Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten

Abbildung Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Ramipril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 21.01.2004
ATC Code C09BA05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ramipril Basics 2,5 mg Filmtabletten Ramipril Basics GmbH
Ramipril AbZ 2,5 mg Tabletten Ramipril AbZ-Pharma GmbH
RamiLich 2,5 mg Tabletten Ramipril Winthrop Arzneimittel GmbH
Ramipril-CT 10 mg Tabletten Ramipril AbZ-Pharma GmbH
Vesdil 2,5 mg Tabletten Ramipril AstraZeneca GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ramiplus AL ist eine Kombination aus zwei Wirkstoffen: Ramipril und Hydrochlorothiazid.

  • Ramipril geh√∂rt zur Wirkstoffklasse der ACE-Hemmer (ACE = Angiotensin- converting-Enzym/Angiotensinkonversionsenzym). Es wirkt, indem es:
    • die k√∂rpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,
    • Ihre Blutgef√§√üe entspannt und weiter stellt,
    • dem Herzen erleichtert, Blut durch den K√∂rper zu pumpen.
  • Hydrochlorothiazid geh√∂rt zur Wirkstoffklasse der Thiaziddiuretika oder Wassertabletten. Es wirkt, indem es die Fl√ľssigkeitsausscheidung (Urinausscheidung) erh√∂ht und dadurch den Blutdruck senkt.

Ramiplus AL wird zur Behandlung von Bluthochdruck verwendet. Die beiden Wirkstoffe erg√§nzen einander bei der Senkung des Blutdrucks und werden dann gemeinsam eingesetzt, wenn die Behandlung mit nur einem Wirkstoff nicht das gew√ľnschte Ergebnis erzielt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ramiplus AL darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Ramipril, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie allergisch gegen Ramiplus AL-√§hnliche Arzneimittel (andere ACE-Hemmer oder Sulfonamidderivate) sind.
    Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge,
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein so genanntes angioneurotisches √Ėdem, hatten. Zu den Anzeichen geh√∂ren Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an H√§nden, F√ľ√üen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, erhebliche Atem- und Schluckbeschwerden,
  • wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutw√§sche unterziehen, da Ramiplus AL abh√§ngig von dem verwendeten Ger√§t f√ľr Sie nicht geeignet sein kann,
  • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden,
  • wenn Sie vom Normalwert abweichende Werte von Elektrolyten
    (Calcium, Kalium, Natrium) im Blut haben,
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschr√§nkt ist (Nierenarterienstenose),
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden,
  • w√§hrend der letzten 6 Monate der Schwangerschaft (siehe unter Abschnitt 2.: Schwangerschaft und Stillzeit),
  • wenn Sie stillen (siehe den nachstehenden Abschnitt: Schwangerschaft und Stillzeit),
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z.B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Sie d√ľrfen Ramiplus AL nicht einnehmen, wenn nur einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramiplus AL Ihren Arzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramiplus AL einnehmen:

wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben,

  • wenn Sie gro√üe Mengen an K√∂rpersalzen oder -fl√ľssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, au√üergew√∂hnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Di√§t, die Einnahme von Diuretika [Wassertabletten] √ľber lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind),
  • wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Hyposensibilisierung),
  • wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Bet√§ubungsmittel erhalten sollen. Sie m√ľssen Ihre Behandlung mit Ramiplus AL m√∂glicherweise einen Tag vorher unterbrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat,
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten),
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden kann das Risiko eines Angio√∂dems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erh√∂ht sein:
    • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall,
    • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B.
      Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus),
    • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
  • wenn Sie an einer Kollagenose wie Sklerodermie oder systemischer Lupus erythematodes leiden.
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Ramipril wird in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht empfohlen und kann nach dreimonatiger Schwangerschaft zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren (siehe unter Abschnitt 2.: Schwangerschaft und Stillzeit).
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    - einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere, wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben,
    - Aliskiren.
  • wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Ramiplus AL einnehmen.
    Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen. Siehe auch unter Abschnitt 2.: Ramiplus AL darf nicht eingenommen werden.

Wenn Sie w√§hrend der Behandlung eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von Ramiplus AL auftreten. Ohne Behandlung kann dies zu einem dauerhaften Verlust des Sehverm√∂gens f√ľhren. Wenn Sie bereits fr√ľher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, k√∂nnen Sie ein h√∂heres Risiko haben, dies zu entwickeln.

Kinder und Jugendliche

Ramiplus AL wird f√ľr Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht empfohlen, da das Arzneimittel in diesen Altersgruppen bisher noch nie verwendet wurde.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Ramiplus AL Ihren Arzt.

Einnahme von Ramiplus AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Ramiplus AL kann nämlich die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, aber auch selbst in seiner Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflusst werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung von Ramiplus AL verringern können:

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAR] wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicyls√§ure),
  • Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock,
    Herzversagen, Asthma oder Allergien wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck pr√ľfen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei gleichzeitiger Einnahme von Ramiplus AL das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird:

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAR] wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicyls√§ure),
  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Trimethoprim und
    Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln),
  • Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie),
  • Arzneimittel gegen Herzerkrankungen wie St√∂rungen des normalen Herzschlags,
  • Diuretika (Wassertabletten) wie Furosemid,
  • Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entz√ľndungen wie Prednisolon,
  • Calcium als Nahrungserg√§nzungsmittel,
  • Allopurinol (zur Senkung der Harns√§urewerte im Blut),
  • Procainamid (gegen Herzrhythmusst√∂rungen),
  • Colestyramin (zur Senkung der Blutfettwerte),
  • Carbamazepin (gegen Epilepsie),
  • Temsirolimus (Arzneimittel zur Anwendung bei Krebserkrankungen),
  • Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Absto√üung des Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren geh√∂ren); siehe unter Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen,
  • Vildagliptin (zur Senkung des Blutzuckers [oral]).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung durch Ramiplus AL beeinflusst werden kann:

  • Arzneimittel gegen Diabetes wie Blutzucker-senkende Arzneimittel zum Einnehmen und Insulin. Ramiplus AL kann den Blutzuckerspiegel senken. W√§hrend der Einnahme von Ramiplus AL muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden,
  • Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Ramiplus AL kann die Lithiumkonzentration im Blut erh√∂hen. Ihr Arzt muss die Lithiumkonzentration deswegen sorgf√§ltig √ľberwachen,
  • Arzneimittel zur Muskelentspannung,
  • Chinin (gegen Malaria),
  • Iodhaltige Arzneimittel, die als Kontrastmittel bei einem Szintigramm oder einer R√∂ntgenuntersuchung im Krankenhaus verwendet werden,
  • Penicillin (gegen Infektionen),
  • Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung, die Sie einnehmen (orale Gerinnungshemmer) wie Warfarin.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Ramiplus AL Ihren Arzt.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch unter Abschnitt 2.: ‚ÄěRamiplus AL darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Tests

Fragen Sie vor der Einnahme des Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker:

  • wenn bei Ihnen eine Funktionspr√ľfung der Nebenschilddr√ľsen durchgef√ľhrt werden soll, da Ramiplus AL die Testergebnisse verf√§lschen kann,
  • wenn Sie sich als Sportler einem Doping-Test unterziehen m√ľssen, da Ramiplus AL zu einem positiven Ergebnis f√ľhren kann. Die gesundheitlichen

Folgen der Anwendung von Ramiplus AL als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Einnahme von Ramiplus AL zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

  • Alkoholgenuss w√§hrend der Einnahme von Ramiplus AL kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie w√§hrend der Einnahme von Ramiplus AL Tabletten trinken d√ľrfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt. Blutdruck-senkende Mittel und Alkohol k√∂nnen sich n√§mlich gegenseitig in ihrer Wirkung verst√§rken.
  • Ramiplus AL kann zu den Mahlzeiten oder unabh√§ngig davon eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Sie sollten Ramipril nicht in den ersten zw√∂lf Wochen der Schwangerschaft anwenden und Sie d√ľrfen Ramiplus AL auf keinen Fall nach der 13. Schwangerschaftswoche anwenden, weil die Einnahme von Ramiplus AL in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann. Wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Ramipril schwanger werden, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt. Ein Wechsel auf eine besser vertr√§gliche Behandlungsalternative sollte im Vorfeld einer geplanten Schwangerschaft in Erw√§gung gezogen werden.

Stillzeit

Sie sollten Ramiplus AL nicht anwenden, wenn Sie stillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

W√§hrend der Einnahme von Ramiplus AL kann Schwindel auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist zu Beginn der Behandlung mit Ramiplus AL oder bei einer Dosiserh√∂hung am h√∂chsten. In diesem Fall d√ľrfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Ramiplus AL enthält Lactose und Natrium

Bitte nehmen Sie Ramiplus AL erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

Behandlung von Bluthochdruck

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis ggf. anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.

√Ąltere Patienten
Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung langsamer erhöhen.

Art der Anwendung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit, normalerweise morgens, ein.
  • Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein.
  • Die Tabletten d√ľrfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Ramiplus AL eingenommen

haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses auf. Sie d√ľrfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt wei√ü, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Ramiplus AL vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

H√∂ren Sie sofort mit der Einnahme von Ramiplus AL auf und wenden Sie sich unverz√ľglich an einen Arzt, wenn Sie eine der aufgef√ľhrten schweren Nebenwirkungen bemerken ‚Äď Sie m√ľssen m√∂glicherweise umgehend √§rztlich versorgt werden:

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschl√§ge. Dies k√∂nnen Anzeichen einer schweren √úberempfindlichkeitsreaktion auf Ramiplus AL sein,
  • schwere Hautreaktionen einschlie√ülich Hautausschlag, Geschw√ľre im Mund (Aphten), Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, R√∂tung, Bl√§schenbildung oder Abl√∂sung der Haut (wie Stevens-Johnson- Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme).

Informieren Sie Ihren Arzt umgehend beim Auftreten von:

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • beschleunigter Herzfrequenz, unregelm√§√üigem oder √ľberm√§√üig kr√§ftigem Herzschlag (Herzklopfen), Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall,
  • Kurzatmigkeit, zwei bis drei Tage anhaltendem Husten und Fieber und vermindertem Appetit, die m√∂gliche Anzeichen einer Lungenerkrankung wie Lungenentz√ľndung sind,
  • leicht auftretenden Bluterg√ľssen, Blutungen, die l√§nger als normal andauern, jeglichen Anzeichen einer Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Punkten oder Flecken auf der Haut oder erh√∂hter Infektionsanf√§lligkeit, Halsschmerzen und Fieber, M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schwindel oder blasser Haut, die m√∂gliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung sind,
  • schweren Bauchschmerzen, die bis zum R√ľcken ausstrahlen k√∂nnen und m√∂gliche Anzeichen einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) sind,
  • Fieber, Sch√ľttelfrost, M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Unwohlsein, Gelbf√§rbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), die m√∂gliche Anzeichen von Lebererkrankungen wie Hepatitis (Leberentz√ľndung) oder Lebersch√§den sind,
  • konzentrierter Urin (dunkel verf√§rbt), √úbelkeit oder Erbrechen,
    Muskelkr√§mpfe, Gef√ľhl von Verwirrung und Krampfanf√§lle k√∂nnen aufgrund einer Erkrankung auftreten, die ‚ÄěSyndrom der inad√§quaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH)‚Äú genannt wird.

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder mehr als ein paar Tage anh√§lt.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Kopfschmerzen, Schw√§chegef√ľhl und M√ľdigkeit,
  • Schwindelgef√ľhl. Die Wahrscheinlichkeit daf√ľr ist zu Beginn der Behandlung mit Ramiplus AL oder bei einer Dosiserh√∂hung gr√∂√üer.
  • trockener Reizhusten oder Bronchitis,
  • erh√∂hter Blutzuckerspiegel. Wenn Sie Diabetiker sind, kann die Einnahme den Diabetes verschlimmern,
  • erh√∂hter Harns√§urespiegel oder erh√∂hte Blutfettwerte,
  • schmerzhafte, rote und geschwollene Gelenke.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen,
  • Err√∂ten mit Hitzegef√ľhl, Ohnmacht, Hypotonie (ungew√∂hnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim pl√∂tzlichen Aufstehen oder Aufsetzen,
  • Gleichgewichtsst√∂rungen (Vertigo),
  • Juckreiz und ungew√∂hnliche Hautempfindungen, wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln (Par√§sthesien),
  • Geschmacksverlust oder ‚Äďver√§nderungen,
  • Schlafst√∂rungen,
  • depressive Verstimmung, Angst, ungew√∂hnliche Nervosit√§t oder zittriges Gef√ľhl,
  • verstopfte Nase, Nebenh√∂hlenentz√ľndung (Sinusitis), Kurzatmigkeit,
  • Zahnfleischentz√ľndungen (Gingivitis), Schwellungen im Mund,
  • rote, juckende, geschwollene oder tr√§nende Augen,
  • Ohrenklingeln,
  • verschwommenes Sehen,
  • Haarausfall,
  • Schmerzen im Brustkorb,
  • Muskelschmerzen,
  • Verstopfung, Magen- oder Darmschmerzen,
  • Verdauungsst√∂rungen oder √úbelkeit,
  • gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe eines Tages,
  • √ľberm√§√üiges Schwitzen oder Durstgef√ľhl,
  • Appetitminderung oder -verlust (Anorexie), vermindertes Hungergef√ľhl,
  • erh√∂hter oder unregelm√§√üiger Herzschlag,
  • geschwollene Arme und Beine, m√∂gliche Anzeichen von Fl√ľssigkeitsretention im K√∂rper,
  • Fieber,
  • St√∂rungen der Sexualfunktion (Erektionsst√∂rungen) bei M√§nnern,
  • Blutbild mit zu niedriger Anzahl roter Blutk√∂rperchen, wei√üer Blutk√∂rperchen oder Blutpl√§ttchen oder zu niedrigem H√§moglobin,
  • Blutwerte, die auf Funktionsst√∂rungen der Leber, der Bauchspeicheldr√ľse oder der Nieren hindeuten,
  • zu niedrige Kaliumwerte im Blut.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Erbrechen, Durchfall oder Sodbrennen,
  • rote, geschwollene Zunge oder Mundtrockenheit,
  • erh√∂hte Kaliumwerte im Blut.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Konzentrationsschw√§che, Unruhe oder Verwirrtheit,
  • Verf√§rbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim Aufw√§rmen (Raynaud-Syndrom),
  • Brustvergr√∂√üerung bei M√§nnern,
  • Blutgerinnsel,
  • H√∂rst√∂rungen,
  • geringere Produktion von Tr√§nenfl√ľssigkeit,
  • gelb aussehende Gegenst√§nde,
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Engwinkelglaukom),
  • Mangel an K√∂rperwasser (Dehydratation),
  • Schwellung, Schmerzen und R√∂tung der Wangen (Speicheldr√ľsenentz√ľndung),
  • Schwellung im Darm, ein so genanntes intestinales angioneurotisches √Ėdem, mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall,
  • erh√∂hte Sonnenempfindlichkeit,
  • starkes Schuppen oder Abl√∂sen der Haut, juckender Hautausschlag mit Kn√∂tchen oder andere Hautreaktionen, wie roter Ausschlag im Gesicht oder auf der Stirn,
  • Hautausschlag oder Bluterguss,
  • Flecken auf der Haut und kalte Gliedma√üen,
  • Nagelerkrankungen (z.B. Lockern oder Abl√∂sen eines Fu√ü- oder Fingernagels),
  • Steifigkeit des Bewegungsapparats, Unf√§higkeit, den Kiefer zu bewegen (Tetanie),
  • Muskelschw√§che oder ‚Äďkr√§mpfe,
  • verringertes sexuelles Verlangen bei M√§nnern und Frauen,
  • Blut im Urin, ein m√∂gliches Anzeichen f√ľr Nierenprobleme (interstitielle Nephritis),
  • Zucker im Urin (was nicht √ľblich ist),
  • erh√∂hte Anzahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen im Blut (Eosinophilie),
  • Blutbild mit zu wenig Blutzellen (Panzytopenie),
  • Ver√§nderungen der Elektrolytwerte im Blut wie Natrium, Calcium, Magnesium und Chlorid,
  • verlangsamte oder gest√∂rte Reaktionen,
  • Geruchsver√§nderungen,
  • Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma,
  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú oder ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen

Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten enthält

Die Wirkstoffe sind: Ramipril und Hydrochlorothiazid.

Jede Tablette Ramiplus AL enthält 2,5 mg Ramipril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumstearylfumarat, vorverkleisterte Stärke (Mais).

Wie Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten aussieht und Inhalt der

Packung

Wei√üe bis fast wei√üe, oblonge Tablette ca. 4,0 x 8,0 mm gro√ü mit Bruchkerbe auf der Unterseite und der Pr√§gung ‚Äě12,5‚Äú auf der Oberseite.

Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA¬ģ GmbH Gottlieb-Daimler-Stra√üe 19, D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen

zugelassen:

Deutschland: Ramiplus AL 2,5 mg / 12 mg Tabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2022

Quelle: Ramiplus AL 2,5 mg/12,5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ramipril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 21.01.2004
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden