Vincristinsulfat 1mg Hexal

Abbildung Vincristinsulfat 1mg Hexal
Wirkstoff(e) Vincristin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
ATC Code L01CA02
Pharmakologische Gruppe Pflanzliche Alkaloide und andere nat√ľrliche Mittel

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Vincristinsulfat 1 mg HEXAL ist ein Zytostatikum (tumorhemmendes Arzneimittel) aus der Gruppe der Vinca-Alkaloide; Mitosehemmer (hemmt die Zellteilung)
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL wird bei folgenden Indikationen in der Regel in der Kombinationschemotherapie angewendet
- Remissionseinleitung und Konsolidierung bei akuter lymphatischer Leukämie
- Fr√ľhstadium des Hodgkin-Lymphoms (Stadium I - II bei schlechter Prognose, fortgeschrittenes Hodgkin-Lymphom (Stadium III - IV)
- Non-Hodgkin-Lymphome
- metastasiertes Mamma-Karzinom (Metastasen-bildender Brustkrebs) (Palliativtherapie (lindernde Therapie) bei ansonsten therapieresistenten Fällen)
- Kleinzelliges Bronchialkarzinom
- Sarkome (osteogenes Sarkom, Ewing-Sarkom, Rhabdomyosarkom)
- Wilms-Tumor
- Neuroblastome
Monotherapie
- Therapierefraktäre idiopathische Thrombozytopenien (Morbus Werlhof)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vincristinsulfat 1 mg HEXAL darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Vincristinsulfat oder einem der sonstigen Bestandteile von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL sind
- wenn neuromuskuläre Erkrankungen vorbestehen, speziell neurale Muskelatrophie mit segmentaler Entmarkung (demyelisierende Form des Charcot-Marie-Tooth-Syndroms)
- wenn Sie an ausgeprägter Knochenmarkdepression leiden
- wenn Sie stillen
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL darf keinesfalls in die R√ľckenmarkfl√ľssigkeit (intrathekale Applikation) verabreicht werden, da diese Anwendungsart t√∂dliche Folgen hat.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL ist erforderlich,
- wenn Sie an Leberfunktionsst√∂rungen leiden, wegen der √ľberwiegend in der Leber stattfindenden Metabolisierung (Verstoffwechselung) von Vincristin.
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL soll Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten, nicht gegeben werden, wenn das Bestrahlungsfeld die Leber einschließt.
Wenn in der Vorgeschichte eine Hepatitis B- oder C-Erkrankung bestand (ggf. Antik√∂rpertest), sollten w√§hrend und nach der Behandlung die Leberfunktionsparameter √ľberpr√ľft werden, da eine Reaktivierung der Erkrankung nicht ausgeschlossen werden kann.
Vincristinsulfat, der Wirkstoff von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL, kann erbgutsch√§digend und fruchtsch√§digend wirken. M√§nnern, die mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL behandelt werden, wird daher empfohlen, w√§hrend der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der M√∂glichkeit einer dauerhaften Unfruchtbarkeit nach einer Therapie mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL √ľber die M√∂glichkeit einer Spermakonservierung beraten zu lassen.
Gelangt Vincristinsulfat 1 mg HEXAL in die Augen, kann es zu schweren Reizerscheinungen bis zu Hornhautulzerationen kommen.
Überwachungsmaßnahmen
Vor Therapiebeginn und w√§hrend der Behandlung sowie vor jedem Behandlungszyklus m√ľssen die Leber- und Nierenfunktion, das Blutbild sowie die Funktion des Nervensystems untersucht werden. Bei Zeichen von Knochenmark-sch√§digung ist die n√§chste Dosis erst nach sorgf√§ltiger Beurteilung des Krankheitsbildes zu verabreichen. Ebenso ist beim Auftreten von Funktionsst√∂rungen des Nervensystems (neurologischer Symptome) zu verfahren, da sich bei Fortsetzung der Behandlung schwere Nervenleiden (Neuropathien) entwickeln k√∂nnen.
Bei Anwendung von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wegen der Neurotoxizität (nervenschädigenden Wirkung) von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL sollten andere potenziell neurotoxische Medikamente nicht gleichzeitig gegeben werden.
Die gleichzeitige Gabe von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL und Ciclosporin A kann starke Neurotoxizität (Schädigung des Nervensystems) hervorrufen.
Eine Kombinationsbehandlung mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL und Mitomycin ist wegen der Gefahr eines ausgeprägten Bronchospasmus (Krampf der Bronchialmuskeln) und akuter Atemnot zu unterlassen.
Bei einer Kombinationsbehandlung mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL und L-Asparaginase muss Vincristinsulfat 1 mg HEXAL 12 - 24 Stunden vor der L-Asparaginase gegeben werden, da sonst eine Verminderung der hepatischen Clearance (Abbau in der Leber) von Vincristinsulfat mit kumulativer Toxizität (Zunahme der Schädigung durch Vincristin) in der Leber auftreten kann.
Zu beachten ist die mögliche Interaktion zwischen Vincristinsulfat und Calciumantagonisten, speziell Nifedipin, da es bei gleichzeitiger Gabe von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL und Nifedipin zu einer Herabsetzung der Plasmaclearance von Vincristinsulfat (Verschwinden von Vincristin aus dem Plasma) mit der Gefahr erhöhter Toxizität (Schädigungen) kommen kann.
Durch Chemotherapie, die auch Vincristinsulfat 1 mg HEXAL beinhaltet, kann eine Krampfanfallsprophylaxe mit Phenytoin beeintr√§chtigt werden, da Vincristinsulfat zu einer Herabsetzung der Phenytoinkonzentration im Blut f√ľhrt. Eine Dosisanpassung sollte aufgrund regelm√§√üiger Blutspiegelbestimmungen erfolgen.
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL enthaltende Therapieschemata können den Digoxinplasmaspiegel senken und die renale Exkretion beeinträchtigen.
Dactinomycin: Bei Patienten mit Wilms-Tumor wurde bei Kombination von Vincristin und Dactinomycin √ľber eine schwere Lebertoxizit√§t berichtet.
In der Kombination mit Bleomycin kann Vincristinsulfat dosisabhängig ein Raynaud-Syndrom (Gefäßkrämpfe, vorwiegend an den Fingern) verursachen.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Vincristin und Itraconazol kann es zu fr√ľher einsetzenden oder verst√§rkten neuromuskul√§ren Erkrankungen kommen. Es wird angenommen, dass Itraconazol √ľber eine Hemmung des Cytochrom P450 Isoenzyms CYP 3A die Metabolisierung von Vincristin verlangsamt.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Vincristinsulfat und anderen myelosuppressiven Wirkstoffen wie z. B. Doxorubicin (besonders zusammen mit Prednison) addiert sich die suppressive Wirkung auf das Knochenmark.
Wegen der suppressiven Wirkung von Vincristinsulfat auf das Immunsystem kann die Antikörperreaktion bei Impfung mit abgetöteten Viren oder Lebendvakzinen abgeschwächt sein. Der Zeitraum zwischen dem Absetzen der immunsuppressiv wirkenden Therapie und dem Wiederauftreten einer adäquaten Immunantwort auf die Vakzine hängt von der Intensität und der Art des Medikamentes ab, das die Immunsuppression verursacht hat. Weiterhin ist er abhängig von der malignen Grunderkrankung und anderen Faktoren. Der Zeitraum kann 3 Monate bis zu 1 Jahr betragen.
Bei Verabreichung einer Lebendvakzine kann eine Potenzierung der Vakzine-Virus-Replikation auftreten und somit Nebenwirkungen der Vakzine verursachen bzw. erh√∂hen. Die Immunisierung dieser Patienten darf nur unter √§u√üerster Vorsicht nach Blutbilduntersuchung und nur mit Kenntnis und Zustimmung des behandelnden Onkologen durchgef√ľhrt werden. Patienten mit Leuk√§mie, die sich in Remission befinden, sollten vor Ablauf von 3 Monaten nach Chemotherapie keine Lebendvakzine erhalten.
Bestrahlung kann die periphere Neurotoxizität von Vincristinsulfat erhöhen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Ist die Behandlung einer schwangeren Patientin unbedingt erforderlich, sollte eine medizinische Beratung √ľber das mit der Behandlung verbundene Risiko von sch√§digenden Wirkungen f√ľr das Kind erfolgen.
Frauen d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL nicht schwanger werden. Tritt w√§hrend der Behandlung eine Schwangerschaft ein, ist die M√∂glichkeit einer genetischen Beratung zu nutzen.
Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Vincristin kann durch Nebenwirkungen am Nervensystem und im Magen-Darm-Bereich zu einer Beeintr√§chtigung der Fahrtauglichkeit oder der Bedienung von Maschinen f√ľhren.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Vincristinsulfat 1 mg hexal ANZUWENDEN?
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL soll nur unter der Aufsicht eines in der Zytostatikatherapie erfahrenen Arztes angewendet werden.
Dosierung
Eine Überdosierung von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL kann sehr ernste, eventuell tödliche Folgen haben. Daher ist die exakte Berechnung der zulässigen Dosis besonders gewissenhaft vorzunehmen.
Die Dosis ist der Indikation, dem angewandten Kombinationschemotherapieplan und dem Zustand des Patienten individuell anzupassen.
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL wird in wöchentlichen Abständen streng intravenös injiziert.
Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
Erwachsene
1,4 mg Vincristinsulfat/m2 Körperoberfläche i.v., 1-mal wöchentlich. Die maximale Dosis ist 2 mg pro Patient/Woche.
Kinder
Kinder mit einem Körpergewicht von bis zu 10 kg: 0,05 mg Vincristinsulfat/kg Körpergewicht i.v., 1-mal wöchentlich.
Kinder mit einem Körpergewicht von 10 kg und mehr: 2 mg Vincristinsulfat/m2 Körperoberfläche i.v., 1-mal wöchentlich.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit einem direkten Serumbilirubin √ľber 3 mg/100 ml wird eine Reduktion der Vincristinsulfat-Dosis um 50¬†% empfohlen.
Art der Anwendung
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL darf nur intravenös angewendet werden.
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL darf nur mit isotonischer Natriumchloridl√∂sung oder Glucosel√∂sung verd√ľnnt werden. Vincristinsulfat 1 mg HEXAL sollte nicht mit L√∂sungen verd√ľnnt werden, die den pH-Wert √ľber den Bereich von 3,5 - 5 hinaus erh√∂hen bzw. erniedrigen und nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Vor der Anwendung sollte die L√∂sung daraufhin √ľberpr√ľft werden, dass sie frei von Partikeln ist und keine Verf√§rbung aufweist.
Die Anwendung muss streng intraven√∂s erfolgen. Bei einer versehentlichen Paravasation von Vincristinsulfat bei intraven√∂ser Verabreichung kann es zu schweren bis schwersten lokalen Gewebeirritationen mit entz√ľndlichen und nekrotisierenden Ver√§nderungen und schlecht heilenden Ulzerationen kommen. Die Injektion sollte an dieser Stelle sofort abgebrochen werden und die restliche Injektionsmenge √ľber eine andere Vene injiziert werden. Nach Paravasation sollte sofort eine Unterspritzung des umgebenden Gewebes mit Hyaluronidase erfolgen.
Zus√§tzlich sollte die Injektionsstelle leicht erw√§rmt werden, um eine m√∂glichst gleichm√§√üige Verteilung von Vincristinsulfat und somit eine Reduktion der lokalen Entz√ľndung zu erreichen.
Vincristinsulfat sollte nicht direkt nach einem chirurgischen Eingriff oder bei einer gr√∂√üeren Wunde angewendet werden. Ein betr√§chtlicher Anteil des injizierbaren Wirkstoffs kann durch Austritt aus verletzten Kapillaren in die Wunde geraten und zu Verh√§rtungen, Entz√ľndungen und lokalen Gewebsnekrosen f√ľhren.
Die Injektion kann entweder direkt intravenös oder in den Schlauch einer laufenden intravenösen Infusion erfolgen und sollte in einer Minute abgeschlossen sein.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung der Indikation, des angewendeten Kombinationschemotherapieplanes und des Zustandes des Patienten.
Wenn Sie eine größere Menge Vincristinsulfat 1 mg HEXAL angewendet haben als Sie sollten
Eine √úberdosierung von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL kann sehr ernste, eventuell t√∂dliche Folgen haben. Bei Kindern unter 13 Jahren haben 10fache therapeutische Dosen zum Tode gef√ľhrt. Daher ist die exakte Berechnung der zul√§ssigen Dosis besonders gewissenhaft vorzunehmen. Eine orale Anwendung kommt wegen der praktisch fehlenden Resorption nicht in Betracht.
Versehentliche intrathekale Gabe
Nach versehentlicher intrathekaler Gabe ist umgehend ein neurochirurgischer Eingriff erforderlich, um eine aufsteigende L√§hmung zu verhindern, die zum Tode f√ľhrt. Bei einer sehr kleinen Anzahl von Patienten wurden lebensbedrohliche L√§hmung und anschlie√üender Tod verhindert. Es kam allerdings zu schwerwiegender neurologischer Folgeerscheinung und nur sp√§terer Erholung. Aufgrund der ver√∂ffentlichten Behandlung dieser √ľberlebenden F√§lle sollte nach einer versehentlichen intrathekalen Gabe von Vincristin sofort mit der folgenden Behandlung begonnen werden:
1. √úber einen lumbalen Zugang soviel R√ľckenmarkfl√ľssigkeit wie risikolos m√∂glich, entfernen.
2. Einbringen eines Epiduralkatheters in den Subarachnoidalraum √ľber den Intervertebralraum oberhalb des initialen lumbalen Zugangs und Sp√ľlung der Cerebrospinalfl√ľssigkeit mit Ringer-Laktat-L√∂sung.Frischplasma (fresh frozen plasma) sollte angefordert werden. Sobald es zur Verf√ľgung steht, sollte die Ringer-Laktat-L√∂sung mit 25 ml Frischplasma pro Liter versetzt werden.
3. Einbringen eines intraventrikul√§ren Drain oder Katheter durch einen Neurochirurgen und Fortsetzung der Sp√ľlung der Cerebrospinalfl√ľssigkeit, wobei Fl√ľssigkeit durch den lumbalen Zugang entfernt wird, der mit einem geschlossenen Drain-System verbunden ist. Ringer-Laktat-L√∂sung wird kontinuierlich infundiert, 150 ml/Stunde, bzw. 75 ml/Stunde, nachdem Frischplasma hinzugef√ľgt wurde. Die Geschwindigkeit der Infusion sollte so angepasst werden, dass die Proteinkonzentration in der Cerebrospinalfl√ľssigkeit 150 mg/dl betr√§gt.
Folgende Maßnahmen wurden zusätzlich angewandt, ohne dass ihr Nutzen unmittelbar bewiesen ist
Eine Infusion von 10 mg Glutars√§ure √ľber 24 Stunden, gefolgt von einer t√§glichen oralen Gabe von 3 x 500 mg Glutars√§ure f√ľr die Dauer von 3 Monaten.100 mg Folins√§ure als Bolus-Injektion, gefolgt von einer 24-st√ľndigen Infusion von 25 mg Folins√§ure/Stunde, an-schlie√üend 4 x 25 mg Folins√§ure i.v./Tag f√ľr eine Woche.50 mg Pyridoxin wurden alle 8 Stunden √ľber 30 Minuten intraven√∂s infundiert.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Vincristinsulfat 1 mg HEXAL Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Nebenwirkungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Vincristinsulfat 1 mg HEXAL beobachtet wurden, jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten m√ľssen, werden im Folgenden genannt. Die unter der Behandlung mit Vincristinsulfat 1 mg HEXAL auftretenden Nebenwirkungen sind h√§ufig dosisabh√§ngig und in der Regel heilbar. Bei ungen√ľgender Leberfunktion k√∂nnen die Nebenwirkungen infolge verlangsamter Verstoffwechselung und verz√∂gerter Ausscheidung verst√§rkt auftreten.
Die häufigste Nebenwirkung ist Alopezie.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten
nicht bekannt H√§ufigkeit aufgrund der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten
Eine Myelosuppression (Funktionsminderung des Knochenmarks) tritt selten und dosisabhängig auf. Sie ist jedoch in der Regel reversibel und eher geringgradig. Es werden Leukozytopenie (Abnahme der weißen Blutkörperchen), Thrombozytopenie (Abnahme der Blutplättchen) und Anämie (Blutarmut) beobachtet.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten
Allergische Reaktionen wie Anaphylaxie, Hautausschlag, Fieber und √Ėdeme (Wasseransammlung im Gewebe)
Erkrankungen des Nervensystems
Verst√§rkte Gefahr f√ľr das Auftreten von Neurotoxizit√§t (Nervensch√§digung) besteht bei Patienten mit vorbestehenden neurologischen (Nerven-) Erkrankungen.
Häufig
Neuromuskuläre Störungen. Die neuromuskulären Erscheinungen treten in Form von Sensibilitätsstörungen, Parästhesien (Empfindungsstörungen wie Kribbeln) und Taubheit der Finger- und Zehenspitzen sowie Schmerzen in der Kieferregion auf. Bei Fortsetzung der Behandlung können neuritisartige Schmerzen und motorische Ausfälle verschiedener Lokalisation beobachtet werden, des Weiteren Muskelschwund, Reflexausfall, Ataxie (gestörte Bewegungskoordination) und Lähmungen. Manifestationen an den Hirnnerven in Form isolierter Paresen (unvollständiger Lähmungen) können auch bei Fehlen sonstiger motorischer Störungen auftreten.
Selten
H√∂rverlust und Erblindung. Im Zusammenhang mit einer Vincristin-Therapie wurde √ľber das Auftreten von Rindenblindheit und bilateraler Stimmb√§nderl√§hmung (reversibel) berichtet. Es wurden auch Doppelsichtigkeit, Optikusneuropathien oder -atrophien sowie beidseitige Facialisparese (Gesichtsl√§hmung) beobachtet.Kr√§mpfe (h√§ufig zusammen mit Bluthochdruck), bei Kindern auch Kr√§mpfe mit anschlie√üender Bewusstlosigkeit, zentralnerv√∂se St√∂rungen mit Bewusstseinsminderung, Verwirrtheitszust√§nden, Delirien und Koma (tiefe Bewusstlosigkeit)
Sehr selten
Psychosen und Halluzinationen
Von verschiedenen Autoren wurde empfohlen, die wöchentliche Dosis auf 2 mg Vincristinsulfat zu begrenzen, um das Auftreten der neuromuskulären Nebenwirkungen zu vermeiden.
Herzerkrankungen
Selten
Kardiotoxische (herzschädigende) Reaktionen. Vincristin enthaltende Zytostatikakombinationstherapien werden in Zusammenhang gebracht mit koronarer Herzkrankheit und Myokardinfarkt (Herzinfarkt) bei Patienten, welche zuvor eine Mediastinum-Bestrahlung (Bestrahlung des mittleren Teils der Brust) erhalten hatten.
Gefäßerkrankungen
Es wurde √ľber Kopfschmerzen sowie arterielle Hyper- bzw. Hypotonie (zu hohem Blutdruck bzw. zu niedrigem Blutdruck) unter Vincristin berichtet.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gastrointestinale Nebenwirkungen treten durch neuroviszerale Sch√§digung in Form von Obstipation, abdominellen (Bauch-)Kr√§mpfen, Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Erbrechen, Durchf√§llen und Gewichtsverlust auf. √úber Ulzerationen (Geschw√ľre) an der Mundschleimhaut, Nekrose (Gewebssch√§digung) und/ oder Perforation des Intestinums (Durchbruch des D√ľnndarms) wurde berichtet. In Einzelf√§llen kann es zu paralytischem Ileus (Darmverschluss) kommen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig
In der Regel reversible Alopezie (Haarausfall)
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Es wurden Polyurie und Dysurie berichtet.Auch Harnverhaltung und Harnblasenatonie traten auf.
Selten
Syndrom der gestörten ADH-Sekretion (SIADH; Schwartz-Bartter-Syndrom) mit Hyponatriämie und Wasserretention
Wie bei allen Zytostatikatherapien kann es auch nach Vincristinsulfat-Gabe zu einer akuten Niereninsuffizienz infolge Hyperurikämie kommen.
Kinder
Bei Kleinkindern, bei denen das Verh√§ltnis zwischen K√∂rperoberfl√§che und K√∂rpergewicht noch ung√ľnstig ist, zeigten sich im Vergleich zu gr√∂√üeren Kindern st√§rkere neurologische und hepatische Nebenwirkungen nach Chemotherapie bei akuter lymphatischer Leuk√§mie.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Vincristinsulfat 1 mg hexal aufzubewahren?
Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Durchstechflaschen bei 2¬įC - 8¬įC aufbewahren (im K√ľhlschrank).Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Sie d√ľrfen Vincristinsulfat 1 mg HEXAL nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken:
Vor der Anwendung sollte die L√∂sung daraufhin √ľberpr√ľft werden, dass sie frei von Partikeln ist und keine Verf√§rbung aufweist.
Die zubereiteten Infusionslösungen sind bei Raumtemperatur 24 Stunden haltbar.
Die Injektionsflasche ist zur einmaligen Entnahme bestimmt. Nicht verwendete Arzneimittelreste sind zu verwerfen!
Bitte Entsorgungsvorschriften f√ľr Zytostatika beachten.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Vincristinsulfat 1 mg HEXAL enthält
1 Durchstechflasche mit 1 ml Injektionslösung enthält 1 mg Vincristinsulfat.
Die sonstigen Bestandteile sind:D-Mannitol, Natriumhydroxid, Schwefels√§ure 5 %, Wasser f√ľr Injektionszwecke
Wie Vincristinsulfat 1 mg HEXAL aussieht und Inhalt der Packung
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL ist eine klare, farblose, geruchlose Lösung.
Vincristinsulfat 1 mg HEXAL ist in einer Originalpackung mit 1 (N1) Durchstechflasche mit 1 ml Injektionslösung erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
HEXAL AG
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
Telefon: (08024) 908-0
Telefax: (08024) 908-1444
E-Mail: service@hexal.com
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
ein Unternehmen der HEXAL AG
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2008.

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Wirkstoff(e) Vincristin
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Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden