Levo-Methasan 2,5 mg Tabletten

Abbildung Levo-Methasan 2,5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Levomethadon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 27.11.2019
ATC Code N07BC05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung von Suchterkrankungen

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Levomethadon HEXAL 20 mg Tabletten Levomethadon Hexal Aktiengesellschaft
Levo-Methasan 20 mg Tabletten Levomethadon G.L. Pharma GmbH
Levomethadon-neuraxpharm 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen Levomethadon neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Levomethadon Molteni 5 mg/ml Lösung zum Einnehmen Levomethadon L. Molteni & C. Dei Fratelli Alitti
Levo-Methasan 30 mg Tabletten Levomethadon G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Levo-Methasan ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Opioide. Der Wirkstoff ist Levomethadonhydrochlorid.

Levo-Methasan wird angewendet zur Drogenersatzbehandlung von Erwachsenen mit Opiat- /Opioidabhängigkeit.

Die Drogenersatztherapie, auch Substitutionstherapie genannt, erfolgt unter intensiver ärztlicher und psychosozialer Betreuung.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Levo-Methasan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Levomethadonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie gleichzeitig Monoaminoxidasehemmer (Arzneimittel gegen Parkinson-Krankheit oder Depressionen) anwenden oder diese vor weniger als zwei Wochen abgesetzt haben,
  • wenn Sie Arzneimittel anwenden, die die Wirkung von Levo-Methasan aufheben oder beeinflussen k√∂nnen, wie Pentazocin und Buprenorphin: Jedoch d√ľrfen diese Arzneimittel zur Behandlung einer √úberdosierung von Levo-Methasan angewendet werden.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt 2. unter ‚ÄěEinnahme von Levo-Methasan zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levo-Methasan einnehmen, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Ihr Arzt wird die Behandlung nur dann vornehmen, wenn sie unerlässlich ist. Dies gilt insbesondere bei

  • Schwangerschaft und Stillzeit,
  • Bewusstseinsst√∂rungen,
  • gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die bestimmte Hirnfunktionen (z.B. die Kontrolle der Atmung) d√§mpfen (siehe auch ‚ÄěEinnahme von Levo-Methasan zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú und ‚ÄěEinnahme von Levo-Methasan zusammen mit Getr√§nken und Alkohol‚Äú),
  • gleichzeitiger Anwendung von Levo-Methasan und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln. Diese erh√∂ht das Risiko f√ľr Benommenheit, Beeintr√§chtigung der Atmung (Atemdepression) und Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur dann in Erw√§gung gezogen werden, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht in Frage kommen. Wenn Ihr Arzt jedoch Levo-Methasan zusammen mit sedierenden Arzneimitteln verordnet, sollten die Dosis und die Dauer der gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Arzneimittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu informieren, bei Ihnen auf die oben genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn derartige Symptome bei Ihnen auftreten.
  • Krankheiten, bei denen eine Beeintr√§chtigung Ihrer Atmung vermieden werden muss, wie
    • Asthma,
    • Lungenerkrankungen mit chronisch verengten Atemwegen,
    • Herzschw√§che, bedingt durch eine schwere Lungenerkrankung,
    • m√§√üiger bis schwerer Beeintr√§chtigung der Atmung und Atemnot,
    • zu niedrigem Sauerstoffgehalt im Blut,
    • erh√∂htem Kohlendioxidgehalt im Blut.

Bei diesen Erkrankungen kann bereits bei √ľblichen Dosen von Levo-Methasan das Atmen erschwert werden bis hin zum Atemstillstand. Insbesondere, wenn Sie zu Allergien neigen, sind Verschlechterungen eines bereits bestehenden Asthmas oder von Hautausschl√§gen und Blutbildver√§nderungen m√∂glich.

  • erh√∂htem Hirndruck: Dieser kann verst√§rkt werden.
  • niedrigem Blutdruck bei Fl√ľssigkeitsmangel,
  • Prostatavergr√∂√üerung mit unvollst√§ndiger Entleerung der Harnblase,
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse,
  • Gallenwegserkrankungen,
  • Darmerkrankungen mit Verengungen und Entz√ľndungen des Darms,
  • Ph√§ochromozytom, einem hormonbildenden Tumor der Nebenniere,
  • Unterfunktion der Schilddr√ľse,

Suizidgefährdung:

Suizidversuche mit Opiaten, vor allem in Verbindung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva), Alkohol und weiteren Arzneimitteln, wie z.B. Benzodiazepinen, gehören zum Krankheitsbild der Substanzabhängigkeit. Suchen Sie Ihren Arzt oder eine spezialisierte Beratungsstelle auf, wenn Sie mit einem Beikonsum solcher Arzneimittel nicht aufhören können.

  • schweren Erkrankungen des Bauchraums:
    Die Behandlung mit Levo-Methasan kann sogar schwere Krankheitszust√§nde im Bauchraum verschleiern. Bei ersten Anzeichen einer Erkrankung des Bauchraums m√ľssen Sie sich bis zur genauen Ursachenkl√§rung regelm√§√üig √§rztlich √ľberwachen lassen.
  • Patienten mit Herzrhythmusst√∂rungen oder einer verl√§ngerten Herzkammeraktivit√§t, die als Verl√§ngerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, oder Unregelm√§√üigkeiten im Mineralhaushalt, insbesondere bei erniedrigtem Kaliumgehalt im Blut.
    Bestimmte Opiate, wie Levomethadon, können die Herzreizleitung beeinflussen
    (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG). Das kann eine gefährliche
    Herzrhythmusst√∂rung (zu rascher, unrhythmischer Herzschlag, ‚ÄěTorsade de pointes‚Äú) zur
    Folge haben. Bei unregelmäßigem Herzschlag oder Ohnmachtsanfällen informieren Sie sofort Ihren Arzt.
  • Behandlung mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusst√∂rungen der Klassen I und III,
  • verlangsamtem Herzschlag.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levo-Methasan einnehmen, wenn Sie an einer Funktionsstörung der Nebenniere leiden. Ihre Behandlung sollte mit Vorsicht erfolgen.

Weitere Hinweise

Vermeiden Sie Drogen- und Arzneimittelmissbrauch w√§hrend der Behandlung, da dies zu lebensbedrohlichen Zwischenf√§llen f√ľhren kann. Ihr Arzt kann Urinuntersuchungen durchf√ľhren, um einen eventuellen Drogenbeikonsum festzustellen.

Levo-Methasan kann bei längerer und wiederholter Anwendung eine körperliche und geistige Abhängigkeit sowie eine Toleranz (Gewöhnung mit Wirkungsverlust) verursachen.

Doping
Die Anwendung von Levomethadon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Levomethadon als Dopingmittel kann die Gesundheit gef√§hrden.

Einnahme von Levo-Methasan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Der tägliche Bedarf an Levo-Methasan kann sich durch die Einnahme von anderen Arzneimitteln verändern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Anzeichen einer verstärkten Wirkung oder Entzugserscheinungen von Levo-Methasan bemerken.

Weitere Informationen zu diesen beiden Aspekten finden Sie im drittletzten Abschnitt des Abschnitts 3. und zu Beginn des Abschnitts 4.

Folgende Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Levo-Methasan eingenommen werden:

  • Monoaminoxidasehemmer: Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder Parkinson- Krankheit.
    Diese Arzneimittel m√ľssen mindestens 14 Tage vor der Behandlung mit Levo-Methasan abgesetzt werden. Ansonsten k√∂nnen lebensbedrohliche d√§mpfende oder erregende Wirkungen auf Atmung und Kreislauf auftreten.
  • Pentazocin, Buprenorphin: Arzneimittel zur Behandlung starker Schmerzen.
    Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levo-Methasan sind Entzugserscheinungen m√∂glich. Buprenorphin darf fr√ľhestens 20 Stunden nach Absetzen von Levo-Methasan angewendet werden.
    Ausnahmsweise d√ľrfen diese Arzneimittel gleichzeitig mit Levo-Methasan angewendet werden, wenn sie zur Behandlung einer Levo-Methasan-√úberdosierung dienen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, da sie die Wirkung von Levo-Methasan beeinflussen können:

  • Andere Arzneimittel, die bestimmte Hirnfunktionen (z.B. die Kontrolle der Atmung) d√§mpfen, wie
    • starke Schmerzmittel, einschlie√ülich Opioide,
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychiatrischen Beschwerden, deren Wirkstoffe meist auf ‚Äě-azin‚Äú enden, wie Phenothiazin,
    • Beruhigungsmittel und Schlafmittel, sogenannte Benzodiazepine, deren Wirkstoffe √ľblicherweise auf "-zepam" enden, wie Diazepam, Flunitrazepam und anderen Schlafmittel,
    • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, sogenannte Barbiturate, deren Wirkstoffe meist auf ‚Äě-tal‚Äú enden, wie Phenobarbital,
    • Narkosemittel oder
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sogenannte trizyklische Antidepressiva (z.B. Trimipramin und Doxepin).
      Bei gleichzeitiger Anwendung kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkung
      auf die Hirnfunktionen kommen und so z.B. zu Benommenheit oder zu flacher und geschw√§chter Atmung (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). Halten Sie sich bitte genau an die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes.
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sogenannte selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer, z.B. Sertralin, Fluvoxamin, Fluoxetin und Paroxetin),
    • Arzneimittel zur Behandlung von zu hohem Blutdruck (z.B. Reserpin, Clonidin, Urapidil und Prazosin),
    • Cimetidin, ein Arzneimittel zur Verringerung der Magens√§urebildung,
    • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol, Fluconazol),
    • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (z.B. der Klassen I und III wie Amiodaron),
    • orale Kontrazeptiva (‚ÄěAntibabypille‚Äú),
    • Carbamazepin und Phenytoin, Arzneimittel gegen Epilepsie,
    • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter bakterieller Erkrankungen, wie Rifampicin, sogenannte Makrolidantibiotika, Ciprofloxacin, Fusidins√§ure,
    • Arzneimittel, die Johanniskraut enthalten,
    • Spironolacton, ein Entw√§sserungsmittel (Diuretikum),
    • Arzneimittel, die die Vermehrung von HI-Viren hemmen (z.B. Efavirenz, Nevirapin, Nelfinavir, Ritonavir, Amprenavir, Didanosin, Stavudin und Zidovudin).

Einnahme von Levo-Methasan zusammen mit Getränken und Alkohol

Trinken Sie w√§hrend der Einnahme von Levo-Methasan keinen Alkohol. Alkohol kann die Wirkung unvorhersehbar verst√§rken und zu einer schwerwiegenden Vergiftung mit Anzeichen wie Benommenheit, flacher und geschw√§chter Atmung sowie Koma, auch mit t√∂dlichem Ausgang, f√ľhren.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Levo-Methasan kann während der Schwangerschaft nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch einen Arzt angewendet werden, vorzugsweise unter Aufsicht in einem darauf spezialisierten medizinischen Zentrum.

Eine Dosiserh√∂hung auf eine bis zu zweimal t√§gliche Einnahme kann erforderlich sein, um die Wirksamkeit bei der sich im Verlauf der Schwangerschaft √§ndernden Stoffwechsellage zu erhalten. Die Langzeiteinnahme w√§hrend der Schwangerschaft kann zur Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit des F√∂tus f√ľhren, sowie nach der Geburt zu Entzugserscheinungen, die oft station√§r behandelt werden m√ľssen.

Stillzeit
Levo-Methasan wird in die Muttermilch ausgeschieden. Ihr Arzt entscheidet, ob während der Substitutionsbehandlung gestillt werden darf.

Fortpflanzungsfähigkeit
Es wurde berichtet, dass Methadon bei m√§nnlichen Patienten unter Erhaltungstherapie zu sexuellen Funktionsst√∂rungen f√ľhren kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Levo-Methasan kann Ihr Reaktionsverm√∂gen ver√§ndern, sodass Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt sind.

Ihr Arzt entscheidet, ob Sie Fahrzeuge f√ľhren, Maschinen bedienen oder andere gefahrvolle T√§tigkeiten ausf√ľhren d√ľrfen. Er wird dabei Ihr Reaktionsverm√∂gen und Ihre Dosierung von Levo- Methasan ber√ľcksichtigen.

Levomethasan enthält Lactose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Levo-Methasan erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosis wird vom Arzt individuell eingestellt und richtet sich nach Ihrem Empfinden und Ihrer jeweiligen Situation.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, betr√§gt die √ľbliche Dosis:

  • Anfangsdosis
    Am Morgen des ersten Tages erhalten Sie eine Dosis von 15 bis 20 mg Levomethadonhydrochlorid. In Abhängigkeit von der Wirkung dieser Anfangsdosis erhalten Sie möglicherweise am Abend des ersten Tages eine zusätzliche Dosis von 10 bis 25 mg Levomethadonhydrochlorid.
  • Tagesdosis
    Innerhalb von 1 bis 6 Tagen wird Ihre Anfangsdosis auf eine einmal morgens einzunehmende Tagesdosis umgestellt. Diese Umstellung erfolgt in Schritten von 5 mg Levomethadonhydrochlorid pro Tag.
    Bei Auftreten von Entzugssymptomen kann der Arzt Ihre Dosis täglich um jeweils 5 bis 10 mg Levomethadonhydrochlorid erhöhen.
    Die Tagesdosis kann bis zu 60 mg Levomethadonhydrochlorid betragen. In begr√ľndeten F√§llen kann die Tagesdosis wesentlich h√∂her liegen. Es ist immer die niedrigste m√∂gliche Erhaltungsdosis anzustreben.
  • Beendigung der Behandlung
    Die Beendigung der Behandlung muss √ľber mehrere Wochen bis Monate erfolgen. Dabei wird die Dosis in m√∂glichst kleinen Schritten reduziert. Falls erforderlich, kann zum Ausschleichen der Therapie auch auf eine Levomethadon-L√∂sung umgestellt werden.

√Ąltere Menschen und Patienten mit eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion:

Ihr Arzt wird eine verringerte Dosis verordnen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

Die Einnahme von Levo-Methasan wird aufgrund unzureichender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die verordnete Dosis sofort nach Erhalt mit einem Glas Wasser ein.

Die Tabletten d√ľrfen erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Blisterpackung entnommen werden. Die Tabletten d√ľrfen nicht vorzeitig f√ľr eine sp√§tere Einnahme aus der Packung entnommen werden.

Levo-Methasan ist ausschließlich zum Einnehmen bestimmt.

Das missbr√§uchliche Spritzen von Levo-Methasan in eine Vene nach Aufl√∂sen der Tablette f√ľhrt zu √úberdosierung und lebensbedrohenden Nebenwirkungen, wie

  • Blutvergiftung,
  • Venenentz√ľndungen,
  • Verschluss der Blutgef√§√üe in der Lunge durch ein Blutgerinnsel.

Dauer der Anwendung

Ihr Arzt bestimmt Ihre Behandlungsdauer. Diese richtet sich nach dem Therapieverlauf und Ihrem Empfinden und ist daher zeitlich nicht begrenzt. Ziel Ihrer Behandlung ist es aber, dass Sie vollständig auf Drogen verzichten.

Wenn Sie eine größere Menge von Levo-Methasan eingenommen haben, als Sie sollten

Rufen Sie bereits bei einem Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt!

Halten Sie zur Information des Arztes diese Packungsbeilage bereit. Der Arzt wird unverz√ľglich notfallmedizinische Ma√ünahmen ergreifen.

Zeichen einer √úberdosierung sind:

  • ‚Äěsich komisch f√ľhlen‚Äú,
  • schlechte Konzentrationsf√§higkeit,
  • Schl√§frigkeit,
  • Schwindelgef√ľhl im Stehen,
  • feuchtkalte Haut,
  • verminderte Atmung bis hin zur Blauf√§rbung der Lippen,
  • verlangsamter Herzschlag und niedriger Blutdruck,
  • stecknadelf√∂rmige Pupillen,
  • Erschlaffung der Skelettmuskulatur,
  • extreme Schl√§frigkeit mit Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma

Massive Vergiftungen k√∂nnen zu Atemstillstand, Kreislaufversagen, Herzstillstand und zum Tod f√ľhren.

Die Einnahme von Levo-Methasan durch Personen, die nicht daran gew√∂hnt sind, kann zum Tod durch Atemstillstand f√ľhren. Dies gilt f√ľr:

  • Kinder bis 5 Jahren ab einer Dosis von 0,5 mg Levomethadonhydrochlorid,
  • √§ltere Kinder ab einer Dosis von 1,5 mg Levomethadonhydrochlorid,
  • nicht an Opioide gew√∂hnte Erwachsene ab einer Dosis von 10 mg Levomethadonhydrochlorid.

Geben Sie Levo-Methasan niemals an andere Personen weiter!

Wenn Sie die Einnahme von Levo-Methasan vergessen haben

Holen Sie die Einnahme nur am gleichen Tag nach, wenn Sie weniger Levo-Methasan als verordnet eingenommen haben und Entzugserscheinungen auftreten. Erhöhen Sie unter keinen Umständen Ihre Tagesdosis! Informieren Sie Ihren Arzt, wenn nach Einnahme einer geringeren Menge Levo-Methasan keine Entzugssymptome aufgetreten sind, damit Ihre Tagesdosis angepasst werden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Levo-Methasan abbrechen

Sie d√ľrfen die Behandlung nach l√§nger dauernder Einnahme nicht pl√∂tzlich unterbrechen oder abbrechen. Pl√∂tzliches Absetzen von Levo-Methasan kann zu schwerwiegenden bis lebensbedrohlichen Entzugserscheinungen f√ľhren. Eine l√§ngerfristige Behandlung muss langsam beendet werden.

Bitte sprechen Sie jede gew√ľnschte √Ąnderung der Behandlung mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Entzugserscheinungen treten häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) zu Beginn der Therapie auf:

  • Angstzust√§nde,
  • Appetitlosigkeit,
  • unwillk√ľrliches Muskelzucken,
  • Depression,
  • Darmkr√§mpfe, Unterleibskr√§mpfe,
  • √úbelkeit, Erbrechen,
  • Durchfall,
  • Fieber, wechselweise Fr√∂steln und Hitzewallungen,
  • G√§hnen,
  • G√§nsehaut,
  • Gewichtsverlust,
  • beschleunigter Herzschlag,
  • laufende Nase, Niesen,
  • erweiterte Pupillen,
  • Reizbarkeit,
  • Schl√§frigkeit,
  • k√∂rperliche Schmerzen,
  • Schw√§cheanf√§lle,
  • starkes Schwitzen,
  • verst√§rkter Tr√§nenfluss,
  • Unruhe und Zittern.

Andere mögliche Nebenwirkungen treten mit folgenden Häufigkeiten auf:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) bis gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • flache und geschw√§chte Atmung,
  • √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Gallenwegskr√§mpfe,
  • Herzklopfen, verlangsamter Herzschlag,
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit,
  • Benommenheit, D√§mpfung,
  • Nesselausschlag und andere Hautausschl√§ge, Juckreiz,
  • vermindertes sexuelles Verlangen und/oder Impotenz,
  • verminderte Harnmenge, St√∂rungen der Blasenentleerung,
  • Wasseransammlungen im Gewebe,
  • Schlaflosigkeit, Unruhe,
  • Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Schw√§cheanf√§lle,
  • gehobene und gedr√ľckte Stimmung,
  • Schwei√üausbr√ľche, Mundtrockenheit,
  • Sehst√∂rungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Gewichtszunahme.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) bis sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl,
  • Atemstillstand,
  • Herzstillstand,
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen,
  • St√∂rungen der Kreislauffunktion,
  • kurz andauernde Ohnmachten durch unregelm√§√üigen Herzschlag,
  • Schock,
  • Blutungen.

Hinweis

Nach Erreichen der regelmäßigen Tagesdosis können sich in einigen Wochen die Nebenwirkungen vermindern. Verstopfung und verstärktes Schwitzen bleiben oft bestehen und können durch geeignete Maßnahmen gemildert werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett/der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú bzw. ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Tablettenbehältnisse: Nach Anbruch nicht länger als 6 Monate verwenden. Lösungen aus aufgelösten Tabletten sind bis zu 3 Stunden stabil.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Levo-Methasan enthält

  • Der Wirkstoff ist Levomethadonhydrochlorid.
    Jede Tablette enthält 2,5 mg Levomethadonhydrochlorid, entsprechend 2,237 mg Levomethadon.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose vorverkleisterte St√§rke (Mais), Lactose-Monohydrat, Sucrose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Wie Levo-Methasan aussieht und Inhalt der Packung

Wei√üe bis gebrochen wei√üe, runde Tabletten, einseitig konvex mit der Pr√§gung ‚ÄěL2‚Äú auf einer Seite und Bruchkerbe auf der anderen Seite, mit einem Durchmesser von 7,1 ¬Ī 0,2 mm und einer Dicke von 2,8 ¬Ī 0,5 mm.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Levo-Methasan ist erhältlich als 2,5 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg, 30 mg Tablette.

Levo-Methasan ist in Blisterpackungen zu 7, 10, 12, 14, 20, 24, 28, 30, 33, 49, 50, 55, 56, 60, 75, 98 oder 100 Tabletten und in Tablettenbehältnisse mit kindergesichertem Verschluss mit 50, 100 oder 500 Tabletten erhältlich

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH Schlossplatz 1 8502 Lannach √Ėsterreich

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2019.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung

Bei Patienten mit niedriger oder unklarer Toleranzschwelle (z.B. nach Gef√§ngnisentlassung) sollte die Anfangsdosis 15 mg Levomethadonhydrochlorid nicht √ľberschreiten.

Levomethadon ist etwa doppelt so wirksam wie das Razemat Methadon.

Es gibt Hinweise darauf, dass der Abbau von Levomethadon bei Gabe von Methadon-Razemat verst√§rkt erfolgt, sodass dieses Verh√§ltnis m√∂glicherweise verschoben wird. Dies ist bei der Dosierung oder Umstellung auf Levomethadon zu ber√ľcksichtigen.

Vorsichtsmaßnahmen

Es wird generell empfohlen, vor Beginn der Behandlung und nach zwei Behandlungswochen sowie vor Dosiserh√∂hungen und als j√§hrliche Kontrolle die Herzfunktion mittels EKG auf Anzeichen f√ľr Herzrhythmusst√∂rungen zu pr√ľfen.

Maßnahmen bei Überdosierung

Es sind unverz√ľglich notfallmedizinische oder gegebenenfalls intensivmedizinische Ma√ünahmen erforderlich (z. B. Intubation und Beatmung). Zur Behandlung der Intoxikationssymptome k√∂nnen spezifische Opiat-Antagonisten (z. B. Naloxon) angewendet werden. Die Dosierung einzelner Opiatant-Agonisten unterscheidet sich voneinander (Produktinformation beachten!). Insbesondere ist zu bedenken, dass Levomethadon lang dauernde atemdepressive Wirkungen haben kann (bis zu 75 Stunden), w√§hrend die Opiat-Antagonisten viel k√ľrzer wirken (1 bis 3 Stunden). Nach Abklingen der antagonistischen Wirkungen k√∂nnen daher Nachinjektionen erforderlich sein. Ma√ünahmen zum Schutz vor W√§rmeverlusten und Volumenersatz k√∂nnen notwendig werden.

Bei oraler Levomethadon-Vergiftung darf eine Magensp√ľlung erst nach Antagonisierung durchgef√ľhrt werden. Ein Schutz der Atemwege durch Intubation ist sowohl bei der Durchf√ľhrung von Magensp√ľlungen als auch vor der Gabe von Antagonisten (Ausl√∂sen von Erbrechen m√∂glich) besonders wichtig. In der Therapie von Intoxikationen d√ľrfen Alkohol, Barbiturate, Bemegrid, Phenothiazine und Scopolamin nicht zur Anwendung kommen.

Levomethadon ist nicht dialysierbar.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Levo-Methasan 2,5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Levomethadon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 27.11.2019
ATC Code N07BC05
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Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung von Suchterkrankungen

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden