Xipamid 40 - 1 A Pharma

Abbildung Xipamid 40 - 1 A Pharma
Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller 1 A Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.05.2006
ATC Code C03B
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Zulassungsinhaber

1 A Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Aquaphor 20 Xipamid Cheplapharm Arzneimittel GmbH
Xipamid AAA-Pharma 20mg Tabletten Xipamid AAA-Pharma GmbH
Xipamid HEXAL 20 mg Tabletten Xipamid Hexal Aktiengesellschaft
Xipagamma 10mg Tabletten Xipamid Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Xipamid AAA-Pharma 10mg Tabletten Xipamid AAA-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xipamid 40 - 1 A Pharma ist ein blutdrucksenkendes und harntreibendes Mittel.

Xipamid 40 - 1 A Pharma wird angewendet bei

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xipamid 40 - 1 A Pharma darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Xipamid, andere Sulfonamidderivate oder Thiazide (m√∂gliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen mit Bewusstseinsst√∂rungen (Coma und Praecoma hepaticum)
  • bei schweren Kaliummangelzust√§nden, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (Hypokali√§mie)
  • bei schweren Natriummangelzust√§nden (Hyponatri√§mie)
  • bei erh√∂htem Calciumspiegel im Blut (Hyperkalz√§mie)
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie)
  • bei Gicht (erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut mit Ablagerungen der harnsauren Salze an verschiedenen K√∂rperstellen, z. B. den Gelenken)
  • wenn Sie schwanger sind

wenn Sie stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xipamid 40 - 1 A Pharma einnehmen.

Bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma zu einer durch Leberschädigung ausgelösten Gehirnerkrankung (hepatische Enzephalopathie) kommen. In diesem Fall ist Xipamid 40 - 1 A Pharma sofort abzusetzen.

Wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis zu einer Woche nach Einnahme von Xipamid 40 - 1 A Pharma auftreten.

Dies kann zu einem dauerhaften Verlust des Sehverm√∂gens f√ľhren, wenn es nicht behandelt wird. Wenn Sie fr√ľher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, besteht m√∂glicherweise ein h√∂heres Risiko, dass dies bei Ihnen auftritt.

Der Wasser- und Salzhaushalt (z. B. Kalium, Natrium und Calcium) im Blut sollte vor Behandlungsbeginn sowie während der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sind häufigere Kontrollen erforderlich.

Bei einer behandlungsresistenten Entgleisung des Wasserhaushaltes sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Der Calciumspiegel im Blut kann vor√ľbergehend erh√∂ht sein. Eine anhaltende Erh√∂hung kann auf eine Erkrankung der Nebenschilddr√ľse hinweisen. Vor einer eventuellen Untersuchung der Nebenschilddr√ľsenfunktion ist die Behandlung abzubrechen.

Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel engmaschig zu kontrollieren.

Bei Patienten mit vermehrter Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen.

Es kann zu einer Nierenfunktionsstörung (funktionelle Niereninsuffizienz) kommen, die bei Nierengesunden ohne Folgen bleibt, sich bei einer bestehenden Niereninsuffizienz aber verschlechtern kann.

Kinder

Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

√Ąltere Menschen

Bei √§lteren Patienten sind h√§ufigere Kontrollen des Kalium-, Natrium- und Calcium-Spiegels im Blut erforderlich. Dieses Arzneimittel (Thiaziddiuretikum) und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler bzw. geringf√ľgig eingeschr√§nkter Nierenfunktion voll wirksam. Bei √§lteren Patienten ist dies entsprechend zu ber√ľcksichtigen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung des Arzneimittels Xipamid 40 - 1 A Pharma kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Xipamid 40 - 1 A Pharma als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich

Substanzen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes, Kammerflimmern mit St√∂rung der Erregungsausbreitung im Herzen) f√ľhren k√∂nnen

  • bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Klasse-Ia-Antiarrhythmika, z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
  • Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
  • bestimmte Psychopharmaka (Antipsychotika), Phenothiazine (z. B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin), Benzamine (z. B. Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone (z. B. Droperidol, Haloperidol)
  • andere: z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin intraven√∂s, Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxacin, Vincamin intraven√∂s

Das Risiko von Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes) wird durch einen erniedrigten Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) erhöht. Engmaschige Kontrollen durch den Arzt sind unbedingt erforderlich.

Entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nichtsteroidale Antiphlogistika, z. B. Indometacin und Acetylsalicyls√§ure), einschlie√ülich selektive COX-2-Inhibitoren, hochdosierte Salicyls√§ure
Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Xipamid 40 - 1 A Pharma kann vermindert werden.

Bei einem Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation) besteht das Risiko eines akuten Nierenversagens. Daher muss zu Behandlungsbeginn die Nierenfunktion vom Arzt kontrolliert werden. F√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen.

ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung z. B. von Bluthochdruck)
Wenn unter der bestehenden Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma zusätzlich ACE- Hemmer eingenommen werden, sind ein starker Blutdruckabfall und/oder ein akutes Nierenversagen möglich. Der ACE-Hemmer ist vom Arzt entsprechend vorsichtig zu dosieren. Die Nierenfunktion muss vom Arzt regelmäßig kontrolliert werden.

Sonstige Mittel mit kaliumspiegelsenkender Wirkung
Bei gleichzeitiger Gabe von Xipamid 40 - 1 A Pharma und Arzneimitteln, die zu Kaliumverlusten f√ľhren, z. B. andere kaliumspiegelsenkende harntreibende Arzneimittel, Glukokortikoide

(‚ÄěCortison‚Äú), Abf√ľhrmittel, Amphotericin B, Tetracosactid, kann es zu einem erniedrigten Kaliumspiegel im Blut kommen. Dadurch k√∂nnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschw√§che) verst√§rkt werden.

Andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Betarezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße), gefäßerweiternde Mittel, Barbiturate (Arzneimittel zur Betäubung und gegen das Anfallsleiden), Psychopharmaka (z. B. Phenothiazine), trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Alkohol
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid 40 - 1 A Pharma kann durch diese Arzneimittel sowie durch Alkohol verstärkt werden.

Baclofen
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid 40 - 1 A Pharma kann verst√§rkt werden. F√ľr ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen. Die Nierenfunktion muss vom Arzt zu Behandlungsbeginn kontrolliert werden.

Herzglykoside (Digitalis)
Bei erniedrigten Kaliumspiegeln im Blut können schädigende Wirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschwäche) verstärkt werden. Kontrollen des Kaliumspiegels im Blut und eine EKG-Überwachung durch den Arzt sind erforderlich, gegebenenfalls ist die Dosierung anzupassen.

Bei folgenden Kombinationen sind weitere Wechselwirkungen möglich

Kaliumsparende harntreibende Mittel (Amilorid, Spironolacton, Triamteren)

Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu einem √ľberm√§√üigen Abfall oder Anstieg des Kaliumspiegels im Blut (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung oder Diabetes mellitus) kommen. Kontrollen des Kaliumspiegels im Blut und eine EKG-√úberwachung sind erforderlich, gegebenenfalls ist die Dosierung anzupassen.

Kaliumausscheidung fördernde harntreibende Mittel (z. B. Furosemid), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Amphotericin
Die gleichzeitige Anwendung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma kann zu einem verst√§rkten Abfall des Kaliumspiegels im Blut f√ľhren.

Insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Xipamid 40 - 1 A Pharma und bestimmten harntreibenden Arzneimitteln (Schleifendiuretika, z. B. Furosemid) ist das Risiko von St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushaltes erh√∂ht.

Metformin (Mittel bei Zuckerkrankheit)
Xipamid kann die Nierenfunktion einschränken. Metformin sollte in solchen Fällen möglichst nicht angewendet werden.

Jodhaltige Kontrastmittel
Vor der Anwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels ist ein eventuell bestehender Fl√ľssigkeitsmangel durch Zufuhr von Salzl√∂sungen bzw. reichliches Trinken auszugleichen (Rehydratation).

Trizyklische Antidepressiva vom Imipramintyp (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), Neuroleptika
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid 40 - 1 A Pharma kann verst√§rkt werden und es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Blutdruckabfall beim Lagewechsel vom Liegen bzw. Sitzen

zum Stehen (orthostatische Hypotonie).

Calcium(salze)
Es besteht das Risiko eines Anstiegs des Calciumspiegels im Blut durch eine verminderte Calciumausscheidung im Urin.

Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel mit immunsystemschwächender Wirkung)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann der Kreatininspiegel im Blut ansteigen ohne Veränderung im Wasser- oder Natriumhaushalt.

Glukokortikoide (‚ÄěCortison‚Äú), Tetracosactid

Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid 40 - 1 A Pharma kann vermindert sein.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Risiko einer verstärkten Knochenmarkschädigung, insbesondere einer Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozytopenie), bestehen.

Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika), harnsäuresenkende Arzneimittel gegen Gicht, Noradrenalin, Adrenalin
Die Wirkungen dieser Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme von Xipamid 40 - 1 A Pharma abgeschwächt werden.

Chinidin (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen), Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Senkung der Muskelspannung) vom Curare-Typ
Die Ausscheidung dieser Arzneimittel kann vermindert werden. Grundsätzlich ist dadurch eine verstärkte oder verlängerte Wirkung möglich.

Colestipol und Colestyramin
Die Aufnahme (Resorption) von Xipamid 40 - 1 A Pharma im Magen-Darm-Trakt wird vermutlich durch diese Arzneimittel vermindert.

Einnahme von Xipamid 40 - 1 A Pharma zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

W√§hrend der Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma kann es sinnvoll sein, wegen der erh√∂hten Kaliumausscheidung kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen (Bananen, Gem√ľse, N√ľsse). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob diese Empfehlung f√ľr Sie zutrifft und welche Fl√ľssigkeitsmenge Sie t√§glich trinken sollen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Xipamid 40 - 1 A Pharma nicht einnehmen, da aufgrund der Wirkungsweise von Xipamid, dem Wirkstoff von Xipamid 40 - 1 A Pharma, ein Risiko f√ľr das ungeborene bzw. neugeborene Kind besteht. Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, ob Xipamid, der Wirkstoff von Xipamid 40 - 1 A Pharma, in die Muttermilch ausgeschieden wird, d√ľrfen Sie w√§hrend der Stillzeit Xipamid 40 - 1 A Pharma nicht einnehmen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Xipamid 40 - 1 A Pharma enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Xipamid 40 - 1 A Pharma daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Xipamid 40 - 1 A Pharma einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gew√ľnschte Effekt erzielt wird.

Die empfohlene Dosis beträgt

sowohl bei Bluthochdruck als auch bei Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe f√ľr Erwachsene 1-mal t√§glich 20 mg Xipamid. Hierf√ľr stehen Tabletten mit niedrigerer Wirkstoffst√§rke zur Verf√ľgung (z. B. Xipamid 20 - 1 A Pharma).

Zur Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe k√∂nnen Dosierungen von bis zu 1- mal t√§glich 1 Tablette Xipamid 40 - 1 A Pharma (entsprechend 40 mg Xipamid) erforderlich sein.

Bei höhergradig eingeschränkter Nierenfunktion kann die Dosierung auf bis zu 2-mal täglich 1 Tablette Xipamid 40 - 1 A Pharma (entsprechend 80 mg Xipamid) gesteigert werden.

Eine Erh√∂hung der Dosis auf √ľber 80 mg Xipamid pro Tag wird nicht empfohlen.

Nach erfolgter Ausschwemmung der Fl√ľssigkeitsansammlungen kann zur Verhinderung eines R√ľckfalls auf 20 mg oder 10 mg Xipamid umgestellt werden.

Nach einer Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt werden.

Bei eingeschränkter Leberfunktion
Bei Leberfunktionsstörungen sollte Xipamid der Einschränkung entsprechend dosiert werden.

Bei eingeschränkter Herzfunktion
Bei schwerer Herzschwäche (schwerer kardialer Dekompensation) kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Xipamid deutlich eingeschränkt ist.

Anwendung bei Kindern
Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein, am besten morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.

Anwendungshinweis
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Zur Teilung legt man die Tablette mit der größeren Bruchkerbe nach oben auf eine feste Unterlage. Durch leichten Druck mit dem Daumen teilt man die Tablette in vier Teile.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Wenn Sie eine größere Menge von Xipamid 40 - 1 A Pharma eingenommen haben als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit gr√∂√üeren Mengen von Xipamid 40 - 1 A Pharma ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Xipamid 40 - 1 A Pharma abbrechen

Nach einer Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Xipamid 40 - 1 A Pharma zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Arzneimittelgruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma beeinflusst werden.

Von folgender Kombination wird abgeraten

Lithium

Bei gleichzeitiger Lithiumbehandlung wird die schädigende (toxische) Wirkung des Lithiums auf Herz- und Nervensystem verstärkt.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Nebenwirkungen

Blut und lymphatisches System

Sehr selten: Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Blutarmut durch Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie), hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: In Einzelfällen kann sich eine arzneimittelallergische Erkrankung, das Stevens- Johnson Syndrom bis hin zu einer toxischen epidermalen Nekrolyse (Lyell-Syndrom) ausprägen.

Nervensystem
H√§ufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, M√ľdigkeit, Schwitzen

Psychiatrische Störungen
Häufig: Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Angst, Erregtheit (Agitiertheit)

Herz und Kreislauf
Häufig: Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (orthostatische Hypotonie), Herzklopfen

Herzerkrankungen
Sehr häufig: EKG-Veränderungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte Herzmittel (Glykoside), Herzrhythmusstörungen

Bei hoher Dosierung ist insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen das Risiko von Thrombosen und Embolien erhöht.

Magen-Darm-Trakt
Häufig: Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung

Selten: Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse mit Blutung (h√§morrhagische Pankreatitis)

Leber-Galle
Selten: akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis) bei bestehenden Gallensteinleiden (Cholelithiasis)

Sehr selten: Gelbsucht (Ikterus)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr h√§ufig: Senkung des Kaliumspiegels im Blut, die zu Erscheinungen wie √úbelkeit und Erbrechen f√ľhren kann.

Selten: Erhöhung der Blutfettwerte (Hyperlipidämie)

Ein latenter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kann zum Vorschein kommen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Erhöhung der Blutzuckerwerte auftreten.

Haut und Unterhautbindegewebe
Selten: allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag, Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung)

Augen
Selten: geringf√ľgige Sehst√∂rungen, Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie)

Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Winkelverschlussglaukom)

Bewegungsapparat
Häufig: Muskelkrämpfe

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Spannungsverlust der Skelettmuskulatur

Nieren und Harnwege
Sehr selten: akute Entz√ľndung der Nieren (akute interstitielle Nephritis)

St√∂rungen des Elektrolyt-(Salz-) und Fl√ľssigkeitshaushalts
Sehr h√§ufig kommt es zu einem Abfall des Kaliumspiegels im Blut, der zu Erscheinungen wie √úbelkeit, Erbrechen, EKG-Ver√§nderungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte Herzmittel (Glykoside), Herzrhythmusst√∂rungen und Spannungsverlust der Skelettmuskulatur f√ľhren kann.

H√§ufig werden w√§hrend einer Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma, als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung, St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt beobachtet. Daher sind regelm√§√üige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Calcium) durch den Arzt angezeigt.

Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erh√∂hten Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erh√∂hter Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in Symptomen wie Muskelschw√§che, Missempfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und Pulsunregelm√§√üigkeiten (z. B. Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.

Infolge erh√∂hter Natriumverluste √ľber die Niere kann es insbesondere bei eingeschr√§nkter Zufuhr von Kochsalz zu Natriummangelzust√§nden mit entsprechenden Krankheitszeichen kommen (Teilnahmslosigkeit [Apathie], Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszust√§nde).

Eine verminderte Calciumausscheidung √ľber die Nieren kann zu einem erh√∂hten Calciumgehalt im Blut f√ľhren.

Bei erh√∂hten Magnesiumverlusten √ľber die Niere kann als Folge ein Magnesiummangelzustand auftreten, in seltenen F√§llen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet.

Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste unter Behandlung mit Xipamid 40 - 1 A Pharma kann sich eine metabolische Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut) entwickeln bzw.

eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.

Eine Erh√∂hung der Harns√§urespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Bei sehr starker (exzessiver) Harnausscheidung (Diurese) kann es zu einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) kommen. Infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) kann es zur Bluteindickung (Hämokonzentration) und in seltenen Fällen zu Krampfanfällen (Konvulsionen), Benommenheit, Verwirrtheitszuständen und zum Kreislaufkollaps kommen.

Allgemeine Störungen
Selten: √úberempfindlichkeitsreaktionen

Gegenmaßnahmen

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie so bald wie m√∂glich Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.

Die Therapie sollte abgebrochen werden bei

  • therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushalts
  • Kreislaufbeschwerden bei aufrechter K√∂rperhaltung (orthostatische Regulationsst√∂rungen)
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • ausgepr√§gten Magen-Darm-Beschwerden (gastrointestinale Beschwerden)
  • zentralnerv√∂sen St√∂rungen
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
  • Blutbildver√§nderungen (An√§mie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
  • akuter Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis)
  • Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
  • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie)

Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergef√ľhrt werden kann.

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Xipamid 40 - 1 A Pharma nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr

Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Xipamid 40 - 1 A Pharma aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh√§ltnis nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht

sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Xipamid 40 - 1 A Pharma enthält

Der Wirkstoff ist Xipamid.

1 Tablette enthält 40 mg Xipamid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Polysorbat 80, Povidon K90, Stearinsäure (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid

Wie Xipamid 40 - 1 A Pharma aussieht und Inhalt der Packung

Xipamid 40 - 1 A Pharma sind weiße, runde Tabletten, gewölbt und mit beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Xipamid 40 - 1 A Pharma ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

1 A Pharma GmbH

Keltenring 1 + 3

82041 Oberhaching

Tel.: 089/6138825 - 0

Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xipamid 40 - 1 A Pharma - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller 1 A Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.05.2006
ATC Code C03B
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden