Autor: MUNDIPHARMA


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Oxynorm ist ein Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen. Es enthält den Wirkstoff Oxycodon. Oxynorm darf nur auf Verschreibung und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Oxycodon oder einen der Hilfsstoffe;

akute Lebererkrankungen;

deutliche Beeinträchtigung der Atemfunktion, akutes und schweres Bronchialasthma;

erhöhte Kohlendioxidsättigung des Blutes (Hyperkapnie);

gestörte Magen-Darm-Funktion;

schwere Kopfverletzungen (Schädel-Hirn-Trauma);

Verwendung von Arzneimitteln aus der Gruppe der Monoaminoxidase-Inhibitoren (gewisse Arzneimittel gegen Depressionen oder Parkinsonkrankheit) oder innert 2 Wochen nach Beendigung derer Einnahme (konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin!);

Schwangerschaft;

bei Einnahme von Oxynorm darf nicht gestillt werden;

für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.


Bei Patientinnen und Patienten mit Funktionsstörungen der Leber, Nieren und Schilddrüsen und bei geschwächten Patientinnen und Patienten muss Oxynorm vorsichtig dosiert werden. Vorsicht ist ausserdem geboten bei Unterfunktion der Nebennierenrinde, vergrösserter Prostata, Schockzuständen, eingeschränkter Atmung, insbesondere bei Asthma, tiefem Blutdruck, kleinem Blutvolumen, Gallenwegserkrankungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, entzündlichen Darmerkrankungen, erhöhtem Hirndruck, Krampfanfällen (z.B. Epilepsie), akut alkoholkranken oder opioidabhängigen Personen.

Bei missbräuchlicher Anwendung von Oxynorm besteht, wie auch bei anderen Arzneimitteln, das Risiko einer Abhängigkeit. Ganz selten kann das auch bei vorschriftsgemässer Einnahme vorkommen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Oxynorm nur auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin und nach seinen/ihren Anweisungen einnehmen. Bei Absetzen der Therapie sind die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin zu beachten (z.B. stufenweises Absetzen).

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Wirkstoff Cimetidin (gegen übermässige Produktion von Magensäure), Ketoconazol (gegen Pilzbefall) oder Erythromycin (Antibiotikum) enthalten, kann die Wirkung von Oxynorm verstärkt werden.

Oxynorm kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel wie Narkose-, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antidepressiva (gewisse Arzneimittel gegen Depressionen), muskelentspannende und blutdrucksenkende Arzneimittel sowie von Alkohol verstärken.

Bestimmte Arzneimittel (z.B. Beta-Blocker, gewisse Antidepressiva und Chinidin) können den Abbau von Oxycodon hemmen und somit die Wirkung von Oxynorm verstärken.

Wenn Sie von sich wissen, dass Sie bestimmte Arzneimittel nur langsam metabolisieren (in der Leber umwandeln), so teilen Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit.

Während der Behandlung mit Oxynorm ist auf Alkohol zu verzichten.

Wenn Sie eine Operation vor sich haben, sagen Sie dem Spitalarzt oder der Spitalärztin, dass Sie Oxynorm nehmen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und Schmerzmittel (Prosta­glandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Oxynorm Kapseln zu 5 mg und Oxynorm Tropfen nicht anwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!


Oxynorm darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während der Behandlung mit Oxynorm dürfen Sie nicht stillen.

Wie wird es angewendet?

Grundsätzlich wird der Arzt oder die Ärztin die für Sie geeignete Dosierung festlegen. Die Dosierung ist dabei abhängig von individuellen Faktoren, wie z.B. dem Ausmass der Schmerzen, dem Vorliegen gewisser Krankheiten, dem Körpergewicht usw.

Oxynorm Kapseln

Die übliche Anfangsdosis beträgt 1 Kapsel zu 5 mg alle 4

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Oxynorm kann zu Verstopfung führen. Mit einer ballastreichen Ernährung und genügender Trinkmenge kann dem entgegengewirkt werden. Vielfach wird es aber notwendig sein, dass der Arzt oder die Ärztin ab Behandlungsbeginn mit Oxynorm zusätzlich ein Abführmittel verschreibt.

Insbesondere zu Beginn der Anwendung von Oxynorm können Übelkeit und Erbrechen auftreten und es ist möglich, dass Sie sich schlechter konzentrieren können oder sich schläfrig fühlen. Diese Nebenwirkungen sollten nach wenigen Tagen verschwinden.

Bei Problemen wegen Übelkeit oder Erbrechen informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, der/die dagegen ein Arzneimittel verschreiben kann.

Häufig können auch Schwindel, Juckreiz, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schwitzen oder Schwächezustände auftreten.

Gelegentlich wurde über Appetitverlust, Stimmungsveränderungen (z.B. Nervosität, Depression), Schlaflosigkeit, Fieber evtl. auch Schüttelfrost, Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Durchfall, Bauchschmerzen), Missempfinden (z.B. Ameisenlaufen, Kribbeln), Hauterscheinungen (Ausschlag, Gesichtsröte), Atmungsbeschwerden, unangenehme Träume, Zuckungen, Blutdruckabfall berichtet.

Bei wenigen Patientinnen und Patienten können Desorientiertheit (Verwirrung), Veränderung der Herzfrequenz (z.B. Herzklopfen), Halluzinationen, Harnverhalten und Koliken auftreten.

Wenn diese Probleme auftreten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

Bei vermuteter Überdosierung ist sofort der Arzt oder die Ärztin zu benachrichtigen, die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten werden. Zeichen einer Überdosierung sind extreme Verlangsamung der Atmung, tiefer Blutdruck, narkoseartige Zustände.

Oxynorm Kapseln zu 5 mg und Oxynorm Tropfen können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Oxynorm Kapseln unter 25 °C lagern.

Oxynorm Tropfen bei 15?30 °C lagern.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis, Apotheke) zur fachgerechten Entsorgung zurückbringen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen

1 Oxynorm Kapsel enthält 5 mg, 10 mg bzw. 20 mg Oxycodonhydrochlorid.

Hilfsstoffe

Kapsel zu 5 mg: Farbstoffe Gelborange S (E 110) und Indigotin (E 132) sowie weitere Hilfsstoffe.

Kapseln zu 10 mg und 20 mg: Farbstoff Indigotin (E 132) sowie weitere Hilfsstoffe.

1 ml Oxynorm Tropfen enthält 10 mg Oxycodonhydrochlorid.

Hilfsstoffe: Farbstoff Gelborange S (E 110), Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E 211), Saccharin sowie weitere Hilfsstoffe.

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