Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.10.1985
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Zulassungsinhaber

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Claforan (ein Antibiotikum aus der Gruppe der sogenannten Cephalosporine) ist ein Arzneimittel zur Bekämpfung von Bakterien.

Es wird eingesetzt bei schweren akuten und chronischen bakteriellen Infektionen, wenn diese durch Cefotaxim-empfindliche Erreger verursacht sind:

  • Infektionen der Atemwege,
  • Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs,
  • Infektionen der Niere und ableitenden Harnwege,
  • Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes,
  • Infektionen der Knochen und Gelenke,
  • Infektionen der Geschlechtsorgane, einschlie√ülich Tripper (Gonorrh√∂),
  • Infektionen des Bauchraumes (einschlie√ülich Bauchfellentz√ľndung),
  • Hirnhautentz√ľndung (Meningitis),
  • Blutvergiftung (Sepsis),
  • Herzinnenhautentz√ľndung (Endokarditis),
  • Lyme-Borreliose (insbesondere Stadien II und III) (vorwiegend durch Zeckenbisse ausgel√∂ste Infektion)

sowie zur Vorbeugung gegen Infektionen im Rahmen von Operationen bei erhöhter Gefährdung des Patienten durch Infektionen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Claforan darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Cefotaxim sind.
  • wenn Sie eine erwiesene √úberempfindlichkeit gegen andere Cephalosporine haben.

wenn Sie fr√ľher eine akute oder schwere √úberempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika hatten. Zwischen Penicillinen und Cephalosporinen k√∂nnen Kreuzreaktionen bestehen.

Die Anwendung von Claforan mit Lidocainbeimischung zur intramuskul√§ren Injektion ist bei Kindern unter 30 Monaten nicht angezeigt. Die Gebrauchsinformation der Lidocain-haltigen Zubereitung ist zu ber√ľcksichtigen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker,

  • wenn Sie in irgendeiner Weise allergisch gegen Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika
    sind (zu Gegenanzeigen bei bekannten √úberempfindlichkeitsreaktionen siehe oben unter
    ‚ÄěClaforan darf nicht angewendet werden‚Äú).
  • wenn bei Ihnen eine allergische Reaktionsbereitschaft (z. B. Heuschnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht) besteht oder aus Ihrer Vorgeschichte bekannt ist. Sie haben dann ein erh√∂htes Risiko f√ľr schwerwiegendere (ausnahmsweise auch t√∂dliche) √úberempfindlichkeitsreaktionen. Wenn Sie ein Gef√ľhl der Enge in der Brust entwickeln, sich schwindlig, unwohl oder schwach
    f√ľhlen, k√∂nnen dies Anzeichen f√ľr eine solche √úberempfindlichkeitsreaktion sein (siehe
    Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
    Wenn eine √úberempfindlichkeitsreaktion auftritt, muss die Behandlung beendet werden.
  • wenn Sie unter der Behandlung Haut- oder Schleimhautver√§nderungen bemerken (siehe dazu Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt, denn Claforan kann schwerwiegende, behandlungsbed√ľrftige Hautreaktionen hervorrufen.
  • wenn sich w√§hrend oder bis zu mehreren Wochen nach der Behandlung schwere, anhaltende Durchf√§lle entwickeln. Informieren Sie unverz√ľglich einen Arzt, denn diese Durchf√§lle k√∂nnen in ihrer schwersten Form (als sogenannte pseudomembran√∂se Kolitis) unter Umst√§nden t√∂dlich verlaufen und m√ľssen behandelt werden. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmt√§tigkeit hemmen.
  • wenn Sie wissen, dass Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist. Informieren Sie Ihren Arzt, damit er das gegebenenfalls bei der Dosierung ber√ľcksichtigen kann. Eine √úberwachung Ihrer Nierenfunktion ist erforderlich.
  • wenn Sie gleichzeitig oder anschlie√üend mit Aminoglykosiden (bestimmte andere Antibiotika), Probenecid (gegen Gicht) oder anderen, m√∂glicherweise nierensch√§digenden Arzneimitteln behandelt werden. Die Nierenfunktion muss √§rztlich √ľberwacht werden, da es zu einer Verst√§rkung der nierensch√§digenden Wirkung derartiger Substanzen kommen kann und entsprechende Vorsicht geboten ist.
  • wenn bei Ihnen Bewegungsst√∂rungen, Krampfanf√§lle, Verwirrtheit oder Bewusstseinsst√∂rungen auftreten. Dies k√∂nnen Anzeichen einer sogenannten Enzephalopathie sein. Das Risiko f√ľr das Auftreten dieser Nebenwirkung ist bei Anwendung hoher Dosen, bei √úberdosierung oder wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist erh√∂ht. Informieren Sie beim Auftreten solcher Reaktionen unverz√ľglich einen Arzt.
  • wenn Ihre Behandlung l√§nger als 7 bis 10 Tage dauert. In diesem Fall sollen Blutkontrollen
    durchgef√ľhrt werden, da es zu Ver√§nderungen im Blut kommen kann (siehe auch den Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • wenn bei Ihnen Zeichen einer neuen Infektion auftreten (z. B. Pilzbefall der Schleimh√§ute mit R√∂tung und wei√ülichen Bel√§gen). Jede Anwendung von Antibiotika kann zur Vermehrung von Erregern f√ľhren, die gegen das eingesetzte Arzneimittel unempfindlich sind. Achten Sie auf Zeichen einer neuen Infektion und informieren Sie gegebenenfalls Ihren Arzt.

Anwendung von Claforan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Andere Antibiotika
Die gleichzeitige Anwendung bestimmter anderer Antibiotika kann die Wirkung von Claforan abschwächen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt, wenn Sie ein anderes Antibiotikum einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben.

Möglicherweise nierenschädigende Arzneimittel und Diuretika
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die möglicherweise eine schädigende Wirkung auf die Nieren haben, wie beispielsweise Aminoglykoside (andere Antibiotika) oder stark wirksame entwässernde Arzneimittel (Diuretika, wie z. B. Furosemid), kann Cefotaxim die nierenschädigende

Wirkung dieser Arzneimittel verstärken.

Bei gleichzeitiger Gabe ist die Nierenfunktion zu √ľberwachen (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Probenecid
Die gleichzeitige Gabe von Probenecid f√ľhrt zu einer Erh√∂hung der Cefotaxim-Konzentration im Serum und damit zu einer Wirkungsverl√§ngerung, weil Probenecid die Ausscheidung von Claforan √ľber die Nieren hemmt. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Probenecid anwenden, insbesondere wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist, damit er das gegebenenfalls bei der Dosierung ber√ľcksichtigen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten f√ľr die Verwendung von Claforan bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf fruchtsch√§digende Eigenschaften von Cefotaxim.

Dennoch sollte Claforan während der Schwangerschaft, insbesondere in den ersten drei Monaten, nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt angewendet werden.

Stillzeit
Cefotaxim geht nur in geringen Mengen in die Muttermilch √ľber. Bei einer Anwendung von Claforan w√§hrend der Stillzeit kann es bei S√§uglingen zu St√∂rungen der Darmflora mit Durchfall, zur Sprosspilzbesiedelung und m√∂glicherweise auch zu einer Sensibilisierung kommen. Unter Ber√ľcksichtigung sowohl des Nutzens des Stillens f√ľr den S√§ugling als auch des Nutzens der Therapie f√ľr die Mutter wird der Arzt entscheiden, ob das Stillen unterbrochen oder auf die Behandlung mit Claforan verzichtet werden soll.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Claforan in niedrigen bis mittleren Dosen keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken wie Schwindel oder Enzephalopathie, die mit Krampfanfällen, Verwirrtheit, Bewusstseins- und Bewegungsstörungen einhergehen kann, sollten Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Claforan enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt 24 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Durchstechflasche. Dies entspricht 1,2 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Claforan ist immer genau nach der Anweisung des Arztes anzuwenden.

Dosis, Art der Anwendung und Zeitabst√§nde zwischen den Injektionen richten sich nach der Empfindlichkeit des Erregers, der Schwere der Infektion und dem Zustand des Patienten. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene und Kinder √ľber 12 Jahre erhalten im Allgemeinen 1 bis 2 g Cefotaxim alle 12 Stunden. In schweren F√§llen kann die Tagesdosis bis auf 12 g Cefotaxim erh√∂ht werden. Tagesdosen bis zu 6 g Cefotaxim k√∂nnen auf mindestens zwei Einzelgaben im Abstand von 12 Stunden verteilt werden.

H√∂here Tagesdosen m√ľssen auf mindestens 3 bis 4 Einzelgaben im Abstand von 8 bzw. 6 Stunden verteilt werden.

Folgende Tabelle kann als Dosierungsrichtlinie gelten:

Art der InfektionEinzeldosis CefotaximDosierungs- intervallTagesdosis Cefotaxim
typische Infektionen, bei denen ein empfindlicher Erreger nachgewiesen oder vermutet werden kann1 g12 Std.2g
Infektionen, bei denen verschiedene Erreger mit hoher bis mittlerer Empfindlichkeit nachgewiesen oder vermutet werden können2 g12 Std.4 g
unklare bakterielle Erkrankungen, die nicht lokalisiert werden können, sowie bei bedrohlichem Zustand der Patienten2-3 g8 Std. bis 6 Std. bis 4 Std.6 g bis 8 g bis 12 g

Zur Behandlung der Gonorrhö bei Erwachsenen werden als einmalige Gabe 0,5 g Cefotaxim intramuskulär verabreicht. Bei weniger empfindlichen Keimen kann eventuell eine Dosiserhöhung erforderlich sein. Vor Therapiebeginn ist auf Lues zu untersuchen.

Zur perioperativen Infektionsprophylaxe empfiehlt sich die Gabe von 1 bis 2 g Cefotaxim 30 bis 60 Minuten vor Operationsbeginn. Je nach Infektionsgefährdung kann die gleiche Dosis wiederholt verabreicht werden.

F√ľr Lyme-Borreliose gilt eine Tagesdosis von 6 g Cefotaxim (14 bis 21 Tage lang). Die Tagesdosis wurde meistens auf 3 Teildosen verteilt (3-mal t√§glich 2 g Cefotaxim), in Einzelf√§llen jedoch auch in 2 Teildosen verabreicht (2-mal t√§glich 3 g Cefotaxim). Diese Dosierungsempfehlungen beruhen nicht auf kontrollierten klinischen Studien, sondern auf Einzelfallbeobachtungen.

Kombinationstherapie
Eine Kombinationstherapie von Claforan mit Aminoglykosiden ist ohne Vorliegen eines Antibiogramms bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen angezeigt. Bei der Kombination mit Aminoglykosiden muss die Nierenfunktion beachtet werden.

Bei Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa kann auch eine Kombination mit anderen gegen Pseudomonas wirksamen Antibiotika angezeigt sein.

Zur Infektionsprophylaxe bei Patienten mit geschwächter Abwehrlage kann auch die Kombination mit anderen geeigneten Antibiotika angezeigt sein.

S√§uglinge und Kinder bis 12 Jahre erhalten je nach Schwere der Infektion 50 bis 100 mg (bis 150 mg) Cefotaxim pro Kilogramm K√∂rpergewicht pro Tag. Die Tagesdosis wird auf 2 oder mehr gleich gro√üe Einzeldosen verteilt, die in 12- (bis 6-)st√ľndigen Abst√§nden gegeben werden. In Einzelf√§llen ‚Äď

besonders in lebensbedrohlichen Situationen ‚Äď kann eine Anhebung der Tagesdosis auf 200 mg Cefotaxim pro Kilogramm K√∂rpergewicht erforderlich sein.

Bei Fr√ľhgeborenen sollten unter Ber√ľcksichtigung der noch nicht voll ausgereiften Nierenfunktion Dosen von 50 mg Cefotaxim pro Kilogramm K√∂rpergewicht pro Tag nicht √ľberschritten werden.

Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance von weniger als 10 ml/Minute) muss nach normaler Initialdosis (die erste Dosis zu Beginn der Behandlung) die Erhaltungsdosis auf die Hälfte der normalen Dosis reduziert werden, unter Beibehaltung des Dosierungsintervalls.

Patienten unter Hämodialyse erhalten je nach Schwere der Infektion 1 bis 2 g Cefotaxim täglich. Am Tag der Hämodialyse muss Cefotaxim nach dem Dialysevorgang angewendet werden.

Patienten unter Peritonealdialyse erhalten je nach Schwere der Infektion 1 bis 2 g Cefotaxim täglich. Cefotaxim wird durch Peritonealdialyse nicht ausgeschieden.

Claforan wird intravenös (in eine Vene) verabreicht, es kann jedoch auch intramuskulär verabreicht werden.

√Ąltere Patienten
Bei √§lteren Patienten muss die Nierenfunktion sorgf√§ltig √ľberwacht und gegebenenfalls die Dosis angepasst werden.

Intravenöse Injektion
Zur i. v. Injektion werden 0,5 g Cefotaxim in mindestens 2 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st und anschlie√üend w√§hrend 3 bis 5 Minuten direkt in die Vene injiziert.

Infusion
Claforan steht auch in h√∂herer St√§rke als Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionsl√∂sung zur Verf√ľgung.

Zur Kurzinfusion werden 1 bzw. 2 g Cefotaxim in 40 bis 50 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke oder einer kompatiblen Infusionsl√∂sung gel√∂st und anschlie√üend in ca. 20 Minuten i. v. infundiert. Zur Dauertropfinfusion werden 2 g Cefotaxim in 100 ml isotonischer Natriumchlorid- oder

Glukoselösung gelöst und anschließend in 50 bis 60 Minuten i. v. infundiert. Zur Lösung kann auch eine andere kompatible Infusionslösung verwendet werden.

Intramuskuläre Injektion
Zur intramuskul√§ren Injektion werden 0,5 g Cefotaxim in 2 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st. Anschlie√üend sollte die Injektion tief intraglut√§al erfolgen. Schmerzen bei der i. m. Injektion k√∂nnen durch L√∂sen von 0,5 g Cefotaxim in 2 ml 1%iger Lidocainl√∂sung vermieden werden. Eine intravasale Injektion (Injektion in ein Blutgef√§√ü) ist dabei zu vermeiden, da Lidocain bei intravasaler Gabe zu Unruhe, Tachykardie, Reizleitungsst√∂rungen sowie Erbrechen und Kr√§mpfen f√ľhren kann. Claforan mit Lidocainbeimischung sollte nicht an Kinder unter 30 Monaten verabreicht werden. Die Gebrauchsinformation der Lidocain-haltigen Zubereitung ist zu ber√ľcksichtigen.

Es empfiehlt sich, einseitig nicht mehr als 4 ml zu injizieren. Übersteigt die Tagesdosis 2 g Cefotaxim oder wird Claforan häufiger als zweimal täglich injiziert, wird die i. v. Injektion empfohlen.

Mischbarkeit
Cefotaxim-Lösung ist, sofern nicht die chemisch-physikalische Verträglichkeit mit anderen Infusionslösungen erwiesen ist, grundsätzlich getrennt von diesen zu verabreichen.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Mit Claforan sind nicht kompatibel:

  • Natriumhydrogencarbonatl√∂sung,
  • Infusionsl√∂sungen mit einem pH-Wert gr√∂√üer als 7,
  • Aminoglykoside.

Im Allgemeinen sollte Claforan nicht mit anderen Antibiotika oder Arzneimitteln gemischt in einer Spritze verabreicht werden. Claforan darf nicht mit Aminoglykosid-Antibiotika im Infusionsbesteck oder in der Spritze gemischt werden.

Kompatibilität mit Infusionslösungen
Claforan kann auch in Natriumlaktatlösung oder Ringer-Lösung gelöst werden.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.

Wenn eine größere Menge von Claforan angewendet wurde als vorgesehen

Betalaktam-Antibiotika, einschlie√ülich Cefotaxim, k√∂nnen zu sogenannten Enzephalopathien f√ľhren, die mit zentralnerv√∂sen Erregungszust√§nden, Myoklonien, Krampfanf√§llen, Verwirrtheit, Bewusstseins- und Bewegungsst√∂rungen einhergehen k√∂nnen. Das Risiko hierf√ľr ist bei Anwendung hoher Dosen, bei √úberdosierung, wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist oder Sie an Epilepsie oder einer Hirnhautentz√ľndung leiden erh√∂ht.

Wenn Claforan √ľber einen zentralven√∂sen Katheter (ZVK) zu schnell (in weniger als 1 Minute) injiziert wird, kann es zu schweren Herzrhythmusst√∂rungen kommen.

Wenn Sie der Meinung sind, zu viel Claforan erhalten zu haben, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal.

Wenn die Anwendung von Claforan vergessen wurde

Eine vergessene Gabe sollte bis zur nächsten regulären Gabe nachgeholt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Es muss sofort ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal informiert und die Verabreichung von Claforan abgebrochen werden, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken ‚Äď Sie ben√∂tigen dringend √§rztliche Behandlung:

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Krampfanfälle.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • schwere akute √úberempfindlichkeitsreaktionen bis zum lebensbedrohlichen Schock sowie Schwellungen (Quincke-√Ėdem) und Verengung der Atemwege (Bronchospasmus). Wenn Sie ein Gef√ľhl der Enge in der Brust entwickeln, sich schwindlig, unwohl oder schwach f√ľhlen, k√∂nnen dies Anzeichen f√ľr eine solche √úberempfindlichkeitsreaktion sein.
  • schwerwiegende Hautreaktionen mit Blasenbildung, Ausschl√§gen und/oder Hautabl√∂sungen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akut generalisiertes pustul√∂ses Exanthem).
  • schwerer, anhaltender Durchfall oder Blut im Stuhl infolge einer m√∂glicherweise lebensbedrohlichen Darmentz√ľndung.
  • Zerfall der roten Blutk√∂rperchen (h√§molytische An√§mie), dabei ist der Urin braunrot verf√§rbt.
  • akutes Nierenversagen.

Es muss sofort ein Arzt oder das medizinische Fachpersonal informiert werden, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken ‚Äď wahrscheinlich ben√∂tigen Sie eine √§rztliche Behandlung:

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Gelbsucht als Zeichen einer m√∂glichen Leberentz√ľndung.
  • schwerwiegende Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), dies kann sich durch das Auftreten akuter Infektionszeichen sowie Entz√ľndungen im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- und Analbereich bemerkbar machen.
  • starke Abnahme der Anzahl aller Blutzellen sowie Knochenmarksversagen. Dabei k√∂nnen z. B. akute Infektionszeichen und Entz√ľndungen auftreten (siehe oben), Blutungen, Bluterg√ľsse (Verminderung der Blutpl√§ttchen), M√ľdigkeit, Bl√§sse oder Atemnot (Verminderung der roten Blutk√∂rperchen).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, insbesondere wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder l√§nger als ein paar Tage dauert:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Schmerzen an der Injektionsstelle, bei intramuskulärer Gabe auch Verhärtung.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Gelenkbeschwerden (z. B. Schwellungen).

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Anstieg der eosinophilen Blutk√∂rperchen (Eosinophilie).
  • Verminderung der Zahl der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) und bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Granulozytopenie).
  • Jarisch-Herxheimer-Reaktion (Erl√§uterung siehe unten).
  • Durchfall.
  • Appetitlosigkeit.
  • Erh√∂hung von Bilirubin (Gallenfarbstoff im Blut) und/oder Leberenzymen im Serum (SGOT, SGPT, Gamma-GT, alkalische Phosphatase, LDH).
  • allergische Reaktionen in Form von Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht.
  • Einschr√§nkung der Nierenfunktion, z. B. Anstieg der Kreatinin- und Harnstoff-Konzentrationen im Serum.
  • Fieber.
  • entz√ľndliche Reaktionen an der Injektionsstelle bis hin zu Venenentz√ľndung (Phlebitis/Thrombophlebitis).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Folgeinfektionen durch Bakterien oder Pilze (z. B. in Mund oder Scheide).
  • Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie).
  • Herzrasen, Herzrhythmusst√∂rungen (nach schneller Gabe √ľber einen zentralen Venenzugang).
  • zentralnerv√∂se Erregungszust√§nde, Bewusstseinsst√∂rungen, Verwirrtheit, Bewegungsst√∂rungen, Muskelzuckungen (Symptome einer Enzephalopathie; insbesondere bei hohen Dosen, √úberdosierung und eingeschr√§nkter Nierenfunktion).
  • Kopfschmerzen.
  • Schwindelgef√ľhl.

Jarisch-Herxheimer-Reaktion: Sie kann sich zu Beginn einer Behandlung von Spiroch√§ten-Infektionen (z. B. Borreliose) entwickeln und mit Fieber, Sch√ľttelfrost, Kopfschmerz und Gelenkbeschwerden einhergehen. Nach mehrw√∂chiger Behandlung von Borreliose wurde √ľber das Auftreten eines oder mehrerer der folgenden Symptome berichtet: Hautausschlag, Juckreiz, Fieber, Minderung der wei√üen Blutk√∂rperchen, Leberenzymerh√∂hungen, Atembeschwerden, Gelenkbeschwerden. Diese Erscheinungen entsprechen zum Teil den Symptomen der Grundkrankheit der behandelten Patienten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Beh√§ltnis nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. Das Beh√§ltnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Nach Herstellung der L√∂sung betr√§gt die chemische und physikalische Stabilit√§t 12 Stunden bei 25 ¬įC. Aus mikrobiologischen Gr√ľnden sollte die L√∂sung sofort verbraucht werden. Sofern die L√∂sung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender f√ľr die Aufbewahrungszeit und Aufbewahrungsbedingungen bis zum Gebrauch verantwortlich. Selbst wenn die Herstellung der L√∂sung unter kontrollierten und gepr√ľften keimfreien Bedingungen erfolgt ist, sollte die Aufbewahrungszeit normalerweise nicht mehr als 24 Stunden bei 2 bis 8 ¬įC betragen.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Claforan enthält

Der Wirkstoff ist Cefotaxim-Natrium.

1 Durchstechflasche enthält 0,524 g Cefotaxim-Natrium (entsprechend 0,5 g Cefotaxim).

Der sonstige Bestandteil ist:

Wasser f√ľr Injektionszwecke als L√∂sungsmittel.

Wie Claforan aussieht und Inhalt der Packung

Wei√ües bis gelblich wei√ües Pulver und L√∂sungsmittel zur Herstellung einer Injektionsl√∂sung. Packungsgr√∂√üen: 5 Durchstechflaschen und 5 Ampullen mit 2 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Postanschrift: Postfach 80 08 60

65908 Frankfurt am Main

Telefon: 0800 52 52 010

Hersteller

S.C. Zentiva S.A.

B-dul Theodor Pallady nr. 50, Sector 3, Bukarest, 032266, Rumänien

Oder

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Claforan 0,5 g - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden