Advagraf 5 mg Hartkapseln, retardiert

Abbildung Advagraf 5 mg Hartkapseln, retardiert
Wirkstoff(e) Tacrolimus
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Astellas Pharma Europe BV
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.04.2007
ATC Code L04AD02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Zulassungsinhaber

Astellas Pharma Europe BV

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Advagraf 1 mg Hartkapseln, retardiert Tacrolimus Astellas Pharma Europe BV
Crilomus 0,75 mg Hartkapseln Tacrolimus Hexal Aktiengesellschaft
Envarsus 0,75 mg Retardtabletten Tacrolimus Chiesi Farmaceutici S.p.A.
Tacni 0,5 mg Hartkapseln Tacrolimus TEVA GmbH
Tacpan 0,5 mg Hartkapseln Tacrolimus Panacea Biotec Germany GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Advagraf enthält den Wirkstoff Tacrolimus. Es handelt sich um ein Immunsuppressivum. Nach erfolgter Organtransplantation (z. B. Leber- oder Nierentransplantation) versucht Ihr Immunsystem, das neue Organ abzustoßen. Advagraf soll Ihr Immunsystem unter Kontrolle halten und Ihrem Körper die Annahme des transplantierten Organs ermöglichen.

Vielleicht erhalten Sie Advagraf auch zur Behandlung einer Abstoßung Ihres Leber-, Nieren- oder Herztransplantats oder eines anderen transplantierten Organs, da die Immunreaktion Ihres Körpers durch eine vorausgehende Behandlung nicht beherrscht werden konnte.

Advagraf wird bei Erwachsenen eingesetzt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Advagraf darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) gegen Tacrolimus oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von Advagraf sind.
  • wenn Sie allergisch gegen Sirolimus oder irgendein anderes Makrolid-Antibiotikum sind (z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sowohl Advagraf als auch Prograf beinhalten den Wirkstoff Tacrolimus. W√§hrend Advagraf einmal t√§glich eingenommen wird, wird Prograf zweimal t√§glich eingenommen. Das ist auf die retardierte Freisetzung (langsamere Freisetzung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum) von Tacrolimus aus den Advagraf Kapseln zur√ľckzuf√ľhren. Advagraf und Prograf sind nicht austauschbar.

Informieren Sie Ihren Arzt, falls einer der nachfolgend angef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft:

  • wenn Sie eines der unter ‚ÄěEinnahme von Advagraf zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú genannten Arzneimittel nehmen
  • wenn Sie Leberprobleme haben oder gehabt haben
  • wenn Sie Durchfall f√ľr mehr als einen Tag gehabt haben
  • wenn Sie starke Bauchschmerzen mit oder ohne andere Symptome wie Sch√ľttelfrost, Fieber, √úbelkeit und Erbrechen haben
  • wenn Sie √Ąnderungen der elektrischen Aktivit√§t ihres Herzens, d. h. eine QT-Verl√§ngerung, haben

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen w√§hrend der Behandlung Folgendes auftritt:

Probleme mit Ihrem Sehvermögen, wie z. B. verschwommenes Sehen, Veränderungen des Farbsehens, Schwierigkeiten beim Erkennen von Einzelheiten oder Einschränkungen Ihres Gesichtsfeldes.

Ihr Arzt kann es f√ľr erforderlich halten, die Dosis von Advagraf anzupassen.

Sie sollten in regelm√§√üigem Kontakt mit Ihrem Arzt bleiben. Von Zeit zu Zeit m√∂chte Ihr Arzt vielleicht Blut-, Harn-, Herz- oder Augenuntersuchungen durchf√ľhren, um die Dosis von Advagraf richtig einzustellen.

Sie sollten w√§hrend der Einnahme von Advagraf die Einwirkung von Sonne und UV (ultraviolettes)- Licht beschr√§nken, da Immunsuppressiva das Risiko f√ľr Hautkrebs erh√∂hen k√∂nnten. Tragen Sie geeignete sch√ľtzende Kleidung und verwenden Sie Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor.

Kinder und Jugendliche

Der Gebrauch von Advagraf wird nicht f√ľr Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfohlen.

Einnahme von Advagraf zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder rein pflanzliche Zubereitungen handelt.

Es wird nicht empfohlen, Advagraf zusammen mit Ciclosporin (ein anderes Arzneimittel zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen) einzunehmen.

Die Konzentration von Advagraf im Blut kann durch andere Arzneimittel beeinflusst werden, und die Blutkonzentration anderer Arzneimittel kann durch Advagraf ver√§ndert werden. M√∂glicherweise muss die Dosierung von Advagraf dann unterbrochen, erh√∂ht oder herabgesetzt werden. Insbesondere m√ľssen Sie Ihren Arzt verst√§ndigen, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben:

  • Antimykotika und Antibiotika, vor allem sogenannte Makrolid-Antibiotika, angewendet zur Behandlung von Infektionen, z. B. Ketoconazol, Fluconazol, Itraconazol, Voriconazol, Clotrimazol und Isavuconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin und Rifampicin
  • Letermovir, angewendet zur Prophylaxe von Krankheiten, die durch CMV (Cytomegalovirus) verursacht werden
  • HIV-Protease-Hemmer (z. B. Ritonavir, Nelfinavir, Saquinavir), den Wirkungsverst√§rker Cobicistat, und Kombinationstabletten, die zur Behandlung von HIV-Infektionen angewendet werden
  • HCV-Protease-Inhibitoren (z. B. Telaprevir, Boceprevir und die Kombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir), die zur Behandlung von Hepatitis- C-Infektionen angewendet werden
  • Nilotinib und Imatinib, die zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen eingesetzt werden
  • Mycophenols√§ure, angewendet zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um eine Transplantatabsto√üung zu verhindern
  • Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschw√ľren und Reflux von Magens√§ure (z. B. Omeprazol, Lansoprazol oder Cimetidin)
  • Antiemetika, angewendet zur Behandlung von √úbelkeit und Erbrechen (z. B. Metoclopramid)
  • Cisaprid oder das Antazidum Magnesium-Aluminium-Hydroxid, angewendet zur Behandlung von Sodbrennen
  • die Pille oder andere Hormonbehandlungen mit Ethinylestradiol, Hormonbehandlungen mit Danazol
  • Arzneimittel, die zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzbeschwerden angewendet werden (z. B. Nifedipin, Nicardipin, Diltiazem und Verapamil)
  • Antiarrhythmika (Amiodaron) zur Kontrolle von Arrhythmien (Herzrhythmusst√∂rungen)
  • Arzneimittel, sogenannte ‚ÄěStatine‚Äú, die zur Behandlung erh√∂hter Cholesterin- und Triglyceridspiegel angewendet werden
  • Phenytoin oder Phenobarbital, angewendet zur Behandlung der Epilepsie
  • die Kortikosteroide Prednisolon und Methylprednisolon, die zur Gruppe der Kortikosteroide geh√∂ren und zur Behandlung von Entz√ľndungen oder zur Unterdr√ľckung des Immunsystems angewendet werden (z. B. Transplantatabsto√üung)
  • Nefazodon, angewendet zur Behandlung von Depressionen
  • pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) oder Extrakte aus
    Schisandra sphenanthera enthalten

Verst√§ndigen Sie bitte Ihren Arzt, falls Sie Ibuprofen (angewendet zur Behandlung von Fieber, Entz√ľndungen und Schmerzen), Amphotericin B (angwendet zur Behandlung bakterieller Infektionen) oder antivirale Substanzen (angewendet zur Behandlung viraler Infektionen, z. B. Aciclovir) einnehmen oder einnehmen m√ľssen. Diese k√∂nnen bei gleichzeitiger Einnahme mit Advagraf zu einer Verschlechterung von Nierenerkrankungen oder Erkrankungen des Nervensystems beitragen.

Ihr Arzt muss auch wissen, ob Sie w√§hrend einer Behandlung mit Advagraf kaliumhaltige Nahrungserg√§nzungsmittel oder bestimmte Diuretika, die zur Behandlung von Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen (z. B. Amilorid, Triamteren oder Spironolacton) eingesetzt werden, nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Arzneimittel (NSARs wie Ibuprofen), die gegen Fieber, Entz√ľndung und Schmerz eingesetzt werden, Antikoagulanzien (Blutverd√ľnnungsmittel) oder orale Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus einnehmen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt vor einer eventuell erforderlichen Impfung.

Einnahme von Advagraf zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie Grapefruit (auch als Saft) während Sie Advagraf einnehmen, da es den Advagraf- Blutspiegel beeinflussen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie denken, dass Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, fragen Sie vor der Einnahme von Advagraf Ihren Arzt um Rat.

Advagraf geht in die Muttermilch √ľber. Deshalb sollten Sie w√§hrend der Einnahme von Advagraf nicht stillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie d√ľrfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nach Einnahme von Advagraf schwindelig oder schl√§frig f√ľhlen oder verschwommen sehen. Diese Wirkungen sind bei Konsum von Alkohol h√§ufiger zu beobachten.

Advagraf enthält Lactose, Natrium und entölte Phospholipide aus Sojabohnen

Advagraf enth√§lt Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Die Drucktinte auf den Advagraf Kapseln enthält entölte Phospholipide aus Sojabohnen. Wenn Sie allergisch gegen Erdnuss oder Soja sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu entscheiden ob Sie dieses Arzneimittel einnehmen sollen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Advagraf immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Dieses Arzneimittel sollte Ihnen nur von einem Arzt verordnet werden, der Erfahrungen in der Behandlung von transplantierten Patienten hat.

Stellen Sie sicher, dass Sie immer dasselbe Tacrolimus Arzneimittel erhalten, wenn Sie Ihr Rezept einl√∂sen, es sei denn Ihr Facharzt hat ausdr√ľcklich einem Wechsel zu einem anderen Tacrolimus Arzneimittel zugestimmt. Dieses Arzneimittel soll einmal am Tag eingenommen werden. Wenn Sie ein Arzneimittel erhalten, dessen Aussehen vom gewohnten abweicht oder dessen Dosierungsanweisungen ver√§ndert sind, sprechen Sie bitte so schnell wie m√∂glich mit Ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker, damit gew√§hrleistet ist, dass Sie das richtige Arzneimittel bekommen haben.

Die Anfangsdosis zur Verhinderung einer Absto√üung Ihres Transplantats wird von Ihrem Arzt unter Ber√ľcksichtigung Ihres K√∂rpergewichts berechnet. Die Anfangsdosen unmittelbar nach der Transplantation liegen, je nach dem transplantierten Organ, gew√∂hnlich im Bereich von

0,10 - 0,30 mg/kg Körpergewicht/Tag.

Bei der Behandlung einer Abstoßung kann dieselbe Dosis benutzt werden.

Die Dosis von Advagraf hängt von Ihrem Allgemeinzustand und von der Art der gleichzeitig gegebenen anderen Immunsuppressiva ab.

Nach Beginn Ihrer Behandlung mit Advagraf wird Ihr Arzt h√§ufig Blutkontrollen durchf√ľhren, um die korrekte Dosis von Advagraf festlegen zu k√∂nnen. Damit Ihr Arzt die korrekte Dosis ermitteln und von Zeit zu Zeit einstellen kann, muss er anschlie√üend regelm√§√üig Blutkontrollen durchf√ľhren. Sobald sich Ihr Zustand stabilisiert hat, wird Ihr Arzt gew√∂hnlich die Dosis von Advagraf herabsetzen. Ihr Arzt wird Ihnen genau sagen, wie viele Kapseln Sie einnehmen m√ľssen.

Sie m√ľssen Advagraf jeden Tag einnehmen, so lange wie Sie zur Verhinderung einer Absto√üung Ihres Organes eine Immunsuppression ben√∂tigen. Bleiben Sie dabei bitte regelm√§√üig mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung.

Advagraf wird einmal t√§glich am Morgen eingenommen. Nehmen Sie Advagraf auf n√ľchternen Magen oder 2 bis 3 Stunden nach der Mahlzeit ein. Warten Sie mindestens eine Stunde bis zur n√§chsten Mahlzeit. Nehmen Sie die Kapseln unmittelbar nach der Entnahme aus der Blisterpackung ein. Die Kapseln sind unzerkaut mit einem Glas Wasser zu schlucken. Das in dem Folienbeutel enthaltene Trockenmittel darf nicht geschluckt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Advagraf eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine größere Menge Advagraf eingenommen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder die Notfallabteilung des nächstgelegenen Krankenhauses.

Wenn Sie die Einnahme von Advagraf vergessen haben

Wenn Sie vergessen haben, die Advagraf Kapseln am Morgen einzunehmen, holen Sie dies bitte am gleichen Tag zum fr√ľhestm√∂glichen Zeitpunkt nach. Nehmen Sie am n√§chsten Morgen nicht die doppelte Menge ein.

Wenn Sie die Einnahme von Advagraf abbrechen

Bei Beendigung der Behandlung mit Advagraf kann sich das Risiko einer Abstoßung Ihres Transplantats erhöhen. Die Behandlung darf nur auf Anweisung Ihres Arztes abgebrochen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Advagraf Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Advagraf verringert Ihre k√∂rpereigenen Abwehrmechanismen (Immunsystem), wodurch Infektionen nicht mehr so gut wie sonst bek√§mpft werden k√∂nnen. Daher k√∂nnen Sie, wenn Sie Advagraf einnehmen, anf√§lliger f√ľr Infektionen sein.

Schwerwiegende Nebenwirkungen, einschließlich allergischer und anaphylaktischer Reaktionen können auftreten. Über gutartige und bösartige Tumoren wurde nach Behandlung mit Advagraf berichtet.

Es wurden Fälle von Pure Red Cell Aplasia (eine sehr schwere Reduktion der Anzahl roter Blutzellen), Agranulozytose (eine schwere Reduktion der Anzahl weißer Blutzellen), hämolytischer Anämie (erniedrigte Anzahl an roten Blutzellen wegen anormalem Abbau) und fiebrige Neutropenie (eine Reduktion der Anzahl weißer Blutzellen, die Infektionen bekämpfen, begleitet von Fieber) berichtet. Es ist nicht genau bekannt wie oft diese Nebenwirkungen auftreten.

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • erh√∂hte Blutzuckerspiegel, Diabetes mellitus, erh√∂hte Kaliumkonzentrationen im Blut
  • Schlafst√∂rungen
  • Zittern, Kopfschmerzen
  • erh√∂hter Blutdruck
  • auff√§llige Leberfunktionstests
  • Durchfall, √úbelkeit
  • Nierenbeschwerden

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • geringere Anzahl von Blutk√∂rperchen (Blutpl√§ttchen, rote und wei√üe Blutk√∂rperchen), erh√∂hte Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen, Ver√§nderungen der Anzahl roter Blutk√∂rperchen (in Blutuntersuchungen)
  • verringerte Konzentrationen von Magnesium, Phosphat, Kalium, Calcium oder Natrium im Blut, Fl√ľssigkeits√ľberbelastung, erh√∂hte Harns√§ure- oder Fettspiegel im Blut, verringerter Appetit, erh√∂hte S√§urewerte des Blutes, andere Ver√§nderungen der Blutsalze (in Blutuntersuchungen)
  • Angsterscheinungen, Verwirrtheit und Desorientiertheit, Depression, Stimmungsschwankungen, Alptr√§ume, Halluzinationen, Geisteskrankheiten
  • Krampfanf√§lle, Bewusstseinsst√∂rungen, Prickeln und Taubheitsgef√ľhl (manchmal schmerzhaft) in H√§nden und F√ľ√üen, Schwindelgef√ľhle, Schreibst√∂rungen, St√∂rungen des Nervensystems
  • verschwommenes Sehen, verst√§rkte Lichtempfindlichkeit, Augenerkrankungen
  • Ohrensausen
  • verringerte Durchblutung der Herzgef√§√üe, beschleunigte Herzt√§tigkeit
  • Blutungen, teilweiser oder vollst√§ndiger Verschluss von Blutgef√§√üen, niedriger Blutdruck
  • Kurzatmigkeit, Ver√§nderungen des Lungengewebes, Fl√ľssigkeitsansammlung um die Lunge, Rachenentz√ľndungen, Husten, grippeartige Symptome
  • Magenprobleme wie Entz√ľndung oder Geschw√ľre in Verbindung mit Bauchschmerzen oder Durchfall, Magenblutung, Entz√ľndung oder Geschw√ľr im Mund, Fl√ľssigkeitsansammlung im Bauch, Erbrechen, Bauchschmerz, Verdauungsst√∂rungen, Verstopfung, Darmgase, Bl√§hungen, lockere St√ľhle
  • Erkrankungen der Gallenwege, Gelbf√§rbung der Haut infolge von Lebererkrankungen, Sch√§digung des Lebergewebes und Leberentz√ľndungen
  • Juckreiz, Ausschlag, Haarausfall, Akne, starkes Schwitzen
  • Gelenkschmerzen, Schmerzen in den Gliedma√üen, im R√ľcken und in den F√ľ√üen, Muskelkr√§mpfe
  • beeintr√§chtigte Nierenfunktion, verringerte Harnbildung, eingeschr√§nktes oder schmerzhaftes Harnlassen
  • allgemeine Schw√§che, Fieber, Fl√ľssigkeitsansammlung in Ihrem K√∂rper, Schmerzen und Beschwerden, erh√∂hte Konzentrationen des Enzyms alkalische Phosphatase in Ihrem Blut, Gewichtszunahme, gest√∂rtes Temperaturempfinden
  • unzureichende Funktion Ihres transplantierten Organs

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Ver√§nderungen der Blutgerinnung, Verringerung der Anzahl aller Blutk√∂rperchen (in Blutuntersuchungen)
  • Dehydrierung, Unf√§higkeit zur Harnausscheidung
  • auff√§llige Ergebnisse in Blutuntersuchungen: verringerte Eiwei√ü- oder Zuckerwerte, erh√∂hte Phosphatspiegel, Erh√∂hung der Konzentration des Enzyms Lactatdehydrogenase
  • Koma, Hirnblutungen, Schlaganfall, L√§hmung, Erkrankung des Gehirns, Sprech- und Sprachst√∂rungen, Ged√§chtnisausfall
  • Linsentr√ľbung, vermindertes H√∂rverm√∂gen
  • unregelm√§√üiger Herzschlag, Herzstillstand, verminderte Herzleistung, Herzmuskelerkrankungen, Herzmuskelvergr√∂√üerung, starkes Herzklopfen, anormales EKG, anormale Herz- und Pulsfrequenz
  • Blutgerinnsel in einer Arm- oder Beinvene, Schock
  • Atembeschwerden, Erkrankungen der Atemwege, Asthma
  • Darmverschluss, erh√∂hte Blutkonzentrationen des Enzyms Amylase, R√ľckfluss des Mageninhalts in den Rachen, verlangsamte Magenentleerung
  • Hautentz√ľndungen, brennendes Gef√ľhl unter Sonneneinwirkung
  • Gelenkerkrankungen
  • Menstruationsschmerz und abnorme Regelblutungen
  • Multiorganversagen, grippeartige Erkrankung, erh√∂hte Empfindlichkeit gegen W√§rme und K√§lte, Druckgef√ľhl auf Ihrer Brust, Zittern oder Krankheitsgef√ľhl, Gewichtsverlust

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • kleine Einblutungen in die Haut durch Blutgerinnsel
  • starke Muskelsteifigkeit
  • Blindheit, Taubheit
  • Fl√ľssigkeitsansammlung um das Herz
  • akute Atemnot
  • Zystenbildung in Ihrer Bauchspeicheldr√ľse
  • Durchblutungsst√∂rungen in der Leber
  • schwere Erkrankung mit Blasenbildung auf der Haut, im Mund, an den Augen und Geschlechtsorganen, verst√§rkter Haarwuchs
  • Durst, Sturz, beklemmendes Gef√ľhl im Brustbereich, verringerte Beweglichkeit, Geschw√ľre

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Muskelschw√§che
  • auff√§llige Herz-Ultraschall-Befunde
  • Leberversagen
  • schmerzhaftes Harnlassen mit Blut im Urin
  • Zunahme des Fettgewebes

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Störungen des Sehnervs (Neuropathie des Nervus opticus)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem* anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen Advagraf nach dem auf dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nach √Ėffnen des Aluminiumbeutels sind alle Hartkapseln, retardiert, innerhalb von einem Jahr aufzubrauchen.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Advagraf enthält

  • Der Wirkstoff ist Tacrolimus.
    Jede Kapsel Advagraf 0,5 mg enthält 0,5 mg Tacrolimus (als Monohydrat). Jede Kapsel Advagraf 1 mg enthält 1 mg Tacrolimus (als Monohydrat). Jede Kapsel Advagraf 3 mg enthält 3 mg Tacrolimus (als Monohydrat). Jede Kapsel Advagraf 5 mg enthält 5 mg Tacrolimus (als Monohydrat).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Kapselinhalt: Hypromellose, Ethylcellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat. Kapselh√ľlle: Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172), Natriumdodecylsulfat, Gelatine.
    Druckfarbe f√ľr die Kapselh√ľlle: Schellack, ent√∂lte Phospholipide aus Sojabohnen, Simeticon, Eisen(III)-oxid (E 172), Hyprolose.

Wie Advagraf aussieht und Inhalt der Packung

Advagraf 0,5 mg Hartkapseln, retardiert, sind Hartgelatinekapseln, gef√ľllt mit wei√üem Pulver, bedruckt mit roter Tinte auf dem hellgelben Kapseloberteil mit ‚Äě0.5 mg‚Äú und auf dem orangen Kapselunterteil mit ‚ÄěÔāę 647‚Äú.

Advagraf 0,5 mg ist in Blisterpackungen oder perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit je 10 Kapseln verpackt, die von einer Schutzfolie umh√ľllt sind, die auch ein Trockenmittel enth√§lt.

Packungen sind mit 30, 50 und 100 Kapseln, retardiert in Blisterpackungen und mit 30x1, 50x1 und 100x1 Kapseln, retardiert in perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen erhältlich.

Advagraf 1 mg Hartkapseln, retardiert, sind Hartgelatinekapseln, gef√ľllt mit wei√üem Pulver, bedruckt mit roter Tinte auf dem wei√üen Kapseloberteil mit ‚Äě1 mg‚Äú und auf dem orangen Kapselunterteil mit ‚ÄěÔāę 677‚Äú.

Advagraf 1 mg ist in Blisterpackungen oder perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit je 10 Kapseln verpackt, die von einer Schutzfolie umh√ľllt sind, die auch ein Trockenmittel enth√§lt. Packungen sind mit 30, 50, 60 und 100 Kapseln, retardiert in Blisterpackungen und mit 30x1, 50x1, 60x1 und 100x1 Kapseln, retardiert in perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen erh√§ltlich.

Advagraf 3 mg Hartkapseln, retardiert, sind Hartgelatinekapseln, gef√ľllt mit wei√üem Pulver, bedruckt mit roter Tinte auf dem orangen Kapseloberteil mit ‚Äě3 mg‚Äú und auf dem orangen Kapselunterteil mit ‚ÄěÔāę 637‚Äú.

Advagraf 3 mg ist in Blisterpackungen oder perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit je 10 Kapseln verpackt, die von einer Schutzfolie umh√ľllt sind, die auch ein Trockenmittel enth√§lt. Packungen sind mit 30, 50 und 100 Kapseln, retardiert in Blisterpackungen und mit 30x1, 50x1 und 100x1 Kapseln, retardiert in perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen erh√§ltlich.

Advagraf 5 mg Hartkapseln, retardiert, sind Hartgelatinekapseln, gef√ľllt mit wei√üem Pulver, bedruckt mit roter Tinte auf dem gr√§ulichroten Kapseloberteil mit ‚Äě5 mg‚Äú und auf dem orangen Kapselunterteil mit ‚ÄěÔāę 687‚Äú.

Advagraf 5 mg ist in Blisterpackungen oder perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit je 10 Kapseln verpackt, die von einer Schutzfolie umh√ľllt sind, die auch ein Trockenmittel enth√§lt. Packungen sind mit 30, 50 und 100 Kapseln, retardiert in Blisterpackungen und mit 30x1, 50x1 und 100x1 Kapseln, retardiert in perforierten Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen erh√§ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Astellas Pharma Europe B.V. Sylviusweg 62

2333 BE Leiden Niederlande

Hersteller:
Astellas Ireland Co., Ltd.

Killorglin, County Kerry, V93FC86

Irland

Falls Sie weitere Informationen √ľber dieses Arzneimittel w√ľnschen, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgie/Belgique/BelgienLuxembourg/Luxemburg
Astellas Pharma B.V. Branch Tél/Tel: + 32 (0)2 5580710Astellas Pharma B.V.Branch Belgique/Belgien Tél/Tel: + 32 (0)2 5580710
Magyarorsz√°g
Acteriac Dapma EOOII Te.i.: + 359 2 862 53 72Astellas Pharma Kft. Tel.: + 3615778200
Cesk√° republikaMalta
Astellas Pharma s.r.o. Tel: +420 221 401 500Astellas Pharmaceuticals AEBE Tnt: +30 210 8189900
DanmarkNederland
Astellas Pharma a/s Tlf: + 45 43 430355Astellas Pharma B.V. Tel: + -31 (0)71 5455745
DeutschlandNorge
Astellas Pharma GmbH Tel: + 49 (0)89 454401Astellas Pharma Tlf: + -47 66 76 46 00
Eesti Biocodex O√ú Tel.: +372 6 056 014 Fax: +372 6 056 011√Ėsterreich Astellas Pharma Ges.m.b.H. Tel: + 43 (0)1 8772668
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FranceRom√Ęnia
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Hrvatska Astellas d.o.o. Tel: + 385 1 670 01 02
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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Advagraf 5 mg Hartkapseln, retardiert - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Tacrolimus
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Astellas Pharma Europe BV
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.04.2007
ATC Code L04AD02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

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