Cefotaxim Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung

Abbildung Cefotaxim Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung
Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 15.09.2011
ATC Code J01DD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Zulassungsinhaber

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Cefotaxim-ratiopharm 1,0g Cefotaxim Ratiopharm GmbH
Cefotaxim-Actavis 2000 mg Cefotaxim Actavis Group PTC ehf
Cefotaxim Stragen 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- und Infusionslösung Cefotaxim Stragen Pharma GmbH
Cefotaxim Fresenius 1 g Cefotaxim Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Cefotaxim Eberth 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung Cefotaxim Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Cefotaxim Eberth Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionsl√∂sung ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der so genannten ‚ÄěCephalosporine‚Äú geh√∂rt. Generell ist es wirksam zur Bek√§mpfung einer Reihe von Erregern.

Es wird angewendet zur Behandlung einer Reihe von schweren bakteriellen Infektionen

- im Blut (Sepsis)

- der Haut und der Weichteile

- der Lunge (Lungenentz√ľndung) - der Nieren und oberen Harnwege

- der Geschlechtsorgane, hervorgerufen durch so genannte ‚ÄěGonokokken‚Äú, insbesondere, wenn Penicillin ohne Wirkung oder ungeeignet ist

- der Hirnhaut (Meningitis)

- des Bauchraumes (wie Bauchfellentz√ľndung).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Cefotaxim Eberth darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie allergisch gegen Cefotaxim oder ein anderes Cephalosporin sind;
  • wenn Sie vorher schon allergische Kreuzreaktionen auf ein anderes Beta- Laktam-Antibiotikum (z. B. Penicillin) hatten.
  • wenn Arzneimittel mit Lidocain verabreicht werden:
    • bekannte √úberempfindlichkeit gegen Lidocain oder andere Lokal-An√§sthetika vom Amid-Typ in der Krankengeschichte
    • Herzblock ohne Behandlung mit einem Schrittmacher
    • schweres Herzversagen
    • intraven√∂se Injektion oder Infusion
    • Kleinkinder unter 30 Monaten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen

Fachpersonal, bevor Cefotaxim Eberth angewendet wird.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn

  • Sie schon einmal eine allergische Kreuzreaktion auf Penicillin oder andere Arzneimittel der Penicillingruppe (Beta-Laktam-Antibiotika) hatten, da Kreuzreaktionen vorkommen k√∂nnen. Es wurde √ľber schwere, einschlie√ülich t√∂dliche allergische Reaktionen bei Patienten, die Cefotaxim erhielten, berichtet. Sollten √úberempfindlichkeitsreaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden und es m√ľssen geeignete Ma√ünahmen zur Notfallbehandlung eingeleitet werden,
  • bei Ihnen eine allergische Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) besteht oder aus Ihrer Vorgeschichte bekannt ist. Sie haben dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr schwerwiegendere (ausnahmsweise auch t√∂dliche) √úberempfindlichkeitsreaktionen. Wenn Sie ein Gef√ľhl der Enge in der Brust entwickeln, sich schwindlig, unwohl oder schwach f√ľhlen, k√∂nnen dies Anzeichen f√ľr eine solche √úberempfindlichkeitsreaktion sein (siehe Abschnitt 4.).
    Wenn eine √úberempfindlichkeitsreaktion auftritt, muss die Behandlung beendet werden.
  • Sie schweren, andauernden (blutigen) Durchfall bekommen. Durchfall kann bis zu 2 Monate nach Behandlungsende auftreten und kann Zeichen f√ľr eine schwere und manchmal lebensbedrohende Entz√ľndung im Dickdarm sein, die durch Anwendung von Cefotaxim und durch Bakterien mit dem Namen Clostridium difficile hervorgerufen sind. Diese Bakterien vermehren sich in Ihrem Darm und produzieren Gifte. Die Symptome reichen von leichtem oder schwerem Durchfall bis hin zu hohem Fieber, Kr√§mpfe, Bauchschmerzen und starkem Fl√ľssigkeitsverlust. In diesem Fall muss die Anwendung von Cefotaxim Eberth sofort gestoppt werden und geeignete Ma√ünahmen zur Behandlung m√ľssen eingeleitet werden. Nehmen Sie keine Arzneimittel zur Darmberuhigung ein,
  • Sie Nierenprobleme haben. Ihre Dosis ist von bestimmten Laborwerten abh√§ngig.
  • Sie eine natriumarme (kochsalzarme) Di√§t einhalten m√ľssen,
  • Sie mit Aminoglykosiden (andere Antibiotika), Probenecid (wird zur Vorbeugung von Gicht oder gichtbedingter Arthritis eingesetzt und geh√∂rt zu Arzneimitteln, die als Urikosurika bekannt sind) oder anderen Arzneimitteln, die die Niere sch√§digen k√∂nnen, behandelt werden,
  • Sie Herzrhythmusst√∂rungen haben,
  • bei Ihnen Zeichen einer neuen Infektion auftreten (z. B. Pilzbefall der Schleimh√§ute mit R√∂tung und wei√ülichen Bel√§gen). Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern f√ľhren, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Achten Sie auf Zeichen einer neuen Infektion und informieren Sie gegebenenfalls Ihren Arzt.
    Wenn Sie hohe Dosen Cefotaxim Eberth erhalten und Sie Nebenwirkungen wie Bewusstseinsst√∂rung, unnormale Bewegungen und Kr√§mpfe bekommen, m√ľssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen. Diese Nebenwirkungen treten wahrscheinlich auf, wenn Sie Probleme mit den Nieren haben.
    Wenn Sie schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und Absch√§len der Haut bekommen, m√ľssen Sie die Behandlung mit Cefotaxim Eberth abbrechen und sofort Ihren Arzt benachrichtigen.
    Wenn Sie Schwellungen oder Entz√ľndungen an der Verabreichungsstelle der Infusion bekommen, m√ľssen Sie umgehend Ihren Arzt benachrichtigen.
    Wenn etwas hiervon auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt vielleicht Ihre Behandlung ändern oder Sie besonders beraten wollen.
    Dieses Arzneimittel kann die Ergebnisse von Blut- und Urinuntersuchungen verändern.
    Wenn bei Ihnen Blutuntersuchungen (wie z. B. der Coombs-Test) oder eine Messung des Glucosegehaltes im Urin (der Fehling-Test zum Nachweis reduzierender Zuckerverbindungen) durchgef√ľhrt werden, sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie dieses Arzneimittel erhalten, da es zu falschen positiven Ergebnissen kommen kann.
    Wenn Sie Cefotaxim Eberth f√ľr mehr als 7 Tage erhalten, kann Ihr Arzt eine Blutuntersuchung anordnen, da die Anzahl der Leukozyten (wei√üe Blutk√∂rperchen) kontrolliert werden muss.
    Anwendung von Cefotaxim Eberth mit anderen Arzneimitteln
    Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.
    Die Wirkung von Cefotaxim Eberth kann durch die gleichzeitige Aufnahme erhöht oder gesenkt werden:
    • andere Antibiotika, wie Aminoglykosid-Antibiotika
    • Diuretika (z. B. Furosemid)
    • Probenecid (zur Behandlung von Gicht und Arthritis)
    • Tetracycline, Erythromycin und Chloramphenicol (Antibiotika).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Tierversuche haben keine direkte oder indirekte sch√§digende Wirkung in Bezug auf das ungeborene Kind gezeigt. Cefotaxim passiert die Plazenta. Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, muss Ihr Arzt entscheiden, ob eine Behandlung mit Cefotaxim Eberth f√ľr Sie geeignet ist.

Stillzeit
Cefotaxim Eberth wird in niedrigen Dosen in die Muttermilch ausgeschieden und kann zu Durchfall, Besiedelung durch Hefepilze und zu einer Allergisierung des S√§uglings f√ľhren. Ihr Arzt wird entscheiden ob das Stillen oder die Behandlung beendet werden soll.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es gibt kein Anzeichen daf√ľr, dass Cefotaxim die Verkehrst√ľchtigkeit oder die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen schw√§cht. Wenn Sie an eingeschr√§nkter Nierenfunktion leiden, k√∂nnen hohe Dosen von Cefotaxim eine Gehirnst√∂rung mit dem Namen ‚ÄěEnzephalopathie‚Äú mit Symptomen wie Verwirrtheit, eingeschr√§nktem Bewusstsein, unnormalen Bewegungen und Kr√§mpfen hervorrufen. Beim Auftreten dieser Symptome d√ľrfen Sie selbst kein Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Cefotaxim Eberth enthält Natrium

Eine Durchstechflasche enth√§lt 96 mg Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme (natriumarme) Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Cefotaxim Eberth wird von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht.

Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Cefotaxim Eberth muss immer intravernös (ín eine Vene) oder intramuskulär (in einen Muskel) verabreicht werden.

Dosis, Art der Anwendung und Zeitraum zwischen den Injektionen hängen von der Empfindlichkeit des Erregers, der Schwere der Infektion und Ihrem Zustand ab.

Dosierungsempfehlungen:

Erwachsene und Jugendliche (12 - 18 Jahre):

Üblicherweise ist die Dosis bei Erwachsenen und Jugendlichen 2 - 6 g täglich. Die tägliche Dosis muss auf 2 Einzelgaben im Abstand von 12 Stunden verteilt werden. Die Dosierung kann jedoch entsprechend der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und Ihrem Krankheitszustand verändert werden.

Häufige Infektionen durch einen empfindlichen oder vermutlich empfindlichen Erreger: 1 g alle 12 Stunden entspricht einer täglichen Gesamtdosis von 2 g.
Infektionen durch verschiedene empfindliche oder vermutlich empfindliche oder mäßig empfindliche Erreger:

1 - 2 g alle 12 Stunden entsprechen einer täglichen Gesamtdosis von 2 - 4 g.

Schwere Infektionen durch nicht empfindliche Erreger oder bei nicht lokalisierbaren Infektionen: 2 - 3 g als Einzelgabe alle 6 - 8 Stunden bis zu einer täglichen Höchstdosis von 12 g.
Säuglinge ab 28 Tagen und Kinder bis zu 11 Jahren:
Die √ľbliche Dosierung bei S√§uglingen und Kindern < 50 kg ist 50 - 100 mg/kg/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen (alle 12 - 6 Stunden).

Bei sehr schweren Infektionen können bis zu 200 mg/kg/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen erforderlich sein.

Bei Kindern > 50 kg sollte die √ľbliche Erwachsenendosis gegeben werden, ohne die t√§gliche H√∂chstdosis von 12 g zu √ľberschreiten.

Neugeborene (0 - 27 Tage):
Neugeborene von 0 - 7 Tagen (jeder Schweregrad): Die empfohlene Dosierung beträgt 50 mg/kg/Tag verteilt auf 2 gleiche Dosen (alle 12 Stunden).

Neugeborene (8 - 27 Tage):
Die empfohlene Dosierung beträgt 150 mg/kg/Tag verteilt auf 3 gleiche Dosen (alle 8 Stunden).

Siehe auch nachstehend ‚ÄěWeitere Dosierungsempfehlungen - Bakterielle Meningitis‚Äú.
Fr√ľhgeborene:
Die empfohlene Dosierung beträgt 50 mg/kg/Tag verteilt auf 2 - 4 Dosen (alle 12 - 6 Stunden).

Diese H√∂chstdosis darf aufgrund der noch nicht vollkommen ausgereiften Nierenfunktion nicht √ľberschritten werden.

√Ąltere:
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich, vorausgesetzt dass die Nieren- und Leberfunktionen normal sind.

Weitere Dosierungsempfehlungen:

Gonorrhö:

Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrh√∂ wird 0,5 g Cefotaxim Eberth als Einzelinjektion (intramuskul√§r) verabreicht. Zur Behandlung komplizierter Infektionen sind offizielle Richtlinien zu ber√ľcksichtigen. Vor Therapiebeginn ist Syphilis auszuschlie√üen.

Bakterielle Meningitis:
Bei Erwachsenen werden tägliche Dosen von 6 - 12 g verteilt auf gleiche Dosen alle 6 - 8 Stunden empfohlen.

Säuglinge und Kleinkinder (von 28 Tagen - 23 Monate) und Kinder (von 2 - 11 Jahren):
150 - 200 mg/kg/Tag verteilt auf gleiche Dosen alle 6 - 8 Stunden.

Neugeborene:

Neugeborene von 0 - 7 Tagen: 50 mg/kg/Tag verteilt auf 2 Dosen (alle 12

Stunden).

Neugeborene von 8 - 27 Tagen: 50 mg/kg/Tag alle 8 Stunden.

F√ľr die Behandlungsdauer und die Herstellung einer Injektions- oder Infusionsl√∂sung sehen Sie bitte den Abschnitt ‚ÄěDie folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt‚Äú am Ende dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie eine größere Menge von Cefotaxim Eberth erhalten haben, als Sie sollten

Da die Injektion von einem Arzt verabreicht wird ist dieses unwahrscheinlich. Wenn Sie sich nach der Verabreichung der Injektion schlecht f√ľhlen, informieren Sie sofort Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Cefotaxim Eberth vergessen haben

Nicht relevant, da die Injektion von einem Arzt gegeben wird.

Wenn Sie die Anwendung von Cefotaxim Eberth abbrechen

Der Arzt wird die Behandlung mit Cefotaxim Eberth fortsetzen, bis die Infektion geheilt ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Art der Anwendung

Die intramuskul√§re Art der Anwendung ist au√üergew√∂hnlichen klinischen Situationen vorbehalten und sollte einer Nutzen-Risiko-Abw√§gung unterzogen werden! Es wird empfohlen, dass nicht mehr als 4 ml auf einer Seite injiziert wird. Wenn die t√§gliche Dosis 2 g Cefotaxim √ľberschreitet oder wenn Cefotaxim h√§ufiger als zweimal t√§glich injiziert wird, empfiehlt sich die intraven√∂se Anwendung.

Die intramuskuläre Injektion von Cefotaxim zubereitet mit Lidocain darf nicht an Kinder im ersten Lebensjahr verabreicht werden.

Bemerkung: Die Fachinformation des Lidocain-haltigen Arzneimittels der Wahl muss beachtet werden.

Um jegliches Risiko der Infektion zu vermeiden, muss die Herstellung der Infusion unter strengen aseptischen Bedingungen durchgef√ľhrt werden. Die Infusion sollte unmittelbar nach Herstellung der L√∂sung verabreicht werden.

Intravenöse Infusion:
Intraven√∂se Kurzinfusion: Nach der Herstellung sollte die L√∂sung als intraven√∂se Infusion √ľber 20 Minuten verabreicht werden.

Intraven√∂se Langzeitinfusion: Nach der Herstellung sollte die L√∂sung als intraven√∂se Infusion √ľber 50 - 60 Minuten verabreicht werden.

Intravenöse Injektion:
Nach der Herstellung ist die Injektion √ľber einen Zeitraum von 3 - 5 Minuten zu verabreichen.

W√§hrend der Post-Marketing-√úberwachung wurde bei sehr wenigen Patienten, die Cefotaxim als schnelle intraven√∂se Verabreichung √ľber einen zentralen Venenkatheter erhielten, √ľber m√∂gliche lebensbedrohende Arrhythmien berichtet.

Intramuskuläre Injektion:
Die L√∂sung ist als tiefe intramuskul√§re Injektion zu verabreichen. L√∂sungen, die Lidocain enthalten, d√ľrfen nicht intraven√∂s injiziert werden. Eine intravasale Injektion ist dabei zu vermeiden, da Lidocain bei intravasaler Gabe zu Unruhe, Tachykardie, Reizleitungsst√∂rungen, Erbrechen und Kr√§mpfe f√ľhren kann. Bei einer Tagesdosis von mehr als 2 g ist die intraven√∂se Verabreichung zu w√§hlen. Bei schweren Infektionen wird die intramuskul√§re Injektion nicht empfohlen.

Die folgende Tabelle zeigt das Verd√ľnnungsvolumen f√ľr jede Durchstechflaschengr√∂√üe:

Art derAnwendung
Größe der Durchstech- flascheIntravenöse KurzinfusionIntravenöse Langzeit- infusionIntravenöse InjektionIntramuskuläre Injektion
0,5 g--2 ml (250 mg/ml)2 ml (250 mg/ml)
1 g40 50 ml (25 mg 20 mg/ml)-4 ml (250 mg/ml)4 ml (250 mg/ml)
2g40 50 ml (50 mg 40 mg/ml)100 ml (20 mg/ml)10 ml (200 mg/ml)-

Herstellung einer Injektionslösung oder Infusionslösung

Cefotaxim Eberth ist kompatibel mit:

Natriumchlorid 0,9 %; Dextrose 5 % oder 10 %; Ringer-Laktat; Lidocainlösung 1 %.

- Bei Herstellung der Lösung muss aseptische Technik verwendet werden.

  • Die gebrauchsfertige L√∂sung muss sofort verabreicht werden (siehe unten ‚ÄěHaltbarkeit und Aufbewahrung‚Äú).
  • Nicht verwendete L√∂sung ist zu vernichten.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch Cefotaxim Eberth Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Häufigkeit von Nebenwirkungen:

  • sehr h√§ufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
  • h√§ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
  • gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
  • selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen
  • sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen
  • nicht bekannt: H√§ufigkeit auf der Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sehr häufige Nebenwirkungen:

  • Schmerzen am Verabreichungsort.
  • Bei Injektion in einen Muskel: Verh√§rtung des Gewebes.

Häufige Nebenwirkungen:

Gelenkbeschwerden (z. B. Schwellungen).

Gelegentliche Nebenwirkungen:

  • Granulozytopenie (bei Langzeit-Behandlung) ‚Äď eine verringerte Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen, die ‚ÄěGranulozyten‚Äú genannt werden.
  • Niedrige Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen.
  • Thrombozytopenie (eine St√∂rung, wobei die Anzahl der Blutpl√§ttchen unnormal niedrig ist, manchmal in Verbindung mit unnormalen Blutungen).
  • Jarisch-Herxheimer-Reaktionen (kann einhergehen mit Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen).
  • Krampfanf√§lle.
  • Durchfall.
  • Appetitlosigkeit.
  • Erh√∂hung der Leberenzyme im Serum (ALAT, ASAT, LDH, Gamma-GT, alkalische Phosphatase) und Bilirubin (Gallenfarbstoff im Blut).
  • Exanthem (Hautreaktion).
  • Juckreiz.
  • Nesselsucht.
  • Einschr√§nkung der Nierenfunktion / Anstieg der Kreatinin- und Harnstoff- Konzentrationen im Blut (inbes. bei gleichzeitiger Anwendung mit Aminoglykosiden).
  • Fieber.
  • Entz√ľndliche Reaktionen an der Injektionsstelle einschlie√ülich Venenentz√ľndung (Phlebitis / Thrombophlebitis).

Häufigkeit nicht bekannt:

  • Superinfektion (zus√§tzliche Infektion, die auftritt w√§hrend Sie gegen eine andere Infektion behandelt werden), z. B. Pilzinfektionen in Mund und Scheide.
  • Knochenmarkversagen.
  • Panzytopenie (Verringerung der Anzahl von roten und wei√üen Blutk√∂rperchen, als auch von Blutpl√§ttchen).
  • Neutropenie (schwerer Zustand, wobei sich die Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen verringert oder alle verschwinden).
  • Agranulozytose (√Ąnderung der Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen, was h√§ufig zu Entz√ľndungen, Fieber, schwere K√§lteschauer, Halsschmerzen oder Aphthen f√ľhren kann).
  • An√§mie, die durch die Zerst√∂rung roter Blutk√∂rperchen (h√§molytische An√§mie) hervorgerufen wird.
  • Allergische Reaktionen (Angio√∂dem, Bronchospasmus, m√∂glicherweise sich steigernd bis hin zu einem anaphylaktischen Schock).
  • Kopfschmerzen.
  • Schwindel.
  • Gehirnst√∂rung, die ‚ÄěEnzephalopathie‚Äú genannt wird ‚Äď besonders bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion ‚Äď mit Symptomen wie eingeschr√§nktem Bewusstsein, unnormalen Bewegungen und M√ľdigkeit.
  • Tachykardie (Herzrasen).
  • Herzrhythmusst√∂rungen (besonders bei schneller Injektion in eine Vene).
  • √úbelkeit.
  • Erbrechen.
  • Bauchschmerzen.
  • Enterokolitis (Entz√ľndung des Verdauungstraktes), auch mit Blut.
  • Schwere Entz√ľndung des Dickdarms (pseudomembran√∂se Kolitis).
  • Leberentz√ľndung (manchmal mit Gelbf√§rbung der Haut und Augen).
  • Schwerwiegende Hautreaktionen mit Symptomen wie Blasenbildung und Hautabl√∂sungen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse).
  • Schwerwiegende Hautreaktion: roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische Pustulose).
  • Akutes Nierenversagen.
  • Nierenerkrankung, mit Schwellungen zwischen den Nierentubuli (Entz√ľndung), die nach Abbruch der Behandlung wieder verschwinden.
  • Bei rascher Injektion in eine Vene: Hitzegef√ľhl und Erbrechen.
  • Bei Injektionen in den Muskel (wenn Lidocain enthalten ist): Reaktionen auf Lidocain, die den gesamten K√∂rper betreffen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D- 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 25 ňöC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen Cefotaxim Eberth nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN Was Cefotaxim Eberth enthält

    • Der Wirkstoff ist: Cefotaxim.
      1 Durchstechflasche Cefotaxim Eberth 2 g enthält 2,096 g Cefotaxim- Natrium, entsprechend 2 g Cefotaxim.
    • Die sonstigen Bestandteile sind: Keine.

Wie Cefotaxim Eberth aussieht und Inhalt der Packung

Aussehen des Pulvers: Weißes bis hellgelbes Pulver.

Packungsgrößen:

1, 5, 10 und 50 Durchstechflaschen (nominales Volumen der Glasflasche ist 50 ml)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH Am Bahnhof 2

92289 Ursensollen Deutschland

Tel.: +49 96 28 92 37 67-0

Fax: +49 96 28 92 37 67-99 info@eberth.de

Hersteller

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH

Am Bahnhof 2

92289 Ursensollen

Deutschland

Biopharma S.R.L.

Via delle Gerbere 22/30 00134 Roma

Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Dänemark: Cefotaxim Eberth

Deutschland: Cefotaxim Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung

√Ėsterreich: Cefotaxim Eberth 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionsl√∂sung

Slowakische Republik: Cefotaxim Eberth 2 g

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2019.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Cefotaxim Eberth kann als intraven√∂se Bolusinjektion, als intraven√∂se Infusion oder als intramuskul√§re Injektion nach der Herstellung entsprechend der unten aufgef√ľhrten Anleitung verabreicht werden.

Die Dosierung und die Art der Anwendung richten sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des auslösenden Erregers und dem Krankheitszustand des Patienten. Die Behandlung kann vor dem Vorliegen der Ergebnisse des Empfindlichkeitstests eingeleitet werden.

Cefotaxim Eberth hat eine synergistische Wirkung mit Aminoglykosiden. Aminoglykoside und Cefotaxim d√ľrfen nicht in der gleichen Spritze oder in der gleichen Infusionsl√∂sung gemischt werden.

Haltbarkeit und Aufbewahrung

Nach Herstellung der L√∂sung betr√§gt die chemische und physikalische Stabilit√§t 24 Stunden bei 4 ¬įC und 12 Stunden bei 25 ¬įC.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die L√∂sung sofort verbraucht werden. Sofern die L√∂sung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender f√ľr die Aufbewahrungszeit und Aufbewahrungsbedingungen bis zum Gebrauch verantwortlich und diese betr√§gt normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2 - 8 ¬įC, es sei denn, dass die Herstellung und Aufl√∂sung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt ist.

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Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 15.09.2011
ATC Code J01DD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden