Prednicortone 5 mg Tabletten fĂŒr Hunde und Katzen

Abbildung Prednicortone 5 mg Tabletten fĂŒr Hunde und Katzen
Wirkstoff(e) Prednisolon
Zulassungsland Österreich
Hersteller Dechra Regulatory B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.07.2015
ATC Code QH02AB06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung

Zulassungsinhaber

Dechra Regulatory B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Prednicortone 5 mg Tabletten fĂŒr Hunde und Katzen

Prednisolon

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur symptomatischen Behandlung oder als zusĂ€tzliche Behandlung bei entzĂŒndungsbedingten und immunvermittelten Erkrankungen bei Hunden und Katzen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicht anwenden bei an viralen oder mykotischen Infektionen leidenden Tieren, die noch nicht adÀquat behandelt werden.

Nicht anwenden bei Tieren, die an Diabetes mellitus oder Hyperadrenokortizismus leiden. Nicht anwenden bei Tieren mit Osteoporose.

Nicht anwenden bei Tieren, die an kardialer oder renaler Funktionsstörung leiden. Nicht anwenden bei Tieren, die an Hornhautulzera leiden.

Nicht anwenden bei Tieren mit gastrointestinaler Ulzeration. Nicht anwenden bei Tieren mit Verbrennungen.

Nicht gleichzeitig anwenden mit attenuierten Lebendimpfstoffen. Nicht anwenden bei vorhandenem Glaukom.

Nicht anwenden wĂ€hrend der TrĂ€chtigkeit (siehe Abschnitt: „Anwendung wĂ€hrend der TrĂ€chtigkeit und Laktation“).

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenĂŒber dem Wirkstoff, Kortikosteroiden oder einem der sonstigen Bestandteile.

Siehe auch Abschnitt „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen.“

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Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Orale Anwendung.

Dosis und Gesamtdauer der Behandlung werden durch den Tierarzt von Fall zu Fall in AbhÀngigkeit von der StÀrke der Symptome bestimmt. Es ist die geringste wirksame Dosis anzuwenden. Anfangsdosis: Pro Tag 0,5 - 4 mg pro kg Körpergewicht.

Bei langfristiger Behandlung: wenn nach einer Phase der tĂ€glichen Dosierung die gewĂŒnschte Wirkung erreicht wurde, sollte die Dosis gesenkt werden, bis die geringste wirksame Dosis erreicht wird. Die Dosissenkung sollte erfolgen, indem die Therapie jeden zweiten Tag angewendet wird und/oder durch Halbierung der Dosis in Intervallen von 5-7 Tagen, bis die geringste wirksame Dosis erreicht wird.

Aufgrund des unterschiedlichen Tagesrhythmus sollten Hunde morgens und Katzen abends behandelt werden.

Zur genaueren Dosierung können die Tabletten in 2 oder 4 gleichgroße StĂŒcke geteilt werden. Legen Sie die Tablette auf eine glatte OberflĂ€che, wobei die eingekerbte Seite nach oben zeigt und die konvexe (gewölbte) Seite Richtung OberflĂ€che.

Halbieren: drĂŒcken Sie mit den Daumen auf beide Tablettenseiten.

Vierteln: drĂŒcken Sie mit einem Daumen auf die Tablettenmitte.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

EntzĂŒndungshemmende Kortikosteroide wie Prednisolon haben bekanntlich eine Vielzahl von Nebenwirkungen. WĂ€hrend hohe Einzeldosen in der Regel gut vertragen werden, können bei langfristiger Anwendung schwere Nebenwirkungen auftreten. Daher sollte bei mittel- bis langfristiger Anwendung im Allgemeinen die niedrigste Dosierung eingesetzt werden, die zur Kontrolle der Symptome erforderlich ist.

Die wĂ€hrend der Therapie zu beobachtende deutliche, dosisabhĂ€ngige Kortisolsuppression ist das Ergebnis der UnterdrĂŒckung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse durch wirksame Dosen. Nach Beendigung der Behandlung können Anzeichen fĂŒr eine Nebenniereninsuffizienz bis hin zu einer Nebennierenrindenatrophie auftreten, was dazu fĂŒhren kann, dass das Tier nicht mehr in der Lage ist, adĂ€quat auf Stresssituationen zu reagieren. Daher sollte ĂŒber geeignete Mittel nachgedacht werden, mit denen nach Beendigung der Behandlung auftretende Probleme der Nebenniereninsuffizienz auf ein Minimum begrenzt werden können.

Der zu beobachtende deutliche Anstieg der Triglyzeride kann die Folge eines möglicherweise auftretenden iatrogenen Hyperadrenokortizismus (Cushing-Krankheit) sein, der mit erheblichen VerÀnderungen des Fett-, Kohlenhydrat-, Protein- und Mineralstoffwechsels einhergeht, wodurch es zur Umverteilung von Körperfett, Körpergewichtszunahme, MuskelschwÀche und -abbau sowie Osteoporose kommen kann. Eine Kortisolsuppression und eine Zunahme der Triglyzeride im Plasma ist eine sehr hÀufige Nebenwirkung bei der Medikation mit Kortikoiden (mehr als 1 von

10 behandelten Tieren).

Der Anstieg der alkalischen Phosphatase durch Glukokortikoide kann mit einer VergrĂ¶ĂŸerung der Leber (Hepatomegalie) in Zusammenhang stehen, was zu einem Anstieg der Leberenzyme im Serum fĂŒhrt.

Weitere VerÀnderungen von biochemischen und hÀmatologischen Parametern im Blut, die möglicherweise mit der Anwendung von Prednisolon in Zusammenhang stehen, waren deutliche Auswirkungen auf Lactat-Dehydrogenase (Abnahme) und Albumin (Anstieg) sowie auf Eosinophile, Lymphozyten (Abnahme) und segmentierte Neutrophile (Anstieg).

Eine Abnahme der Aspartat-Aminotransferase wird ebenfalls beobachtet.

Systemisch angewendete Kortikosteroide können insbesondere zu Beginn der Therapie zu Polyurie, Polydipsie und Polyphagie fĂŒhren. Einige Kortikosteroide können bei langfristiger Anwendung zu Natrium- und Wasserretention sowie HypokaliĂ€mie fĂŒhren. Systemisch angewendete Kortikosteroide haben zu Ablagerungen von Calcium in der Haut (Calcinosis cutis) gefĂŒhrt.

Kortikosteroide können die Wundheilung verzögern und die immunsuppressiven Wirkungen können die WiderstandsfĂ€higkeit gegenĂŒber Infektionen schwĂ€chen oder bestehende Infektionen verschlimmern. Kortikosteriode können bestehende virale Infektionen verschlimmern oder das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen.

Bei mit Kortikosteroiden behandelten Tieren traten gastrointestinale Ulzera auf und bestehende gastrointestinale Ulzera können bei Tieren, die nicht-steroidale entzĂŒndungshemmende Arzneimittel erhalten, sowie bei Tieren mit RĂŒckenmarkstrauma durch Steroide verschlimmert werden.

Andere unerwĂŒnschte Wirkungen, die auftreten können, sind: Hemmung des LĂ€ngenwachstums der Knochen; Hautatrophie; Diabetes mellitus; Euphorie; Pankreatitis; Abnahme der SchilddrĂŒsenhormon- Synthese; Anstieg der Parathormon-Synthese.

Siehe auch den Abschnitt „Besondere Warnhinweise: Anwendung wĂ€hrend der TrĂ€chtigkeit und Laktation“.

Die Angaben zur HĂ€ufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr hĂ€ufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • HĂ€ufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte). Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgefĂŒhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

7. ZIELTIERART(EN)

Hund und Katze.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugĂ€nglich fĂŒr Kinder aufbewahren. Haltbarkeit der geteilten Tabletten: 4 Tage.

Alle nicht verwendeten TablettenbruchstĂŒcke sollten in den geöffneten Blister zurĂŒckgelegt und dieser in der Faltschachtel aufbewahrt werden.

FĂŒr dieses Tierarzneimittel sind bezĂŒglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Sie dĂŒrfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

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Weitere Informationen

Besondere Warnhinweise fĂŒr jede Zieltierart

Durch die Behandlung mit Kortikoiden soll eine Verbesserung der klinischen Anzeichen erreicht werden, keine Heilung. Die Behandlung sollte mit der Behandlung der Grunderkrankung und/oder der Verbesserung der Haltungsbedingungen kombiniert werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung bei Tieren

In FĂ€llen einer bakteriellen Infektion sollte das Tierarzneimittel in Verbindung mit einer geeigneten Antibiotika-Therapie angewendet werden.

Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Prednisolon ist besondere Vorsicht geboten, wenn das Tierarzneimittel bei Tieren mit geschwÀchtem Immunsystem angewendet wird. Kortikoide wie Prednisolon steigern den Proteinkatabolismus. Das Tierarzneimittel sollte daher mit Vorsicht bei alten oder unterernÀhrten Tieren angewendet werden.

Pharmakologisch aktive Dosismengen können zur Atrophie der Nebennierenrinde und dadurch zu einer Nebenniereninsuffizienz fĂŒhren. Dies kann insbesondere nach Absetzen der Behandlung mit Kortikosteroiden offenkundig werden. Falls durchfĂŒhrbar, kann die Therapie nur jeden zweiten Tag erfolgen, wodurch eine Nebenniereninsuffizienz minimiert werden kann. Die Dosis sollte verringert und schrittweise abgesetzt werden, um das Auftreten einer Nebenniereninsuffizienz zu vermeiden (siehe Abschnitt „Dosierung und Art der Anwendung“).

Kortikoide wie Prednisolon sollten mit Vorsicht bei Patienten mit Hypertonie, Epilepsie, vorangegangener Steroidmyopathie, bei immunsupprimierten Tieren sowie bei Jungtieren angewendet werden, da Kortikosteroide das Wachstum verzögern können.

Die Tabletten sind aromatisiert. Bewahren Sie die Tabletten außerhalb der Reichweite von Tieren auf, um ein versehentliches Verschlucken zu vermeiden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr den Anwender

- Prednisolon oder andere Kortikosteroide können Überempfindlichkeiten (allergische Reaktionen) verursachen.

  • Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenĂŒber Prednisolon, anderen Kortikosteroiden oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
  • Um ein versehentliches Verschlucken, insbesondere durch ein Kind, zu vermeiden, sollten nicht verwendete Tablettenteile in den geöffneten Blister zurĂŒckgelegt und dieser in der Faltschachtelaufbewahrt werden.
  • Bei versehentlicher Einnahme, insbesondere durch ein Kind, ist unverzĂŒglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
  • Kortikosteroide können zu Fehlbildungen beim Fötus fĂŒhren; es wird daher empfohlen, dass schwangere Frauen den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

- Nach Handhabung der Tabletten mĂŒssen die HĂ€nde sofort grĂŒndlich gewaschen werden.

TrÀchtigkeit und Laktation

Nicht bei trĂ€chtigen Tieren anwenden. Untersuchungen an Labortieren haben gezeigt, dass die Anwendung wĂ€hrend der frĂŒhen TrĂ€chtigkeit zu fötalen Missbildungen fĂŒhren kann. Die Anwendung in spĂ€teren Stadien der TrĂ€chtigkeit kann zu Fehl- oder FrĂŒhgeburten fĂŒhren. Siehe auch den Abschnitt ĂŒber „Gegenanzeigen“.

Kortikosteroide werden mit der Milch ausgeschieden und können bei sĂ€ugenden Jungtieren zu Wachstumsstörungen fĂŒhren.

WĂ€hrend der Laktation nur nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen Phenytoin, Barbiturate, Ephedrin und Rifampicin können die metabolische Clearance von

Kortikosteroiden beschleunigen, wodurch die Spiegel im Blut abnehmen und die physiologische Wirkung verringert wird.

Die gleichzeitige Anwendung dieses Tierarzneimittels mit nicht-steroidalen entzĂŒndungshemmenden Arzneimitteln kann gastrointestinale Ulzera verschlimmern. Da Kortikosteroide die Immunreaktion auf Impfungen verringern können, sollte Prednisolon weder in Kombination mit Impfstoffen noch innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung angewendet werden.

Die Anwendung von Prednisolon kann eine HypokaliÀmie induzieren und damit das Risiko der ToxizitÀt von Herzglykosiden erhöhen. Das Risiko einer HypokaliÀmie kann erhöht werden, wenn Prednisolon zusammen mit Kalium-ausschwemmenden Diuretika angewendet wird.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel)

Eine Überdosierung kann lediglich die im Abschnitt „Nebenwirkungen“ aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen verursachen. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt.

Symptome einer Überdosierung sollten symptomatisch behandelt werden.

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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.07.2015
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden