Muse®

ATC Code
G04BE01
Muse®

Hersteller: Meda Pharma GmbH

Zulassungsland: Schweiz

Standardarzneimittel Human
Wirkstoff(e)
Alprostadil
Suchtgift
Nein
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Urologika

Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Meda Pharma GmbH

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Muse besteht aus einem Einmal-Applikator zur direkten Verabreichung des Wirkstoffs Alprostadil in Ihre Harnröhre (den Urinkanal durch Ihren Penis).

Alprostadil ist mit einer in Ihrem Körper natürlich vorkommenden Substanz, dem Prostaglandin E1, identisch. Alprostadil wird von der Harnröhre an die umgebenden Gewebe weitergegeben; dort bewirkt es einen Anstieg des Blutflusses in Ihren Penis, was zu einer Erektion führt. Die Wirkungsdauer ist jedoch individuell unterschiedlich. Eine wirksame Muse-Dosis sollte eine Erektion hervorrufen, die für einen Geschlechtsverkehr ausreicht. Vielleicht ist die durch Muse erzielte Erektion nicht mit den Erektionen vergleichbar, die Sie in der Vergangenheit hatten und möglicherweise hält Ihre Erektion auch nach dem Orgasmus an.

Muse wird auf Verschreibung des Arztes verwendet und ist zur Anwendung bei Männern bestimmt, die eine nur wenig ausgeprägte Erektion haben oder an Impotenz leiden. Muse kann auch zur ärztlichen Überprüfung der Erektionsfunktion angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Faktoren, die Ihre Erektion verstärken können

Gut ausgeruht und entspannt sein.

Sexuelles Vorspiel mit Ihrer Partnerin bzw. Ihrem Partner oder Selbststimulation im Sitzen oder Stehen.

Beckenübungen, z.B. Anspannen und Entspannen Ihrer Becken- und Gesässmuskulatur (d.h. der Muskulatur, die Sie zum Anhalten des Urinstrahls benötigen).

Faktoren, die zu einem Rückgang der Erektion führen können

Angst, Müdigkeit, Anspannung oder zu viel Alkohol.

Sich nach Anwendung von Muse zu früh auf den Rücken zu legen, kann den Blutfluss zum Penis verringern und schliesslich zu einem Erektionsverlust führen. Es ist wichtig, dass Sie 10 Minuten lang sitzen, stehen oder gehen, bevor Sie die für den Geschlechtsverkehr gewünschten Positionen einnehmen.

Wasserlassen oder tropfenweises Urinieren unmittelbar nach Anwendung des Arzneimittels kann dazu führen, dass ein Teil des Arzneimittels durch die Harnröhre ausgeschieden wird.

Präparate, die abschwellende Stoffe enthalten, wie z.B. Erkältungspräparate, die Sie selbst in der Apotheke besorgt haben, Arzneimittel gegen Allergien oder Stirnhöhlenkatarrh sowie Appetitzügler können die Wirkung von Muse blockieren.

Wann darf Muse nicht angewendet werden?

Sie dürfen Muse nicht anwenden:

  • wenn Sie einen abnorm geformten Penis oder eine Erkrankung des Penis haben,
  • bei Entzündung der Harnröhre oder der Eichel,
  • wenn Sie eine Krankheit haben, bei der lang anhaltende Erektionen auftreten können, z.B. Sichelzellenanämie, stark erhöhte Anzahl von Blutplättchen oder roten Blutkörperchen, Knochenmarktumor (multiples Myelom oder Leukämie),Veranlagung für Thrombose, wiederholtes Auftreten von lang anhaltenden Erektionen in der Vergangenheit,
  • wenn Ihnen vom Geschlechtsverkehr abgeraten worden ist (z.B. wegen Herzkreislauferkrankungen oder Erkrankungen der Hirngefässe),
  • wenn Sie bereits früher überempfindlich auf Alprostadil (Wirkstoff in Muse) oder andere Bestandteile des Arzneimittels reagierten,
  • wenn die Sexualpartnerin schwanger ist oder schwanger sein könnte, ausser wenn beim Geschlechtsverkehr ein Präservativ verwendet wird.

Muse darf von Frauen oder Kindern nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Muse Vorsicht geboten?

Eine nicht korrekte Anwendung von Muse kann die Schleimhaut der Harnröhre verletzen und zu kleineren Blutungen führen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Arzneimittel zur Blutverdünnung einnehmen oder an Blutungsstörungen leiden.

Wenn die Erektion länger als 4 Stunden andauert, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, damit die notwendige Behandlung eingeleitet und Schäden am Penis verhindert werden können.

Bei Vorliegen von Penisveränderungen ist das Risiko für schmerzhafte Erektionen erhöht.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Veränderungen an Ihrem Penis bemerken.

Nach der Anwendung von Muse kann es, vor allem zu Beginn der Behandlung, zu einem tiefen Blutdruck, selten mit Schwindel oder in Einzelfällen mit Ohnmacht kommen. Das Risiko ist bei der gleichzeitigen Einnahme von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, von gefässerweiternden Arzneimitteln sowie im steigenden Alter erhöht. Das Reaktionsvermögen im Strassenverkehr und beim Arbeiten an Maschinen kann dadurch beeinträchtigt sein.

Wenn Sie unter Herz- Kreislauf- oder Lungenerkrankungen leiden, sollten Sie sexuelle Aktivitäten nur mit Vorsicht ausüben.

Muse hat keinerlei schwangerschaftsverhütende Eigenschaften. Da Muse während der Schwangerschaft am Menschen oder bei Paaren mit Kinderwunsch nicht untersucht wurde, wird empfohlen, entsprechende schwangerschaftsverhütende Massnahmen durchzuführen, wenn die Partnerin im gebärfähigen Alter ist. Muse sollte nicht angewendet werden, wenn die Partnerin schwanger ist, es sei denn, es wird ein Präservativ verwendet.

Muse schützt Sie oder Ihre Partnerin bzw. Ihren Partner nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten, wie z.B. Chlamydien, Gonorrhoe, Herpes simplex-Virus, Virushepatitis, HIV, Genitalwarzen und Syphilis. Präservative können Sie vor diesen Krankheiten schützen.

Muse wurde bei Männern, die ein Penisimplantat tragen, nicht ausreichend untersucht. Sollten Sie ein Penisimplantat tragen, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin darüber. Es liegen keine Erfahrungen bei der Anwendung von Muse bei Homosexuellen vor. Muse wurde nur für den vaginalen Geschlechtsverkehr getestet.

Muse darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Erektionsstörungen angewendet werden.

Arzneimittel, die abschwellende Stoffe enthalten wie z.B. Erkältungsmittel und einige Arzneimittel gegen Heuschnupfen oder Nebenhöhlenentzündung sowie Arzneimittel, die den Appetit hemmen, können die Wirkung von Muse vermindern.

Muse kann die Wirkung von Arzneimitteln gegen hohen Blutdruck, Arzneimitteln mit gefässerweiternder Wirkung sowie Arzneimitteln, welche die Blutgerinnung hemmen, verstärken. Informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen oder anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Muse während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Muse darf nicht angewendet werden, wenn die Partnerin schwanger ist, es sei denn, es wird ein Präservativ verwendet.

Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wird Ihnen zeigen, wie Sie Muse anzuwenden haben; ausserdem wird die für Sie geeignete Muse-Dosis von Ihnen und Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin festgelegt.

Wenden Sie nach Bedarf diese Muse-Dosis an, um eine Erektion zu bekommen.

Wie oft kann man Muse anwenden?

Sie dürfen innerhalb von 24 Stunden maximal 2 Dosen anwenden, wobei eine tägliche Dosis von 1000 µg nicht überschritten werden sollte.

Innerhalb von 7 Tagen dürfen nicht mehr als 7 Dosen angewendet werden. Die maximale Dosierung darf nicht überschritten werden.

Wie wird Muse angewendet?

Die folgenden Instruktionen informieren Sie darüber, wie Muse anzuwenden ist; beachten Sie sie bitte sorgfältig.

  1. Waschen Sie sich zuerst Ihre Hände und trocknen Sie sie an einem sauberen Handtuch ab. Anschliessend, unmittelbar vor der Anwendung, Wasser lassen und den Penis leicht mehrere Male ausschütteln, um überschüssigen Urin zu entfernen.
    Eine feuchte Harnröhre vereinfacht die Einführung des Muse-Applikators. Das Arzneimittel wurde speziell dafür entwickelt, sich in feuchter Umgebung aufzulösen, die nach dem Wasserlösen in der Harnröhre herrscht.
  2. Öffnen Sie den Folienbeutel, indem Sie ihn entlang der Prägung einreissen. Lassen Sie den Muse-Applikator aus dem Beutel gleiten. Heben Sie den Beutel für die spätere Entsorgung des Muse-Applikators auf.
  3. Entfernen Sie die Schutzkappe vom Applikatorstiel, indem Sie den Applikatorkörper zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten. Drehen Sie den Körper und ziehen Sie den Applikator aus der Kappe.
    Achten Sie darauf, dass Sie nicht den Applikatorknopf herunterdrücken. Vermeiden Sie es, den Applikatorstiel und die Spitze zu berühren. Heben Sie die Kappe für die spätere Entsorgung des Muse-Applikators auf.
  4. Prüfen Sie den Arzneimittelinhalt am Ende des Stiels.
  5. Halten Sie den Applikator so in der Hand, wie es für Sie am angenehmsten ist.
  6. Im Sitzen oder Stehen – je nachdem was Ihnen angenehmer ist – sollten Sie sich ein paar Sekunden Zeit nehmen, um Ihren Penis leicht und langsam auf seine volle Länge nach oben hin zu strecken, hierbei ist ein leichter Druck von oben nach unten auf die Eichel auszuüben. Mit diesem Vorgehen begradigt und öffnet sich die Harnröhre.
    Schieben Sie nun den Applikatorstiel bis zur Manschette langsam in die Harnröhre. Sollten Sie hierbei ein unangenehmes Gefühl oder Ziehen empfinden, ziehen Sie den Applikator langsam wieder heraus und führen Sie ihn erneut vorsichtig ein.
  7. Anschliessend den Applikatorknopf oben langsam bis zum Anschlag hinunterdrücken. Dies ist wichtig, um sicherzugehen, dass das Arzneimittel vollständig freigesetzt wurde. Halten Sie den Applikator in dieser Position 5 Sekunden lang.
  8. Bewegen Sie den Applikator nun leicht hin und her. Hierdurch wird das Präparat von der Spitze des Applikators aus freigesetzt. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Harnröhre aufkratzen, da dies zu Blutungen führen könnte.
  9. Ziehen Sie den Applikator wieder heraus, während Sie den Penis nach oben halten.
  10. Kontrollieren Sie die Applikatorspitze, um zu prüfen, ob das Arzneimittel den Applikator verlassen hat. Berühren Sie den Stiel nicht. Sollten Sie feststellen, dass ein Arzneimittelrest am Ende des Applikators zurückgeblieben ist, führen Sie den Applikator vorsichtig wieder in die Harnröhre ein und wiederholen Sie die Schritte 7, 8 und 9.
  11. Halten Sie den Penis nach oben und auf seine volle Länge gedehnt, rollen Sie ihn dann mindestens 10 Sekunden lang fest zwischen Ihren Händen. Somit wird sichergestellt, dass sich das Arzneimittel auch richtig an den Wänden der Harnröhre verteilt. Sollten Sie ein Brennen verspüren, empfiehlt es sich, den Penis weitere 30-60 Sekunden oder so lange zu rollen, bis das Brennen verschwindet.
  12. Denken Sie daran: Jeder Muse-Applikator ist nur für den Einmal-Gebrauch bestimmt. Nach Anwendung setzen Sie die Kappe wieder auf den Muse-Applikator und legen ihn in den geöffneten Folienbeutel zurück, falten Sie diesen und entsorgen sie ihn im normalen Haushaltmüll.

Nach Anwendung von Muse sollten Sie 10 Minuten lang sitzen, stehen oder gehen, bis es zu einer Erektion kommt. Hierdurch wird Ihre Erektion noch verstärkt. Die Erektion sollte innerhalb von 5-10 Minuten eintreten und ca. 30-60 Minuten anhalten. Die Wirkungsdauer ist jedoch individuell unterschiedlich.

Was ist zu tun, wenn die Erektion länger als gewünscht anhält?

Die Anwendung von Eispackungen an den Innenflächen der Oberschenkel kann die Erektionsdauer verkürzen, da die Kälte zu einem Rückgang des Blutflusses zum Penis führt. Die Eispackungen sollten abwechselnd max. 10 Minuten lang auf die Innenseite jedes Oberschenkels gelegt werden. Bei einer zu hohen Dosis kann Ihr Puls ansteigen, es kann Ihnen schwindelig werden oder Sie können ohnmächtig werden. Treten Symptome eines Blutdruckabfalls auf, müssen Sie sich sofort hinlegen und die Füsse hoch lagern. Bei Anhalten der Symptome ist der Arzt oder die Ärztin zu benachrichtigen.

Hält Ihre Erektion länger als 4 Stunden an, müssen Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen, der/die Ihnen Muse verschrieben hat. Können Sie diesen Arzt oder diese Ärztin oder einen anderen Arzt oder eine andere Ärztin nicht in der Praxis oder Klinik erreichen, suchen Sie sofort die Notaufnahme eines Krankenhauses auf, am besten eine urologische Abteilung oder Klinik.

Wie wissen Sie, dass Sie Muse richtig dosieren?

Sie und Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bestimmen die für Sie richtige Muse-Dosis. Wenn Ihre Erektion nicht für die Zeit ausreicht, die Sie für das Vorspiel und den Geschlechtsverkehr benötigen, muss die Dosis vielleicht erhöht werden. Und umgekehrt: Hält Ihre Erektion zu lange an, muss die Dosis unter Umständen reduziert werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie glauben, dass Ihre Dosis geändert werden muss.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Es kann unter Umständen infolge des Einführens zu einem unangenehmen Gefühl kommen, obwohl die Anwendung nach wiederholten Malen leichter wird. Wenn Sie vor der Anwendung Wasser lassen und darauf achten, dass Ihr Penis auf seine volle Länge gedehnt ist, treten Unannehmlichkeiten im Allgemeinen seltener auf.

Ausserdem können nach Muse Brennen und Schmerzen vorkommen, die jedoch nach kurzer Zeit verschwinden sollten. Da Muse die Durchblutung verstärkt, kann sich Ihr Penis warm anfühlen und rot werden. Es kann auch zu leichten Schmerzen oder Beschwerden im Penis oder in der Leistengegend kommen.

Die häufigsten bei Männern beobachteten Nebenwirkungen sind:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Schmerzen im Penis, Brennen in der Harnröhre.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Schwindel, Kopfschmerzen, tiefer Blutdruck, Bluterguss, Muskelkrämpfe, kleinere Harnröhrenblutungen, Hodenschmerzen, verstärkte Erektion, Veränderungen des Penis (z.B. Gewebsveränderungen und Verhärtungen).

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Erkältung, Ohnmacht, schneller Puls, Kreislaufbeschwerden, Verstärkung oder Verminderung der Berührungs- und Druckempfindlichkeit der Haut, Venenerkrankungen, Anschwellen der Beinvenen, erweiterte Blutgefässe, Übelkeit, Hautrötung, vermehrtes Schwitzen, Hautausschlag, Juckreiz, Hautrötung an den Hoden, Schmerzen in den Beinen, Schmerzen beim Wasserlösen, häufigeres Wasserlösen von kleinen Mengen Urin, Harndrang, Blutung aus der Harnröhre, Schmerzen im Bereich zwischen Penis und After, Erektionsstörungen, Ejakulationsstörungen, Entzündung der Eichel des Penis, schmerzhafte Erektion, Vorhautverengung, verlängerte Erektionsdauer, Beschwerden im Hodensack (z.B. Schmerzen, Schwellung, Ausschlag), Zyste im Nebenhoden (Spermatozele), Schwellung der Hoden, Knoten im Hoden, Unterleibsschmerzen.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Harnwegsinfektion.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Nesselfieber

Nach Muse sollten Sie Aktivitäten wie Autofahren und das Ausführen von gefährlichen Arbeiten, bei welchen eine Verletzungsgefahr durch Schwindel oder Ohnmacht besteht, vermeiden. Bei denjenigen Patienten, bei welchen Symptome wie Schwindel, Ohnmacht, schneller Puls und/oder tiefer Blutdruck auftraten, geschah dies üblicherweise bei Beginn der Anwendung und innerhalb einer Stunde nach der Applikation von Muse.

Bei Patienten unter Behandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln können diese Nebenwirkungen möglicherweise verstärkt auftreten.

Sollten Sie während der Anwendung von Muse irgendwelche sonstigen Beschwerden oder Veränderungen beobachten, oder sollten Sie in irgendeiner Weise besorgt sein, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können bei Ihrer Partnerin auftreten?

Häufig treten Vaginaljucken oder -brennen auf. Es ist nicht bekannt, ob dies auf die Anwendung von Muse oder auf die Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs zurückzuführen ist. Mit Hilfe eines Gleitmittels auf Wassergrundlage kann ein Eindringen in die Scheide erleichtert werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Ungeöffnete Folienbeutel im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahren. Muse kann über einen Zeitraum von max. 14 Tagen vor Anbruch bei einer Temperatur bis 30°C gelagert werden. Auf Reisen Muse nicht im Auto oder anderswo liegenlassen, wo es hohen Temperaturen ausgesetzt sein könnte.

Muse im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen

Was ist in Muse enthalten?

1 Applikator enthält in der Spitze des Applikators ein Stäbchen zum Einführen in die Harnröhre mit 250 µg, 500 µg oder 1000 µg Alprostadil suspendiert in Macrogol 1450.

Wirkstoffe

Alprostadil.

Hilfsstoffe

Macrogol 1450.

Zulassungsnummer

54525 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Muse? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 1 oder 6 Beutel mit je einer Muse-Einmal-Dosis zu 250 µg, 500 µg oder 1000 µg.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

[Version 201 D]