Wirkstoff(e) Flutamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller biosyn Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 07.11.1996
ATC Code L02BB01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Hormonantagonisten und verwandte Mittel

Zulassungsinhaber

biosyn Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Flutamid Sandoz 250mg Tabletten Flutamid Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Flutamid-CT 250mg Tabletten Flutamid CT Arzneimittel GmbH
Flutamid-ratiopharm 250 mg Tabletten Flutamid Ratiopharm GmbH
Flutamid-Uropharm Flutamid Uropharm AG
Flutamid 250 - 1 A-Pharma Flutamid 1 A Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

FLUTAMID-biosyn ist ein Mittel, das die Wirkung spezieller Sexualhormone vermindert (nichtsteroidales Antiandrogen).

Anwendungsgebiete
FLUTAMID-biosyn wird angewendet zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Prostatageschwulst, bei denen eine Unterdr√ľckung der Wirkungen des m√§nnlichen Geschlechtshormons (Testosteron) angezeigt ist:

Erstbehandlung in Kombination mit einem LH-RH-Analogon oder in Verbindung mit Hodenentfernung (komplette Blockade der m√§nnlichen Sexualhormone) sowie bei Patienten, die bereits mit einem LH-RH- Analogon behandelt werden bzw. bei denen bereits eine chirurgische Entfernung der m√§nnlichen Keimdr√ľsen (Kastration/Ablatio testis) erfolgt ist.

Zur Behandlung von Patienten, die auf andere Formen der Hormontherapie nicht ansprachen oder f√ľr die eine andere Hormontherapie nicht vertr√§glich, aber notwendigerweise angezeigt ist.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

FLUTAMID-biosyn darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Flutamid oder einen der sonstigen Bestandteile von FLUTAMID-biosyn sind.

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Besondere Vorsicht bei der Einnahme von FLUTAMID-biosyn ist erforderlich,

  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschr√§nkt ist. Ihr Arzt wird bei l√§ngerer Behandlungsdauer im Einzelfall √ľber die Anwendung von FLUTAMID-biosyn nach sorgf√§ltiger Abw√§gung von Nutzen und Risiko entscheiden.
  • wenn bei Ihnen die Werte bestimmter Leberenzyme (Serum-Transaminasen) das 2- bis 3-fache der Normalwerte √ľberschreiten. In diesem Fall sollte keine Behandlung mit FLUTAMID-biosyn bei Ihnen begonnen werden.
  • wenn bei Ihnen labordiagnostische Befunde Hinweise auf Lebersch√§den oder Gelbsucht ergeben, die ihre Ursache nicht in durch Gewebeuntersuchungen gesicherten Lebermetastasen haben. In diesem Fall wird Ihr Arzt FLUTAMID-biosyn absetzen.
  • wenn bei Ihnen labordiagnostische Befunde Hinweise auf Lebersch√§den oder Gelbsucht ergeben oder wenn bei Ihnen die Werte bestimmter Leberenzyme (Serumtransaminasen) √ľber das 2- bis 3-fache der Normalwerte √ľberschreiten, ohne dass ein klinisch auff√§lliger Befund vorliegt. In diesen F√§llen wird Ihr Arzt FLUTAMID-biosyn ebenfalls absetzen.
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist.
  • wenn Sie eine Herz und Gef√§√üe betreffende (kardiovaskul√§re) Erkrankung haben.

Wenn bei Ihnen Beeintr√§chtigungen der Leberfunktion w√§hrend der Behandlung mit FLUTAMID-biosyn auftreten, sind diese im Allgemeinen nach Absetzen von FLUTAMID-biosyn r√ľckbildungsf√§hig. Es wurde jedoch auch √ľber Todesf√§lle infolge einer schweren Sch√§digung der Leber berichtet, die im Zusammenhang mit einer Flutamid-Behandlung standen. Eine Kontrolle der Leberfunktion sollte vor Beginn der Therapie und w√§hrend der Behandlung in monatlichen Abst√§nden w√§hrend der ersten 4 Monate, danach in regelm√§√üigen Intervallen sowie umgehend bei Auftreten von Symptomen/Anzeichen von Leberfunktionsst√∂rungen (z. B. Juckreiz, dunkler Urin, andauernde Untergewichtigkeit bzw. Auszehrung, Gelbsucht, Schmerzen im rechten Oberbauch oder unspezifische "grippeartige Symptome") durchgef√ľhrt werden.

Flutamid ist nur zur Behandlung von männlichen Patienten vorgesehen.

Falls bei Ihnen eine Langzeitbehandlung mit FLUTAMID-biosyn durchgef√ľhrt werden soll und Sie weder mit einem LH-RH-Analogon behandelt werden noch eine Hodenentfernung bei Ihnen durchgef√ľhrt wurde, sollte Ihre Spermienzahl in regelm√§√üigen Abst√§nden bestimmt werden.

W√§hrend der Behandlung mit FLUTAMID-biosyn sollten Sie kontrazeptive Ma√ünahmen ergreifen und konsequent fortf√ľhren.

Wenn bei Ihnen ein bestimmtes weibliches Geschlechtshormon (√Ėstradiol) im Blut ansteigt, besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Thrombosen/Embolien.

Flutamid kann zu einer Erh√∂hung der Blutwerte von weiblichen und m√§nnlichen Geschlechtshormon f√ľhren, die zu einer St√∂rung des Wasserhaushalts mit ungen√ľgender Ausscheidung von Wasser aus dem K√∂rper f√ľhrt. Bei ausgepr√§gten F√§llen kann dies zu einem erh√∂hten Risiko von Brustenge (Angina pectoris) und Herzschw√§che (Herzinsuffizienz) f√ľhren.

Wenn eine Neigung zu Fl√ľssigkeitsansammlungen (√Ėdeme) oder Schwellungen der Kn√∂chel besteht, kann diese bei Einnahme von Flutamid verst√§rkt werden.

Es kann zu bernsteinfarbener und gr√ľnlich-gelber Verf√§rbung des Harns kommen. Dies ist jedoch kein Grund zur Beunruhigung, sondern eine ganz normale Reaktion auf die Einnahme von FLUTAMID-biosyn.

Bei Einnahme von FLUTAMID-biosyn mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel zur Gerinnungshemmung des Blutes (orale Antikoagulanzien) kann verstärkt werden. Eine neue Dosisfestsetzung Ihres blutgerinnungshemmenden Arzneimittels durch den

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behandelnden Arzt kann deswegen erforderlich sein.

Sie sollten FLUTAMID-biosyn nicht zusammen mit eventuell leberschädigenden Arzneimitteln einnehmen.

Wenn Sie gleichzeitige mit Theophyllin und FLUTAMID-biosyn behandelt werden, kann die Theophyllin- konzentration in Ihrem Blut ansteigen.

Bei Einnahme von FLUTAMID-biosyn zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Sie sollten einen √ľberm√§√üigen Alkoholkonsum vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Flutamid ist nur f√ľr den Gebrauch bei m√§nnlichen Patienten vorgesehen. W√§hrend der Behandlung sollten schwangerschaftsverh√ľtende Ma√ünahmen ergriffen und konsequent fortgef√ľhrt werden.

Es liegen keine Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft und/oder Stillzeit vor. In Tierstudien war die Reproduktionstoxizität von Flutamid mit der antiandrogenen Wirkung dieses Wirkstoffes verbunden.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wenn bei Ihnen Nebenwirkungen wie M√ľdigkeit, Schwindel oder Verwirrtheit durch die Einnahme von FLUTAMID-biosyn auftreten, sollten Sie weder ein Fahrzeug f√ľhren noch Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von FLUTAMID-biosyn

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie FLUTAMID-biosyn daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie FLUTAMID-biosyn immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

3-mal täglich 1 Tablette FLUTAMID-biosyn (entsprechend 750 mg Flutamid täglich).

Hinweise zur Kombinationstherapie:

Im Rahmen einer Erstbehandlung mit einem LH-RH-Analogon lassen sich Auftreten und Intensit√§t einer vor√ľbergehenden Aktivierung der Tumorkrankheit (Tumor-Flare-Ph√§nomen) durch eine einleitende Behandlung mit FLUTAMID-biosyn reduzieren.

Deshalb wird empfohlen, mit der 3-mal täglichen Einnahme einer Tablette FLUTAMID-biosyn (entsprechend 750 mg Flutamid pro Tag) mindestens 3 Tage vor der erstmaligen Verabreichung das LH- RH-Analogons zu beginnen und diese Dosierung anschließend beizubehalten.

Art der Anwendung
Die Tabletten werden vorzugsweise nach den Mahlzeiten mit etwas Fl√ľssigkeit unzerkaut eingenommen.

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Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von FLUTAMID-biosyn zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge FLUTAMID-biosyn eingenommen haben als Sie sollten

Schwere Vergiftungen sind bislang nicht beschrieben worden.

Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung Ihren Arzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann!

Wenn Sie die Einnahme von FLUTAMID-biosyn vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von FLUTAMID-biosyn abbrechen

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z. B. aufgrund des Auftretens von Nebenwirkungen - eigenmächtig die Behandlung mit FLUTAMID-biosyn unterbrechen oder vorzeitig beenden!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann FLUTAMID-biosyn Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:H√§ufigkeit aufgrund der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

System-Organ-Klasse

Behandlung mit

Gleichzeitige Behandlung mit FLUTAMID

 

FLUTAMID-biosyn

biosyn und LH-RH-Analogon

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Selten: G√ľrtelrose.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

System-Organ-KlasseBehandlung mit FLUTAMID-biosynGleichzeitige Behandlung mit FLUTAMID biosyn und LH-RH-Analogon
Infektionen und parasitäreErkrankungen
Selten:G√ľrtelrose.
Gutartige, bösartige undunspezifische Neubildungen(einschl. Zysten und Polypen)
Sehr selten:Tumoren (Neoplasien) der männlichen Brust.*
Erkrankungen des Blutesund des Lymphsystems
Selten:Lymphstauung (Lymphödeme).Blutarmut (Anämie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)
Sehr selten:Besondere Formen der Blutarmut

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(h√§molytische An√§mie, megalozyt√§re An√§mie), erh√∂hte Konzentration von Meth√§moglobin im Blut (Meth√§moglobin√§mie), durch Schwefel bedingte gr√ľnlich-schwarze Verf√§rbung des Blutes (Sulfh√§moglobin√§mie).
Erkrankungen desImmunsystems
Selten:Lupusähnliches Syndrom.
Stoffwechsel- undErnährungsstörungen
Häufig:Gesteigerter Appetit.
Selten:Appetitlosigkeit.Appetitlosigkeit.
Sehr selten:Erhöhter Blutzuckerspielgel, Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig:Schlaflosigkeit
Selten:Angst, Depression.Depression, Angst.
Erkrankungen desNervensystems
Selten:Schwindel, Kopfschmerzen.Benommenheit, Verwirrtheit, Nervosität.
Augenerkrankungen
Selten:verschwommenes Sehen.
Gefäßerkrankungen
Sehr häufig:Hitzewallungen
Selten:Hitzewallungen.Bluthochdruck.
Nicht bekannt:Verstopfungen eines Blutgefäßes durch ein mit dem Blut eingeschwemmtes Blutgerinnsel (Thromboembolien).
Erkrankungen der Atemwege,des Brustraums undMittelfells
Sehr selten:Lungensymptome (wie z.B. Atemnot, interstitielle Lungenerkrankung).
Erkrankungen desMagen-Darm-Traktes
Sehr häufig:Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.
Häufig:Durchfall, Übelkeit, Erbrechen.
Selten:unspezifische Oberbauchbeschwerden, Sodbrennen, Magenverstimmung, Schmerzen √§hnlich denen bei einem Magengeschw√ľr, Verstopfung.unspezifische Oberbauchbeschwerden.
Leber- und Gallenerkrankungen
H√§ufig:Leberentz√ľndung.
Gelegentlich:Leberentz√ľndung.
Selten:Leberfunktionsstörungen Gelbsucht.
Sehr selten:Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), Funktionsstörung des Gehirns infolge einer unzureichenden Entgiftungsfunktion der Leber (hepatische Enzephalopathie), Absterben von Leberzellen (hepatische Nekrose), Leberschädigung mit tödlichem Ausgang.
Erkrankungen der Hautund des Unterhautzellgewebes
Selten:Juckreiz, kleinflächige, fleckenförmige Blutung der Haut (Ekchymosen).Ausschlag/Rötung.
Sehr selten:Lichtempfindlichkeit mitLichtempfindlichkeit mit Auftreten von

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Auftreten von Hautreaktionen nach Lichteinwirkung.Hautreaktionen nach Lichteinwirkung, entz√ľndliche R√∂tung der Haut (Erythema), Geschw√ľrbildungen, Blasenbildung, ausgedehnte blasige Abl√∂sung der Oberhaut (epidermale Nekrolyse).
Skelettmuskulatur-,Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten:Nerven und Muskeln betreffende Beschwerden.
Erkrankungen der Nierenund Harnwege
Selten:Symptome der Harn- und Geschlechtsorgane (Urogenitaltrakt- Symptome).
Sehr selten:Bernsteinfarbene oder gr√ľnlich-gelbe Verf√§rbung des Urins.
Erkrankungen derGeschlechtsorgane und Brustdr√ľse
Sehr h√§ufig:Vermehrung des Brustdr√ľsengewebes (Gyn√§komastie) und/oder Brustschmerzen, Milchabsonderung.verminderter Geschlechtstrieb, St√∂rung der Zeugungsf√§higkeit.
Gelegentlich:Vermehrung des Brustdr√ľsengewebes (Gyn√§komastie).
Selten:verminderter Geschlechtstrieb, reduzierte Spermienzahl.
Allgemeine Erkrankungenund Beschwerden amVerabreichungsort
H√§ufig:M√ľdigkeit.
Selten:Fl√ľssigkeitsansammlunge n im Gewebe (√Ėdeme), Schw√§che, Unwohlsein, Durst, Schmerzen im Brustkorb.Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (√Ėdeme), Irritation an der Injektionsstelle.
Untersuchungen
H√§ufig:Vor√ľbergehende abnorme Leberfunktion.
Selten:erhöhte Blut-Harnstoffwerte, erhöhte Serumkreatininwerte.

*Es wurden einzelne Fälle eines bösartigen Tumors der männlichen Brust nach Anwendung von Flutamid beobachtet.

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen in klinischen Studien bei der alleinigen Behandlung mit Flutamid (Monotherapie) sind Vermehrung des Brustdr√ľsengewebes (Gyn√§komastie) und/oder Brustschmerzen, manchmal mit Milchabsonderung einhergehend Diese Nebenwirkungen sind reversibel, wenn die Behandlung abgesetzt oder die Dosis reduziert wird.

Zu Beginn ist unter einer Monotherapie mit Flutamid ein umkehrbarer Anstieg des m√§nnlichen Geschlechtshormons im Blut (Serumtestosteron) m√∂glich, au√üerdem kann es zu Hitzewallungen sowie zu einer √Ąnderung des Behaarungstypus kommen.

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen in klinischen Studien bei der gleichzeitigen Behandlung (Kombinationstherapie) von Flutamid mit LH-RH-Agonisten waren Hitzewallungen, verminderter Geschlechtstrieb, Störung der Zeugungsfähigkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Mit Ausnahme von Durchfall sind dies bekannte Nebenwirkungen bei der Monotherapie mit einem LH-RH- Agonisten mit vergleichbarer Häufigkeit.

Die unter Flutamid-Monotherapie h√§ufig auftretende Vermehrung des Brustdr√ľsengewebes (Gyn√§komastie) war bei der Kombinationstherapie deutlich reduziert.

In klinischen Studien zeigte sich kein deutlicher Unterschied bei der Gynäkomastie-Häufigkeit zwischen der Placebo/LH-RH-Agonist-Behandlung und Flutamid/LH-RH-Agonist-Behandlung.

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Selten treten kardiovaskuläre Störungen auf.

Über Kopfhaarverlust und Muskelkrämpfe wurde berichtet.

Kleinknotige Ver√§nderungen des Brustdr√ľsenk√∂rpers k√∂nnen gelegentlich auftreten.

Bei einer Monotherapie mit Flutamid kann es initial zu einem reversiblem Anstieg des Serumtestosteronskommen. Ferner wurden √Ąnderungen des Behaarungstypus beobachtet.

Nach der Markteinf√ľhrung wurden F√§lle von akutem Nierenversagen, entz√ľndlicher Erkrankung der Nieren (interstitielle Nephritis) und Durchblutungsst√∂rung des Herzmuskels (myokardiale Isch√§mie) mit unbekannter H√§ufigkeit beobachtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Aufbewahrungsbedingungen:

Vor Licht gesch√ľtzt aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was FLUTAMID-biosyn enthält:

Der Wirkstoff ist Flutamid.

1 Tablette enthält 250 mg Flutamid.

Die sonstgen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Lactose Monohydrat, Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Wie FLUTAMID-biosyn aussieht und Inhalt der Packung:

FLUTAMID-biosyn sind blass-gelbe, runde, flache, biplane Tabletten in Blisterpackungen aus PVC- und Aluminiumfolie.

Originalpackungen mit 21 Tabletten (N1)

Originalpackungen mit 84 Tabletten (N3)

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Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller biosyn Arzneimittel GmbH

Schorndorfer Strasse 32 70734 Fellbach

Tel. (0711) 575 32 00

Fax (0711) 575 32 99 E-Mail: info@biosyn.de http://www.biosyn.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2015.

Fachwörter-Verzeichnis mit ErklärungenFLUTAMID-biosyn

ACTH: Adrenocorticotropes Hormon, s. Hypophysenhormone

Antihormone sind Substanzen, die die Wirkung der k√∂rpereigenen Hormone hemmen, z. B. Antiandrogene. Letztere unterdr√ľcken entweder die Androgenproduktion (Testosteronproduktion) im Hoden oder blockieren die Androgenwirkung an der Prostatazelle, wie z. B. FLUTAMID-biosyn.

Chemotherapie bezeichnet die Behandlung mit Zytostatika (Medikamente, die die Zellteilung hemmen). Verglichen mit den anderen Therapien spielt die Chemotherapie in der Prostatakrebsbehandlung nur eine untergeordnete Rolle. Die Chemotherapie wird dann eingesetzt, wenn Hormon- und Strahlentherapie nicht mehr wirken und eine operative Behandlung nicht mehr in Frage kommt.

FSH: Follikelstimulierendes Hormon, s. Hypophysenhormone

Hypophyse: Die Hirnanhangsdr√ľse ist eine kirschgro√üe, sehr komplexe und √§u√üerst wichtige Dr√ľse, die direkt mit dem Zwischenhirn (Hypothalamus) verbunden ist und auch mit fast allen endokrinen Dr√ľsen in Verbindung steht. Die Hypophyse ist in der kn√∂chernen Sch√§delbasis lokalisiert.

Hypophysenhormone sind haupts√§chlich die sog. tropen Hormone, die die endokrinen Dr√ľsen stimulieren: das ACTH mit Wirkung auf die Nebennierenrinde, die gonadotropen Hormone LH und FSH, die auf die Geschlechtsdr√ľsen (Gonaden) wirken, und das TSH, das die Schilddr√ľse stimuliert.

Kastration (operativ/strahlentherapeutisch/chemisch-medikament√∂s) bezeichnet die operative Entfernung der Keimdr√ľsen (Hoden, Eierst√∂cke) oder deren Ausschaltung durch R√∂ntgenbestrahlung oder durch Medikamente. Die Hodenentfernung ist die einfachste Methode eines Androgenentzugs, der zu ca. 90 % gew√§hrleistet wird. Um die restlichen 10 % zu entfernen, m√ľsste man die andere Bildungsst√§tte in der Nebenniere oder die Hirnanhangsdr√ľse operativ entfernen. Man tut dies sehr ungern, zumal man heute √ľber sehr wirksame Medikamente (Antihormone) verf√ľgt, die das Gleiche bewirken.

LH: Luteinisierendes Hormon, s. Hypophysenhormone

LH-RH: Die sog. Releasinghormone (RH, engl. to release = freisetzen) werden im Hypothalamus gebildet und stimulieren die Hypophyse, die entsprechenden tropen Hormone zu synthetisieren. LH-RH-Analoga leiten sich von dem nat√ľrlichen Hormon LH-RH ab; obwohl chemisch sehr √§hnlich, blockieren sie die Produktion von LH und FSH und bewirken letztendlich auch einen Produktionsstopp des Testosterons im Hoden ("medikament√∂se Kastration").

Nichtsteroidal ist eine Substanz, die keine Steroide (Gruppe sterinähnlicher, biologisch wichtiger organischer Verbindungen) enthält, wie z. B. FLUTAMID-biosyn. Die nichtsteroidalen Hormone (Peptide) unterscheiden sich von den Steroidhormonen u. a. durch ihre Halbwertszeit (HWZ), die bei ersteren kurz ist. Die HWZ von FLUTAMID-biosyn beträgt 6 Stunden; FLUTAMID-biosyn muss deshalb 3mal pro Tag eingenommen werden.

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Prostata: Die Vorsteherdr√ľse ist ein kastaniengro√ües derbes Organ, das den Anfangsteil der m√§nnlichen Harnr√∂hre umgibt. Testosteron bewirkt in der Prostata, dass vermehrt Dr√ľsensekrete gebildet werden und die Zellteilung angeregt wird. Durch alleinigen Entzug des Testosterons vermindert sich die Gr√∂√üe der Prostatadr√ľse auf bis zu 40 %. Der Hormonentzug f√ľhrt zwar in den seltensten F√§llen zu einer v√∂lligen R√ľckbildung des Prostatakarzinoms, jedoch sehr h√§ufig zu einem Stillstand des Fortschreitens. Dieser Wachstumsstillstand kann sehr lange andauern.

Sexualhormone oder Geschlechtshormone (= √Ėstrogene, Gestagene, Androgene) werden in den Geschlechtsdr√ľsen (Eierst√∂cke/Ovarien bei der Frau, Hoden/Testis beim Mann) gebildet. Diese Hormone haben allgemeine biologische Wirkung (Ausbildung der sekund√§ren Geschlechtsmerkmale w√§hrend der Pubert√§t) auf den K√∂rper und spezifische Effekte auf die Zielorgane wie Uterus (Geb√§rmutter) und Prostata.

Testosteron (s. auch Sexualhormone) ist das f√ľr den m√§nnlichen Organismus spezifische Geschlechtshormon. Ungef√§hr 90 % dieses androgenen Hormons beim Mann werden von den Hoden unter dem Einfluss von LH und FSH gebildet. Etwa 10 % entstammen der inneren Zone der Nebennierenrinde, die unter der Stimulation von ACTH steht.

Tumormarker sind im Blut oder im Gewebe nachweisbare Eiweißstoffe, die bei Tumorwachstum erhöht sein können (z. B. PSA oder PSP beim Prostatakarzinom). Die Tumormarker sind häufig erst ab einer bestimmten Tumorgröße im Blut nachweisbar. Normale Tumormarkerwerte schließen eine Wiedererkrankung also nicht aus.

TURP (transurethrale Prostatektomie) ist die Entfernung von Prostatagewebe durch die Harnröhre hindurch, so dass auf einen Bauchschnitt verzichtet werden kann.

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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2022

Quelle: Flutamid-biosyn - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Flutamid
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Zulassungsdatum 07.11.1996
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden