Glucose 5% "Baxter" - Infusionslösung

ATC Code
B05CX01
Glucose 5% "Baxter" - Infusionslösung

Baxter

Standardarzneimittel
Wirkstoff(e)
Glucose
Suchtgift Psychotrop
Nein Nein
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Spüllösungen

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Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Baxter

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Glucose 5% „Baxter“ ist eine Infusionslösung, die Zucker (Glucose) in Wasser enthält. Glucose ist einer der wichtigsten Energielieferanten des Körpers. 1 Liter Infusionslösung liefert 200 Kilokalorien.

Glucose 5% „Baxter“ dient:

  • als Flüssigkeits- und Kohlehydrat-(Zucker-)Quelle
  • zum Verdünnen oder Verabreichen anderer Arzneimittel, die über eine Infusion gegeben werden können.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Glucose 5% „Baxter“ darf nicht angewendet werden, wenn sie an einem der folgenden Zustände leiden

  • nicht ausreichend behandelte Zuckerkrankheit d.h., wenn die Blutzuckerwerte abnorm hohe Werte erreichen (dekompensierter Diabetes mellitus)
  • Glucose-Unverträglichkeiten, z.B.
  1. metabolische Stress-Situationen (wenn der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert, wie z.B. bei schweren Erkrankungen)
  1. hyperosmolares Koma (Bewusstlosigkeit). Diese Art von Koma kann bei einer nicht ausreichend behandelten Zuckerkrankheit auftreten

o erhöhter Gehalt an Zucker im Blut (Hyperglykämie) o erhöhter Gehalt an Lactat im Blut (Hyperlactatämie)

Werden der Infusionslösung andere Arzneimittel zugesetzt, lesen Sie bitte auch die Packungsbeilagen dieser Arzneimittel, um zu überprüfen, ob diese bei Ihnen gefahrlos angewendet werden können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Glucose 5% „Baxter“ bei Ihnen angewendet wird.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden oder gelitten haben:

  • Herzschwäche
  • Lungenfunktionsstörung (Erkrankung der Lunge)
  • eingeschränkte Nierenfunktion
  • verminderte Harnproduktion (Oligurie oder Anurie)
  • zu viel Wasser im Körper (Wasservergiftung)
  • Kopfverletzung innerhalb der letzten 24 Stunden
  • erhöhter Hirndruck (intrakranielle Hypertonie)
  • Schlaganfall aufgrund eines Blutgerinnsels im Gehirn (ischämischer Insult)
  • Allergie auf Mais (Glucose 5 % „Baxter“ enthält Zucker, der aus Mais gewonnen wird)

Bei Verabreichen der Infusionslösung wird der Arzt Ihr Blut und Ihren Harn untersuchen um o die Menge an Elektrolyten wie z.B. Kalium in Ihrem Blut (Plasmaelektrolyte) o Ihren Blutzuckerspiegel

zu überwachen.

Da Glucose 5% „Baxter“ Zucker (Glucose) enthält, kann ein hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) auftreten. In diesem Fall kann Ihr Arzt

o die Infusionsgeschwindigkeit anpassen

o Insulin verabreichen, um den Blutzuckerspiegel zu senken o zusätzlich Kalium verabreichen, falls erforderlich.

Dies ist besonders wichtig wenn:

  • Sie Diabetiker sind
  • Ihre Nieren nicht richtig funktionieren
  • Sie vor kurzem einen Schlaganfall hatten (akuter ischämischer Insult). Hohe Blutzuckerwerte können die Auswirkungen eines Schlaganfalls verschlimmern und die Genesung beeinträchtigen

Glucose 5% „Baxter“ darf nicht zusammen mit Blut durch dasselbe Infusionsbesteck verabreicht werden. Das kann zu einer Schädigung oder Verklumpung der roten Blutkörperchen führen.

Wenn Sie parenteral ernährt werden, d. h. Nährstoffe über eine Infusion in die Vene erhalten, wird Ihr Arzt dies berücksichtigen. Falls Sie langfristig mit Glucose 5% „Baxter“ behandelt werden, erhalten Sie möglicherweise zusätzliche Nährstoffe.

Kinder

Glucose 5% „Baxter“ sollte bei Kindern besonders vorsichtig angewendet werden.

Bei Neugeborenen – insbesonders Frühgeborenen mit einem niedrigen Geburtsgewicht - besteht ein erhöhtes Risiko, einen zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerspiegel (Hypo- oder Hyperglykämie) zu entwickeln. Damit mögliche unerwünschte Langzeitnebenwirkungen vermieden werden können, ist hier durch engmaschige Überwachung eine ausreichende Blutzuckerkontrolle während der Behandlung mit einer glucosehaltigen Infusionslösung nötig. Niedrige Blutzuckerspiegel können bei Neugeborenen zu langanhaltenden Krämpfen, Koma und Hirnschädigung führen. Hohe Blutzuckerspiegel wurden mit Hirnblutung,

bakterieller Infektion und Pilzinfektion, Schädigung am Auge (Retinopathie bei Frühgeborenen), Infektionen im Darmtrakt (nekrotisierende Enterokolitis), Lungenproblemen (bronchopulmonale Dysplasie), verlängertem Krankenhausaufenthalt und Tod in Verbindung gebracht.

Wird die Lösung Neugeborenen verabreicht, kann der Beutel an eine Infusionspumpe angeschlossen werden. Dies erlaubt eine genaue Zufuhr der benötigten Menge an Lösung über ein definiertes Zeitintervall. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird die Pumpe überwachen, um eine sichere Anwendung zu gewährleisten.

Anwendung von Glucose 5% „Baxter“ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen /anzuwenden .

Werden Glucose 5% „Baxter“ und andere Arzneimittel zur gleichen Zeit angewendet, können sich diese gegenseitig beeinträchtigen.

Wenden Sie Glucose 5% „Baxter“ nicht mit bestimmten Hormonen (Katecholaminen) einschließlich Adrenalin oder Steroiden an, da diese Ihren Blutzuckerspiegel erhöhen können.

Anwendung von Glucose 5% „Baxter“ zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Fragen Sie Ihren Arzt, was Sie essen oder trinken dürfen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat.

Glucose 5% „Baxter“ kann während der Schwangerschaft, Entbindung und Stillzeit bedenkenlos verabreicht werden.

Werden in der Schwangerschaft und Stillzeit andere Arzneimittel Ihrer Infusionslösung zugesetzt:

o fragen Sie Ihren Arzt

o lesen sie die Packungsbeilage des zugesetzten Arzneimittels.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Glucose 5% „Baxter“ hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen .

Wie wird es angewendet?

Glucose 5% „Baxter“ wird Ihnen von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal verabreicht. Ihr Arzt entscheidet, wie viel Sie benötigen und wann es verabreicht wird. Dies hängt von Ihrem Alter, Gewicht, Zustand sowie dem Grund für die Anwendung und davon, ob die Infusion als Trägerlösung oder zum Verdünnen anderer Arzneimittel verwendet wird, ab. Die Dosierung kann auch von einer eventuellen Begleittherapie abhängen.

Glucose 5% „Baxter“ darf nicht verabreicht werden, wenn die Lösung Partikel enthält oder die Packung in irgendeiner Weise beschädigt ist.

Zur intravenösen Anwendung.

Glucose 5% „Baxter“ wird normalerweise über einen Kunststoffschlauch und eine damit verbundene Nadel in eine Vene verabreicht. Meist wird für die Infusion eine Armvene verwendet. Möglicherweise entschließt sich Ihr Arzt aber auch, Ihnen das Arzneimittel auf andere Weise zu verabreichen.

Um eine übermäßige Harnproduktion zu verhindern (osmotische Diurese) soll Glucose 5% „Baxter“ langsam infundiert werden.

Restmengen müssen verworfen werden. Glucose 5% „Baxter“ darf NICHT aus einem bereits angebrochenen Beutel infundiert werden.

Wenn eine größere Menge von Glucose 5% „Baxter“ angewendet wurde, als es hätte sein sollen

Falls Ihnen Glucose 5% „Baxter“ in zu großer Menge (Überinfusion) oder zu schnell verabreicht wurde, treten möglicherweise folgende Beschwerden auf:

  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) oder Wasservergiftung mit einem zu niedrigen Natriumgehalt im Blut (Hyponatriämie)
  • erhöhte Harnproduktion (osmotische Diurese)
  • erhöhte Konzentration des Blutes (Hyperosmolarität)
  • Verlust von Körperwasser (Austrocknung, Dehydratation)
  • erhöhter Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)
  • Zucker im Harn (Glucosurie)

Informieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie irgendeines dieser Symptome bei sich feststellen. Die Infusion wird abgebrochen und eine den jeweiligen Beschwerden entsprechende Behandlung begonnen.

Wenn Glucose 5% „Baxter“ vor der Überinfusion ein Arzneimittel zugesetzt wurde, kann auch das zugesetzte Arzneimittel Beschwerden verursachen. Lesen Sie die Packungsbeilage des zugesetzten Arzneimittels für eine Auflistung der möglichen Symptome.

Wenn Sie die Anwendung von Glucose 5% „Baxter“ abbrechen

Ihr Arzt entscheidet, wann die Infusion abgebrochen wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch Glucose 5% „Baxter“ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen sind entsprechend Ihrer Häufigkeit gelistet.

Häufige Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen):

  • Veränderungen der Elektrolytkonzentration im Blut (Störungen des Elektrolythaushaltes)
  • erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie)

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 1000 betreffen):

  • Anstieg des Blutvolumens im Blutkreislauf (Hypervolämie)
  • Blutverdünnung (Haemodilution)
  • übermäßige Harnproduktion (Polyurie)
  • Zucker im Harn (Glucosurie)

Seltene Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 Behandelte von 10000 betreffen):

  • Überempfindlichkeitsreaktion einschließlich einer schweren allergischen Reaktion, die Anaphylaxie genannt wird (mögliches Auftreten bei Patienten mit einer Allergie auf Mais) Andere: Nebenwirkungen aufgrund der Verabreichungstechnik: o Fieber oder subfebrile Temperatur o Schüttelfrost o Schwitzen o Infektionen an der Infusionsstelle o lokaler Schmerz oder Reaktion (Rötung oder Schwellung) an der Infusionsstelle o Reizung oder Entzündung der Vene, in die die Infusion verabreicht wird (Thrombo)phlebitis. Dadurch kann es zu Rötung, Schmerzen, Brennen und einer Schwellung entlang der betreffenden Vene kommen. o Blutgerinnselbildung (Venenthrombose) an der Infusionsstelle mit Schmerzen, Schwellung oder Rötung im Bereich des Gerinnsels. o Austreten der Infusionslösung in das die Vene umgebende Gewebe (Extravasat-Bildung). Dies kann zu Gewebeschäden und Narbenbildung führen.

Nebenwirkungen können auch in Zusammenhang mit Arzneimitteln stehen, die der Infusionslösung zugesetzt wurden. Diese Nebenwirkungen sind abhängig von dem jeweiligen Arzneimittelzusatz. Lesen Sie die Packungsbeilage des zugesetzten Arzneimittels für eine Auflistung der möglichen Symptome.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen ist die Verabreichung abzubrechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Originalverpackung nach „Verwendbar/Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nur zur einmaligen Entnahme. Restmengen sind zu verwerfen.

Sie dürfen Glucose 5% „Baxter“ nicht verwenden, wenn die Lösung sichtbare Partikel enthält oder die Packung in irgendeiner Weise beschädigt ist.

Weitere Informationen

Was enthält Glucose 5% „Baxter“:

  • Der Wirkstoff ist Glucose – Monohydrat. 1 ml Infusionlösung enthält 55 mg Glucose- Monohydrat, dies entspricht ca. 850 kJ/l (oder 200 kcal/l).

Osmolarität: ca. 277 mosmol/l, pH: 3,5 – 6,5; ca.

  • Der sonstige Bestandteil ist Wasser für Injektionszwecke.

Wie Glucose 5% „Baxter“ aussieht und Inhalt der Packung:

Glucose 5% „Baxter“ ist eine klare Lösung (Infusionslösung), frei von sichtbaren Partikeln, die in Clear-Flex – Kunststoffbeuteln oder Glasflaschen verpackt ist.

Packungsgrößen:

Infusionsbeutel mit Twin valve (Spikekonnektor) oder Emoluer valve (Luerkonnektor) zu 20, 30, 50 x 100 ml, 10, 20, 36 x 250 ml, 10, 20 x 500 ml, 8, 10, 12 x 1000 ml.

Glasflaschen zu 10, 30 x 250 ml, 10, 20 x 500 ml, 6 x 1000 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Zulassungsinhaber: Baxter Healthcare GmbH, A-1020 Wien

Hersteller: Bieffe Medital S.p.A., Grosotto, Italien

Bieffe Medital S.A., Sabinanigo (HUESCA), Spanien

Zulassungsnummer: Z.Nr. 13.878

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2013

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung:

Dosierung

Erwachsene, ältere Patienten und Kinder

Die Konzentration und Dosierung der Glucoselösung für die intravenöse Anwendung wird durch verschiedene Parameter, unter anderem Alter, Gewicht und klinischen Zustand des Patienten bestimmt.

Die Glucose-Konzentrationen im Serum, der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt sollten dabei sorgfältig überwacht werden.

Empfohlene Dosierung zur Behandlung von Flüssigkeitsverlust:

Erwachsene

500 ml bis 3 l/24 h

Säuglinge, Kleinkinder und Kinder:

0 – 10 kg KG (Körpergewicht): 100 ml/kg/24 h

10 – 20 kg KG: 1000 ml + 50 ml/kg/24 h für jedes kg KG über 10 kg20 kg KG: 1500 ml + 20 ml/kg/24 h für jedes kg KG über 20 kg

Die Infusionsrate hängt vom klinischen Zustand des Patienten ab und darf die maximale Glucose-Verbrennungsrate des Patienten nicht überschreiten um eine Hyperglykämie zu vermeiden. Deshalb liegt die maximale Dosierung bei 5 mg/kg/min für Erwachsene bzw. bei 10 – 18 mg/kg/min für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder abhängig vom Alter und der totalen Körpermasse (total body mass).

Wird Glucose 5% „Baxter“ als Trägerlösung oder Verdünnungsmittel eingesetzt, liegt die empfohlene Dosierung bei 50 – 250 ml per Dosis des zu verabreichenden Arzneimittels.

Wird Glucose 5% „Baxter“ als Verdünnungsmittel für zur Injektion bestimmte Zubereitungen anderer Arzneimittel angewendet, so wird die Dosierung und die Infusionsrate durch die Eigenschaften und das Dosierungsschema des verordneten Arzneimittels bestimmt.

Die Infusionsgeschwindigkeit und das Volumen von intravenösen Lösungen, die Glucose enthalten, sollten bei Kindern vorsichtig ausgewählt werden.

Kinder und Jugendliche:

Infusionsgeschwindigkeit und Infusionsvolumen richten sich nach dem Alter, dem Gewicht, dem klinischen und metabolischen Zustand des Patienten sowie nach der Begleitmedikation und sollten von einem in der Infusionstherapie bei Kindern erfahrenen Arzt bestimmt werden.

Hinweise für die Handhabung und Vorbereitung:

Nur verwenden, wenn die Lösung klar ist, keine sichtbaren Partikel aufweist, und wenn das Behältnis unversehrt ist. Nach Anschließen des Infusionssets sofort verabreichen.

Den Beutel erst unmittelbar von Gebrauch aus der Umverpackung nehmen.

Der Innenbeutel gewährleistet die Sterilität des Produktes.

Die Lösung unter aseptischen Bedingungen mit einem sterilen Infusionssystem verabreichen.

Das Infusionssystem mit der Lösung spülen, um es zu entlüften.

Zusätze können der Lösung vor oder während der Infusion zugesetzt werden, wenn die Kompatibilität sichergestellt ist.

Bei Verwendung von Zusätzen vor der parenteralen Verabreichung sicherstellen, dass die Lösung isoton ist. Zusätze sind unter aseptischen Bedingungen sorgfältig zuzumischen. Lösungen mit Zusätzen sofort anwenden und nicht lagern.

Beim Zumischen anderer Arzneimittel oder durch eine falsche Verabreichungstechnik können Pyrogene in den Kreislauf gelangen und Fieber hervorrufen. Wenn Nebenwirkungen auftreten, die Infusion sofort abbrechen.

Um möglicherweise tödliche Überinfusion mit intravenöser Flüssigkeit bei Neugeborenen zu vermeiden, muss die Lösung mit besonderer Vorsicht verabreicht werden.

Wird eine Spritzenpumpe verwendet, um den Neugeborenen intravenöse Lösungen oder Arzneimittel zu verabreichen, sollte der Flüssigkeitsbeutel nicht an der Spritze angeschlossen bleiben. Wird eine Infusionspumpe verwendet, müssen alle Klemmen des intravenösen Infusionssets geschlossen sein, bevor das Infusionsset von der Pumpe genommen wird oder die Pumpe ausgeschaltet wird.

Das ist unbedingt erforderlich, unabhängig davon ob das Infusionsset eine Free-Flow Sperre hat. Das intravenöse Infusionssystem und die Apparatur für die Verabreichung müssen häufig kontrolliert werden.

Nach einmaligem Gebrauch verwerfen.

Restmengen verwerfen.

Angebrochene Beutel nicht erneut anschließen.

[Handhabung der Kunststoffbeutel:

1. Öffnen

  1. Den Beutel erst unmittelbar vor Gebrauch aus der Umverpackung nehmen.
  2. Den Innenbeutel fest zusammendrücken und so auf kleinste Undichtigkeiten überprüfen. Sind undichte Stellen vorhanden, die Lösung verwerfen, da die Sterilität nicht mehr gewährleistet ist.
  3. Prüfen, ob die Lösung klar ist und keine Partikel aufweist. Wenn sie trüb ist oder Partikel enthält, die Lösung verwerfen.

2. Vorbereiten der Verabreichung

Für die Vorbereitung und Verabreichung der Lösung sterile Materialien verwenden.

  1. Den Beutel an der Ausstanzung aufhängen.
  2. Die Kunststoff-Schutzkappe vom Verabreichungsanschluss an der Unterseite des Beutels wie folgt entfernen: o Den kleineren Flügel am Anschluss mit einer Hand fassen,
  1. mit der anderen Hand den größeren Flügel an der Schutzkappe fassen und drehen,
    1. die Schutzkappe löst sich.
  1. Die Infusion unter aseptischer Arbeitsweise vorbereitend.
  2. Das Infusionsbesteck anschließen. Bitte die vollständige Gebrauchsanweisung des Infusionsbestecks zum Anschließen und Spülen des Infusionsbestecks sowie zum Verabreichen der Lösung beachten.

3. Verfahren zur Injektion von Arzneimittelzusätzen

Vorsicht! Zusätze können inkompatibel sein (siehe unten, Abschnitt 5 „Inkompatibilitäten mit Arzneimittelzusätzen“)

Hinzufügen von Arzneimitteln vor der Verabreichung

  1. Den Zuspritzanschluss desinfizieren.
  2. Mit einer Spritze mit 19 Gauge- (1,10 mm- oder 22 Gauge- (0,70 mm))-Nadel den wiederverschließbaren Zuspritzanschluss punktieren und den Arzneimittelzusatz injizieren.
  3. Die Lösung und das Arzneimittel gründlich mischen. Für Arzneimittel hoher Dichte wie beispielsweise Kaliumchlorid die Zuspritzanschlüsse senkrecht halten, leicht daran klopfen und die Lösung erneut mischen.

Achtung: Beutel mit Arzneimittelzusätzen nicht aufbewahren.

Hinzufügen von Arzneimitteln während der Verabreichung

  1. Die Klemme am Infusionsbesteck schließen.
  2. Den Zuspritzanschluss desinfizieren.
  3. Mit einer Spritze mit 19 Gauge- (1,10 mm) oder 22 Gauge- (0,70 mm)-Nadel den wiederverschließbaren Zuspritzanschluss punktieren und den Arzneimittelzusatz injizieren.
  4. Den Beutel vom Infusionsständer nehmen und/oder in eine senkrechte Position bringen.
  5. Beide Anschlüsse durch leichtes Klopfen entlüften, während der Beutel in einer senkrechten Position ist.
  6. Die Lösung und das Arzneimittel gründlich mischen.
  7. Den Beutel wieder in die Ausgangsstellung bringen, die Klemme öffnen und die Verabreichung fortsetzen.

Nicht mehrere Kunststoffbeutel in Serie miteinander verbinden. Es besteht die Gefahr einer Luftembolie, da Lufteinschlüsse im Primärbeutel aspiriert werden können, bevor der Inhalt des Sekundärbeutels vollständig verabreicht ist.

Wird ein flexibles Kunststoffbehältnis mit einer intravenösen Lösung zusammengedrückt, um die Flussrate zu erhöhen, besteht das Risiko einer Luftembolie, wenn das Behältnis vor der Anwendung nicht vollständig entlüftet wurde.

Wird ein belüftetes Infusionsset in geöffneter Position angeschlossen, kann dies zu einer Luftembolie führen. Daher sollten keine belüfteten Infusionssets in geöffneter Position an flexible Kunststoffbeutel angeschlossen werden.

5. Inkompatibilitäten mit Arzneimittelzusätzen:

Wie bei allen parenteralen Lösungen muss vor dem Hinzufügen von Zusätzen deren Kompatibilität mit der Lösung ermittelt werden.

Es liegt in der Verantwortung des Anwenders die Kompatibilität des zugesetzten Arzneimittels mit Glucose 5% „Baxter“ zu überprüfen. Es können eventuell Farbveränderungen und/oder Ausfällungen, unlösliche Komplexe oder Kristallisierung auftreten. Die Packungsbeilage des zugesetzten Arzneimittels muss beachtet werden.

Vor dem Hinzufügen einesvon Arzneimitteln sicherstellen, dass diese wasserlöslich und beim pH der Glucose 5% „Baxter“ stabil sind.

Nach dem Zusetzen eines kompatiblen Arzneimittels soll Glucose 5% „Baxter“ unverzüglich verabreicht werden.

Zusätze, für die eine Inkompatibilität nachgewiesen wurde, dürfen nicht verwendet werden.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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