Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50%

Abbildung Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50%
Wirkstoff(e) Trimethoprim Sulfadimethoxin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Serumwerk Bernburg AG
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 12.08.1996
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

Zulassungsinhaber

Serumwerk Bernburg AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

SULFADIMETHOXIN + TRIMETHOPRIM 50%, 417/83 mg/g,

Pulver fĂŒr Rinder, Pferde, Schweine

Sulfadimethoxin, Trimethoprim

Anwendungsgebiet(e)

Rinder, Pferde, Schweine:

Zur Behandlung von Infektionskrankheiten im frĂŒhen Stadium der Infektion, die durch Sulfadimethoxin- und Trimethoprim-empfindliche Erreger hervorgerufen sind: PrimĂ€r- und SekundĂ€rinfektionen des:

  • Atmungsapparates
  • Magen-Darm-Traktes
  • Harn- und Geschlechtsapparates

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Acidurie
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide oder Trimethoprim
  • Resistenz gegen Sulfonamide oder Trimethoprim
  • Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • SchĂ€digung des hĂ€matopoetischen Systems
  • Krankheiten, die mit verminderter FlĂŒssigkeitsaufnahme bzw. FlĂŒssigkeitsverlusten einhergehen
  • Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch fĂŒr den menschlichen Verzehr vorgesehen ist

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem HausmĂŒll ist sicherzustellen, dass kein missbrĂ€uchlicher Zugriff auf diese AbfĂ€lle erfolgen kann. Tierarzneimittel dĂŒrfen nicht mit dem Abwasser bzw. ĂŒber die Kanalisation entsorgt werden.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung fĂŒr jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Art der Anwendung:

Zum Eingeben / Zum Eingeben ĂŒber das Futter Rinder, Pferde, Schweine:

20 mg Gesamtwirkstoff aus Sulfadimethoxin + Trimethoprim/kg KGW/Tag, entsprechend 1 g Pulvermischung /25 kg KGW/Tag.

Bei Muttersauen tĂ€gliche Medikation 3 – 4 Tage vor und 2 – 3 Tage nach dem Geburtstermin.

Die angegebenen Dosierungen gelten nur bei vorliegender Empfindlichkeit der Erreger gegen beide Einzelkomponenten.

Dauer der Anwendung:

Die Behandlungsdauer betrĂ€gt im Allgemeinen 3 – 7 Tage.

Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.

Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine ÜberprĂŒfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzufĂŒhren.

Die benötigten Mengen des Pulvers sind abzuwiegen.

Hinweise fĂŒr die richtige Anwendung

Bei Tieren mit deutlich gestörtem Allgemeinbefinden und/oder bei Tieren mit Inappetenz muss eine parenterale Therapie erfolgen.

Zum Eingeben ĂŒber das Futter:

Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird. Das Pulver ist vor jeder Applikation so in einen Teil des Futters frisch einzumengen, dass eine vollstĂ€ndige Durchmischung erreicht wird und ist vor der eigentlichen FĂŒtterung zu verabreichen.

Um eine gleichmĂ€ĂŸige Futteraufnahme fĂŒr alle Tiere zu gewĂ€hrleisten, ist ein ausreichendes Futterplatzangebot sicherzustellen. Bei Auslaufhaltung sollten die Tiere wĂ€hrend der Behandlung im Stall gehalten werden.

Nach Behandlungsende sind die Futtertröge und KotplĂ€tze grĂŒndlich zu reinigen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die Angaben zur HĂ€ufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr hĂ€ufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • HĂ€ufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte).

Besonders nach oraler Verabreichung hoher Dosen können Verdauungsstörungen auftreten.

Allergische Reaktionen.

BlutbildverÀnderungen.

Nieren- und LeberschÀdigungen.

Bei Schweinen (Jungtieren) ist bei lÀnger dauernder Behandlung ein hÀmorrhagisches Syndrom mit TodesfÀllen beschrieben worden. Die Behandlung ist daher auf die vorgeschriebene Dauer zu begrenzen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bei Schweinen wÀhrend der Behandlung die gleichzeitige prophylaktische Vitamin-K-Supplementierung sinnvoll. Einstreulose Flatdeckhaltung sowie Ganzspaltenböden verhindern die Koprophagie und damit die Aufnahme von Vitamin K; diese Haltungsformen stellen einen prÀdisponierenden Faktor dar.

Insbesondere bei lang anhaltender Behandlung mit Sulfonamiden kann es gelegentlich zu auf KristallausfĂ€llung hinweisenden Symptomen (HĂ€maturie, Kristallurie, Nierenkoliken, zwanghafter Harnabsatz) kommen. Bei auf KristallausfĂ€llung hinweisenden Symptomen ist die Behandlung mit Sulfonamiden sofort abzubrechen und FlĂŒssigkeit, u. U. mit Zusatz von Natriumbikarbonat, zu verabreichen.

Beim Auftreten von allergischen Reaktionen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und symptomatisch zu behandeln:

Bei anaphylaktischen Schockreaktionen: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.

Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgefĂŒhrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzugĂ€nglich fĂŒr Kinder aufbewahren.

Sie dĂŒrfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem BehĂ€ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach Anbruch des BehĂ€ltnisses: 28 Tage. Vor Licht und Feuchtigkeit schĂŒtzen.

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Weitere Informationen

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung bei Tieren:
Zur Vermeidung von NierenschĂ€digungen durch Kristallurie ist wĂ€hrend der Behandlung fĂŒr eine ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr zu sorgen; eventuell kann der Harn alkalisiert werden.

Die Anwendung bei Neugeborenen erfordert strenge Indikationsstellung. Die Anwendung sollte unter BerĂŒcksichtigung eines Antibiogramms erfolgen.

Vermischungen mit anderen Arzneimitteln sind wegen möglicher InkompatibilitÀten zu vermeiden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr den Anwender:

Zur Vermeidung einer Sensibilisierung oder einer Kontaktdermatitis sind direkter Hautkontakt sowie Einatmung bei der Be- oder Verarbeitung und/oder Anwendung zu

vermeiden. Tragen Sie dazu eine Staubmaske und Handschuhe.

TrÀchtigkeit:

Die Anwendung bei trÀchtigen Tieren erfordert strenge Indikationsstellung.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

LokalanÀsthetika aus der Gruppe der ParaaminobenzoesÀureester (Procain, Tetracain) können die Wirkung von Sulfonamiden lokal aufheben.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):

Bei Überdosierung sind die noch im Magen befindlichen Substanzreste durch salinische Laxantien zu entfernen. ZusĂ€tzlich zu Vitamin K- oder FolsĂ€ure-Gabe ist eine Erhöhung der renalen Sulfonamid-Ausscheidung durch alkalisierende Mittel

(z. B. Natriumbikarbonat) angezeigt.

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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2022

Quelle: Sulfadimethoxin +Trimethoprim 50% - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Trimethoprim Sulfadimethoxin
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Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden