Wirkstoff(e) Metronidazol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.04.1999
Pharmakologische Gruppe Mittel gegen Amöbiasis und andere Protozoen-Erkrankungen

Zulassungsinhaber

Aristo Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Arilin 500 mg Metronidazol Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Metrocare 250 mg Tabletten f√ľr Hunde und Katzen Metronidazol Ecuphar NV
Metronidazol B. Braun 5mg/ml Infusionslösung Metronidazol B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
Metrobactin 250 mg Tabletten f√ľr Hunde und Katzen Metronidazol Le Vet. Beheer B.V.
Metronidazol Artesan-Drossapharm Metronidazol Drossapharm Arzneimittel Handelsgesellschaft mbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metronidazol Lindopharm ist ein Mittel gegen Parasiten (Schmarotzer), Protozoen (Urtierchen) und anaerobe (ohne Sauerstoff lebende) Bakterien.

Metronidazol Lindopharm wird angewendet bei

  • Trichomoniasis;
  • bakterieller Vaginose (Aminkolpitis, unspezifische Kolpitis);
  • Am√∂biasis;
  • Lambliasis (Giardiasis);
  • Infektionen (√úbertragungen, Ansteckungen) mit Beteiligung von Bakterien, die ohne Sauerstoff leben k√∂nnen (Anaerobier), besonders Infektionen, die von den weiblichen Geschlechtsorganen, vom Magen-Darm-Kanal sowie Hals-Nasen-Ohren- und Zahn-Mund-Kiefer-Bereich ausgehen;
  • vorbeugender Behandlung zum Schutz vor Infektionen bei operativen Eingriffen im weiblichen Geschlechtsbereich und im Magen-Darm-Kanal.

Erklärungen

Trichomoniasis ist eine Krankheit, die von einem Gei√üeltierchen, Trichomonas vaginalis, verursacht wird. Es kommt haupts√§chlich zu Entz√ľndungen der weiblichen Scheide und der m√§nnlichen Harnr√∂hre. Die Verbreitung erfolgt fast ausschlie√ülich durch Geschlechtsverkehr. Zur Erkennung der Krankheit wird ein Sekretabstrich angefertigt.

Bei bakterieller Vaginose ist die bakterielle Zusammensetzung, die nat√ľrlicherweise in der weiblichen Scheide vorkommt, ver√§ndert. Es kommt zu einer Entz√ľndung mit einem fisch√§hnlichen Geruch. Aminkolpitis und unspezifische Kolpitis sind andere Bezeichnungen f√ľr bakterielle Vaginose.

Am√∂biasis (Am√∂benruhr) ist eine Krankheit, die von einem wurzelf√ľ√üigen Urtierchen, Entamoeba histolytica, verursacht wird. Es kommt meist zu Leibschmerzen und schweren Durchf√§llen durch eine Infektion im Magen-Darm-Kanal. Dar√ľber hinaus kann es zu Befall anderer Organe kommen, wobei die Krankheit unbehandelt oft t√∂dlich verl√§uft. Zur Erkennung der Am√∂benruhr wird der Stuhl untersucht.

Lambliasis (Giardiasis) ist eine Krankheit, die von einem Geißeltierchen, Giardia lamblia, ausgeht. Durch eine Infektion im Magen-Darm-Kanal kommt es hauptsächlich zu wässrigen Durchfällen. Giardia lamblia wird im Stuhl nachgewiesen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metronidazol Lindopharm darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metronidazol, andere 5-Nitroimidazole (Gruppe, zu der auch Metronidazol gehört) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine Ausnahme besteht, wenn eine lebensbedrohliche Infektion vorliegt und andere Arzneimittel wirkungslos sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metronidazol Lindopharm einnehmen, wenn Sie an

  • schweren Lebersch√§den;
  • St√∂rungen der Blutbildung oder einer
  • Erkrankung von Gehirn, R√ľckenmark und Nerven leiden.

Fälle mit schwerer Hepatoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang wurden bei Patienten mit Cockayne-Syndrom bei Arzneimitteln beobachtet, die Metronidazol enthalten.

Falls Sie am Cockayne-Syndrom leiden, sollte Ihr Arzt w√§hrend der Behandlung mit Metronidazol und im Anschluss an die Behandlung ebenfalls Ihre Leberfunktion h√§ufig √ľberwachen.

Informieren Sie Ihren Arzt unverz√ľglich und setzen Sie die Einnahme von Metronidazol ab, falls Sie folgende Symptome entwickeln:

Bauchschmerzen, Anorexie, √úbelkeit, Erbrechen, Fieber, Unwohlsein, Erm√ľdung, Gelbsucht, dunklen Urin, hellgrauen oder wei√üen Stuhl oder Juckreiz.

Bei Trichomoniasis ist oft der Sexualpartner ebenfalls Träger der Trichomonaden, auch wenn bisher keine krankhaften Veränderungen aufgefallen sein sollten. Um wechselseitige Ansteckungen zu vermeiden, ist es notwendig, dass der Sexualpartner ebenfalls untersucht und gegebenenfalls behandelt wird. Auf Geschlechtsverkehr sollte während der Behandlung verzichtet werden.

Metronidazol Lindopharm sollte im 1. Schwangerschaftsdrittel nur bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden.

Die Behandlung mit Metronidazol Lindopharm oder einem anderen Nitroimidazol-haltigen Arzneimittel darf in der Regel 10 Tage nicht √ľberschreiten. Diese Frist darf nur in Einzelf√§llen bei besonders strenger Indikationsstellung (d. h. nach sorgf√§ltiger Abw√§gung durch Ihren Arzt bei Vorliegen schwerwiegender Gr√ľnde) √ľberschritten werden. Die Behandlung sollte m√∂glichst selten wiederholt werden. Die Begrenzung der Behandlungsdauer ist erforderlich, weil sich eine Sch√§digung menschlicher Keimzellen (m√∂gliche Sch√§digung des Erbguts) nicht ausschlie√üen l√§sst und weil in tierexperimentellen Studien (Versuchsreihen mit Tieren) eine Zunahme von bestimmten Tumoren (Geschw√ľlsten) gesehen wurde.

Sollte aus zwingenden Gr√ľnden Metronidazol Lindopharm l√§nger als die empfohlene Zeitdauer gegeben werden m√ľssen, wird empfohlen, dass regelm√§√üig Blutuntersuchungen, besonders die Bestimmung der Zahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozyten), durchgef√ľhrt werden.

Metronidazol Lindopharm nicht gleichzeitig mit Alkohol einnehmen (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěEinnahme von Metronidazol Lindopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken‚Äú).

Der Harn kann durch Metronidazol dunkel sein (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Einnahme von Metronidazol Lindopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Metronidazol Lindopharm?
Barbiturate/Phenytoin

Eine Wirkungsverminderung von Metronidazol Lindopharm tritt ein bei Gabe von Barbituraten (Arzneimittel mit Wirkstoffen wie Hexobarbital oder Phenobarbital, die gegen Schlafstörungen und Krampfanfälle sowie bei Narkose verwendet werden) und bei Gabe von Medikamenten mit Phenytoin (Wirkstoff gegen Krampfanfälle).

Silymarin/Silibinin

Eine Wirkungsverminderung von Metronidazol Lindopharm tritt ein bei Gabe bei Silymarin/Silibinin (Wirkstoffe zur Behandlung von Lebervergiftungen).

Cimetidin

Arzneimittel mit Cimetidin (Wirkstoff gegen Magenschleimhautentz√ľndung [Gastritis] sowie gegen Magen- und Darmgeschw√ľre) k√∂nnen sehr selten die Ausscheidung von Metronidazol beeintr√§chtigen und so die Wirkung von Metronidazol Lindopharm verst√§rken.

Diosmin

Arzneimittel mit Diosmin (Wirkstoff zur Behandlung von Venenerkrankungen) können sehr selten die Blutspiegel von Metronidazol erhöhen und so die Wirkung/Nebenwirkungen von Metronidazol Lindopharm verstärken.

Disulfiram

Die Gabe des Alkohol-Entw√∂hnungsmittels Disulfiram kann zu Verwirrtheitszust√§nden und bestimmten Geistesst√∂rungen (Psychosen) f√ľhren.

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Metronidazol Lindopharm beeinflusst?

Blutgerinnungshemmende Arzneimittel

Patienten, die mit bestimmten Medikamenten behandelt werden, die die Blutgerinnung hemmen (Antikoagulantien vom Cumarin-Typ, wie z. B. Phenprocoumon, Warfarin), m√ľssen gegebenenfalls neu eingestellt werden, weil durch Metronidazol Lindopharm die blutgerinnungshemmende Wirkung dieser Medikamente verst√§rkt wird.

Busulfan

Die Toxizität von Busulfan (Chemotherapeutikum) kann erheblich verstärkt werden.

Ciclosporin

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciclosporin (ein Arzneimittel, das die Immunreaktion unterdr√ľckt bzw. abschw√§cht) und Metronidazol Lindopharm kann der Ciclosporin-Serumspiegel erh√∂ht sein. Daher sind die Serumwerte f√ľr Ciclosporin und Kreatinin engmaschig zu √ľberwachen.

Amiodaron

Die gleichzeitige Anwendung mit Metronidazol und Amiodaron (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen) kann zu einer Beeinflussung der Herzt√§tigkeit f√ľhren. Daher soll die Herzt√§tigkeit regelm√§√üig im EKG √ľberwacht werden. Suchen Sie einen Arzt auf, sobald Sie Anzeichen einer Herzrhythmusst√∂rung, wie Benommenheit, sp√ľrbare Herzschlagsver√§nderung oder eine kurzfristige Ohnmacht bemerken.

5-Fluorouracil

Die Toxizität von 5-Fluorouracil (ein Chemotherapeutikum zur Behandlung von Tumoren) erhöht sich, da bei gleichzeitiger Gabe von Metronidazol Lindopharm die Ausscheidung von 5-Fluorouracil verringert ist.

Tacrolimus

Die gleichzeitige Verabreichung mit Metronidazol f√ľhrt zu einem Anstieg des Blutspiegels von Tacrolimus (Mittel zur Beeinflussung des Immunsystems). Lassen Sie daher Ihren Tacrolimus- Blutspiegel und die Nierenfunktion h√§ufig kontrollieren.

Lithium

Die Gabe von Arzneimitteln mit Lithium (Wirkstoff, der bei bestimmten Formen euphorischer oder bedr√ľckter Verstimmung [manisch-depressive Zust√§nde] gegeben wird) ist Vorsicht geboten, weil hiernach ein Ansteigen des Lithiums im Blut beobachtet wurde (Gefahr einer Lithiumvergiftung mit Zittern und Krampfanf√§llen).

Arzneimittel zur Empf√§ngnisverh√ľtung

In Ausnahmef√§llen k√∂nnen einige Antibiotika (zu denen auch Metronidazol gez√§hlt wird) die Wirkung von Arzneimitteln zur Empf√§ngnisverh√ľtung (Kontrazeptiva) vermindern.

Mycophenolatmofetil

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Antibiotika kann die Verf√ľgbarkeit von Mycophenolatmofetil (ein Arzneistoff der die Wirkung des Immunsystems unterdr√ľckt) im K√∂rper verringert sein. Daher wird eine gleichzeitige √úberwachung durch Laborkontrollen empfohlen.

Beeinflussung von Laboruntersuchungen

Metronidazol Lindopharm beeinflusst Messungen von Triglyceriden, Glukose, LDH, GOT und GPT.

Einnahme von Metronidazol Lindopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Bitte trinken Sie während der Einnahme von Metronidazol Lindopharm und bis zu 48 Stunden nach Abschluss Ihrer Behandlung keinen Alkohol, da sonst Unverträglichkeitserscheinungen auftreten können, wie z. B. Hautrötungen im Bereich des Kopfes und Nackens, Hitzewallungen, sehr rascher oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen), Magenschmerzen sowie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Die Sicherheit der Anwendung von Metronidazol in der Schwangerschaft ist nicht ausreichend belegt. Metronidazol Lindopharm sollte im 1. Schwangerschaftsdrittel nur bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt werden.

Im 2. und 3. Drittel der Schwangerschaft kann Metronidazol Lindopharm nach sorgfältiger Abwägung durch Ihren Arzt auch bei weniger schweren Infektionen eingesetzt werden, wobei während der Schwangerschaft die lokale Darreichungsform bevorzugt werden sollte.

Stillzeit
Metronidazol geht in die Muttermilch √ľber und ein gesundheitliches Risiko f√ľr den gestillten S√§ugling kann nicht ausgeschlossen werden. Bei der Anwendung von Metronidazol Lindopharm in der Stillzeit sollte das Stillen unterbrochen und die Milch abgepumpt und verworfen werden. Das Stillen sollte erst 2-3 Tage nach Beendigung der Behandlung wieder begonnen werden.

Fortpflanzungsfähigkeit
Studien an Tieren ergaben Hinweise auf sch√§dliche Wirkungen in Bezug auf die m√§nnliche Zeugungsf√§higkeit, allerdings nur in sehr hohen Dosierungen, die weit √ľber der maximalen empfohlenen Dosis f√ľr Menschen lagen (siehe 5.3).

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Besonders zu Behandlungsbeginn kann Metronidazol Lindopharm Ihr Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigen. Sie k√∂nnen dann auf unerwartete und pl√∂tzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrst√ľchtigkeit noch weiter verschlechtert!

Metronidazol Lindopharm enthält Lactose

Jede Tablette Metronidazol Lindopharm enth√§lt 204,3 mg Lactose (als Lactose-Monohydrat). Bitte nehmen Sie Metronidazol Lindopharm daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Metronidazol Lindopharm ist ein Arzneimittel, dessen Einnahmemenge je nach Art und Schwere der Erkrankung f√ľr den einzelnen Patienten in sehr unterschiedlicher H√∂he festzusetzen ist. Die t√§gliche Tablettenanzahl und die Einnahmedauer werden von Ihrem Arzt festgelegt. Beides darf von Ihnen nicht ohne sein Wissen ge√§ndert werden.

Die folgenden Angaben sind Durchschnittswerte und gelten nur, soweit Metronidazol Lindopharm von Ihrem Arzt nicht anders verordnet wird.

Die empfohlene Dosis beträgt

Erwachsene

Die t√§gliche Einnahmemenge kann eine ¬Ĺ bis maximal 5 Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 0,2 g bis 2 g Metronidazol) betragen. Gew√∂hnlich werden die Tabletten 2- bis 3 - mal t√§glich (im Abstand von 12 bzw. 8 Stunden) eingenommen.

Unkomplizierte Infektionen (Ansteckungen, die bei Behandlung meist schnell und ohne Folgen verheilen)
Bei einer niedrigen t√§glichen Einnahmemenge von 1 ¬Ĺ Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 0,6 g Metronidazol) oder weniger ist eine mehrt√§gige Behandlung (5 bis 7 Tage) erforderlich.

Bei einer h√∂heren Einnahmemenge von 2 ¬Ĺ bis 5 Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 1 g bis 2 g Metronidazol) pro Tag kann eine kurze Behandlungsdauer (1 bis 3 Tage) ausreichend sein.

Bakterielle Vaginose und Trichomoniasis bei Erwachsenen
Behandlung durch eine Einmalgabe von 5 Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 2 g Metronidazol) möglich.

Alternativ bei

  • bakterieller Vaginose
    2 ¬Ĺ Tabletten (entsprechend 1 g Metronidazol) pro Tag (aufgeteilt in 2-3 Einzeldosen) f√ľr insgesamt 7 Tage
  • Trichomoniasis (insbesondere in hartn√§ckigen F√§llen)
2-2

¬Ĺ (-4) Tabletten (entsprechend 0,8-1 (-1,6) g Metronidazol) pro Tag (aufgeteilt in

2-3 Einzeldosen) f√ľr insgesamt 7 Tage

Um wechselseitige Ansteckungen bei einer Trichomoniasis zu vermeiden, ist es notwendig, dass der Sexualpartner ebenfalls untersucht und gegebenenfalls mit einem Metronidazol-haltigen Pr√§parat behandelt wird (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). Auf Geschlechtsverkehr sollte w√§hrend der Behandlung verzichtet werden. Komplizierten Infektionen (Ansteckungen, die auch bei sorgf√§ltiger Behandlung oft schwierig verheilen) wie

  • Entz√ľndung der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometritis)
  • Entz√ľndung der Eileiter oder Eierst√∂cke (Adnexitis)
  • Entz√ľndungen im Bereich von Z√§hnen, Mund und Kiefer Entz√ľndungen im Bereich von Hals, Nase und Ohren
  • Bauchfellentz√ľndung (Peritonitis) und
  • Eitergeschw√ľre (Abszessen) im Bauchraum

T√§gliche Einnahmemenge zu Anfang 4 bis 5 Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 1,6 g bis 2 g Metronidazol) und an den nachfolgenden Tagen 2 ¬Ĺ Tabletten (entsprechend 1 g Metronidazol) f√ľr 5 bis 7 Tage. Nur in Ausnahmef√§llen sollte die Einnahmemenge auf 3 ¬Ĺ Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 1,4 g Metronidazol) pro Tag gesteigert werden.

Die vorbeugende Behandlung sollte auf eine einmalige Gabe von 1 ¬Ĺ bis maximal 5 Tabletten Metronidazol Lindopharm (entsprechend 0,6 g bis 2 g Metronidazol) beschr√§nkt bleiben.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder √ľber 8 Wochen bis 12 Jahre erhalten zur Therapie von Infektionen, die durch anaerobe Bakterien verursacht sind, 20 mg bis 30 mg/kg K√∂rpergewicht einmal pro Tag als Einmaldosis oder aufgeteilt in 7,5 mg/kg alle 8 Stunden. Abh√§ngig vom Schweregrad kann die Dosis auf 40 mg/kg K√∂rpergewicht pro Tag erh√∂ht werden. Die Dauer der Behandlung betr√§gt √ľblicherweise 7 Tage. Kinder unter 8 Wochen erhalten zur Therapie von Infektionen, die durch anaerobe Bakterien verursacht sind, 15 mg/kg K√∂rpergewicht einmal pro Tag als Einmaldosis oder aufgeteilt in 7,5 mg/kg alle 12 Stunden.

Bei Neugeborenen unterhalb der 40. Schwangerschaftswoche kann eine Akkumulation von Metronidazol w√§hrend der ersten Lebenswoche auftreten. Die Metronidazol Konzentrationen im Serum sollten daher bevorzugt einige Tage nach der Therapie √ľberwacht werden.

Bei bakterieller Vaginose bei Heranwachsenden betr√§gt die Dosis zweimal t√§glich 400 mg Metronidazol (entsprechend zweimal t√§glich 1 Tablette) √ľber 5 bis 7 Tage oder 2 g Metronidazol (entsprechend 5 Tabletten) als Einmalgabe.

Bei urogenitaler Trichomoniasis erhalten Heranwachsende 2 g Metronidazol (entsprechend

5 Tabletten) als Einmalgabe oder zweimal t√§glich 400 mg Metronidazol (entsprechend zweimal t√§glich 1 Tablette) √ľber 5 bis 7 Tage oder dreimal t√§glich 200 mg Metronidazol (entsprechend dreimal t√§glich ¬Ĺ Tablette) √ľber 7 Tage.

Kinder unter 10 Jahren nehmen 40 mg/kg Körpergewicht als Einmalgabe (max. 2 g Metronidazol) oder 7 Tage lang 15 mg bis 30 mg/kg pro Tag, aufgeteilt auf zwei bis drei Dosen täglich.

Bei Lambliasis (Giardiasis) werden Kinder √ľber 10 Jahre mit 2 g Metronidazol (entsprechend

5 Tabletten) einmal pro Tag √ľber 3 Tage oder mit 400 mg Metronidazol (entsprechend 1 Tablette) dreimal t√§glich √ľber 5 Tage oder mit 500 mg (*) zweimal t√§glich f√ľr 7 bis10 Tage behandelt.

Kinder von 7 bis 10 Jahre: 1 g Metronidazol (entsprechend 2 ¬Ĺ Tabletten) einmal t√§glich √ľber 3 Tage. Kinder von 3 bis 7 Jahre: 600 mg bis 800 mg Metronidazol (entsprechend 1 ¬Ĺ bis 2 Tabletten) einmal t√§glich √ľber 3 Tage.

Kinder von 1 bis 3 Jahre: 500 mg (*) einmal t√§glich √ľber 3 Tage.

Alternativ erhalten Kinder unter 10 Jahren 15 mg bis 40 mg/kg K√∂rpergewicht pro Tag √ľber 3 Tage, aufgeteilt auf zwei bis drei Dosen t√§glich.

Bei Am√∂biasis erhalten Kinder √ľber 10 Jahre 400 mg bis 800 mg Metronidazol (entsprechend 1 bis 2 Tabletten) dreimal t√§glich √ľber 5 bis 10 Tage.

Kinder von 7 bis10 Jahren: 200 mg bis 400 mg Metronidazol (entsprechend ¬Ĺ bis 1 Tablette) dreimal t√§glich √ľber 5 bis 10 Tage.

Kinder von 3 bis 7 Jahren: 100 mg (*) bis 200 mg Metronidazol (200 mg entsprechen ¬Ĺ Tablette) viermal t√§glich √ľber 5 bis 10 Tage.

Kinder von 1 bis 3 Jahren: 100 mg (*) bis 200 mg Metronidazol (200 mg entsprechen ¬Ĺ Tablette) dreimal t√§glich √ľber 5 bis 10 Tage.

Alternativ erhalten Kinder unter 10 Jahren erhalten 35 mg bis 50 mg/kg K√∂rpergewicht pro Tag, aufgeteilt auf drei Dosen t√§glich, √ľber 5 bis 10 Tage (max. 2,4 g/Tag).

Zur perioperativen Prophylaxe bei Kindern bis 11 Jahre werden einmalig 20 mg bis 30 mg/kg Körpergewicht ein bis zwei Stunden vor dem Eingriff gegeben.

Neugeborene unterhalb der 40. Schwangerschaftswoche erhalten einmalig 10 mg/kg Körpergewicht vor dem Eingriff.

Zur Bek√§mpfung von Helicobacter pylori bei p√§diatrischen Patienten kann Metronidazol als Teil einer Kombinationstherapie in einer Dosierung von 20 mg/ kg K√∂rpergewicht pro Tag (max. 500 mg [*] zweimal t√§glich √ľber 7 bis 14 Tage) angewendet werden. Die offiziellen Richtlinien sollten vor Beginn der Therapie konsultiert werden.

(*) Die Dosierung in dieser Stärke ist mit dem vorliegenden Arzneimittel nicht möglich.

F√ľr Kinder unter 6 Jahren sind Darreichungsformen wie Tabletten, die unzerkaut einzunehmen sind, nicht geeignet. Gegebenenfalls sollte die Verf√ľgbarkeit einer geeigneteren Darreichungsform (z. B. Infusionsl√∂sung) gepr√ľft werden.

Dosierungshinweis f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Metronidazol wird bei verschieden starker Nierenfunktionsst√∂rung (Niereninsuffizienz) vermehrt mit dem Stuhl (f√§kal) ausgeschieden. Bei Nierenversagen (Anurie) sollte die Dosierung auf 400‚Äď500 mg

  1. Metronidazol im 12-st√ľndigen Intervall herabgesetzt werden. Da Umwandlungsprodukte des Metronidazols (Metronidazol-Metaboliten) durch die Blutw√§sche (H√§modialyse) rasch entfernt werden, ist bei Patienten, die sich einer Blutw√§sche unterziehen m√ľssen, keine Herabsetzung der Dosis erforderlich.
  1. Die Dosierung in dieser Stärke ist mit dem vorliegenden Arzneimittel nicht möglich.

Dosierungshinweis f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion

Metronidazol Lindopharm sollte bei eingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden. Die tägliche Dosis wird Ihr Arzt gegebenenfalls anpassen.

Art der Anwendung

Die Tabletten werden unzerkaut w√§hrend des Essens oder kurz danach mit ausreichend Fl√ľssigkeit eingenommen.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Die Dauer der Anwendung ist abh√§ngig von der jeweiligen Erkrankung und darf in der Regel 10 Tage nicht √ľberschreiten (siehe auch Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Wenn Sie eine größere Menge von Metronidazol Lindopharm eingenommen haben, als Sie

sollten

Wenn Sie eine Einzelgabe von Metronidazol Lindopharm versehentlich doppelt einnehmen, hat dies keine Auswirkungen auf die weitere Einnahme, d. h. Sie nehmen Metronidazol Lindopharm danach so ein, wie sonst auch.

Bei Einnahme erheblich zu hoher Arzneimengen kann es zu Übelkeit, Erbrechen, gesteigerten Reflexen, Ataxie (Störung im geordneten Bewegungsablauf), beschleunigtem Herzschlag, Atemnot und Desorientierung (Unkenntnis von Zeit und Ort) kommen.

Ein Gegenmittel ist nicht bekannt. Nach ärztlicher Behandlung der Beschwerden ist mit einer vollständigen Gesundung nach wenigen Tagen zu rechnen.

Wenn Sie die Einnahme von Metronidazol Lindopharm vergessen haben

Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig eingenommene Arzneistoffmenge noch am selben Tag nachträglich ein.

Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so kann es erforderlich sein, die Behandlung um einen Tag zu verlängern. Sprechen Sie in diesem Fall bitte mit Ihrem Arzt.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Metronidazol Lindopharm abbrechen

Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg!

Bei Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenma√ünahmen es hierf√ľr gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr Sie in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Häufigkeit, Art und Schweregrad von Nebenwirkungen sind bei Kindern und Erwachsenen gleich.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn

Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Metronidazol Lindopharm nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf bzw. rufen Sie ärzliche Hilfe.

Treten während oder in den ersten Wochen nach der Behandlung schwere, anhaltende Durchfälle auf, so ist an eine pseudomembranöse Enterokolitis (schwere Darmerkrankung) zu denken (in den meisten Fällen verursacht durch Clostridium difficile). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung

ausgel√∂ste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene √§rztliche Behandlung (gegebenenfalls Beendigung der Behandlung mit Metronidazol in Abh√§ngigkeit von der Indikation, Einnahme von speziellen Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, d√ľrfen nicht eingenommen werden.

  • In schweren, aber sehr seltenen F√§llen von √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock) k√∂nnen Atemnot, Schwindel und Erbrechen auftreten. Kommt es hierbei zu Bewusstseinsst√∂rungen, Kaltschwei√üigkeit sowie blassen und kalten H√§nden und F√ľ√üen, muss sofort ein Arzt zu Hilfe gerufen werden. Bis zu dessen Eintreffen sind der Oberk√∂rper des Kranken flach und seine Beine hoch zu lagern. Zur Vermeidung von Ausk√ľhlung ist der Kranke mit einer Decke warm zu halten. Der Arzt wird die √ľblichen entsprechenden Notfallma√ünahmen (z. B. Antihistaminika, Kortikosteroide, Sympathomimetika und ggf. Beatmung) einleiten. Auch bei einer Schleimhautschwellung im Bereich der Luftwege mit Atemnot, ist sofort ein Arzt zu rufen.
  • Eine starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose) kann sich innerhalb weniger Stunden einstellen. Krankheitszeichen sind Fieber, Abgeschlagenheit, Entz√ľndung der Rachenmandeln und der Mundschleimhaut. Es muss in diesen F√§llen rasch eine Blutbildkontrolle durchgef√ľhrt werden. Wenden Sie sich in einem solchen Fall sofort an den n√§chst erreichbaren Arzt.
  • Wenn Sie ein Taubheitsgef√ľhl, Pelzigsein oder Kribbeln in Armen und Beinen versp√ľren, m√ľssen Sie sofort Ihren Arzt verst√§ndigen, auch wenn diese Erscheinungen bei Ihnen nur in milder Form auftreten!

Andere mögliche Nebenwirkungen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Geschmacksst√∂rungen (z. B. metallischer Geschmack), bitteres Aufsto√üen, Zungenbelag, Entz√ľndungen im Mund (Glossitis, Stomatitis), Magendr√ľcken, √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall
  • Dunkelf√§rbung des Urins (bedingt durch ein Stoffwechselprodukt, ohne Krankheitswert)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Schl√§frigkeit, Schlaflosigkeit, St√∂rungen im Zusammenspiel der Bewegungen (Ataxie)
  • Krampfanf√§lle und Nervenst√∂rungen (periphere Neuropathien). Diese √§u√üern sich durch Taubheitsgef√ľhl, Pelzigsein oder Kribbeln in Armen und Beinen (siehe Abschnitt 4. "Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Ma√ünahmen, wenn Sie betroffen sind").
  • Hautreaktionen (z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselausschlag mit Bl√§schen- und Quaddelbildung [urtikarielles Exanthem]; Pustelausschl√§ge), anfallsweise Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl (Flush), angio-neurotisches √Ėdem (Quincke-√Ėdem)
  • Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie und Granulozytopenie). Bei l√§ngerer Anwendung sind daher regelm√§√üige Blutbildkontrollen durchzuf√ľhren.
  • schnell einsetzende √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen). In leichten F√§llen kann es zu entz√ľndlichen R√∂tungen, Quaddelbildung, allergischem Schnupfen und allergischer Bindehautentz√ľndung des Auges kommen.
  • schmerzhaftes Wasserlassen (Dysurie), Blasenentz√ľndung (Zystitis) und unfreiwilliger Abgang von Urin (Harninkontinenz)
  • St√∂rungen der Leberfunktion, Anstieg verschiedener Leberenzymwerte
  • Infektionen mit einem Hautpilz (z. B. Candida albicans) im Geschlechtsbereich
  • Schw√§chegef√ľhl
  • vor√ľbergehende Sehst√∂rungen wie Doppeltsehen, verschwommen Sehen, ver√§ndertes Farbsehen, verringerte Sehsch√§rfe oder Kurzsichtigkeit
  • psychotische St√∂rungen einschlie√ülich Sinnest√§uschungen (Halluzination) und Verwirrtheitszust√§nde, Erregbarkeit, traurige Verstimmtheit (Depression)
  • Arzneimittelfieber

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • anaphylaktischer Schock (starker Blutdruckabfall), siehe auch unter "Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Ma√ünahmen, wenn Sie betroffen sind")
  • Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie)
  • starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose) siehe Abschnitt 4. "Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Ma√ünahmen, wenn Sie betroffen sind"
  • Blutbildver√§nderungen (Panzytopenie)
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • Leberentz√ľndung mit Stauung des Gallenflusses, manchmal mit Gelbsucht
  • pseudomembran√∂se Enterokolitis (schwere Darmerkrankung, siehe Abschnitt 4. "Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Ma√ünahmen, wenn Sie betroffen sind")
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen
  • Nicht entz√ľndliche Erkrankungen des Gehirns (Enzephalopathie), mit z. B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Halluzinationen, L√§hmungen, Lichtempfindlichkeit, St√∂rungen der Seh- und Bewegungsf√§higkeit, Nackensteife), Erkrankungen des Kleinhirns, mit z. B. Sprech-, Bewegungs- und Gangst√∂rungen, Zittern, Augenzittern (Nystagmus). Diese Erscheinungen k√∂nnen sich nach Behandlungsende zur√ľckbilden.

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • nicht bakteriell bedingte Hirnhautentz√ľndung (aseptische Meningitis)
  • Erkrankung/Entz√ľndung des Sehnervs
  • akute entz√ľndliche Erkrankung der Haut oder Schleimhaut (Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse)
  • Bei einzelnen Patienten, die gleichzeitig mit anderen Antibiotika behandelt wurden, traten F√§lle von Leberversagen auf, in denen eine Lebertransplantation erforderlich wurde.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metronidazol Lindopharm enthält

Der Wirkstoff ist: Metronidazol

1 Tablette enthält 400 mg Metronidazol

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver, Crospovidon (Typ A) (Ph. Eur.), Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Magnesiumstearat (Ph. Eur), vorverkleisterte Stärke (Mais), Povidon K30, hochdisperses Siliciumdioxid

Wie Metronidazol Lindopharm aussieht und Inhalt der Packung

Metronidazol Lindopharm sind weiße, teilbare Snap-Tab-Tabletten verpackt in PVC/Aluminium- Blister.

Metronidazol Lindopharm ist in Packungen zu 14 und 20 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Aristo Pharma GmbH Wallenroder Straße 8-10 13435 Berlin

Tel.: +49 30 710 94-4200

Fax: +49 30 710-94-4250

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2017.

Ihre √Ąrztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH w√ľnschen Ihnen gute Besserung!

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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2022

Quelle: Metronidazol Lindopharm - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metronidazol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.04.1999
Pharmakologische Gruppe Mittel gegen Amöbiasis und andere Protozoen-Erkrankungen

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