Wirkstoff(e) Fluvoxamin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Sandoz
Suchtgift Nein
ATC Code N06AB08
Pharmakologische Gruppe Antidepressiva

Zulassungsinhaber

Sandoz

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Floxyfral¬ģ junior 50 mg/Floxyfral¬ģ 100 mg Fluvoxamin Fluvoxaminmaleat Mylan Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Flox-ex ist ein Antidepressivum zur Behandlung affektiver St√∂rungen, die im Zusammenhang mit einer dauernd gedr√ľckten Stimmung auftreten. Flox-ex enth√§lt den Wirkstoff Fluvoxamin, welcher zu den sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern geh√∂rt. Flox-ex ist ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin zu verwenden. Es findet haupts√§chlich Anwendung bei:

psychischen Symptomen, wie z.B. Antriebslosigkeit, Traurigkeit, Konzentrationsschwäche, verminderte geistige Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen und depressive Zustände;

zur Verhinderung des Wiederauftretens depressiver Symptome sowie neuer depressiven Episoden bei Erwachsenen;

weiter ist Flox-ex indiziert f√ľr die Behandlung von Zwangserkrankungen bei Erwachsenen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Während der Behandlung mit Flox-ex möglichst keine alkoholischen Getränke einnehmen.

Flox-ex kann die Koffeinausscheidung um das bis zu F√ľnffache verringern. Patienten bzw. Patientinnen unter Flox-ex-Therapie mit hohem Koffeinkonsum sollten deshalb ihren Koffeinkonsum einschr√§nken.

Flox-ex darf nicht zusammen mit Antidepressiva vom Typ MAO-Hemmern und Arzneimitteln die Tizanidin enthalten (zur Behandlung von Muskelverspannungen), genommen werden.

Flox-ex darf bei √úberempfindlichkeit gegen√ľber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe nicht eingenommen werden.

Mangels klinischer Erfahrungen ist die Anwendung von Flox-ex bei Depressionen von Kindern nicht zu empfehlen.


Unter der Behandlung mit Flox-ex k√∂nnen sich die Symptome der Depression verschlechtern. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kontaktieren.

Ein Abbruch der Behandlung darf nicht pl√∂tzlich erfolgen und darf nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer √Ąrztin erfolgen, da es sonst zu Entzugssymptomen kommen kann.

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression/Angststörung

Wenn Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

? wenn Sie bereits fr√ľher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen;

? wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin oder suchen Sie unverz√ľglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einer nahestehenden Person oder Verwandten erz√§hlen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angstst√∂rung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzust√§nde verschlimmern oder wenn Sie sich Sorgen √ľber Verhaltens√§nderungen bei Ihnen machen.

Personen, welche an schweren Leber- oder Nierenerkrankungen leiden, m√ľssen die Behandlung mit niedriger Dosierung und unter strenger √§rztlicher Kontrolle aufnehmen.

Es gibt keine Hinweise, dass √§ltere Patienten bzw. Patientinnen sich bei Verabreichung normaler Dosierungen klinisch wesentlich anders verhalten als j√ľngere. Trotzdem sollten Dosiserh√∂hungen bei √§lteren Personen langsamer erfolgen und Dosisver√§nderungen allgemein sollten immer mit Vorsicht durchgef√ľhrt werden.

Besondere Umsicht ist auch bei der Behandlung epileptischer Patienten bzw. Patientinnen geboten.

Es gibt Berichte √ľber kleinfl√§chige Hautblutungen und andere Blutungen (z.B. Magen-Darm-Blutungen) unter der Therapie mit SSRI (selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern). Vorsicht ist geboten, bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, welche die Blutpl√§ttchenfunktion beeinflussen (z.B. atypische Antipsychotika, Entz√ľndungshemmer); das gleiche gilt f√ľr Patienten bzw. Patientinnen unter Antikoagulation oder mit Blutungsst√∂rungen in der Familiengeschichte.

Bei der Kombination mit anderen psychoaktiven Arzneimitteln, wie z.B. mit gewissen Beruhigungsmitteln und Schlafmitteln, Mitteln gegen Depression (z.B. Pr√§parate mit Johanniskraut), Lithium, Migr√§nemittel vom Triptan-Typ, Tryptophan, Mittel gegen Epilepsie sowie Blutverd√ľnnungsmitteln, ist besondere Vorsicht geboten. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin (s. auch ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Flox-ex haben?¬Ľ).

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die F√§higkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrt√ľchtigkeit beeintr√§chtigen. Dies wird noch verst√§rkt durch die Kombination mit Alkohol oder mit anderen Arzneimitteln.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!


Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin mit, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Flox-ex darf w√§hrend der Schwangerschaft nur bei zwingenden Indikationen und ausschliesslich auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin verwendet werden.

Folgende Symptome k√∂nnen bei Neugeborenen, deren M√ľtter in den sp√§ten Stadien der Schwangerschaft Fluvoxamin erhalten hatten, sofort oder kurz nach der Geburt auftreten: Ess- und Schlafst√∂rungen, Atmungsschwierigkeiten, Krampfanf√§lle, Schwierigkeiten bei der Regelung der K√∂rpertemperatur, niedriger Blutzuckerspiegel, Zittern, angespannte oder √ľberm√§ssig entspannte Muskulatur, Erbrechen, Reizbarkeit und st√§ndiges Weinen. Diese Symptome legen sich normalerweise mit der Zeit.

Dar√ľber hinaus wurde in einer Studie eine sogenannte persistente pulmonale Hypertonie bei Kleinkindern festgestellt, deren M√ľtter selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (zu dieser Klasse von Antidepressiva geh√∂rt auch Flox-ex) nach den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft erhalten hatten. Bei persistenter pulmonaler Hypertonie ist der Blutdruck in den Blutgef√§ssen zwischen dem Herz und den Lungen des Kleinkinds zu hoch.

Da Fluvoxamin (der Wirkstoff von Flox-ex) in kleinen Mengen mit der Muttermilch ausgeschieden wird, sollten stillende M√ľtter Flox-ex nicht einnehmen. Ist die Einnahme des Pr√§parates unabdingbar, soll abgestillt werden.

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Wie wird es angewendet?

Halten Sie sich strikte an die Verordnung des Arztes oder der √Ąrztin und ver√§ndern Sie die Dosierung nur auf seine/ihre Anordnung hin.

Bei Erwachsenen sollte die Anfangsdosis auf 50 mg beschr√§nkt werden. Die wirksame Tagesdosis liegt zwischen 100 mg und 300 mg. Die Dosis sollte allm√§hlich erh√∂ht werden, bis die wirksame Dosis erreicht ist. Die mindest wirksame Dosis betr√§gt 100 mg pro Tag, welche in einer Einzeldosis, am besten abends, verabreicht wird. Dosen √ľber 150 mg sollten in 2 bis mehreren Einnahmen verabreicht werden, am besten morgens und abends.

Nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation soll eine Antidepressiva-Behandlung mindestens 6 Monate nach Erreichen der Besserung weitergef√ľhrt werden. Dies gilt auch f√ľr die Behandlung mit Flox-ex.

Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Falls nötig, können die 100 mg Filmtabletten, welche mit einer Bruchrille versehen sind, halbiert werden. Unterbrechen Sie nicht von sich aus die Behandlung.

Absetzph√§nomene wie Empfindungsst√∂rungen, Kopfschmerz, √úbelkeit, Schwindel, M√ľdigkeit und Angst sind nach abruptem Absetzen von Flox-ex bei einigen Patienten bzw. Patientinnen aufgetreten. Diese sind normalerweise mild und verschwinden von selbst, und sind nicht Zeichen einer Suchtentwicklung. Flox-ex sollte deshalb nicht abrupt abgesetzt werden.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen sind oft Ausdruck der Krankheit und nicht unbedingt Folge der Behandlung.

Sehr häufig tritt vor allem zu Beginn der Behandlung Übelkeit, z.T. mit Erbrechen auf.

Häufig wurde Appetitverlust, Erregung, Angst, Benommenheit, Schlaflosigkeit, Zittern, Schläfrigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Herzrasen, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Schwitzen, Kraftlosigkeit und Unwohlsein beobachtet.

Gelegentlich wurden Halluzinationen, Verwirrungszust√§nde, St√∂rungen der Koordination von Bewegungsabl√§ufen, Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen, Hautausschlag, Hautjucken Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, sexuelle St√∂rungen, verz√∂gerter Samenerguss beobachtet.

Selten wurden Manie, Krämpfe, Leberfunktionsstörungen, Lichtempfindlichkeit, Milchfluss bei nicht stillenden Frauen beobachtet.

Andere: Eine weitere seltene Nebenwirkung (sogenanntes Serotoninsyndrom), welche besonders bei Kombination mit gewissen anderen zentralwirksamen Arzneimitteln (z.B. Migr√§nemittel vom Triptan-Typ, Tryptophan, Lithium, Mittel gegen Depression wie z.B. Pr√§parate mit Johanniskraut) auftritt, √§ussert sich durch Bewusstseinstr√ľbung, Muskelstarre, Muskelzittern, Zuckungen und Fieber. Beim Auftreten dieser Symptome sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin informieren.

Blutungen, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, Harnverhalten, Inkontinenz, Orgasmusstörung, Erhöhung des Prolaktinspiegels im Blut (Hyperprolaktinämie), Milchfluss, Menstruationszyklusstörungen wie Ausbleiben, schwache oder verstärkte Menstruation, Zwischenblutungen.

Es sind St√∂rungen des Fl√ľssigkeits- und Salzhaushaltes zum Beispiel mit Verwirrtheit, Halluzinationen, Krampfanf√§llen und Hirn√∂dem (Schwellung infolge Ansammlung w√§ssriger Fl√ľssigkeit im Hirn) beobachtet worden. Kontaktieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Ein abruptes Absetzen der Therapie von Flox-ex kann zu Symptomen wie Kribbelmissempfindungen, Kopfschmerz, Schlafst√∂rungen, Schwindel, √úbelkeit und Angst f√ľhren. Deshalb wird ein Ausschleichen der Therapie empfohlen.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde unter Antidepressiva √ľber ein vermehrtes Auftreten von Verhaltensst√∂rungen berichtet.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęExp.¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Das Arzneimittel in der Originalpackung, bei Raumtemperatur (15?25 ¬įC) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Wirkstoff: Fluvoxaminmaleat in der Dosierung von 100 mg pro Filmtablette, sowie Hilfsstoffe.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden