Xipamid AbZ 20 mg Tabletten

Abbildung Xipamid AbZ 20 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 21.06.2005
ATC Code C03BA10
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Zulassungsinhaber

AbZ-Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Xipamid AbZ 10 mg Tabletten Xipamid AbZ-Pharma GmbH
Xipamid AL 40mg Tabletten Xipamid ALIUD PHARMA GmbH
Xipagamma 40mg Tabletten Xipamid Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Xipa TAD 10mg Xipamid TAD Pharma GmbH
Xipagamma 20mg Tabletten Xipamid Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xipamid AbZ ist ein blutdrucksenkendes und harntreibendes Mittel.

wird angewendet bei

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Xipamid, andere Sulfonamidderivate oder Thiazide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen mit Bewusstseinsst√∂rungen (Coma und Praecoma hepaticum)
  • bei schweren Kaliummangelzust√§nden, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (Hypokali√§mie)
  • bei schweren Natriummangelzust√§nden (Hyponatri√§mie)
  • bei erh√∂htem Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalz√§mie)
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie)
  • bei Gicht (erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut mit Ablagerungen der harnsauren Salze an verschiedenen K√∂rperstellen, z. B. den Gelenken)
  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Xipamid AbZ anwenden.

Der Wasser- und Salzhaushalt (z. B. Kalium, Natrium) im Blut sollte vor Behandlungsbeginn sowie während der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sind häufigere Kontrollen erforderlich.

Bei einer behandlungsresistenten Entgleisung des Wasserhaushaltes sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Der Kalziumspiegel im Blut kann vor√ľbergehend erh√∂ht sein. Eine anhaltende Erh√∂hung kann auf eine Erkrankung der Nebenschilddr√ľse hinweisen. Vor einer eventuellen Untersuchung der Nebenschilddr√ľsenfunktion ist die Behandlung abzubrechen.

Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel engmaschig zu kontrollieren.

Bei Patienten mit vermehrter Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Xipamid AbZ einnehmen, wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eines Druckanstiegs in Ihrem Auge sein und kann innerhalb von Stunden bis zu Wochen nach Einnahme von Xipamid AbZ auftreten. Ohne Behandlung kann dies zu einem dauerhaften Sehverlust f√ľhren. Die Gefahr hierf√ľr ist erh√∂ht, wenn Sie in der Vergangenheit eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie hatten.

Kinder

Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Xipamid AbZ zu einer durch Leberschädigung ausgelösten Gehirnerkrankung (hepatische Enzephalopathie) kommen. In diesem Fall ist Xipamid AbZ sofort abzusetzen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Dieses Arzneimittel (Thiazid-Diuretikum) und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler bzw. geringf√ľgig eingeschr√§nkter Nierenfunktion voll wirksam. Bei √§lteren Patienten ist dies entsprechend zu ber√ľcksichtigen.

Es kann zu einer Nierenfunktionsstörung (funktionellen Niereninsuffizienz) kommen, die bei Nierengesunden ohne Folgen bleibt, sich bei einer bestehenden Niereninsuffizienz aber verschlechtern kann.

Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich

Substanzen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes, Kammerflimmern mit St√∂rung der Erregungsausbreitung im Herzen) f√ľhren k√∂nnen

  • Bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Klasse-Ia-Antiarrhythmika, z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
  • Klasse-III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
  • Bestimmte Psychopharmaka (Antipsychotika), Phenothiazine (z. B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin), Benzamine (z. B. Amisulpirid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone (z. B. Droperidol, Haloperidol)
  • Andere: z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxacin, Vincamin i.v.

Das Risiko von Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes) wird durch einen erniedrigten Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) erhöht. Engmaschige Kontrollen durch den Arzt sind unbedingt erforderlich.

Entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nicht-steroidale Antiphlogistika [z. B. Indometacin, Acetylsalicyls√§ure], inklusive selektive COX-2-Inhibitoren, hochdosierte Salicyls√§ure) Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Xipamid AbZ kann vermindert werden.

Bei einem Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation) besteht das Risiko eines akuten Nierenversagens. Zu Behandlungsbeginn muss daher die Nierenfunktion kontrolliert und f√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr gesorgt werden.

ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung z. B. von Bluthochdruck)
Wenn unter der bestehenden Behandlung mit Xipamid AbZ zusätzlich ACE-Hemmer eingenommen werden, sind ein starker Blutdruckabfall und/oder ein akutes Nierenversagen möglich; der ACE- Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren. Die Nierenfunktion muss vom Arzt regelmäßig kontrolliert werden.

Sonstige Mittel mit Kaliumspiegel-senkender Wirkung
Bei gleichzeitiger Gabe von Xipamid AbZ und Arzneimitteln, die zu Kaliumverlusten f√ľhren, z. B. andere Kaliumspiegel-senkende, harntreibende Arzneimittel, Kortikosteroide, Abf√ľhrmittel, Amphotericin B, Tetracosactid kann es zu einem erniedrigten Kaliumspiegel kommen. Dadurch k√∂nnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschw√§che) verst√§rkt werden.

Andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid AbZ kann durch andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Beta-Rezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße), gefäßerweiternde Mittel, Barbiturate (Arzneimittel zur Betäubung und gegen Anfallsleiden), Psychopharmaka (z. B. Phenothiazine), trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) verstärkt werden.

Baclofen
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid AbZ kann verstärkt werden.

F√ľr ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen. Die Nierenfunktion muss vom Arzt zu Behandlungsbeginn kontrolliert werden.

Herzglykoside (Digitalis)
Bei erniedrigten Kaliumspiegeln im Blut können schädigende Wirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschwäche) verstärkt werden. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG-Überwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.

Bei folgenden Kombinationen sind ferner Wechselwirkungen möglich:

Kaliumsparende harntreibende Mittel (Amilorid, Spironolacton, Triamteren)

Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu einem √ľberm√§√üigen Abfall oder Anstieg des Kaliumspiegels im Blut (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung oder Diabetes mellitus) kommen. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG- √úberwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.

Kaliumausscheidung fördernde harntreibende Mittel (z. B. Furosemid), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Amphotericin
Die gleichzeitige Anwendung mit Xipamid AbZ kann zu einem verst√§rkten Abfall des Kaliumspiegels im Blut f√ľhren. Insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Xipamid AbZ und bestimmten harntreibenden Arzneimitteln (Schleifendiuretika, z. B. Furosemid) ist das Risiko von St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushalts erh√∂ht.

Metformin (Mittel bei Zuckerkrankheit)
Durch eine Einschr√§nkung der Ausscheidung √ľber die Niere kann Metformin zu einer √úbers√§uerung des Blutes (Laktatazidose) f√ľhren. Metformin ist daher nicht anzuwenden, wenn die Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist.

Jodhaltige Kontrastmittel

Vor der Anwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels ist ein eventuell bestehender Fl√ľssigkeitsmangel durch Zufuhr von Salzl√∂sungen bzw. reichliches Trinken auszugleichen (Rehydratation).

Trizyklische Antidepressiva vom Imipramintyp (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), Neuroleptika
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid AbZ kann verst√§rkt werden und es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Blutdruckabfall beim Lagewechsel vom Liegen bzw. Sitzen zum Stehen (orthostatische Hypotonie).

Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel mit Immunsystem-schwächender Wirkung)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann der Kreatininspiegel ansteigen ohne Veränderung im Wasser- oder Natriumhaushalt.

Glukocortikoide (‚ÄěCortison‚Äú), Tetracosactid

Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid AbZ kann vermindert sein.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Risiko einer verstärkten Knochenmarkschädigung, insbesondere einer Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozytopenie) bestehen.

Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika), Harnsäure-senkende Arzneimittel gegen Gicht, Noradrenalin, Adrenalin

Die Wirkungen dieser Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme von Xipamid AbZ abgeschwächt werden.

Kalzium(salze), Chinidin (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen), Muskelrelaxanzien vom Curare-Typ (Arzneimittel zur Senkung der Muskelspannung)
Die Ausscheidung dieser Mittel kann vermindert werden. Grundsätzlich ist dadurch eine verstärkte oder verlängerte Wirkung möglich.

Colestipol und Colestyramin
Die Aufnahme (Resorption) von Xipamid AbZ im Magen-Darm-Trakt wird vermutlich durch diese Arzneimittel vermindert.

Einnahme von Xipamid AbZ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

W√§hrend der Behandlung mit Xipamid AbZ kann es sinnvoll sein, wegen der erh√∂hten Kaliumausscheidung kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen (Bananen, Gem√ľse, N√ľsse). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob diese Empfehlung f√ľr Sie zutrifft und welche Fl√ľssigkeitsmenge Sie t√§glich trinken sollen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Xipamid AbZ nicht einnehmen, da aufgrund der Wirkungsweise von Xipamid, dem Wirkstoff von Xipamid AbZ, ein Risiko f√ľr das ungeborene bzw. neugeborene Kind besteht.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen, bzw. bereits schwanger sind.

Da nicht bekannt ist, ob Xipamid, der Wirkstoff von Xipamid AbZ, in die Muttermilch ausgeschieden wird, d√ľrfen Sie Xipamid AbZ w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Xipamid AbZ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Xipamid AbZ als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Xipamid AbZ enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Xipamid AbZ erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Xipamid AbZ enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Xipamid AbZ einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gew√ľnschte Effekt erzielt wird.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis
Sowohl bei Bluthochdruck als auch bei Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe nehmen Erwachsene 1- mal t√§glich ¬Ĺ-1 Tablette (entsprechend 10-20 mg Xipamid).

Zur Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe k√∂nnen Dosierungen bis zu 2 Tabletten (entsprechend 40 mg Xipamid) t√§glich erforderlich sein.

Bei h√∂hergradig eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann die Dosierung auf bis zu 2-mal t√§glich 2 Tabletten (entsprechend 80 mg Xipamid) gesteigert werden. Hierf√ľr stehen auch Darreichungsformen mit h√∂heren St√§rken zur Verf√ľgung.

Eine Erh√∂hung der Dosis auf √ľber 80 mg Xipamid pro Tag wird nicht empfohlen.

Nach Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt werden.

Bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Leberfunktionsstörungen sollte Xipamid der Einschränkung entsprechend dosiert werden.

Bei eingeschränkter Herzfunktion

Bei schwerer Herzschwäche (schwerer kardialer Dekompensation) kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Xipamid deutlich eingeschränkt ist.

Anwendung bei Kindern

Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

Art und Dauer der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein, am besten morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Xipamid AbZ zu stark oder zu schwach ist.

vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

H√§ufig werden w√§hrend einer Behandlung mit Xipamid AbZ als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung entsprechende St√∂rungen beobachtet. Daher sind regelm√§√üige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) angezeigt.

  • Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erh√∂hten Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erh√∂hter Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in Symptomen wie Muskelschw√§che, Missempfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und Pulsunregelm√§√üigkeiten (z. B. Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.
  • Infolge erh√∂hter Natriumverluste √ľber die Niere kann es - insbesondere bei eingeschr√§nkter Zufuhr von Kochsalz - zu Natriummangelzust√§nden mit entsprechenden Krankheitszeichen kommen (Teilnahmslosigkeit [Apathie], Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszust√§nde).
  • Erh√∂hte Kalziumausscheidung √ľber die Niere kann zu einem Kalziummangelzustand f√ľhren. Dieser kann in seltenen F√§llen einen Zustand neuromuskul√§rer √úbererregbarkeit (Tetanie) ausl√∂sen.
  • Bei erh√∂hten Magnesiumverlusten √ľber die Niere kann als Folge ein Magnesiummangelzustand auftreten, in seltenen F√§llen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

‚ÄĘ Senkung des Kaliumspiegels im Blut, was zu Erscheinungen wie √úbelkeit, Erbrechen f√ľhren kann.

  • EKG-Ver√§nderungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegen√ľber bestimmten Herzmitteln (Glykoside), Herzrhythmusst√∂rungen.
  • Spannungsverlust der Skelettmuskulatur.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • St√∂rungen des Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitshaushalts:
    • Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation).
    • Senkung des Natriumspiegels im Blut (Hyponatri√§mie).
    • Senkung des Magnesiumspiegels im Blut (Hypomagnesi√§mie).
    • Es kann sich eine metabolische Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.
    • Reversibler Anstieg stickstoffhaltiger, harnpflichtiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin), vor allem zu Behandlungsbeginn.
    • Eine Erh√∂hung der Harns√§urespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.
  • Angst, Erregtheit (Agitiertheit)
  • Kopfschmerzen, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Schwindel.
  • Herzklopfen
  • Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (orthostatische Hypotonie).
  • Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit.
  • Schwitzen
  • Muskelkr√§mpfe
  • Antriebslosigkeit, M√ľdigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • Erh√∂hung der Blutfettwerte (Hyperlipid√§mie).
  • Geringf√ľgige Sehst√∂rungen, Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (akute Myopie).
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse mit Blutung (h√§morrhagische Pankreatitis).
  • Akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis) bei bestehendem Gallensteinleiden (Cholelithiasis).
  • Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautr√∂tung, Nesselausschlag, Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung).
  • Bei sehr starker Harnausscheidung (exzessiver Diurese) kann es infolge einer verminderten Blutmenge (Hypovol√§mie) zu Krampfanf√§llen (Konvulsionen), Benommenheit, Verwirrtheitszust√§nden und Kreislaufkollaps kommen.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Verringerung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie), Verringerung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), Blutarmut durch Blutbildungsst√∂rung im Knochenmark (aplastische An√§mie), hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose).
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Akute Entz√ľndung der Nieren (akute interstitielle Nephritis).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Ein latenter Diabetes kann zum Vorschein kommen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Erh√∂hung der Blutzuckerwerte auftreten.
  • Bei hoher Dosierung ist insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen das Risiko von Thrombosen und Embolien erh√∂ht.
  • Bei sehr starker Harnausscheidung (exzessiver Diurese) kann es infolge einer verminderten Blutmenge (Hypovol√§mie) zur Bluteindickung kommen (H√§mokonzentration).
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eines akuten Winkelblockglaukoms).

Gegenmaßnahmen

Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergef√ľhrt werden kann.

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Xipamid AbZ nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Xipamid AbZ aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blister angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xipamid AbZ 20 mg Tabletten - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden