Insulin Human Winthrop Rapid 100 I.E./ml Injektionslösung in einer Durchstechflasche

Abbildung Insulin Human Winthrop Rapid 100 I.E./ml Injektionslösung in einer Durchstechflasche
Wirkstoff(e) Insulin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code A10AB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

Zulassungsinhaber

Sanofi

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Insulin Human Winthrop Infusat enthält den Wirkstoff Humaninsulin, dermittels biotechnologischer Methoden hergestellt wird und mit dem körpereigenen Insulin identisch ist.

Insulin Human Winthrop Infusat ist eine kurz wirkende Insulinl√∂sung mit raschem Wirkungseintritt. Es ist in Patronen gef√ľllt, die f√ľr den Einsatz im Hoechst Infusor und H-Tron (sog. Insulinpumpen) bestimmt sind.

Insulin Human Winthrop Infusat darf nur in Insulinpumpen eingesetzt werden, die f√ľr dieses Insulin geeignet sind.

Insulin Human Winthrop Infusat wird zur Senkung eines zu hohen Blutzuckerspiegels bei Patienten mit einem insulinpflichtigem Diabetes mellitus eingesetzt. Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der der Körper nicht ausreichend Insulin produziert, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren (Zuckerkrankheit).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Insulin Human Winthrop Infusat darf nicht angewendet werden,

wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Insulin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Halten Sie sich hinsichtlich der Dosierung, Überwachung (Blut- und Urintests), Diät und körperlichen Aktivität (körperliche Arbeit und sportliche Betätigung) genau an die mit Ihrem Arzt besprochenen Anweisungen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Ihrer Pflegefachkraft, bevor Sie Insulin Human Winthrop Infusat anwenden.

Besondere Patientengruppen

Wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder wenn Sie in einem fortgeschrittenen Alter sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da Sie möglicherweise eine niedrigere Dosis benötigen.

Reisen

Klären Sie vor Reisen alle Fragen, die Ihre Behandlung betreffen, mit Ihrem Arzt. Denken Sie dabei z. B. an

  • die Verf√ľgbarkeit Ihres Insulins in dem besuchten Land,
  • ausreichend Vorrat an Insulin, Spritzen usw.,
  • die richtige Aufbewahrung des Insulins w√§hrend der Reise,
  • Essenszeiten und Insulinverabreichung w√§hrend der Reise,
  • m√∂gliche Einfl√ľsse durch die Umstellung auf andere Zeitzonen,
  • m√∂gliche neue Gesundheitsrisiken in den besuchten L√§ndern,
  • zu ergreifende Ma√ünahmen, wenn Sie sich unwohl f√ľhlen oder krank werden.

Erkrankungen und Verletzungen

In folgenden Situationen kann die Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit viel Sorgfalt erfordern:

  • Wenn Sie krank sind oder gr√∂√üere Verletzungen haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel ansteigen (Hyperglyk√§mie).
  • Wenn Sie nicht genug essen, kann Ihr Blutzuckerspiegel absinken (Hypoglyk√§mie).

In den meisten Fällen brauchen Sie einen Arzt. Rufen Sie ihn rechtzeitig.

Wenn Sie an einem Typ-1-Diabetes leiden (insulinabh√§ngiger Diabetes mellitus), unterbrechen Sie Ihre Insulinbehandlung nicht und stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Kohlenhydrate einnehmen. Informieren Sie immer alle Personen, die Sie behandeln und betreuen, dar√ľber, dass Sie Insulin brauchen.

Einige Patienten mit einem seit L√§ngerem bestehenden Typ-2-Diabetes mellitus und einer Herzerkrankung oder einem fr√ľheren Schlaganfall, die mit Pioglitazon und Insulin behandelt wurden, entwickelten eine Herzschw√§che (Herzinsuffizienz). Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie m√∂glich, wenn Sie Anzeichen von Herzschw√§che, wie z. B. ungew√∂hnliche Kurzatmigkeit, rasche Gewichtszunahme oder √∂rtlich begrenzte Schwellungen (√Ėdeme) bei sich beobachten.

Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat zusammen mit anderen Arzneimitteln

Manche Arzneimittel beeinflussen den Blutzuckerspiegel (Senkung, Erh√∂hung oder je nach Situation beides). In jedem Fall kann es notwendig sein, die zu verabreichende Insulinmenge entsprechend anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Ber√ľcksichtigen Sie dies, wenn Sie die Anwendung eines anderen Arzneimittels beginnen oder beenden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Bevor Sie ein Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Arzt, ob es Ihren Blutzuckerspiegel beeinflussen kann und was Sie gegebenenfalls unternehmen sollen.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzuckerspiegel senken können (Hypoglykämie), zählen:

  • alle anderen Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes,
  • Hemmer des Angiotensin umwandelnden Enzyms (ACE-Hemmer) (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen oder eines hohen Blutdrucks),
  • Disopyramid (zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen),
  • Fluoxetin (zur Behandlung von Depressionen),
  • Fibrate (zur Senkung hoher Blutfettwerte),
  • Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen),
  • Pentoxifyllin, Propoxyphen, Salicylate (z. B. Acetylsalicyls√§ure, zur Schmerzlinderung und zur Fiebersenkung),
  • Sulfonamid-Antibiotika.

Zu den Arzneimitteln, die den Blutzuckerspiegel erhöhen können (Hyperglykämie), zählen:

  • Kortikosteroide (z.B. "Kortison", zur Behandlung von Entz√ľndungen),
  • Danazol (ein Arzneimittel, das den Eisprung beeinflusst),
  • Diazoxid (zur Behandlung eines hohen Blutdrucks),
  • Diuretika (zur Behandlung eines hohen Blutdrucks oder zur Entw√§sserung),
  • Glukagon (ein Hormon der Bauchspeicheldr√ľse zur Behandlung einer schweren Hypoglyk√§mie),
  • Isoniazid (zur Behandlung von Tuberkulose),
  • √Ėstrogene und Progestagene (z. B. in der Antibabypille, zur Geburtenkontrolle),
  • Phenothiazin-Abk√∂mmlinge (zur Behandlung psychiatrischer Beschwerden),
  • Somatotropin (Wachstumshormon),
  • Sympathomimetika (z. B. Epinephrin [Adrenalin] oder Salbutamol, Terbutalin zur Behandlung von Asthma),
  • Schilddr√ľsenhormone (zur Behandlung von Schilddr√ľsenfehlfunktionen),
  • Proteaseinhibitoren (zur Behandlung von HIV),
  • atypische, antipsychotisch wirkende Arzneimittel (z. B. Clozapin, Olanzapin).

Ihr Blutzuckerspiegel kann sowohl ansteigen als auch abfallen, wenn Sie folgende Mittel nehmen:

Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Infektionen durch Parasiten) kann eine Unterzuckerung ausl√∂sen, die manchmal in eine √úberzuckerung √ľbergeht.

Betablocker ebenso wie andere Sympatholytika (z. B. Clonidin, Guanethidin und Reserpin) k√∂nnen die ersten Warnzeichen, die Ihnen helfen, eine Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) zu erkennen, abschw√§chen oder ganz unterdr√ľcken.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat zusammen mit Alkohol

Wenn Sie Alkohol trinken, kann Ihr Blutzuckerspiegel sowohl ansteigen als auch abfallen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schon schwanger sind. Der Insulinbedarf kann sich w√§hrend der Schwangerschaft und nach der Geburt ver√§ndern. F√ľr die Gesundheit Ihres Kindes ist es wichtig, dass Ihre Blutzuckerwerte besonders sorgf√§ltig √ľberwacht und Unterzuckerungen (Hypoglyk√§mien) vermieden werden.

Wenn Sie stillen, fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Anpassung Ihrer Insulindosierung und Diät erforderlich ist.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Konzentrations- oder Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein, wenn

  • Sie eine Hypoglyk√§mie (zu niedrigen Blutzuckerspiegel) haben,
  • Sie eine Hyperglyk√§mie (zu hohen Blutzuckerspiegel) haben,
  • Sie an Sehst√∂rungen leiden.

Bedenken Sie dies in allen Situationen, in denen Sie sich und andere einem Risiko aussetzen k√∂nnten (z. B. beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen). Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob Sie ein Kraftfahrzeug f√ľhren sollten, wenn bei Ihnen:

  • h√§ufige Hypoglyk√§mie-Episoden auftreten,
  • die ersten Warnzeichen, die Ihnen helfen, eine Unterzuckerung zu erkennen, abgeschw√§cht sind oder fehlen.

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Wie wird es angewendet?

Dosierung

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Entsprechend Ihrer Lebensweise und den Ergebnissen der Blutzuckerbestimmungen, wird Ihr Arzt

  • bestimmen, wie viel Insulin Human Winthrop Infusat Sie pro Tag ben√∂tigen, wie viel davon kontinuierlich infundiert wird (‚ÄěBasalrate‚Äú) und wie viel Sie wann zus√§tzlich als ‚ÄěInsulin-Sto√ü‚Äú (‚ÄěBolusdosis‚Äú) brauchen,
  • Ihnen sagen, wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und ob Sie Urintests durchf√ľhren m√ľssen,
  • Ihnen mitteilen, wann Sie m√∂glicherweise eine h√∂here oder niedrigere Dosis Insulin Human Winthrop Infusat infundieren m√ľssen.

Ihr Blutzuckerspiegel kann durch viele Faktoren beeinflusst werden. Sie sollten diese Faktoren kennen, um auf Veränderungen Ihres Blutzuckerspiegels richtig reagieren zu können und um Über- bzw. Unterzuckerungen zu vermeiden. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie dem Kasten am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Art der Anwendung

Insulin Human Winthrop Infusat ist eine Lösung zur Injektion unter die Haut.

Ihr Arzt wird Ihnen zeigen, in welchen Hautbereich Sie das Insulin infundieren sollen und wie oft Sie die Einstichstelle innerhalb des Hautbereiches, in den Sie infundieren, wechseln m√ľssen. Wechseln Sie den Hautbereich aber nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Verwenden Sie Insulin Human Winthrop Infusat nicht in Peristaltikpumpen mit Silikonschl√§uchen. Situationen, in denen Sie eine Insulinpumpe nicht oder nicht weiter benutzen d√ľrfen, sind in der Bedienungsanleitung der Pumpe beschrieben.

Handhabung der Patronen

Insulin Human Winthrop Infusat ist in Patronen gef√ľllt, die f√ľr den Einsatz im Hoechst Infusor und H-Tron bestimmt sind. Es darf nur in Insulinpumpen eingesetzt werden, die f√ľr dieses Insulin geeignet sind. Zur Infusion d√ľrfen nur Tetrafluorethylen- oder Polyethylen-Katheter verwendet werden. Die der Insulinpumpe beigef√ľgte Bedienungsanleitung enth√§lt Angaben zur richtigen Anwendung.

Verwenden Sie Insulin Human Winthrop Infusat nur, wenn die Lösung klar, farblos und wässrig ist und keine sichtbaren Teilchen enthält.

Bewahren Sie die Patrone vor dem Einsetzen in die Insulinpumpe 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur auf, damit Sie Luftblasen, die sich bei der Erwärmung bilden, erkennen und entfernen.

Besondere Vorsicht bei der Injektion

Entfernen Sie vor Infusionsbeginn alle Luftblasen. Achten Sie darauf, dass weder Alkohol noch andere Desinfektionsmittel oder sonstige Substanzen das Insulin verunreinigen.

Mischen Sie Insulin mit keinem anderen Arzneimittel. Insulin Human Winthrop Infusat darf NICHT mit anderen Insulinen gemischt werden.

Leere Patronen d√ľrfen nicht wieder gef√ľllt und verwendet werden.

Störungen der Insulinpumpe

Denken Sie immer auch an eine technische Störung, wenn Sie bemerken, dass Sie gezwungen sind,

  • mehr oder h√§ufiger zus√§tzliches Insulin (‚ÄěBolusdosen‚Äú) als √ľblich zu geben oder
  • weniger oder seltener zus√§tzliches Insulin (‚ÄěBolusdosen‚Äú) als √ľblich zu geben, um die gew√ľnschten Blutzuckerspiegel zu erhalten.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen f√ľr den Einsatz von Insulinpumpen siehe in deren Unterlagen.

Wenn die Insulinpumpe ausf√§llt, k√∂nnen Sie das Insulin auch aus der Patrone in eine Spritze aufziehen und injizieren. Halten Sie f√ľr diesen Fall Injektionsspritzen und Injektionsnadeln vorr√§tig. Beachten Sie aber, dass Sie nur Injektionsspritzen verwenden, die f√ľr eine Insulinst√§rke von 100 I.E. (Internationale Einheiten) pro ml vorgesehen sind.

Wenn Sie eine größere Menge von Insulin Human Winthrop Infusat angewendet haben, als Sie sollten

  • Wenn Sie zu viel Insulin Human Winthrop Infusat gespritzt haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfallen (Hypoglyk√§mie). Kontrollieren Sie h√§ufig Ihren Blutzucker. Grunds√§tzlich m√ľssen Sie zur Vermeidung einer Unterzuckerung mehr essen und Ihren Blutzucker √ľberwachen. Informationen zur Behandlung einer Hypoglyk√§mie finden Sie in dem Kasten am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat vergessen haben

  • Wenn Sie eine Dosis Insulin Human Winthrop Infusat ausgelassen oder wenn Sie zu wenig gespritzt haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen (Hyperglyk√§mie). Kontrollieren Sie h√§ufig Ihren Blutzucker. Informationen zur Behandlung einer Hyperglyk√§mie finden Sie in dem Kasten am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Verwenden Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat abbrechen

Dies k√∂nnte zu einer schweren Hyperglyk√§mie (stark erh√∂hter Blutzucker) und Ketoazidose (Anh√§ufung von S√§ure im Blut, weil der K√∂rper bei schwerem Insulinmangel Energie aus Fett anstatt aus Zucker gewinnt) f√ľhren. Brechen Sie die Behandlung mit Insulin Human Winthrop Infusat nicht ab, ohne mit einem Arzt zu sprechen, der Ihnen sagt, was zu tun ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Pflegefachkraft.

Verwechslungen von Insulin

Sie m√ľssen die Bezeichnung des Insulins stets vor jeder Injektion √ľberpr√ľfen, um Verwechslungen zwischen Insulin Human Winthrop Infusat und anderen Insulinen zu vermeiden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die h√§ufigste Nebenwirkung ist die Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie). Die genaue H√§ufigkeit kann anhand der verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden (H√§ufigkeit unbekannt). Eine schwere Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) kann zu einem Herzanfall oder Gehirnschaden f√ľhren und lebensbedrohlich sein. Weitere Informationen √ľber die Auswirkungen von Unter- oder √úberzucker finden Sie in dem Kasten am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Es k√∂nnen schwere allergische Reaktionen auf Insulin auftreten, die lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Derartige Reaktionen auf Insulin oder einen der sonstigen Bestandteile k√∂nnen zu gro√üfl√§chigen Hautreaktionen (Hautausschlag und Juckreiz am ganzen K√∂rper), starken Haut- und Schleimhautschwellungen (Angio√∂dem), Atemnot, Blutdruckabfall mit schnellem Puls und Schwitzen f√ľhren. Die genaue H√§ufigkeit kann anhand der verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden.

Häufig auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10 Patienten)

  • √Ėdeme

Die Insulinbehandlung kann zu vor√ľbergehenden Wassereinlagerungen im K√∂rper f√ľhren, die sich als Schwellungen im Bereich der Unterschenkel und Kn√∂chel √§u√üern k√∂nnen.

  • Reaktionen an der Einstichstelle

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 Patienten)

  • Schwere allergische Reaktionen mit Blutdruckabfall (Schock)
  • Quaddelbildung an der Einstichstelle (juckender Hautausschlag)

Weitere Nebenwirkungen k√∂nnen sein (Die H√§ufigkeit kann anhand der verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden.)

  • verringerte Ausscheidung von Natrium (‚ÄěNatrium-Retention‚Äú)
  • Sehst√∂rungen

Ausgepr√§gte Schwankungen (Verbesserung oder Verschlechterung) Ihrer Blutzuckereinstellung k√∂nnen Ihr Sehverm√∂gen vor√ľbergehend beeintr√§chtigen. Wenn Sie an einer proliferativen Retinopathie leiden (eine durch die Zuckerkrankheit verursachte Augenerkrankung), k√∂nnen schwere Unterzuckerungen zu einem vor√ľbergehenden Verlust der Sehsch√§rfe f√ľhren.

  • Hautver√§nderungen an der Injektionsstelle (Lipodystrophie)

Wenn Sie das Insulin zu häufig in dieselbe Hautstelle spritzen, kann das Fettgewebe unter der Haut an dieser Stelle entweder schrumpfen oder zunehmen. Insulin, das in solch eine Stelle gespritzt wird, wirkt möglicherweise schlechter. Ein Wechseln der Einstichstelle bei jeder Injektion kann helfen, diese Fettgewebeveränderungen zu vermeiden.

  • Nebenwirkungen an der Haut und allergische Reaktionen

Es kann zu leichten Reaktionen an der Einstichstelle kommen (wie R√∂tung, ungewohnt starker Schmerz, Juckreiz, Schwellung oder Entz√ľndung). Sie k√∂nnen sich auch auf die Umgebung der Einstichstelle ausbreiten. Die meisten leichteren Reaktionen bilden sich gew√∂hnlich innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen zur√ľck.

Eine Behandlung mit Insulin kann die Bildung von Antikörpern (Abwehrstoffen des Körpers) gegen Insulin auslösen. Aber nur in sehr seltenen Fällen erfordert dies eine Anpassung der Insulindosierung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Pflegefachkraft. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett der Durchstechflasche nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú bzw. ‚ÄěEXP‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht angebrochene Patronen

Im K√ľhlschrank lagern (2 ¬ļC ‚Äď 8 ¬ļC). Nicht einfrieren. Legen Sie Insulin Human Winthrop Infusat nicht in die N√§he des Gefrierfachs oder eines K√ľhlelements. Die Patrone im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

In der Pumpe kann das Insulin 2 Wochen lang verwendet werden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall . Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Insulin Human Winthrop Infusat enthält

  • Der Wirkstoff ist Insulin human. Ein ml Insulin Human Winthrop Infusat enth√§lt 100 I.E. (Internationale Einheiten) des Wirkstoffs Insulin human.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Phenol, Zinkchlorid, Trometamol, Poloxamer, Glycerol, Salzs√§ure (zur pH-Wert-Einstellung) und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Insulin Human Winthrop Infusat aussieht und Inhalt der Packung

Insulin Human Winthrop Infusat ist eine klare, farblose, wässrige Injektionslösung ohne sichtbare Teilchen.

Insulin Human Winthrop Infusat gibt es in Patronen mit 3,15 ml L√∂sung (315 I.E.). Es sind Packungen mit 5 Patronen zu je 3,15 ml verf√ľgbar.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

D-65926 Frankfurt am Main

Deutschland

Falls weitere Informationen √ľber das Arzneimittel gew√ľnscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im { Monat JJJJ }.

Weitere Informationsquellen

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

HYPERGLYK√ĄMIE UND HYPOGLYK√ĄMIE

Tragen Sie immer etwas Zucker (mindestens 20 Gramm) bei sich.

Tragen Sie einen Ausweis mit sich, aus dem hervorgeht, dass Sie zuckerkrank sind.

HYPERGLYK√ĄMIE (hoher Blutzuckerspiegel)

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist (Hyperglyk√§mie), haben Sie m√∂glicherweise nicht gen√ľgend Insulin gespritzt.

Warum kommt es zu hohem Blutzucker (Hyperglykämie)?

Ursachen können z. B. sein:

  • Sie haben kein oder zu wenig Insulin gespritzt, oder seine Wirksamkeit hat z. B. durch falsche Lagerung nachgelassen,
  • Ihre Insulinpumpe funktioniert nicht richtig,
  • Sie haben weniger Bewegung als sonst, stehen unter Stress (seelische Belastung, Aufregung) oder haben eine Verletzung, Operation, Infektion oder Fieber,
  • Sie nehmen oder haben bestimmte andere Arzneimittel genommen (siehe Abschnitt 2, ‚Äě Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Warnzeichen eines hohen Blutzuckers (Hyperglykämie)

Durst, h√§ufiges Wasserlassen, M√ľdigkeit, trockene Haut, Gesichtsr√∂tung, Appetitlosigkeit, niedriger Blutdruck, schneller Puls sowie Zucker und Ketonk√∂rper im Urin. Bauchschmerzen, schnelle und tiefe Atmung, Schl√§frigkeit oder gar Bewusstlosigkeit k√∂nnen Anzeichen einer schweren Stoffwechselentgleisung mit √úbers√§uerung des Blutes (Ketoazidose) aufgrund von Insulinmangel sein.

Was m√ľssen Sie bei hohem Blutzucker (Hyperglyk√§mie) tun?

Bestimmen Sie Ihren Blutzucker und untersuchen Sie Ihren Urin auf Ketonkörper, sobald eines der oben genannten Zeichen auftritt. Die Behandlung einer schweren Überzuckerung (Hyperglykämie) oder Übersäuerung (Ketoazidose) muss stets durch einen Arzt, in der Regel im Krankenhaus, erfolgen.

HYPOGLYK√ĄMIE (niedriger Blutzuckerspiegel)

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, können Sie bewusstlos werden. Eine schwere Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann einen Herzanfall oder Gehirnschaden verursachen und lebensbedrohlich sein. Normalerweise sollten Sie in der Lage sein, zu erkennen, wenn Ihr Blutzucker zu stark abfällt, um dann geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Warum kommt es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)?

Ursachen können z. B. sein:

  • Sie spritzen mehr Insulin, als Sie brauchen,
  • Sie lassen Mahlzeiten ausfallen oder nehmen sie zu sp√§t ein,
  • Sie essen zu wenig oder nehmen Nahrungsmittel mit weniger Kohlenhydraten (Zucker oder zucker√§hnliche N√§hrstoffe; Achtung: Zuckeraustauschstoffe oder "S√ľ√üstoff" sind KEINE Kohlenhydrate) zu sich,
  • Sie verlieren durch Erbrechen oder Durchfall einen Teil der Kohlenhydrate wieder,
  • Sie trinken Alkohol, insbesondere dann, wenn Sie gleichzeitig nur wenig essen,
  • Sie belasten sich k√∂rperlich mehr als sonst oder in ungewohnter Weise,
  • Sie erholen sich von einer Verletzung oder Operation oder anderer Stress l√§sst nach,
  • Sie erholen sich von Erkrankungen oder Fieber,
  • Sie beginnen oder beenden die Anwendung bestimmter anderer Arzneimittel (siehe Abschnitt 2, ‚Äě Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) kann besonders auch dann auftreten, wenn

  • Sie die Behandlung neu begonnen haben oder auf eine andere Insulin-Zubereitung umgestiegen sind,
  • Ihr Blutzuckerspiegel fast normal ist oder wenn Ihr Blutzucker stark schwankt,
  • Sie den Hautbereich, in den Sie spritzen, wechseln (z. B. Wechsel vom Oberschenkel zum Oberarm),
  • Sie an schweren Nieren- oder Lebererkrankungen oder bestimmten anderen Erkrankungen, wie z. B. einer Schilddr√ľsenunterfunktion (Hypothyreose), leiden.

Warnzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)

- im Körper

Beispiele von Warnzeichen daf√ľr, dass Ihr Blutzuckerspiegel zu tief oder zu schnell absinkt: Schwitzen, k√ľhle und feuchte Haut, Angstgef√ľhl, schneller Puls, hoher Blutdruck, Herzklopfen und unregelm√§√üiger Herzschlag. Diese Zeichen treten oft vor den Anzeichen eines Zuckermangels im Gehirn auf.

- im Gehirn

Beispiele von Zeichen eines Zuckermangels im Gehirn: Kopfschmerzen, Hei√ühunger, √úbelkeit, Erbrechen, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Schlafst√∂rungen, Unruhe, Aggressivit√§t, Konzentrationsst√∂rungen, eingeschr√§nktes Reaktionsverm√∂gen, Niedergeschlagenheit, Verwirrtheit, Sprachst√∂rungen (m√∂glicherweise k√∂nnen Sie √ľberhaupt nicht sprechen), Sehst√∂rungen, Zittern, L√§hmungen, Gef√ľhlsst√∂rungen (Par√§sthesien), Taubheit und Kribbeln im Bereich des Mundes, Schwindel, Verlust der Selbstkontrolle, Hilflosigkeit, Krampfanf√§lle, Bewusstlosigkeit.

Die ersten Zeichen, die Sie auf eine drohende Unterzuckerung aufmerksam machen (‚ÄěWarnzeichen‚Äú), k√∂nnen ver√§ndert sein, abgeschw√§cht sein oder insgesamt fehlen, wenn

  • Sie √§lter sind, die Zuckerkrankheit schon lange besteht oder wenn Sie eine bestimmte Nervenerkrankung haben (diabetische autonome Neuropathie),
  • Sie erst vor kurzem eine Unterzuckerung hatten (z. B. am Vortag) oder sie sich langsam entwickelt,
  • Sie fast normale oder zumindest stark gebesserte Blutzuckerspiegel haben,
  • Sie erst vor kurzem von einem tierischen Insulin auf Humaninsulin, z. B. Insulin Human Winthrop, gewechselt haben,
  • Sie bestimmte andere Arzneimittel nehmen oder genommen haben (siehe Abschnitt 2, ‚Äě Anwendung von Insulin Human Winthrop Infusat zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

In einem solchen Fall k√∂nnen Sie eine schwere Unterzuckerung (auch mit Bewusstlosigkeit) bekommen, ohne die Gefahr rechtzeitig zu bemerken. Erkennen und beachten Sie Ihre Warnzeichen. Erforderlichenfalls k√∂nnen Ihnen h√§ufigere Blutzuckerkontrollen helfen, leichte Unterzuckerungen zu entdecken, die Sie sonst √ľbersehen h√§tten. Wenn Sie in der Erkennung Ihrer Warnzeichen nicht sicher sind, meiden Sie Situationen (z. B. Auto fahren), in denen Sie selbst oder andere bei einer Unterzuckerung gef√§hrdet w√§ren.

Was m√ľssen Sie bei einer Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) tun?

  1. Stoppen Sie die Insulininfusion (notfalls durch Herausziehen der Nadel) wenigstens so lange, bis Sie f√ľhlen, dass Sie sich wieder v√∂llig erholt haben. Nehmen Sie sofort ungef√§hr 10 bis 20 g Zucker, z. B. Traubenzucker, W√ľrfelzucker oder ein zuckerges√ľ√ütes Getr√§nk zu sich. Vorsicht: K√ľnstliche S√ľ√üstoffe und Lebensmittel, die k√ľnstliche S√ľ√üstoffe anstelle von Zucker enthalten (z. B. Di√§t-Getr√§nke), helfen bei einer Unterzuckerung nicht.
  2. Essen Sie anschließend etwas mit lang anhaltender blutzuckersteigernder Wirkung (z. B. Brot oder Nudeln). Lassen Sie sich in dieser Frage im Voraus von Ihrem Arzt bzw. Diätassistenten beraten.
  3. Sollte die Unterzuckerung wieder auftreten, nehmen Sie erneut 10 bis 20 g Zucker zu sich.
  4. Informieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie die Unterzuckerung nicht beherrschen können oder wenn sie erneut auftritt.

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Wenn Sie nicht schlucken k√∂nnen oder bewusstlos sind, m√ľssen Sie Glukosel√∂sung oder Glukagon (ein Mittel zur Erh√∂hung des Blutzuckers) gespritzt bekommen. Diese Injektionen sind auch dann gerechtfertigt, wenn nicht sicher feststeht, ob Sie eine Hypoglyk√§mie haben.

Es ist ratsam, möglichst gleich nach der Einnahme von Zucker den Blutzucker zu bestimmen, um sich zu vergewissern, dass wirklich eine Hypoglykämie vorliegt.

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Wirkstoff(e) Insulin
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code A10AB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Insuline und Analoga

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