Sulfasalazin HEXAL 500 mg magensaftresistente Filmtabletten

Abbildung Sulfasalazin HEXAL 500 mg magensaftresistente Filmtabletten
Wirkstoff(e) Sulfasalazin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A07EC01
Pharmakologische Gruppe Intestinale Antiphlogistika

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Sulfasalazin-Heyl Sulfasalazin H e y l Chemisch-Pharmazeutische Fabrik GmbH & Co. KG
Colo-Pleon Sulfasalazin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Sulfasalazin medac 500 mg magensaftresistente Filmtabletten Sulfasalazin Medac Gesellschaft f√ľr klinische Spezialpr√§parate m.b.H.
Pleon RA Sulfasalazin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Azulfidine RA Sulfasalazin Pfizer Pharma PFE GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Sulfasalazin HEXAL ist ein entz√ľndungshemmendes Arzneimittel.
Sulfasalazin HEXAL wird zur Behandlung der aktiven rheumatoiden Arthritis des Erwachsenen eingesetzt.
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische Kollagenerkrankung, die durch Entz√ľndung der Synovialhaut (Gelenkauskleidung) charakterisiert ist. Diese Haut produziert eine Fl√ľssigkeit, die als Schmierstoff f√ľr viele Gelenke wirkt. Die Entz√ľndung f√ľhrt zur Verdickung dieser Haut und zum Anschwellen des Gelenks. Sulfasalazin hilft der Verdickung und Schwellung der Gelenke vorzubeugen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sulfasalazin HEXAL darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) gegen√ľber Sulfasalazin, Sulfonamiden und Salicylaten oder einem der sonstigen Bestandteile von Sulfasalazin HEXAL sind
- wenn Sie eine Blutbildungsstörung haben
- bei Störungen der Bildung des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie)
- wenn Ihre Leberfunktion stark beeinträchtigt ist
- wenn Ihre Nierenfunktion stark beeinträchtigt ist
- bei Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (seltener Enzymmangel)
- wenn Sie Blutbildveränderungen aufweisen wie Abnahme der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen
- bei Darmverschluss (Ileus)
- bei entz√ľndlicher R√∂tung der Haut (Erythema exsudativum multiforme) (auch in der Vorgeschichte)
- wenn Sie gleichzeitig mit Methenamin behandelt werden (einem antibakteriellen Arzneimittel gegen Harnwegsinfektionen)
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sulfasalazin HEXAL ist erforderlich,
- Die Behandlung mit Sulfasalazin HEXAL sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
- Bei Patienten mit einer Anlage zu √úberempfindlichkeitreaktionen (allergische Disposition) oder Bronchialasthma sollte Sulfasalazin HEXAL mit Vorsicht angewendet werden.
- Bei Patienten mit leichter Leber- oder Niereninsuffizienz sowie bekannter √úberempfindlichkeit gegen√ľber Sulfonylharnstoffen ist ebenfalls Vorsicht geboten.
- Vor und während der Behandlung mit Sulfasalazin HEXAL sollten regelmäßig das Blutbild mit Thrombozyten und das Differenzialblutbild sowie die Leber- und Nierenwerte kontrolliert werden. Während der ersten drei Therapiemonate werden 14tägige Kontrollen empfohlen, monatliche Kontrollen vom 4. bis einschließlich 6. Monat, danach vierteljährlich sowie beim Auftreten von Nebenwirkungen.
- M√§nnliche Patienten mit Kinderwunsch sollten die Einnahme von Sulfasalazin HEXAL nach Beratung mit dem Arzt unterbrechen, da sich die Samenproduktion verringern kann. Durchschnittlich normalisiert sich die Spermienproduktion innerhalb von 2-3¬†Monaten nach Absetzen der Therapie. Bisher sind keine mit dieser vor√ľbergehend eingeschr√§nkten Zeugungsf√§higkeit verbundenen Sch√§digungen bei Neugeborenen bekannt geworden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Ihr Arzt wird mit Vorsicht √ľber die Verordnung von Sulfasalazin HEXAL entscheiden.
Daten √ľber eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangerschaften bieten keinen Hinweis auf Nebenwirkungen f√ľr den Fetus, das neugeborene Kind oder die Schwangerschaft.
Die Einnahme von Sulfasalazin kann zu Fols√§uremangel f√ľhren. Eine erg√§nzende Gabe von Fols√§ure w√§hrend der Einnahme von Sulfasalazin HEXAL bei Frauen im geb√§rf√§higen Alter und in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft wird empfohlen.
Sulfasalazin und seine Abbauprodukte gehen in die Muttermilch √ľber. Obwohl dies normalerweise nicht mit Nebenwirkungen f√ľr den S√§ugling verbunden sein d√ľrfte, k√∂nnen Probleme bei Mutter-Kind-Paaren mit herabgesetzter metabolischer Aktivit√§t (Langsam-Acetylierer, Fr√ľhgeborene, Neugeborene mit Gelbsucht, Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel) entstehen. Deshalb wird Ihr Arzt Ihnen Sulfasalazin HEXAL mit Vorsicht verschreiben, wenn Sie stillen.
Beim Stillen von Fr√ľhgeborenen oder Neugeborenen mit neonatalem Ikterus (Gelbsucht) ist Vorsicht geboten.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Die Reaktionsf√§higkeit einiger Patienten kann eingeschr√§nkt sein. Patienten, die w√§hrend einer Therapie mit Sulfasalazin unter Schwindelgef√ľhl oder zentral-nerv√∂sen St√∂rungen leiden, sollten kein Fahrzeug f√ľhren, potenziell gef√§hrliche Maschinen bedienen oder andere T√§tigkeiten ausf√ľhren, die auf Grund eingeschr√§nkter Reaktionsf√§higkeit gef√§hrlich werden k√∂nnen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist SULFASALAZIN HEXAL einzunehmen?
Nehmen Sie Sulfasalazin HEXAL immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Sulfasalazin HEXAL sollte t√§glich mindestens 1 Stunde vor einer Mahlzeit mit viel Fl√ľssigkeit eingenommen werden. Die Tabletten d√ľrfen nicht zerbrochen oder zersto√üen werden, sondern werden als Ganzes geschluckt.
Sulfasalazin HEXAL wird täglich eingenommen. Die Therapie wird mit kleinen Dosen eingeleitet und stufenweise auf die optimale Dosis erhöht.
Die √ľbliche Dosis betr√§gt:

Woche12341)
Morgens-1 Tablette (entsprechend 500 mg Sulfasalazin)1 Tablette (entsprechend 500 mg Sulfasalazin)2 Tabletten (entsprechend 1000 mg Sulfasalazin)
Abends1 Tablette (entsprechend 500 mg Sulfasalazin)1 Tablette (entsprechend 500 mg Sulfasalazin)2 Tabletten (entsprechend 1000 mg Sulfasalazin)2 Tabletten (entsprechend 1000 mg Sulfasalazin)

1)und jede darauffolgende Woche
Die Tagesdosis kann nach 3 Monaten auf 3 x 2 Tabletten Sulfasalazin HEXAL (entsprechend 3 x 1000 mg Sulfasalazin) erh√∂ht werden, falls Ihr Arzt entscheidet, dass 2 x 2 Tabletten Sulfasalazin HEXAL (entsprechend 2 x 1000 mg Sulfasalazin) f√ľr Sie nicht ausreichend sind. Eine Tagesdosis von 8¬†Tabletten Sulfasalazin HEXAL (entsprechend 4000¬†mg Sulfasalazin) soll nicht √ľberschritten werden.
Die klinische Wirksamkeit setzt erfahrungsgem√§√ü nach 1-3 Behandlungsmonaten ein. Eine Zusatzbehandlung mit schmerzstillenden oder entz√ľndungshemmenden Mitteln wird empfohlen, zumindest bis die Wirkung von Sulfasalazin HEXAL einsetzt.
Wenn Sie eine größere Menge Sulfasalazin HEXAL eingenommen haben als Sie sollten
√úbelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung und Bauchschmerzen k√∂nnen Symptome einer √úberdosierung sein. Bei weiter fortgeschrittenen F√§llen k√∂nnen Symptome des zentralen Nervensystems auftreten wie z.B. Benommenheit oder Kr√§mpfe. Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt oder ein Krankenhaus, damit √ľber die notwendigen Ma√ünahmen entschieden werden kann.
Bei schwerwiegenden toxischen oder √úberempfindlichkeitsreaktionen sollte Sulfasalazin HEXAL sofort abgesetzt werden.
Wenn Sie die Einnahme von Sulfasalazin HEXAL vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine einzelne ausgelassene Dosis auszugleichen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat und nehmen Sie weiterhin die von Ihrem Arzt verordnete Dosis ein.
Wenn Sie die Einnahme von Sulfasalazin HEXAL abbrechen
Die Behandlung sowie die Zusatzbehandlung werden auf √§rztliche Verordnung sowie unter √§rztlicher Kontrolle durchgef√ľhrt. Sie sollte ohne Absprache mit Ihrem Arzt nicht abgebrochen werden, da die Symptome zur√ľckkehren k√∂nnen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Sulfasalazin HEXAL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von Sulfasalazin mit anderen Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen durch den Wirkstoff selbst oder aufgrund seiner Hauptmetaboliten kommen. Die wichtigsten Wechselwirkungen entstehen bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika, Eisen und Kalzium, Folsäure und Arzneimitteln mit starker Proteinbindung.
Folsäure
W√§hrend der Therapie mit Sulfasalazin kann es zu verminderten Fols√§urespiegeln kommen, vermutlich aufgrund einer Hemmung der Aufnahme. Dies kann zu einem Fols√§uremangel f√ľhren bzw. einen bereits durch die Grunderkrankung oder Schwangerschaft verursachten Fols√§uremangel verst√§rken.
Eisen
Wenn Sie Sulfasalazin und Eisen gleichzeitig einnehmen, bilden die beiden Stoffe Chelate. Diese Verbindungen sind nur gering l√∂slich und f√ľhren zu einer Aufnahmehemmung und Wirkungsabschw√§chung von Sulfasalazin.
Kalzium
Bei gleichzeitiger Kalziumglukonat-Therapie wurde beschrieben, dass Sulfasalazin verzögert aufgenommen wurde.
Digoxin
In Einzelfällen wurde berichtet, dass bei gleichzeitiger Einnahme von Sulfasalazin und Digoxin die Aufnahme von Digoxin, einem Wirkstoff zur Behandlung von Herzproblemen, gehemmt wurde.
Antibiotika
Bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika (erwiesen f√ľr Ampicillin, Neomycin, Rifamycin, Ethambutol) kann die Wirkung von Sulfasalazin verringert werden. Grund hierf√ľr ist die Hemmung des teilweise bakteriellen Abbaus aufgrund der Sch√§digung der Darmflora.
Anionenaustauscher-Harze
Anionenaustauscher-Harze wie Colestipol oder Colestyramin (Arzneimittel zur Behandlung hoher Cholesterinspiegel im Blut) binden sowohl Sulfasalazin als auch seine Metaboliten im Darm. Dies f√ľhrt zu einer Aufnahmehemmung und Wirkungsabschw√§chung von Sulfasalazin.
Antikoagulanzien
Der Abbau von oralen Antikoagulanzien wie Phenprocoumon oder Dicumarol (Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln) √ľber die Leber kann beeintr√§chtigt werden. Bei gleichzeitiger Einnahme sind besondere Vorsicht und eine regelm√§√üige √úberwachung des Gerinnungsstatus notwendig.
Arzneistoffe mit hoher Proteinbindung
Die gleichzeitige Einnahme von Methotrexat, Phenylbutazon, Sulfinpyrazon oder anderen Arzneistoffen mit hoher Proteinbindung mit Sulfasalazin kann die Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.
Knochenmarkdepression
Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), Verminderung der roten Blutk√∂rperchen (An√§mie) und/oder Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) k√∂nnen h√§ufiger und intensiver auftreten. Ihr Arzt wird Sie daher auf diese Symptome √ľberwachen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von oralem Sulfasalazin und Thiopurin-6-Mercaptopurin oder seinem Prodrug Azathioprin wurden eine Unterdr√ľckung der Blutbildung im Knochenmark sowie eine Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) berichtet.
Ciclosporin
Wenn Sie Sulfasalazin und Ciclosporin einehmen (ein Arzneimittel, das zur Unterdr√ľckung der k√∂rpereigenen Immunantwort f√ľhrt) kann dies zu verringerten Ciclosporinspiegeln f√ľhren. Eine √úberpr√ľfung und Anpassung der Dosierung kann notwendig sein.
Thyphus-Lebendimpfstoff
Wenn Sie während der Behandlung mit Sulfasalazin einen Typhus-Lebendimpfstoff erhalten, ist eine verringerte Immunreaktion nach Gabe des Typhus-Lebendimpfstoffs möglich. Daher wird zwischen der Einnahme von Sulfasalazin und der Anwendung des Typhus-Lebendimpfstoffs ein Abstand von mindestens 24 Stunden empfohlen.
Hepatotoxische (leberschädigende) Mittel
Bei gleichzeitiger Einnahme von Sulfasalazin und anderen hepatotoxischen Arzneistoffen muss die Leberfunktion von Ihrem Arzt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
Sulfonylharnstoffe (bestimmte blutzuckersenkende Arzneimittel)
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Sulfasalazin kann eine Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkungen auftreten.
Methenamin
Sulfasalazin darf wegen einer möglichen Kristallbildung im Urin nicht zusammen mit methenaminhaltigen Arzneimitteln (Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen) angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Bei Einnahme von Sulfasalazin HEXAL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Während der Behandlung sollte möglichst kein Alkohol konsumiert werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Sulfasalazin HEXAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Viele Nebenwirkungen sind dosisabhängig und können durch Dosisreduktion vermindert werden.
Die folgenden Nebenwirkungen können auftreten
Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)

Kopfschmerzen √úbelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitmangel oder Appetitlosigkeit Hautjucken, Hautausschlag niedrige Anzahl von Samenzellen bei M√§nnern (Oligospermie) mit vor√ľbergehender Zeugungsunf√§higkeit M√ľdigkeit Schw√§che


Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)

  • verminderte Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen
  • M√ľdigkeit, Mundentz√ľndung, Kribbeln und Taubheit der H√§nde und F√ľ√üe, blasse Haut (Fols√§uremangelan√§mie (Megaloblastose, Macrozytose))
  • Erh√∂hung der Leberenzymwerte
  • Fieber, Schl√§frigkeit/Benommenheit, Schwindel, Konzentrationsst√∂rungen, Schlafst√∂rungen
  • Nesselsucht (Urtikaria), erh√∂hte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivit√§t)


Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)

  • Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen mit Fieber, Halsschmerzen und h√§ufigeren Infektionen (Agranulozytose)
  • Schneller und unregelm√§√üiger Herzschlag, schneller Herzschlag
  • Verminderung der roten und wei√üen Blutk√∂rperchen sowie der Blutpl√§ttchen (Panzytopenie)
  • Aufl√∂sung von roten Blutk√∂rperchen (h√§molytische An√§mie)
  • Unf√§higkeit des roten Blutfarbstoffes, Sauerstoff zu binden (Meth√§moglobin√§mie)
  • Verminderung der Blutpl√§ttchen
  • Gef√ľhl der Taubheit oder Kribbeln in Fingern und Zehen, St√∂rungen des Geschmacks- und Geruchsinns
  • Nervenst√∂rungen (periphere Neuropathie)
  • Allergischer Ausfluss aus dem Auge mit Juckreiz, R√∂tung und Schwellung
  • Ohrger√§usche (Tinnitus)
  • Bronchialasthma, Atemnot, Husten
  • Lungenentz√ľndung mit Zunahme eines bestimmten Typs wei√üer Blutk√∂rperchen (eosinophile Pneumonitis)
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Durchfall
  • Bl√§hungen
  • Schwellungen insbesondere von Gesicht und Rachen (Quincke‚Äôs √Ėdem), Schleimhautausschlag (Enanthem)
  • Blaue Verf√§rbung der Haut aufgrund von Sauerstoffmangel im Blut (Zyanose)
  • Muskelschw√§che, Gelenkschmerzen
  • Blutdruckanstieg
  • Bildung von Antik√∂rpern gegen K√∂rpergewebe, verminderte Anzahl von Antik√∂rpern (Hypogammaglobulin√§mie), Gesichtsausschlag, Gelenkschmerzen, Muskelerkrankungen, Fieber (Lupus-erythematodes-Syndrom), Ausschlag, Juckreiz, Gelenkschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellung, Schock, Blutdruckabfall (Serumkrankheit√§hnliche Erkrankung)
  • Leberfunktionsst√∂rungen
  • Depressionen


Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • An√§mie aufgrund einer Blutbildungsst√∂rung (aplastische An√§mie), gest√∂rte Blutbildung im Knochenmark, Vermehrung von Plasmazellen
  • Metallischer Geschmack
  • Gelbf√§rbung der Augen
  • Fibrosierende Alveolitis mit Kurzatmigkeit, Husten und gelegentlich Brustschmerzen
  • Entz√ľndung der Mundschleimhaut
  • Blut im Urin, Kristalle im Urin, gelb-orange Verf√§rbung des Urins
  • Gelb-orange Verf√§rbung der Haut, Haarausfall, entz√ľndliche Hauterkankung (exfoliative Dermatitis)
  • Muskelschmerzen
  • Bauchschmerzen oder ‚Äďkr√§mpfe, leichte Empfindlichkeit, die zu Ausschlag f√ľhrt, Probleme mit den Nerven und der Muskulatur (z. B. Muskelschmerzen, Taubheit oder Kribbeln, Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen) (akute Porphyrie)
  • Hautreaktionen mit Ver√§nderungen des Blutbilds (Eosinophilie) und Symptome, die die Organe des ganzen K√∂rpers betreffen k√∂nnen, teilweise Mononukleose-artige Reaktionen oder Serumkrankheitsartige Erscheinungen (DRESS-Syndrom)
  • Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie)
  • Leberentz√ľndung (Hepatitis)


Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000, einschließlich Einzelfälle)

  • Entz√ľndung des Herzbeutels (Perikarditis)
  • Entz√ľndung des Herzmuskels
  • Erkankung des Knochenmarks (myelodysplastisches Syndrom)
  • Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, teilweise oder v√∂llige K√∂rperl√§hmung, Nackensteifheit, Sprachst√∂rungen und abnorme Augenbewegungen (Enzephalopathie)
  • Entz√ľndung des Knochenmarks (Querschnittsmyelitis), eine bestimmte Art von Hirnhautentz√ľndung (aseptische Meningitis)
  • Gelbf√§rbung der Kontaktlinsen
  • Entz√ľndung der Bronchiolen (Bronchiolitis obliterans)
  • Verschlechterung einer bestehenden entz√ľndlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
  • Akute Nierenentz√ľndung mit Schwellung von Gesicht oder Bauchraum sowie Bluthochdruck (nephrotisches Syndrom), Protein im Urin
  • Hauterkrankungen aufgrund einer allergischen Reaktion mit Ausschlag, Hautr√∂tung, Bl√§schenbildung auf Lippen, Augen und Mund, Hautabsch√§lung, Fieber (Lyell-Syndrom, Erythema exsudativum multiforme)
  • Durchblutungsst√∂rungen, die zu Taubheit und Bl√§sse von Zehen und Fingern f√ľhren (Raynaud-Syndrom)
  • Schwere Verlaufsformen einer Leberentz√ľndung (m√∂glicherweise t√∂dlich)
  • Psychosen


Eine m√∂glicherweise t√∂dliche Agranulozytose (Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen) √§u√üert sich als schweres allgemeines Krankheitsgef√ľhl, mit Fieber, Sch√ľttelfrost, Herzrasen, Halsschmerzen und Schluckschwierigkeiten sowie schmerzhafter Schleimhautentz√ľndung im Mund-, Nasen- und Rachenbereich sowie im Anal- und Genitalbereich. Sulfasalazin HEXAL sollte in diesen F√§llen sofort abgesetzt werden. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerzstillenden und fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben. Nach dem Abklingen der Symptome sollte Sulfasalazin HEXAL nicht wieder eingenommen werden.
Die Nebenwirkungen können allgemein in 2 Gruppen aufgeteilt werden.
Die erste Gruppe ist dosisabh√§ngig, abh√§ngig vom Acetylierer Ph√§notyp und gr√∂√ütenteils vorhersehbar. Diese Gruppe umfasst Nebenwirkungen wie √úbelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Zerfall von roten Blutk√∂rperchen (h√§molytische An√§mie) und Unf√§higkeit des roten Blutfarbstoffs, Sauerstoff zu binden (Meth√§moglobin√§mie). Im Falle von dosisabh√§ngigen Nebenwirkungen kann die Behandlung mit Sulfasalazin HEXAL nach 1 Woche Unterbrechung weitergef√ľhrt werden, beginnend mit kleinen Dosen, welche langsam unter klinischer Aufsicht erh√∂ht werden.
Die zweite Gruppe besteht aus Überempfindlichkeitsreaktionen, welche nicht vorhersehbar sind und meistens zu Beginn der Behandlung auftreten. Diese Gruppe umfasst Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Blutarmut aufgrund von Blutbildungsstörungen (aplastische Anämie), Störungen der Leber- und Lungenfunktion sowie Auflösung von roten Blutkörperchen (Autoimmunhämolyse).
Bei √úberempfindlichkeitsreaktionen sollte die Behandlung sofort abgesetzt werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen Sulfasalazin HEXAL nach dem auf dem Etikett und dem Beh√§ltnis nach ?verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen, Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Sulfasalazin HEXAL enthält

  • Der Wirkstoff ist Sulfasalazin.


Jede magensaftresistente Filmtablette enthält 500 mg Sulfasalazin.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:


Tablettenkern:
Crospovidon, Stearinsäure, Povidon (K 25), Hochdisperses Siliciumdioxid, gereinigtes Wasser, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Tabletten√ľberzug:
Titandioxid (E 171), Talkum, Carmellose-Natrium, Natriumcitrat x 2H2O, Macrogol 6000, Propylenglycol, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion 30% (Ph.Eur.)
Wie Sulfasalazin HEXAL aussieht und Inhalt der Packung:
Wei√üe, ovale √ľberzogene magensaftresistente Filmtabletten
Verf√ľgbare Packungsgr√∂√üen: 100 und 300 Tabletten in einer wei√üen Plastikflasche, versiegelt mit einem wei√üen Schraubdeckel.
Pharmazeutischer Unternehmer
HEXAL AG
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
Tel.: (08024)908-0
Fax: (08024)908-1290
E-Mail: service@hexal.com
Hersteller
Salutas Pharma GmbH,
ein Unternehmen der HEXAL AG
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Dänemark: Sulfasalazin Hexal
Deutschland: Sulfasalazin HEXAL 500 mg magensaftresistente Filmtabletten
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2009.

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Wirkstoff(e) Sulfasalazin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A07EC01
Pharmakologische Gruppe Intestinale Antiphlogistika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden