Wirkstoff(e) Lercanidipin Enalapril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 26.07.2006
ATC Code C09BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

Zulassungsinhaber

Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Corifeo 20 mg Lercanidipin Recordati Pharma GmbH
Lercanidipin-HCl STADA 20 mg Filmtabletten Lercanidipin STADAPHARM
Corifeo Lercanidipin Recordati Pharma GmbH
Carmen ACE 20 mg/10 mg Lercanidipin Enalapril Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.
Lercanidipin Genericon 20 mg Filmtabletten Lercanidipin Genericon Pharma Ges.m.b.H.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Carmen ACE ist eine fixe Kombination aus einem ACE-Hemmer (Enalaprilmaleat) und einem Calciumkanalblocker (Lercanidipinhydrochlorid), zwei Arzneimittel mit blutdrucksenkenden Eigenschaften.

Carmen ACE wird zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) bei erwachsenen Patienten angewendet, deren Blutdruck durch die ausschließliche Behandlung mit Lercanidipin 10 mg nicht angemessen kontrolliert werden kann. Carmen ACE sollte nicht zur Anfangsbehandlung von Bluthochdruck angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Carmen ACE darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch (√ľberempfindlich) gegen Enalaprilmaleat, Lercanidipinhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine allergische Reaktion gegen Arzneimittel aufgetreten ist, die zur gleichen Gruppe geh√∂ren wie die Wirkstoffe in Carmen ACE, d. h. so genannte ACE-Hemmer oder Calciumkanalblocker.
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit infolge einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer, aus unbekannter Ursache oder erblich bedingt, schon einmal Schwellungen des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Rachens aufgetreten sind, die Schluck- oder Atemprobleme verursacht haben (Angio√∂dem).
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erh√∂ht.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind (es wird empfohlen, Carmen ACE auch
    in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt
    ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).
  • wenn Sie bestimmte Herzleiden haben:
    ‚Äď Behinderung des Blutflusses aus dem Herzen,
    ‚Äď unbehandelte Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz),
    ‚Äď instabile Angina pectoris (Schmerzen im Brustkorb, die in Ruhe auftreten oder sich allm√§hlich verst√§rken),
    ‚Äď Herzinfarkt innerhalb des letzten Monats.
  • wenn Sie schwere Leberprobleme haben.
  • wenn Sie schwere Nierenprobleme haben oder Sie sich einer Dialyse unterziehen.
  • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die den Leberstoffwechsel hemmen, wie:
    ‚Äď Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol oder Itraconazol),
    ‚Äď Makrolid-Antibiotika (z. B. Erythromycin, Troleandomycin oder Clarithromycin),
    ‚Äď Arzneimittel gegen Viruserkrankungen (z. B. Ritonavir).
  • wenn Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen, das den Wirkstoff Ciclosporin oder Cyclosporin enth√§lt (angewendet nach einer Transplantation, um eine Organabsto√üung zu verhindern).
  • mit Grapefruit oder Grapefruitsaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Carmen ACE einnehmen,

  • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben (m√∂glicherweise √§u√üert sich dies in Schw√§che- oder Schwindelanf√§llen, insbesondere im Stehen).
  • wenn Sie k√ľrzlich unter starker √úbelkeit (heftiges Erbrechen) oder Durchfall gelitten haben.
  • wenn Sie eine salzarme Di√§t einhalten m√ľssen.
  • wenn Sie Herzprobleme haben.
  • wenn Sie an einer Erkrankung leiden, bei der die Blutgef√§√üe im Gehirn betroffen sind.
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden (einschlie√ülich einer Nierenverpflanzung). Dies kann zu erh√∂hten Kaliumspiegeln im Blut f√ľhren, was schwerwiegend sein kann. Ihr Arzt muss m√∂glicherweise Ihre Dosis von Enalapril anpassen oder Ihren Kaliumspiegel im Blut √ľberwachen.
  • wenn Sie Leberprobleme haben.
  • wenn Sie Probleme mit dem Blut haben, z. B. zu wenig oder keine wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Agranulozytose), zu wenig Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder Mangel an roten Blutk√∂rperchen (An√§mie).
  • wenn Sie an einer Kollagen-Erkrankung mit Gef√§√übeteiligung leiden (z. B. Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie), wenn Sie mit Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdr√ľcken, behandelt werden, oder wenn Sie Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen) erhalten bzw. wenn Sie gleichzeitig mehrere der o. g. Risikofaktoren aufweisen.
  • wenn Sie ein Patient mit schwarzer Hautfarbe sind, sollten Sie wissen, dass bei solchen Patienten bei Einnahme von ACE-Hemmern ein erh√∂htes Risiko f√ľr allergische Reaktionen mit Anschwellen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens und Schluck- oder Atemproblemen besteht.
  • wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. Sie sollten Ihr Blut auf niedrige Blutzuckerspiegel √ľberpr√ľfen lassen, besonders im ersten Monat der Behandlung. Der Kaliumspiegel im Blut kann in diesem Fall erh√∂ht sein.
  • wenn Sie Kaliumpr√§parate, kaliumsparende Substanzen oder kaliumhaltige Salzersatzmittel einnehmen.
  • wenn Sie √§lter als 70 Jahre sind.
  • wenn Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit (Lactoseunvertr√§glichkeit) leiden.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein:

  • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
  • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

  • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet
    ‚Äď z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
  • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěCarmen ACE darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Wenn bei Ihnen ein Eingriff oder eine Behandlung geplant ist

Falls bei Ihnen einer der folgenden Eingriffe geplant ist, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Carmen ACE einnehmen:

  • eine Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt)
  • Entfernung von Cholesterin aus dem Blut (LDL-Apherese)
  • Desensibilisierungstherapie zur Milderung allergischer Reaktionen gegen Bienen- oder Wespengift.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten) oder wenn Sie stillen. Die Einnahme von Carmen ACE in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Carmen ACE darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Carmen ACE in

diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann (siehe

Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Carmen ACE bei Kindern bis zu 18 Jahren ist nicht erwiesen.

Einnahme von Carmen ACE zusammen mit anderen Arzneimitteln

Carmen ACE darf nicht zusammen mit bestimmten Arzneimitteln eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Denn wenn Carmen ACE zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, kann sich die Wirkung von Carmen ACE oder des anderen Arzneimittels √§ndern oder k√∂nnen bestimmte Nebenwirkungen h√§ufiger auftreten.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel
  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z. B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin,
    ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern (siehe ‚ÄěCarmen ACE darf nicht eingenommen werden‚Äú); und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)
  • Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung bestimmter depressiver Erkrankungen)
  • einige Arzneimittel zur Behandlung depressiver Erkrankungen (trizyklische Antidepressiva)
  • einige Arzneimittel zur Behandlung psychischer Probleme (Neuroleptika)
  • nichtsteroidale Entz√ľndungshemmer, z. B. COX-2-Hemmer (Arzneimittel, die Entz√ľndungen lindern und als Schmerzmittel eingesetzt werden k√∂nnen)
  • einige Schmerzmittel oder Arzneimittel zur Behandlung einer Gelenkentz√ľndung (Arthritis) einschlie√ülich Goldtherapie
  • einige Arzneimittel gegen Husten und Erk√§ltung und Mittel zur Gewichtsreduktion, die einen sogenannten ‚Äěsympathomimetischen Wirkstoff‚Äú enthalten
  • Arzneimittel gegen Diabetes (z. B. Antidiabetika zum Einnehmen und Insulin)
  • Astemizol oder Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
  • Amiodaron, Chinidin oder Sotalol (Arzneimittel zur Behandlung eines schnellen Herzschlags)
  • Phenytoin, Phenobarbital oder Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)
  • Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose)
  • Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen)
  • Midazolam (Schlafmittel)
  • Betablocker, wie z. B. Metoprolol (Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzmuskelschw√§che und Herzrhythmusst√∂rungen)
  • Cimetidin (in einer Dosis von mehr als 800 mg, ein Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Geschw√ľren, Verdauungsst√∂rungen oder Sodbrennen)

Carmen ACE darf nicht eingenommen werden, wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen,

eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erhöht.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein:

  • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
  • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte ‚ÄěCarmen ACE darf nicht eingenommen werden" und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Einnahme von Carmen ACE zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

  • Carmen ACE sollte mindestens 15 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden.
  • Eine fettreiche Mahlzeit erh√∂ht deutlich den Blutspiegel dieses Arzneimittels.
  • Alkohol kann die Wirkung von Carmen ACE verst√§rken. Nehmen Sie w√§hrend der Behandlung mit Carmen ACE keinen Alkohol zu sich.
  • Carmen ACE darf nicht zusammen mit Grapefruit oder Grapefruitsaft eingenommen
    werden, da sich die blutdrucksenkende Wirkung verstärken kann (siehe Abschnitt 2
    ‚ÄěCarmen ACE darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft und Fortpflanzungsfähigkeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Carmen ACE vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Carmen ACE in der fr√ľhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Carmen ACE darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Carmen ACE in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann.

Stillzeit
Carmen ACE sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn es bei Ihnen mit diesem Arzneimittel zu Schwindelgef√ľhl, Schw√§che oder Schl√§frigkeit kommt, setzen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine Maschinen.

Carmen ACE enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Carmen ACE erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene: Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis eine Tablette, einmal t√§glich zur gleichen Tageszeit. Nehmen Sie bitte die Tablette vorzugsweise am

Morgen mindestens 15 Minuten vor dem Fr√ľhst√ľck ein. Die Tabletten sollen unzerkaut mit Wasser eingenommen werden. Siehe Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Carmen ACE zusammen mit

Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol“.

Patienten mit Nierenproblemen/√Ąltere Patienten: Die Dosis des Arzneimittels wird von Ihrem Arzt festgelegt und an Ihre Nierenfunktion angepasst.

Wenn Sie eine größere Menge von Carmen ACE eingenommen haben, als Sie sollten

√úberschreiten Sie nicht die verschriebene Dosis. Wenn Sie mehr als die verschriebene Dosis eingenommen haben, wenden Sie sich unverz√ľglich an einen Arzt oder begeben Sie sich sofort in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit. Ein √úberschreiten der richtigen Dosis kann dazu f√ľhren, dass der Blutdruck zu stark absinkt und das Herz unregelm√§√üig oder schneller schl√§gt.

Wenn Sie die Einnahme von Carmen ACE vergessen haben

  • Wenn Sie die Einnahme Ihrer Tablette vergessen haben, lassen Sie die vers√§umte Dosis aus.
  • Nehmen Sie die n√§chste Dosis wie gewohnt ein.
  • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Carmen ACE abbrechen

Hören Sie nicht mit der Einnahme des Arzneimittels auf, es sei denn, Ihr Arzt sagt Ihnen, dass Sie die Behandlung beenden sollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Folgende Nebenwirkungen k√∂nnen nach Einnahme dieses Arzneimittels auftreten:

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt:

Allergische Reaktion mit Anschwellen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, wodurch es zu Atem- oder Schluckbeschwerden kommen kann.

Zu Beginn der Behandlung mit Carmen ACE f√ľhlen Sie sich vielleicht schwach oder schwindlig oder Sie sehen verschwommen; dies kann durch einen pl√∂tzlichen Blutdruckabfall

hervorgerufen werden und in einem solchen Fall hilft es, wenn Sie sich hinlegen. Wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Nebenwirkungen von Carmen ACE

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Ver√§nderung der Blutwerte, z. B. eine geringere Anzahl von Blutpl√§ttchen;
  • Erh√∂hte Kaliumkonzentration im Blut;
  • Nervosit√§t (Angstgef√ľhl);
  • Schwindelgef√ľhl beim Aufstehen, Drehschwindel;
  • Beschleunigter Herzschlag, schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag (Palpitationen);
  • Pl√∂tzliche R√∂tung des Gesichts, des Halses oder des oberen Brustkorbs (Hitzegef√ľhl), Blutdruckabfall;
  • Bauchschmerzen, Verstopfung, √úbelkeit;
  • Anstieg der Leberenzyme;
  • Hautr√∂tung;
  • Gelenkschmerzen;
  • Blasenentleerung h√§ufiger als gew√∂hnlich;
  • Schw√§chegef√ľhl, Erm√ľdung, W√§rmegef√ľhl, Anschwellen der Fu√ükn√∂chel.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Zusätzliche Nebenwirkungen, die unter alleiniger Behandlung mit Enalapril oder Lercanidipin aufgetreten sind

Enalapril

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Verschwommenes Sehen, Schwindel-, Schw√§che- oder √úbelkeitsgef√ľhl, Husten.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Depression, Kopfschmerzen, Ohnmacht (Synkope), Schmerzen im Brustkorb, Schwindel aufgrund niedrigen Blutdrucks, Herzrhythmusst√∂rungen, schneller Herzschlag, Engegef√ľhl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), Kurzatmigkeit, ver√§ndertes

Geschmacksempfinden, erh√∂hte Kreatininkonzentration im Blut (wird normalerweise bei einem Test festgestellt), hohe Kaliumspiegel im Blut, Durchfall, Bauchschmerzen, M√ľdigkeit/Abgeschlagenheit, Ausschlag, allergische Reaktion mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und Kehlkopf mit Schluck- oder Atembeschwerden.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Blutarmut (An√§mie, einschlie√ülich aplastischer und h√§molytischer Formen), pl√∂tzlicher Blutdruckabfall, Verwirrtheit, Nervosit√§t, Schlaflosigkeit oder Schl√§frigkeit, Prickeln oder Taubheitsgef√ľhl auf der Haut, Herzinfarkt (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten besonders gef√§hrdeten Patienten wie z. B. Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe oder an den Blutgef√§√üen des Gehirns), Schlaganfall (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei besonders gef√§hrdeten Patienten), laufende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit, mit Asthma einhergehendes Engegef√ľhl in der Brust, verlangsamte Darmpassage (einschlie√ülich Darmverschluss), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, √úbelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschw√ľr, Appetitlosigkeit, Juckreiz oder Nesselsucht, Haarausfall, beeintr√§chtigte Nierenfunktion, Nierenversagen, vermehrtes Schwitzen, hoher Eiwei√ügehalt im Urin (Testbefund), Muskelkr√§mpfe, allgemeines Unwohlsein (Krankheitsgef√ľhl), erh√∂hte Temperatur (Fieber), geringe Blutzucker- oder Natriumkonzentration, erh√∂hte Blutharnstoffkonzentration (wird alles bei einem Bluttest gemessen), Hitzegef√ľhl (Flush), schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag/Herzklopfen, Gef√ľhl des Drehens (Vertigo), Ohrger√§usche (Tinnitus), Impotenz.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Veränderung der Blutwerte, wie erniedrigte Anzahl weißer Blutkörperchen, herabgesetzte

Knochenmarkfunktion, Autoimmunerkrankungen, abnorme Träume oder Schlafstörungen,

‚ÄěRaynaud-Syndrom‚Äú (Ihre H√§nde und F√ľ√üe k√∂nnen aufgrund einer Durchblutungsst√∂rung sehr kalt und wei√ü werden), Entz√ľndung der Nase, Lungenentz√ľndung, Leberprobleme, z. B. beeintr√§chtigte Leberfunktion, Leberentz√ľndung, Gelbsucht (gelbe Verf√§rbung der Haut oder der Augen), hohe Werte von Leberenzymen oder Bilirubin (wird in einem Labortest des Blutes gemessen), zielscheibenf√∂rmiger Ausschlag (Erythema multiforme), Stevens- Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (schwere Hauterkrankung mit ger√∂teter und abschilfernder Haut, Blasenbildung oder wunden Stellen), exfoliative Dermatitis/Erythrodermie (schwerer Hautausschlag mit Schuppung oder Absch√§len der Haut), Pemphigus (kleine, mit Fl√ľssigkeit gef√ľllte Blasen auf der Haut), verminderte Harnausscheidung, Vergr√∂√üerung der Milchdr√ľsen bei M√§nnern (Gyn√§komastie), angeschwollene Dr√ľsen am Hals, in der Achselh√∂hle oder in der Leistengegend, Ansammlung von Fl√ľssigkeit oder anderen Substanzen in der Lunge (im R√∂ntgenbild sichtbar), Entz√ľndungen an den Innenseiten der Wangen, am Gaumen, Zunge, Lippen und Rachen einschl. Kehlkopf.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Gewebeschwellung im Darm (intestinales Angioödem).

H√§ufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Vermehrte Produktion von antidiuretischem Hormon, das Fl√ľssigkeitsansammlungen verursacht, was zu Schw√§che, Erm√ľdung oder Verwirrtheit f√ľhrt.

Es wurde √ľber einen Symptomenkomplex berichtet, der ein oder alle nachfolgenden Krankheitszeichen enthalten kann wie Fieber, Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (Serositis/Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie/Myositis), Gelenkschmerz (Arthralgie/Arthritis). Ausschlag, Lichtempfindlichkeit der Haut oder andere Hauterscheinungen k√∂nnen auftreten.

Lercanidipin

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein.

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Angina pectoris (z. B. Engegef√ľhl im Brustkorb aufgrund ungen√ľgender Blutzufuhr zum Herzen), allergische Reaktionen (Symptome wie Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht), Ohnmacht

Bei Patienten mit bestehender Angina pectoris können Häufigkeit, Dauer oder Schweregrad der Anfälle ansteigen, wenn sie mit Arzneimitteln aus der Gruppe, zu der Lercanidipin gehört, behandelt werden. Vereinzelt können Herzinfarkte auftreten.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Kopfschmerzen, schneller Herzschlag, Gef√ľhl von schnellem und unregelm√§√üigem Herzschlag (Palpitationen), pl√∂tzliche R√∂tung des Gesichts, des Halses oder des oberen Brustkorbs (Hitzegef√ľhl), Anschwellen der Fu√ükn√∂chel

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Schwindelgef√ľhl, Blutdruckabfall, Sodbrennen, √úbelkeit, Bauchschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Muskelschmerzen, Ausscheidung erh√∂hter Urinmengen, Schw√§chegef√ľhl oder Erm√ľdung

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Schläfrigkeit, Erbrechen, Durchfall, Nesselsucht, Blasenentleerung häufiger als gewöhnlich, Schmerzen im Brustkorb

H√§ufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

Zahnfleischschwellungen, Ver√§nderungen der Leberfunktion (nachgewiesen durch Bluttests), tr√ľbe Fl√ľssigkeit (bei der Dialyse √ľber einen Schlauch in die Bauchh√∂hle), Schwellung von Gesicht, Lippe, Zunge oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden f√ľhren kann

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Wenn Sie mehr √ľber die Nebenwirkungen erfahren m√∂chten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. Beide besitzen eine vollst√§ndige Liste der Nebenwirkungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú und dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Carmen ACE enthält

Die Wirkstoffe sind: Enalaprilmaleat und Lercanidipinhydrochlorid.

Jede Filmtablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat (entsprechend 7,64 mg Enalapril) und 10 mg Lercanidipinhydrochlorid (entsprechend 9,44 mg Lercanidipin).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Povidon K30, Natriumhydrogencarbonat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich].

Film√ľberzug: Hypromellose (5cP), Titandioxid (E 171), Talkum, Macrogol 6000.

Wie Carmen ACE aussieht und Inhalt der Packung

Carmen ACE 10 mg/10 mg Filmtabletten sind weiße, runde, bikonvexe Filmtabletten mit 8,5 mm Durchmesser.

Carmen ACE 10 mg/10 mg ist in Packungen mit 7, 14, 28, 30, 35, 42, 50, 56, 90, 98 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

RECORDATI Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.

Via Matteo Civitali 1

20148 Mailand, Italien

Hersteller:
RECORDATI Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.

Via Matteo Civitali 1

20148 Mailand, Italien

Doppel Farmaceutici S.r.l.

Via Volturno 48, Quinto de’Stampi

20089 Rozzano (MI), Italien

Mitvertrieb:
BERLIN-CHEMIE AG, Glienicker Weg 125, 12489 Berlin

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

Carmen ACE

Italien Atover
Spanien Lercapress

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: Carmen ACE 10mg/10mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Lercanidipin Enalapril
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Recordati Industria Chimica e Farmaceutica S.p.A.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 26.07.2006
ATC Code C09BB02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden