Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten
Wirkstoff(e)Naloxonhydrochlorid
ZulassungslandCH
ZulassungsinhaberMepha Pharma AG
ATC CodeN02AA55
VerschreibungsstatusArzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische GruppeOpioide

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Oxycodon-Naloxon-Mepha ist ein Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker bis starker andauernder Schmerzen. Es enthÀlt die Wirkstoffe Oxycodon, mit schmerzhemmender Wirkung, sowie Naloxon, welches einer Verstopfung entgegenwirkt, einer typischen Begleiterscheinung einer Behandlung mit Schmerzmitteln aus der Gruppe der Opioide.

Die Wirkstoffe werden nach der Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha im Magen-Darm-Trakt langsam herausgelöst und in die Blutbahn aufgenommen. Die schmerzhemmende Wirkung hĂ€lt deshalb ĂŒber etwa 12 Stunden an.

Oxycodon-Naloxon-Mepha darf nur auf Verschreibung und unter regelmĂ€ssiger Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin verwendet werden.

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wann ist bei der Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha Vorsicht geboten?

  • Wenn Ihre Lungenfunktion stark eingeschrĂ€nkt, Ihre Nierenfunktion eingeschrĂ€nkt oder Ihre Leberfunktion leicht eingeschrĂ€nkt ist,
  • bei periodischen AtemstillstĂ€nden wĂ€hrend des Schlafs (Schlafapnoe),
  • bei einer durch Opioide bedingten DarmlĂ€hmung,
  • bei Unterfunktion der SchilddrĂŒse,
  • bei FunktionsschwĂ€che der Nebennierenrinden (Addisonscher Krankheit),
  • bei von Alkohol oder VergiftungszustĂ€nden verursachten psychischen Störungen, AlkoholabhĂ€ngigkeit oder schwerwiegenden Reaktionen auf einen Alkoholentzug,
  • bei Gallensteinleiden oder sonstigen Erkrankungen der Gallenwege,
  • bei EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse,
  • bei vergrösserter Prostata,
  • bei niedrigem oder hohem Blutdruck sowie bei vorbestehenden Herzkreislauferkrankungen,
  • bei Kopfverletzungen, Bewusstseinsstörungen, Epilepsie oder Neigung zu KrampfanfĂ€llen,
  • bei Einnahme von Arzneimitteln aus der Gruppe der Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer). Oxycodon-Naloxon-Mepha ist nicht fĂŒr die gleichzeitige Therapie mit MAO-Hemmern oder innerhalb der 14 Tage nach Unterbruch solcher Therapie vorgesehen.

Wenn Sie Àlter oder körperlich schwach sind, können bei Ihnen möglicherweise eher Nebenwirkungen auftreten. Seien Sie daher besonders vorsichtig.

Zur Behandlung von langfristig auftretenden Schmerzen aufgrund von gutartigen Erkrankungen sollte Oxycodon-Naloxon-Mepha nicht als Arzneimittel erster Wahl eingesetzt werden. Oxycodon-Naloxon-Mepha sollte als Teil eines breiten Therapieprogramms, das weitere Arzneimittel und Behandlungen umfasst, angewendet werden.

Gewöhnung, AbhÀngigkeit und Missbrauch

Bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Oxycodon-Naloxon-Mepha kann es zu Gewöhnung und physischer und/oder psychischer AbhĂ€ngigkeit sowie Missbrauch kommen. Ein Missbrauch von Oxycodon-Naloxon-Mepha kann eine lebensbedrohliche Überdosierung zur Folge haben und möglicherweise zum Tod fĂŒhren. Wenn Sie befĂŒrchten, dass Sie von Oxycodon-Naloxon-Mepha abhĂ€ngig werden könnten, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Bei abrupter Beendigung der Therapie können Entzugssymptome wie Unruhe, SchweissausbrĂŒche und Muskelschmerzen auftreten. Wenn Sie die Therapie nicht mehr benötigen, sollten Sie die Tagesdosis nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt schrittweise reduzieren.

Oxycodon-Naloxon-Mepha ist fĂŒr die Entzugsbehandlung bei OpioidabhĂ€ngigkeit nicht geeignet.

Atemprobleme

Bei Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha kann Ihre Atmung bedrohlich langsam oder flach werden (Atemdepression) und der Blutdruck fĂ€llt möglicherweise ab. Es kann sein, dass Ihr Bewusstsein vermindert ist, Sie sich schlĂ€frig fĂŒhlen oder Sie sich einer Ohnmacht nahe fĂŒhlen. Falls dies der Fall ist, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Oxycodon-Naloxon-Mepha kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer wĂ€hrend des Schlafs) und schlafbezogene HypoxĂ€mie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Symptomen können Atemaussetzer wĂ€hrend des Schlafs, nĂ€chtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder ĂŒbermĂ€ssige SchlĂ€frigkeit wĂ€hrend des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Ihre Ärztin wird eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.

Unbeabsichtigte Anwendung

Die versehentliche Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha, insbesondere bei Kindern, kann zu einer tödlichen Überdosierung fĂŒhren. Oxycodon-Naloxon-Mepha muss fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahrt werden und angebrochene oder nicht verwendete Dosiereinheiten mĂŒssen ordnungsgemĂ€ss entsorgen werden.

Schwangerschaft

Die lĂ€ngere Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha wĂ€hrend der Schwangerschaft kann bei Ihrem neugeborenen Kind Entzugssymptome auslösen (neonatales Opioidentzugssyndrom), die lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden. Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie wird ĂŒber die Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha entscheiden.

Erhöhte Schmerzempfindlichkeit

Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie wĂ€hrend der Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha an Schmerzen oder erhöhter Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) leiden, die nicht auf eine von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnete höhere Dosis Ihres Arzneimittels ansprechen oder Schmerzen empfinden, wenn etwas Ihren Körper berĂŒhrt, das normalerweise nicht wehtut (Allodynie).

Nebenniereninsuffizienz

SchwĂ€che, MĂŒdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck können Symptome dafĂŒr sein, dass die Nebennieren zu wenig des Hormons Kortisol produzieren; es kann erforderlich sein, dass Sie eine HormonergĂ€nzung erhalten.

Verminderte Sexualhormone und erhöhtes Prolaktin

Die Langzeitanwendung von Opioiden kann erniedrigte Sexualhormon-Spiegel und erhöhte Spiegel des Hormons Prolaktin verursachen. Bitte kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Symptome wie verminderte Libido, Impotenz oder das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe) auftreten.

Bauchschmerzen/EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den RĂŒcken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber auftreten, da dies Symptome sein könnten, die mit einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems in Verbindung stehen.

Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha mit anderen Arzneimitteln

Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha zusammen mit anderen, insbesondere den folgenden Arzneimitteln, anwenden:

  • Die gleichzeitige Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha mit Alkohol oder Arzneimitteln, die Sie schlĂ€frig machen können (z.B. Schlaftabletten, Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie, Nervenschmerzen oder AngstzustĂ€nden, manche Arzneimittel gegen allergische Reaktionen, Reisekrankheit oder Übelkeit (Antihistaminika oder Antiemetika), Beruhigungsmittel (wie z.B. Benzodiazepine), Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen (Antipsychotika oder Neuroleptika) oder zur Muskelentspannung (Muskelrelaxantien)), erhöht das Risiko des Auftretens gefĂ€hrlicher Nebenwirkungen, die tödlich sein können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin ĂŒber alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie genau die Dosisempfehlungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
  • Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha gleichzeitig mit Antidepressiva einnehmen (wie Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin, Amitriptylin, Clomipramin, Imipramin, Nortriptylin). Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen die folgenden Symptome auftreten: VerĂ€nderungen des Bewusstseinszustands (z.B. Unruhe, Halluzinationen, Koma), schneller Herzschlag, instabiler Blutdruck, Fieber, VerstĂ€rkung von Reflexen, beeintrĂ€chtigte Koordination, Muskelsteifheit, gastrointestinale Symptome (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
  • Wenn Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha gemeinsam mit bestimmten Arzneimitteln einnehmen, welche die GerinnungsfĂ€higkeit des Blutes herabsetzen (Cumarin-Derivate), kann die Blutgerinnung beschleunigt oder verlangsamt werden.
  • bestimmte Antibiotika (z.B. Clarithromycin, Rifampicin),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol) oder zur HIV-Behandlung (z.B. Ritonavir),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Sodbrennen und Magen-Darm-GeschwĂŒre (z.B. Cimetidin),
  • Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit.

Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt/Ihre Ärztin bzw. Ihren Apotheker/Ihre Apothekerin, wenn sie eines dieser Arzneimittel anwenden und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darĂŒber zu informieren, bei Ihnen auf die genannten Anzeichen und Symptome zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn solche Symptome bei Ihnen auftreten.

Es wird empfohlen, wÀhrend der Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha Grapefruits und Grapefruitsaft zu vermeiden.

Die Retardtabletten mĂŒssen entweder ganz geschluckt oder an der hierzu vorgesehenen Bruchrille zerteilt als TablettenhĂ€lfte eingenommen werden. Sie dĂŒrfen nicht anderweitig zerteilt, zerkaut oder zerkleinert werden. UnsachgemĂ€ss zerteilte, zerkaute oder zerkleinerte Tabletten fĂŒhren zu einer schnelleren Wirkstofffreisetzung und zur Aufnahme einer möglicherweise tödlichen Dosis von Oxycodon.

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten dĂŒrfen in keinem Fall in missbrĂ€uchlicher Absicht aufgelöst und injiziert (z.B. in ein BlutgefĂ€ss eingespritzt) werden, da dies schwerwiegende gesundheitsschĂ€dliche Folgen haben kann, die möglicherweise auch zum Tod fĂŒhren können.

Wenn Sie von Substanzen wie Heroin, Morphin oder Methadon abhÀngig sind, sind bei Missbrauch von Oxycodon-Naloxon-Mepha ernste Entzugsbeschwerden wegen des Wirkstoffs Naloxon zu erwarten.

Die Retardtablette löst sich im Darm nach Abgabe der gesamten Wirkstoffmenge nicht vollstĂ€ndig auf, deswegen kann die TablettenhĂŒlle manchmal im Stuhl erscheinen. Dies bedeutet keine BeeintrĂ€chtigung der Wirksamkeit des PrĂ€parats.

Falls Sie operiert werden mĂŒssen, teilen Sie bitte Ihren Ärzten mit, dass Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha einnehmen.

Die Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fĂŒhren.

Dieses Arzneimittel enthÀlt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Oxycodon-Naloxon-Mepha kann die ReaktionsfĂ€higkeit, die FahrtĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit, Werkzeuge und Maschinen zu bedienen, beeintrĂ€chtigen. Besprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, ob Sie Auto fahren, Maschinen bedienen oder gefĂ€hrliche Arbeiten ausfĂŒhren dĂŒrfen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder Ă€usserlich anwenden!

Darf Oxycodon-Naloxon-Mepha wÀhrend einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Die lĂ€ngere Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha wĂ€hrend der Schwangerschaft kann bei Ihrem neugeborenen Kind Entzugssymptome auslösen (neonatales Opioidentzugssyndrom), die lebensbedrohlich sein können, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden. Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie wird ĂŒber die Anwendung von Oxycodon-Naloxon-Mepha entscheiden.

Wenn Oxycodon-Naloxon-Mepha wÀhrend der Geburt angewendet wird, kann es beim neugeborenen Kind zu einer Verlangsamung der Atmung (Atemdepression) kommen.

Wenn Sie stillen, darf Oxycodon-Naloxon-Mepha nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha immer genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung und regelmĂ€ssig wĂ€hrend der Behandlung mit Ihnen besprechen, was Sie von der Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha Tabletten retard erwarten können, wann und wie lange Sie es einnehmen mĂŒssen, wann Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren sollten und wann Sie das Arzneimittel absetzen mĂŒssen.

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten sind mit ausreichend FlĂŒssigkeit (œ Glas Wasser) zu oder zwischen den Mahlzeiten morgens und abends nach einem festen Zeitschema (z.B. morgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) einzunehmen. Die Retardtabletten mĂŒssen entweder ganz geschluckt oder an der hierzu vorgesehenen Bruchrille zerteilt als TablettenhĂ€lfte eingenommen werden. Sie dĂŒrfen die ganzen oder halben Retardtabletten nicht weiter zerteilen, zerkauen oder zerkleinern.

Erwachsene

Die ĂŒbliche Anfangsdosis betrĂ€gt eine Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtablette zu 10 mg/5 mg alle 12 Stunden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Dosierung an die SchmerzintensitĂ€t und Ihre individuelle Empfindlichkeit anpassen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls zwischen den Einnahmen von Oxycodon-Naloxon-Mepha Schmerzen auftreten. Er/sie kann Ihnen ein schnell freisetzendes Schmerzmittel zur Therapie dieser Durchbruchschmerzen verschreiben.

Wenn Sie eine grössere Menge von Oxycodon-Naloxon-Mepha eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Oxycodon-Naloxon-Mepha als verschrieben eingenommen haben, sollten Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Eine Überdosierung mit Oxycodon-Naloxon-Mepha kann eine Gehirnerkrankung (bekannt als toxische Leukenzephalopathie) auslösen.

Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, so können Sie diese nachholen, wenn die nĂ€chste regulĂ€re Einnahme in mehr als 8 Stunden vorgesehen ist. Anschliessend können Sie Ihren ĂŒblichen Einnahmeplan beibehalten. Wenn die nĂ€chste regulĂ€re Einnahme in weniger als 8 Stunden vorgesehen ist, nehmen Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha ebenfalls, schieben die nĂ€chste Einnahme jedoch um 8 Stunden hinaus. Keinesfalls sollten Sie die doppelte Einzeldosis einnehmen.

Setzen Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin ab. Falls die Therapie nicht lĂ€nger angezeigt ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis stufenweise zu reduzieren, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu vermeiden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Anwendung und Sicherheit von Oxycodon-Naloxon-Mepha bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprĂŒft worden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Oxycodon-Naloxon-Mepha deshalb nicht einnehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Oxycodon-Naloxon-Mepha nicht eingenommen werden?

  • Wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen die Wirkstoffe oder einen der Hilfsstoffe sind,
  • bei ausgeprĂ€gter BeeintrĂ€chtigung der Atemfunktion, wie z.B. schwerem Bronchialasthma oder schwerer chronischer Einengung der Atemwege,
  • bei Druckerhöhung im rechten Herzen infolge von Lungenhochdruck (Cor pulmonale),
  • bei einer nicht durch Opioide bedingten DarmlĂ€hmung,
  • bei mĂ€ssig bis stark eingeschrĂ€nkter Leberfunktion,
  • wenn Sie stillen.

Welche Nebenwirkungen kann Oxycodon-Naloxon-Mepha haben?

Insbesondere zu Beginn der Therapie können hĂ€ufig Übelkeit und Erbrechen auftreten. Wenn Ihnen ĂŒbel ist oder Sie erbrechen mĂŒssen, informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin, der/die dagegen ein Arzneimittel verschreiben kann.

Folgende weitere Nebenwirkungen können ausserdem bei der Einnahme von Oxycodon-Naloxon-Mepha auftreten:

HĂ€ufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, SchwindelgefĂŒhl, Kopfschmerzen, SchlĂ€frigkeit, Drehschwindel, Hitzewallung, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag, SchwĂ€che, MĂŒdigkeit.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Überempfindlichkeitsreaktionen, Denkstörungen, Angst, Verwirrtheit, Depressionen, NervositĂ€t, Unruhe, KrampfanfĂ€lle (insbesondere bei Personen mit Epilepsie oder Neigung zu KrampfanfĂ€llen), Aufmerksamkeitsstörungen, Geschmacksstörungen, Sprachstörungen, (Muskel-) Zittern, TrĂ€gheit, Sehstörung, schmerzhaftes EngegefĂŒhl im Brustkorb (Angina pectoris), insbesondere wenn Sie an Erkrankungen der HerzkranzgefĂ€sse leiden, Herzklopfen, Blutdrucksenkung, Blutdruckanstieg, Ohnmacht (Synkope), BeeintrĂ€chtigung der Atemfunktion, laufende Nase, Husten, BlĂ€hungen, Erhöhung der Leberwerte, Gallenkolik, Muskelspasmen, Muskelschmerzen, Harndrang, verringerter Geschlechtstrieb, Brustkorbschmerz, SchĂŒttelfrost, Schmerzen, Wassereinlagerungen (z.B. in den Beinen), Unwohlsein, Durst, Gewichtsabnahme, Verletzungen durch UnfĂ€lle.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Pulsbeschleunigung, GĂ€hnen, Gewichtszunahme.

Ausserdem wurde ĂŒber euphorische Stimmung, Halluzinationen, AlbtrĂ€ume, Aggression, ArzneimittelabhĂ€ngigkeit, TaubheitsgefĂŒhl oder Ă€hnliche Missempfindungen an der Haut, schwere SchlĂ€frigkeit bis Benommenheit (Sedierung), Verlangsamung und Abflachung der Atmung (Atemdepression), periodische AtemstillstĂ€nde wĂ€hrend des Schlafs (zentrales Schlafapnoe-Syndrom), Aufstossen, Harnverhalten, Erektionsstörungen und Entzugssymptome berichtet.

FĂŒr den Wirkstoff Oxycodon alleine (wenn er nicht mit Naloxon kombiniert wird) sind ĂŒber das oben genannte hinaus die folgenden Nebenwirkungen bekannt und könnten deshalb bei Oxycodon-Naloxon-Mepha auch vorkommen:

HĂ€ufig: Atemnot.

Gelegentlich: Austrocknung, StimmungsverĂ€nderung, Aufregung, GedĂ€chtnisstörung, erhöhte Muskelspannung, Muskelzuckungen, TaubheitsgefĂŒhl, Verengung der Pupillen, GefĂ€sserweiterung, Schluckstörungen, Schluckauf, Aufstossen, Darmverschluss, trockene Haut, Harnverhalten, Unterfunktion der Geschlechtsorgane, SchĂŒttelfrost, Wassereinlagerungen (Ödeme).

Selten: juckender Ausschlag (Nesselsucht).

HĂ€ufigkeit nicht bekannt: Störung des Gallenflusses, ein Problem, das einen Schliessmuskel im Darm betrifft und das zu starken Schmerzen im Oberbauch fĂŒhren kann (Funktionsstörung des Sphinkter Oddi).

Ausserdem wurde ĂŒber akute allergische Allgemeinreaktionen, ĂŒbermĂ€ssige Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), Zahnkaries, Gallenstauung, Ausbleiben der Regelblutung und Gewöhnung berichtet.

Bei vermuteter Überdosierung ist sofort der Arzt/die Ärztin zu benachrichtigen, der/die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten wird. Zeichen einer Überdosierung sind verengte Pupillen, extreme Verlangsamung der Atmung, tiefer Blutdruck, Symptome im Zusammenhang mit einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems, wie starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den RĂŒcken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber,

narkoseartige ZustÀnde.

Eine AtemlĂ€hmung ist die bedeutsamste GefĂ€hrdung einer Überdosierung.

Eine Überdosierung kann ausserdem zu neurologischen Symptomen (toxische Leukenzephalopathie) fĂŒhren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem BehÀlter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Entsorgungshinweis

Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den HausmĂŒll. Geben Sie abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten an einer Abgabestelle (z.B. Apotheke, Drogerie, Arztpraxis) oder an einer Sammelstelle zurĂŒck. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung und nicht ĂŒber 25°C lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere AuskĂŒnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfĂŒgen ĂŒber die ausfĂŒhrliche Fachinformation.

Weitere Informationen

Was ist in Oxycodon-Naloxon-Mepha enthalten?

Wirkstoffe

Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid.

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 5 mg/2,5 mg Retardtablette enthÀlt 5,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 4,48 mg Oxycodon) und 2,48 mg Naloxon­hydrochlorid (als 2.73 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 2,24 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 10 mg/5 mg Retardtablette enthÀlt 10,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 8,97 mg Oxycodon) und 4,96 mg Naloxonhydrochlorid (als 5,45 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 4,46 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 20 mg/10 mg Retardtablette enthÀlt 20,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 17,93 mg Oxycodon) und 9,92 mg Naloxonhydrochlorid (als 10,90 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 8,92 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 30 mg/15 mg Retardtablette enthÀlt 30,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 26,91 mg Oxycodon) und 16,35 mg Naloxonhydrochlorid (als 14,88 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 13,39 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 40 mg/20 mg Retardtablette enthÀlt 40,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 35,86 mg Oxycodon) und 19,83 mg Naloxonhydrochlorid (als 21.80 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 17,85 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 60 mg/30 mg Retardtablette enthÀlt 60,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 54 mg Oxycodon) und 30 mg Naloxonhydrochlorid (als 32.7 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 27 mg Naloxon).

1 Oxycodon-Naloxon-Mepha 80 mg/40 mg Retardtablette enthÀlt 80,00 mg Oxycodon­hydrochlorid (entsprechend 72 mg Oxycodon) und 40 mg Naloxonhydrochlorid (als 43.6 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydrat, entsprechend 36 mg Naloxon).

Hilfsstoffe

Alle Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten enthalten als Hilfsstoffe Polyvinylacetat, Povidon K30, Natriumdodecylsulfat, hochdisperses Siliciumdioxid, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Polyvinylalkohol, Talkum, Macrogol 3350 und Titandioxid (E171).

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten 10 mg/5 mg und 40 mg/20 mg enthalten zusÀtzlich rotes Eisenoxid (E172).

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten 30 mg/15 mg enthalten zusÀtzlich gelbes Eisenoxid (E172).

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten 60 mg/30 mg enthalten zusÀtzlich rotes Eisenoxid (E172) und gelbes Eisenoxid (E172).

Oxycodon-Naloxon-Mepha Retardtabletten 80 mg/40 mg enthalten zusÀtzlich rotes Eisenoxid (E172).

Zulassungsnummer

65742 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Oxycodon-Naloxon-Mepha? Welche Packungen sind erhÀltlich?

In Apotheken gegen Àrztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packungen zu 30 und 60 Retardtabletten.

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprĂŒft.

Interne Versionsnummer: 9.2

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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