Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml Injektionslösung

Abbildung Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml Injektionslösung
Wirkstoff(e) Vincristin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.03.2009
ATC Code L01CA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Pflanzliche Alkaloide und andere nat√ľrliche Mittel

Zulassungsinhaber

TEVA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Vincristinsulfat 2 mg Hexal Vincristin Hexal Aktiengesellschaft
Vincristinsulfat-GRY 1 mg/1 ml Injektionslösung Vincristin TEVA GmbH
VINCRISTIN LIQUID,L Vincristin cell Pharm GmbH
Vincristinsulfat 1mg Hexal Vincristin Hexal Aktiengesellschaft
Vincristinsulfat-GRY 2 mg/2 ml Injektionslösung Vincristin TEVA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Arzneimittelgruppe

Vincristinsulfat gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als antimitotische Zytostatika bezeichnet werden. Diese Arzneimittel hemmen das Wachstum von Krebszellen.

Anwendungsgebiete

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml wird √ľblicherweise zusammen mit anderen Arzneimitteln angewendet zur Behandlung:

  • der akuten lymphatischen Leuk√§mie, ein schnell wachsender Tumor, bei dem der K√∂rper eine gro√üe Anzahl an unreifen wei√üen Blutzellen produziert
  • der Hodgkin-Krankheit, ein Tumor der Lymphgef√§√üe
  • von Non-Hodgkin-Lymphomen, einer Tumorerkrankung der Lymphknoten, die nicht auf die Hodgkin-Krankheit zur√ľckzuf√ľhren ist
  • von Tumoren der Lunge (kleinzelliges Bronchialkarzinom)
  • von Rhabdomyosarkomen, einer bestimmten Art von Muskeltumoren
  • des Ewing-Sarkoms, einer bestimmten Art von Knochentumoren
  • von H√§matomen (innere Blutungen) mit verminderter Pl√§ttchenzahl (idiopathische thrombozytopenische Purpura)
  • von Tumoren des Nebennierenmarks (ein Teil der Nebenniere)
  • des primitiven neuroektodermalen Tumors, ein Tumor eines bestimmten Teils des Nervensystems
  • des Wilms-Tumors, eine Art von Nierentumor
  • von Brustkrebs, der sich auf andere K√∂rperteile ausgebreitet hat
  • des multiplen Myeloms, ein Tumor der Zellen des Immunsystems
  • des Retinoblastoms, einer bestimmten Art von Augentumoren.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml darf nicht angewendet werden, wenn

  • Sie allergisch gegen Vincristinsulfat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • Sie an einer Nerven- und Muskelkrankheit, wie z. B. dem Charcot-Marie-Tooth-Syndrom, leiden
  • Ihre Leberfunktion stark eingeschr√§nkt ist
  • Sie an Verstopfung leiden oder ein Risiko f√ľr einen Darmverschluss (Ileus) vorliegt, besonders bei Kindern
  • Sie eine Strahlentherapie der Leber erhalten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml darf nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der in der Behandlung mit Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs) erfahren ist.

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml darf nur √ľber eine Vene (intraven√∂s) und auf keinem anderen Weg verabreicht werden. Eine andere Anwendungsart kann zum Tode f√ľhren.

Sie m√ľssen darauf achten, Vincristinsulfat nicht in die Augen zu bekommen. Wenn es doch zum Augenkontakt gekommen ist, m√ľssen Sie die Augen sofort mit reichlich Wasser sp√ľlen und wenn eine Reizung bestehen bleibt, Ihren Arzt um Rat fragen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn einer der folgenden Warnhinweise f√ľr Sie gelten k√∂nnte oder in der Vergangenheit f√ľr Sie galt:

  • wenn Sie an Krankheiten des Nervensystems leiden
  • wenn ihre Leber nicht einwandfrei arbeitet; siehe auch den Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Vincristinsulfat- TEVA 1 mg/ml anzuwenden?‚Äú
  • wenn Sie irgendwelche Arzneimittel anwenden, die sch√§dlich f√ľr das Nervensystem sein k√∂nnen. Ihr Arzt wird Sie dann w√§hrend der Behandlung sorgf√§ltig √ľberwachen.
  • wenn Sie durch die Behandlung eine Verstopfung bekommen. Ihr Arzt wird etwas zur Vorbeugung von Verstopfung unternehmen, z. B. Ihre Ern√§hrung √§ndern oder Ihnen Arzneimittel zur Verbesserung der Darmbewegungen geben (Abf√ľhrmittel, insbesondere Lactulose)
  • wenn Sie an Erkrankungen des Herzens wie z. B. isch√§mische Herzerkrankungen
    (Zirkulationsstörungen des Blutkreislaufs) leiden
  • wenn Sie eine Infektion entwickeln. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
  • wenn Sie sexuell aktiv sind. W√§hrend der Behandlung und 6 Monate nach Beendigung der Behandlung m√ľssen sowohl Sie selbst als auch Ihr Partner/Ihre Partnerin Verh√ľtungsmittel anwenden, damit keine Schwangerschaft eintritt.

Anwendung von Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Vorsicht: Die folgenden Hinweise gelten auch f√ľr Arzneimittel, die Sie momentan anwenden oder in den letzten Wochen angewendet haben oder die Sie m√∂glicherweise in den Wochen nach Ihrer Behandlung mit Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml anwenden werden.

Die in diesem Abschnitt erwähnten Arzneimittel sind Ihnen vielleicht unter einem anderen Namen bekannt, der oft der Markenname des Präparats ist. In diesem Abschnitt wird nur der Name des Wirkstoffs oder der Wirkstoffgruppe, zu der das Arzneimittel gehört, genannt - nicht der Markenname. Sehen Sie sorgfältig auf der Verpackung oder in der Packungsbeilage aller Arzneimittel, die Sie einnehmen/anwenden, nach wie der Wirkstoff heißt.

Wenn Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, können sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung und/oder ihren Nebenwirkungen beeinflussen. Dies bezeichnet man als eine Wechselwirkung. Eine Wechselwirkung kann auftreten, wenn dieses Arzneimittel zusammen angewendet wird mit:

bestimmten Arzneimitteln, die Leberenzyme blockieren, z. B. Ritonavir (zur Behandlung von HIV), Nelfinavir (zur Behandlung von HIV), Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Erythromycin (zur Behandlung von Infektionen) und Nefazodon (zur Behandlung von Depressionen):

eine gleichzeitige Anwendung mit Vincristin kann zu einer vorzeitigen Verschlechterung und/oder h√∂herem Schweregrad von Muskelkrankheiten f√ľhren.

  • bestimmten Arzneimitteln, die ein bestimmtes Protein - das so genannte p-Glycoprotein - blockieren, z. B. Nifedipin (zur Behandlung von Bluthochdruck):
    die im Blut vorhandene Vincristinmenge kann ansteigen, wodurch es zu mehr und schwereren Nebenwirkungen kommen kann.
  • bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Epilepsie, z. B. (Fos)phenytoin: durch Vincristin kann die im Blut vorhandene Menge an Phenytoin abnehmen.
  • bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs und andere knochenmarkshemmende Arzneimittel, z. B. Doxorubicin (besonders in Kombination mit Prednison):
    Wirkung, Nebenwirkungen und die das Knochenmark unterdr√ľckende Wirkung k√∂nnen sich verst√§rken.
  • bestimmten Arzneimitteln, die das Nervensystem sch√§digen k√∂nnen, z. B. Isoniazid (ein Wirkstoff zur Behandlung von Tuberkulose), L-Asparaginase (ein Wirkstoff zur Behandlung von Blutkrebs) und Cyclosporin A (ein Wirkstoff, der das Immunsystem unterdr√ľckt):
    diese Wirkstoffe können möglicherweise die schädlichen Wirkungen von Vincristin auf das Nervensystem verstärken.
  • Impfstoffe:
    Vincristin unterdr√ľckt das k√∂rpereigene Immunsystem und beeinflusst m√∂glicherweise die F√§higkeit des K√∂rpers, auf den Impfstoff zu reagieren.
  • Digoxin (ein Wirkstoff zur Behandlung von Herzschw√§che und Herzrhythmusst√∂rungen): Vincristin kann die Wirkung von Digoxin abschw√§chen.
  • Mitomycin C (ein Wirkstoff zur Behandlung von bestimmten Tumorformen): gleichzeitige Anwendung kann Atemprobleme verursachen.
  • Strahlentherapie:
    eine Strahlentherapie kann die Nebenwirkungen von Vincristin auf das Nervensystem verstärken.
  • Ciclosporin, Tacrolimus:
    bei gleichzeitiger Anwendung kann Ihr Immunsystem den K√∂rper m√∂glicherweise nicht mehr vor Krankheiten sch√ľtzen (Immunsuppression); es besteht die Gefahr, dass bestimmte Zellen sich vermehren (Lymphoproliferation).
  • GM-CSF und G-CSF (Wirkstoffe, die nach einer Chemotherapie das Wachstum von Blutzellen anregen):
    gleichzeitige Anwendung kann eine Nervenkrankheit (Neuropathie) verursachen.
  • Dactinomycin:
    bei Patienten mit Nierentumor (Wilms-Tumor) wurde √ľber schwere Nierensch√§den berichtet.
  • Bleomycin:
    diese Kombination kann eine Krankheit verursachen, bei der der Blutfluss zu den entfernteren Körperteilen, z. B. Finger, Zehen, Nase und Ohren, bei Temperaturveränderungen oder Stress gestört ist (Raynaud-Syndrom).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Schwangerschaft

  • Die Behandlung mit Vincristin wird w√§hrend einer Schwangerschaft nicht empfohlen.
  • M√§nner und Frauen m√ľssen w√§hrend der Behandlung und 6 Monate nach Beendigung der Behandlung Ma√ünahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden.
  • Wenn Sie eine Schwangerschaft vermuten oder sich ein Kind w√ľnschen, m√ľssen Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden.
  • Es liegen keine hinreichenden Daten f√ľr die Anwendung von Vincristinsulfat w√§hrend der Schwangerschaft vor, die eine Einsch√§tzung der m√∂glichen sch√§dlichen Auswirkungen erlauben. In tierexperimentellen Studien erwies sich dieses Arzneimittel als sch√§dlich.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Stillzeit

  • STILLEN SIE NICHT, solange Sie mit Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml behandelt werden.
  • Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Vincristin kann sich dauerhaft ung√ľnstig auf die Fruchtbarkeit auswirken. Daher wird m√§nnlichen Patienten geraten, sowohl w√§hrend der Behandlung als auch bis 6 Monate nach der Behandlung kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung √ľber eine Spermakonservierung beraten zu lassen.

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml kann manchmal zu Nebenwirkungen am Nervensystem f√ľhren, z. B. in Form von verminderten Reflexen, Muskelschw√§che und Sehst√∂rungen (siehe 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, D√úRFEN SIE SICH NICHT an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder irgendwelche Maschinen bedienen, die Ihre Aufmerksamkeit verlangen.

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Durchstechflasche, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Richten Sie sich genau nach den Anweisungen Ihres Arztes, wenn Sie Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml erhalten. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml zu stark oder zu schwach ist.

Vincristin darf nur in eine Vene gegeben werden (intravenös).

Die empfohlene Dosis ist

Erwachsene

Die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene ist 1,4 mg pro Quadratmeter K√∂rperoberfl√§che (h√∂chstens 2 mg) einmal w√∂chentlich.

Kinder

Bei Kindern ist die √ľbliche Dosis 1,5-2,0 mg pro Quadratmeter K√∂rperoberfl√§che einmal w√∂chentlich. Bei Kindern, die 10 kg oder weniger wiegen, ist die Anfangsdosis 0,05 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht einmal w√∂chentlich.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wenn Ihre Leber nicht einwandfrei arbeitet, wird der Arzt Ihre Dosis, wenn erforderlich, anpassen.

Art der Anwendung

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml wird mittels einer Infusion oder einer langsamen Injektion durch den Schlauch einer fließenden Infusion in eine Vene (intravenös) eingebracht. Vincristin darf nur unter der strengen Aufsicht eines Arztes angewendet werden, der in der Behandlung mit zellschädigenden Arzneimitteln erfahren ist.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Sie besorgt sind, zu viel Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml erhalten zu haben, wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn zu viel Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml angewendet wurde, k√∂nnen die beschriebenen Nebenwirkungen st√§rker auftreten und eventuell schwerwiegende Folgen haben.

Es gibt keine wirksame Behandlung f√ľr eine Vincristin √úberdosierung. Im Falle einer √úberdosierung wird Ihr Arzt Sie unterst√ľtzend behandeln und sorgf√§ltig √ľberwachen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie die Anwendung von Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml vergessen haben

Ihr Arzt entscheidet, wann Sie dieses Arzneimittel bekommen. Wenn Sie vermuten, dass eine Gabe ausgelassen wurde, wenden Sie sich bitte so bald wie möglich an Ihren Arzt.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgenden Nebenwirkungen können ungefähr in den angegebenen Häufigkeiten auftreten:

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100) Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000) Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Immunsystem Selten

√úberempfindlichkeitsreaktion mit starkem Blutdruckabfall, Bl√§sse, Unruhe, schwachem schnellem Puls, feuchtkalter Haut und Bewusstseinseintr√ľbung (Anaphylaxie), Hautausschlag und Fl√ľssigkeitsansammlung.

Blut Häufig

Vor√ľbergehender Anstieg der Pl√§ttchenzahl. M√∂glich sind Kopfschmerzen, Schwindel, kribbelnde H√§nde, Finger oder F√ľ√üe, eine bl√§uliche Verf√§rbung der Nase, blaue Flecken oder Zahnfleischbluten.

Gelegentlich

Hemmung der Knochenmarksfunktion, ver√§nderte Blutzusammensetzung, z. B. An√§mie (Gef√ľhl von Schw√§che, Ersch√∂pfung und/oder allgemeinem Unwohlsein), Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen (verbunden mit einer erh√∂hten Infektanf√§lligkeit) und Mangel an Blutpl√§ttchen (Neigung zu blauen Flecken und Blutungen).

Nervensystem

Häufig

Periphere Neuropathie, die eine Sch√§digung des peripheren Nervensystems (PNS), den Nerven, die elektrische Signale von Gehirn und R√ľckenmark zum √ľbrigen Teil des K√∂rpers und zur√ľck leiten, zur Folge hat. Dies kann die Bewegung, die Empfindung und die K√∂rperfunktionen betreffen. Es k√∂nnen sich Beschwerden zeigen wie St√∂rungen der Sinneswahrnehmung, Kitzeln, Jucken oder Kribbeln ohne Ursache, Nervenschmerzen (u. a. im Unterkiefer oder in den Hoden), Bewegungsschwierigkeiten, Verlust bestimmter Reflexe (tiefe Sehnenreflexe), L√§hmung oder Schw√§che der Fu√ümuskulatur (Fallfu√ü), Muskelschw√§che, Koordinationsschwierigkeiten (z. B. Laufen wie im betrunkenen Zustand) und L√§hmung.

Die Gehirnnerven können beeinträchtigt sein, was zu einer Lähmung bestimmter Muskeln, Schwäche der Kehlkopfmuskulatur, Heiserkeit, Stimmbandlähmung, Schwäche der äußeren Augenmuskeln,

herabh√§ngendes Lid (Ptose), Doppeltsehen, St√∂rungen der Augennerven, St√∂rungen der Nerven au√üerhalb des Auges, (vor√ľbergehende) Blindheit f√ľhren kann.

Gelegentlich

Krampfanf√§lle, oft mit Bluthochdruck. Bei Kindern wurde vereinzelt √ľber Krampfanf√§lle mit anschlie√üender Bewusstlosigkeit berichtet. Bewusstseinsver√§nderungen und seelische Ver√§nderungen wie Depression, Unruhe, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, schwere seelische Erkrankung, bei der die Kontrolle √ľber Verhalten und Handlungen gest√∂rt ist (Psychose), Wahrnehmung nicht vorhandener Dinge (Halluzinationen).

Nicht bekannt

In der weißen Substanz des Gehirns auftretende Krankheit (Leukoenzephalopathie). Die Symptome umfassen psychische Störungen und Krämpfe.

Herz Gelegentlich

Bei einigen Patienten, die mit Vincristin in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs behandelt wurden und die fr√ľher in der Herzgegend bestrahlt worden waren, traten Erkrankungen der Blutgef√§√üe des Herzens und Herzinfarkte auf.

Selten

Hoher Blutdruck oder niedriger Blutdruck.

Atemwege Häufig

Plötzlich auftretende Kurzatmigkeit und Atemnot infolge einer Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur (Bronchospasmus), besonders bei gleichzeitiger Anwendung mit Mitomycin C.

Magen-Darm-Trakt

Häufig

Verstopfung, Bauchschmerzen, plötzlicher kolikartiger Bauchschmerz auf Grund einer Verkrampfung u. a. des Darms und des Gallensystems (Organe und Gänge [Gallengänge, Gallenblase und zugehörige Strukturen], die an der Herstellung und dem Transport von Galle beteiligt sind), Übelkeit, Erbrechen.

Gelegentlich

Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Durchfall, verminderte Darmfunktion auf Grund einer L√§hmung (paralytischer Ileus, bei dem der Darm seine T√§tigkeit einstellt und keine Peristaltik mehr stattfindet), insbesondere bei j√ľngeren Kindern.

Selten

Entz√ľndung der Mundschleimhaut, Absterben von Gewebe im D√ľnndarm und/oder Sch√§den in der Darmwand.

Sehr selten

Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis).

Leber und Galle

Selten

Venenverschlusskrankheit der Leber, besonders bei Kindern.

Haut

Sehr häufig

Haarausfall (Haarwuchs setzt nach Beendigung der Behandlung wieder ein).

Ohren und Gleichgewichtsorgan

Gelegentlich

Taubheit.

Nieren und Harnwege

√Ąltere Patienten, die zus√§tzlich Arzneimittel anwenden, die zu einer verringerten Blasenentleerung f√ľhren (Harnverhaltung), d√ľrfen diese Arzneimittel nicht mehr anwenden, sobald sie Vincristin verabreicht bekommen haben.

Gelegentlich

Schwierigkeiten bei der Blasenentleerung (schmerzhaftes, häufiges oder erschwertes Wasserlassen). Vorliegen hoher Spiegel bestimmter Abbauprodukte (Harnsäure) im Blut (Hyperurikämie).

Selten

Unangepasste Freisetzung von antidiuretischem Hormon (ADH) mit folgenden Anzeichen: niedriger Blutdruck, Fl√ľssigkeitsmangel, abnorme Spiegel von Stickstoffverbindungen (m√∂glich sind Mundtrockenheit, Verwirrtheit, Ersch√∂pfung), Fl√ľssigkeitsansammlung mit der Folge von Schwellungen und Natriummangel (Syndrom der inad√§quaten ADH-Sekretion [SIADH]).

Sehr selten

Inkontinenz.

Geschlechtsorgane

Dauerhafte Unfruchtbarkeit ist bei männlichen Patienten häufiger als bei weiblichen Patienten.

Häufig

Fehlende Samenzellen, Nervenschmerzen in den Hoden.

Gelegentlich

Dauerhaftes Ausbleiben der Regelblutung.

Sonstige

Behandlungsbedingte Tumore. Bei einigen Patienten, die eine Kombinationsbehandlung mit Vincristin und anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Krebs erhielten, trat nach der Behandlung eine andere Krebsart auf.

Häufig

Reizung an der Injektionsstelle.

Gelegentlich

Schmerzen und Entz√ľndung der Venen und des Unterhautbindegewebes w√§hrend der Injektion in die Vene, Fieber.

Selten

Kopfschmerzen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Aufbewahrungsbedingungen

Im K√ľhlschrank lagern (2-8 ¬įC).

Das Beh√§ltnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml nach dem auf dem Beh√§ltnis nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie d√ľrfen Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml nicht verwenden, wenn die L√∂sung nicht klar und farblos oder leicht gelblich ist.

Arzneimittel d√ľrfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml enth√§lt

Der Wirkstoff ist: Vincristinsulfat 1 mg pro 1 ml Injektionslösung.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol, Schwefels√§ure, Natriumhydroxid und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Vincristinsulfat-TEVA¬ģ 1 mg/ml aussieht und Inhalt der Packung

Injektionslösung

Vincristinsulfat-TEVA 1 mg/ml ist eine klare, farblose oder leicht gelbliche Lösung, die außer Gasbläschen keine Partikel enthält.

Packungsgrößen:

1 Durchstechflasche mit 1 ml entsprechend 1 mg Vincristinsulfat

1 Durchstechflasche mit 2 ml entsprechend 2 mg Vincristinsulfat

1 Durchstechflasche mit 5 ml entsprechend 5 mg Vincristinsulfat

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

Postbus 552

2003 RN Haarlem

Niederlande

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

DeutschlandVincristinsulfat-TEVA R 1 mg/ml Injektionslösung
FrankreichVINCRISTINE TEVA 1 mg/ml, solution injectable
ItalienVincristina Teva Italia
LettlandVincristine Teva
LitauenVincristine Teva 1 mg/ml injekcinis tirpalas
NiederlandeVincristinesulfaat Teva 1 mg/ml
PolenVincristine Teva
SpanienVincristina Teva 1mg/ml solución para inyección EFG
Tschechische RepublikVincristin-Teva
Vereinigtes KönigreichVincristine sulphate, solution for injection 1 mg/ml

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2020.

Versionscode: Z08

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Wirkstoff(e) Vincristin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.03.2009
ATC Code L01CA02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Pflanzliche Alkaloide und andere nat√ľrliche Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden