Sterofundin HG 5 darf nicht angewendet werden, wenn
Sie eine Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile von Sterofundin HG 5 haben.
-
Sie einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben (Hyperglykämie), der erst mit mehr als 6 Einheiten Insulin pro Stunde kontrolliert werden kann.
-
Sie zu viel Wasser in Ihrem Körper haben (Hyperhydratation).
-
bei Ihnen ein Wasser- und Salzmangel besteht (hypotone Dehydratation).
-
Sie einen zu niedrigen Kaliumspiegel im Blut haben (Hypokaliämie).
-
Sie einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut haben (Hyponatriämie).
-
bei Ihnen Bewusstlosigkeit infolge eines massiv erhöhten Blutzuckerspiegels auftritt
-
Sie eine schwere Nierenerkrankung haben und keinen oder fast keinen Urin ausscheiden können (schwere Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie).
Sie eine akute Herzerkrankung haben, die mit Kurzatmigkeit und Schwellung der Füße oder Beine einhergeht (akutes kongestives Herzversagen).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Sterofundin HG 5 anwenden.
Patienten mit akuter Krankheit, Schmerzen, postoperativem Stress, Infektionen, Verbrennungen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen und Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, die ähnlich wirken wie Vasopressin (ein Hormon, das die Flüssigkeitsmenge im Körper reguliert), unterliegen bei Anwendung dieses Arzneimittels einem besonderen Risiko für einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut (akute Hyponatriämie), was zu einer lebensbedrohlichen Schwellung des Gehirns führen kann (hyponatriämische Enzephalopathie, Hirnödem).
Frauen im gebärfähigen Alter und Patienten mit ernsten Erkrankungen des Gehirns wie Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Hirnschädigung (intrakranielle Blutung, Hirnkontusion) unterliegen einem besonderen Risiko für eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung des Gehirns aufgrund eines zu niedrigen Natriumspiegels im Blut.
Nach großen Operationen oder schweren Verletzungen (postoperative und posttraumatische Zustände) können Sie Glucose möglicherweise nicht richtig verstoffwechseln (beeinträchtigte Glucosetoleranz). Dann wird Ihr Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrolliert.
Diese Lösung wird Ihnen nicht verabreicht, wenn Sie kürzlich einen Schlaganfall hatten. Mit besonderer Vorsicht wird vorgegangen, wenn Sie eine beeinträchtigte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) haben.
Während der Verabreichung von Sterofundin HG 5 werden Ihr Flüssigkeitshaushalt, die Salzkonzentrationen, der Kaliumspiegel im Blut und Ihr Blutzuckerspiegel überwacht, um sicherzustellen, dass sie normal sind.
Eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen (insbesondere Vitamin B1) wird sichergestellt werden.
Ihr Arzt wird Ihnen diese Lösung mit Vorsicht verabreichen, wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben.
Kinder und Jugendliche
Kinder unterliegen einem besonderen Risiko für eine schwere und lebensbedrohliche Schwellung des Gehirns aufgrund eines zu niedrigen Natriumspiegels im Blut. Wenn Ihrem Kind diese Lösung verabreicht wird, wird es engmaschig überwacht, da ihm die Fähigkeit zum Regulieren von Wasser, Salzen und Glucose fehlen kann.
Ältere Patienten
Wenn Sie älter sind, werden Sie engmaschig überwacht. Ihre Dosis wird angepasst, um Kreislauf- und Nierenprobleme aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen (z. B. Schwellungen in Armen und Beinen) zu vermeiden.
Anwendung von Sterofundin HG 5 zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.
Ihr Arzt wird bei Ihnen mit besonderer Vorsicht vorgehen, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die dazu führen, dass Natrium in Ihrem Körper zurückgehalten wird (z. B. Kortikosteroide oder nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika). Diese Arzneimittel können dazu führen, dass sich Flüssigkeit in Ihrem Körpergewebe ansammelt (Ödeme).
Ihr Arzt wird berücksichtigen, dass einige Arzneimittel wie Thiazid-/Schleifendiuretika, Antidiabetika oder Kortikosteroide den Glucosestoffwechsel beeinflussen können.
Das in der Lösung enthaltene Malat kann die Ausscheidung von sauren Arzneimitteln erhöhen und damit deren Wirkung abschwächen.
Ihr Arzt wird diese Lösung nur mit Vorsicht verabreichen, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, die wie Vasopressin wirken oder die Wirkung von Vasopressin verstärken und das Risiko für einen zu niedrigen Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) erhöhen:
-
Carbamazepin und Oxcarbazepin, die zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt werden
-
Clofibrat, das zur Behandlung von hohen Blutfettwerten eingesetzt wird
-
Vincristin und Ifosfamid, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden
-
Cyclophosphamid, das zur Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird
-
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden
-
Antipsychotika, die zur Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt werden
-
Opioid-Schmerzmittel, die zur Linderung von starken Schmerzen eingesetzt werden
-
Nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR), die zur Linderung von leichten bis mittelstarken Schmerzen und zur Behandlung von Entzündungen im Körper eingesetzt werden
-
Chlorpropamid, das zur Behandlung von Diabetes mellitus (hoher Blutzuckerspiegel nach Mahlzeiten) eingesetzt wird
-
Desmopressin, das zur Behandlung von Diabetes insipidus (starker Durst und dauernde Produktion großer Mengen von verdünntem Urin) eingesetzt wird
-
Oxytocin, das bei der Entbindung eingesetzt wird
-
Vasopressin und Terlipressin, die zur Behandlung von „blutenden Ösophagusvarizen“ (vergrößerte Venen in der Speiseröhre aufgrund von Leberproblemen) eingesetzt werden
-
3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin (MDMA, „Ecstasy“), eine illegale Droge
-
Diuretika oder Entwässerungstabletten (Arzneimittel, die die Menge an Urin erhöhen)
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
Schwangerschaft
Ihr Arzt wird Ihnen Sterofundin HG 5 nur verbreichen, wenn er es nach sorgfältiger Überlegung für Ihre Genesung als absolut notwendig erachtet. Sterofundin HG 5 ist während der Entbindung mit besonderer Vorsicht zu verabreichen, insbesondere in Kombination mit Oxytocin. Glucosehaltige Lösungen können gesundheitsschädliche Auswirkungen auf Neugeborene haben (niedriger Blutzuckerspiegel), wenn sie während der Wehen oder der Geburt angewendet werden.
Stillzeit
Bei therapeutischen Dosen von Sterofundin HG 5 sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder zu erwarten. Sterofundin HG 5 kann während der Stillzeit angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.