Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03AA03
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, Thiazide

Zulassungsinhaber

Wörwag Pharma GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist HCT-gamma¬ģ 12,5 und wof√ľr wird es angewendet?
HCT-gamma¬ģ 12,5 ist ein harntreibendes Arzneimittel (Diuretikum). Durch eine Steigerung der Harnausscheidung vermag HCT-gamma¬ģ 12,5 eine vermehrte Wasseransammlung im Gewebe auszuschwemmen und den Blutdruck zu senken.
HCT-gamma¬ģ 12,5 wird angewendet bei

  • Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
  • Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (√Ėdeme) infolge von Erkrankungen des Herzens, der Leber oder der Nieren (kardiale, hepatische und renale √Ėdeme)
  • Zur unterst√ľtzenden (adjuvanten),symptomatischen Behandlung der chronischen


Herzmuskelschwäche (chronische Herzinsuffizienz) zusätzlich zu ACE-Hemmern.
Hinweis:
Insbesondere bei schwerer Herzmuskelschwäche (schwere Herzinsuffizienz) sollte zusätzlich auch die Anwendung von Digitalis erwogen werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

HCT-gamma¬ģ 12,5 darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Hydrochlorothiazid sowie gegen andere Thiazide oder einen der sonstigen Bestandteile von HCT-gamma¬ģ 12,5 sind;
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Sulfonamide (manche Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen lnfektionen, z.B. Co-Trimoxazol [Kreuzreaktionen]) sind;
- bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (schwere Niereninsuffizienz mit stark verminderter Harnproduktion [Oligurie] oder fehlender Harnproduktion [Anurie]; Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min und/ oder Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/ 100 ml);
- akuter Nierenentz√ľndung (Glomerulonephritis);
- bei Leberversagen mit Bewusstseinstörungen (Koma und Praekoma hepaticum);
- bei erniedrigtem Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie);
- bei erniedrigtem Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie);
- bei verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovol√§mie) oder Fl√ľssigkeitsmangel (Dehydration);
- bei erhöhtem Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie);
- Gicht.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 ist erforderlich
- wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (Hypotonie) haben;
- wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße (zerebrovaskuläre Durchblutungsstörungen) haben;
- wenn Sie Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) haben;
- bei bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus); eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist erforderlich;
- wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktionsstörung leiden (bei einem Serum-Kreatinin von 1,1-1,8 mg/100 ml bzw. leichter Einschränkung der Kreatinin-Clearance [30-60 ml/min]);
- wenn bei lhnen eine eingeschränkte Leberfunktion besteht.
Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion (Glomerulmfiltrat unter 30 ml/min und/oder
Serum-Kreatinin √ľber 1,8 mg/100 ml) ist HCT-gamma¬ģ 12,5 nicht nur unwirksam, sondern sogar sch√§dlich.
Bei chronischem Missbrauch von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika-Abusus) kann es zu Wasseransammlungen im K√∂rpergewebe (√Ėdeme) kommen (Pseudo-Bartter-Syndrom).
W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 m√ľssen in regelm√§√üigen Abst√§nden bestimmte Blutwerte, insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Kreatinin und Harnstoff, ferner die Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) sowie die Harns√§ure und der Blutzucker kontrolliert werden.
W√§hrend der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 sollten die Patienten auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitsaufnahme achten und wegen erh√∂hter Kaliumverluste kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (z. B. Bananen, Gem√ľse, N√ľsse).
Unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 besteht bei zus√§tzlicher Einnahme von ACE-Hernrnern (z.B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen f√ľhren kann.
Eine Behandlung mit einem harntreibenden Arzneimittel (Diuretikum) sollte daher 2 ‚Äď 3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden, um die M√∂glichkeit eines Blutdruckabfalls zu Behandlungsbeginn zu vermindern.
Bei Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifestem oder latentem Diabetes mellitus) sollten regelmäßige Kontrollen des Blutzuckers erfolgen.
Der durch verst√§rkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte unabh√§ngig vom Ausma√ü der Urinausscheidung 1 kg/Tag nicht √ľberschreiten.
HCT-gamma¬ģ 12,5 ist f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Die Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren. Die Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit fuhren.
Hinweise
Die Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 sollte abgebrochen werden, sobald eine der oben genannten Gegenanzeigen (s. Abschnitt ?HCT-gamma¬ģ 12,5 darf nicht eingenommen werden") bzw. eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:
- bei einer Stoffwechselentgleisung, die auf eine Behandlung nicht mehr anspricht
- wenn Sie ein Schwindelgef√ľhl und einen stark beschleunigten Herzschlag bei Lagewechsel vom Liegen zu Stehen versp√ľren (orthostatische Regulationsst√∂rungen)
- beim Auftreten von √úberempfindlichkeitsreaktionen
- wenn bei lhnen ausgeprägte Magen-Darm-Beschwerden auftreten
- bei Störungen des zentralen Nervensystems
- bei einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
- wenn bei lhnen Blutbildveränderungen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie) auftreten
- bei einer akuten Gallenblasenentz√ľndung (akute Cholezystitis)
- beim Auftreten einer Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis)
- wenn sich bei lhnen eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlimmert
- bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (Serum-Kreatinin-Konzentration √ľber 1,8 mg/100 ml bzw. Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min).
Schwangerschaft und Stillzeit
Sie m√ľssen Ihren Arzt √ľber eine tats√§chliche oder vermutete Schwangerschaft informieren. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen dann zu einem anderen Medikament als HCT-gamma¬ģ 12,5 raten, da HCT-gamma¬ģ 12,5 nicht zur Anwendung in der Schwangerschaft empfohlen wird. Das liegt daran, dass HCT-gamma¬ģ 12,5 in die Plazenta gelangt und dass es bei Anwendung nach dem dritten Schwangerschaftsmonat zu gesundheitssch√§digenden Wirkungen f√ľr den F√∂tus und das Neugeborene kommen kann.
Das Stillen soll w√§hrend der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 unterbrochen werden, da der Wirkstoff Hydrochlorothiazid in die Muttermilch √ľbergeht und den Milchflu√ü hemmt.
Kinder und Jugendliche
HCT-gamma¬ģ 12,5 ist f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht geeignet, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
√Ąltere Menschen
Bei der Behandlung √§lterer Menschen ist auf eine m√∂gliche Einschr√§nkung der Nierenfunktion zu achten (s. Abschnitt 3. ,,Wie ist HCT-gamma¬ģ 12,5 einzunehmen??).
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.
Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Warnhinweise √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von HCT-gamma¬ģ 12,5
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie HCT-gamma¬ģ 12,5 daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist HCT-gamma¬ģ 12,5 einzunehmen?
Nehmen Sie HCT-gamma¬ģ 12,5 immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei lhrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung sollte vom Arzt individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg -
festgelegt werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Erwachsene:
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
Zu Behandlungsbeginn 1-mal t√§glich 1-2 Tabletten HCT-gamma¬ģ 12,5 mg (entsprechend 12,5 - 25 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
Die Erhaltungsdosis betr√§gt in der Regel 1-mal t√§glich 1 Tablette HCT-gamma¬ģ 12,5 12.5 mg (entsprechend 12,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (√Ėdeme) infolge Erkrankungen des Herzens, der Leber und der Nieren (kardiale, hepatische und renale √Ėdeme)
Zu Behandlungsbeginn 1-mal t√§glich 2-4 Tabletten HCT-gamma¬ģ 12,5 mg (entsprechend 25 - 50 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
Die Erhaltungsdosis betr√§gt 2-4 (-8) Tabletten HCT-gamma¬ģ 12,5 mg t√§glich (entsprechend 25 - 50 (- 100) mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
Unterst√ľtzende (adjuvante) symptomatische Behandlung der chronischen Herzmuskelschw√§che (chronische Herzinsuffizienz) zus√§tzlich zu ACE-Hemmern
1-mal t√§glich 2-3 Tabletten HCT-gamma¬ģ 12,5 mg (entsprechend 25-37,5 mg Hydrochlorothiazid pro Tag).
Leber- und Nierenfunktionsstörungen:
Bei Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen sollte HCT-gamma¬ģ 12,5 der Einschr√§nkung entsprechend dosiert werden (s. Abschnitt 2. ?WAS M√úSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON HCT-gamma¬ģ 12,5 BEACHTEN??).
Patienten mit ausgepr√§gter Wassereinlagerung im Gewebe (√Ėdemen) infolge einer
Herzmuskelschwäche (schwerer Herzinsuffizienz):
Bei Patienten mit ausgepr√§gter Wassereinlagerung im Gewebe (√Ėdemen) infolge einer Herzmuskelschw√§che kann die Aufnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 aus dem Magen-Darm-Trakt deutlich eingeschr√§nkt sein.
Kinder und Jugendliche:
HCT-gamma¬ģ 12,5 wird f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vorliegen.
Art der Anwendung
Die Tabletten sind unzerkaut zum Fr√ľhst√ľck mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. 1 Glas
Wasser) einzunehmen.
Dauer der Anwendung
√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.
Nach Langzeitbehandlung sollte HCT-gamma¬ģ 12,5 ausschleichend abgesetzt werden.
Bitte sprechen Sie mit lhrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von HCT-gamma¬ģ 12,5 zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge HCT-gamma¬ģ 12,5 eingenommen haben als Sie sollten
Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 ist sofort ein Arzt/ Notarzt zu benachrichtigen.
Dieser kann entsprechend der Schwere der √úberdosierung √ľber die gegebenenfalls
erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
Bei Überdosierung und/oder im Falle schwerwiegender Symptome ist sofortige ärztliche Behandlung erforderlich.
Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommen Wirkstoff informieren kann.
Symptome einer √úberdosierung:
Das klinische Bild bei akuter oder chronischer Überdosierung ist vom Ausmaß des
Fl√ľssigkeits- und des Elektrolytverlustes (erniedrigter Kalium-, Natrium- und Chloridgehalt im Blut) abh√§ngig.
√úberdosierung kann bei ausgepr√§gten Fl√ľssigkeits- und Natriumverlusten zu Durst,
Schw√§che- und Schwindelgef√ľhl, Muskelschmerzen und Muskelkr√§mpfen (z.B.
Wadenkrämpfe), Kopfschmerzen, stark beschleunigtem Herzschlag (Tachykardie),
vermindertem Blutdruck (Hypotonie) und Kreislaufst√∂rungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsst√∂rungen) f√ľhren.
Infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) und "Entwässerung" (Dehydratation) können Bluteindickung (Hämokonzentration) mit Thromboseneigung, Krämpfe, Benommenheit, Lethargie, Verwirrtheitszustände, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma oder ein akutes Nierenversagen auftreten.
Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können schwere Verwirrtheitszustände
(delirante Zustandsbilder) auftreten.
Selten tritt ein anaphylaktischer Schock (Symptome: Schweißausbruch, Übelkeit,
bläuliche Verfärbung der Haut [Zyanose], starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma, Schläfrigkeit und Verwirrtheitszustände) auf.
Infolge eines erniedrigten Kaliumgehalts im Blut (Hypokali√§mie) kann es zu M√ľdigkeit, Muskelschw√§che, Empfindungsst√∂rungen wie Kribbeln (Par√§sthesien), leichten Formen von L√§hmungserscheinungen, Apathie, Bl√§hungen, Verstopfung und zu Herzrhythmusst√∂rungen kommen. Schwere Kaliumverluste k√∂nnen zu einem Darmverschluss (paralytischen Ileus) und zu Bewusstseinsst√∂rungen f√ľhren. Bei gleichzeitiger Digitalisgabe k√∂nnen Herzrhythmusst√∂rungen durch einen eventuellen erniedrigten Kaliumgehalt im Blut (Hypokali√§mie) verst√§rkt werden.
Therapie bei √úberdosierung:
Bei √úberdosierung oder Anzeichen einer verminderten zirkulierenden Blutmenge
(Hypovolämie), vermindertem Blutdruck (Hypotonie) oder Kreislaufstörungen beim
Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen) muss die
Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 sofort abgesetzt werden.
Bei nur kurze Zeit zur√ľckliegender Einnahme empfehlen sich Ma√ünahmen der prim√§ren Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magensp√ľlung) und resorptionsmindernde Ma√ünahmen (medizinische Kohle).
Neben der √úberwachung der vitalen Parameter unter intensivmedizinischen
Bedingungen m√ľssen wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushaltes, des S√§ure-Basen-Haushaltes, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin und Harnstoff) durchgef√ľhrt werden und die Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden.
Ein spezifisches Gegenmittel gegen Hydrochlorothiazid ist nicht bekannt.
Wenn Sie die Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 vergessen haben
Auch wenn Sie einmal zu wenig von HCT-gamma¬ģ 12,5 eingenommen haben oder eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. wie vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 abbrechen
Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Die blutdrucksenkende Wirkung von HCT-gamma¬ģ 12,5 kann durch andere harntreibende Arzneimittel (Diuretika), andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. Beta-Rezeptorenblocker), Nitrate, Barbiturate (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen), Phenothiazine (Arzneimittelgruppe zur Behandlung von psychischen St√∂rungen), trizyklische Antidepressiva, gef√§√üerweiternde Arzneimittel oder durch Alkohol verst√§rkt werden.
Unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 besteht bei zus√§tzlicher Einnahme von ACE-Hemmern (z.B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven Blutdruckabfalls bis zum Schock sowie das Risiko einer Verschlechterung der Nierenfunktion, die selten zu einem akuten Nierenversagen f√ľhren kann.
Eine Behandlung mit einem harntreibenden Arzneimittel (Diuretikum) sollte daher 2 ‚Äď 3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer abgesetzt werden, um die M√∂glichkeit eines Blutdruckabfalls zu Behandlungsbeginn zu vermindern.
Arzneimittel mit entz√ľndungshemmender Wirkung (nicht-steroidale Antiphlogistika, z.B. Indometacin, Acetylsalicyls√§ure), Salicylate (Schmerzmittel) und Phenytoin (Arzneimittel gegen Krampfanf√§lle und bestimmte Formen von Schmerzen) k√∂nnen die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von HCT-gamma¬ģ 12,5 vermindern.
Bei der gleichzeitigen Behandlung mit hoch dosierten Salicylaten (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Rheuma) kann die giftige Wirkung der Salicylate auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden.
Wenn unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 eine Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Hypovolamie) oder ein Fl√ľssigkeitsmangel im K√∂rper (Dehydratation) auftritt, kann die gleichzeitige Gabe von nicht-steroidalen Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen ausl√∂sen.
Es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten eines erh√∂hten Blutzuckers (Hyperglyk√§mie) bei gleichzeitiger Gabe von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Beta-Rezeptorenblockern (Arzneirnittel u. a. zur Behandlung eines erh√∂hten Blutdrucks).
Die Wirkung von Insulin und blutzuckersenkenden Arzneimitteln in Form von Tabletten (orale Antidiabetika), von serumharns√§uresenkenden Arzneimitteln und gef√§√üverengenden Arzneimitteln (z.B. Epinephrin, Norepinephrin) kann bei gleichzeitiger Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 abgeschw√§cht werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Herzmitteln (herzwirksamen Glykosiden) ist zu beachten, dass bei einem sich unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 entwickelnden Kaliummangel im Blut (Hypokali√§mie) und/ oder Magnesiummangel im Blut (Hypomagnesi√§mie) die Empfindlichkeit des Herzmuskels (Myokards) gegen√ľber diesen Herzmitteln erh√∂ht ist. Dadurch k√∂nnen die Wirkungen und Nebenwirkungen dieser Herzmittel verst√§rkt werden.
Es besteht ein erhöhtes Risiko von Herzrhythmusstörungen (Kammerarrhythmien inklusive Torsades de pointes) bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die eine bestimmte EKG-Veränderung (Syndrom des verlängerten QT-lntervalles) verursachen können (z.B. Terfenadin [Arzneimittel gegen Allergien], einige Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrythmika der Klassen I und Ill]) beim Vorliegen von Elektrolytstörungen.
Die gleichzeitige Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 und die Kaliumausscheidung f√∂rdernden harntreibenden Arzneimitteln (z.B. Furosemid), Glucokortikoiden (?Cortison"), ACTH, Carbenoxolon, Penicillin G, Salicylaten (Schmerzmittel), Amphotericin B (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen) oder Abf√ľhrmitteln kann zu verst√§rkten Kaliumverlusten f√ľhren.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln zur Behandlung bösartiger Erkrankungen (Zytostatika, z.B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) ist mit einer verstärkten schädigenden Wirkung auf das Knochenmark (insbesondere eine Verminderung der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen [Granulozytopenie]) zu rechnen.
Die gleichzeitige Gabe von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Arten von Depressionen) f√ľhrt √ľber eine verminderte Lithiumausscheidung zu einer Verst√§rkung der herz- und nervensch√§digenden (kardio- und neurotoxischen) Wirkung des Lithiums. Daher wird empfohlen, bei Patienten, die gleichzeitig mit Lithiumsalzen behandelt werden, den Lithiumspiegel im Blut sorgfaltig zu √ľberwachen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 und anderen harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) kann es zu verst√§rkter Harnausscheidung (Diurese) und verst√§rktem Blutdruckabfall kommen.
Die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln, die eine Muskelentspannung herbeif√ľhren (curareartige Muskelrelaxanzien), kann durch HCT-gamma¬ģ 12,5 verst√§rkt oder verl√§ngert werden. F√ľr den Fall, dass HCT-gamma¬ģ 12,5 vor der Anwendung solcher Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 informiert werden.
Die gleichzeitige Anwendung von Colestyramin oder Colestipol (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte) vermindert die Aufnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 aus dem Magen-Dam-Trakt.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa (Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks) sind in Einzelf√§llen Aufl√∂sungen der roten Blutk√∂rperchen (H√§molysen) durch die Bildung von Antik√∂rpern gegen Hydrochlorothiazid (Wirkstoff von HCT-gamma¬ģ 12,5) beschrieben worden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht) besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von √úberempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol.
Eine gleichzeitige Therapie mit HCT-gamma¬ģ 12,5 und Amantadin (Arzneimittel zur Behandlung einer Virusgrippe und einer Parkinson-Erkrankung) kann das Risiko f√ľr das Auftreten von unerw√ľnschten Wirkungen des Amantadin erh√∂hen.
Die gleichzeitige Gabe von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Kalziumsalzen kann √ľber eine verminderte Kalziumausscheidung zu erh√∂hten Kalziumspiegeln im Blut f√ľhren. Daher wird empfohlen, bei Patienten, die gleichzeitig mit Kalziumsalzen behandelt werden, den Kalziumspiegel sorgf√§ltig zu √ľberwachen und ggf. die Dosierung anzupassen.
Die gleichzeitige Gabe von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Vitamin D-Erg√§nzungspr√§paraten kann √ľber eine verminderte Kalziumausscheidung zu erh√∂hten Kalziumspiegeln im Blut f√ľhren.
Bei gleichzeitiger Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Ciclosporin besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten eines erh√∂hten Harns√§urespiegels im Blut (Hyperurik√§mie) und Gicht-√§hnlichen Erscheinungen.
Bei gleichzeitiger Gabe von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen) kann der Natriumspiegel im Serum ansteigen. Daher wird empfohlen, den Natriumspiegel im Blut regelm√§√üig zu kontrollieren.
Die gleichzeitige Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 und Chinidin f√ľhrt zu einer Verminderung der Chinidinausscheidung.
Bei Einnahme von HCT-gamma¬ģ 12,5 zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr√§nken:
Durch Alkohol kann die Wirkung von HCT-gamma¬ģ 12,5 verst√§rkt werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann HCT-gamma¬ģ 12,5 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
Nicht bekannt: Häufigkeit autorund der Datenlage nicht abschätzbar

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie HCT-gamma¬ģ 12,5 nicht weiter ein und suchen Sie m√∂glichst umgehend Ihren Arzt auf.
Blut und Lymphsystem:
Häufig: Verringerung der Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie).
Gelegentlich: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie).
Sehr selten: Blutarmut durch vermehrten Zerfall roter Blutkörperchen (hämolytische
Anämie), Anämie durch Blutbildungsstörungen im Knochenmark (aplastische Anämie), hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose).
Hinweise auf eine Agranulozytose k√∂nnen Fieber mit Sch√ľttelfrost,
Schleimhautveränderungen und Halsschmerzen sein.
Infolge der Bildung von Antik√∂rpern gegen Hydrochlorothiazid (Wirkstoff von HCT-gamma¬ģ 12,5) bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa (Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks) sind in Einzelf√§llen Aufl√∂sungen der roten Blutk√∂rperchen (immunh√§molytische An√§mie) beobachtet worden.
Immunsystem/ √úberempfindlichkeitsreaktionen:
Gelegentlich: allergische Reaktionen; diese k√∂nnen als Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe Nebenwirkungen bei "Haut und Unterhautzellgewebe") auftreten, selten als Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis), Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe (Vaskulitis), Blutbildver√§nderungen (siehe Nebenwirkungen bei ?Blut und Lymphsystem") oder Fieber.
Selten: schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock). Erste Anzeichen f√ľr einen Schock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige Hautr√∂tung (Flush) oder Nesselsucht, Unruhe, Kopfschmerz, Schwei√üausbruch, √úbelkeit, bl√§uliche Verf√§rbung der Haut (Zyanose), allergische Reaktionen.
Elektrolyte und Stoffwechsel:
Sehr h√§ufig kommt es bei der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 - insbesondere bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion - als Folge der vermehrten Fl√ľssigkeits- und Elektrolytausscheidung zu St√∂rungen im Fl√ľssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere zu einem Mangel an Kalium und Natrium, ferner zu einem Mangel von Magnesium und Chlorid im Blut sowie zu einem erh√∂hten Kalziumgehalt im Blut.
Bei hoher Dosierung kann es infolge √ľberm√§√üiger Harnausscheidung (Diurese) zu
Fl√ľssigkeits- und Natriumverlusten (Hypovol√§mie und Hyponatri√§mie) kommen. Dies
kann sich in Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Durst, Erbrechen, Kopfschmerzen
bzw. Kopfdruck, Schw√§che- und Schwindelgef√ľhl, Schl√§frigkeit, Sehst√∂rungen,
Teilnahmslosigkeit (Apathie), Verwirrtheitszuständen, Muskelschmerzen oder
Muskelkrämpfen (z.B. Wadenkrämpfen), Herzklopfen, Blutdruckabfall, vermindertem
Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen)
und Kreislaufkollaps √§u√üern. Daher ist es wichtig, unerw√ľnschte Fl√ľssigkeitsverluste
(z.B. bei Erbrechen, Durchfall, starkem Schwitzen) auszugleichen.
Bei sehr starker Harnausscheidung kann es infolge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) und einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) zur Bluteindickung (Hämokonzentration) und in seltenen Fällen zu Krämpfen, Benommenheit, Verwirrtheitszuständen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen kommen. Als Folge der Bluteindickung kann es - insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen oder bei älteren Patienten - zu Thrombosen und Embolien kommen.
Insbesondere bei gleichzeitig verminderter Kaliumzufuhr und/ oder erhöhten
Kaliumverlusten (z.B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) kann als Folge einer erh√∂hten Kaliumausscheidung √ľber die Niere ein Kaliummangelzustand (Hypokali√§mie) auftreten, der sich in folgenden Symptomen √§u√üern kann:
M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Muskelschw√§che,
Missempfindungen in den Gliedma√üen (Par√§sthesien), L√§hmungen (Paresen), √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, √ľberm√§√üige Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus), √ľberm√§√üige Harnausscheidung (Polyurie), krankhaft gesteigertes Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme (Polydipsie) sowie
Herzrhythmusstörungen und Pulsunregelmäßigkeiten (Reizbildungs- und
Reizleitungsstörungen am Herzen).
Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung (paralytischer Ileus) oder zu
Bewusstseinsst√∂rungen bis zum Koma f√ľhren.
EKG-Veränderungen und eine gesteigerte Empfindlichkeit gegen bestimmte herzstärkende Arzneimittel (herzwirksame Glykoside: Digitalispräparate) können auftreten.
Verstärkte Magnesiumausscheidungen im Harn (Hypermagnesiurien) sind häufig und äußern sich nur gelegentlich als Magnesiummangel im Blut (Hypomagnesiämie), weil Magnesium aus dem Knochen freigesetzt wird.
Daher sind regelmäßige Kontrollen der Serumelektrolyte (insbesondere Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium) angezeigt.
Bei Behandlungsbeginn und l√§ngerer Anwendung von HCT-gamma¬ģ 12,5 muss insbesondere der Kaliumgehalt im Blut regelm√§√üig kontrolliert werden, um das Auftreten zu niedriger Kaliumspiegel im Blut zu verhindern.
Als Folge der Elektrolyt- und Fl√ľssigkeitsverluste kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln bzw. eine bereits bestehende Alkalose verschlechtern.
H√§ufig kommt es unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 zu erh√∂hten Harns√§urespiegeln im Blut (Hyperurik√§mie). Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanf√§llen f√ľhren.
H√§ufig treten unter der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 eine Erh√∂hung des Blutzuckers (Hyperglyk√§mien) und Zucker im Urin (Glukosurie) sowohl bei Stoffwechselgesunden als auch bei Patienten im Vorstadium einer Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) oder bei zuckerkranken Patienten (manifester Diabetes mellitus) bzw. bei Patienten mit einem Kaliummangel im Blut auf.
Bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus)
kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage kommen. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann in Erscheinung treten.
Gelegentlich kann es zu einem wieder zur√ľckgehenden (reversiblen) Anstieg der
harnpflichtigen Stoffe (Harnstoff und Kreatinin) kommen.
H√§ufig kommt es unter HCT-gamma¬ģ 12,5 zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyceride).
Daher sollten w√§hrend der Behandlung mit HCT-gamma¬ģ 12,5 neben den Serumelektrolyten (Kalium, Natrium, Kalzium, Chlorid, Magnesium) auch die Konzentrationen der harnpflichtigen Substanzen (Harnstoff, Kreatinin), die Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) sowie der Blutzucker und die Harns√§ure im Blut regelm√§√üig kontrolliert werden.
Psyche:
Selten: Depressionen, Schlaflosigkeit.
Nervensystem:
Selten: Kopfschmerzen, Schwindel, Missempfindungen (z.B. Kribbeln) in den
Gliedmaßen (Parästhesien).
Augen:
Gelegentlich: Sehst√∂rungen (z.B. verschwommenes Sehen, Gelbsehen), Einschr√§nkung der Bildung von Tr√§nenfl√ľssigkeit (Vorsicht beim Tragen von Kontaktlinsen); eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlechtern.
Herz / Kreislauf:
Häufig: Herzklopfen (Palpitationen).
Gelegentlich: verminderter Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen) oder Blutdruckabfall, insbesondere bei Patienten mit einer verminderten zirkulierenden Blutmenge (Hypovolämie) oder einem Mangel an Körperwasser (Dehydratation) (z.B. Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche [schwerer Herzinsuffizienz] oder unter einer Behandlung mit hohen Dosen von harntreibenden Arzneimitteln [Diuretika]).
Selten: Herzrhythmusstörungen.
Gefäße:
Gelegentlich: Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe (Vaskulitis).
Atemwege, Brustraum, Mediastinum:
Gelegentlich: Atemnot/ Atembeschwerden, eine bestimmte akute Form der Lungenentz√ľndung (akute interstitielle Pneumonie).
Sehr selten: Pl√∂tzlich auftretendes Lungen√∂dem mit Schocksymptomatik. Eine allergische Reaktion gegen√ľber Hydrochlorothiazid (Wirkstoff von HCT-gamma¬ģ 12,5) wird angenommen.
Magen-Darm-Trakt:
Häufig: Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum).
Leber/ Gallenblase/ Bauchspeicheldr√ľse:
Gelegentlich: Anstieg eines bestimmten Enzyms (Amylase) im Blut (Hyperamylas√§mie), akute Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (akute Pankreatitis).
Selten: Gelbsucht (Ikterus).
H√§ufigkeit nicht bekannt: akute Entz√ľndung der Gallenblase (Cholezystitis) bei vorbestehendem Gallensteinleiden (Cholelithiasis).
Haut und Unterhautzellgewebe:
Gelegentlich: allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, z.B. Juckreiz, Hautrötung, Hautausschläge durch Lichteinwirkung (photoallergisches Exanthem), kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut (Purpura) und stark juckende Quaddeln (Urtikaria).
Sehr selten: bestimmte schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung (toxische epidermale Nekrolyse).
In Einzelfällen können ein kutaner Lupus erythematodes, kutane Lupuserythematodes-artige Reaktionen oder die Reaktivierung eines Lupus-erythematodes (eine bestimmte Autoimmunerkrankung mit Hautbeteiligung) auftreten.
Niere und Harnwege:
Sehr häufig: Zucker im Urin (Glukosurie).
H√§ufig: wieder zur√ľckgehender (reversibler) Anstieg der harnpflichtigen Stoffe (Harnstoff und Kreatinin) im Blut.
Gelegentlich: Nierenentz√ľndung (akute interstitielle Nephritis).
Geschlechtsorgane und Brustdr√ľse:
Gelegentlich: Potenzstörungen.
Allgemeinbefinden:
Gelegentlich: fieberhafte Zustände.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten
Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.
Falls eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie
umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. ein erniedrigter Kaliumgehalt im Blut [Hypokali√§mie], Blutbildver√§nderungen wie h√§molytische An√§mie oder Agranulozytose) unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. Der Arzt entscheidet, welche Ma√ünahmen zu ergreifen sind und ob die Behandlung weitergef√ľhrt wird. Nehmen Sie in solchen F√§llen das Arzneimittel nicht ohne √§rztliche Anweisung weiter.
Bei den ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion darf HCT-gamma¬ģ 12,5 nicht nochmals eingenommen werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Bewahren Sie HCT-gamma¬ģ 12,5 in der Originalverpackung auf, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.
Aufbewahrungsbedingungen
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Beh√§ltnis nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

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Weitere Informationen

Was HCT-gamma¬ģ 12,5 enth√§lt
Der Wirkstoff ist: Hydrochlorothiazid.
1 Tablette enthält 12,5 mg Hydrochlorothiazid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Cellulosepulver, Crospovidon Typ A, Povidon K 25, Croscarmellose-Natrium, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Wie HCT-gamma¬ģ 12,5 aussieht und Inhalt der Packung:
HCT-gamma¬ģ 12,5 sind in Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Calwer Straße 7
71034 Böblingen
Tel.: 07031-4206-0
Fax: 07031-4206-31
E-Mail: info@woerwagpharma.de
Hersteller
Artesan Pharma GmbH & Co. KG
Wendlandstraße 1
D-29431 L√ľchow
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2009.

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Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03AA03
Pharmakologische Gruppe Low-Ceiling-Diuretika, Thiazide

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