Autor: Aristo Pharma GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Cefurax® 250 mg und wofür wird es angewendet?
Cefurax® 250 mg ist ein Antibiotikum. Cefuroximaxetil ist ein Cephalosporin zum Einnehmen.
Cefurax® 250 mg wird angewendet bei
Infektionen, wenn diese durch Cefuroxim-empfindliche Erreger verursacht sind:
- Infektionen der oberen Atemwege einschließlich Hals-Nasen- und Ohreninfektionen; Mittelohrentzündung (Otitis media), Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Rachen- und Mandelentzündung (Pharyngitis,Tonsillitis)
- Infektionen der unteren Atemwege (akute Form einer chronischen Bronchitis, Lungenentzündung)
- Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
- Infektionen der Niere und/oder ableitenden Harnwege
- Frühstadium der Lyme-Borreliose (vorwiegend durch Zeckenbisse ausgelöste Infektion) wie Erythema migrans (kreisförmige
Hautrötung um die Einstichstelle)
Sicherheit und Wirksamkeit einer Anwendung von Cefurax® 250 mg sind nur in den im Abschnitt "Wie ist Cefurax® 250 mg einzunehmen?" genannten Dosierungen belegt.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Cefurax® 250 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cefuroximaxetil, gegen andere Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile von Cefurax® 250 mg sind.
Für Kinder bis 12 Jahre liegen keine ausreichenden Erfahrungen in der Behandlung des Frühstadiums der Lyme-Borreliose vor. Cefurax® 250 mg ist daher bei dieser Indikation nicht anzuwenden.
Für Kinder unter 5 Jahren sind Cefurax® 250 mg Filmtabletten nicht geeignet.
Für Kinder unter 3 Monaten liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen vor. Bei Kindern dieser Altersgruppe ist Cefurax® 250 mg daher nicht anzuwenden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Cefurax® 250 mg ist erforderlich,
- Bei Penicillin-Überempfindlichkeit oder einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Beta-Laktam Antibiotika (wie z. B. Penicillinen) kann möglicherweise auch eine Überempfindlichkeit gegen Cefuroximaxetil bestehen.
- Mit besonderer Vorsicht sollte Cefurax® 250 mg bei Personen angewendet werden, die in ihrer Vorgeschichte an ausgeprägten Allergien oder an Asthma litten oder zuvor eine schockartige allergische (anaphylaktische) Reaktion auf Penicillin entwickelt haben.
- Für Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate unter 10 ml/min) gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt 3. ? Wie ist Cefurax 250 mg einzunehmen??).
- Für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion gelten keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen.
Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) ist das Risiko für schwerwiegendere Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht, weshalb Cefurax® 250 mg in solchen Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden sollte.
- Treten während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine schwerwiegende Darmentzündung (pseudomembranöse Kolitis) zu denken.
- Bei Patienten, die gleichzeitig oder anschließend mit möglicherweise nierenschädigenden Arzneimitteln (z. B. Aminoglykosiden) oder stark entwässernd wirkenden Präparaten (z. B. Furosemid) behandelt werden, sollte die Nierenfunktion besonders sorgfältig überwacht werden, da eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationsbehandlungen nicht ausgeschlossen werden kann.
- Bei einer länger als 10 Tage dauernden Therapie sind Blutbildkontrollen (siehe auch Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich?") durchzuführen.
- Wenn mit Cefurax® 250 mg eine Lyme-Borreliose behandelt wird, kann sehr häufig eine Jarisch-Herxheimer Reaktion auftreten (siehe auch Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich") infolge der bakteriziden Wirkung von Cefuroximaxetil auf Borrelia burgdorferi, den Erreger der Lyme-Borreliose.
Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass dies eine üblich auftretende und normalerweise vorrübergehende Folge der antibiotischen Therapie der Lyme-Borreliose ist.
- Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern führen, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind.
Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (z. B. Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen sind entsprechend zu behandeln. Wenden Sie sich ggf. an Ihren Arzt.
Kinder
Für Kinder und Säuglinge gelten eigene Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt 3. "Wie ist Cefurax® 250 mg einzunehmen?").
Ältere Menschen
Für ältere Menschen gelten keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen,
sofern keine starke Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Zu einer Anwendung von Cefuroximaxetil am Menschen in der Schwangerschaft liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor. Bisher wurden keine schädigenden Wirkungen auf das ungeborene Kind beschrieben. Sie sollten Cefurax® 250 mg dennoch in der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel, nur nach sorgfältiger Nutzen-Risikoabschätzung durch den behandelnden Arzt anwenden.
Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Sie dürfen Cefurax® 250 mg daher nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt anwenden. Der gestillte Säugling sollte auf eine mögliche Irritation der Darmflora und Sprosspilzbesiedlung hin beobachtet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Cefurax® 250 mg in niedrigen bis mittleren Dosen keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.
In Einzelfällen sind Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich?) beobachtet worden, die eine Ausübung der genannten Tätigkeiten beeinträchtigen oder unmöglich machen.
Daher müssen unter diesen Umständen (z. B. bei anaphylaktischem Schock, Schwindel) die genannten Tätigkeiten unterbleiben.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Cefurax® 250 mg
Rizinusöl kann Magenverstimmungen und Durchfall hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Cefurax® 250 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Cefurax® 250 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Dosierung und Art der Verabreichung richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre

AnwendungsgebietDosis und Dosierungsintervall
Infektionen der oberen Atemwege:
einschließlich Hals-Nasen- und Ohrenbereich (Mittelohr-, Nasennebenhöhlen-, Rachen- und Mandelentzündung)
2 x 300,72 mg bis 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 250 mg bis 2 x 500 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg bzw. 2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 500 mg
Infektionen der unteren Atemwege:2 x 300,72 mg bis 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 250 mg bis 2 x 500 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg bzw. 2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 500 mg in Abhängigkeit von der Schwere des Krankheitsbildes und Art der Infektion
2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 500 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 500 mg
Infektionen der
Haut und des Weichteilgewebes
2 x 300,72 mg bis 2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 250 mg bis 2 x 500 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg bzw.
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 500 mg
Infektionen der Nieren und/oder der ableitenden Harnwege2 x 300,72 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 250 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg
Unkomplizierte Harnwegsinfektionen der Frau2 x 150,36 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 125 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich ½ Filmtablette Cefurax® 250 mg
Lyme-Borreliose im Frühstadium (Erythema migrans)2 x 601,44 mg Cefuroximaxetil
(= 2 x 500 mg Cefuroxim) entsprechen
2 x täglich 1 Filmtablette Cefurax® 500 mg
Kinder ab 5 Jahre
2 x 150,36 mg bis 2 x 300,72 mg Cefuroximaxetil (= 2 x 125 mg bis 2 x 250 mg Cefuroxim), d.h. 2 mal täglich ½ bzw. 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg.
Bei Mittelohrentzündung sollte die höhere Dosis (2 mal täglich 1 Filmtablette Cefurax® 250 mg) gegeben werden.
Kinder ab 3 Monate bis 5 Jahre
Für diese Altersgruppe stehen andere Darreichungsformen/Dosisstärken zur Verfügung.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten
Sofern die jeweilige Tageshöchstdosis bei Erwachsenen und bei älteren Patienten nicht überschritten wird, braucht die Dosis bei Vorliegen einer nur leicht bis mäßig eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance in einem Bereich von bis zu 30 ml/Minute) nicht herabgesetzt zu werden. Bei einer Einschränkung der Nierenfunktion von <30 ml/Minute kann eine Vergrößerung des Einnahmeabstandes erforderlich sein.
Art der Anwendung
Sie sollen Cefurax® 250 mg im Abstand von 12 Stunden einnehmen.
Nehmen Sie Cefurax® 250 mg kurz nach einer Mahlzeit ein, da die Aufnahme aus dem Darm dann am besten ist.
Die Verwendung eines Tablettenteilers erleichtert die Teilung von Cefurax® 250 mg.
Wegen des bitteren Geschmacks sollen Filmtabletten nicht zerdrückt oder zerkaut werden.
Für Kinder unter 5 Jahren sollten deshalb andere Darreichungsformen verwendet werden.
Bei Behandlung des Frühstadiums der Lyme-Borreliose ist Cefurax® 250 mg mindestens 20 Tage lang anzuwenden.
Für Kinder bis 12 Jahren liegen bisher keine ausreichenden Erfahrungen in der Behandlung des Frühstadiums der Lyme-Borreliose vor.
Wenn Sie unter schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen leiden, sollten Sie von der Einnahme von Cefurax® 250 mg absehen, da in diesen Fällen eine ausreichende Aufnahme aus dem Darm nicht gewährleistet ist. Es sollte dann eine Anwendung als Spritze in Erwägung gezogen werden.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer (normalerweise 7 bis 10 Tage) richtet sich nach der Schwere und dem Verlauf der Erkrankung. Die Behandlung sollte mindestens 2 Tage über das Abklingen der Symptome hinaus durchgeführt werden.
Bei Infektionen, die durch beta-hämolysierende Streptokokken (bestimmte Erregerart) verursacht sind, ist sicherheitshalber eine Therapiedauer von mindestens 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen in Form von rheumatischem Fieber und Erkrankung der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis) vorzubeugen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Cefurax® 250 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Cefurax® 250 mg eingenommen haben als Sie sollten
Akute Vergiftungen mit Cefurax® 250 mg Filmtabletten sind bisher nicht bekannt geworden.
Bei bestimmten Risikokonstellationen und bei Gabe sehr hoher Dosen können Cephalosporine zentralnervöse Erregungszustände verursachen und zu Schüttelkrämpfen führen.
- Im Notfall sind alle erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen angezeigt.
- Hohe Serumkonzentrationen können durch Hämodialyse
("Blutwäsche") reduziert werden.
- Bei motorischer Erregung oder Krampfzuständen können Antikonvulsiva (Mittel gegen Krämpfe) angezeigt sein.
Wenn Sie die Einnahme von Cefurax® 250 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Eine vergessene Gabe sollte bis zur nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.
Wenn Sie die Einnahme von Cefurax® 250 mg abbrechen
Um das Fortbestehen bzw. erneute Auftreten der Infektion zu vermeiden, sollten Sie Cefurax® 250 mg regelmäßig und in der von Ihrem Arzt verschriebenen Dosierung einnehmen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Cefurax® 250 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung von Cefurax® 250 mg kann bei gleichzeitiger Behandlung mit nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen beeinflusst werden:
Cefuroximaxetil/Probenecid
Die gleichzeitige Gabe von Probenecid (Mittel gegen Gicht) führt zu einer Erhöhung der Cefuroxim-Konzentration im Serum und damit zu einer Wirkungsverlängerung, weil Probenecid die Ausscheidung von Cefurax® 250 mg über die Nieren hemmt.
Cefuroximaxetil/Kontrazeptiva
Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung von oralen Kontrazeptiva ("Pille") ist bei gleichzeitiger Anwendung von Cefurax® 250 mg in Frage gestellt. Daher sollten Sie während der Behandlung mit Cefurax® 250 mg andere empfängnisverhütende Maßnahmen zusätzlich anwenden.
Cefuroximaxetil/möglicherweise nierenschädigende Arzneimittel und Schleifendiuretika
Cefurax® 250 mg kann die möglicherweise nierenschädigende Wirkung von Aminoglykosiden und von stark wirkenden harntreibenden Medikamenten (wie z. B. Furosemid und Etacrynsäure) verstärken. Lassen Sie daher bei gleichzeitiger Gabe, insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion, Ihre Nierenfunktion vom Arzt kontrollieren.
Beeinflussung von labordiagnostischen Befunden:
Unter der Behandlung mit Cefurax® 250 mg kann der Coombs-Test (Test auf bestimmte Antikörper) falsch positiv ausfallen. Ebenso können nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung gestört sein, d. h. ein falsch positives Resultat ergeben. Deshalb ist der Harnzucker unter der Therapie mit Cefurax® 250 mg enzymatisch zu bestimmen.
Bei Einnahme von Cefurax® 250 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Aufnahme und Verteilung und somit die Verfügbarkeit des Arzneimittels sind erhöht, wenn die Einnahme nach einer Mahlzeit erfolgt.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Cefurax® 250 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Wirkungen auf das zentrale Nervensystem:
- Kopfschmerzen, Schwindel.
- Sehr selten wurden vor allem bei älteren Patienten oder bei Patienten mit hohem Fieber oder schweren Infekten Störungen des Zentralnervensystems wie Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit oder Halluzinationen beobachtet.
Überempfindlichkeitsreaktionen:
- Allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber (Urtikaria), Arzneimittelfieber und Serumkrankheit können auftreten.
- Wie auch bei anderen Cephalosporinen sind sehr selten Fälle von Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hautreaktionen mit hohem Fieber und Augenbeteiligung einhergehend) und Hautentzündungen bis zur Ablösung der oberen Hautschicht (toxisch epidermaler Nekrolyse) berichtet worden.
- Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) sind möglich. Ein anaphylaktischer Schock tritt im allgemeinen bis zu einer halben Stunde nach Verabreichung auf und ist lebensbedrohlich. Er erfordert sofortige entsprechende Notfallmaßnahmen (siehe auch Gegenmaßnahmen).
Bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen.
Haut und Schleimhaut
- Entzündung der Mund- und Scheidenschleimhaut, teilweise verursacht durch Hefepilz (Candida) - Superinfektionen.
Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt:
- Über Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall wurde berichtet. Diese Nebenwirkungen treten bei der Einnahme höherer Tagesdosen häufig auf.
- Sehr selten können während oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auftreten. Hier ist an eine pseudomembranöse Kolitis zu denken (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe auch Gegenmaßnahmen).
Wirkungen auf das Leber-Gallesystem:
- Vorübergehender Anstieg von Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT) und LDH ist möglich.
- Sehr selten wurde über Gelbsucht berichtet.
Wirkungen auf Blut und Blutbildung:
- Veränderung der Zahl der weißen Blutkörperchen (z. B. Eosinophilie, Leukopenie, Neutropenie) sowie der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und selten der roten Blutkörperchen (immunhämolytische Anämie) wurde beobachtet.
Weitere Nebenwirkungen
- Bei der Behandlung von Lyme-Borreliose im Frühstadium mit Cefuroximaxetil wurden sehr häufig Symptome wie Durchfall, Scheidenentzündung (Vaginitis) und Jarisch-Herxheimer-Reaktion beschrieben.
Die Jarisch-Herxheimer-Reaktion äußert sich in Form von Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Abwehrreaktion auf die Freisetzung von Bestandteilen zerfallender Krankheitserreger, welche sich u. a. in Fieber oder einer Verstärkung der bereits vorhandenen Krankheitssymptome äußert.
Gegenmaßnahmen
Folgende extrem seltene Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt.
Pseudomembranöse Kolitis:
Hier muss der Arzt eine Beendigung der Therapie mit Cefurax® 250 mg in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten (z.B. Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxis):
Hier muss die Behandlung mit Cefurax® 250 mg sofort abgebrochen und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden.
Auftreten von (epilepsieähnlichen) Krampfanfällen:
Die üblichen, entsprechenden Notfallmaßnahmen sind angezeigt (z.B. Atemwege freihalten).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 25C lagern.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Cefurax® 250 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Cefuroximaxetil
1 Filmtablette enthält 300,72 mg Cefuroximaxetil, entsprechend 250 mg Cefuroxim.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Croscarmellose-Natrium, Crospovidon (Ph. Eur.) (Typ A), Natriumdodecylsulfat, hydriertes Rizinusöl, Talkum, Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, Titandioxid (E 171), Methylcellulose, gefälltes Siliciumdioxid, Macrogolstearat 400
Wie Cefurax® 250 mg aussieht und Inhalt der Packung:
Cefurax® 250 mg Filmtabletten sind weiß, oblong geformt mit einer einseitigen Bruchkerbe und mit der Prägung ?250? versehen.
Cefurax® 250 mg ist in Packungen mit 12 (N1), 14 (N1), 20 (N2) und 24 (N2) Filmtabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Lindopharm GmbH
Neustraße 82
40721 Hilden
Tel.: +49 2103 206 5
Fax: +49 2103 206 600
eMail: info@lindopharm.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2010.

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