Wirkstoff(e) Triamteren Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03EA21
Pharmakologische Gruppe Diuretika und kaliumsparende Mittel in Kombination

Zulassungsinhaber

Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise
Diuretika und Kaliumsparende Mittel in Kombination
Turfa¬ģ gamma ist ein Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck und zur Behandlung von Wasseransammlung im Gewebe (√Ėdeme).
Anwendungsgebiet
Turfa¬ģ gamma wird angewendet bei

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) leichten Grades, auch in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten,
  • Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe infolge Erkrankungen des Herzens, der Leber und der Nieren (kardiale, hepatische und nephrogene √Ėdeme), insbesondere, wenn Kaliumverluste vermieden werden sollen.


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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Turfa¬ģ gamma darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Triamteren, Hydrochlorothiazid sowie andere Thiazide oder einen der sonstigen Bestandteile von Turfa¬ģ gamma sind.


bei:

  • √úberempfindlichkeit gegen Sulfonamide (Kreuzreaktion)
  • schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (akutes Nierenversagen oder Niereninsuffizienz mit stark eingeschr√§nkter oder fehlender Harnproduktion; Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml)
  • akuter Nierenentz√ľndung (Glomerulonephritis)
  • Leberversagen mit Bewu√ütseinsst√∂rungen (Coma und Praecoma hepaticum)
  • erh√∂hten Kaliumspiegeln (Hyperkali√§mie)
  • Kaliummangelzust√§nden (Hypokali√§mie), die auf eine Behandlung nicht ansprechen
  • schweren Natriummangelzust√§nden (schwerer Hyponatri√§mie)
  • erh√∂htem Calciumspiegel im Blut (Hyperkalzi√§mie)
  • Gicht.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Turfa¬ģ gamma ist erforderlich,

  • stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie)
  • verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie)
  • schwerer ?Arterienverkalkung? der Hirngef√§√üe (Zerebralsklerose)
  • schwerer ?Arterienverkalkung? der Herzkranzgef√§√üe (Koronarsklerose)
  • Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus)
  • Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/min und/oder Serum-Kreatinin zwischen 1,5 - 1,8 mg/100 ml)
  • Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion
  • eine √úbers√§uerung des Blutes beg√ľnstigenden Zust√§nden (Pr√§disposition f√ľr eine respiratorische oder metabolische Azidose)
  • Nierensteinen in der Vorgeschichte
  • Verdacht auf Fols√§uremangel (z.B. bei Leberzirrhose oder chronischem Alkoholabusus).


Bei Niereninsuffizienz (Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8¬†mg/100 ml) ist Turfa¬ģ gamma unwirksam und, da die glomerul√§re Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar sch√§dlich.

Die gleichzeitige Behandlung mit anderen kaliumsparenden Arzneimitteln (z.B. Spironolacton, Amilorid) oder Kaliumsalzen sollte wegen erhöhter Gefahr des Auftretens einer Hyperkaliämie vermieden werden.

Hinweise:

Die Therapie sollte abgebrochen werden, sobald eine der oben genannten Gegenanzeigen bzw. eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen
  • therapieresistente Stoffwechselentgleisung
  • ausgepr√§gte orthostatische Regulationsst√∂rungen
  • ausgepr√§gte gastrointestinale Beschwerden
  • ausgepr√§gte zentralnerv√∂se St√∂rungen
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
  • akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis)
  • Blutbildver√§nderungen (An√§mie, Leukopenie, Thrombozytopenie)
  • Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
  • Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.


Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Turfa¬ģ gamma darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch √ľber. Da Hydrochlorothiazid die Milchproduktion hemmen kann, darf die Kombination in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie in Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Turfa¬ģ gamma

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Turfa¬ģ gamma daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.


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Wie wird es angewendet?

Wie ist Turfa¬ģ gamma einzunehmen/ANZUWENDEN?
Nehmen Sie Turfa¬ģ gamma immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):
Zu Behandlungsbeginn 1 - 2 mal 1 Tablette t√§glich. Zur Dauertherapie gen√ľgt in der Regel ¬Ĺ Tablette t√§glich.
Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe infolge Erkrankungen der Nieren, des Herzens oder der Leber (kardiale, hepatische und nephrogene √Ėdeme):
Zu Behandlungsbeginn 2mal 1-2 Tabletten t√§glich. Als Erhaltungsdosis gen√ľgt in der Regel ¬Ĺ Tablette t√§glich oder 1 Tablette jeden 2. Tag. Je nach Grad der gew√ľnschten Ausschwemmung kann die Dosis auf bis zu 2mal 1 Tablette t√§glich erh√∂ht werden.
Bei Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen sollte Turfa¬ģ gamma der Einschr√§nkung entsprechend dosiert werden (siehe auch Gegenanzeigen).
Bei schwer kardial dekompensierten (ausgepr√§gte Wassereinlagerung infolge Herzmuskelschw√§che) Patienten kann die Resorption von Turfa¬ģ gamma deutlich eingeschr√§nkt sein.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen. Die Einnahme erfolgt bei Einmalgabe morgens, bei zweimaliger Gabe morgens und mittags.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
Nach Langzeittherapie sollte Turfa¬ģ gamma ausschleichend abgesetzt werden.
Hinweise:
W√§hrend der Langzeittherapie mit Turfa¬ģ gamma sollten die Serumelektrolyte (Kalium-, Natrium-, Calcium-, Magnesium-Ionen), die harnpflichtigen Substanzen (Serumkreatinin und Harnstoff), die Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride) sowie der Blutzucker, ggf. auch die Serumharns√§ure und die Leberwerte (Transaminasen) regelm√§√üig kontrolliert werden. Vor Therapiebeginn und in regelm√§√üigen Abst√§nden sollten au√üerdem die Thrombozyten sowie das Blutbild und das Differentialblutbild bestimmt werden.
Turfa¬ģ gamma mu√ü vor einer Pr√ľfung der Nebenschilddr√ľsenfunktion und mindestens drei Tage vor Durchf√ľhrung eines Glukosetoleranztests abgesetzt werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Turfa¬ģ gamma zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Turfa¬ģ gamma eingenommen haben als Sie sollten
Informieren Sie Ihren Arzt, der √ľber m√∂gliche zu ergreifende Ma√ünahmen entscheiden kann.
Wenn Sie die Einnahme von Turfa¬ģ gamma vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Turfa¬ģ gamma ist weiter so einzunehmen, wie es vom Arzt verordnet wurde.
Wenn Sie die Einnahme von Turfa¬ģ gamma abbrechen
Setzen Sie Turfa¬ģ gamma nicht eigenm√§chtig ab. Der Therapieerfolg kann dadurch gef√§hrdet werden. Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Unvertr√§glichkeiten oder eine √Ąnderung im Krankheitsbild eintreten.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Turfa¬ģ gamma mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung von Turfa¬ģ gamma wird wie folgt beeinflusst:
Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
Die blutdrucksenkende Wirkung von Turfa¬ģ gamma kann durch andere entw√§ssernde oder blutdrucksenkende Arzneimittel, Betarezeptorenblocker (Mittel gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusst√∂rungen), Nitrate (Mittel bei Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe), gef√§√üerweiternde Mittel (Vasodilatatoren), bestimmte Schlaf- oder Narkosemittel (Barbiturate), Mittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen (Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva) und Alkohol verst√§rkt werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Turfa¬ģ gamma und einem ACE-Hemmer (Mittel gegen Bluthochdruck und Herzmuskelschw√§che, z.B. Captopril, Enalapril) sind zu Behandlungsbeginn ein stark √ľberschie√üender Blutdruckabfall sowie eine Verschlechterung der Nierenfunktion m√∂glich. Eine Behandlung mit Turfa¬ģ gamma sollte daher 2-3 Tage vor Beginn einer Therapie mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden. Der ACE-Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren.
Bei gleichzeitiger Gabe von Kaliumsalzen oder anderen kaliumsparenden Arzneimitteln sowie von ACE-Hemmern wird die Gefahr eines zu hohen Serumkaliumspiegels erh√∂ht. Bei zus√§tzlicher Gabe von Arzneimitteln, die zu einem Natriummangel f√ľhren k√∂nnen, wird besonders bei √§lteren Patienten die Gefahr eines schweren Natriummangels erh√∂ht.
Abschwächung der Wirkung:
Die Kombination von Turfa¬ģ gamma mit bestimmten schmerz- und entz√ľndungshemmenden Mitteln (Salizylate oder nichtsteroidale Antirheumatika, z.B. Indometacin, Diclofenac) kann die blutdrucksenkende und entw√§ssernde Wirkung von Turfa¬ģ gamma vermindern. Bei Patienten, bei denen unter der Therapie mit Turfa¬ģ gamma auf Grund starker Entw√§sserung die zirkulierende Blutmenge vermindert ist, kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen entz√ľndungshemmenden Medikamenten ein akutes Nierenversagen ausl√∂sen.
Colestipol und Colestyramin (Mittel zur Cholesterinspiegelsenkung) vermindern die Aufnahme von Turfa¬ģ gamma.
Bei folgenden anderen Arzneistoffen wird das Nebenwirkungsrisiko durch Turfa¬ģ gamma erh√∂ht:
Bei Kombination von Turfa¬ģ gamma mit Arzneimitteln, die zu Kalium- und Magnesiumverlusten f√ľhren, z.B. kaliumausscheidenden entw√§ssernden Arzneimitteln, Kortikosteroiden, ACTH (Hormon), Abf√ľhrmitteln (chronischer Gebrauch), Amphotericin B (Mittel gegen Pilze), Carbenoxolon (Mittel gegen Mundschleimhautentz√ľndungen), Penicillin G (Antibiotikum) und Salizylaten (Schmerzmittel), k√∂nnen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Herzglykosiden verst√§rkt werden.
Bei gleichzeitiger Gabe von Turfa¬ģ gamma und Zytostatika (z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) kann deren knochenmarksch√§digende Wirkung verst√§rkt sein.
Bei Kombination von Turfa¬ģ gamma und Lithium (Mittel gegen Depressionen) kann die herz- und nervensch√§digende Wirkung von Lithium verst√§rkt sein.
Hochdosiertes Salizylat in Kombination mit Turfa¬ģ gamma kann zu einer verst√§rkten Sch√§digung des Zentralnervensystems f√ľhren.
Gleichzeitige Gabe von Turfa¬ģ gamma und Mitteln zur Muskelentspannung (curareartige Muskelrelaxantien) verst√§rkt und verl√§ngert deren Wirkung.
F√ľr den Fall, dass Turfa¬ģ gamma vor der Anwendung dieser Arzneimittel nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Turfa¬ģ gamma informiert werden.
Es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten einer Blutzuckerspiegelerh√∂hung bei gleichzeitiger Gabe von Turfa¬ģ gamma und Betarezeptorenblockern.
Sonstige mögliche Wechselwirkungen
Bei gleichzeitiger Anwendung von Methyldopa (Mittel gegen Bluthochdruck) sind in Einzelfällen Hämolysen (Schädigung der roten Blutkörperchen) durch Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid beschrieben worden.
Die gleichzeitige Gabe von Turfa¬ģ gamma und Chinidin vermindert die Chinidinausscheidung.
Die Wirksamkeit von Insulin, oralen blutzucker- und harns√§uresenkenden Medikamenten sowie von Sympathomimetika (Adrenalin, Noradrenalin) kann durch Turfa¬ģ gamma abgeschw√§cht werden.
Bei Einnahme von Turfa¬ģ gamma zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken
W√§hrend der Behandlung mit Turfa¬ģ gamma sollten Sie m√∂glichst keinen Alkohol trinken, da Alkohol Ihr Reaktionsverm√∂gen verst√§rkt herabsetzt.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Turfa¬ģ gamma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, oder unbekannt

Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr h√§ufig kommt es bei langfristiger, kontinuierlicher Anwendung von Turfa¬ģ gamma zu

St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere zu erh√∂hten

Kalium-(Hyperkaliämie) und verminderten Natrium-Serumspiegeln

(Hyponatriämie), ferner zu verminderten Chlorid- und Magnesium-Serumspiegeln

(Hypochlorämie, Hypomagnesiämie) sowie in gelegentlichen Fällen zu

verminderten Kalium-Serumspiegeln (Hypokaliämie).

Bei hoher Dosierung k√∂nnen √ľberm√§√üige, auf die verst√§rkte Harnausscheidung zur√ľckzuf√ľhrende Fl√ľssigkeits- und Natriumverluste auftreten, die sich h√§ufig als Mundtrockenheit und Durst, Schw√§che- und Schwindelgef√ľhl, Muskelschmerzen und Muskelkr√§mpfe (z.B. Wadenkr√§mpfe), Kopfschmerzen, Nervosit√§t, verminderter Blutdruck (Hypotonie) und Kreislaufst√∂rungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen) und Herzklopfen √§u√üern. Bei exzessiver Harnausscheidung kann es infolge ?Entw√§sserung? (Dehydratation) und verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie) zur Bluteindickung (H√§mokonzentration) und gelegentlich zu Konvulsionen, Verwirrtheitszust√§nden, Bewu√ütseinsst√∂rungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen sowie als Folge der H√§mokonzentration -insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen oder bei √§lteren Patienten- zu Thrombosen und Embolien kommen.

Als Begleiterscheinungen erh√∂hter Kalium-Serumspiegel (Hyperkali√§mie) k√∂nnen M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Verwirrtheitszust√§nde, Mi√üempfindungen (Par√§sthesien) und schlaffe L√§hmungen (Paralysen) sowie eine starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie) oder andere Herzrhythmusst√∂rungen auftreten.

Infolge verminderter Kalium-Serumspiegel (Hypokali√§mie) kann es zu M√ľdigkeit, Muskelschw√§che, Mi√üempfindungen an den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), Teilnahmslosigkeit (Apathie), Stuhlverstopfung (Obstipation), √ľberm√§√üiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus) und Herzrhythmusst√∂rungen kommen. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einer Darml√§hmung (paralytischer Ileus) und zu Bewu√ütseinsst√∂rungen f√ľhren.

Sehr h√§ufig kommt es zu erh√∂hten Harns√§urespiegeln im Blut (Hyperurik√§mie). Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.

Turfa¬ģ gamma f√ľhrt h√§ufig zu einer Erh√∂hung des Blutzuckers (Hyperglyk√§mie) und zu vermehrter Ausscheidung von Glukose im Urin (Glukosurie). Dies kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus) zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage f√ľhren. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann sich bemerkbar machen.

H√§ufig kann ein reversibler Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Serum beobachtet werden und gelegentlich ein vor√ľbergehender Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) auftreten.

Durch den Anteil an Triamteren kann es zu einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) kommen.

Häufig wurden Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum) beobachtet.

Unter der Behandlung von Turfa¬ģ gamma k√∂nnen gelegentlich allergische Hautreaktionen (z.B. Erythem, photoallergisches Exanthem, Urtikaria, Juckreiz), Arzneimittelfieber, Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), eine akute Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) und -insbesondere bei vorbestehendem Gallensteinleiden (Cholelithiasis)- eine akute Gallenblasenentz√ľndung (Cholezystitis) auftreten.

Gelegentlich wurden eine akute Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis), Nierensteine, eine Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis), eine Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), sehr selten eine megaloblast√§re An√§mie, eine hochgradige Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose), eine An√§mie durch Blutbildungsst√∂rung im Knochenmark (aplastische An√§mie) oder infolge Bildung von Antik√∂rpern gegen Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa ein vermehrter Zerfall roter Blutk√∂rperchen (immunh√§molytische An√§mie) beobachtet.

Ebenfalls gelegentlich kann es zu Potenzstörungen und geringgradigen Sehstörungen [z.B. verschwommenes Sehen, Farbsehstörungen (Gelbsehen)] kommen. Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern.

Unter Hydrochlorothiazid wurde gelegentlich das Auftreten einer akuten interstitiellen Pneumonie berichtet.

Sehr selten wurde ein pl√∂tzlich auftretendes Lungen√∂dem mit Schocksymptomatik beschrieben. Eine allergische Reaktion gegen√ľber Hydrochlorothiazid wird angenommen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Durchdr√ľckpackung nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen :
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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Weitere Informationen

Was Turfa¬ģ gamma enth√§lt
Die Wirkstoffe sind:
1 Tablette enthält: 50 mg Triamteren und 25 mg Hydrochlorothiazid.
Die sonstigen Bestandteile ist sind:
Maisstärke (Ph. Eur.), Lactose-Monohydrat (Ph.Eur.), Hypromellose (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid (Ph. Eur.), Stärke (löslich), Magnesiumstearat.
Wie Turfa¬ģ gamma aussieht und Inhalt der Packung:
Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten
Pharmazeutischer Unternehmer
Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Calwer Str. 7
D-71034 Böblingen
e-mail:
Hersteller
C.P.M. Contract Pharma GmbH & Co. KG
Fr√ľhlingsstr. 7
D-83620 Feldkirchen-Westerham
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2007
Hinweis zum Teilen der Tabletten
Zum exakten Halbieren der Tablette legen Sie diese mit der Bruchrille nach oben auf eine glatte, feste Unterlage (Tischplatte oder √§hnliches) und dr√ľcken Sie mit beiden Zeigefingern gleichzeitig links und rechts der Bruchrille fest auf die Tablette. So zerf√§llt die Tablette in zwei gleiche Teile.

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Wirkstoff(e) Triamteren Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden