Wirkstoff(e) Sertindol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Lundbeck (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code N05AE03
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

Lundbeck (Schweiz) AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Serdolect, welches den Wirkstoff Sertindol enthält, gehört zu der Gruppe von Arzneimitteln, die gegen Schizophrenie wirksam sind. Dieses Arzneimittel hilft, gewisse chemische Ungleichgewichte im Hirn zu korrigieren, die die Symptome Ihrer Krankheit bewirken.

Da Serdolect Ihr Herz beeintr√§chtigen kann, wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Serdolect nur verschreiben, wenn Sie ein anderes Antipsychotikum nicht mehr einnehmen k√∂nnen.

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann ist bei der Einnahme von Serdolect Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit, die Fahrt√ľchtigkeit und die F√§higkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeintr√§chtigen.

Lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, ehe Sie wissen, wie Sie auf die Einnahme von Serdolect reagieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin.

Es ist ratsam, während der Behandlung mit Serdolect Alkohol zu meiden.

Besondere Vorsicht ist geboten:

  • wenn Sie oder jemand aus Ihrer Familie schon einmal Blutgerinnsel gebildet haben, denn Arzneimittel wie Serdolect werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
  • wenn bei Ihnen Risikofaktoren f√ľr einen Schlaganfall vorliegen, wie Bluthochdruck, kardiovaskul√§re Erkrankungen oder Probleme mit den Blutgef√§ssen im Gehirn.
  • wenn Sie √§lter als 65 Jahre alt sind.
  • wenn Sie an Parkinson leiden.
  • wenn Sie eine Lebererkrankung haben.

F√ľr √§ltere Demenzpatienten, die ein Antipsychotikum einnehmen, besteht ein erh√∂htes Schlaganfallrisiko. Serdolect wird nicht zur Anwendung bei √§lteren Demenzpatienten empfohlen.

Ihre k√∂rperliche Gesundheit muss mit besonderer Vorsicht √ľberwacht werden, wenn Sie an Diabetes leiden.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mit, wenn Sie an Epilepsie (Krampfanf√§lle) leiden oder fr√ľhere Anfallserkrankungen hatten. Eine vorsichtige Behandlung mit Serdolect wird in diesem Fall n√∂tig.

Vor und w√§hrend der Behandlung mit Serdolect wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin bestimmte Untersuchungen durchf√ľhren, um zu entscheiden, ob die Behandlung f√ľr Sie sicher ist. Dazu geh√∂ren:

  • ein Elektrokardiogramm (EKG) Ihres Herzens, um zu kontrollieren ob das QT-Intervall nicht verl√§ngert ist. Drei Wochen nach Behandlungsbeginn oder nachdem Sie eine Dosis von 16 mg Serdolect pro Tag erreicht haben, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin in der Regel erneut ein EKG aufnehmen. Diese Untersuchung wird alle 3 Monate wiederholt. Falls die Dosis von Serdolect oder von einem anderen Arzneimittel durch Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin ge√§ndert wird, wird erneut ein EKG aufgenommen.
  • eine Laborkontrolle, um den Kalium- sowie Magnesium-Gehalt Ihres Blutes zu √ľberpr√ľfen. Falls diese zu tief sind, muss dieser Zustand behoben werden, bevor Sie mit der Serdolect Behandlung beginnen k√∂nnen.
  • die √úberwachung Ihres Blutdrucks.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, falls w√§hrend der Behandlung mit Serdolect folgende Symptome auftreten:

  • hohes Fieber, ungew√∂hnliche Muskelsteifheit oder Bewusstseinsst√∂rungen (vor allem im Zusammenhang mit Schwitzen und raschem Herzschlag). Diese Symptome k√∂nnten auf ein seltenes Krankheitsbild, dem sogenannten neuroleptischen malignen Syndrom, hinweisen, welches im Zusammenhang mit anderen Antipsychotika gemeldet wurde. Falls diese Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird gegebenenfalls die Behandlung mit Serdolect beenden.
  • unkontrollierte Bewegungen des K√∂rpers, des Mundes oder der Zunge. Falls solche Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, da es sich um eine Sp√§tdyskinesie handeln k√∂nnte. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kann die Dosierung von Serdolect reduzieren oder die Behandlung abbrechen.
  • Herzklopfen (abnormale Herzschl√§ge), Bewusstseinsverlust (Ohnmacht) oder Kr√§mpfe. Gegebenenfalls muss erneut ein EKG aufgenommen werden.
  • Erbrechen und Durchfall. Kontaktieren Sie bitte ebenfalls Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin, wenn Sie so genannte Diuretika (harntreibende Arzneimittel) einnehmen. Diese Arzneimittel werden in der Regel gegen hohen Blutdruck oder √Ėdeme eingenommen. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird gegebenenfalls Ihren Kaliumgehalt im Blut √ľberpr√ľfen.

Gewisse Arzneimittel beeinflussen den Serdolect-Gehalt im Blut. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie Serdolect zusammen mit folgenden Arzneimitteln einnehmen:

  • Dopaminagonisten (Arzneimittel, welche bei Parkinson eingenommen werden), da gewisse Antipsychotika die Wirkung dieser Arzneimittel vermindern k√∂nnen. Falls Sie ein Arzneimittel gegen Ihre Parkinsonerkrankung einnehmen und sich Ihre Symptome verschlechtern, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin aufsuchen.
  • Fluoxetin und Paroxetin (Wirkstoffe zur Behandlung von Depressionen) k√∂nnen die Blutspiegel von Serdolect erh√∂hen, weshalb Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin unter Umst√§nden die Dosis von Serdolect herabsetzen wird.
  • Carbamazepin, Phenytoin sowie Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung der Epilepsie) und Rifampicin (ein Antibiotikum, oft verwendet zur Behandlung von Tuberkulose), da sie die Wirkung von Serdolect verringern k√∂nnen.

Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin die Dosis eines Ihrer Arzneimittel √§ndert, m√ľssen m√∂glicherweise die Dosis von Serdolect ge√§ndert oder EKG-Untersuchungen durchgef√ľhrt werden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. ¬†Bitte nehmen Sie Serdolect erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu ¬ęnatriumfrei¬Ľ.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden!

Darf Serdolect während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin um Rat.

Die Sicherheit von Serdolect während der Schwangerschaft wurde nicht nachgewiesen. Deshalb sollte Serdolect während der Schwangerschaft nicht verwendet werden.

Bei Anwendung von Serdolect w√§hrend des letzten Drittels der Schwangerschaft k√∂nnen bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit und/oder -schw√§che, Schl√§frigkeit, Erregung, Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme beim F√ľttern auftreten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. √Ąrztin unverz√ľglich im Falle einer Schwangerschaft, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Behandlung soll keinesfalls aus eigenem Ermessen abgesetzt werden. Ein pl√∂tzliches Absetzen von Serdolect kann schwerwiegende Folgen haben.

Bitte informieren Sie auch unverz√ľglich Ihren Frauenarzt bzw. ‚Äď√§rztin oder Geburtshelfer/-in √ľber eine Einnahme w√§hrend der Schwangerschaft, insbesondere wenn beschriebene Auff√§lligkeiten bei Ihrem Kind nach der Geburt auftreten.

Es ist zu erwarten, dass Sertindol in die Muttermilch √ľbergeht. Wenn eine Behandlung mit Serdolect f√ľr notwendig gehalten wird, soll abgestillt werden.

Sertindol kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre sexuelle Aktivit√§t und Fortpflanzungsf√§higkeit beeinflussen k√∂nnen. Diese Wirkungen sind vor√ľbergehend. Besprechen Sie Probleme im Zusammenhang mit Ihrer sexuellen Aktivit√§t bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin.

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Wie wird es angewendet?

Serdolect wird einmal täglich eingenommen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Die Filmtabletten sind unzerkaut mit Wasser einzunehmen.

Die Behandlung sollte bei allen Patienten und Patientinnen mit 4 mg/Tag (1 Filmtablette Serdolect 4 mg) beginnen. Die Dosis kann alle 4-5 Tage um jeweils 4 mg erhöht werden, bis die optimale tägliche Erhaltungsdosis im Bereich von 12-20 mg/Tag erreicht ist.

Nur in sehr seltenen Fällen wird die Höchstdosis von 24 mg/Tag verordnet.

√Ąltere Patienten und Patientinnen (√ľber 65 Jahre):

Über die Behandlung von älteren Patienten und Patientinnen liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor (siehe Welche Nebenwirkungen kann Serdolect haben?). Empfohlen werden eine langsamere Dosissteigerung und eine niedrigere Erhaltungsdosis.

Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren):

Die Anwendung und Sicherheit von Serdolect wurde bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten und Patientinnen mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann Serdolect in der √ľblichen Dosierung angewendet werden.

Eingeschränkte Leberfunktion

Die Erhaltungsdosis von Patienten und Patientinnen mit leichten oder mittelschweren Leberfunktionsstörungen sollte niedriger sein und die Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung langsamer erfolgen.

Nehmen Sie Ihre Tabletten so lange wie es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin empfiehlt. H√∂ren Sie nicht auf, sie zu nehmen, auch wenn Sie beginnen, sich besser zu f√ľhlen. √Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Die Behandlung sollte nicht abrupt beendet werden, da sonst mit dem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen ist. Die Beendigung der Behandlung sollte schrittweise und immer in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin erfolgen.

Wenn Sie eine Tablette vergessen, beunruhigen Sie sich nicht. Nehmen Sie einfach die n√§chste Tablette, wenn sie f√§llig ist. Wenn Sie mehr als eine Tablette vergessen, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Wenn Sie versehentlich zu viel Serdolect eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder die Notfallabteilung des n√§chsten Spitals und nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit. Zeichen einer √úberdosierung k√∂nnen unter anderem zunehmende Schl√§frigkeit, verwaschene Sprache, beschleunigter Pulsschlag oder niedriger Blutdruck sein.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Serdolect nicht eingenommen werden?

Serdolect darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Sertindol oder einem der anderen Bestandteile von Serdolect sind,
  • wenn bei Ihnen eine St√∂rung des Wasser- oder Salzhaushaltes vorliegt (bei zu geringem Kalium- oder Magnesiumgehalt im Blut) und Sie wegen dieses Mangelzustands nicht behandelt werden,
  • wenn Sie unter einer schweren Gef√§sserkrankung oder einer schweren Herzerkrankung leiden, wie Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz), Verdickung des Herzmuskels (Herzhypertrophie), Herzrhythmusst√∂rungen (Arrhythmien) oder ungew√∂hnlich langsamem Puls (weniger als 50 Schl√§ge pro Minute),
  • wenn eine Herzuntersuchung mittels EKG (Elektrokardiogramm) ergeben hat, dass das QT-Intervall bei Ihnen verl√§ngert ist (QT-Intervallverl√§ngerung = eine St√∂rung des elektrischen Reizleitungssystems im Herzen, die sich z.B. in einer erh√∂hten Anf√§lligkeit f√ľr Rhythmusst√∂rung √§ussern kann). Eine solche St√∂rung kann angeboren sein oder sich auch spontan entwickeln,
  • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden,
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die das QT-Intervall verl√§ngern oder den Blutplasmaspiegel von Serdolect beeinflussen k√∂nnen. Beispiele f√ľr solche Arzneimittel sind:
    • Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (z.B. Chinidin, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid)
    • Antipsychotika (z.B. Haloperidol, Quetiapin)
    • ¬ęMakrolid¬Ľ-Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin)
    • ¬ęChinolon¬Ľ-Antibiotika (z.B. Gatifloxacin, Moxifloxacin)
    • Antihistaminika (Mittel gegen Heuschnupfen oder andere Allergien) wie Terfenadin, Astemizol
    • ¬ęAzol¬Ľ-Antimykotika (Mittel gegen Pilzinfektionen) (z.B. Itraconazol, Ketoconazol)
    • Kalziumkanalblocker, die zur Behandlung von erh√∂htem Blutdruck oder Herzschmerzen verwendet werden (z.B. Diltiazem, Verapamil)
    • Arzneimittel wie z.B. Lithium (Anwendung bei manisch-depressiven Erkrankungen), Cisaprid (Anwendung bei bestimmten Magenproblemen), Cimetidin (Mittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren), Mittel gegen HIV (AIDS-Viren) (z.B. Indinavir).

Welche Nebenwirkungen kann Serdolect haben?

Zu Beginn der Behandlung mit Serdolect f√ľhlen Sie sich m√∂glicherweise schwindlig, wenn Sie aus dem Sitzen oder Liegen aufstehen. Dieses Gef√ľhl verschwindet sehr wahrscheinlich, nachdem Sie Serdolect einige Zeit eingenommen haben. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird das Risiko f√ľr Schwindel senken, indem die Behandlung mit einer niedrigen Dosis gestartet und die Dosis √ľber einige Wochen schrittweise erh√∂ht wird.

Sollten Sie Nebenwirkungen feststellen, die schwerwiegend sind oder l√§nger als zwei Wochen anhalten, informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Wenn folgende Nebenwirkungen auftreten, benachrichtigen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin oder suchen Sie direkt ein Spital auf:

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Sehr schneller oder unregelm√§ssiger oder kr√§ftiger Herzschlag, Schwindel oder Ohnmacht, eventuell auch Kurzatmigkeit oder Schmerzen in der Brust. Diese Symptome k√∂nnten auf einen lebensbedrohlich unregelm√§ssigen Herzschlag hinweisen.
  • Unkontrollierbare Bewegungen vor allem von Mund, Zunge und Gliedmassen (dies k√∂nnte auf einen Zustand bekannt als tardive Dyskinesie hinweisen).

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Eine Kombination aus Fieber, beschleunigter Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit und Benommenheit oder Schläfrigkeit (diese Symptome können auf ein malignes neuroleptisches Syndrom hinweisen).

Häufigkeit unbekannt:

  • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen k√∂nnen.

Zus√§tzlich zu den obengenannten Nebenwirkungen wurden folgende unerw√ľnschte Wirkungen beobachtet:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

  • Rhinitis (verstopfte Nase)
  • Unf√§higkeit zum Samenerguss

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Schwindelgef√ľhl oder pl√∂tzliches Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen
  • Trockener Mund
  • Gelenkschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Schwellungen der H√§nde oder F√ľsse
  • Kurzatmigkeit
  • Merkw√ľrdiges Gef√ľhl auf der Haut, wie Kribbeln und Nadelstiche
  • Volumenm√§ssig verminderter Samenerguss
  • Impotenz
  • Ver√§nderungen der elektrischen T√§tigkeit Ihres Herzens (sog. ¬ęVerl√§ngerung der QT-Zeit¬Ľ). Eine Verl√§ngerung der QT-Zeit kann Symptome wie Herzklopfen und Ohnmacht verursachen.
  • Rote und/oder weisse Blutk√∂rperchen im Urin. Dies wird durch Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin getestet; es ist mit blossem Auge nicht sichtbar.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Hoher Blutzucker
  • Ohnmacht
  • Krampfanf√§lle
  • Unregelm√§ssiger Herzschlag, bekannt als ¬ęTorsade de pointes¬Ľ
  • Erh√∂hte Blutwerte eines Hormons, das Prolaktin genannt wird
  • Milchige oder klare Absonderung aus den Br√ľsten (Galaktorrh√∂)

Bei Anwendung von Serdolect w√§hrend des letzten Drittels der Schwangerschaft k√∂nnen bei Neugeborenen Zittern, Muskelsteifigkeit, Schw√§che, Schl√§frigkeit, Erregung, Schwierigkeiten beim Atmen oder Probleme beim F√ľttern auftreten.

Es wurde bei älteren Personen mit Demenz, die Neuroleptika einnehmen im Vergleich zu solchen, die keine Neuroleptika erhalten, ein kleiner Anstieg von Todesfällen verzeichnet.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mit, wenn Erbrechen oder Durchfall auftreten oder wenn Sie Entw√§sserungstabletten (Diuretika) einnehmen. Diese werden normalerweise zur Behandlung von hohem Blutdruck oder √Ėdemen (Schwellungen, wenn Ihr K√∂rper zu viel Wasser speichert) angewendet. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird m√∂glicherweise die Konzentration von Kalium in Ihrem Blut messen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Bringen Sie angefangene Packungen Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin zur fachgerechten Entsorgung zur√ľck.

Lagerungshinweis

In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Nicht √ľber30¬įC lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Serdolect enthalten?

Wirkstoffe

Serdolect Filmtabletten enthalten 4 mg, 12 mg, 16 mg, oder 20 mg Sertindol.

Hilfsstoffe

Im Tablettenkern: Maisst√§rke, Lactosemonohydrat, Hydroxypropylcellulose (E463), mikrokristalline Cellulose (E460i), Croscarmellose-Natrium (E468), Magnesiumstearat (E572); Film√ľberzug: Hypromellose (E464), Macrogol 400 (E1521) Titaniumdioxid (E171). Zus√§tzlich enthalten die 4 mg Filmtabletten gelbes Eisenoxid (E172), die 12 mg Filmtabletten gelbes und rotes Eisenoxid (E172), die 16 mg Filmtabletten rotes Eisenoxid (E172) und die 20 mg Filmtabletten gelbes, rotes, und schwarzes Eisenoxid (E172).

Zulassungsnummer

53845 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Serdolect? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 Filmtabletten (4 mg).

Packungen zu 28 und 98 Filmtabletten (12 mg, 16 mg oder 20 mg).

Zulassungsinhaberin

Lundbeck (Schweiz) AG, Opfikon

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2022 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

09012023PI

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Wirkstoff(e) Sertindol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Lundbeck (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code N05AE03
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden