Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium Kaliumiodid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.01.1996
ATC Code H03AA
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Schilddr√ľsenpr√§parate

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Thyronajod 125 Henning ist ein Schilddr√ľsenhormonpr√§parat mit erg√§nzendem Iodanteil in Form von Kaliumiodid.

Thyronajod 125 Henning wird angewendet

  • zur Behandlung des einfachen Kropfes (Vergr√∂√üerung der Schilddr√ľse) ohne gleichzeitige Funktionsst√∂rung, wenn aus √§rztlicher Sicht neben einem Schilddr√ľsenhormon eine zus√§tzliche Iodgabe angezeigt ist,
  • zur Vorbeugung eines erneuten Kropfwachstums nach operierter oder mit Radioiod behandelter Schilddr√ľse.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Thyronajod 125 Henning darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Levothyroxin-Natrium, Kaliumiodid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Ihre Schilddr√ľse Bezirke aufweist, die unkontrolliert ein Schilddr√ľsenhormon produzieren (fokale und diffuse Autonomien),
  • wenn bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen oder einer der genannten Zust√§nde vorliegt:
    • eine Schilddr√ľsen√ľberfunktion,
    • eine unbehandelte Nebennierenrindenschw√§che,
    • eine unbehandelte Schw√§che der Hirnanhangsdr√ľse (Hypophyseninsuffizienz), wenn diese eine

therapiebed√ľrftige Nebennierenrindenschw√§che zur Folge hat, ‚ąí ein frischer Herzinfarkt,

  • eine akute Herzmuskelentz√ľndung (Myokarditis),
  • eine akute Entz√ľndung aller Wandschichten des Herzens (Pankarditis),
  • eine hypokomplement√§mische Vaskulitis (Entz√ľndung der Gef√§√üe),
  • eine bestimmte chronische Hautentz√ľndung (Dermatitis herpetiformis Duhring).

Vor Beginn einer Therapie mit Thyronajod 125 Henning m√ľssen bei Ihnen folgende Erkrankungen oder Zust√§nde ausgeschlossen bzw. behandelt werden:

  • Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe,
  • Schmerz in der Herzgegend mit Beengungsgef√ľhl (Angina Pectoris),
  • Bluthochdruck,
  • Schw√§che der Hirnanhangsdr√ľse und/oder der Nebennierenrinde.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Thyronajod 125 Henning ist erforderlich,

  • wenn Sie bereits einen Herzinfarkt erlitten haben oder wenn bei Ihnen eine Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe, eine Herzmuskelschw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen der schnellen Art oder eine Herzmuskelentz√ľndung mit nicht akutem Verlauf vorliegt oder wenn Sie schon lange eine Schilddr√ľsenunterfunktion haben. In diesen F√§llen sind zu hohe Hormonspiegel im Blut zu vermeiden. Deshalb sollten Ihre Schilddr√ľsenwerte h√§ufiger kontrolliert werden. Sprechen Sie mit
    Ihrem Arzt, wenn leichtere, durch die Gabe von Thyronajod 125 Henning bedingte Anzeichen einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion auftreten (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • wenn Sie an einer Schilddr√ľsenunterfunktion leiden, die durch eine Erkrankung der Hirnanhangsdr√ľse verursacht wird. Eine m√∂glicherweise bei Ihnen gleichzeitig vorliegende Nebennierenrindenschw√§che muss dann zun√§chst durch Ihren Arzt behandelt werden (Therapie mit Hydrocortison). Ohne ausreichende Behandlung kann es zu einem akuten Versagen der Nebennierenrinde (Addison-Krise) kommen.
  • wenn der Verdacht besteht, dass bei Ihnen Bezirke in der Schilddr√ľse vorliegen, die unkontrolliert Schilddr√ľsenhormon produzieren. Vor Beginn der Behandlung sollte dies durch weiter gehende Untersuchungen der Schilddr√ľsenfunktion √ľberpr√ľft werden.
  • bei Frauen nach den Wechseljahren, die ein erh√∂htes Risiko f√ľr Knochenschwund (Osteoporose) aufweisen. Die Schilddr√ľsenfunktion sollte durch den behandelnden Arzt h√§ufiger kontrolliert werden, um erh√∂hte Blutspiegel von Schilddr√ľsenhormon zu vermeiden und die niedrigste erforderliche Dosis zu gew√§hrleisten.
  • wenn bei Ihnen eine iodvermittelte √úberempfindlichkeitsreaktion vermutet wird. In diesem Fall ist ein differenziertes Herangehen erforderlich. √úberempfindlichkeitsreaktionen auf iodhaltige R√∂ntgenkontrastmittel oder allergische Reaktionen auf iodhaltige Nahrungsmittel werden in der Regel nicht durch den Iodanteil ausgel√∂st. Ist dagegen bei Ihnen die seltene Reaktion auf ein iodhaltiges Arzneimittel bekannt, wie z. B. eine hypokomplement√§mische Vaskulitis (Entz√ľndung der Gef√§√üe) oder eine Dermatitis herpetiformis Duhring (chronische Hautentz√ľndung), d√ľrfen Sie nicht mit iodhaltigen Arzneimitteln behandelt werden, da h√∂here Ioddosen eine Verschlimmerung der Grunderkrankung ausl√∂sen.
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind. Beachten Sie bitte die Angaben unter dem Abschnitt
    ‚ÄěEinnahme von Thyronajod 125 Henning zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.
  • wenn Sie mit bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Dicumarol) oder die Schilddr√ľse beeinflussenden Arzneimitteln (z. B. Amiodaron, Tyrosinkinase-Inhibitoren
    [Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen], Salicylate und hohe Dosen Furosemid) behandelt werden. Beachten Sie bitte die Angaben unter dem Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Thyronajod 125 Henning zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.
  • bei Fr√ľhgeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht. Bei diesen ist, aufgrund der nicht
    ausgereiften Nebennierenfunktion, zu Beginn der Levothyroxin-Therapie √§u√üerste Vorsicht geboten, da es zu einem Kreislaufkollaps kommen kann (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Der Blutdruck wird regelm√§√üig √ľberwacht, wenn eine Behandlung mit

Levothyroxin bei Fr√ľhgeborenen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht begonnen wird, da es zu einem schnellen Blutdruckabfall (Kreislaufkollaps) kommen kann.

  • wenn bei Ihnen schon einmal Anfallsleiden (Epilepsien) aufgetreten sind, da Sie in diesem Fall ein erh√∂htes Risiko f√ľr Krampfanf√§lle haben.
  • wenn bei Ihnen eine allergische Reaktion auftritt (siehe unter 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder begeben Sie sich schnellstm√∂glich in die n√§chste Notfallambulanz.

Nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch

Sie d√ľrfen Thyronajod 125 Henning nicht einnehmen, um eine Gewichtsabnahme zu erreichen. Wenn Ihre Schilddr√ľsenhormon-Blutspiegel im normalen Bereich liegen, bewirkt die zus√§tzliche Einnahme von Schilddr√ľsenhormonen keine Gewichtsabnahme. Die zus√§tzliche Einnahme von Schilddr√ľsenhormonen oder die Erh√∂hung der Dosis ohne √§rztliche Anweisung kann schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen, insbesondere in Kombination mit bestimmten Mitteln zur Gewichtsabnahme.

Umstellung der Therapie
Falls Ihre Therapie auf ein anderes Levothyroxin-haltiges Arzneimittel umgestellt werden muss, kann es zu einem Ungleichgewicht der Schilddr√ľsenhormone kommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur Umstellung auf ein anderes Arzneimittel haben. W√§hrend der Umstellungsphase ist eine genaue √úberwachung (klinische und Laborparameter) erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen irgendwelche Nebenwirkungen auftreten, da dies darauf hindeuten kann, dass Ihre Dosis nach oben oder unten angepasst werden muss.

√Ąltere Menschen
Bei √§lteren Menschen wird die Dosierung vorsichtiger durchgef√ľhrt und die √§rztlichen Kontrollen finden h√§ufiger statt.

√Ąltere Menschen, die bei normaler Schilddr√ľsenfunktion eine vergr√∂√üerte Schilddr√ľse (Kropf) haben, sollten Thyronajod 125 Henning nicht einnehmen,

Einnahme von Thyronajod 125 Henning zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Thyronajod 125 Henning beeinflusst die Wirkung folgender Arzneistoffe bzw. Präparategruppen:
Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel) (z. B. Metformin, Glimepirid, Glibenclamid sowie Insulin):

Wenn Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel regelm√§√üig kontrollieren lassen, vor allem zu Beginn und zum Ende einer Schilddr√ľsenhormontherapie. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis des blutzuckersenkenden Arzneimittels anpassen, da Levothyroxin die Wirkung von blutzuckersenkenden Mitteln vermindern kann.

Cumarinderivate (blutgerinnungshemmende Arzneimittel):

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Thyronajod 125 Henning und Cumarinderivaten (z. B. Dicumarol) sollten Sie regelm√§√üige Kontrollen der Blutgerinnung durchf√ľhren lassen. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis des gerinnungshemmenden Arzneimittels verringern, da Levothyroxin die Wirkung von gerinnungshemmenden Stoffen verst√§rken kann.

Die Wirkung von Thyronajod 125 Henning wird durch andere Arzneimittel wie folgt beeinflusst:
Ionenaustauscherharze:

Nehmen Sie Mittel zur Senkung der Blutfette (wie z. B. Colestyramin, Colestipol) oder Mittel zur Entfernung erhöhter Kalium- oder Phosphatkonzentrationen im Blut (Calcium- und Natriumsalze der Polystyrolsulfonsäure, Sevelamer) 4 bis 5 Stunden nach der Einnahme von Thyronajod 125 Henning ein. Diese Arzneimittel hemmen sonst die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm und vermindern damit dessen Wirksamkeit.

Gallensäurenkomplexbildner:

Colesevelam (Arzneimittel zur Verminderung einer erhöhten Cholesterinkonzentration im Blut) bindet Levothyroxin und verringert so die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm. Daher sollte Thyronajod 125 Henning mindestens 4 Stunden vor Colesevelam eingenommen werden.

Aluminiumhaltige magensäurebindende Arzneimittel, eisenhaltige Arzneimittel, Calciumcarbonat: Nehmen Sie Thyronajod 125 Henning mindestens 2 Stunden vor aluminiumhaltigen magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida, Sucralfate), eisenhaltigen Arzneimitteln oder Calciumcarbonat ein. Diese Arzneimittel können sonst die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm und damit dessen Wirksamkeit vermindern.

Propylthiouracil, Glukokortikoide, Betablocker (insbesondere Propranolol): Propylthiouracil (Arzneimittel bei Schilddr√ľsen√ľberfunktion), Glukokortikoide

(Nebennierenrindenhormone, ‚ÄěKortison‚Äú) und Betablocker (die Herzschlagfolge herabsetzende und blutdrucksenkende Arzneimittel) hemmen die Umwandlung von Levothyroxin in die wirksamere Form Liothyronin und k√∂nnen somit die Wirksamkeit von Thyronajod 125 Henning vermindern.

Amiodaron, iodhaltige Kontrastmittel:

Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen) und iodhaltige Kontrastmittel (bestimmte in der R√∂ntgendiagnostik eingesetzte Mittel) k√∂nnen ‚ąí bedingt durch ihren hohen Iodgehalt ‚ąí sowohl eine √úber- als auch eine Unterfunktion der Schilddr√ľse ausl√∂sen. Besondere Vorsicht ist bei einem Knotenkropf (nod√∂se Struma) geboten, wenn m√∂glicherweise noch nicht erkannte Bezirke in der Schilddr√ľse vorliegen, die unkontrolliert Schilddr√ľsenhormone bilden (Autonomien). Amiodaron hemmt die Umwandlung von Levothyroxin in die wirksamere Form Liothyronin und kann somit die Wirksamkeit von Thyronajod 125 Henning beeinflussen. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosis von Thyronajod 125 Henning anpassen.

Tyrosinkinase-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen):

Wenn Sie gleichzeitig Levothyroxin und Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B. Imatinib, Sunitinib, Sorafenib, Motesanib) anwenden, sollte Ihr Arzt sorgf√§ltig Ihre Krankheitserscheinungen beobachten und Ihre Schilddr√ľsenfunktion kontrollieren. Die Wirksamkeit von Levothyroxin kann vermindert sein, gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Dosis von Levothyroxin anpassen.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Thyronajod 125 Henning beeinflussen:

  • Salicylate, im Besonderen in Dosen h√∂her als 2,0 g/Tag, (fiebersenkende Arzneimittel und Schmerzmittel),
  • Dicumarol (blutgerinnungshemmendes Arzneimittel),
  • hohe Dosen (250 mg) Furosemid (harntreibendes Arzneimittel),
  • Clofibrat (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte).

Arzneimittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung oder zur Hormonersatztherapie:

Wenn Sie √∂strogenhaltige Hormonpr√§parate zur Schwangerschaftsverh√ľtung (‚ÄěPille‚Äú) einnehmen oder eine Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren erhalten, kann der Bedarf an Levothyroxin steigen.

Sertralin, Chloroquin/Proguanil, Lithium:

Sertralin (Arzneimittel gegen Depressionen) und Chloroquin/Proguanil (Arzneimittel bei Malaria und rheumatischen Erkrankungen) vermindern die Wirksamkeit von Levothyroxin.

Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) reduziert die Hormonfreisetzungsreaktion.

Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Barbiturate, Mittel, die Johanniskraut enthalten: Rifampicin (Antibiotikum), Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen),

Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen, Mittel gegen Herzrhythmusstörungen), Barbiturate (Arzneimittel bei Krampfanfällen, zur Narkose, bestimmte Schlafmittel) und Mittel, die Johanniskraut enthalten (Mittel zur Behandlung von Depressionen, Angst und Schlafstörungen) können die Wirkung von Levothyroxin abschwächen.

Protease-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen):

Wenn Sie gleichzeitig Levothyroxin und Protease-Inhibitoren (Lopinavir, Ritonavir) anwenden, sollte Ihr Arzt sorgf√§ltig Ihre Krankheitserscheinungen beobachten und Ihre Schilddr√ľsenfunktion kontrollieren. Es kann zu einem Verlust der Wirkung von Levothyroxin kommen, wenn dieses gleichzeitig mit Lopinavir/Ritonavir angewendet wird.

H√∂here Dosen Kaliumiodid in Verbindung mit kaliumsparenden, harntreibenden Mitteln (Diuretika): Diese Kombinationen k√∂nnen zu einem erh√∂hten Kaliumspiegel (Hyperkali√§mie) f√ľhren.

Thiocyanat, Perchlorat, Quabain:

Substanzen wie Thiocyanat (enthalten in Kohl- und Bohnenarten), Perchlorat (zur Behandlung einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion) oder Quabain (zur Behandlung von Herzkrankheiten) k√∂nnen die Iodaufnahme der Schilddr√ľse hemmen.

Einnahme von Thyronajod 125 Henning zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Wenn Ihre Ernährung sojahaltig ist, muss Ihr Arzt eventuell die Dosis von Thyronajod 125 Henning anpassen, besonders zu Beginn und nach Beendigung einer solchen Ernährungsweise. Sojahaltige Produkte können die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm beeinträchtigen und damit dessen Wirksamkeit vermindern.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Eine korrekte Behandlung mit Schilddr√ľsenhormonen ist w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit besonders wichtig f√ľr die Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes. Sie muss deshalb konsequent und unter Aufsicht des behandelnden Arztes fortgesetzt werden. Bisher sind trotz umfangreicher Anwendungen w√§hrend der Schwangerschaft keine unerw√ľnschten Wirkungen von Levothyroxin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des ungeborenen oder neugeborenen Kindes bekannt geworden.

Lassen Sie Ihre Schilddr√ľsenfunktion sowohl w√§hrend als auch nach einer Schwangerschaft kontrollieren. Gegebenenfalls muss Ihr Arzt die Dosis anpassen, da w√§hrend einer Schwangerschaft der Bedarf an Schilddr√ľsenhormon durch den erh√∂hten Blutspiegel an √Ėstrogen (weibliches Geschlechtshormon) steigen kann.

Die w√§hrend der Stillzeit in die Muttermilch √ľbergehende Menge an Schilddr√ľsenhormon ist selbst bei hoch dosierter Levothyroxin-Therapie sehr gering und daher unbedenklich.

Bei einer Anwendung von Iodpr√§paraten mit Dosierungen bis zu 200 ¬Ķg t√§glich sind in der Schwangerschaft und Stillzeit bisher keine Risiken bekannt geworden.

Eine Unterfunktion oder eine √úberfunktion der Schilddr√ľse haben wahrscheinlich einen Einfluss auf die Fortpflanzungsf√§higkeit. Bei der Behandlung von Patienten mit Schilddr√ľsenunterfunktion muss die Dosis von Thyronajod 125 Henning anhand der Laborergebnisse eingestellt werden, da eine unzureichende Dosis die Schilddr√ľsenunterfunktion nicht verbessern kann und eine √úberdosierung eine Schilddr√ľsen√ľberfunktion verursachen kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgef√ľhrt, die untersuchen, ob die Einnahme von Thyronajod 125 Henning Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und Ihre F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst.

Thyronajod 125 Henning enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Thyronajod 125 Henning immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die f√ľr Sie erforderliche Tagesdosis wird von Ihrem behandelnden Arzt unter Ber√ľcksichtigung von Kontrolluntersuchungen, Alter und K√∂rpergewicht festgelegt. Ohne Wissen des Arztes darf die Dosis von Thyronajod 125 Henning nicht ver√§ndert oder etwa die Behandlung eingestellt werden, auch nicht bei einer Schwangerschaft.

Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

  • Wenn bei Ihnen ein einfacher Kropf (Vergr√∂√üerung der Schilddr√ľse) vorliegt, nehmen Sie t√§glich 1 Tablette ein.
  • Zur Verh√ľtung einer erneuten Kropfbildung nach einer medikament√∂sen Behandlung, nach einer Schilddr√ľsenoperation oder nach einer Radioiodtherapie nehmen Sie ebenfalls t√§glich 1 Tablette ein.

√Ąltere Patienten, Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe, Patienten mit Schilddr√ľsenunterfunktion

Bei √§lteren Patienten, bei Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe und bei Patienten mit schwerer oder lang bestehender Schilddr√ľsenunterfunktion wird die Behandlung mit Schilddr√ľsenhormonen besonders vorsichtig begonnen (niedrige Anfangsdosis, die dann unter h√§ufigen Schilddr√ľsenhormonkontrollen langsam und in gr√∂√üeren Zeitabst√§nden gesteigert wird).

Patienten mit niedrigem Körpergewicht und Patienten mit einem großen Kropf
Erfahrungsgemäß ist auch bei Patienten mit niedrigem Körpergewicht und bei Patienten mit einem großen Kropf eine geringere Dosis ausreichend.

Art der Anwendung
Nehmen Sie bitte die Tablette morgens n√ľchtern mindestens eine halbe Stunde vor dem Fr√ľhst√ľck unzerkaut mit reichlich Fl√ľssigkeit, vorzugsweise mit einem Glas Wasser, ein. Der Wirkstoff wird auf n√ľchternen Magen besser aufgenommen als vor oder nach einer Mahlzeit.

Dauer der Anwendung
Ihr behandelnder Arzt bestimmt die Dauer der Behandlung.

Wenn Sie eine größere Menge von Thyronajod 125 Henning eingenommen haben, als Sie sollten

Die Zeichen einer √úberdosierung sind unter Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú beschrieben. Bitte suchen Sie beim Auftreten solcher Beschwerden Ihren Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Thyronajod 125 Henning vergessen haben

Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, holen Sie die versäumte Dosis nicht nach, sondern verbleiben Sie im festgelegten Rhythmus.

Wenn Sie die Einnahme von Thyronajod 125 Henning abbrechen

Sie d√ľrfen auf keinen Fall die Behandlung mit Thyronajod 125 Henning eigenm√§chtig ver√§ndern, unterbrechen oder vorzeitig beenden, da sonst Ihre Beschwerden wieder auftreten k√∂nnen.

Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Unvertr√§glichkeiten oder eine √Ąnderung in Ihrem Krankheitsbild eintreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

√úberempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Thyronajod 125 Henning

Im Falle der Überempfindlichkeit gegen Levothyroxin oder einen der sonstigen Bestandteile von Thyronajod 125 Henning kann es zu allergischen Reaktionen an der Haut oder im Bereich der Atemwege kommen (entweder sofort oder innerhalb weniger Tage nach Anwendung des Arzneimittels), die lebensbedrohlich sein können. Als Symptome können z. B. Ausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Anschwellen des Gesichts, der Lippen, des Halses oder der Zunge auftreten. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder begeben Sie sich schnellstmöglich in die nächste Notfallambulanz.

Bei Iod√ľberempfindlichkeit kann die Einnahme von Thyronajod 125 Henning zu folgenden Beschwerden f√ľhren:

In diesem Fall ist nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt die Tabletteneinnahme zu beenden.

Unverträglichkeit der Dosisstärke, Überdosierung

Wird im Einzelfall die Dosisst√§rke nicht vertragen oder liegt eine √úberdosierung vor, so k√∂nnen, besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, die typischen Erscheinungen einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreoidismus) auftreten.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Herzklopfen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Herzrasen (Tachykardie)
  • Nervosit√§t

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

erhöhter Hirndruck (besonders bei Kindern)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • √úberempfindlichkeit
  • Herzrhythmusst√∂rungen
  • mit Engegef√ľhl in der Brust einhergehende Schmerzen (pektangin√∂se Beschwerden)
  • allergische Hautreaktionen (z. B. Angio√∂dem [Atembeschwerden oder Anschwellen des Gesichts, der Lippen, des Halses oder der Zunge], Ausschlag, Nesselsucht)
  • innere Unruhe
  • Muskelschw√§che, Muskelkr√§mpfe
  • Knochenschwund (Osteoporose) bei hohen Dosen Levothyroxin, insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren, haupts√§chlich bei einer Behandlung √ľber einen langen Zeitraum
  • Hitzegef√ľhl, Hitzeunvertr√§glichkeit, Kreislaufkollaps bei Fr√ľhgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht (siehe unter 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • St√∂rungen der Regelblutung
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • √úbelkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Zittern (Tremor)
  • √ľberm√§√üiges Schwitzen
  • Fieber

Teilen Sie das Auftreten solcher Nebenwirkungen Ihrem Arzt mit. Er wird bestimmen, ob die Tagesdosis herabgesetzt oder die Tabletteneinnahme f√ľr mehrere Tage unterbrochen werden soll. Sobald die Nebenwirkung verschwunden ist, kann die Behandlung mit vorsichtiger Dosierung wieder aufgenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich

auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Nicht √ľber 25 ¬ļC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Thyronajod 125 Henning enthält

Die Wirkstoffe sind Levothyroxin-Natrium und Kaliumiodid.

1 Tablette enth√§lt 125 ¬Ķg Levothyroxin-Natrium und 196,2 ¬Ķg Kaliumiodid, entsprechend 150 ¬Ķg Iodid(ionen).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Leichtes, basisches Magnesiumcarbonat, Maisstärke, vorverkleisterte Stärke (Mais), mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, hydriertes Rizinusöl, Natriumthiosulfat (Ph. Eur.).

Wie Thyronajod 125 Henning aussieht und Inhalt der Packung

Thyronajod 125 Henning sind wei√üe, runde Tabletten, die auf der einen Seite eine Bruchkerbe und auf beiden Seiten die Kennung ‚Äě4T‚Äú haben.

Bitte beachten Sie, dass die Bruchkerbe nur zum Teilen der Tablette f√ľr ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen dient.

Thyronajod 125 Henning ist in Packungen mit 25, 28 (Kalenderpackung), 50, 98 (Kalenderpackung), 100, 280 und 500 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

F√ľr Patienten, die eine niedrigere oder h√∂here Levothyroxin-Dosis ben√∂tigen, steht Thyronajod auch als Tabletten mit niedrigerem und h√∂herem Wirkstoffgehalt zur Verf√ľgung.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main Postanschrift:

Postfach 80 08 60

65908 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 52 52 010

Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

((ALTERNATIVER HERSTELLER:))

Sanofi-Aventis S.A., Josep Pla, 2, 08019 Barcelona, Spanien

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Thyronajod 125 Henning - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Levothyroxin-Natrium Kaliumiodid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden