Wirkstoff(e) Levofloxacin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Labatec Pharma SA
Suchtgift Nein
ATC Code J01MA12
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chinolone

Zulassungsinhaber

Labatec Pharma SA

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Levofloxacin Sandoz¬ģ Levofloxacin Sandoz Pharmaceuticals AG
Levofloxacin-Mepha Lactab¬ģ Levofloxacin Mepha Pharma AG
Ducressa¬ģ Levofloxacin Dexamethason Santen SA
Levofloxacin-Mepha Teva Levofloxacin Mepha Pharma AG
Quinsair¬ģ 240 mg L√∂sung f√ľr einen Vernebler Levofloxacin Chiesi SA

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Levofloxacin Labatec ist ein Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Levofloxacin Labatec gehört zur Antibiotika-Gruppe der Chinolone und ist wirksam gegen mehrere von Bakterienarten.

Levofloxacin Labatec eignet sich zur Behandlung von Infektionskrankheiten bei Erwachsenen wie:

  • Infektionen der Niere und komplizierte Infektionen der Harnwege.
  • Bei folgenden Infektionskrankheiten wird Levofloxacin Labatec als Mittel der zweiten Wahl, d.h., wenn sich eine vorhergehende antibiotische Behandlung als unwirksam erwiesen hat, angewendet: Infektionen der Atemwege: Akute Sinusitis, Akute Exarzerbation der chronischen Bronchitis, Ambulant erworbene Pneumonie.
  • Infektionen der Haut und Weichteile.

Levofloxacin Labatec darf nur auf ärztliche Verschreibung verwendet werden.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zur Behandlung Ihrer gegenw√§rtigen Erkrankung verschrieben.

Das Antibiotikum Levofloxacin Labatec ist nicht gegen alle Mikroorganismen wirksam, welche Infektionskrankheiten verursachen. Die Anwendung eines falsch gew√§hlten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus f√ľr die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei einem R√ľckfall Ihrer gegenw√§rtigen Infektion d√ľrfen Sie Levofloxacin Labatec nicht ohne erneute √§rztliche Konsultation anwenden.

Wann darf Levofloxacin Labatec nicht angewendet werden?

Patientinnen und Patienten mit bekannter oder vermuteter √úberempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von Levofloxacin Labatec oder auf √§hnliche Arzneimittel (Arzt oder √Ąrztin befragen) d√ľrfen Levofloxacin Labatec nicht einnehmen.

Patientinnen und Patienten, bei welchen w√§hrend einer fr√ľheren Therapie mit Antibiotika der Klasse der Fluorochinolone Sehnenbeschwerden aufgetreten sind, sollten Levofloxacin Labatec nicht einnehmen, da bei der Einnahme von Levofloxacin Labatec dasselbe Risiko (inkl. Sehnenriss) besteht.

Levofloxacin Labatec darf bei Epileptikern sowie bei Sch√§digungen des zentralen Nervensystems in der Vorgeschichte (z.B. Sch√§del-Hirn-Trauma, nach Entz√ľndungen im Gehirn, nach einem Schlaganfall) nicht angewendet werden.

Von der Anwendung bei Patienten, die an einer Myasthenia gravis (Schw√§che und Erm√ľdbarkeit der Muskeln) erkrankt sind bzw. waren, wird abgeraten. Levofloxacin Labatec kann die Muskelschw√§che bei Patienten mit Myasthenie verst√§rken.

Levofloxacin Labatec darf Kindern und Jugendlichen im Wachstum sowie schwangeren oder stillenden Frauen nicht verabreicht werden.

Wann ist bei der Anwendung von Levofloxacin Labatec Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen beeintr√§chtigen.

Fluorchinolone wie Levofloxacin Labatec k√∂nnen zu schweren unerw√ľnschten Wirkungen f√ľhren, die m√∂glicherweise irreversibel und invalidisierend sind und bei einem Patienten ein einzelnes Organ oder mehrere Organe gleichzeitig betreffen k√∂nnen. Diese unerw√ľnschten Wirkungen k√∂nnen eine Sehnenentz√ľndung, einen Sehnenriss, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Sch√§digungen des peripheren Nervensystems, Wirkungen auf das zentrale Nervensystem (Halluzinationen, Angstzust√§nde, Depression, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Verwirrtheit) umfassen. Diese Reaktionen k√∂nnen Stunden oder Wochen nach der Einnahme von Levofloxacin Labatec auftreten. Zu diesen unerw√ľnschten Wirkungen kam es bei Patienten aller Altersgruppen bzw. ohne vorbestehende Risikofaktoren. Unterbrechen Sie Ihre Behandlung bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer schweren unerw√ľnschten Wirkung.

Bei bestimmten Patienten wurden schwere Hautreaktionen berichtet. Wenn Sie Haut- und/oder Schleimhautreaktionen bemerken, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, bevor Sie die Behandlung fortsetzen.

Bei √úberempfindlichkeitsreaktionen und Allergien unterbrechen Sie die Behandlung und wenden sich an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Fluorchinolone wie Levofloxacin Labatec k√∂nnen zu Kr√§mpfen f√ľhren oder die Krampfschwelle herabsetzen. Bei Kr√§mpfen m√ľssen Sie die Behandlung mit Levofloxacin Labatec unverz√ľglich abbrechen und sich an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wenden.

Bei Patienten mit einem Risiko f√ľr epileptische Anf√§lle (wie z.B. bei herabgesetzter Krampfschwelle, Kr√§mpfen in der Vorgeschichte, einer verminderten Hirndurchblutung, einer ver√§nderten Hirnstruktur, nach Sch√§del-Hirn-Verletzung, Infektion im Sch√§delinnern oder Schlaganfall) oder bei Myasthenia gravis m√ľssen Patienten besonders eng √ľberwacht werden. Sprechen Sie bitte vor der Einnahme von Levofloxacin Labatec mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin.

Auch psychiatrische Reaktionen (z.B. Nervosit√§t, Agitation, Schlaflosigkeit, Angstzust√§nde, Alptr√§ume, paranoide Gedanken, Verwirrtheit, Zittern, Halluzinationen und Depressionen) k√∂nnen bereits bei der ersten Einnahme von Fluorchinolonen wie Levofloxacin auftreten. In sehr seltenen F√§llen wurde eine Verschlimmerung von Depressionen oder psychotischen Reaktionen beobachtet, die zu Selbstmordgedanken oder selbstgef√§hrdendem Verhalten wie Selbstmordversuchen f√ľhrten. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie psychische Erkrankungen hatten oder haben oder unter einer Geisteserkrankung leiden. Bei Auftreten dieser Symptome beenden Sie sofort die Behandlung und sprechen Sie dar√ľber mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin.

Wenn die Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist (Niereninsuffizienz), passt Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis an. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin ist informiert. Eine gleichzeitige Einnahme von Eisensalzen, Zink, Didasonin, Sucralfat oder Mitteln gegen Magen√ľbers√§uerung (wie z.B. magnesium- oder aluminiumhaltige Antazida) sollte vermieden werden, da sie die Wirksamkeit von Levofloxacin Labatec verringern k√∂nnen. Diese Arzneimittel sollten daher erst 2 Stunden nach Levofloxacin Labatec eingenommen werden.

Wenn Durchf√§lle w√§hrend oder nach der Behandlung mit Levofloxacin Labatec auftreten, vor allem bei schweren, lang anhaltenden und/oder blutigen Durchf√§llen, kann dies auf eine Infektion mit dem Erreger Clostridium difficile hindeuten. Bei Verdacht einer solchen Komplikation m√ľssen Sie die Behandlung mit Levofloxacin Labatec sofort abbrechen und Ihren Arzt zu Rate ziehen.

Bei Durchf√§llen d√ľrfen keine Medikamente eingenommen werden, die die Darmperistaltik (Darmbewegungen) verlangsamen.

Es k√∂nnen Herzrhythmusst√∂rungen auftreten, vor allem bei Patienten mit bereits bekannten Risikofaktoren, wie etwa √§ltere Patienten. Auch Frauen k√∂nnen hiervon besonders betroffen sein. Herzrhythmusst√∂rungen k√∂nnen auch dann auftreten, wenn Sie an einer bisher unbehandelten Elektrolytentgleisung leiden, wenn Sie Herzbeschwerden haben oder hatten, wenn Sie bestimmte Substanzen, die f√ľr eine Verl√§ngerung des QT-Intervalls bekannt sind (Antiarrhythmika, bestimmte Antidepressiva, darunter trizyklische Antidepressiva, Makrolide oder antipsychotische Medikamente), einnehmen m√ľssen.

Bei der gleichzeitigen Behandlung mit Levofloxacin Labatec und sog. Vitamin-K-Antagonisten (¬ęBlutverd√ľnner¬Ľ) m√ľssen die Blutgerinnungsparameter kontrolliert werden, da die Gefahr von Blutungen erh√∂ht ist.

Im Bereich des Auges wurde in sehr seltenen F√§llen eine Uveitis (entz√ľndliche Erkrankung des Augeninneren) beobachtet. Wenn Sehst√∂rungen oder andere die Augen betreffende Wirkungen auftreten, ist unbedingt sofort ein Augenarzt oder eine Augen√§rztin zu Rate zu ziehen.

Die gleichzeitige Einnahme von gewissen Arzneimitteln wie Theophyllin oder Fenbufen (oder √§hnlichen Arzneimitteln zur Behandlung von Rheuma und entz√ľndlichen Krankheiten) kann das Risiko f√ľr epileptische Anf√§lle erh√∂hen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Cimetidin (ein magensäurehemmendes Arzneimittel) und Probenecid (ein Gichtmittel) ist Vorsicht geboten, weil sich der Blutspiegel des Wirkstoffs von Levofloxacin Labatec dadurch erhöhen kann.

Levofloxacin Labatec kann zu Sehnenentz√ľndungen bis hin zur Ruptur (Riss) der Achillessehne f√ľhren, die beidseitig auftreten kann. Dies gilt besonders bei √§lteren Menschen √ľber 60 Jahren oder bei Patientinnen bzw. Patienten, welche gleichzeitig Kortikosteroide (z.B. Prednison oder √§hnliche Mittel) einnehmen, oder auch bei transplantierten Patientinnen und Patienten. Diese unerw√ľnschte Wirkung kann innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der Behandlung und auch noch mehrere Monate nach Ende der Behandlung auftreten und kann beide K√∂rperseiten betreffen. Beim ersten Anzeichen einer Sehnenentz√ľndung muss unverz√ľglich ein Arzt kontaktiert sowie der betroffene K√∂rperteil ruhig gestellt werden, um eine Sch√§digung der Sehnen zu verhindern

Bei extremer Sonnenbestrahlung kann es zu Lichtempfindlichkeitsreaktionen (Hautr√∂tung, Entz√ľndung) kommen. Extreme Sonnenbestrahlung oder Benutzung eines Solariums sollte bei einer Behandlung mit Levofloxacin Labatec und bis zu 48 Stunden nach Ende der Behandlung vermieden werden. Falls Lichtempfindlichkeit auftritt, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Wenn Sie mit einem Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Warfarin) behandelt werden und Levofloxacin Labatec einnehmen, ist es m√∂glich, dass Ihre Gerinnungswerte (F/INR) schlechter werden und es zu Blutungen kommt. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wenn Sie Vitamin-K-Antagonisten einnehmen.

Bei Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (einer erblichen Stoffwechselkrankheit) besteht das Risiko von schwerwiegenden Blutreaktionen.

Wie bei allen Antibiotika dieser Gruppe gibt es Berichte √ľber Probleme aufgrund eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (Unterzuckerung) ¬†und eines zu hohen Blutzuckerspiegels (√úberzuckerung), meistens bei Diabetikern, die mit einem oralen Blutzuckersenker (z.B. Glibenclamid) oder Insulin behandelt wurden. In diesem Fall empfiehlt sich eine strenge √úberwachung des Blutzuckerspiegels.

Bei Behandlungen mit Chinolon-Antibiotika wie dem in Levofloxacin Labatec enthaltenen Levofloxacin kam es Berichten zufolge zu Sch√§digungen des peripheren Nervensystems. Die klinischen Symptome unterscheiden sich von Fall zu Fall, beinhalten jedoch neurologische Ausfallerscheinungen im Sinnes- bzw. Empfindungsbereich (z.B. Schmerzen, Brennen, Taubheits- oder Schw√§chegef√ľhl, ¬ęAmeisenlaufen¬Ľ, Verlust der Tast-, W√§rme- oder Schmerzempfindung in den Gliedmassen oder aber im Gegenteil eine √úberempfindlichkeit). Solche Nervenerkrankungen k√∂nnen rasch auftreten. Wenden Sie sich unverz√ľglich an Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie Symptome einer Nervenerkrankung aufweisen, und brechen Sie die Behandlung ab. Das m√∂gliche Risiko irreversibler Nervensch√§digungen kann so vermindert werden.Fluorchinolone d√ľrfen bei Patienten mit Nervenerkrankungen in der Vorgeschichte nicht angewendet werden. Wenn Symptome einer Nervenerkrankung wie Schmerzen, Brennen, Ameisenlaufen, Taubheits- oder Schw√§chegef√ľhl auftreten, beenden Sie sofort die Behandlung.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen bzw. √§usserlich anwenden.

Darf Levofloxacin Labatec während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Levofloxacin Labatec nicht eingenommen werden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wenn vom Arzt bzw. von der √Ąrztin nicht anders verordnetist Levofloxacin Labatec in folgender Dosierung einzunehmen:

Erwachsene:

500¬†mg Levofloxacin Labatec einmal t√§glich unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit einnehmen.

Die Tabletten sollten mindestens 2 Stunden vor oder nach der Einnahme von Eisensalzen, Zink, Magnesium oder säurebindenden Medikamenten, die Aluminium oder Didanosin oder Sucralfat enthalten, eingenommen werden. Andernfalls können sie die Wirkung des Antibiotikums abschwächen.

Kinder und Jugendliche:

Levofloxacin Labatec darf bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wie bei allen Antibiotika muss die vom Arzt bzw. von der √Ąrztin verordnete Dosierung und Therapiedauer strikt eingehalten werden. Nur so kann Levofloxacin Labatec die gr√∂sstm√∂gliche Wirkung entfalten. Selbst wenn Sie sich besser f√ľhlen, brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, denn die Krankheitszeichen klingen oft vor der vollst√§ndigen Heilung der Infektion ab. Eine ungen√ľgende Anwendungsdauer oder ein zu fr√ľhes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Levofloxacin Labatec kann unzerkaut sowohl auf n√ľchternen Magen mit etwas Fl√ľssigkeit als auch mit dem Essen eingenommen werden. Die Dosierung von Levofloxacin Labatec wird von Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin festgelegt und richtet sich nach der Empfindlichkeit des Erregers und dem Ort der Infektion.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Sollten Sie eine Einnahme von Levofloxacin Labatec vergessen haben, so nehmen Sie die Tablette so bald als möglich ein, sofern nicht schon die nächste Dosis eingenommen werden soll. Sollte dies der Fall sein, nehmen Sie die vorgeschriebene und nicht die doppelte Dosierung ein, d.h. die vergessene(n) Tablette(n) wird (werden) nicht eingenommen.

Wenn Sie versehentlich eine Tablette zuviel eingenommen haben, sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Sollten Sie jedoch versehentlich mehrere Tabletten zuviel eingenommen haben, kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Levofloxacin Labatec auftreten:

√úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Verdauungsst√∂rungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchf√§llen w√§hrend oder nach der Behandlung sollten Sie unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin konsultieren. Versuchen Sie nicht, diese z.B. mit peristaltikhemmenden Pr√§paraten (Pr√§parate, welche die Darmbewegung hemmen) selbst zu behandeln.

Informieren Sie unter folgenden Umst√§nden ebenfalls sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin: bei Herzrhythmusst√∂rungen, bei Anzeichen einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (schwere Bauchkr√§mpfe, √úbelkeit und Erbrechen) sowie bei Symptomen einer Hepatitis (Leberentz√ľndung). Fr√ľhe Warnzeichen einer Leberentz√ľndung sind M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, √úbelkeit oder Erbrechen. Weitere Zeichen sind Gelbf√§rbung der Augen (Bindehaut), der Haut oder entf√§rbter Stuhl.

Im Weiteren können auftreten: bestimmte Pilzerkrankungen, Superinfektionen mit resistenten Mikroorganismen, Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Schlaflosigkeit. Gelegentlich: Zittern, Angstzustände, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Störungen des Geschmacks- und Geruchssinnes, Sehnenbeschwerden (in sehr seltenen Fällen Sehnenriss, wie etwa eine Verletzung mit Riss der Achillessehne), Muskel und Gelenkschmerzen, Fieber, Schläfrigkeit.

Es wurden Fälle von Bänderrissen, Muskelrissen und Arthritis berichtet.

Selten: Depressionen, H√∂rst√∂rungen (Tinnitus), Sehst√∂rungen (verschwommenes Sehen), Halluzinationen, Paranoia, Unruhe, abnorme Tr√§ume, Alptr√§ume, Selbstmordgedanken, Selbstmordversuche, Muskelschw√§che, Unterzuckerung (F√§lle von hypoglyk√§mischem Schock) und √úberzuckerung, v.a. bei Diabetikern (siehe ¬ęWann ist bei der Anwendung von Levofloxacin Labatec Vorsicht geboten?¬Ľ), Kr√§mpfe, Herzrasen, Kribbeln, akutes Leberversagen mit t√∂dlichem Ausgang, akutes Nierenversagen. Sollten diese Reaktionen auftreten, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Gelegentlich wurden Veränderungen des Blutbildes sowie Störungen der Leber- und Nierenfunktion beobachtet.

Es k√∂nnen allergische Reaktionen auftreten, beispielsweise √úberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschl√§ge, einschliesslich Hautausschl√§ge im Mundraum (Stomatitis), Juckreiz oder Nesselsucht. Hautreaktionen k√∂nnen auch im Zusammenhang mit starker Sonneneinwirkung und k√ľnstlichem UV-Licht (Solarium) auftreten.

Sehr selten wurden starke allergische Reaktionen wie Schwellung des Gesichts, der Zunge und des Kehlkopfes, Hautausschläge, Herzklopfen, Blutdruckabfall (bis hin zu Ohnmacht und Schock) und Atemnot oder Atembeschwerden beobachtet. In diesen Fällen ist Levofloxacin Labatec sofort abzusetzen; eine ärztliche Behandlung (z.B. Schocktherapie) ist erforderlich.

Gewisse Arzneimittel aus derselben Antibiotikaklasse wie Levofloxacin Labatec k√∂nnen bei Patientinnen und Patienten, die an Porphyrie leiden, akute Sch√ľbe dieser Krankheit ausl√∂sen. Dies kann daher auch bei einer Therapie mit Levofloxacin Labatec vorkommen.

Sehr selten wurden F√§lle einer Sch√§digung des peripheren Nervensystems sowie unkontrollierte oder abnorme Bewegungen beobachtet, F√§lle von Synkope oder einer Erh√∂hung des Hirndrucks wurden berichtet. Im Bereich des Auges wurde in sehr seltenen F√§llen eine Uveitsis (entz√ľndliche Erkrankung des Augeninneren) beobachtet. Wenn Sehst√∂rungen oder andere die Augen betreffende Wirkungen auftreten, ist unbedingt sofort ein Augenarzt oder eine Augen√§rztin zu Rate zu ziehen.

Falls Sie Nebenwirkungen bemerken, die in dieser Packungsbeilage nicht aufgef√ľhrt sind, setzen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin davon in Kenntnis.

Wenn eine der oben beschriebenen Nebenwirkungen auftritt, aber auch, wenn Sie eine andere Nebenwirkung bemerken, bei der Sie einen Zusammenhang mit Levofloxacin Labatec vermuten, konsultieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie das Medikament ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.

Levofloxacin Labatec ist in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25¬ļC) aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Bringen Sie nach Ende der Behandlung √ľbrig gebliebene Tabletten zur fachgerechten Entsorgung zur√ľck zu Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis oder Apotheke).

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

Anzeige

Weitere Informationen

Was ist in Levofloxacin Labatec enthalten?

1 Filmtablette Levofloxacin Labatec enthält 250 mg oder 500 mg Levofloxacin (als levofloxacinum hemihydricus), Farbstoffe: E110, E132, Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

65120 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Levofloxacin Labatec? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Levofloxacin Labatec 250 mg: Packungen zu 5, 7 und 10 Filmtabletten

Levofloxacin Labatec 500 mg: Packungen zu 5, 7 und 10 Filmtabletten

Zulassungsinhaberin

Labatec Pharma S.A, 1217 Meyrin (GE)

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2017 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

Anzeige

Wirkstoff(e) Levofloxacin
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Labatec Pharma SA
Suchtgift Nein
ATC Code J01MA12
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chinolone

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden