Xipamid STADA 20mg Tabletten

Abbildung Xipamid STADA 20mg Tabletten
Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 22.09.2004
ATC Code C03BA10
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Xipamid Sandoz 40 mg Tabletten Xipamid Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Xipamid HEXAL 20 mg Tabletten Xipamid Hexal Aktiengesellschaft
Xipamid AAA-Pharma 20mg Tabletten Xipamid AAA-Pharma GmbH
Xipamid AL 40mg Tabletten Xipamid ALIUD PHARMA GmbH
Xipamid AbZ 40 mg Tabletten Xipamid AbZ-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Xipamid STADA¬ģ ist ein blutdrucksenkendes und harntreibendes Arzneimittel (Diuretikum).

wird angewendet

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Xipamid, andere Sulfona- midderivate oder Thiazide (m√∂gliche Kreuzreaktionen beachten) oder ei- nen der sonstigen Bestandteile von Xipamid STADA¬ģ sind

  • bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen mit Bewusstseinsst√∂rungen (Ko- ma und Praekoma hepaticum)
  • bei schweren Kaliummangelzust√§nden, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (Hypokali√§mie)
  • bei schweren Natriummangelzust√§nden (Hyponatri√§mie)
  • bei erh√∂htem Calciumspiegel im Blut (Hyperkalz√§mie)
  • bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie)
  • bei Gicht (erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut mit Ablagerungen der harnsau- ren Salze an verschiedenen K√∂rperstellen, z.B. den Gelenken)
  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie stillen.

Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen er- forderlich

  • Substanzen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen (Torsade de pointes, Kammerflimmern mit St√∂rung der Erregungsausbreitung im Her- zen) f√ľhren k√∂nnen
    • Bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Klasse I a Antiarrhythmika, z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)
    • Klasse III Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)
    • Bestimmte Psychopharmaka (Antipsychotika), Phenothiazine (z.B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Tri- fluoperazin), Benzamine (z.B. Amisulpirid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid), Butyrophenone (z.B. Droperidol, Haloperidol)
    • Andere: z.B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofan- trin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxacin, Vincamin i.v.

Das Risiko von Rhythmusstörungen der Herzkammern (ventrikuläre Ar- rhythmien, insbesondere Torsade de pointes) wird durch einen erniedrigten Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) erhöht. Engmaschige Kontrollen durch den Arzt sind unbedingt erforderlich

  • Entz√ľndungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (nichtstero- idale Antiphlogistika, z.B. Indometacin und Acetylsalicyls√§ure) einschlie√ülich selektive COX-2 Inhibitoren, hochdosierte Salicyls√§ure: Die blutdrucksen- kende und harntreibende Wirkung von Xipamid STADA¬ģ kann vermindert werden. Bei einem Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation) besteht das Risiko eines akuten Nierenversagens. Daher muss zu Behandlungsbeginn die Nierenfunktion vom Arzt kontrolliert werden. F√ľr eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen
  • ACE-Hemmer (Mittel zur Behandlung z.B. von Bluthochdruck): Wenn unter der bestehenden Behandlung mit Xipamid STADA¬ģ zus√§tzlich ACE- Hemmer eingenommen werden, sind ein starker Blutdruckabfall und/oder ein akutes Nierenversagen m√∂glich; der ACE-Hemmer ist vom Arzt entspre- chend vorsichtig zu dosieren. Die Nierenfunktion muss vom Arzt regelm√§√üig kontrolliert werden
  • Sonstige Mittel mit kaliumspiegelsenkender Wirkung: Bei gleichzeitiger Gabe von Xipamid STADA¬ģ und Arzneimitteln, die zu Kaliumverlusten f√ľh- ren, z.B. andere kaliumspiegelsenkende und harntreibende Arzneimittel, Glykokortikoide (Cortison), Abf√ľhrmittel, Amphotericin B, Tetracosactid kann es zu einem erniedrigten Kaliumspiegel im Blut kommen. Dadurch k√∂nnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herz- schw√§che) verst√§rkt werden
  • Andere harntreibende oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Betare- zeptorenblocker (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), Nitrate (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsst√∂rungen der Herzkranz- gef√§√üe), gef√§√üerweiternde Mittel, Barbiturate (Arzneimittel zur Bet√§ubung und gegen das Anfallsleiden), Psychopharmaka (z.B. Phenothiazine), tricyclische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressio- nen) und Alkohol: Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid STADA¬ģ kann durch diese Arzneimittel sowie durch Alkohol verst√§rkt werden
  • Baclofen: Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid STADA¬ģ kann ver- st√§rkt werden. F√ľr ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr ist zu sorgen. Die Nie- renfunktion muss vom Arzt zu Behandlungsbeginn kontrolliert werden
  • Herzglykoside (Digitalis): Bei erniedrigten Kaliumspiegeln im Blut k√∂nnen sch√§digende Wirkungen von Herzglykosiden (Mittel gegen Herzschw√§che) verst√§rkt werden. Kontrollen des Kaliumspiegels im Blut und eine EKG- √úberwachung durch den Arzt sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzu- passen.

Bei folgenden Kombinationen sind ferner Wechselwirkungen möglich:

Kaliumsparende harntreibende Mittel (Amilorid, Spironolacton, Triamte- ren): Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu einem √ľberm√§√üigen Abfall oder Anstieg des Kaliumspiegels im Blut (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rung oder Diabetes

mellitus) kommen. Kontrollen des Kaliumspiegels im Blut und EKG- √úberwachung sind erforderlich, ggf. ist die Dosierung anzupassen

  • Kaliumausscheidung f√∂rdernde harntreibende Mittel (z.B. Furosemid), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Amphotericin: Die gleichzeitige An- wendung mit Xipamid STADA¬ģ kann zu einem verst√§rkten Abfall des Kali- umspiegels im Blut f√ľhren. Insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung von Xipamid STADA¬ģ und bestimmten harntreibenden Arzneimitteln (Schlei- fendiuretika, z.B. Furosemid) ist das Risiko von St√∂rungen des Salz- und Fl√ľssigkeitshaushaltes erh√∂ht
  • Metformin (Mittel bei Zuckerkrankheit): Xipamid kann die Nierenfunktion einschr√§nken. Metformin sollte in solchen F√§llen m√∂glichst nicht angewen- det werden
  • Jodhaltige Kontrastmittel: Vor der Anwendung eines jodhaltigen Kon- trastmittels ist ein eventuell bestehender Fl√ľssigkeitsmangel durch Zufuhr von Salzl√∂sungen bzw. reichliches Trinken auszugleichen (Rehydratation)
  • Tricyclische Antidepressiva vom Imipramintyp (Arzneimittel zur Behand- lung von Depressionen), Neuroleptika: Die blutdrucksenkende Wirkung von Xipamid STADA¬ģ kann verst√§rkt werden und es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Blutdruckabfall beim Lagewechsel vom Liegen bzw. Sitzen zum Stehen (orthostatische Hypotonie)
  • Calcium(salze): Es besteht das Risiko eines Anstiegs des Calciumspiegels im Blut durch eine verminderte Calciumausscheidung im Urin
  • Ciclosporin, Tacrolimus (Mittel mit immunsystemschw√§chender Wirkung): Bei gleichzeitiger Anwendung kann der Kreatininspiegel im Blut ansteigen ohne Ver√§nderung im Wasser- oder Natriumhaushalt
  • Glykokortikoide (‚ÄěCortison‚Äú), Tetracosactid: Die blutdrucksenkende Wir- kung von Xipamid STADA¬ģ kann vermindert sein
  • Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat): Bei gleich- zeitiger Anwendung kann das Risiko einer verst√§rkten Knochenmarksch√§di- gung insbesondere einer Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Granulozytopenie) bestehen
  • Blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika), harns√§uresenkende Arzneimittel gegen Gicht, Noradrenalin, Adrenalin: Die Wirkungen die- ser Arzneimittel k√∂nnen bei gleichzeitiger Einnahme von Xipamid STADA¬ģ abgeschw√§cht werden
  • Chinidin (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen), Muskelrelaxanzien (Arzneimittel zur Senkung der Muskelspannung) vom Curare-Typ: Die Aus- scheidung dieser Mittel kann vermindert werden. Grunds√§tzlich ist dadurch eine verst√§rkte oder verl√§ngerte Wirkung m√∂glich
  • Colestipol und Colestyramin: Die Aufnahme (Resorption) von Xipamid STADA¬ģ im Magen-Darm-Trakt wird vermutlich durch diese Arzneimittel vermindert.

Bei Einnahme von Xipamid STADA¬ģ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken

W√§hrend der Behandlung mit Xipamid STADA¬ģ kann es sinnvoll sein, wegen der erh√∂hten Kaliumausscheidung kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich zu nehmen (Bananen, Gem√ľse, N√ľsse). Fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob diese Empfehlung f√ľr Sie zutrifft und welche Fl√ľssigkeitsmenge Sie t√§glich trinken sollen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apothe- ker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, d√ľrfen Sie Xipamid STADA¬ģ nicht einnehmen, da aufgrund der Wirkungsweise von Xipamid, dem Wirkstoff von Xipamid STADA¬ģ, ein Risiko f√ľr das ungeborene bzw. neugeborene Kind besteht.

Bitte wenden Sie sich daher umgehend an Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwan- gerschaft planen oder bereits schwanger sind.

Stillzeit

Da nicht bekannt ist, ob Xipamid, der Wirkstoff von Xipamid STADA¬ģ in die Mut- termilch ausgeschieden wird, d√ľrfen Sie w√§hrend der Stillzeit Xipamid STADA¬ģ nicht einnehmen.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reak- tionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne siche- ren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbe- ginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Al- kohol.

Xipamid STADA¬ģ enth√§lt Lactose

Bitte nehmen Sie Xipamid STADA¬ģ erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber be- stimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Xipamid STADA¬ģ einzunehmen?

Nehmen Sie Xipamid STADA¬ģ immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - fest- gelegt und ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gew√ľnschte Effekt erzielt wird.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

  • Sowohl bei Bluthochdruck als auch bei Fl√ľssigkeitsansammlungen im Ge- webe nehmen Erwachsene 1-mal t√§glich 10 bis 20 mg Xipamid (entspre- chend ¬Ĺ bis 1 Tablette Xipamid STADA¬ģ 20 mg).
  • Zur Behandlung von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe k√∂nnen Dosie- rungen bis zu 40 mg Xipamid (entsprechend bis zu 2 Tabletten Xipamid STADA¬ģ 20 mg pro Tag) erforderlich sein.
  • Bei h√∂hergradig eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann die Dosierung bis auf 80 mg Xipamid t√§glich (entsprechend 2-mal t√§glich 2 Tabletten Xipamid STADA¬ģ 20 mg) gesteigert werden. Eine Erh√∂hung der Dosis auf √ľber 80 mg Xipamid pro Tag wird nicht empfohlen.

Bei Langzeitbehandlung sollte Xipamid STADA¬ģ ausschleichend abgesetzt werden.

Bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei Leberfunktionsstörungen sollte Xipamid der Einschränkung entsprechend dosiert werden.

Bei eingeschränkter Herzfunktion

Falls Sie eine schwere Herzschwäche (schwere kardiale Dekompensation) ha- ben, kann es vorkommen, dass die Aufnahme von Xipamid deutlich einge- schränkt ist.

Bei Kindern

Bei Kindern sollte Xipamid nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Kenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bestehen.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein, am besten morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wir- kung von Xipamid STADA¬ģ zu stark oder zu schwach ist.

vergessen haben

Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme in der verordneten Dosierung fort.

Wenn Sie die Behandlung mit Xipamid STADA¬ģ abbrechen

Nach einer Langzeitbehandlung sollte Xipamid ausschleichend abgesetzt wer- den.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Xipamid STADA¬ģ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Behandelten

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Behandelten

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000 Behandelten

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000 Behandelten

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sehr häufig:

Abfall des Kaliumspiegels im Blut, der zu Erscheinungen wie √úbelkeit, Erb- rechen, EKG-Ver√§nderungen, gesteigerter Empfindlichkeit gegen bestimmte Herzmittel (Glykoside), Herzrhythmusst√∂rungen und Spannungsverlust der Skelettmuskulatur f√ľhren kann.

Häufig:

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Teilnahmslosigkeit (Lethargie)
  • Angst, Erregtheit (Agitiertheit)
  • Kreislaufbeschwerden beim Wechsel vom Liegen ins Stehen (orthostatische Hypotonie)
  • Herzklopfen
  • Oberbauchbeschwerden, krampfartige Schmerzen im Bauchraum, Durch- fall, Verstopfung, Mundtrockenheit
  • Schwitzen
  • Muskelkr√§mpfe
  • Antriebslosigkeit, M√ľdigkeit
  • St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung. Daher sind regelm√§√üige Kontrol-

len bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Calcium) durch den Arzt angezeigt.

Selten:

  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse mit Blutung (h√§morrhagische Pankrea- titis)
  • Akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis) bei bestehenden Gallenstein- leiden (Cholelithiasis)
  • Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Hautr√∂tung, Nesselausschlag, Licht- empfindlichkeit mit Auftreten von Hauterscheinungen nach Lichteinwirkung)
  • Erh√∂hung der Blutfettwerte (Hyperlipid√§mie)
  • Geringf√ľgige Sehst√∂rungen, Verst√§rkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen.

Sehr selten:

  • Verringerung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie), Verringerung der wei- √üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), Blutarmut durch Blutbildungsst√∂rung im Knochenmark (aplastische An√§mie), hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsympto- men (Agranulozytose)
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Akute Entz√ľndung der Nieren (akute interstitielle Nephritis).

Nicht bekannt:

Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Engwinkelglaukom).

Bei hoher Dosierung ist insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen das Risiko einer Verstopfung von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel (Thrombosen und Embolien) erhöht.

Ein latenter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) kann zum Vorschein kommen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus kann eine Erhöhung der Blutzuckerwerte auftreten.

Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr oder erh√∂hten Kalium- verlusten (z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall, sehr starkem Schwit- zen) kann als Folge erh√∂hter Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kalium- mangelzustand auftreten, der sich in Symptomen wie Muskelschw√§che, Miss- empfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Erb- rechen, Verstopfung, √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteiger- tem Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) und Pulsunregelm√§√üigkeiten (z.B. Reizbildungs- und Reizleitungsst√∂rungen des

Herzens) √§u√üern kann. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) oder zu Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.

Infolge erh√∂hter Natriumverluste √ľber die Niere kann es - insbesondere bei ein- geschr√§nkter Zufuhr von Kochsalz - zu Natriummangelzust√§nden mit entspre- chenden Krankheitszeichen kommen [Teilnahmslosigkeit (Apathie), Waden- kr√§mpfe, Appetitlosigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schl√§frigkeit, Erbrechen und Ver- wirrtheitszust√§nde].

Erh√∂hte Calciumausscheidung √ľber die Niere kann zu einem Calciummangel- zustand f√ľhren. Dieser kann in seltenen F√§llen einen Zustand neuromuskul√§rer √úbererregbarkeit (Tetanie) ausl√∂sen.

Bei erh√∂hten Magnesiumverlusten √ľber die Niere kann als Folge ein Magnesi- ummangelzustand auftreten, in seltenen F√§llen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet.

Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste unter Behandlung mit Xipamid STADA¬ģ kann sich eine metabolische Alkalose (Anstieg des pH-Wertes im Blut) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.

Eine Erh√∂hung der Harns√§urespiegel im Blut kann bei entsprechend veranlag- ten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Bei sehr starker (exzessiver) Harnausscheidung (Diurese) kann es zu einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) kommen. Infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) kann es zur Bluteindickung (Hämo- konzentration) und in seltenen Fällen zu Krampfanfällen (Konvulsionen), Be- nommenheit, Verwirrtheitszuständen und zum Kreislaufkollaps kommen.

Besondere Hinweise

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benach- richtigen Sie so bald wie m√∂glich Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.

Die Therapie sollte abgebrochen werden bei:

  • Therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushalts
  • Kreislaufbeschwerden bei aufrechter K√∂rperhaltung (orthostatische Regula- tionsst√∂rungen)
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • ausgepr√§gten Magen-Darm-Beschwerden (gastrointestinale Beschwerden)
  • zentralnerv√∂sen St√∂rungen
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
  • Blutbildver√§nderungen (An√§mie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
  • akuter Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis)
  • Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
  • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit (Myopie).

Falls eine Nebenwirkung pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen unter Umst√§n- den lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünah- men zu ergreifen sind und ob die Therapie weitergef√ľhrt werden kann.

Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf Xipamid STADA¬ģ nicht nochmals eingenommen werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apo- theker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinfor- mation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr In- formationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpa- ckung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú oder ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des an- gegebenen Monats.

Nicht √ľber 25¬įC, vor Licht gesch√ľtzt im Umkarton lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toi- lette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimit- tel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

Anzeige

Weitere Informationen

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 6033888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2020.

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen Xipamid STADA¬ģ verordnet und Sie sicherlich genau √ľber die Art Ihrer Erkrankung und die Notwendigkeit einer medikament√∂sen Therapie aufgekl√§rt. Hier, zur Erinnerung oder auch zur Erg√§nzung, noch einige Hinwei- se.

F√ľr Patienten mit zu hohem Blutdruck

Bluthochdruck ist eine der häufigsten Kreislauferkrankungen und leider langfris- tig nicht ungefährlich: Das Herz wird vermehrt belastet, da es ständig gegen den erhöhten Druck anpumpen muss, also viel mehr Arbeit leisten muss, als bei normalem Blutdruck. Auch die Wände der Adern können durch den hohen Blut- druck Schaden nehmen. Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzmuskelschwäche und Arterienverkalkung sind häufig u.a. Spätfolgen des Bluthochdrucks.

Ihr Herz arbeitet leichter und l√§nger, wenn der Blutdruck stimmt; deshalb ist ei- ne blutdrucksenkende, medikament√∂se Behandlung, wie in Ihrem Fall mit Xi- pamid STADA¬ģ, notwendig.

Sie k√∂nnen diese Behandlung wirksam unterst√ľtzen, wenn Sie zus√§tzliche Risi- kofaktoren wie Rauchen und √úbergewicht vermeiden. Au√üerdem k√∂nnen Sie mit kochsalzarmer Ern√§hrung und ausreichender k√∂rperlicher Bewegung dazu beitragen, Ihren Blutdruck in normaler H√∂he zu halten.

F√ľr Patienten mit Fl√ľssigkeitsansammlungen

Bei Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen k√∂nnen im Gewebe und in K√∂rper- h√∂hlen Fl√ľssigkeitsansammlungen, sog. √Ėdeme, auftreten, die Ihre Gesundheit beeintr√§chtigen. √Ėdeme k√∂nnen durch Medikamente wie Xipamid STADA¬ģ ausgeschwemmt werden, was √ľber den Urin geschieht.

Sie werden bemerken, dass besonders zu Beginn der Tabletteneinnahme Ihre t√§gliche Urinmenge deutlich h√∂her ist als sonst. Die √ľbersch√ľssige Fl√ľssigkeit verschwindet so auf nat√ľrlichem Weg. Bei morgendlicher Einnahme von Xi- pamid STADA¬ģ ist die harntreibende Wirkung abends soweit beendet, dass Ihre Nachtruhe in der Regel nicht gest√∂rt wird.

Bitte beachten Sie:

F√ľr Ihr t√§gliches Wohlergehen ist die zuverl√§ssige und regelm√§√üige Tabletten- einnahme nach Verordnung des Arztes besonders wichtig, auch wenn Sie keine Beschwerden mehr haben. Eine eigenm√§chtige √Ąnderung oder gar ein Abset- zen der t√§glichen Einnahme sollte nie ohne √§rztliche R√ľcksprache erfolgen.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xipamid STADA 20mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Xipamid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 22.09.2004
ATC Code C03BA10
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, exkl. Thiazide

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden