Oxycodon-HCl STADA 80 mg Retardtabletten

Abbildung Oxycodon-HCl STADA 80 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Oxycodon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.01.2007
ATC Code N02AA05
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Oxycodon-HCl dura 40 mg Retardtabletten Oxycodon Mylan dura GmbH
Oxycodon-HCl dura 10 mg Retardtabletten Oxycodon Mylan dura GmbH
Oxycodon-HCl beta 40 mg Retardtabletten Oxycodon betapharm Arzneimittel GmbH
Oxycodon-HCl AWD 40 mg Retardtabletten Oxycodon AWD.pharma GmbH & Co. KG
Oxycodon-HCl Develco 10 mg Retardtabletten Oxycodon Develco Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Oxycodon-HCl STADA¬ģ ist ein zentral wirkendes starkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide.

Oxycodon-HCl STADA¬ģ wird angewendet

zur Behandlung von starken Schmerzen, die ‚Äď da andere schmerzstillende Mittel nicht ausreichend gewirkt haben ‚Äď die Behandlung mit einem Opioid-Schmerz- mittel erforderlich machen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Oxycodon-HCl STADA¬ģ darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Oxycodonhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind,

  • wenn Sie an schwerer Atemdepression mit erniedrigter Sauerstoffs√§ttigung des Blutes (Hypoxie) und/oder erh√∂hter Kohlendioxids√§ttigung des Blutes (Hyperkapnie) leiden,
  • wenn Sie an einer schweren chronisch obstruktiven Lungenkrankheit, Cor pulmonale (Herzver√§nderung infolge chronischer √úberlastung des Lungen- kreislaufs) oder akutem schwerem Bronchialasthma leiden,
  • bei Darml√§hmung (paralytischem Ileus),
  • bei einem akuten Abdomen und einer verz√∂gerten Magenentleerung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • bei √§lteren und geschw√§chten Patienten,
  • bei schwerer Beeintr√§chtigung von Lungen-, Leber- oder Nierenfunktion,
  • bei Myx√∂dem (bestimmten Erkrankungen der Schilddr√ľse), Unterfunktion der Schilddr√ľse,
  • bei Nebennierenrinden-Insuffizienz (Addisonscher Krankheit),
  • bei krankhaft vergr√∂√üerter Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie),
  • bei z.B. durch Alkohol bedingten Vergiftungs- (Intoxikations-) Psychosen,
  • bei Alkoholabh√§ngigkeit, Delirium tremens,
  • bei bekannter Opioidabh√§ngigkeit,
  • bei Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis),
  • bei Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck,
  • bei Kreislaufregulationsst√∂rungen,
  • bei Epilepsie oder Neigung zu Krampfanf√§llen,
  • bei Einnahme von MAO-Hemmern,
  • bei Gallenwegserkrankungen, Gallen- oder Harnleiterkoliken,
  • bei obstruktiven und entz√ľndlichen Darmerkrankungen,
  • bei Verdacht auf paralytischen Ileus

Falls diese Angaben bei Ihnen zutreffen oder fr√ľher einmal zutrafen, befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt.

√Ąhnlich wie andere Opioide kann Oxycodon die normale Produktion der k√∂rper- eigenen Hormone (wie Kortisol oder Sexualhormone) beeinflussen. Dies ge- schieht vor allem dann, wenn Sie √ľber lange Zeitr√§ume hohe Dosen erhalten haben.

Oxycodon-HCl STADA¬ģ besitzt ein prim√§res Abh√§ngigkeitspotential. Bei l√§nger- fristiger Anwendung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Erfordernis h√∂herer Dosen zum Erzielen des erw√ľnschten schmerzlindernden Effektes kommen. Die chronische Anwendung von Oxyco- don-HCl STADA¬ģ kann zu k√∂rperlicher Abh√§ngigkeit f√ľhren. Bei abrupter Been- digung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten. Wenn die Therapie mit Oxycodon nicht mehr l√§nger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allm√§hlich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyn- droms zu vermeiden.

Bei bestimmungsgem√§√üer Anwendung bei chronischen Schmerzpatienten ist das Risiko k√∂rperlicher und psychischer Abh√§ngigkeit deutlich vermindert und muss im Verh√§ltnis zum Nutzen entsprechend bewertet werden. Sprechen Sie dar√ľber mit Ihrem behandelnden Arzt.

Dieses Arzneimittel sollte nicht von Patienten mit bestehendem oder in der Ver- gangenheit liegendem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch eingenom- men werden.

Alkoholgenuss während der Behandlung

Die Einnahme von Alkohol w√§hrend der Behandlung mit Oxycodon-HCl STADA¬ģ kann zu verst√§rkter Schl√§frigkeit f√ľhren oder das Risiko schwerwiegender Ne- benwirkungen erh√∂hen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, w√§hrend der Einnahme von Oxyco- don-HCl STADA¬ģ keinen Alkohol zu trinken.

Kinder

Oxycodon-HCl STADA¬ģ ist nicht bei Kindern unter 12 Jahren untersucht worden. Sicherheit und Wirksamkeit sind daher nicht √ľberpr√ľft, so dass eine Anwendung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen wird.

√Ąltere Menschen

Bei älteren Patienten ohne Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen ist eine Dosisanpassung in der Regel nicht erforderlich.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ kann bei Dopingkontrollen zu posi- tiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Einnahme von Oxycodon-HCl STADA¬ģ zusammen mit anderen Arzneimit- teln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver- schreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Zentral dämpfend wirkende Arzneimittel (z.B. Schlaf- und Beruhigungsmittel [Se- dativa, Hypnotika], andere auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel [Phe- nothiazine, Neuroleptika], Arzneimittel gegen Allergien oder Erbrechen [Antihis- taminika, Antiemetika]) sowie andere Opioide oder Alkohol können die Neben- wirkungen von Oxycodon, insbesondere die Atemdämpfung (Atemdepression) verstärken.

Die gleichzeitige Anwendung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ und Beruhigungsmit- teln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erh√∂ht das Risiko f√ľr Schl√§frigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbe- drohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Be- tracht gezogen werden, wenn es keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten gibt.

Wenn Ihr Arzt jedoch Oxycodon-HCl STADA¬ģ zusammen mit sedierenden Arz- neimitteln verschreibt, sollten die Dosis und die Dauer der begleitenden Behand- lung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie ein- nehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte dar√ľber zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Arzneimittel mit anticholinerger Wirkung (z.B. andere auf das Nervensystem wir- kende Arzneimittel [Psychopharmaka], Arzneimittel gegen Allergien [Antihistami- nika] oder Erbrechen [Antiemetika], Arzneimittel gegen die Parkinsonsche Krank- heit) können bestimmte Nebenwirkungen von Oxycodon verstärken (wie z.B. Verstopfung, Mundtrockenheit oder Störungen beim Wasserlassen).

Monoaminoxidase-Hemmer k√∂nnen mit Oxycodon zu Bluthochdruckkrisen oder zu einem starken Absinken des Blutdrucks f√ľhren.

Cimetidin kann den Abbau von Oxycodon hemmen. Der Einfluss anderer Arznei- mittel, die die Verstoffwechselung von Oxycodon wesentlich beeinflussen kön- nen, ist nicht untersucht.

In Einzelfällen wurde eine klinisch relevante Abnahme oder Zunahme der Gerin- nungsfähigkeit des Blutes bei gleichzeitiger Einnahme von Oxycodon und Gerin- nungshemmern vom Cumarin-Typ beobachtet.

Das Risiko f√ľr Nebenwirkungen steigt, wenn Sie Antidepressiva (wie z. B. Ci- talopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin) anwenden. Diese Arzneimittel k√∂nnen zu einer Wechselwirkung mit Oxycodon f√ľhren. Es k√∂nnen bei Ihnen unter anderem folgende Symptome auf- treten: Unfreiwillige, rhythmische Muskelkontraktionen, einschlie√ülich der Mus- keln, die die Bewegung des Auges steuern, Unruhe, √ľberm√§√üiges Schwitzen, Zittern, √ľbersteigerte Reflexe, erh√∂hte Muskelspannung sowie K√∂rpertemperatur √ľber 38 C. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn diese Symptome bei Ihnen auf- treten.

Einnahme von Oxycodon-HCl STADA¬ģ zusammen mit Getr√§nken und Alko- hol

Gleichzeitiger Alkoholgenuss verstärkt die Beeinträchtigung der psychischen Leistungsfähigkeit und des Reaktionsvermögens und kann möglicherweise auf- tretende Nebenwirkungen, wie Benommenheit und Atemdämpfung, verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Die Einnahme von Oxycodon-HCl STADA¬ģ w√§hrend der Schwangerschaft sollte soweit wie m√∂glich vermieden werden. Es liegen nur unzureichende Erfahrungen √ľber eine Oxycodon-Anwendung am Menschen w√§hrend der Schwangerschaft vor.

Oxycodon gelangt durch die Plazenta in den Organismus des Kindes. Eine l√§n- gerfristige Anwendung von Oxycodon w√§hrend der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren. Unter der Geburt angewen- det, kann beim Kind eine Atemd√§mpfung (Atemdepression) hervorgerufen wer- den.

Stillzeit

W√§hrend einer Behandlung mit Oxycodon-HCl STADA¬ģ sollte das Stillen unter- brochen werden oder abgestillt werden. Oxycodonhydrochlorid geht in die Mut- termilch √ľber. Daher kann insbesondere nach Einnahme mehrerer Dosen von Oxycodon-HCl STADA¬ģ ein Risiko f√ľr das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Oxycodon kann Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt oder nicht mehr gegeben ist. Bei einer stabilen Therapie ist ein generelles Fahrverbot nicht zwingend erforderlich. Die Beurtei- lung der jeweils individuellen Situation ist durch den behandelnden Arzt vorzu- nehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und unter welchen Bedingungen Sie Auto fahren können.

Oxycodon-HCl STADA¬ģ enth√§lt Glucose, Sucrose und Propylenglycol

Bitte nehmen Sie Oxycodon-HCl STADA¬ģ erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enthält 4,8 mg Propylenglycol pro Retardtablette.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Oxycodon-HCl STADA¬ģ immer genau nach der Anweisung des Arz- tes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis f√ľr:

Erwachsene und Jugendliche (√ľber 12 Jahre)

Die Anfangsdosis betr√§gt im Allgemeinen 10 mg Oxycodonhydrochlorid in 12- st√ľndlichen Abst√§nden, hierf√ľr stehen die niedriger dosierten Oxycodon-HCl STADA¬ģ 20 mg Retardtabletten zur Verf√ľgung, die teilbar sind und daher die Einnahme von 10 mg Oxycodonhydrochlorid erlauben.

Die weitere Festlegung der Tagesdosis, die Aufteilung auf die Einzelgaben und eine im Lauf der Therapie gegebenenfalls notwendige Dosisanpassung wird vom behandelnden Arzt vorgenommen in Abhängigkeit von der bisherigen Dosierung.

Patienten, die bereits Opioide erhalten haben, k√∂nnen die Behandlung unter Be- r√ľcksichtigung ihrer Opioid-Erfahrung bereits mit h√∂heren Dosierungen begin- nen.

Einige Patienten, die Oxycodon-HCl STADA¬ģ nach einem festen Zeitschema er- halten, ben√∂tigen schnell freisetzende Schmerzmittel als Bedarfsmedikation zur Beherrschung von Durchbruchschmerzen. Oxycodon-HCl STADA¬ģ ist f√ľr die Be- handlung dieser Durchbruchschmerzen nicht vorgesehen.

Bei der Behandlung von Nicht-Tumorschmerzen sind 40 mg Oxycodonhydroch- lorid (verteilt auf zwei Einzelgaben mit jeweils 20 mg) im Allgemeinen eine aus- reichende Tagesdosis; höhere Dosierungen können aber auch erforderlich sein.

F√ľr niedrigere Dosierungen steht Oxycodon-HCl STADA¬ģ 20 mg Retardtabletten und Oxycodon-HCl STADA¬ģ 40 mg Retardtabletten zur Verf√ľgung.

Patienten mit Tumorschmerzen benötigen im Allgemeinen Dosierungen von 80 mg bis 120 mg Oxycodonhydrochlorid, die in Einzelfällen bis zu 400 mg gestei- gert werden können.

Die Behandlung muss im Hinblick auf die Schmerzlinderung sowie sonstige Wir- kungen regelm√§√üig beobachtet werden, um eine bestm√∂gliche Schmerztherapie zu erreichen, eine rechtzeitige Behandlung auftretender Nebenwirkungen sowie eine Entscheidung √ľber die Fortf√ľhrung einer Behandlung zu erm√∂glichen.

√Ąltere Patienten

Bei älteren Patienten ohne Beeinträchtigung der Nieren- und/oder Leberfunktion ist eine Dosisanpassung in der Regel nicht erforderlich.

Risikopatienten

Patienten mit Nieren- und/oder Leberfunktionsst√∂rungen erhalten als Anfangsdo- sis die H√§lfte der f√ľr Erwachsene empfohlenen Dosis. Dies gilt auch f√ľr Patienten mit niedrigem K√∂rpergewicht und Patienten mit langsamer Verstoffwechselung von Arzneimitteln.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ zu stark oder zu schwach ist.

Art und Dauer der Anwendung

Nehmen Sie die Retardtabletten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (1/2 Glas Wasser) zu den oder unabh√§ngig von den Mahlzeiten morgens und abends nach einem festen Zeitschema (z.B. morgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) ein. Oxycodon-HCl STADA¬ģ soll nicht mit einem alkoholhaltigen Getr√§nk eingenom- men werden.

Die Retardtablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Um die Retardierung der Tabletten nicht zu beeintr√§chtigen, d√ľrfen die Retard- tabletten nicht zerkaut oder zerrieben werden. Die Anwendung zerkauter oder zerriebener Retardtabletten f√ľhrt zu einer schnelleren Wirkstofffreisetzung und

zur Aufnahme einer möglicherweise tödlichen Dosis von Oxycodon (siehe unter

‚ÄúWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Oxycodon-HCl STADA¬ģ eingenommen haben als Sie sollten‚ÄĚ).

Oxycodon-HCl STADA¬ģ ist nur zur Einnahme bestimmt. Eine missbr√§uchliche Injektion (Einspritzen in ein Blutgef√§√ü) der aufgel√∂sten Tabletten darf nicht vor- genommen werden, weil insbesondere der Tablettenbestandteil Talkum zur Zer- st√∂rung von lokalem Gewebe (Nekrose), zur Ver√§nderung des Lungengewebes (Lungengranulom) oder zu anderen schwerwiegenden, m√∂glicherweise t√∂dlichen unerw√ľnschten Ereignissen f√ľhren kann.

Ihr Arzt wird die Dosierung an die Schmerzintensität und an Ihre individuelle Emp- findlichkeit anpassen. Nehmen Sie die von Ihrem Arzt festgelegte Anzahl Retar- dtabletten 2-mal täglich ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Oxycodon-HCl STADA¬ģ zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Oxycodon-HCl STADA¬ģ eingenommen ha- ben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Retardtabletten als verordnet eingenommen haben, sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren. Im Einzelnen können auftreten: enge Pupillen (Mi- osis), Atemdämpfung (Atemdepression), verminderte Spannung der Skelettmus- kulatur sowie Abfall des Blutdrucks.

In schweren Fällen können Kreislaufversagen, Erstarrung (Stupor), Bewusstlo- sigkeit (Koma), Pulsverlangsamung (Bradykardie) und Ansammlung von Wasser

in der Lunge (nicht vom Herzen ausgehend [nicht kardiogenes Lungenödem]) auftreten; bei missbräuchlicher Anwendung hoher Dosen starker Opioide wie Oxycodon ist ein tödlicher Ausgang möglich.

Keinesfalls d√ľrfen Sie sich in Situationen begeben, die erh√∂hte Aufmerksamkeit erfordern, z.B. Auto fahren.

Wenn Sie die Einnahme von Oxycodon-HCl STADA¬ģ vergessen haben

Wenn Sie eine geringere Dosis als vorgesehen von Oxycodon-HCl STADA¬ģ ein- nehmen oder die Einnahme ganz vergessen haben, so f√ľhrt dies zu einer man- gelhaften bzw. fehlenden Schmerzlinderung.

Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, so k√∂nnen Sie diese nach- holen, wenn die n√§chste regul√§re Einnahme in mehr als 8 Stunden vorgesehen war. Dann k√∂nnen Sie Ihren √ľblichen Einnahmeplan beibehalten.

Bei einem k√ľrzeren Zeitraum zur n√§chsten Einnahme nehmen Sie die Retard- tabletten auch, schieben die n√§chste Einnahme jedoch um 8 Stunden hinaus. Grunds√§tzlich sollten Sie nicht h√§ufiger als alle 8 Stunden Oxycodon-HCl STADA¬ģ einnehmen.

Keinesfalls sollten Sie die doppelte Einzeldosis anwenden.

Wenn Sie die Einnahme von Oxycodon-HCl STADA¬ģ abbrechen

Setzen Sie Oxycodon-HCl STADA¬ģ nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab.

Falls die Therapie nicht länger angezeigt ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugsyn- droms zu vermeiden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Oxycodon-HCl STADA¬ģ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Oxycodon-HCl STADA¬ģ nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt m√∂glichst umgehend auf.

Eine Atemdepression ist die bedeutsamste Gef√§hrdung durch Opioide und tritt am ehesten bei √§lteren und geschw√§chten Patienten auf. Bei daf√ľr anf√§lligen Patienten k√∂nnen Opioide in der Folge auch schwere Blutdruckabf√§lle hervorru- fen.

Oxycodon kann Atemdämpfung (Atemdepression), Pupillenverengung, Krämpfe der Bronchialmuskeln und Krämpfe der glatten Muskulatur hervorrufen sowie den Hustenreflex dämpfen.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Sedierung (M√ľdigkeit bis Benommenheit); Schwindel; Kopfschmerzen; Verstop- fung, in Einzelf√§llen bis zum Darmverschluss; √úbelkeit; Erbrechen; Juckreiz.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Schw√§chezust√§nde (Asthenie); verschiedenartige psychische Nebenwirkungen wie Stimmungsver√§nderungen (z.B. Angst, Depression, Euphorie), Ver√§nderun- gen in der Aktiviertheit (meist D√§mpfung, ggf. mit Antriebsarmut, gelegentlich Er- h√∂hung mit Unruhezust√§nden, Nervosit√§t und Schlafst√∂rungen) und Ver√§nderun- gen der Leistungsf√§higkeit (Denkst√∂rungen, Verwirrtheit, selten Erinnerungsl√ľ- cken, in Einzelf√§llen Sprachst√∂rungen); Missempfindungen (Par√§sthesien); Blut- drucksenkung, selten mit Folgesymptomen wie z.B. Herzklopfen; Ohnmacht, Atemnot (Dyspnoe); Mundtrockenheit, selten auch mit Durstgef√ľhl und Schluck- beschwerden; Magen-Darm-Beschwerden, wie z.B. Bauchschmerzen; Durchfall; Schluckauf; Ern√§hrungsst√∂rung (Dyspepsie); Appetitabnahme, Hauterscheinun- gen wie Hautausschlag, selten erh√∂hte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilit√§t), in Einzelf√§llen juckender (Urtikaria) oder schuppiger Ausschlag (exfoliative Derma- titis); Beeintr√§chtigungen beim Wasserlassen (Harnverhalten, aber auch ver- mehrter Harndrang); Schwitzen bis hin zum Sch√ľttelfrost.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Ver√§nderung der Wahrnehmung wie z.B. Entpers√∂nlichung, Wahnvorstellungen (Halluzinationen); Geschmacksst√∂rungen; Sehst√∂rungen; gesteigertes H√∂remp- finden (Hyperakusis); sowohl erh√∂hte als auch verminderte Muskelspannung; Zit- tern (Tremor); unwillk√ľrliche Muskelkontraktionen; herabgesetzter Tastsinn (Hyp√§sthesie); Koordinationsst√∂rungen; Unwohlsein, Pulsbeschleunigung; Ge- f√§√üerweiterung (Vasodilatation), vermehrtes Husten; Rachenentz√ľndung; Schnupfen; Ver√§nderung der Stimme; Gallenkoliken; Mundgeschw√ľre; Zahn- fleischentz√ľndungen; Bl√§hungen, St√∂rungen der Sexualfunktion; Verletzungen durch Unf√§lle; Schmerzen (z.B. Brustschmerzen); Wasseransammlung (√Ėdeme); Migr√§ne; k√∂rperliche (physische) Abh√§ngigkeit mit Entzugssymptomen; allergi- sche Reaktionen, Abnahme der Konzentration von Geschlechtshormonen, die die Spermienproduktion bei M√§nnern oder den Zyklus der "Periode"
(Regelblu- tung) bei Frauen beeinflussen können.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie); Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation); Tr√§nensekretionsst√∂rungen; epileptische Krampfanf√§lle, insbe- sondere bei Personen mit Epilepsie oder Neigung zu Krampfanf√§llen; Zahn- fleischbluten; gesteigerter Appetit; Teerstuhl; Zahnver√§nderungen; trockene Haut; Herpes simplex (Erkrankung der Haut und der Schleimh√§ute); Blut im Harn (H√§maturie); Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrh√∂); Gewichtsver√§nderun- gen (Abnahme oder Zunahme); Zellgewebsentz√ľndungen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen). Toleranz und Abhängigkeit können sich entwickeln.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Entzugserscheinungen bei Neugeborenen, deren Mutter in der Schwangerschaft Oxycodon angewendet hat.

Gegenmaßnahmen

Sollten bei Ihnen oben genannte Nebenwirkungen auftreten, so kann Ihr Arzt in der Regel geeignete Ma√ünahmen ergreifen. Der Nebenwirkung Verstopfung k√∂n- nen Sie durch vorbeugende Ma√ünahmen (wie z.B. viel trinken, ballaststoffreiche Ern√§hrung) entgegenwirken. Wenn Ihnen √ľbel ist oder Sie erbrechen m√ľssen, wird Ihnen Ihr Arzt ein Arzneimittel dagegen verschreiben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apo- theker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinfor- mation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr In- formationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt wer- den.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpa- ckung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú oder ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht

mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des ange- gebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder- lich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toi- lette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimit- tel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Oxycodon-HCl STADA¬ģ 80 mg Retardtabletten enth√§lt

Der Wirkstoff ist: Oxycodonhydrochlorid.

1 Retardtablette enthält 80 mg Oxycodonhydrochlorid, entsprechend 71,7 mg Oxycodon.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Ethylcellulose, Hyprolose, Hypromel- lose, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Propylenglycol, Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Zucker-St√§rke-Pellets (Glucose, Mais- st√§rke, Sucrose). Film√ľberzug: Hypromellose, Macrogol 6000, Talkum, Titandi- oxid (E171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172).

Wie Oxycodon-HCl STADA¬ģ 80 mg Retardtabletten aussieht und Inhalt der Packung

Oxycodon-HCl STADA¬ģ 80mg Retardtabletten sind gelb, bikonvex und oblong mit beidseitiger Bruchkerbe.

Oxycodon-HCl STADA¬ģ 80 mg Retardtabletten ist in Packungen mit 20, 48, 50, 98 und 100 Retardtabletten erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2022

Quelle: Oxycodon-HCl STADA 80 mg Retardtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Oxycodon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.01.2007
ATC Code N02AA05
Pharmakologische Gruppe Opioide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden