit Carboplatin ĂŒber eine Spermakonservierung beraten zu lassen.

Bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion bzw. bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen potentiell nierentoxischen Arzneimitteln behandelt werden, kann eine schwere und lÀnger anhaltende KnochenmarkschÀdigung auftreten.

Bei Patienten, die in der Vorgeschichte mit platinhaltigen Arzneimitteln behandelt wurden, ist das Risiko allergischer Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie, erhöht.

Im Alter kann die Nierenfunktion eingeschrĂ€nkt sein, dies sollte ggf. bei der Dosierung in Betracht gezogen werden. Daher sollten die Nierenfunktionsparameter vor und wĂ€hrend der Therapie sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden. Die Carboplatin-Kurse sollten nicht hĂ€ufiger als in 4 wöchigen AbstĂ€nden wiederholt werden. Nach Verabreichung von Carboplatin kann es zu Verringerung der roten und weißen Blutkörperchen (Thrombozytopenien, Leukopenien) und Blutarmut (AnĂ€mien) kommen. WĂ€hrend der Therapie und vor jedem Therapiekurs werden hĂ€ufige Kontrollen des peripheren Blutbildes und der Thrombozyten empfohlen.

Eine Kombinationstherapie mit anderen knochenmarkhemmenden Arzneimitteln muss hinsichtlich Dosierungsanpassungen und Zeitplan sorgfÀltig geplant werden, um additive Wirkungen auf das Knochenmark auf ein Minimum zu reduzieren. Bei Patienten, bei denen es zu einer schweren KnochenmarkschÀdigung kommt, kann eine supportive Transfusionstherapie notwendig werden.

Carboplatin kann Übelkeit und Erbrechen verursachen. Durch vorbeugende Gabe eines Arzneimittels gegen Übelkeit (Antiemetika) und einer langsameren Arzneimittelgabe soll nach Berichten die HĂ€ufigkeit und IntensitĂ€t dieser Nebenwirkungen vermindert werden.

Carboplatin kann zu einer BeeintrĂ€chtigung der Nierenfunktion fĂŒhren. Obwohl keine klinischen Befunde fĂŒr eine VerstĂ€rkung der nierenschĂ€digenden Wirkung vorliegen, wird empfohlen, Carboplatin nicht mit Aminoglykosiden oder anderen nierenschĂ€digenden Mitteln zu kombinieren.

Wie bei allen platinhaltigen Verbindungen wurden allergische Reaktionen auf Carboplatin beobachtet. Sie können innerhalb weniger Minuten nach der Verabreichung auftreten und bedĂŒrfen entsprechender Behandlungsmaßnahmen. Ebenso kann es wie bei allen platinhaltigen Verbindungen zu akuten allergischen Allgemeinreaktionen (Anaphylaxie-Ă€hnlichen Reaktionen) sowie Kreuzreaktionen, die teilweise tödlich verlaufen, kommen.

Es wurde ĂŒber nervenschĂ€digende (neurotoxische) Effekte, besonders bei Patienten ĂŒber 65 Jahre und/oder Patienten, die mit Cisplatin vorbehandelt sind, berichtet.

Ein Zusammenhang zwischen vorĂŒbergehenden Sehstörungen und zu hohen Dosierungen bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion wurde beobachtet.

Wenn Sie Kopfschmerzen, verÀnderte geistige LeistungsfÀhigkeit, KrampfanfÀlle und Sehstörungen vom Verschwommensehen bis hin zum Sehverlust haben, informieren Sie Ihren Arzt.

Es liegen keine Untersuchungen ĂŒber das krebserregende Potential von Carboplatin vor. FĂŒr Verbindungen mit Ă€hnlichen Wirkmechanismen und Ă€hnlicher MutagenitĂ€t wurden aber krebserregende Wirkungen berichtet.

Das periphere Blutbild, die Nieren- und Leberfunktion und die Serumelektrolyte sind engmaschig zu ĂŒberwachen.

Es wird empfohlen, Blutbildkontrollen zu Beginn der Therapie und in wöchentlichen AbstĂ€nden zur Bewertung des Blutbildungstiefpunktes (hĂ€matologischen Nadirs) fĂŒr anschließende Dosisanpassungen durchzufĂŒhren. Neurologische Untersuchungen sollten ebenfalls in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden erfolgen.

Wenn bei Ihnen extreme MĂŒdigkeit und Atemnot mit einer verminderten Anzahl an roten Blutkörperchen (hĂ€molytische AnĂ€mie) auftritt, alleine oder zusammen mit einer verminderten Anzahl an BlutplĂ€ttchen, ungewöhnlichen blauen Flecken (Thrombozytopenie) und einer Nieren-erkrankung, bei der Sie wenig oder keinen Urin ausscheiden (Symptome des hĂ€molytisch-urĂ€mischen Syndroms), informieren Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie Fieber (Temperatur von 38 °C oder höher) oder SchĂŒttelfrost haben, was Zeichen einer Infektion sein kann, informieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt. Sie könnten ein Risiko fĂŒr eine Blutvergiftung haben.

Kinder

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit der Anwendung von Carboplatin bei Kindern ist nicht gesichert.

Klinisch signifikanter Hörverlust wurde bei Kindern, die höhere als die empfohlenen Carboplatin-Dosen in Kombination mit anderen gehörschÀdigenden Arzneimitteln verabreicht bekamen, beobachtet.

Anwendung von Eurocarboplatin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

WÀhrend der Therapie mit Carboplatin kann durch die Verabreichung von nieren- und/oder gehörschÀdigenden Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Schleifendiuretika) die OrgantoxizitÀt der Arzneimittel erhöht werden.

Die gleichzeitige Gabe von Carboplatin und Komplexbildnern sollte vermieden werden, da dies theoretisch zu einer AbschwĂ€chung der antineoplastischen Wirkung von Carboplatin fĂŒhren könnte. Im Tierexperiment und klinisch wurde allerdings die antineoplastische Wirkung von Carboplatin durch Diethyldithiocarbamat nicht beeinflusst.

Bei der Kombination von Eurocarboplatin mit anderen das Knochenmark hemmenden Substanzen kann die Wirkung von Eurocarboplatin und / oder der zusÀtzlich verordneten Medikamente auf das Knochenmark verstÀrkt werden.

Ein Abfall der Phenytoin-Serum-Spiegel wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von Carboplatin und Phenytoin beobachtet. Dies kann zu einem Wiederauftreten von KrampfanfĂ€llen fĂŒhren und eine Erhöhung der Phenytoin-Dosis erforderlich machen. Von einer zeitgleichen Gabe von Phenytoin ist daher abzuraten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt ebenfalls, wenn Sie eines der folgenden PrÀparate einnehmen oder anwenden, weil sie eine Wechselwirkung mit Carboplatin eingehen können:

  • Lebendimpfstoffe
  • Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus (zur UnterdrĂŒckung der Immunabwehr)

Eurocarboplatin darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, außer sie sind unter „Hinweise auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung“ aufgefĂŒhrt.

Eurocarboplatin sollte nicht mit aluminiumhaltigen Infusionsbestecken, Spritzen und Injektionsnadeln verabreicht werden. Die antineoplastische Wirkung kann dadurch herabgesetzt werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Bei einer Behandlung wĂ€hrend der Schwangerschaft kann Carboplatin embryonale/fötale SchĂ€den verursachen. Carboplatin hat sich im Rahmen mehrerer Studien als teratogen, embryotoxisch und mutagen erwiesen. Daher sollten alle Patienten und deren Partner, die sich im geschlechtsreifen Alter befinden, auf wirksame kontrazeptive Maßnahmen wĂ€hrend der Chemotherapie hingewiesen werden.

Frauen im gebĂ€rfĂ€higen Alter mĂŒssen zur Vermeidung einer Schwangerschaft wĂ€hrend und bis zu 6 Monate nach der Behandlung eine zuverlĂ€ssige VerhĂŒtungsmethode anwenden. Schwangeren und Patienten, bei denen wĂ€hrend der Therapie eine Schwangerschaft eintritt, ist eine genetische Beratung zu empfehlen.

MĂ€nnlichen Patienten unter Carboplatin wird angeraten, wĂ€hrend und bis zu 6 Monate nach Abschluss der Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn ĂŒber eine Spermakonservierung beraten zu lassen, da angesichts der Carboplatin-Therapie eine dauerhafte Unfruchtbarkeit auftreten kann.

Es ist nicht bekannt, ob Carboplatin in die Muttermilch ĂŒbergeht. Wegen möglicher toxischer Nebenwirkungen auf den SĂ€ugling wird empfohlen, wĂ€hrend einer Carboplatin-Therapie der Mutter, nicht zu stillen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Carboplatin kann Übelkeit und Erbrechen hervorrufen und somit indirekt die FĂ€higkeit zum FĂŒhren von Fahrzeugen und Maschinen beeintrĂ€chtigen. Daher sollten Sie das FĂŒhren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle TĂ€tigkeiten ganz, zumindest jedoch wĂ€hrend der ersten Tage der Behandlung unterlassen.

Wie wird es angewendet?

Eurocarboplatin sollte ausschließlich intravenös verabreicht werden. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis:

Die empfohlene Carboplatin-Dosierung bei zuvor unbehandelten erwachsenen Patienten mit normaler Nierenfunktion betrĂ€gt 400 mg Carboplatin/m2 KörperoberflĂ€che (KOF) als intravenöse Einzeldosis, die als Kurzzeitinfusion (15 bis 60 min) verabreicht wird. Die Therapiekurse sollten nicht frĂŒher als in 4-wöchigen AbstĂ€nden und erst wiederholt werden wenn die Anzahl bestimmter Blutbestandteile angestiegen ist (Thrombozytenzahl ≄ 100.000 / ”l und Leukozytenzahl ≄ 4.000 / ”l).

Bei Patienten mit Risikofaktoren wie vorangegangener knochenmarksuppressiver Behandlung und/oder Strahlentherapie und niedrigem AktivitĂ€tsstatus (ECOG-Zubrod 2 – 4 oder Karnofsky unter 80) wird eine Reduzierung der Anfangsdosis um 20 – 25 % (auf 300 – 320 mg Carboplatin/m2 KOF) empfohlen.

FĂŒr zukĂŒnftige Dosisanpassungen wird eine Bestimmung des hĂ€matologischen Nadirs durch wöchentliche Blutbilder wĂ€hrend der initialen Behandlungskurse mit Carboplatin empfohlen.

Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion:
Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 60 ml/min sind einem erhöhten Risiko einer Knochenmarksuppression ausgesetzt.

Bei Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion ist zur optimalen Anwendung von Carboplatin eine angemessene Dosisanpassung und eine engmaschige Kontrolle sowohl des hÀmatologischen Nadirs als auch der Nierenfunktion erforderlich.

Bei einer glomerulĂ€ren Filtrationsrate von 30 – 59 ml/min sollte Carboplatin in AbhĂ€ngigkeit vom Ausgangswert der Thrombozyten in folgender Dosierung verabreicht werden:

Thrombozyten-AusgangswerteDosierung Carboplatin
> 200.000 / ul450 mg Gesamtdosis
100.000 - 200.000 / ul300 mg Gesamtdosis

Bei einer glomerulÀren Filtrationsrate von < 30 ml/min darf Eurocarboplatin nicht mehr angewendet werden.

Dosierungsempfehlung nach AUC

Alternativ kann die Initialdosis mit Hilfe der Calvert-Formel (siehe unten) berechnet werden, die die Nierenfunktion mit einbezieht (GlomerulĂ€re Filtrationsrate (GFR)). Dadurch wird die Gefahr einer Über- oder Unterdosierung aufgrund individueller Unterschiede der Nierenfunktion reduziert.

Formel nach Clavert: Gesamtdosis (mg) = (angestrebter AUC-Wert*) ⋅ (GFR + 25)

Hinweise: Die Formel nach Clavert errechnet die Carboplatin-Gesamtdosis in mg nicht in mg/m2.

*angestrebter AUC-Wertgeplante ChemotherapieBehandlungsstatus des Patienten
5 - 7 mg/ml X min 4 - 6 mg/ml X min 4 - 6 mg/ml X minMonotherapie mit Carboplatin Monotherapie mit Carboplatin Carboplatin plus Cyclophos- phamidkeine Vorbehandlung Vorbehandlung keine Vorbehandlung

Bei intensiv vorbehandelten Patienten, die bereits mit folgenden Therapieregimen vorbehandelt sind, sollte die Formel nach Calvert nicht angewendet werden:

  • Mitomycin C,
  • Nitrosourea,
  • Kombinationstherapie mit Doxorubicin/Cyclophosphamid/Cisplatin,
  • Kombinationstherapie mit 5 oder mehr Wirkstoffen, Strahlentherapie ≄ 4.500 rad, fokussiert auf ein Feld von 20 ⋅ 20 cm oder auf mehr als ein Feld.

Bei Nichtansprechen des Tumors, Verschlechterung und nicht mehr zu ertragenden Nebenwirkungen sollte Eurocarboplatin abgesetzt werden.

Kombinationstherapie
Die optimale Anwendung von Carboplatin in Kombination mit anderen knochenmarksuppressiven Arzneimitteln erfordert eine Dosisanpassung entsprechend dem gewÀhlten Regime und Zeitplan.

Anwendung bei Kindern
FĂŒr Kinder können derzeit keine speziellen Dosierungsempfehlungen gegeben werden, da bei diesen Patienten keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Anwendung bei Ă€lteren Patienten (Älter als 65 Jahre)
Dosierungsanpassungen können wÀhrend der ersten und bei den folgenden Therapiekursen, je nach dem körperlichen Allgemeinzustand des Patienten, erforderlich sein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Eurocarboplatin zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Eurocarboplatin angewendet haben, als Sie sollten

Es muss alles daran gesetzt werden, eine Überdosierung zu vermeiden, da keine Gegenmittel (Antidote) fĂŒr Carboplatin zur VerfĂŒgung stehen. WĂ€hrend klinischer Studien kam es in keinem Fall zu einer Überdosierung. Die zu erwartenden Komplikationen einer Überdosierung können sekundĂ€re Folgen der knochenmarkhemmenden und/oder der leberschĂ€digenden Wirkung sein. Eine Überdosierung mit Eurocarboplatin wird mit Nierenversagen in Verbindung gebracht. Im Fall schwerwiegender Nebenwirkungen sollten symptomatische Maßnahmen zur Stabilisierung des Patienten eingeleitet werden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen HÀufig: kann bis zu 1 von 10Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandeltenbetreffen

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Die aufgezĂ€hlten HĂ€ufigkeiten unerwĂŒnschter Reaktionen basieren auf zusammengetragenen Daten einer großen Gruppe von Patienten mit unterschiedlichen prĂ€therapeutischen prognostischen Merkmalen.

BlutbildschÀdigende Wirkung (HÀmatologische ToxizitÀt)
Die dosislimitierende Nebenwirkung von Carboplatin ist die EinschrÀnkung der Knochenmarkfunktion.

Blutarmut (AnĂ€mie) tritt hĂ€ufig auf, von FĂ€llen von Abnahme der weißen Blutkörperchen, die mit Fieber einhergingen, wurde berichtet.

Bei Carboplatin-Monotherapie mit maximal tolerierten Dosierungen kommt es bei ca. einem Drittel der Patienten zu einer Verringerung der roten Blutkörperchen (Thrombozytopenie mit Nadir-PlĂ€ttchenzahlen von weniger als 50 x 109). Der Nadir tritt im Allgemeinen zwischen den Tagen 14 und 21 ein, eine Normalisierung erfolgt innerhalb von 35 Tagen vom Behandlungsbeginn an. Eine Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) trat bei ungefĂ€hr 20 % der Patienten auf; eine Normalisierung vom Tag des Nadirs an (Tag 14 – 28) kann jedoch langsamer erfolgen und tritt im allgemeinen innerhalb von 42 Tagen – von Therapiebeginn an – ein. Bei manchen Patienten ist eine HĂ€moglobinabnahme zu beobachten.

Die EinschrĂ€nkung der Knochenmarkfunktion kann bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion, intensiver Vorbehandlung, schlechtem Allgemeinzustand oder im Alter von ĂŒber 65 Jahren ausgeprĂ€gter und lĂ€nger anhaltend sein. Die Kombination von Carboplatin mit anderen knochenmarkfunktionshemmenden Verbindungen kann die Auswirkungen auf die Knochenmarkfunktion verstĂ€rken.

Die Störung der Knochenmarkfunktion ist gewöhnlich wieder herstellbar und nicht kumulativ, wenn Carboplatin als alleiniges Arzneimittel, in der empfohlenen Dosierung und mit der empfohlenen HÀufigkeit, verabreicht wird.

Gelegentliche Komplikationen durch Infektionen sind mitgeteilt worden. Ebenfalls ist gelegentlich ĂŒber leichte Blutungen berichtet worden. In EinzelfĂ€llen wurden lebensbedrohliche Infektionen und Blutungen beobachtet.

NierenschÀdigende Wirkung (NierentoxizitÀt)
Die nierenschĂ€digende Wirkung ist im Allgemeinen nicht dosisbegrenzt und erfordert keine vorbeugenden Maßnahmen wie die Zufuhr hoher FlĂŒssigkeitsvolumina oder eine eingeleitete Harnausscheidung (forcierte Diurese). HĂ€ufig kommt es zu einer Erhöhung des Harnstoffspiegels im Blut oder des Serum-Kreatinins. Des Weiteren kann eine BeeintrĂ€chtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 60 ml/min) beobachtet werden. Bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion vor der Behandlung kann die nierenschĂ€digende Wirkung hĂ€ufiger und schwerer sein. Unklar ist, ob durch angemessene Hydratation diese Wirkung

kompensiert werden kann. Eine Dosisverringerung oder ein Absetzen der Behandlung ist erforderlich, wenn es zu einer mĂ€ĂŸigen VerĂ€nderung der Nierenfunktion kommt Kreatinin- Clearance 30-59 ml/min.

Carboplatin ist bei Patienten mit einer glomerulÀren Filtrationsrate von < 30 ml/min kontraindiziert.

Leichte Senkungen der Serumelektrolyte (Magnesium, Kalium, Natrium und – in seltenen FĂ€llen

– Kalzium) sind nach der Behandlung mit Carboplatin beobachtet worden, ohne dass klinische Symptome auftraten. EinzelfĂ€lle von HyponatriĂ€mie wurden berichtet, wobei der Kausalzusammenhang nicht gesichert ist.

Erhöhte HarnsÀurekonzentrationen im Blut (HyperurikÀmie)
HyperurikÀmie wird etwa bei einem Viertel der mit Carboplatin behandelten Patienten beobachtet. Durch Allopurinol-Gabe können die erhöhten Serum-HarnsÀurewerte gesenkt werden.

SchÀdigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt (Gastrointestinale ToxizitÀt)
Übelkeit ohne Erbrechen tritt bei ca. einem Viertel der mit Carboplatin behandelten Patienten auf. Erbrechen wurde von der HĂ€lfte der Patienten mitgeteilt, ein Drittel von ihnen litt an schwerem Erbrechen (Emesis). Übelkeit und Erbrechen klingen im Allgemeinen innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Behandlung ab und sprechen in der Regel auf Mittel gegen Übelkeit (Antiemetika) an (bzw. können durch sie verhindert werden). Nur bei 1 % der Patienten ist das Erbrechen medikamentös nicht zu behandeln. Bei vorbehandelten Patienten, besonders bei solchen, die mit Cisplatin vorbehandelt sind, scheint Erbrechen hĂ€ufiger aufzutreten. Ein Viertel der Patienten leidet weder an Übelkeit noch an Erbrechen. EinzelfĂ€lle von Magersucht wurden berichtet.

Schmerzhafte Magen-Darm-(gastrointestinale) Beschwerden, Durchfall (Diarrhoe) und Verstopfung (Obstipation) traten bei 17 %, 6 % bzw. bei 4 % der Patienten auf.

Die HĂ€ufigkeit des Auftretens einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse ist nicht bekannt bzw. auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar.

Allergische Reaktionen
In seltenen FĂ€llen sind allergische Reaktionen auf Carboplatin mitgeteilt worden. Diese Reaktionen Ă€hneln jenen, die nach der Verabreichung anderer platinhaltiger Verbindungen beobachtet werden, z.B. Hautausschlag, juckende Quaddeln, entzĂŒndliche Rötungen der Haut (Erytheme), Fieber ohne offensichtliche Ursache und Hautjucken (Pruritus).

In EinzelfĂ€llen können KrĂ€mpfe der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus) und niedriger Blutdruck (Hypotonie) sowie ein anaphylaktischer Schock auftreten, die entsprechende Behandlungsmaßnahmen (Epinephrin, Antihistaminika, Corticosteroide) erfordern.

GehörschÀdigende Wirkungen (OtotoxizitÀt)
Subklinische Hörstörungen mit EinschrĂ€nkungen im Hochfrequenzbereich (4000 – 8000 Hz) sind bei audiometrischen Untersuchungen bei 15 % der mit Carboplatin behandelten Patienten aufgetreten. Bei 1 % der Patienten traten klinische Symptome, zumeist Ohrenklingeln (Tinnitus) auf. Bei mit Cisplatin vorbehandelten Patienten, die unter dieser Therapie einen Hörverlust entwickelten, kann die EinschrĂ€nkung des Hörvermögens bestehen bleiben (persistieren) oder sich verschlimmern.

Klinisch signifikanter Hörverlust wurde bei Kindern, die höhere als die empfohlenen Carboplatin-Dosen in Kombination mit anderen gehörschÀdigenden Arzneimitteln verabreicht bekamen, beobachtet.

NervenschÀdigende Wirkung (NeurotoxizitÀt)
Die HĂ€ufigkeit peripherer NervenschĂ€digungen (Neuropathien) nach Behandlung mit Carboplatin belĂ€uft sich auf 6 %. Bei der Mehrzahl der Patienten beschrĂ€nkt sich die NeurotoxizitĂ€t auf ParĂ€sthesien und eine Abnahme der tiefen Sehnenreflexe. HĂ€ufigkeit und IntensitĂ€t dieser Nebenwirkungen sind bei Patienten ĂŒber 65 Jahre oder Patienten, die mit Cisplatin vorbehandelt wurden, erhöht.

ParÀsthesien, die vor Einleitung der Carboplatin-Therapie bestehen, insbesondere wenn sie durch eine vorangegangene Cisplatin-Behandlung verursacht sind, können wÀhrend der Carboplatin- Therapie persistieren oder sich verschlimmern.

Zentralnervöse Symptome wurden gelegentlich berichtet; sie scheinen hĂ€ufig auf eine gleichzeitige Antiemetika-Therapie zurĂŒckzufĂŒhren zu sein.

FĂŒr eine Gruppe von Symptomen wie Kopfschmerzen, verĂ€nderte geistige LeistungsfĂ€higkeit, KrampfanfĂ€lle und Sehstörungen von Verschwommensehen bis hin zum Sehverlust (Symptome des reversiblen posterioren Leukoenzephalopathie-Syndroms, einer seltenen neurologischen Störung) ist die HĂ€ufigkeit nicht bekannt bzw. auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar.

AugenschÀdigende Wirkung (AugentoxizitÀt)
In seltenen FĂ€llen wurden vorĂŒbergehende Sehstörungen, bis hin zu einem vorĂŒbergehenden Sehverlust, unter Therapie mit platinhaltigen Arzneimitteln berichtet. Zu derartigen Effekten kommt es im Allgemeinen nur unter einer hochdosierten Therapie bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion.

LeberschÀdigende Wirkungen (HepatotoxizitÀt)
Leichte bis mĂ€ĂŸige VerĂ€nderungen der Leberfunktion sind fĂŒr mit Carboplatin behandelte Patienten mit normalen Ausgangswerten mitgeteilt worden. Die alkalischen Phosphatasen (bei 24 % der Patienten) sind hĂ€ufiger erhöht als SGOT (bei 15 % der Patienten) oder Gesamtbilirubin (bei 5 % der Patienten). Diese VerĂ€nderungen waren bei einer HĂ€lfte der Patienten meist nur leicht und bilden sich wĂ€hrend des Therapiekurses spontan zurĂŒck.

Schwere Funktionsstörungen der Leber (einschließlich akuter Lebernekrosen) sind nach höheren als den empfohlenen Carboplatin-Dosen aufgetreten.

Andere Nebenwirkungen
Über das Auftreten einer akuten PromyelozytenleukĂ€mie 6 Jahre nach einer Monotherapie mit Carboplatin und vorausgegangener Strahlentherapie wurde berichtet.

Gelegentlich sind GeschmacksverĂ€nderung, Haarausfall (Alopezie), Mukositis, Asthenia, Unwohlsein, Fieber und SchĂŒttelfrost ohne Befunde fĂŒr eine Infektion aufgetreten.

In EinzelfÀllen wurden Folgetumore als Folge sowohl einer Carboplatin-Monotherapie als auch einer Kombinationstherapie beobachtet (ein kausaler Zusammenhang ist nicht gesichert).

In EinzelfÀllen trat ein hÀmolytisch-urÀmisches Syndrom auf.

Über EinzelfĂ€lle von kardiovaskulĂ€ren Ereignissen (Herzinsuffizienz, Embolie) sowie EinzelfĂ€lle von zerebrovaskulĂ€ren Ereignissen (Blutungen im Gehirn (Apoplexie)) wurde berichtet (kausaler Zusammenhang mit Carboplatin nicht gesichert). EinzelfĂ€lle von Bluthochdruck (Hypertonie) wurden beobachtet.

Schmerzen, Hautrötungen, Schwellungen, Nesselsucht (Urtikaria) und Nekrosen an der Einstichstelle wurden beobachtet.

Es besteht die Möglichkeit von Elektrolyt-AbnormalitÀten.

Die HĂ€ufigkeit von MuskelkrĂ€mpfen, MuskelschwĂ€che, Verwirrung, Sehverlust oder -störungen, unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag, Nierenversagen oder auffĂ€llige Bluttestergebnisse (Symptome des Tumorlysesyndroms, das durch den raschen Abbau von Tumorzellen verursacht werden kann;

siehe Abschnitt 2) ist nicht bekannt.

Die HĂ€ufigkeit des Auftretens einer LungenentzĂŒndung ist nicht bekannt bzw. auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem BfArM (Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg- Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de) anzeigen. Indem Sie NebenÂŹwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Hinweise auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung:

Dieses PrĂ€parat ist ausschließlich zur Anwendung als Einzeldosis bestimmt.

Das Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf mit steriler 5 %-iger Glucoselösung oder steriler 0,9 %-iger Kochsalzlösung bis zu einer Endkonzentration von 0,5 mg/ml (500 ”g/ml) verdĂŒnnt werden.

Nach Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung/VerdĂŒnnung:
Nach VerdĂŒnnung mit 5 %iger Glucoselösung in Konzentrationen von 0,4 mg/ml bis 2 mg/ml sind die Infusionslösungen bei Raumtemperatur oder im KĂŒhlschrank unter Lichtschutz bis zu 72 Stunden stabil, bzw. nach VerdĂŒnnung mit 0,9 %iger Kochsalzlösung bis zu einer Konzentration von 0,5 mg/ml im KĂŒhlschrank bis zu 24 Stunden stabil. Nach VerdĂŒnnen mit 0,9 %iger Kochsalzlösung bis zu einer Konzentration von 2 mg/ml sollte die Lösung sofort verwendet werden.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Falls ein sofortiger Verbrauch nicht vorgesehen ist, liegt die sachgemĂ€ĂŸe Aufbewahrung der zubereiteten Infusionslösung in der Verantwortung des Benutzers. Eurocarboplatin ist ausschließlich zur Anwendung als Einzeldosis bestimmt.

Weitere Informationen

Was Eurocarboplatin enthÀlt

Der Wirkstoff ist Carboplatin.

1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthĂ€lt 10 mg Carboplatin. Der sonstige Bestandteil ist Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Wie Eurocarboplatin aussieht und Inhalt der Packung

Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in braunen Durchstechflaschen aus Glas der Glasart 1 mit Bromobutylgummistopfen und Aluminiumbördelkappe.

Originalpackungen mit jeweils 1 Durchstechflasche (N1) und 10 Durchstechflaschen (N2) mit 50 mg, 150 mg, 450 mg, 600 mg und 1000 mg Carboplatin als Lösung in einer Konzentration von 10 mg/ml.

Durchstechflaschen mit 5 ml (entspricht 50 mg Carboplatin)
Durchstechflaschen mit 15 ml (entspricht 150 mg Carboplatin)
Durchstechflaschen mit 45 ml (entspricht 450 mg Carboplatin)
Durchstechflaschen mit 60 ml (entspricht 600 mg Carboplatin)

Durchstechflaschen mit 100 ml (entspricht 1000 mg Carboplatin)

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Lapharm GmbH – Pharmazeutische Produkte MĂŒller-zu-Bruck-Straße 12

83052 BruckmĂŒhl Deutschland

Tel.: 08062 / 728088-0

Fax: 08062 / 728088-9 E-Mail: info@lapharm.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Juli 2018.

Zuletzt aktualisiert am 24.08.2022

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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