Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03BA10
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Zulassungsinhaber

TAD Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Xipamid AL 40mg Tabletten Xipamid ALIUD PHARMA GmbH
Xipamid-CT 20 mg Tabletten Xipamid CT Arzneimittel GmbH
Xipamid-CT 10 mg Tabletten Xipamid CT Arzneimittel GmbH
Xipamid-CT 40 mg Tabletten Xipamid AbZ-Pharma GmbH
Xipamid AAA-Pharma 10mg Tabletten Xipamid AAA-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (√Ėdeme) bei Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xipa TAD 20 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Xipamid, andere Sulfonamidderivate oder Thiazide (m√∂gliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der sonstigen Bestandteile von Xipa TAD 20 mg sind
- wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinsstörungen (Coma und Praecoma hepaticum) leiden
- wenn Sie an schweren Kaliummangelzuständen, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (Hypokaliämie) leiden
- wenn Sie an schweren Natriummangelzuständen (Hyponatriämie) leiden
- wenn Sie an erhöhtem Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalziämie) leiden
- bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie)
- wenn Sie an Gicht (erhöhte Harnsäurewerte im Blut mit Ablagerungen der harnsauren Salze an verschiedenen Körperstellen, z.B. den Gelenken) leiden
- wenn Sie schwanger sind
- wenn Sie stillen
- von Kindern.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Xipa TAD 20 mg ist erforderlich
Warnhinweis:
Bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Xipa TAD 20 mg zu einer durch Leberschädigung ausgelösten Gehirnerkrankung (hepatische Encephalopathie) kommen. In diesem Fall ist Xipa TAD 20 mg sofort abzusetzen.
Der Wasser- und Salzhaushalt (z.B. Kalium, Natrium) im Blut sollte vor Behandlungsbeginn sowie während der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sind häufigere Kontrollen erforderlich.
Bei einer behandlungsresistenten Entgleisung des Wasserhaushaltes sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.
Der Kalziumspiegel im Blut kann vor√ľbergehend erh√∂ht sein. Eine anhaltende Erh√∂hung kann auf eine Erkrankung der Nebenschilddr√ľse hinweisen. Vor einer eventuellen Untersuchung der Nebenschilddr√ľsenfunktion ist die Behandlung abzubrechen.
Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel engmaschig zu kontrollieren, da die Wirkung oraler Antidiabetika durch Xipa TAD 20 mg abgeschwächt wird.
Bei Patienten mit vermehrter Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen.
Dieses Arzneimittel (Thiaziddiuretikum) und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler bzw. geringf√ľgig eingeschr√§nkter Nierenfunktion voll wirksam. Bei √§lteren Patienten ist dies entsprechend zu ber√ľcksichtigen.
Es kann zu einer Nierenfunktionsstörung (funktionellen Niereninsuffizienz) kommen, die bei Nierengesunden ohne Folgen bleibt, sich bei einer bestehenden Niereninsuffizienz aber verschlechtern kann.
Kinder
Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Xipa TAD 20 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.
Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
Substanzen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes, Kammerflimmern mit St√∂rung der Erregungsausbreitung im Herzen) f√ľhren k√∂nnen.
Bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Klasse I a Antiarrhythmika, z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
Klasse III Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
Bestimmte Psychopharmaka (Antipsychotika), Phenothiazine (z.B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin), Benzamide (z.B. Amisulpirid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone (z.B. Droperidol, Haloperidol)
Andere: z.B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxazin, Vincamin i.v.
Das Risiko von Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes) wird durch einen erniedrigten Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) erhöht. Engmaschige Kontrollen durch den Arzt sind unbedingt erforderlich.
Entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nichtsteroide Antiphlogistika inklusive selektive COX-2 Inhibitoren, hoch dosierte Salicyls√§ure)
Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Xipa TAD 20 mg kann vermindert werden durch gleichzeitige Einnahme von Salicylaten oder anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (z.B. Indometacin).
Bei hoch dosierter Salicylateinnahme kann die toxische Wirkung des Salicylats auf das zentrale Nervensystem verst√§rkt werden. Risiko eines akuten Nierenversagens bei Dehydratation (Verminderung der glomerul√§ren Filtration). Zu Behandlungsbeginn muss die Nierenfunktion kontrolliert und f√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr gesorgt werden.
ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung z.B. von Bluthochdruck)
Wenn unter der bestehenden Behandlung mit Xipa TAD 20 mg zusätzlich ACE-Hemmer eingenommen werden, sind ein starker Blutdruckabfall und/oder ein akutes Nierenversagen möglich; der ACE-Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren.
Auf jeden Fall ist die Nierenfunktion (Bestimmung des Serumkreatinins) in den ersten Wochen einer ACE-Hemmer-Therapie zu kontrollieren.
Sonstige Mittel mit Kaliumspiegel senkender Wirkung:
Bei gleichzeitiger Gabe von Xipa TAD 20 mg und Arzneimitteln, die zu Kaliumverlusten f√ľhren, z.B. andere kalium- und harntreibende Arzneimittel, Kortikosteroide, Abf√ľhrmittel, Amphotericin B, Tetracosactid kann es zu einem erniedrigten Kaliumspiegel kommen. Dadurch k√∂nnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschw√§che) verst√§rkt werden.
Baclofen:
Verst√§rkung der blutdrucksenkenden Wirkung. F√ľr ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen und die Nierenfunktion ist zu Therapiebeginn zu kontrollieren.
Andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipa TAD 20 mg kann durch andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Betarezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße), gefäßerweiternde Mittel, Barbiturate (Arzneimittel zur Betäubung und gegen das Anfallsleiden), Psychopharmaka (z.B. Phenothiazine), trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Alkohol verstärkt werden.
Herzglykoside (Digitalis):
Bei erniedrigten Kaliumspiegeln im Blut können schädigende Wirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschwäche) verstärkt werden. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG-Überwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.
Bei folgenden Kombinationen sind ferner Wechselwirkungen möglich:
Kalium sparende harntreibende Mittel (Amilorid, Spironolacton, Triamteren):
Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu einem √ľberm√§√üigen Abfall oder Anstieg des Kaliumspiegels im Blut (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung oder Diabetes) kommen. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG-√úberwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Xipa TAD 20 mg und Schleifendiuretika (harntreibende Arzneimittel, z.B. Furosemid) ist das Risiko von St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushalts erh√∂ht. Entsprechende engmaschige Kontrollen sind daher erforderlich.
Glukokortikoide, ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Amphotericin oder Laxantien:
Die gleichzeitige Anwendung mit Xipamid kann zu verst√§rkten Kaliumverlusten f√ľhren.
Metformin (Mittel bei Zuckerkrankheit):
Durch eine Einschr√§nkung der Ausscheidung √ľber die Niere kann Metformin zu einer √úbers√§uerung des Bluts (Laktatazidose) f√ľhren. Metformin ist daher nicht anzuwenden, wenn die Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist.
Jodhaltige Kontrastmittel:
Bei einer durch Diuretika verursachten Dehydratation besteht ein erhöhtes Risiko von akutem Nierenversagen, wenn jodhaltige Kontrastmittel (insbesondere in hohen Dosen) verwendet werden.
Vor der Anwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels ist auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitsauff√ľllung zu achten.
Trizyklische Antidepressiva (Imipramintyp), Neuroleptika:
Blutdrucksenkende Wirkung und erhöhtes Risiko einer orthostatischen Hypotonie (additive Wirkung).
Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel mit Immunsystem schwächender Wirkung) :
Bei gleichzeitiger Anwendung kann der Kreatininspiegel ansteigen ohne √Ąnderung der zirkulierenden Ciclosporinspiegel und ohne Ver√§nderung im Wasser- oder Natriumhaushalt.
Kortikoide, Tetracosactid (systemisch):
Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung (Wasser- und Natriumretention durch Kortikoide).
Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat):
Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Risiko einer verstärkten Knochenmarksschädigung (insbesondere Granulozytopenie) bestehen.
Kalzium(salze), Chinidin, Muskelrelaxantien (Arzneimittel zur Senkung der Muskelspannung) vom Curare-Typ:
Die Ausscheidung dieser Mittel kann vermindert werden. Grundsätzlich ist dadurch eine verstärkte oder verlängerte Wirkung möglich.
Colestipol und Colestyramin:
Die Resorption von Xipamid wird vermutlich vermindert.
Die Wirkung von Medikamenten zur Behandlung von zu hohen Blutzucker- oder Serumharnsäurewerten, Noradrenalin und Adrenalin können abgeschwächt werden.
Bei Einnahme von Xipa TAD 20 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
W√§hrend der Behandlung mit Xipa TAD 20 mg kann es sinnvoll sein, wegen der erh√∂hten Kaliumausscheidung kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen (Bananen, Gem√ľse, N√ľsse). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob diese Empfehlung f√ľr Sie zutrifft und welche Fl√ľssigkeitsmenge Sie t√§glich trinken sollen.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Xipa TAD 20 mg nicht einnehmen, da aufgrund der Wirkungsweise von Xipamid, dem Wirkstoff von Xipa TAD 20 mg, ein Risiko f√ľr das ungeborene bzw. neugeborene Kind besteht.
Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.
Stillzeit
Da nicht bekannt ist, ob Xipamid, der Wirkstoff von Xipa TAD 20 mg in die Muttermilch ausgeschieden wird, d√ľrfen Sie w√§hrend der Stillzeit Xipa TAD 20 mg nicht einnehmen.
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Xipa TAD 20 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Xipa TAD 20 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist XIPA TAD 20 MG einzunehmen?
Nehmen Sie Xipa TAD 20 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gew√ľnschte Effekt erzielt wird.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Sowohl bei Bluthochdruck als auch bei Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe nehmen Erwachsene 1-mal t√§glich ¬Ĺ - 1 Tablette Xipa TAD 20 mg (entsprechend 10-20 mg Xipamid pro Tag).
Zur Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe k√∂nnen Dosierungen bis zu 2 Tabletten Xipa TAD 20 mg (entsprechend 40 mg Xipamid) pro Tag erforderlich sein.
Bei höhergradig eingeschränkter Nierenfunktion kann die Dosierung auf bis zu 2-mal täglich 2 Tabletten Xipa TAD 20 mg (entsprechend 80 mg Xipamid) gesteigert werden.
Eine Erh√∂hung der Dosis auf √ľber 80 mg Xipamid pro Tag wird nicht empfohlen.
Nach Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt werden.
Bei eingeschränkter Leberfunktion
Bei Leberfunktionsstörungen sollte Xipamid der Einschränkung entsprechend dosiert werden.
Bei eingeschränkter Herzfunktion
Bei schwerer Herzschwäche (schwerer kardialer Dekompensation) kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Xipamid deutlich eingeschränkt ist.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein, am besten morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Xipa TAD 20 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Xipa TAD 20 mg eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit gr√∂√üeren Mengen von Xipa TAD 20 mg ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.
Wenn Sie die Einnahme von Xipa TAD 20 mg vergessen haben
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung fort.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Xipa TAD 20 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Arzneimittelgruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Xipa TAD 20 mg beeinflusst werden.
Von folgenden Kombinationen wird abgeraten:
Lithium
Bei gleichzeitiger Lithiumbehandlung wird die toxische Wirkung des Lithiums auf Herz- und Nervensystem verstärkt.
Erhöhung des Lithiumblutspiegels mit Überdosierungsanzeichen wie unter einer kochsalzarmen Diät. Ist die Behandlung dennoch unumgänglich, sind eine engmaschige Kontrolle des Lithiumspiegels und eine Dosierungsanpassung erforderlich.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Xipa TAD 20 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen
Blut und lymphatisches System:
Sehr selten: Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Blutarmut durch Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie), hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose).
Die Einnahme sollte in diesen Fällen beendet werden.
Nervensystem:
H√§ufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, M√ľdigkeit, Schwitzen.
Psychiatrische Störungen:
Häufig: Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Angst, Erregtheit (Agitiertheit).
Herz und Kreislauf:
Häufig: Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (orthostatische Hypotonie), Herzklopfen.
Bei hoher Dosierung ist insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen das Risiko von Thrombosen und Embolien erhöht.
Magen-Darm-Trakt:
Häufig: Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung.
Selten: Entz√ľndung der Bauspeicheldr√ľse mit Blutung (h√§morrhagische Pankreatitis).
Die Einnahme sollte in diesem Fall beendet werden.
Leber-Galle:
Selten: Akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholecystitis) bei bestehenden Gallensteinleiden (Cholelithiasis). Die Einnahme sollte dann beendet werden.
Sehr selten: Gelbsucht (Ikterus).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
Selten: Erhöhung der Blutfettwerte (Hyperlipidämie).
Ein latenter Diabetes kann zum Vorschein kommen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Erhöhung der Blutzuckerwerte auftreten.
Haut und Unterhautbindegewebe:
Selten: Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag, Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung). Die Einnahme sollte dann beendet werden.
Augen:
Selten: Geringf√ľgige Sehst√∂rungen, Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie). Die Einnahme sollte dann beendet werden.
Bewegungsapparat:
Häufig: Muskelkrämpfe.
St√∂rungen des Elektrolyt- (Salz-) und Fl√ľssigkeitshaushalts
Sehr h√§ufig: Senkung des Kaliumspiegels im Blut, die zu Erscheinungen wie √úbelkeit, Erbrechen, EKG-Ver√§nderungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte Herzmittel (Glykoside), Herzrhythmusst√∂rungen, Spannungsverlust der Skelettmuskulatur f√ľhren kann; Hypomagnesurie, die sich nur gelegentlich als Hypomagnes√§mie √§u√üert, da Magnesium aus den Knochen mobilisiert wird.
H√§ufig werden w√§hrend einer Behandlung mit Xipa TAD 20 mg als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung entsprechende St√∂rungen beobachtet. Daher sind regelm√§√üige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) angezeigt.
Nieren und Harnwege
Infolge erh√∂hter Natriumverluste √ľber die Niere kann es - insbesondere bei eingeschr√§nkter Zufuhr von Kochsalz - zu Natriummangelzust√§nden mit entsprechenden Krankheitszeichen kommen (Teilnahmslosigkeit (Apathie), Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszust√§nde).
Häufig: reversibler Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtige Stoffe (Harnstoff, Kreatinin).
Sehr selten kann eine akute Entz√ľndung der Nieren ausgel√∂st werden.
Bei ausgepr√§gter Fl√ľssigkeitsausscheidung kann es infolge Volumenmangels (Hypovol√§mie) zu Bluteindickung (H√§mokonzentration) und in seltenen F√§llen zu Kr√§mpfen (Konvulsionen), Benommenheit, Verwirrtheitszust√§nden und Kreislaufkollaps kommen.
Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erh√∂hten Kaliumverlusten (z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erh√∂hter Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in Symptomen wie Muskelschw√§che, Missempfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und Pulsunregelm√§√üigkeiten (z.B. Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.
Erh√∂hte Kalziumausscheidung √ľber die Niere kann zu einem Kalziummangelzustand f√ľhren. Dieser kann in seltenen F√§llen einen Zustand neuromuskul√§rer √úbererregbarkeit (Tetanie) ausl√∂sen.
Bei erh√∂hten Magnesiumverlusten √ľber die Niere kann als Folge ein Magnesiummangelzustand auftreten, in seltenen F√§llen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet.
Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste unter Behandlung mit Xipa TAD 20 mg kann sich eine metabolische Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.
Eine Erh√∂hung der Harns√§urespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.
Allgemeine Störungen:
Selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Gegenmaßnahmen
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie so bald wie m√∂glich Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.
Die Therapie sollte abgebrochen werden bei:
- Therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushalts
- Kreislaufbeschwerden bei aufrechter Körperhaltung (orthostatischen Regulationsstörungen)
- √úberempfindlichkeitsreaktionen
- Ausgeprägten Magen-Darm-Beschwerden (gastrointestinale Beschwerden)
- Zentralnervösen Störungen
- Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
- Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
- Akuter Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis)
- Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
- Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie).
Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergef√ľhrt werden kann.
Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Xipa TAD 20 mg nicht nochmals eingenommen werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung nach ?verwendbar bis:? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Nicht √ľber +25¬įC, vor Licht gesch√ľtzt im Umkarton lagern/aufbewahren.

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Weitere Informationen

Was Xipa TAD 20 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Xipamid
1 Tablette enthält 20 mg Xipamid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Povidon (K-Wert 25), Cetylalkohol (Ph.Eur.), Lactose-Monohydrat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].
Wie Xipa TAD 20 mg aussieht und Inhalt der Packung
Xipa TAD 20 mg ist eine weiße, runde Tablette mit Bruchkerbe.
Xipa TAD 20 mg ist in Packungen zu 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
TAD Pharma GmbH
Heinz-Lohmann-Straße 5
D-27472 Cuxhaven
Tel.: (04721) 606-0
Fax: (04721) 606-333
eMail: info@tad.de
Internet: www.tad.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2008.
Liebe Patientin, lieber Patient,
Ihr Arzt hat Ihnen Xipa TAD 20 mg verordnet und Sie sicherlich genau √ľber die Art Ihrer Erkrankung und die Notwendigkeit einer medikament√∂sen Therapie aufgekl√§rt. Hier, zur Erinnerung oder auch zur Erg√§nzung, noch einige Hinweise.
F√ľr Patienten mit zu hohem Blutdruck
Bluthochdruck ist eine der häufigsten Kreislauferkrankungen und leider langfristig nicht ungefährlich: Das Herz wird vermehrt belastet, da es ständig gegen den erhöhten Druck anpumpen muss, also viel mehr Arbeit leisten muss als bei normalem Blutdruck. Auch die Wände der Adern können durch den hohen Blutdruck Schaden nehmen. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzmuskelschwäche und Arterienverkalkung sind häufig u. a. Spätfolgen des Bluthochdrucks.
Ihr Herz arbeitet leichter und länger, wenn der Blutdruck stimmt; deshalb ist eine blutdrucksenkende medikamentöse Behandlung, wie in Ihrem Fall mit Xipa TAD 20 mg, notwendig.
Sie k√∂nnen diese Behandlung wirksam unterst√ľtzen, wenn Sie zus√§tzliche Risikofaktoren wie Rauchen und √úbergewicht vermeiden. Au√üerdem k√∂nnen Sie mit kochsalzarmer Ern√§hrung und ausreichender k√∂rperlicher Bewegung dazu beitragen, Ihren Blutdruck in normaler H√∂he zu halten.
F√ľr Patienten mit Fl√ľssigkeitsansammlungen
Bei Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen k√∂nnen im Gewebe und in K√∂rperh√∂hlen Fl√ľssigkeitsansammlungen, sog. √Ėdeme, auftreten, die Ihre Gesundheit beeintr√§chtigen. √Ėdeme k√∂nnen durch Medikamente, die die t√§gliche Urinmenge erh√∂hen, wie Xipa TAD 20 mg, ausgeschwemmt werden.
Sie werden bemerken, dass besonders zu Beginn der Tabletteneinnahme Ihre t√§gliche Urinmenge deutlich h√∂her ist als sonst. Die √ľbersch√ľssige Fl√ľssigkeit verschwindet so auf nat√ľrlichem Weg. Bei morgendlicher Einnahme von Xipa TAD 20 mg ist die harntreibende Wirkung abends soweit beendet, dass Ihre Nachtruhe in der Regel nicht gest√∂rt wird.
Bitte beachten Sie:
F√ľr Ihr t√§gliches Wohlergehen ist die zuverl√§ssige und regelm√§√üige Tabletteneinnahme nach Verordnung des Arztes besonders wichtig, auch wenn Sie keine Beschwerden mehr haben. Eine eigenm√§chtige √Ąnderung oder gar ein Absetzen der t√§glichen Einnahme sollte nie ohne √§rztliche R√ľcksprache erfolgen.
Bei andauerndem Missbrauch von harntreibenden Mitteln (Diuretika-Abusus) k√∂nnen Wasseransammlungen im K√∂rpergewebe (√Ėdeme) auftreten.

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Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TAD Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03BA10
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden