Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Triamteren Propranolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.11.1983
ATC Code C07DA
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten, Thiazide und andere Diuretika

Zulassungsinhaber

Ratiopharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Propra. comp.-ratiopharm¬ģ ist ein Kombinationsarzneimittel mit einem Diuretikum (Hydrochlorothiazid), einem kaliumsparenden Diuretikum (Triamteren) und einem Beta- Rezeptorenblocker (Propranolol) und senkt den erh√∂hten Blutdruck.

Propra. comp.-ratiopharm¬ģ wird angewendet bei

Bluthochdruck (essentielle Hypertonie) aller Schweregrade. Das Kombinationsarzneimittel Propra. comp.-ratiopharm¬ģ wird empfohlen, wenn der Blutdruck mit einer der Einzelkomponenten alleine nicht ausreichend gesenkt werden konnte.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Propra. comp.-ratiopharm¬ģ darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Propranolol oder andere Beta-Rezeptorenblocker sowie gegen Triamteren, Hydrochlorothiazid, Sulfonamide (m√∂gliche Kreuzreaktionen beachten) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie an einer Herzmuskelschw√§che (manifeste Herzinsuffizienz) leiden
  • wenn Sie unter einem Schock leiden
  • wenn Sie an einer Erregungsleitungsst√∂rung von den Vorh√∂fen auf die Herzkammern leiden (AV- Block 2. und 3. Grades)
  • wenn Sie an einem erkrankten Sinusknoten des Herzens leiden (Sick-Sinus-Syndrome)
  • wenn Sie an einer Erregungsleitungsst√∂rung zwischen Sinusknoten und Vorhof leiden (sinuatrialer Block)
  • wenn Ihr Ruhepuls vor Behandlungsbeginn unter 50 Schl√§gen pro Minute liegt
  • wenn Sie an einem stark erniedrigtem Blutdruck leiden
  • wenn bei Ihnen eine √úbers√§uerung des Blutes festgestellt wurde
  • wenn Sie zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilit√§t, z. B. bei Asthma bronchiale) neigen
  • wenn Sie an einer fortgeschrittenen Durchblutungsst√∂rung in den Armen und/oder Beinen leiden
  • wenn Sie gleichzeitig mit so genannten MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden
  • wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschr√§nkt ist
  • wenn Ihre Harnausscheidung vermindert ist oder ganz fehlt (Anurie)
  • wenn Leberversagen mit Bewusstseinsst√∂rungen (Praecoma und Coma hepaticum) vorliegt
  • wenn Ihre Kaliumwerte im Blut erh√∂ht oder vermindert sind
  • wenn Ihre Calciumwerte im Blut erh√∂ht sind
  • wenn Ihre Natriumwerte im Blut stark vermindert sind
  • wenn Ihre zirkulierende Blutmenge vermindert ist
  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie stillen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Propra. comp.-ratiopharm¬ģ einnehmen,

  • wenn Sie an einer geringgradigen Erregungsleitungsst√∂rung von den Vorh√∂fen auf die Herzkammern (AV-Block 1. Grades) leiden
  • wenn Sie an einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten leiden (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • bei l√§ngerem strengem Fasten und schwerer k√∂rperlicher Belastung (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • wenn bei Ihnen ein hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom, vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich) vorliegt
  • wenn Ihre Leber- und/oder Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist (siehe Dosierung). Ihr Arzt wird Ihre Nieren- und/oder Leberwerte regelm√§√üig √ľberpr√ľfen
  • wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Propra. comp.-ratiopharm¬ģ einnehmen.
  • wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist
  • wenn bei Ihnen eine Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht, schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen) durchgef√ľhrt wird oder wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bereits eine schwere √úberempfindlichkeitsreaktion aufgetreten ist.
  • wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder eines Druckanstiegs in Ihrem Auge sein und kann innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ auftreten. Ohne Behandlung kann dies zu einem dauerhaften Sehverlust f√ľhren. Die Gefahr hierf√ľr ist erh√∂ht, wenn Sie in der Vergangenheit eine Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie hatten.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten).

Bei langfristiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ sollen anfangs h√§ufige Kaliumkontrollen durchgef√ľhrt werden. Im weiteren Verlauf sind die harnpflichtigen stickstoffhaltigen Substanzen und das Kreatinin zu kontrollieren.

Insbesondere bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min, Serumkreatinin-Konzentration 1,5-1,8 mg/100 ml) muss die Kaliumkonzentration im Blut wegen der Gefahr erh√∂hter Kaliumwerte besonders sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Besonders bei Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden, Glukokortikoiden oder Abf√ľhrmitteln behandelt werden, bei betagten oder zuckerkranken Patienten sowie bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion m√ľssen Kalium, Kreatinin bzw. Glukose im Plasma h√§ufiger kontrolliert werden.

Einer engmaschigen √úberwachung der Elektrolyte und des Kreatinins bed√ľrfen auch Patienten mit prim√§r ver√§ndertem Elektrolyt- und Wasserhaushalt.

Bei Patienten mit Verdacht auf Fols√§uremangel (Leberzirrhose bei chronischem Alkoholmissbrauch, Schwangerschaft mit Mangelern√§hrung) sollte auf Ver√§nderungen des Blutbildes geachtet werden, da Triamteren (als schwacher Fols√§ure-Antagonist) unter diesen Bedingungen das Entstehen einer bestimmten Blutbildver√§nderung (Megaloblastose) beg√ľnstigen kann.

Propra. comp.-ratiopharm¬ģ muss vor Pr√ľfung der Nebenschilddr√ľsenfunktion und mindestens drei Tage vor Durchf√ľhrung eines Glukosetoleranztests abgesetzt werden.

Die Behandlung sollte abgebrochen werden bei:

  • schweren Nierenfunktionsst√∂rungen
  • schweren St√∂rungen im Magen-Darm-Bereich
  • zentralnerv√∂sen St√∂rungen
  • Blutbildver√§nderungen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Einnahme von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Mittel beeinflusst werden. Fragen Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie andere Mittel ständig anwenden, bis vor kurzem angewendet haben oder gleichzeitig mit dem hier vorliegenden Arzneimittel anwenden wollen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen Umständen mit Unverträglichkeiten zu rechnen ist, oder ob besondere Maßnahmen, wie z. B. eine neue Dosisfestsetzung, erforderlich sind, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Folgende Wechselwirkungen zwischen dem vorliegenden Arzneimittel und anderen Mitteln sind zu beachten:

  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung sowohl verst√§rkt bzw. verl√§ngert als auch abgeschw√§cht werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§mie) - insbesondere erh√∂hte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
  • Die blutdrucksenkende Wirkung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann durch andere blutdrucksenkende Mittel, harntreibende Mittel oder Beta-Rezeptorenblocker sowie durch Nitrate, gef√§√üerweiternde Mittel, Barbiturate, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva oder Alkohol verst√§rkt werden.
  • Durch zus√§tzliche Gabe von ACE-Hemmern kann es zu einem stark √ľberschie√üenden Blutdruckabfall sowie zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen. Der ACE-Hemmer ist entsprechend vorsichtig zu dosieren.
  • Au√üerdem ist die Gefahr eines Anstiegs von Kalium im Blut (Hyperkali√§mie) erh√∂ht. Die Gefahr einer Hyperkali√§mie besteht ebenfalls bei gleichzeitiger Gabe von Kaliumsalzen oder anderen kaliumsparenden Arzneimitteln.
  • Die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann vermindert werden durch gleichzeitige Anwendung von Salicylaten oder anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika (z. B. Indometacin).
  • Bei hochdosierter Salicylateinnahme kann die sch√§digende Wirkung des Salicylates auf das zentrale Nervensystem verst√§rkt werden.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Calcium-Antagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verst√§rkten Blutdrucksenkung und gelegentlich zur Ausbildung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) kommen.
  • Die die Herzkraft schw√§chenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Propra. comp.- ratiopharm¬ģ und Antiarrhythmika k√∂nnen sich addieren.
    Bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Calcium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist eine sorgf√§ltige √úberwachung der Patienten angezeigt, da es zu verst√§rktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.
    Hinweis:
    Die intraven√∂se Applikation von Calcium-Antagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ behandelt werden, sollte unterbleiben (Ausnahme Intensivmedizin).
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Herzglykosiden, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem st√§rkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verz√∂gerung der Erregungsleitung am Herzen kommen.
  • Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.- ratiopharm¬ģ kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise (Angaben des Herstellers beachten) abgesetzt werden.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Noradrenalin oder Adrenalin ist ein Blutdruckanstieg m√∂glich.
  • Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen eines m√∂glichen √ľberschie√üenden Blutdruckanstiegs nicht zusammen mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ eingenommen werden.
  • Die Wirkung serumharns√§uresenkender Arzneimittel kann bei gleichzeitiger Anwendung von
    Propra. comp.-ratiopharm¬ģ abgeschw√§cht werden.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Hydrochlorothiazid und Arzneimitteln, die zu Kalium- und Magnesiumverlusten f√ľhren, z. B. kaliuretische Diuretika, Kortikosteroide, Abf√ľhrmittel (Laxantien; chronischer Missbrauch), Amphotericin B, Carbenoxolon, Penicillin G und Salicylate, k√∂nnen Wirkungen und Nebenwirkungen von bestimmten Herzmedikamenten (Herzglykoside) verst√§rkt werden. Durch den Wirkstoff Triamteren kann die Wirkung von Herzglykosiden jedoch auch herabgesetzt werden.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ und Narkotika kann eine verst√§rkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die die Herzkraft schw√§chende Wirkung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.
  • Die Wirkung von Muskelrelaxantien vom Curare-Typ kann durch Propra. comp.-ratiopharm¬ģ verst√§rkt oder verl√§ngert werden.
  • F√ľr den Fall, dass Propra. comp.-ratiopharm¬ģ vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ informiert werden.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Zytostatika (z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) ist mit verst√§rkter Knochenmarkssch√§digung (insbesondere Granulozytopenie) zu rechnen.
  • Die Wirkung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann durch Cimetidin verst√§rkt werden.
  • Bei gleichzeitiger Lithiumbehandlung wird die herz- und nervensch√§digende Wirkung von Lithium verst√§rkt.
  • Colestyramin und Colestipol vermindern die Aufnahme des Hydrochlorothiazid-Anteils von
    Propra. comp.-ratiopharm¬ģ aus dem Magen-Darm-Trakt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, Propra. comp.-ratiopharm¬ģ vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen, denn die Einnahme von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren.

Stillzeit

Da die Wirkstoffe in die Muttermilch √ľbergehen und Hydrochlorothiazid die Milchproduktion hemmen kann, darf Propra. comp.-ratiopharm¬ģ auch in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung des Bluthochdruckes mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn oder Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis f√ľr Erwachsene und Jugendliche √ľber 50 kg K√∂rpergewicht betr√§gt: 2-mal t√§glich 1 Filmtablette.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion:

Unter Umständen ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Art und Dauer der Anwendung
Filmtabletten unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit zu den Mahlzeiten einnehmen.

Zur √úberwachung der Behandlung mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ empfehlen sich regelm√§√üige Puls- und Blutdruckkontrollen, der Ruhepuls sollte nicht unter 45 Schl√§ge/min abfallen.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ eingenommen haben, als Sie

sollten

Verständigen Sie bitte sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus, wenn Sie mehr Tabletten eingenommen haben als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.

Wenn Sie die Einnahme von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie Propra. comp.-ratiopharm¬ģ in der vom Arzt verordneten Menge zum n√§chsten Einnahmezeitpunkt wieder ein.

Wenn Sie die Einnahme von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ abbrechen

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Nach Langzeitbehandlung sollte Propra. comp.-ratiopharm¬ģ - besonders bei Vorliegen einer Minderdurchblutung des Herzmuskels (isch√§mische Herzkrankheit) ‚Äď ausschleichend (d. h. √ľber 7-10 Tage) abgesetzt werden, da ein abruptes Absetzen zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten f√ľhren kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Erh√∂hte Harns√§urespiegel im Blut, die bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren k√∂nnen. Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyceride). Erh√∂hte Magnesiumausscheidung mit dem Harn.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schlafst√∂rungen*, Nervosit√§t*, Benommenheit*, depressive Verstimmungen*, Alptr√§ume*, Halluzinationen*, Verwirrtheit*.
  • M√ľdigkeit*, Kopfschmerzen*, Schwindelgef√ľhl*, Missempfindungen (Par√§sthesien) und K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen.
  • √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Schmerzen und Kr√§mpfe im Bauchraum.
  • Verminderter Magnesiumgehalt im Blut, Appetitlosigkeit, vor√ľbergehender Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Blut. Erh√∂hter Gehalt eines bestimmten Enzyms im Blut (Hyperamylas√§mie)
  • Schwitzen*, allergische Hautreaktionen (z. B. R√∂tung, Juckreiz, Hautausschl√§ge)
  • verst√§rkter Blutdruckabfall, anfallsartige, kurz dauernde Bewusstlosigkeit
  • Herzklopfen, starke Verminderung der Herzschlagfolge, Herzrhythmusst√∂rungen (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen), Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che mit peripheren Wassereinlagerungen im Gewebe (√Ėdeme), Atemnot bei Belastung.

*Diese Erscheinungen sind gew√∂hnlich leichterer Art und vor√ľbergehend

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Harnsteinbildung, Gewichtszunahme
  • Haarausfall, Schuppenflechte, Verschlechterung einer bestehenden Schuppenflechte, Schuppenflechte-√§hnliche Hautausschl√§ge
  • Erkrankung der Gelenke mit Befall eines oder mehrerer Gelenke (bei Langzeitanwendung)
  • Verst√§rkung von Anf√§llen mit auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris)
  • Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge (allergisches Lungen√∂dem; systemische anaphylaktische Reaktion durch zirkulierende Immunkomplexe)
  • Sehst√∂rungen. Entz√ľndungen der Horn- und Bindehaut des Auges
  • H√∂rst√∂rungen, Ohrensausen
  • Libido- und Potenzst√∂rung, Verh√§rtung des Penis (Induratio penis plastica [Peyronie`s disease])
  • Verminderung der Blutpl√§ttchenanzahl mit dadurch bedingten kleinfleckigen Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura), starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Agranulozytose) auch in Verbindung mit Infektneigung und schwerer Allgemeinsymptome, An√§mie durch Blutbildungsst√∂rung im Knochenmark (aplastische/megaloblast√§re An√§mie), vermehrter Zerfall roter Blutk√∂rperchen durch Bildung von Antik√∂rpern gegen Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa
  • Verschlimmerung eines akuten Nierenversagens sowie Nierenentz√ľndungen mit nachfolgendem akutem Nierenversagen. Verschlechterung der Nierenfunktion bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs)
  • Unter der Therapie mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ kann es zu St√∂rungen im Fettstoffwechsel kommen. Unter Propra. comp.-ratiopharm¬ģ wurde bei meist normalem Gesamtcholesterin eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erh√∂hung der Triglyceride im Blut beobachtet.
  • Unter Propra. comp.-ratiopharm¬ģ k√∂nnen ein erh√∂hter Blutzuckerspiegel und eine erh√∂hte Zuckerausscheidung mit dem Harn auftreten. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann erkennbar werden, eine bereits bestehende Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus) sich verschlechtern.
    Nach l√§ngerem strengem Fasten oder schwerer k√∂rperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Behandlung mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ zu Zust√§nden mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglyk√§mische Zust√§nde) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erh√∂hte Herzschlagfolge und Zittern der Finger, k√∂nnen verschleiert werden.
  • Bei Patienten mit Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose) k√∂nnen unter symptomatischer Therapie mit Propra. comp.-ratiopharm¬ģ die klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose (Tachykardie und Tremor) verschleiert sein.
  • Aufgrund des Anteils an harntreibenden Wirkstoffen (Diuretika) kann es bei langfristiger, kontinuierlicher Anwendung von Propra. comp.-ratiopharm¬ģ zu St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere zu erniedrigtem oder erh√∂htem Kalium-, erniedrigtem Chlorid- sowie erh√∂htem Calciumspiegel im Blut kommen. Die folgenden Beschwerden k√∂nnen dadurch auftreten:
    • Mundtrockenheit und Durst
    • Muskelverspannungen
    • Kopfschmerzen, Nervosit√§t, M√ľdigkeit, Benommenheit, Schl√§frigkeit, Verwirrtheitszust√§nde
    • Schw√§che
    • Herzklopfen, Schwindel, verminderter Blutdruck und davon begleitete Kreislaufst√∂rungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (Hypotonie und orthostatische Regulationsst√∂rungen)
  • Durch den Gehalt an dem Wirkstoff Triamteren kann es zu einer bestimmten St√∂rung im S√§uren- Basen-Haushalt (metabolische Azidose) kommen.
  • Bei hoher Dosierung k√∂nnen auf die verst√§rkte Harnausscheidung zur√ľckzuf√ľhrende Fl√ľssigkeits- und Natriumverluste auftreten, die sich h√§ufig als Durst, Schw√§chegef√ľhl, Muskelschmerzen, Nervosit√§t, Herzklopfen, Kreislaufst√∂rungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen) √§u√üern. Bei exzessiver Harnausscheidung kann es infolge der Entw√§sserung (Dehydratation) und verminderter zirkulierender Blutmenge zur Bluteindickung und gelegentlich zu Krampfanf√§llen, Benommenheit, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen sowie als Folge der Bluteindickung - insbesondere bei √§lteren Patienten oder bei Vorliegen von Venenerkrankungen - zu Blutpfropfbildung (Thrombosen, Embolien) kommen.
  • Ein verminderter Blutkaliumbestand kann die folgenden Beschwerden verursachen:
    • √úbelkeit, Erbrechen
    • Teilnahmslosigkeit (Apathie)
    • verminderte Spannung der Skelettmuskulatur, Schw√§che der glatten Muskulatur mit Verstopfung, Darml√§hmung
    • EKG-Ver√§nderungen, Herzrhythmusst√∂rungen, gesteigerte Empfindlichkeit gegen√ľber der Wirkung bestimmter Herzmedikamente (Herzglykoside)
  • Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste kann sich eine stoffwechselbedingte Alkalisierung des Blutes (metabolische Alkalose) entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern.
  • Verst√§rkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsst√∂rungen, sowie bei Patienten mit Verkrampfungen der Fingerschlagadern (Raynaud-Syndrom)
  • Atemnot bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Bronchien (insbesondere bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen)
  • Bei vorbestehendem Gallensteinleiden kann eine akute Gallenblasenentz√ľndung auftreten.
  • erh√∂hte Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und erh√∂hte schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. pl√∂tzlich auftretender allergischer Allgemeinreaktionen
  • √ľberschie√üende anaphylaktische Reaktionen bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie)
  • Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (bei chronischer Diuretika-Einnahme)
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges [Aderhauterguss] oder eines akuten Winkelblockglaukoms), akute Kurzsichtigkeit.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú/‚ÄúVerw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Propra. comp.-ratiopharm¬ģ enth√§lt

  • Die Wirkstoffe sind Propranololhydrochlorid, Triamteren und Hydrochlorothiazid.
    Jede Filmtablette enthält 80 mg Propranololhydrochlorid, 25 mg Triamteren und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Maisstärke, Cellulosepulver, Copovidon, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Kolloidales Siliciumdioxid, Chinolingelb (E104), Titandioxid (E171), Basisches Butylmethacrylat-Copolymer (Ph.Eur.), Macrogol 6000

Wie Propra. comp.-ratiopharm¬ģ aussieht und Inhalt der Packung

Runde, gelbe Filmtablette mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Propra. comp.-ratiopharm¬ģ ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten erh√§ltlich. Es werden m√∂glicherweise nicht alle Packungsgr√∂√üen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2020.

Versionscode: Z08

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Propra. comp.-ratiopharm - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Triamteren Propranolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.11.1983
ATC Code C07DA
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Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden