diucomb 25mg/50mg √ľberzogene Tabletten

Abbildung diucomb 25mg/50mg √ľberzogene Tabletten
Wirkstoff(e) Triamteren Bemetizid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Apontis Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.03.1981
Pharmakologische Gruppe Diuretika und kaliumsparende Mittel in Kombination

Zulassungsinhaber

Apontis Pharma GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

DIUCOMB ist ein wasserausschwemmendes bzw. harntreibendes Arzneimittel (Diuretikum).

Anwendungsgebiete

  • Bluthochdruck - leichte bis mittelschwere Formen
  • Zur Basisbehandlung bei schweren Formen in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten
  • Wasseransammlung (√Ėdeme) bei Herzmuskelschw√§che, Nieren- und Lebererkrankungen

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

DIUCOMB darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Bemetizid oder Triamteren, andere Thiazide, Sulfonamide (m√∂gli- che Kreuzreaktionen beachten!) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestand- teile dieses Arzneimittels sind. Falls Ihnen bekannt ist, dass Sie auf Sulfonamide (Medikamen- te zur Behandlung von Infektionen durch Bakterien) √ľberempfindlich reagieren, informieren Sie bitte Ihren Arzt!
  • wenn Sie an stark verminderter Harnproduktion (Anurie) oder fortgeschrittener Leistungs- minderung der Nieren (Niereninsuffizienz mit stark eingeschr√§nkter Harnproduktion; Kreatinin- Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml) leiden.
  • wenn Sie an akuter Nierenentz√ľndung (Glomerulonephritis) leiden.
  • wenn Sie an schweren Leberfunktionsst√∂rungen (Leberversagen mit Bewusstseinsst√∂rungen) leiden.
  • wenn Sie einen trotz entsprechender Behandlung weiterbestehenden erniedrigten Kaliumblut- spiegel (unter 3,5 mmol/l) haben.
  • wenn Sie einen Kaliumblutspiegel √ľber 5,5 mmol/l (Hyperkali√§mie) haben.
  • wenn Sie einen erh√∂hten Calciumblutspiegel (Hyperkalzi√§mie) haben.
  • wenn Sie an Gicht leiden.
  • wenn Sie einen schweren Natriummangel im Blut (Hyponatri√§mie) haben.
  • wenn bei Ihnen eine Verminderung des Blutvolumens (Hypovol√§mie) vorliegt.
  • w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Diucomb ist erforderlich,

  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden.
  • wenn Sie erh√∂hte Plasmakonzentrationen harnpflichtiger Substanzen (Kreatinin √ľber
    1,0 mg/100 ml bei Frauen bzw. 1,2 mg/100 ml bei M√§nnern, Harns√§ure √ľber 5,7 mg/100 ml bei Frauen bzw. √ľber 7,0 mg/100 ml bei M√§nnern, Harnstoff √ľber 50 mg/100 ml) haben.
  • wenn Sie zu √úbers√§uerung des Blutes (metabolischer Azidose) neigen.
  • wenn Ihr Blutdruck zu niedrig ist (Hypotonie).
  • wenn Sie unter Durchblutungsst√∂rungen der Hirngef√§√üe (Zerebralsklerose) oder der Herz- kranzgef√§√üe (koronare Herzkrankheit) leiden.
  • wenn bei Ihnen ein Verdacht auf Fols√§uremangel (z.B. Leberzirrhose, chronischer Alkohol- missbrauch) vorliegt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie DIUCOMB einnehmen.

Informieren sie ihren Arzt oder Apotheker, wenn bei ihnen folgende Kriterien zutreffen oder zuge- troffen haben:

  • wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und kann innerhalb von Stunden bis zu Wochen nach Einnahme von DIUCOMB auftreten. Dies kann unbehandelt zu einem dauerhaften Verlust des Sehverm√∂gens f√ľhren. Wenn Sie vorher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, k√∂nnen Sie ein h√∂heres Risiko besitzen, dies zu entwickeln.
  • wenn Sie unter systemischem Lupus erythematodes (SLE) leiden, einer allergischen Erkran- kung, die Gelenkschmerzen, Hautausschl√§ge und Fieber verursacht.

Wenn bei Ihnen folgende Symptome oder Erkrankungen auftreten, sollte Ihr Arzt die Behandlung mit DIUCOMB gegebenenfalls abbrechen:

  • Auftreten eines erh√∂hten Kaliumspiegels im Blut
  • nicht behandelbare St√∂rung des Elektrolythaushaltes
  • Kreislaufbeschwerden
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • starke Magen-Darm-Beschwerden
  • zentralnerv√∂se St√∂rungen
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung
  • Gallenblasenentz√ľndung
  • Gef√§√üentz√ľndung
  • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit
  • Ver√§nderung des Blutbildes

W√§hrend Sie DIUCOMB einnehmen, sollten Sie auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr achten. Dies gilt in besonderem Ma√üe, wenn Sie an Steinen oder Gries in den ableitenden Harnwegen leiden. Falls Sie an einer Herzkrankheit leiden, sollten Sie sich diesbez√ľglich an die Anweisungen Ihres Arztes halten.

Zu Beginn der Behandlung mit DIUCOMB sollte Ihr Serum-Kaliumspiegel h√§ufig kontrolliert werden. Wenn sich ein Gleichgewicht im Kaliumhaushalt eingestellt hat, gen√ľgen seltenere Kontrollen. Ferner sollten Glukose, Harns√§ure, Blutfette und Kreatinin im Serum sowie Ihr EKG in l√§ngeren

Abst√§nden kontrolliert werden. Dies gilt insbesondere, wenn Sie andere Arzneimittel, wie Digitalis, Glukokortikoide oder Abf√ľhrmittel (Laxantien) einnehmen.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Der Kaliumblutspiegel muss bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 30 bis 60 ml/min und/oder Serum-Kreatinin zwischen 1,5 und 1,8 mg/100 ml) wegen ei- nes m√∂glichen Anstiegs (Hyperkali√§mie) besonders √ľberwacht werden.

Bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder einem Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml darf DIUCOMB nicht angewendet werden (siehe Abschnitt ‚ÄěDIUCOMB darf nicht eingenommen werden‚Äú); in diesen F√§llen ist DIUCOMB nicht nur unwirksam, sondern vermindert zus√§tzlich die Nierenleistung.

Patienten mit möglichem Folsäuremangel

Bei Patienten mit Verdacht auf Fols√§uremangel (Leberzirrhose bei chronischem Alkoholmiss- brauch, Schwangerschaft mit Mangelern√§hrung) sollte auf Ver√§nderungen des Blutbildes geachtet werden, da Triamteren (als schwacher Fols√§ure-Antagonist) unter diesen Bedingungen das Ent- stehen einer Megaloblastose beg√ľnstigen kann.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von DIUCOMB kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Diucomb zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arznei- mittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit DIUCOMB beeinflusst werden.

Wirkungsverstärkung

  • Andere blutdrucksenkende Arzneimittel: Verst√§rkung der blutdrucksenkenden Wirkung von DIUCOMB und umgekehrt.
  • ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-II-Antagonisten (Mittel zur Behandlung des Bluthochdrucks): Ein starker Blutdruckabfall ist insbesondere zu Behandlungsbeginn m√∂glich.
  • Bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel (Barbiturate, Phenothiazine), trizyklische Antidepres- siva (Mittel zur Behandlung von Depressionen), gef√§√üerweiternde Mittel, Alkohol: Verst√§rkung der blutdrucksenkenden Wirkung von DIUCOMB.
  • Salicylate, hochdosiert: Die toxische Wirkung der Salicylate auf das zentrale Nervensystem kann zunehmen.
  • Herzglykoside (Mittel zur Verst√§rkung der Herzkraft): Verst√§rkung der Wirkungen und Neben- wirkungen der Herzglykoside bei vorhandenem Kalium- oder Magnesiummangel.
  • Glukokortikoide, Carbenoxolon, Abf√ľhrmittel: Ein erh√∂hter Kaliumverlust ist m√∂glich.
  • Kaliumhaltige Arzneimittel oder kaliumsparende Diuretika (z.B. Triamteren, Amilorid, Spirono- lacton) sowie ACE-Hemmer bzw. Angiotensin-II-Antagonisten: Die Kaliumblutspiegel k√∂nnen ansteigen, insbesondere bei Patienten mit verminderter Nierenleistung.
  • Lithiumhaltige Arzneimittel (Mittel zur Behandlung von Depressionen), hochdosiert: Ver- st√§rkung der Lithiumwirkung auf Herz und Nervensystem.
  • Muskelrelaxantien vom Curaretyp: Verst√§rkung und Verl√§ngerung der muskelrelaxierenden Wirkung. Im Falle einer Operation sollte der Narkosearzt √ľber die Einnahme von DIUCOMB in- formiert werden.
  • Chinidinhaltige Mittel: Verst√§rkung der Wirkung von Chinidin auf die Erregungs√ľberleitung des Herzens, da die Ausscheidung vermindert sein kann.

Wirkungsabschwächung

  • Nichtsteroidale Antirheumatika (z.B. Indometacin) und Schmerzmittel wie Acetylsalicyls√§ure und acetylsalicyls√§urehaltige Kombinationspr√§parate: Die entw√§ssernde Wirkung von DIUCOMB kann vermindert werden.
  • Bei Diabetikern kann durch Anstieg der Blutzuckerwerte eine Anpassung der Di√§t und/oder der Dosis von Antidiabetika notwendig werden.
  • Harns√§uresenkende Medikamente sowie Noradrenalin, Adrenalin: Die Wirkung dieser Medi- kamente kann abgeschw√§cht werden.
  • Colestyramin: Die Aufnahme des Wirkstoffs Bemetizid kann - analog dem Hydrochlorothiazid - vermindert sein.

Sonstige

Methyldopa: Hämolysen (Schädigungen der roten Blutkörperchen) durch Bildung von Antikör- pern gegen Hydrochlorothiazid - ein von der chemischen Struktur her dem Bemetizid ähnliches Diuretikum - sind in Einzelfällen beschrieben worden.

Einnahme von Diucomb zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Während der Anwendung von DIUCOMB sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

DIUCOMB darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.

Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel so- wie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Diucomb enthält Lactose, Sucrose und Glucosesirup

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose, Sucrose und Glucosesirup. Bitte nehmen Sie DIUCOMB daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§g- lichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

DIUCOMB enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro √ľberzogene Tablette, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Höhe der Tagesdosis und die Dauer der Anwendung bestimmt Ihr Arzt.

Die empfohlene Dosis beträgt

  1. Zur Behandlung des Bluthochdrucks
    Soweit nicht anders verordnet t√§glich 1 √ľberzogene Tablette DIUCOMB morgens nach dem Fr√ľhst√ľck.
    F√ľr eine anhaltende und gleichm√§√üige Blutdrucksenkung ist es wichtig, dass DIUCOMB regel- m√§√üig und entsprechend den √§rztlichen Verordnungen eingenommen wird.
  2. Zur Ausschwemmung der Wasseransammlungen in K√∂rpergeweben (√Ėdeme) infolge Herzmuskelschw√§che, Nieren- und Lebererkrankungen
    Soweit nicht anders verordnet anfangs 1 √ľberzogene Tablette DIUCOMB morgens nach dem Fr√ľhst√ľck, falls erforderlich, 2 √ľberzogene Tabletten; evtl. intermittierend jeden 2. oder 3. Tag.

Hinweis

Bei schwer kardial dekompensierten Patienten kann es vorkommen, dass die Resorption von DIU- COMB deutlich eingeschränkt ist.

Art der Anwendung

DIUCOMB sollte m√∂glichst auf vollen Magen (am besten morgens nach einem Fr√ľhst√ľck) unzerkaut und mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Werden 2 √ľberzogene Tabletten verordnet, k√∂nnen diese morgens zusammen eingenommen wer- den - oder morgens und mittags jeweils eine √ľberzogene Tablette.

Wenn Sie eine größere Menge von Diucomb eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit größeren Mengen von DIUCOMB sollten Sie sofort einen Arzt benachrichtigen.

In Abh√§ngigkeit vom Ausma√ü der √úberdosierung ist mit einer l√§nger als 24 Stunden anhaltenden Diurese und einer st√§rkeren Ausscheidung von Natrium und Chlorid zu rechnen. Gegebenenfalls kann der Blutdruck abfallen, die Pulsfrequenz ansteigen sowie M√ľdigkeit und Kopfdruck auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Diucomb vergessen haben

Wenn Sie einmal die Einnahme vergessen haben, sollten Sie die n√§chste Dosis zur √ľblichen Zeit einnehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme verges- sen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Diucomb abbrechen

Der Behandlungserfolg wird gefährdet.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen - √úberempfindlichkeitsreaktionen

Erkrankungen des Magen-Darmtraktes

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Mundtrockenheit und Durst
  • Oberbauchbeschwerden
  • Appetitlosigkeit
  • √úbelkeit und Erbrechen
  • Krampfartige Beschwerden im Bauchraum
  • Stuhlverstopfung oder Durchfall

Magen-Darm-Unverträglichkeiten können meist durch Einnahme von DIUCOMB nach dem Essen vermieden werden.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

Augenerkrankungen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Vor√ľbergehende Verschlechterung einer bestehenden Kurzsichtigkeit

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

  • Allergische Hauterscheinungen mit Juckreiz, Hautr√∂tung, Hautausschlag, Nesselsucht, even- tuell auch an Stellen, die besonders dem Sonnenlicht ausgesetzt sind (photoallergisches Exanthem), meist schnelle R√ľckbildung nach Absetzen des Pr√§parates

Herzerkrankungen

Blutdruckabfall und Kreislaufregulationsst√∂rungen (Orthostase) bei zu starker Fl√ľssigkeitsaus- schwemmung, h√§ufig mit Herzklopfen, eventuell Fehlfunktionen des Herzens infolge Ver√§nde- rungen des Kaliumstoffwechsels

Gefäßerkrankungen

  • Bei hoher Dosierung - insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen - kann es zu Thrombosen und Embolien kommen.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Gelbsucht
  • Es ist nicht auszuschlie√üen, dass Diuretika vom Benzothiadiazintyp in seltenen F√§llen eine Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (h√§morrhagische Pankreatitis) und bei bestehendem Gal- lensteinleiden eine akute Gallenblasenentz√ľndung ausl√∂sen k√∂nnen.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Muskelverspannungen oder Wadenkrämpfe

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Blutbildver√§nderungen (An√§mie, Verminderung der Zahl der wei√üen Blutk√∂rperchen und der Blutpl√§ttchen)
  • Bei Patienten mit Schrumpfleber (Leberzirrhose) und bei Alkoholismus sowie bei Schwangeren mit Mangelern√§hrung kann ein Fols√§uremangel bestehen, der durch Triamteren verst√§rkt wer- den und zu Blutbildver√§nderungen (Megaloblastose) f√ľhren kann. Regelm√§√üige Kontrollen des Blutbildes sind notwendig.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Akute Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis)

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

  • Meist bei bereits fr√ľher vorgekommenen Oxalat- und Uratsteinen der Niere - Entstehen von Nierensteinen nach l√§ngerer Anwendung des in DIUCOMB enthaltenen Wirkstoffes Triamteren. Diese Patienten sollten deshalb auf eine ausreichende t√§gliche Fl√ľssigkeitszufuhr achten.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10000 Behandelten betreffen

Allgemeines Schw√§chegef√ľhl

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Die langfristige kontinuierliche Einnahme kann zu Ver√§nderungen im Mineralstoffwechsel (Elektro- lytver√§nderungen) f√ľhren, insbesondere zu einer Erniedrigung der Blutspiegel von Kalium, Natri- um, Chlorid und Magnesium.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Anstieg der Kaliumwerte im Blut bedingt durch den Triamteren-Anteil, insbesondere bei einge- schr√§nkter Nierenfunktion. Gleichzeitig kann eine √úbers√§uerung des Blutes (metabolische Azi- dose) eintreten.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Erh√∂hung der Blutfettwerte
  • Erh√∂hungen der Harns√§urewerte (insbesondere in den ersten Behandlungswochen) sind m√∂g- lich, wobei bei disponierten Patienten Gichtanf√§lle ausgel√∂st werden k√∂nnen.
  • Eine nicht offenkundige Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung tre- ten. Bei Patienten mit Diabetes mellitus k√∂nnen die Blutzuckerwerte ansteigen.
  • Vor allem zu Behandlungsbeginn tritt h√§ufig ein meist reversibler Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin) auf. Dies ist besonders bei Patienten mit einge- schr√§nkter Nierenfunktion zu beachten.
  • Aufgrund der erw√§hnten Nebenwirkungen ist eine regelm√§√üige Kontrolle folgender Parameter notwendig: Kalium, Kreatinin, Harns√§ure, Harnstoff, Glucose, Blutfette, EKG.

Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauter- guss) oder akutes Winkelverschlussglaukom) wurden bei Arzneimitteln der Thiazid- Wirkstoffgruppe berichtet, zu der Bemetizid geh√∂rt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinpro- dukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und dem Umkarton nach ‚ÄěVer- wendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Diucomb enthält

Die Wirkstoffe sind: Bemetizid und Triamteren

1 √ľberzogene Tablette enth√§lt 25 mg Bemetizid und 50 mg Triamteren.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Sucrose

Lactose-Monohydrat

Talkum

Maisstärke

Calciumcarbonat

Carmellose-Natrium

Glucosesirup

Hyprolose

Arabisches Gummi

Povidon K25

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Macrogol 6 000

Montanglycolwachs

Titandioxid (E 171)

Wie Diucomb aussieht und Inhalt der Packung

DIUCOMB sind wei√üe √ľberzogene Tabletten.

DIUCOMB ist in Packungen mit 30, 50 und 100 √ľberzogenen Tabletten erh√§ltlich. Es werden m√∂glicherweise nicht alle Packungsgr√∂√üen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Apontis Pharma GmbH & Co. KG

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Telefon: 02173/8955-4949

Telefax: 02173/8955-4941

Hersteller

Aesica Pharmaceuticals GmbH

Alfred-Nobel-Straße 10

40789 Monheim

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: diucomb 25mg/50mg √ľberzogene Tabletten - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden