Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller HEXAL AG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01DD01
Pharmakologische Gruppe Andere Beta-Lactam-Antibiotika

Zulassungsinhaber

HEXAL AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Claforan 0,5 g Cefotaxim Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Cefotaxim Hexal 2g Cefotaxim HEXAL AG
Cefotaxim-saar 2 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung Cefotaxim MIP Pharma GmbH
Cefotaxim-Actavis 500 mg Cefotaxim Actavis Group PTC ehf
Cefotaxim Pharmore 0,5g Cefotaxim Pharmore GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Cefotaxim HEXAL 0,5 g ist ein parenteral (d.h. durch Injektion) anwendbares Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine.
von
HEXAL AG
Industriestrasse 25
83607 Holzkirchen
Tel.: (08024) 908-0
Fax.: (08024) 908-1290
e-mail: service@hexal.com

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Cefotaxim HEXAL 0,5 g darf nicht angewendet werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Cefotaxim oder einem anderen Cephalosporin sind.


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Cefotaxim HEXAL 0,5 g ist erforderlich

  • wenn bei Ihnen bereits √úberempfindlichkeitsreaktionen nach Gabe von Penicillin beobachtet wurden.
  • Vor der Verordnung von Cephalosporinen sind Voruntersuchungen zu einer √úberempfindlichkeit gegen Penicillin oder andere Lactamantibiotika erforderlich, da in 5‚Äď10 % der F√§lle Kreuzallergien auftreten. Falls eine allergische Reaktion auftritt, sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden.
  • Bei Patienten mit stark eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.
  • Cefotaxim HEXAL 0,5 g sollte bei Patienten mit Neigung zu Allergien und Asthma mit Vorsicht angewendet werden.
  • Wie auch bei anderen Breitspektrum-Antibiotika kann die l√§ngere Anwendung zu einem √ľberm√§√üigen Wachstum nicht empfindlicher Erreger f√ľhren, was den Abbruch der Behandlung erfordern kann. Wenn Folgeinfektionen w√§hrend der Behandlung auftreten, sollte falls klinisch erforderlich eine spezifische antibiotische Therapie eingeleitet werden.
  • Bei der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika wurde das Auftreten einer Darmentz√ľndung (pseudomembran√∂se Kolitis) beobachtet. Deshalb sollte bei Patienten, bei denen w√§hrend oder nach Antibiotika-Behandlung schwere Durchf√§lle auftreten, diese Diagnose in Erw√§gung gezogen werden. Die Anwesenheit von C. difficile-Toxin (ein darmsch√§digendes Bakterienprodukt) sollte untersucht werden und falls ein Verdacht auf Kolitis besteht, die Therapie mit Cefotaxim beendet werden. Die Diagnose kann durch Nachweis des Toxins best√§tigt werden und ‚Äď falls f√ľr klinisch erforderlich gehalten ‚Äď eine Antibiotika-Therapie (z.B. orale Gabe von Vancomycin oder Metronidazol) eingeleitet werden. Die Verabreichung von Arzneimittel die die Darmbewegung hemmen (Antiperistaltika) sollte vermieden werden.
  • Da sich w√§hrend der Therapie mit Cefotaxim Ver√§nderungen des Blutbildes entwickeln k√∂nnen, sollte bei einer l√§nger als 7 Tage dauernden Therapie das Blutbild kontrolliert werden. Bei einer Neutropenie (Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen, < 1400 Neutrophile/mm) sollte die Therapie unterbrochen werden.
  • Aminoglykoside (bestimmte Antibiotika) und Cefotaxim d√ľrfen nicht in der gleichen Spritze oder Durchsp√ľll√∂sung gemischt werden.
  • Schnelle Infusion in eine zentrale Vene kann zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren.
  • Eine Durchstechflasche enth√§lt 1,04¬†mmol (24¬†mg Natrium). Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.
  • Cefotaxim gel√∂st in Lidocain darf nie verwendet werden:


- zur intravenösen Anwendung
- bei Kleinkindern unter 30 Monaten
- bei Patienten, die dagegen eine bekannte √úberempfindlichkeit zeigen
- bei Patienten mit unregulierten Überleitungsstörungen (kein Herzschrittmacher)
- bei Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
Schwangerschaft
Es liegen keine entsprechenden Daten zur Abschätzung einer möglichen schädlichen Wirkung von Cefotaxim während der Schwangerschaft vor. Bis jetzt geben Tierversuche keine Hinweise auf Nebenwirkungen. Die Verordnung an schwangere Frauen sollte mit Vorsicht erfolgen.
Stillzeit
Cefotaxim geht in geringen Konzentrationen in die Muttermilch √ľber. Eine Anwendung w√§hrend der Stillzeit kann beim S√§ugling zu St√∂rungen der physiologischen Darmflora mit Durchfall, zur Besiedelung mit Saccharomyces und m√∂glicherweise auch zur Sensibilisierung f√ľhren. Die Entscheidung, entweder abzustillen oder die Behandlung abzubrechen, sollte, in Abh√§ngigkeit der Notwendigkeit der Cefotaxim-Gabe f√ľr die stillende Mutter, getroffen werden.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisher wurden √ľber keine Auswirkungen dieses Arzneimittels auf die Verkehrst√ľchtigkeit berichtet.

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Wie wird es angewendet?

Art der Anwendung
Cefotaxim HEXAL 0,5 g ist ein Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Erwachsene und Kinder √ľber 12 Jahre:
Die √ľbliche Dosis liegt bei 2 bis 6 g Cefotaxim pro Tag. Die Tagesdosis sollte aufgeteilt werden. Diese Dosis kann jedoch in Abh√§ngigkeit von der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit der Erreger und dem Zustand des Patienten variieren.
Dosierungsrichtlinie
Typische Infektionen bei Anwesenheit empfindlicher Erreger (oder Verdacht auf empfindliche Erreger):
1 g Cefotaxim alle 12 Stunden, entsprechend einer Tagesgesamtdosis von 2 g Cefotaxim intramuskulär oder intravenös.
Infektionen bei Anwesenheit empfindlicher oder mäßig empfindlicher Erreger (oder Verdacht auf empfindliche oder mäßig empfindliche Erreger):
1‚Äď2 g Cefotaxim alle 12 Stunden, entsprechend einer Tagesgesamtdosis von 2‚Äď4 g Cefotaxim.
Schwere Infektionen bei Anwesenheit unbekannter Erreger oder bei Infektionen die nicht lokalisiert werden können:
2 bis 3 g Cefotaxim als Einzeldosis alle 6 bis 8 Stunden bis zu einer maximalen Tagesdosis von 12 g Cefotaxim.
Bei schweren Infektionen ist die Kombination von Cefotaxim HEXAL 0,5 g mit anderen Antibiotika angezeigt.
Kleinkinder und Kinder (1 Monat bis zu 12 Jahren):
Die √ľbliche Dosierung f√ľr Kleinkinder und Kinder <50 kg liegt bei 50‚Äď150 mg Cefotaxim/kg/Tag aufgeteilt in 2 bis 4 Einzeldosen. Bei sehr schweren Infektionen k√∂nnen bis zu 200 mg Cefotaxim/kg/Tag aufgeteilt in Einzeldosen erforderlich sein. Bei Kleinkindern und Kindern >50 kg sollte die √ľbliche Erwachsenendosierung verabreicht werden, ohne die maximale Tagesdosis von 12 g Cefotaxim zu √ľberschreiten.
Neu- und Fr√ľhgeborene
Die empfohlene Dosis liegt bei 50 mg Cefotaxim/kg/Tag aufgeteilt in 2 bis 4 Einzeldosen.
Bei lebensbedrohlichen Infektionen kann es erforderlich sein, die Tagesdosis zu erh√∂hen. Bei schweren Infektionen k√∂nnen 150‚Äď200 mg Cefotaxim/kg/Tag verabreicht werden. In solchen F√§llen kann die folgende Tabelle als Richtlinie gelten, da es hier Unterschiede bei der Ausreifung der Nierenfunktion gibt.

AlterTagesgesamtdosis
Cefotaxim
0‚Äď7 Tage50 mg/kg alle 12 Stunden
8 Tage‚Äď1 Monat50 mg/kg alle 8 Stunden

√Ąltere Patienten
Bei normaler Nieren- und Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Weitere Empfehlungen
Gonorrhoe(Tripper)
Bei Gonorrhoe ist eine Einzelinjektion (intramuskul√§r oder intraven√∂s) von 0,5‚Äď1 g Cefotaxim ausreichend. Bei komplizierten Infektionen sollten die offiziellen Richtlinien ber√ľcksichtigt werden. Vor Beginn der Behandlung sollte Syphilis ausgeschlossen werden k√∂nnen.
Harnwegsinfektionen
Bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen wird alle 12 Stunden 1 g Cefotaxim verabreicht.
Bakterielle Hirnhautentz√ľndung
Bei Erwachsenen ist eine Tagesdosis von 6 bis 12 g Cefotaxim, bei Kindern eine Tagesdosis von 150 bis 200 mg Cefotaxim/kg, jeweils aufgeteilt in gleichgro√üe Einzeldosen alle 6 bis 8 Stunden, empfohlen. Bei Neugeborenen k√∂nnen 50 mg Cefotaxim/kg bei einem Alter von 0‚Äď7 Tagen alle 12 Stunden, bei einem Alter von 7‚Äď28 Tagen alle 8 Stunden gegeben werden.
Infektionen des Bauchraums
Infektionen des Bauchraums sollten mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g in Kombination mit anderen geeigneten Antibiotika behandelt werden.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei erwachsenen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von <5¬†ml/min entspricht die erste Dosis der √ľblichen empfohlenen Dosis. Die Erhaltungsdosis sollte ohne √Ąnderung der H√§ufigkeit der Gabe halbiert werden.
Dosierung bei Hämodialyse- oder Peritonealdialysepatienten
Bei Patienten mit Hämo- oder Peritonealdialyse ist eine intravenöse Injektion von 0,5 bis 2 g Cefotaxim am Ende jedes Dialysevorgangs mit Wiederholung alle 24 Stunden ausreichend um die meisten Infektionen effektiv zu behandeln.
Dauer der Behandlung
Die Dauer der Behandlung mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g richtet sich nach dem klinischen Zustand des Patienten und h√§ngt vom Verlauf der Erkrankung ab. Die Behandlung mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g sollte bis zum Abklingen der Symptome oder den Anzeichen, dass eine Eradikation (Beseitigung) der Erreger erreicht wurde, fortgef√ľhrt werden.
Eine Behandlung √ľber mindestens 10 Tage ist bei durch Streptococcus pyogenes (spez. Bakterienart) verursachten Infektionen erforderlich. (Die parenterale Therapie kann vor Ende der 10 Tage in eine angemessene orale Therapie ge√§ndert werden.)
Herstellung und Anwendung der gebrauchsfertigen Zubereitung
Cefotaxim HEXAL 0,5 g kann nach Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung wie unten angegeben als intravenöse Bolusinjektion, als intravenöse Infusion oder als intramuskuläre Injektion angewendet werden. Dosierung und Art der Anwendung sollen sich nach der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit der Erreger und dem Zustand des Patienten richten. Die Therapie kann vor Erhalt der Ergebnisse von Empfindlichkeitstests begonnen werden.
Cefotaxim zeigt einen synergistischen (gleichsinnigen) Effekt mit Aminoglykosiden.
Um einem Infektionsrisiko vorzubeugen, sollte die Infusion unter keimfreien Bedingungen erfolgen. Nach der Herstellung der Lösung sollte die Infusion ohne Verzögerung verabreicht werden.

  • Intraven√∂se Infusion:


Bei kurzen Infusionen sollten 1 oder 2 g Cefotaxim in 40‚Äď50 ml Wasser f√ľr Injektionzwecke oder einem anderen kompatiblen L√∂sungsmittel (z. B. Glucose 10 %) gel√∂st werden. Nach der Herstellung sollte die L√∂sung als 20-min√ľtige intraven√∂se Infusion verabreicht werden.
Bei l√§nger dauernden Infusionen sollten 2 g Cefotaxim in 100 ml eines geeigneten L√∂sungsmittels, z. B. 0,9 % Natriumchlorid- oder isotonische Glucose-L√∂sung oder einem anderen kompatiblen L√∂sungsmittel f√ľr Infusionen gel√∂st werden. Nach der Herstellung kann die L√∂sung dann als 50‚Äď60-min√ľtige Infusion verabreicht werden.

  • Intraven√∂se Injektion


Zur intraven√∂sen Injektion sollte Cefotaxim HEXAL 0,5 g in 2 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st werden und dann √ľber 3 bis 5 Minuten injiziert werden.

  • Intramuskul√§re Injektion


Cefotaxim HEXAL 0,5 g wird in 2 ml Wasser f√ľr Injektionszwecke gel√∂st. Die L√∂sung sollte tief intramuskul√§r injiziert werden. Um Schmerzen bei der Injektion zu vermeiden, kann Cefotaxim HEXAL 0,5 g in 2 ml 1 % Lidocainhydrochlorid (nur bei Erwachsenen) gel√∂st werden. L√∂sungen mit Lidocain d√ľrfen nicht intraven√∂s verabreicht werden.
Wenn die Tagesgesamtdosis 2 g √ľbersteigt, sollte die intraven√∂se Anwendung gew√§hlt werden. Bei schweren Infektionen wird die intramuskul√§re Injektion nicht empfohlen.
Die folgende Tabelle zeigt die Lösungsvolumina.

Art der Anwendung
Größe der Durch-stechflascheKurze intravenöse InfusionLang dauernde intravenöse InfusionIntravenöse InjektionIntramuskuläre Injektion
0,5 g--2 ml2 ml
1 g *40‚Äď50 ml-4 ml4 ml
2 g *40‚Äď50 ml100 ml10 ml-

* Cefotaxim HEXAL steht auch in den St√§rken 1 g und 2 g zur Verf√ľgung.
Hinweise f√ľr die Handhabung
Bei der Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung sollte aseptisch (keimfrei) gearbeitet werden. Die gebrauchsfertige Lösung sollte sofort verabreicht werden.
Cefotaxim HEXAL 0,5 g ist kompatibel mit verschiedenen häufig verwendeten intravenösen Infusionslösungen:

  • Wasser f√ľr Injektionszwecke
  • 0,9 %ige Natriumchlorid-L√∂sung
  • 5 %ige Glucose-L√∂sung
  • 5 %ige Glucose-L√∂sung/0,9 %ige Natriumchlorid-L√∂sung
  • Ringer-Lactat-L√∂sung
  • 5 %ige Metronidazol-L√∂sung
  • Dextran 40 in 0,9 %iger Natriumchlorid-L√∂sung
  • Dextran 40 in 5 %iger Glucose-L√∂sung


Die Kompatibilität von Cefotaxim mit anderen Infusionslösungen sollte vor der Verwendung untersucht werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Cefotaxim HEXAL 0,5 g zu stark oder zu schwach ist.
Wenn eine zu große Menge Cefotaxim HEXAL 0,5 g angewendet wurde:
Symptome einer Vergiftung
Die Toxizität von Cefotaxim ist sehr gering. Fälle einer akuten Vergiftung sind bisher nicht bekannt. Die Symptome einer Überdosierung können großenteils den Nebenwirkungen entsprechen.
Im Fall einer √úberdosierung ‚Äď besonders bei Nierenfunktionsst√∂rungen - besteht das Risiko einer reversiblen (r√ľckbildungf√§higen) Enzephalopathie (Erkrankung des Gehirns).
Therapie von Vergiftungen
Es gibt kein spezifisches Antidot (Gegengift) bei einer Überdosierung. Die Serumspiegel von Cefotaxim können durch Hämodialyse oder Peritonealdialyse gesenkt werden.
Therapie von √úberempfindlichkeitsreaktionen
Ein anaphylaktischer Schock erfordert sofortige Gegenma√ünahmen. Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion (z. B. Hautreaktionen wie Hautausschlag (Exanthem), Nesselsucht (Urtikaria), Kopfschmerzen, √úbelkeit, Unruhe) sollte die Behandlung mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g abgebrochen werden. In F√§llen schwerer √úberempfindlichkeitsreaktionen oder anaphylaktischer Reaktionen sollten Notfallma√ünahmen eingeleitet werden, wie Gabe von Adrenalin und/oder Glukokortikoiden. Weitere therapeutische Ma√ünahmen k√∂nnen abh√§ngig vom klinischen Zustand erforderlich sein (z. B. Beatmung, Gabe von Antihistaminika). Im Falle eines Kreislaufkollapses m√ľssen Wiederbelebungsma√ünahmen entsprechend der aktuellen Richtlinien ergriffen werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

  • Die gleichzeitige Gabe von Probenecid (Arzneistoff gegen erh√∂hte Harns√§ure) f√ľhrt √ľber eine Hemmung der Ausscheidung √ľber die Nieren von Cefotaxim zu h√∂heren und l√§nger anhaltenden Konzentrationen von Cefotaxim im Serum.
  • Die Wirkung oraler Kontrazeptiva (‚ÄĚPille‚ÄĚ) kann w√§hrend der Behandlung mit Cefotaxim in Frage gestellt sein. Deshalb sollten w√§hrend der Therapie mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Ma√ünahmen angewendet werden.
  • Die gleichzeitige Behandlung mit hohen Dosen von Cephalosporinen und nierensch√§digenden Arzneimitteln wie Aminoglykosiden oder stark wirksamen Diuretika (Arzneistoffe zur Entw√§sserung z. B. Furosemid) kann die Nierenfunktion nachteilig beeinflussen. Die √úberwachung der Nierenfunktion wird dringend empfohlen.
  • Cefotaxim HEXAL 0,5 g soll nicht mit bakteriostatisch (wachstumshemmend) wirkenden Antibiotika (z. B. Tetrazykline, Erythromycin und Chloramphenicol) kombiniert werden, da ein abschw√§chender (antagonistischer) Effekt auftreten kann.


Andere Wechselwirkungen

  • Wie auch bei anderen Cephalosporinen, kann bei Patienten die mit Cefotaxim behandelt werden, der Coombs-Test (ein spezieller Bluttest) positiv ausfallen. Dieses Ph√§nomen kann die Kreuzprobe des Blutes beeinflussen.
  • Eine falsch-positive Glucosebestimmung kann bei der Verwendung reduzierender Substanzen (Benedict-Zuckerreagenz, Fehling-L√∂sung oder Clinitest Tabletten) nicht jedoch bei Verwendung spezifischer enzymatischer Tests (Glucose-Oxidase Methode) auftreten.


Inkompatibilitäten
Cefotaxim HEXAL 0,5 g soll nicht in einer Spritze oder Infusionslösung zusammen mit anderen Antibiotika, insbesondere Aminoglykoside, verabreicht werden.
Cefotaxim HEXAL 0,5 g soll nicht mit Lösungen, die Natriumbicarbonat enthalten, gemischt werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Cefotaxim HEXAL 0,5 g Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig:
mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich:
mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten:
mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:
1 oder weniger von 10.000 Behandelten, oder unbekannt


Nebenwirkungen
Infektionen und Parasitenbefall

  • Selten: Bei l√§ngerer Anwendung kann es zu einem √ľberm√§√üigen Wachstum nicht-empfindlicher Erreger kommen (siehe Abschnitt 2.).


Blut und lymphatisches System

  • Selten: Verminderung der Zahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Granulozytopenie und seltener eine Agranulozytose) k√∂nnen w√§hrend der Behandlung mit Cefotaxim auftreten, besonders bei l√§ngerer Therapiedauer. Einzelne F√§lle eines Anstiegs der eosinophilen Blutk√∂rperchen (Eosinophilie) und der Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie) wurden beobachtet, die nach Beendigung der Therapie reversibel (r√ľckbildungsf√§hig) waren. √úber seltene F√§lle eines vermehrten Zerfalls roter Blutk√∂rperchen (h√§molytische An√§mie) wurde berichtet. Seltene F√§lle einer Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) traten auf, die aber nach Abbruch der Therapie schnell reversibel waren. Es wird daher empfohlen bei einer l√§nger als 7 Tage dauernden Therapie Blutbildkontrollen durchzuf√ľhren.


Nervensystem

  • Selten: Bei Verabreichung hoher Dosen von Antibiotika aus dieser Gruppe kann es zu einer Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) kommen (besonders bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rungen) die zu Benommenheit, Kr√§mpfen und Ersch√∂pfung f√ľhren kann.


Herz

  • Sehr selten: Bei einer sehr geringen Anzahl von F√§llen sind Herzrhythmusst√∂rungen nach der Gabe einer schnellen Bolus-Infusion durch einen zentralven√∂sen Katheter aufgetreten.


Magen-Darm-Trakt

  • H√§ufig: Patienten die Cefotaxim erhalten entwickeln h√§ufig St√∂rungen des Magen-Darm-Traktes wie Candidiasis (Sprosspilzbesiedelung), √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall.


Beim Auftreten schwerer und anhaltender Durchf√§lle sollte an eine pseudomembran√∂se Kolitis (Darmentz√ľndung) gedacht werden. Wenn der Verdacht auf eine pseudomembran√∂se Kolitis besteht, sollte die Behandlung mit Cefotaxim HEXAL 0,5 g abgebrochen werden und eine geeignete Therapie eingeleitet werden.
Leber und Gallenwege

  • Selten: Selten wurde eine leichte und vor√ľbergehenden Erh√∂hung von Bilirubin (Gallenfarbstoff), Lebertransaminasen und anderen Enzymen (SGOT, SGPT, LDH, -GT, alkalische Phosphatase) beobachtet.


Haut und Unterhautangewebe

  • H√§ufig: √úberempfindlichkeitsreaktionen wurden beschrieben, einschlie√ülich Hautreaktionen wie Hautausschlag (Exanthem), Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria). Arzneimittelfieber
  • Sehr selten: Schwere Haut- und Schleimhautreaktionen z. T. mit Blasenbildung und Abl√∂sungen der Haut (Erythema multiforme exsudativum, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom), Anaphylaktischer Schock (siehe Abschnitt 3.)


Bei Patienten mit Neigung zu Allergien ist nach Gabe von Cefotaxim HEXAL 0,5 g eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen.
W√§hrend der Therapie von Infektionen mit Spiroch√§ten (bestimmte Bakterien) kann eine Herxheimer-√§hnliche Reaktion auftreten, die zu Fieber, Zittern, Kopf- und Gelenkschmerzen f√ľhren kann.
Niere und Harnwege


Allgemeines

  • H√§ufig: An der Injektionsstelle k√∂nnen vor√ľbergehende lokale Schmerzen auftreten. Dies ist bei h√∂heren Dosen wahrscheinlicher. Bei Patienten, denen Cefotaxim intraven√∂s verabreicht wurde, wurde eine Venenentz√ľndung (Phlebitis) beobachtet, was jedoch selten ein Grund f√ľr einen Therapieabbruch war.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Die gebrauchsfertige Lösung ist sofort zu verwenden.
Nicht √ľber 25¬įC lagern. Das Beh√§ltnis im Umkarton aufbewahren.
Nach der Herstellung sollte die Lösung klar und blass-gelb bis braun-gelb sein. Die Lösung nicht verwenden, wenn Substanzpartikel sichtbar sind. Es darf nur eine Dosis entnommen werden. Nicht verwendete Lösungen sind zu verwerfen.
Stand der Information
Februar 2007

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Weitere Informationen

Sandoz GmbH
Biochemiestraße 10
6250 Kundl
Cefotaxim HEXAL 0,5 g wird angewendet zur Behandlung der folgenden schweren Infektionen, wenn bekannt oder wahrscheinlich ist, dass sie durch Cefotaxim-empfindliche Bakterien verursacht sind:

  • Bakterielle Lungenentz√ľndung; Cefotaxim ist nicht wirksam gegen Bakterien, die atypische Lungenentz√ľndungen verursachen und gegen einige andere Bakterien, einschlie√ülich solchen, die Lungenentz√ľndungen verursachen k√∂nnen, wie z.¬†B. Pseudomonas aeruginosa.
  • Komplizierte Infektionen der Niere und der oberen Harn- und Geschlechtsorgane
  • Schwere Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes
  • Durch Gonokokken (spez. Bakterienart) verursachte Infektionen der Geschlechtsorgane, insbesondere wenn diese auf Penicillin (ein Antibiotikum) nicht ansprechen oder Penicillin nicht geeignet ist
  • Infektionen des Bauchraums (wie Bauchfellentz√ľndung). Hier sollte Cefotaxim in Kombination mit einem gegen Anaerobier (spez. Bakteriengruppe) wirksamen Antibiotikum eingesetzt werden.
  • Akute bakterielle Hirnhautentz√ľndung (insbesondere wenn sie durch spezielle Bakterien, wie z.B. H. influenza, N. meningitidis, S. pneumoniae, E. coli oder Klebsiella-Arten verursacht ist)
  • Septische Infektionen (Infektionen mit Blutvergiftung), ausgehend von der Lunge, den Harn- und Geschlechtsorganen oder dem Darm (bei gramneativen Erregern (eine spez. Erregergruppe) sollte eine Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum in Betracht gezogen weden)


Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Arzneimitteln sollten ber√ľcksichtigt werden.

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Wirkstoff(e) Cefotaxim
Zulassungsland Deutschland
Hersteller HEXAL AG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01DD01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden