Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Bet├Ąubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 24.04.2004
ATC Code H03AA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Schilddr├╝senpr├Ąparate

Zulassungsinhaber

Aristo Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof├╝r wird es verwendet?

Levothyroxin, der Wirkstoff in Eferox ist ein synthetisch hergestelltes Schilddr├╝senhormon, das zur Behandlung von Erkrankungen und Funktionsst├Ârungen der Schilddr├╝se eingesetzt wird. Dieses hat die gleiche Wirkung wie die nat├╝rlichen Schilddr├╝senhormone.

Sie erhalten Eferox, um fehlendes Schilddr├╝senhormon zu ersetzen oder/und um Ihre Schilddr├╝se zu entlasten.

Eferox wird angewendet:

  • als Ersatz f├╝r das nat├╝rliche Schilddr├╝senhormon, wenn Ihre Schilddr├╝se nicht gen├╝gend Hormone produziert;
  • zur Verh├╝tung erneuter Kropfbildung (Vergr├Â├čerung der Schilddr├╝se) nach Kropfoperation bei normaler Schilddr├╝senfunktion;
  • zur Therapie des gutartigen Kropfes (benigne Struma) bei normaler Schilddr├╝senfunktion;
  • bei b├Âsartigem Tumor der Schilddr├╝se, vor allem nach Operation, zur Unterdr├╝ckung erneuten Tumorwachstums und zur Erg├Ąnzung fehlenden Schilddr├╝senhormons;
  • zur Untersuchung der Schilddr├╝senfunktion (Schilddr├╝sensuppressionstest).

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Was m├╝ssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Eferox darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Levothyroxin-Natrium oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der genannten Zust├Ąnde vorliegt:
  • eine unbehandelte Schw├Ąche der Hirnanhangsdr├╝se (Hypophyseninsuffizienz), wenn diese eine therapiebed├╝rftige Nebennierenrindenschw├Ąche zur Folge hat;
  • ein frischer Herzinfarkt;
  • eine akute Herzmuskelentz├╝ndung (Myokarditis);
  • eine akute Entz├╝ndung aller Wandschichten des Herzens (Pankarditis).

Wenn Sie schwanger sind, d├╝rfen Sie nicht gleichzeitig Eferox und ein Arzneimittel, das die Schilddr├╝sen├╝berfunktion hemmt (sogenanntes Thyreostatikum), einnehmen (siehe Abschnitt 2. ÔÇ×Schwangerschaft und StillzeitÔÇť).

Vor Beginn einer Therapie mit Eferox m├╝ssen folgende Erkrankungen oder Zust├Ąnde ausgeschlossen bzw. behandelt werden:

  • Erkrankung der Herzkranzgef├Ą├če
  • Schmerz in der Herzgegend mit Beengungsgef├╝hl (Angina Pectoris)
  • Bluthochdruck
  • Schw├Ąche der Hirnanhangsdr├╝se und/oder der Nebennierenrinde
  • das Vorliegen von Bereichen in der Schilddr├╝se, die unkontrolliert Schilddr├╝senhormon produzieren (Schilddr├╝senautonomie)

Bevor ein sogenannter Schilddr├╝sensuppressionstest zur Untersuchung der Schilddr├╝senfunktion durchgef├╝hrt wird, m├╝ssen diese Erkrankungen oder Zust├Ąnde ebenfalls ausgeschlossen bzw. behandelt werden. Eine Schilddr├╝senautonomie muss allerdings nicht ausgeschlossen werden, da der Test u. a. dazu dient, eine solche zu erkennen.

Warnhinweise und Vorsichtsma├čnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Eferox einnehmen,

  • wenn Sie bereits einen Herzinfarkt erlitten haben oder wenn bei Ihnen eine Erkrankung der Herzkranzgef├Ą├če, eine Herzmuskelschw├Ąche, Herzrhythmusst├Ârungen (Tachykardien) oder eine Herzmuskelentz├╝ndung mit nicht akutem Verlauf vorliegt oder wenn Sie schon lange eine Schilddr├╝senunterfunktion haben. In diesen F├Ąllen sind zu hohe Hormonspiegel im Blut zu vermeiden. Deshalb sollten Ihre Schilddr├╝senwerte h├Ąufiger kontrolliert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn leichtere, durch die Gabe von Eferox bedingte Anzeichen einer Schilddr├╝sen├╝berfunktion auftreten (siehe Abschnitt 4. ÔÇ×Welche Nebenwirkungen sind m├Âglich?ÔÇť).
  • wenn Sie an einer Unterfunktion der Nebennieren (Nebenniereninsuffizienz) leiden.
  • wenn Sie an einer Schilddr├╝senunterfunktion leiden, die durch eine Erkrankung der Hirnanhangsdr├╝se verursacht wird. Eine m├Âglicherweise bei Ihnen gleichzeitig vorliegende Nebennierenrindenschw├Ąche muss dann zun├Ąchst durch Ihren Arzt behandelt werden (Therapie mit Hydrokortison). Ohne ausreichende Behandlung kann es zu einem akuten Versagen der Nebennierenrinde (Addison-Krise) kommen.
  • wenn der Verdacht besteht, dass bei Ihnen Bezirke in der Schilddr├╝se vorliegen, die unkontrolliert Schilddr├╝senhormon produzieren. Vor Beginn der Behandlung sollte dies durch weiter gehende Untersuchungen der Schilddr├╝senfunktion ├╝berpr├╝ft werden.
  • bei Frauen nach den Wechseljahren, die ein erh├Âhtes Risiko f├╝r Knochenschwund (Osteoporose) aufweisen. Die Schilddr├╝senfunktion sollte durch den behandelnden Arzt h├Ąufiger kontrolliert werden, um erh├Âhte Blutspiegel von Schilddr├╝senhormon zu vermeiden und die niedrigste erforderliche Dosis zu gew├Ąhrleisten.
  • wenn Sie mit der Einnahme von Orlistat (Arzneimittel zur Behandlung von ├ťbergewicht) beginnen oder die Therapie damit beenden oder die Therapie mit Orlistat ver├Ąndern. In diesen F├Ąllen k├Ânnen eine engmaschigere ├ťberwachung und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosis erforderlich werden.
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind. Beachten Sie bitte die Angaben im Abschnitt 2. ÔÇ×Einnahme von Eferox zusammen mit anderen ArzneimittelnÔÇť.
  • wenn Sie mit bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Dicumarol) oder die Schilddr├╝se beeinflussenden Arzneimitteln (z. B. Amiodaron, Tyrosinkinase-Inhibitoren [Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen], Salicylate und hohe Dosen Furosemid) behandelt werden. Beachten Sie bitte die Angaben im Abschnitt 2. ÔÇ×Einnahme von Eferox zusammen mit anderen ArzneimittelnÔÇť.
  • bei Fr├╝hgeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht. Der Blutdruck wird regelm├Ą├čig ├╝berwacht, wenn eine Behandlung mit Levothyroxin bei Fr├╝hgeborenen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht begonnen wird, da es zu einem schnellen Blutdruckabfall (Kreislaufkollaps) kommen kann (siehe Abschnitt 4. ÔÇ×Welche Nebenwirkungen sind m├Âglich?ÔÇť).
  • wenn bei Ihnen schon einmal Anfallsleiden (Epilepsien) aufgetreten sind, da Sie in diesem Fall ein erh├Âhtes Risiko f├╝r Krampfanf├Ąlle haben.
  • wenn Sie Anzeichen von psychotischen St├Ârungen bei sich beobachten, in diesem Falle kann eine engmaschigere ├ťberwachung und gegebenenfalls eine Anpassung der Dosis erforderlich werden.

Nicht bestimmungsgem├Ą├čer Gebrauch

Eferox ist nicht zur Gewichtsabnahme geeignet. Wenn Ihre Schilddr├╝senhormon-Blutspiegel im normalen Bereich liegen, bewirkt die zus├Ątzliche Einnahme von Schilddr├╝senhormonen keine Gewichtsabnahme. Schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen k├Ânnen auftreten, wenn Sie die Dosis ohne ausdr├╝cklichen ├Ąrztlichen Rat erh├Âhen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Arzneimitteln zur Gewichtsabnahme.

Umstellung der Therapie

Eine Schilddr├╝senst├Ârung kann auftreten, wenn Sie Ihr Arzneimittel auf ein anderes Levothyroxin- haltiges Produkt umstellen m├╝ssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Umstellung Ihrer Medikation haben. W├Ąhrend der ├ťbergangszeit ist eine sorgf├Ąltige ├ťberwachung (klinisch und labordiagnostisch) erforderlich. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, da dies darauf hinweisen kann, dass Ihre Dosis nach oben oder unten angepasst werden muss.

Ältere Menschen

Bei ├Ąlteren Menschen wird die Dosierung vorsichtiger durchgef├╝hrt (insbesondere, wenn Herzprobleme bestehen), und die ├Ąrztlichen Kontrollen finden h├Ąufiger statt.

Einnahme von Eferox zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k├╝rzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Eferox beeinflusst die Wirkung folgender Arzneistoffe bzw. Pr├Ąparategruppen:

  • Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel, z. B. Metformin, Glimepirid, Glibenclamid sowie Insulin):
    Eferox kann die Wirkung Ihres blutzuckersenkenen Mittels herabsetzen; dadurch k├Ânnen insbesondere zu Beginn der Eferox-Therapie zus├Ątzliche Untersuchungen Ihres Blutzuckerspiegels erforderlich werden. W├Ąhrend der Eferox Behandlung muss ggf. eine Dosisanpassung Ihres Antidiabetikums erfolgen.
  • Cumarinderivate (blutgerinnungshemmende Arzneimittel, z. B. Dicumarol):
    Eferox kann die Wirkung dieser Arzneimittel verst├Ąrken. Dies kann, besonders bei ├Ąlteren Patienten, das Blutungsrisiko erh├Âhen. Aus diesem Grunde k├Ânnen zu Beginn und w├Ąhrend der Eferox-Behandlung regelm├Ą├čige Kontrollen der Blutgerinnung erforderlich sein. W├Ąhrend der Eferox-Behandlung ist gegebenenfalls die Dosierung Ihres Cumarin-Pr├Ąparates anzupassen.
  • Arzneimittel mit bekannter Beeinflussung der Herzfunktion (z. B. Sympathomimetika), Digoxin
  • Arzneimittel gegen Depression (z. B. Imipramin, Amitriptylin)
  • Wenn bei Ihnen im Krankenhaus eine Operation durchgef├╝hrt werden soll, informieren Sie den Narkosearzt oder sonstige ├Ąrztliche Mitarbeiter, dass Sie mit Eferox behandelt werden. Dies kann mit einem bestimmten Narkosemittel (Ketamin), das Ihnen eventuell vor der Operation gegeben wird, in Wechselwirkung treten.

Achten Sie darauf, dass Sie die empfohlenen Zeitabst├Ąnde einhalten, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen m├╝ssen:

Arzneimittel zur Bindung von Gallens├Ąuren und Senkung hoher Cholesterinwerte (wie z. B. Colestyramin, Colestipol, Colesevelam) und zur Entfernung erh├Âhter Kalium- oder Phosphatkonzentrationen im Blut (wie z. B. Sevelamer, Calcium- und Natriumsalze der

Polystyrolsulfons├Ąure): Achten Sie darauf, dass Sie Eferox 4 bis 5 Stunden vor diesen Arzneimitteln einnehmen, da sie die Eferox -Aufnahme aus dem Darm hemmen k├Ânnen.

  • Antazida (Arzneimittel zur Linderung von Magenbeschwerden und Sodbrennen), Sucralfat (zur Behandlung von Magen- oder Zw├Âlffingerdarmgeschw├╝ren), andere aluminiumhaltige Arzneimittel, eisenhaltige Arzneimittel, calciumhaltige Arzneimittel:
    Achten Sie darauf, dass Sie Eferox mindestens 2 Stunden vor diesen Arzneimitteln einnehmen, da es sonst zu einer Wirkungsabschw├Ąchung von Eferox kommen kann.

Die Wirkung von Eferox wird durch folgende Arzneimittel herabgesetzt:

  • Propylthiouracil (Arzneimittel gegen Schilddr├╝sen├╝berfunktion)
  • Glucocorticoide (antiallergische und entz├╝ndungshemmende Arzneimittel)
  • Beta-Blocker (blutdrucksenkende Arzneimittel, mit denen auch Herzerkrankungen behandelt werden), inbesondere Propranolol
  • Sertralin (Arzneimittel gegen Depressionen)
  • Chloroquin oder Proguanil (Arzneimittel bei Malaria und rheumatischen Erkrankungen)
  • Arzneimittel, die bestimmte Leberenzyme aktivieren, wie z. B. Barbiturate (Beruhigungsmittel, Schlaftabletten), Carbamazepin (Arzneimittel gegen Krampfleiden, wird auch angewandt, um bestimmte Schmerzformen zu beeinflussen und zur Kontrolle von bestimmten depressiven Erkrankungen), Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf├Ąllen, Mittel gegen Herzrhythmusst├Ârungen), Rifampicin (Antibiotikum)
  • ├Âstrogenhaltige Arzneimittel zur Hormonersatztherapie w├Ąhrend und nach den Wechseljahren oder zur Empf├Ąngnisverh├╝tung
  • Tyrosinkinase-Inhibitoren wie z. B. Imatinib, Sunitinib, Sorafenib, Motesanib (Arzneimittel gegen Krebs und entz├╝ndungshemmende Arzneimittel)
  • Orlistat (Arzneimittel zur Behandlung von ├ťbergewicht)
  • Ritonavir, Indinavir, Lopinavir (Protease-Inhibitoren, Arzneimittel zur Behandlung einer HIV- Infektion)

Die Wirkung von Eferox wird durch folgende Arzneimittel verst├Ąrkt:

  • Salicylate im Besonderen in Dosen h├Âher als 2,0 g/Tag (fiebersenkende Arzneimittel und Schmerzmittel)
  • Dicumarol (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung)
  • Furosemid in hoher Dosierung ab 250 mg (harntreibendes Arzneimittel)
  • Clofibrat (Arzneimittel zur Senkung der Blutfette)

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Amiodaron einnehmen (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst├Ârungen), weil dieses Arzneimittel die Funktion und Aktivit├Ąt Ihrer Schilddr├╝se beeinflussen kann.

Wenn Sie sich einer R├Ântgenuntersuchung oder einer anderen diagnostischen Untersuchung mit einem iodhaltigen Kontrastmittel unterziehen m├╝ssen, informieren Sie Ihren Arzt dar├╝ber, dass Sie Eferox einnehmen, weil Ihnen m├Âglicherweise ein Mittel gespritzt wird, das Ihre Schilddr├╝senfunktion beeinflussen kann.

Einnahme von Eferox zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr├Ąnken

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Sojaprodukte essen, vor allem dann, wenn Sie den Anteil der Sojaprodukte in Ihrer Nahrung ├Ąndern. Sojaprodukte k├Ânnen die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm herabsetzen, deshalb muss Ihre Eferox Dosis m├Âglicherweise angepasst werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Eine korrekte Behandlung mit Schilddr├╝senhormonen ist w├Ąhrend der Schwangerschaft und Stillzeit besonders wichtig f├╝r die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes. Sie muss deshalb konsequent und unter Aufsicht des behandelnden Arztes fortgesetzt werden. Bisher sind trotz umfangreicher Anwendungen w├Ąhrend der Schwangerschaft keine unerw├╝nschten Wirkungen von

Levothyroxin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des ungeborenen oder neugeborenen Kindes bekannt geworden.

Lassen Sie Ihre Schilddr├╝senfunktion sowohl w├Ąhrend als auch nach einer Schwangerschaft kontrollieren. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis anpassen, da w├Ąhrend einer Schwangerschaft der Bedarf an Schilddr├╝senhormon durch den erh├Âhten Blutspiegel an ├ľstrogen (weibliches Geschlechtshormon) steigen kann.

Sie d├╝rfen Eferox w├Ąhrend der Schwangerschaft nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln einnehmen, die die Schilddr├╝sen├╝berfunktion hemmen (sogenannte Thyreostatika), da hierdurch eine h├Âhere Dosierung der Thyreostatika erforderlich wird. Thyreostatika k├Ânnen (im Gegensatz zu Levothyroxin) ├╝ber die Plazenta in den kindlichen Kreislauf gelangen und sind in der Lage, beim Ungeborenen eine Schilddr├╝senunterfunktion zu bewirken. Leiden Sie an einer Schilddr├╝sen├╝berfunktion, so sollte Ihr Arzt diese w├Ąhrend der Schwangerschaft ausschlie├člich mit niedrig dosierten thyreostatisch wirksamen Arzneimitteln behandeln.

Die w├Ąhrend der Stillzeit in die Muttermilch ├╝bergehende Menge an Schilddr├╝senhormon ist selbst bei hoch dosierter Levothyroxin-Therapie sehr gering und daher unbedenklich.

W├Ąhrend einer Schwangerschaft und der Stillzeit wird Ihr Arzt keinen Suppressionstest durchf├╝hren.

Verkehrst├╝chtigkeit und F├Ąhigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Studien zur Auswirkung auf die Fahrt├╝chtigkeit und die F├Ąhigkeit, Maschinen zu bedienen, vor. Da Levothyroxin identisch mit dem nat├╝rlich vorkommenden Schilddr├╝senhormon ist, ist nicht zu erwarten, dass Eferox einen Einfluss auf die Verkehrst├╝chtigkeit und die F├Ąhigkeit, Maschinen zu bedienen, hat.

Eferox enth├Ąlt Natrium

Dieses Arzneimittel enth├Ąlt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu ÔÇ×natriumfreiÔÇť.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

F├╝r die individuelle Behandlung stehen Tabletten mit unterschiedlichem Wirkstoffgehalt (25- 200 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium) zur Verf├╝gung, so dass Sie meistens nur eine Tablette t├Ąglich einnehmen m├╝ssen.

Ihr Arzt legt Ihre individuelle Dosis aufgrund von Untersuchungen und Labortests fest. In der Regel erhalten Sie zu Beginn eine niedrige Dosis, die alle 2-4 Wochen gesteigert wird, bis Ihre individuelle Enddosis erreicht ist. In den ersten Behandlungswochen werden Sie zu Laboruntersuchungen einbestellt, anhand deren Ergebnisse Ihre Dosis angepasst wird.

Dosierung

Anwendungsgebiete von EferoxEmpfohlene Eferox-Tagesdosis
Zur Therapie eines gutartigen Kropfes bei Patienten mit normaler Schilddr├╝senfunktion75 - 200 Mikrogramm
Zur Verh├╝tung einer erneuten Kropfbildung nach Operation75 - 200 Mikrogramm
Als Ersatz f├╝r das nat├╝rliche Schilddr├╝senhormon, wenn Ihre Schilddr├╝se nicht gen├╝gend Hormone produziert - AnfangsdosisErwachsene 25 - 50 Mikrogramm*Kinder 12,5 - 50 Mikrogramm*
- Erhaltungsdosis100-200 Mikrogramm100 - 150 Mikrogramm/m┬▓ K├Ârperoberfl├Ąche
Zur Unterdr├╝ckung des erneuten Tumorwachstums bei Patienten mit Schilddr├╝senkrebs150 - 300 Mikrogramm
Zum Schilddr├╝senfunktionstest200 Mikrogramm (1 Tablette), 2 Wochen vor TestTherapiebeginn

*Eferox 200 Mikrogramm Tabletten sind nicht f├╝r das hier genannte niedrigere Dosisspektrum geeignet; Ihr Arzt kann Ihnen aber niedriger dosierte Eferox Tabletten verschreiben.

Anwendung bei Kindern
In der Langzeitbehandlung der angeborenen und erworbenen Schilddr├╝senunterfunktion liegt die t├Ągliche Dosis im Allgemeinen bei 100-150 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium pro m2 K├Ârperoberfl├Ąche.

Bei Neugeborenen und Kindern mit angeborener Schilddr├╝senunterfunktion ist ein rascher Hormonersatz besonders wichtig, um eine normale geistige und k├Ârperliche Entwicklung zu erzielen. F├╝r diese Form der Schilddr├╝senunterfunktion wird in den ersten 3 Monaten der Behandlung eine t├Ągliche Dosis von 10-15 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium pro Kilogramm K├Ârpergewicht empfohlen. Anschlie├čend wird der behandelnde Arzt anhand von Kontrolluntersuchungen (insbesondere Schilddr├╝senhormonwerte im Blut) die erforderliche Dosis individuell anpassen.

Bei Kindern mit erworbener Schilddr├╝senunterfunktion wird zu Beginn der Behandlung eine Dosis von 12,5-50 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium pro Tag empfohlen. Der behandelnde Arzt wird die Dosis schrittweise alle 2-4 Wochen erh├Âhen, bis die Dosis erreicht ist, die in der Langzeitbehandlung erforderlich ist. Der Arzt orientiert sich hierbei insbesondere an den Schilddr├╝senhormonwerten im Blut.

├ältere Patienten, Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgef├Ą├če, Patienten mit Schilddr├╝senunterfunktion
Bei ├Ąlteren Patienten, bei Patienten mit Erkrankung der Herzkranzgef├Ą├če und bei Patienten mit schwerer oder lang bestehender Schilddr├╝senunterfunktion wird die Behandlung mit Schilddr├╝senhormonen besonders vorsichtig begonnen (niedrige Anfangsdosis, die dann unter h├Ąufigen Schilddr├╝senhormonkontrollen langsam und in gr├Â├čeren Zeitabst├Ąnden gesteigert wird).

Patienten mit niedrigem K├Ârpergewicht und Patienten mit einem gro├čen Kropf
Erfahrungsgem├Ą├č ist auch bei Patienten mit niedrigem K├Ârpergewicht und bei Patienten mit einem gro├čen Kropf eine geringere Dosis ausreichend.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie bitte die gesamte Tagesdosis morgens n├╝chtern mindestens eine halbe Stunde vor dem Fr├╝hst├╝ck mit reichlich Fl├╝ssigkeit, vorzugsweise mit einem Glas Wasser, ein. Der Wirkstoff wird auf n├╝chternen Magen besser aufgenommen als vor oder nach einer Mahlzeit.

Kinder erhalten die gesamte Tagesdosis mindestens eine halbe Stunde vor der ersten Tagesmahlzeit. Zerdr├╝cken Sie dazu die Tablette unmittelbar vor der Einnahme und vermischen Sie sie mit etwas Wasser, dann geben Sie diese Mischung dem Kind mit etwas weiterer Fl├╝ssigkeit. Bereiten Sie diese Mischung stets frisch zu.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Hinweis zur leichteren Teilbarkeit:
Legen Sie die Tablette mit der Bruchrille nach oben auf eine feste ebene Unterlage. Dr├╝cken Sie mit dem Daumen von oben mittig auf die Tablette, um die Tablette zu teilen.

Dauer der Anwendung

Bei Schilddr├╝senunterfunktion und Schilddr├╝senoperation wegen eines b├Âsartigen Tumors der Schilddr├╝se wird Eferox meist zeitlebens eingenommen, bei einem gutartigen Kropf und zur Verh├╝tung eines erneuten Kropfwachstums einige Monate oder Jahre bis zeitlebens. F├╝r die Behandlung des gutartigen Kropfes mit normaler Schilddr├╝senfunktion ist ein Behandlungszeitraum von 6 Monaten bis zu 2 Jahren notwendig. Falls die Behandlung mit Eferox innerhalb dieser Zeit nicht den gew├╝nschten Erfolg erbracht hat, wird Ihr Arzt andere Therapiem├Âglichkeiten in Erw├Ągung ziehen.

Wenn Sie eine gr├Â├čere Menge von Eferox eingenommen haben, als Sie sollten

Die Zeichen einer ├ťberdosierung sind im Abschnitt 4. ÔÇ×Welche Nebenwirkungen sind m├Âglich?ÔÇť beschrieben. Bitte suchen Sie beim Auftreten solcher Beschwerden Ihren Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Eferox vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Sollten Sie einmal zu wenig eingenommen oder eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie am darauffolgenden Tag wieder die normale Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Eferox abbrechen

F├╝r den Behandlungserfolg ist die regelm├Ą├čige Einnahme von Eferox in der von Ihrem Arzt vorgeschriebenen Dosierung erforderlich. Sie d├╝rfen auf keinen Fall die Behandlung mit Eferox eigenm├Ąchtig ver├Ąndern, unterbrechen oder vorzeitig beenden, da sonst Ihre Beschwerden wieder auftreten k├Ânnen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind m├Âgliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m├╝ssen.

Unvertr├Ąglichkeit der Dosisst├Ąrke, ├ťberdosierung
Wird im Einzelfall die Dosisst├Ąrke nicht vertragen oder liegt eine ├ťberdosierung vor, so k├Ânnen, besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, die typischen Erscheinungen einer Schilddr├╝sen├╝berfunktion auftreten.

Sehr h├Ąufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

H├Ąufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Nervosit├Ąt
  • Herzrasen (Tachykardie)

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

erh├Âhter Hirndruck (besonders bei Kindern)

Nicht bekannt: H├Ąufigkeit auf Grundlage der verf├╝gbaren Daten nicht absch├Ątzbar

  • ├ťberempfindlichkeit
  • innere Unruhe
  • Zittern (Tremor)
  • Herzrhythmusst├Ârungen
  • mit Engegef├╝hl in der Brust einhergehende Schmerzen (pektangin├Âse Beschwerden)
  • Hitzegef├╝hl, Hitzeunvertr├Ąglichkeit
  • Kreislaufkollaps bei Fr├╝hgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht (siehe Abschnitt 2 ÔÇ×Was sollten Sie vor der Einnahme von Eferox beachten?ÔÇť)
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • allergische Hautreaktionen z. B. Ausschlag, Nesselsucht, Angio├Âdem (Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder Hautausschlag m├Âglicherweise zusammen mit Atembeschwerden)
  • Muskelschw├Ąche, Muskelkr├Ąmpfe
  • Knochenschwund (Osteoporose) bei hohen Dosen Levothyroxin, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren, haupts├Ąchlich bei einer Behandlung ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum
  • St├Ârungen der Regelblutung
  • ├╝berm├Ą├čiges Schwitzen
  • Fieber
  • Gewichtsabnahme

├ťberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder die sonstigen Bestandteile von Eferox

Im Falle der ├ťberempfindlichkeit gegen Levothyroxin oder einen der sonstigen Bestandteile von Eferox kann es zu allergischen Reaktionen an der Haut (z. B. Ausschlag, Nesselsucht) und im Bereich der Atemwege kommen.

Teilen Sie das Auftreten von Nebenwirkungen Ihrem Arzt mit. Er wird bestimmen, ob die Tagesdosis herabgesetzt oder die Einnahme f├╝r mehrere Tage unterbrochen werden soll. Sobald die Nebenwirkung verschwunden ist, kann die Behandlung mit vorsichtiger Dosierung wieder aufgenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f├╝r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k├Ânnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f├╝r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k├Ânnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ├╝ber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf├╝gung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f├╝r Kinder unzug├Ąnglich auf.

Sie d├╝rfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach ÔÇ×Verwendbar bis:ÔÇť angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ├╝ber 25 ┬░C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ├╝ber das Abwasser (z. B. nicht ├╝ber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Eferox enth├Ąlt

Der Wirkstoff ist: Levothyroxin-Natrium

1 Tablette Eferox 200 enth├Ąlt 200 Mikrogramm Levothyroxin-Natrium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylst├Ąrke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), schweres Magnesiumoxid.

Wie Eferox aussieht und Inhalt der Packung

Eferox 200 sind wei├če, runde Tabletten mit einer Bruchkerbe und mit der Pr├Ągung ÔÇ×200ÔÇť versehen.

Die Tabletten k├Ânnen in gleiche Dosen geteilt werden.

Eferox ist in Packungen mit 50, 98 und 100 Tabletten erh├Ąltlich.

Es werden m├Âglicherweise nicht alle Packungsgr├Â├čen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Aristo Pharma GmbH

Wallenroder Stra├če 8ÔÇô10 13435 Berlin Deutschland

Tel.: +49 30 71094-4200

Fax: +49 30 71094-4250

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ├╝berarbeitet im Juli 2020.

Ihre Ärztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH wünschen Ihnen gute Besserung!

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Eferox 200 - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium
Zulassungsland Deutschland
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Zulassungsdatum 24.04.2004
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k├Ânnen f├╝r die Korrektheit der Daten keine Haftung ├╝bernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F├╝r Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden