Xipamid Heumann 40mg Tabletten

Abbildung Xipamid Heumann 40mg Tabletten
Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.09.2004
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Zulassungsinhaber

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Xipamid AAA-Pharma 10mg Tabletten Xipamid AAA-Pharma GmbH
Xipamid 10 - 1 A Pharma Xipamid 1 A Pharma GmbH
Xipamid HEXAL 20 mg Tabletten Xipamid Hexal Aktiengesellschaft
Xipamid AbZ 20 mg Tabletten Xipamid AbZ-Pharma GmbH
Xipamid-ratiopharm 10 mg Tabletten Xipamid Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xipamid Heumann 40 mg ist ein blutdrucksenkendes und harntreibendes Mittel.

Xipamid Heumann 40 mg wird angewendet bei:

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Xipamid Heumann 40 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Xipamid, anderen Sulfonamidderivaten oder Thiaziden (m√∂gliche Kreuzreaktionen beachten), oder einem der sonstigen Bestandteile von Xipamid Heumann 40 mg sind,
  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen mit Bewusstseinsst√∂rungen (Coma und Praecoma hepaticum),
  • bei schweren Kaliummangelzust√§nden, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (Hypokali√§mie),
  • bei schweren Natriummangelzust√§nden (Hyponatri√§mie),

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

  • bei erh√∂htem Calciumspiegel im Blut (Hyperkalzi√§mie),
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie),
  • bei Gicht (erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut mit Ablagerungen der harnsauren Salze an verschiedenen K√∂rperstellen, z. B. den Gelenken),
  • wenn Sie schwanger sind,
  • wenn Sie stillen.

Kinder

Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Xipamid Heumann 40 mg ist erforderlich

Warnhinweis:Bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg zu einer durch Leberschädigung ausgelösten Gehirnerkrankung (hepatische Encephalopathie) kommen. In diesem Fall ist Xipamid Heumann 40 mg sofort abzusetzen.

Der Wasser- und Salzhaushalt (z. B. Kalium, Natrium) im Blut sollte vor Behandlungsbeginn, sowie während der Behandlung in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sind häufigere Kontrollen erforderlich.

Bei einer behandlungsresistenten Entgleisung des Wasserhaushaltes sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Der Calciumspiegel im Blut kann vor√ľbergehend erh√∂ht sein. Eine anhaltende Erh√∂hung kann auf eine Erkrankung der Nebenschilddr√ľse hinweisen. Vor einer eventuellen Untersuchung der Nebenschilddr√ľsenfunktion ist die Behandlung abzubrechen.

Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel engmaschig zu kontrollieren.Bei Patienten mit vermehrter Harnsäure im Blut (Hyperurikämie) kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen.

Es kann zu einer Nierenfunktionsstörung (funktionelle Niereninsuffizienz) kommen, die bei Nierengesunden ohne Folgen bleibt, sich bei einer bestehenden Niereninsuffizienz aber verschlechtern kann.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Xipamid Heumann 40 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen einer Anwendung von Xipamid Heumann 40 mg als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden; schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Bei Einnahme von Xipamid Heumann 40 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Arzneimittelgruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg beeinflusst werden.

Von folgenden Kombinationen wird abgeraten:

Lithium

Bei gleichzeitiger Lithiumbehandlung wird die schädigende (toxische) Wirkung des Lithiums auf Herz- und Nervensystem verstärkt.

Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich:

Substanzen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes, Kammerflimmern mit St√∂rung der Erregungsausbreitung im Herzen) f√ľhren k√∂nnen.

  • Bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Klasse I a Antiarrhythmika, z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
  • Klasse III Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
  • Bestimmte Psychopharmaka (Antipsychotika), Phenothiazine (z. B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin), Benzamine (z. B. Amisulpirid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone (z. B. Droperidol, Haloperidol)
  • Andere: z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i. v., Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxazin, Vincamin i. v. .

Das Risiko von Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes) wird durch einen erniedrigten Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) erhöht. Engmaschige Kontrollen durch den Arzt sind unbedingt erforderlich.

Entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nichtsteroidale Antiphlogistika z. B. Indometacin und Acetylsalicyls√§ure) inklusive selektive COX-2 Inhibitoren, hochdosierte Salicyls√§ure.
Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann vermindert werden.

Bei einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) besteht das Risiko eines akuten Nierenversagens.

Daher muss zu Behandlungsbeginn die Nierenfunktion vom Arzt kontrolliert werden. F√ľr eine aus- reichende Fl√ľssigkeitszufuhrist zu sorgen.

ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung z. B. von Bluthochdruck)
Wenn unter der bestehenden Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg zusätzlich ACE-Hemmer eingenommen werden, sind ein starker Blutdruckabfall und/oder ein akutes Nierenversagen möglich. Der ACE-Hemmer ist vom Arzt entsprechend vorsichtig zu dosieren. Die Nierenfunktion muss vom Arzt regelmäßig kontrolliert werden.

Sonstige Mittel mit kaliumspiegelsenkender Wirkung
Bei gleichzeitiger Gabe von Xipamid Heumann 40 mg und Arzneimitteln, die zu Kaliumverlusten

f√ľhren, z. B. andere kaliumspiegelsenkende und harntreibende Arzneimittel, Glykocortikoide (‚ÄěCortison‚Äú), Abf√ľhrmittel, Amphotericin B oder Tetracosactid kann es zu einem erniedrigten

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Kaliumspiegel kommen. Dadurch können Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschwäche) verstärkt werden.

Andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Betarezeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße), gefäßerweiternde Mittel, Barbiturate (Arzneimittel zur Betäubung und gegen Anfallsleiden), Psychopharmaka (z. B. Phenothiazine), trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Alkohol:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann durch diese Arzneimittel sowie durch Alkohol verstärkt werden.

Baclofen:
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann verstärkt werden.

F√ľr ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen. Die Nierenfunktion muss vom Arzt zu Behandlungsbeginn kontrolliert werden.

Herzglykoside (Digitalis)
Bei erniedrigten Kaliumspiegeln im Blut können schädigende Wirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschwäche) verstärkt werden. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG-Überwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.

Bei folgenden Kombinationen sind ferner Wechselwirkungen möglich:

Kaliumsparende harntreibende Mittel (Amilorid, Spironolacton, Triamteren):

Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu einem √ľberm√§√üigen Abfall oder Anstieg des Kaliumspiegels im Blut (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung oder Diabetes) kommen. Kontrollen des Kaliumspiegels und EKG- √úberwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen.

Kaliumausscheidung fördernde harntreibende Mittel (z. B. Furosemid), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Amphotericin:
Die gleichzeitige Anwendung mit Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann zu einem verst√§rkten Abfall des Kaliumspiegels im Blut f√ľhren.

Insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten und bestimmten harntreibenden Arzneimitteln (Schleifendiuretika, z. B. Furosemid) ist das Risiko von St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushaltes erh√∂ht.

Metformin (Mittel bei Zuckerkrankheit)
Xipamid kann die Nierenfunktion einschränken. Metformin sollte in solchen Fällen möglichst nicht angewendet werden.

Jodhaltige Kontrastmittel

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Vor der Anwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels ist ein eventuell bestehender Fl√ľssigkeitsmangel durch Zufuhr von Salzl√∂sungen bzw. reichliches Trinken auszugleichen (Rehydratation).

Trizyklische Antidepressiva vom Imipramin-Typ (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), Neuroleptika:
Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann verst√§rkt werden, und es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Blutdruckabfall beim Lagewechsel vom Liegen bzw. Sitzen zum Stehen (orthostatische Hypotonie).

Calcium(salze):
Es besteht das Risiko eines Anstiegs des Calciumspiegels im Blut durch eine verminderte Calciumausscheidung im Urin.

Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel mit immunsystemschwächender Wirkung)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann der Kreatininspiegel ansteigen ohne Veränderung im Wasser- oder Natriumhaushalt.

Glykocortikoide (‚ÄěCortison‚Äú), Tetracosactid:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten kann vermindert sein.

Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat)
Bei gleichzeitiger Anwendung kann das Risiko einer verstärkten Knochenmarksschädigung insbesondere einer Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Granulozytopenie) bestehen.

Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika), harnsäuresenkende Arzneimittel gegen Gicht, Noradrenalin, Adrenalin:
Die Wirkungen dieser Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten abgeschwächt werden.

Chinidin (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen), Muskelrelaxantien (Arzneimittel zur Senkung der Muskelspannung) vom Curare-Typ
Die Ausscheidung dieser Arzneimittel kann vermindert werden. Grundsätzlich ist dadurch eine verstärkte oder verlängerte Wirkung möglich.

Colestipol und Colestyramin:
Die Aufnahme (Resorption) von Xipamid Heumann 40 mg Tabletten im Magen-Darm-Trakt wird vermutlich durch diese Arzneimittel vermindert.

Bei Einnahme von Xipamid Heumann 40 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

W√§hrend der Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg kann es sinnvoll sein, wegen der erh√∂hten Kaliumausscheidung kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen (Bananen, Gem√ľse, N√ľsse). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob diese Empfehlung f√ľr Sie zutrifft, und welche Fl√ľssigkeitsmenge Sie t√§glich trinken sollen.

Schwangerschaft und Stillzeit

SchwangerschaftWenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Xipamid Heumann 40 mg nicht einnehmen, da aufgrund der Wirkungsweise von Xipamid, dem Wirkstoff von Xipamid Heumann 40 mg, ein Risiko f√ľr das ungeborene bzw. neugeborene Kind besteht.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, ob Xipamid, der Wirkstoff von Xipamid Heumann 40 mg, in die Muttermilch ausgeschieden wird, d√ľrfen Sie w√§hrend der Stillzeit Xipamid Heumann 40 mg nicht einnehmen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Warnhinweise √ľber bestimmte Bestandteile von Xipamid Heumann 40 mg

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Xipamid Heumann 40 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Xipamid Heumann 40 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell, vor allem nach dem Behandlungserfolg, festgelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gew√ľnschte Effekt erzielt wird.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis

Sowohl bei Bluthochdruck als auch bei Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe nehmen Erwachsene 1-mal t√§glich 20 mg.

Hierf√ľr stehen Tabletten mit niedrigerer Wirkstoffst√§rke zur Verf√ľgung.

Zur Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe k√∂nnen Dosierungen von bis zu 1-mal t√§glich 1 Tablette Xipamid Heumann 40 mg (40 mg Xipamid) erforderlich sein.

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Bei höhergradig eingeschränkter Nierenfunktion kann die Dosierung auf bis zu 2-mal täglich 1 Tablette Xipamid Heumann 40 mg (entsprechend 80 mg Xipamid) gesteigert werden.

Eine Erh√∂hung der Dosis auf √ľber 80 mg Xipamid pro Tag wird nicht empfohlen.

Nach erfolgter Ausschwemmung der Fl√ľssigkeitsansammlungen kann zur Verhinderung eines R√ľckfalls auf 20 mg oder 10 mg Xipamid umgestellt werden.

Nach Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt werden.

Bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Leberfunktionsstörungen sollte Xipamid der Einschränkung entsprechend dosiert werden.

Bei eingeschränkter Herzfunktion

Bei schwerer Herzschwäche (schwerer kardialer Dekompensation) kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Xipamid deutlich eingeschränkt ist.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein, am besten morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Xipamid Heumann 40 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Xipamid Heumann 40 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit gr√∂√üeren Mengen von Xipamid Heumann 40 mg ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Xipamid Heumann 40 mg vergessen haben

Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Xipamid Heumann 40 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Sehr häufigmehr als 1 Behandelter von 10
Häufig1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr seltenweniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekanntH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Blut und lymphatisches System

Sehr selten: Verringerung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verringerung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), Blutarmut durch Blutbildungsstörung im Knochenmark (aplastische Anämie), hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose).

Nervensystem

H√§ufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mundtrockenheit, M√ľdigkeit, Schwitzen.

Psychiatrische Störungen

Häufig: Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Angst, Erregtheit (Agitiertheit).

Herz und Kreislauf

Häufig: Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), Herzklopfen.

Bei hoher Dosierung ist insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen das Risiko von Thrombosen und Embolien erhöht.

Magen-Darm-Trakt

Häufig: Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durchfall, Verstopfung.

Selten: Entz√ľndung der Bauspeicheldr√ľse mit Blutung (h√§morrhagische Pankreatitis).

Leber/Galle

Selten: Akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholecystitis) bei bestehenden Gallensteinleiden (Cholelithiasis).

Sehr selten: Gelbsucht (Ikterus).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Erhöhung der Blutfettwerte (Hyperlipidämie).

Ein latenter Diabetes kann zum Vorschein kommen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Erhöhung der Blutzuckerwerte auftreten.

Haut und Unterhautbindegewebe

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Selten: Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Nesselausschlag, Licht- empfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung).

Augen

Selten: Geringf√ľgige Sehst√∂rungen, Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie).

Bewegungsapparat

Häufig: Muskelkrämpfe.

Nieren und Harnwege

Sehr selten: akute Entz√ľndung der Nieren (akute interstitielle Nephritis).

St√∂rungen des Elektrolyt- (Salz-) und Fl√ľssigkeitshaushalts

H√§ufig werden w√§hrend einer Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt beobachtet. Daher sind regelm√§√üige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Calcium) durch den Arzt angezeigt.

Sehr h√§ufig kommt es zu einem Abfall des Kaliumspiegels im Blut, der zu Erscheinungen wie √úbelkeit, Erbrechen, EKG-Ver√§nderungen, gesteigerter Empfindlichkeit gegen bestimmte Herzmittel (Glykoside), Herzrhythmusst√∂rungen und Spannungsverlust der Skelettmuskulatur f√ľhren kann.

Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erh√∂hten Kaliumverlusten (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwitzen) kann als Folge erh√∂hter Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand auftreten, der sich in Symptomen wie Muskelschw√§che, Missempfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und Pulsunregelm√§√üigkeiten (z. B. Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.

Infolge erh√∂hter Natriumverluste √ľber die Niere kann es, insbesondere bei eingeschr√§nkter Zufuhr von Kochsalz, zu Natriummangelzust√§nden mit entsprechenden Krankheitszeichen kommen [Teilnahmslosigkeit (Apathie), Wadenkr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszust√§nde].

Erh√∂hte Calciumausscheidung √ľber die Niere kann zu einem Calciummangelzustand f√ľhren. Dieser kann in seltenen F√§llen einen Zustand neuromuskul√§rer √úbererregbarkeit (Tetanie) ausl√∂sen.

Bei erh√∂hten Magnesiumverlusten √ľber die Niere kann als Folge ein Magnesiummangelzustand auftreten, in seltenen F√§llen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet.

Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste unter Behandlung mit Xipamid Heumann 40 mg kann sich eine metabolische Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.

Eine Erh√∂hung der Harns√§urespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Bei sehr starker (exzessiver) Harnausscheidung (Diurese) kann es zu einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) kommen. Infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) kann es zur Bluteindickung (Hämokonzentration) und in seltenen Fällen zu Krampfanfällen (Konvulsionen), Benommenheit, Verwirrtheitszuständen und zum Kreislaufkollaps kommen.

Allgemeine Störungen:

Selten: √úberempfindlichkeitsreaktionen.

Gegenmaßnahmen

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie so bald wie m√∂glich Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.

Die Therapie sollte abgebrochen werden bei:

  • therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushalts
  • Kreislaufbeschwerden bei aufrechter K√∂rperhaltung (orthostatischen Regulationsst√∂rungen)
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • ausgepr√§gten Magen-Darm-Beschwerden (gastrointestinalen Beschwerden)
  • zentralnerv√∂sen St√∂rungen
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
  • Blutbildver√§nderungen (An√§mie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
  • akuter Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis)
  • Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
  • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie).

Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergef√ľhrt werden kann.

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Xipamid Heumann 40 mg nicht nochmals eingenommen werden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach auf Faltschachtel und Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Xipamid Heumann 40 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Xipamid

1 Tablette enthält 40 mg Xipamid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Povidon (K-Wert 25), Cetylalkohol (Ph. Eur.), Lactose- Monohydrat, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (pflanzlich), Eisenoxidhydrat x H2O, Indigocarmin, Aluminiumsalz.

Wie Xipamid Heumann 40 mg aussieht, und in welchen Packungsgrößen es erhältlich ist

Hellgr√ľne, runde Tabletten mit Bruchkerbe.

Xipamid Heumann 40 mg ist in Originalpackungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HEUMANN PHARMAGmbH & Co. Generica KG

S√ľdwestpark 50 ¬∑ 90449 N√ľrnberg

Telefon/Telefax: 0700 4386 2667

E-Mail: info@heumann.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet: 03/2009.

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen Xipamid Heumann 40 mg, ein Arzneimittel mit dem bewährten Wirkstoff Xipamid, verordnet.

Dieses Arzneimittel soll Ihnen helfen, schneller beschwerdefrei zu werden. Damit Xipamid Heumann 40 mg seine Wirkung optimal entfalten kann, ist es wichtig, dass Sie sich genau an die Anwendungsvorschriften Ihres Arztes halten und die Angaben in der Gebrauchsinformation beachten.

Zur besseren Erinnerung k√∂nnen Sie die Anweisungen zur Anwendung in das daf√ľr bestimmte Feld auf der Packungsr√ľckseite eintragen.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, die Ihnen gerne weiterhelfen. Wir w√ľnschen Ihnen gute Besserung!

Wichtige Information zur Entsorgung dieses Arzneimittels und seiner Verpackung

Die Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG hat sich dem R√ľcknahme- und Verwertungssystem Vfw-REMEDICA angeschlossen. Wir bitten Sie deshalb, dieses Arzneimittel

Xipamid Heumann 40 mg Tabletten

nicht dem Restm√ľll beizuf√ľgen, sondern es zusammen mit seiner Verpackung bei an Vfw- REMEDICA teilnehmenden Apotheken abzugeben.

Verschreibungspflichtig

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xipamid Heumann 40mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 23.09.2004
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden